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DE102006005949B3 - Messelektrode zur Analyse von Flüssigkeiten - Google Patents

Messelektrode zur Analyse von Flüssigkeiten Download PDF

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DE102006005949B3 DE200610005949 DE102006005949A DE102006005949B3 DE 102006005949 B3 DE102006005949 B3 DE 102006005949B3 DE 200610005949 DE200610005949 DE 200610005949 DE 102006005949 A DE102006005949 A DE 102006005949A DE 102006005949 B3 DE102006005949 B3 DE 102006005949B3
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    • G01N27/00Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means
    • G01N27/26Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating electrochemical variables; by using electrolysis or electrophoresis
    • G01N27/28Electrolytic cell components
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    • G01N27/34Dropping-mercury electrodes

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Abstract

Erfindungsgemäß weist die Messelektrode, die insbesondere zur Verwendung in Voltammetriemessungen von Fluiden eingesetzt werden kann, eine poröse, selektiv permeable Membran zum Zurückhalten von Verunreinigungen des zu untersuchenden Fluids auf der Retentatseite der Membran und einen elektrisch leitfähigen Film auf der Permeatseite der Membran auf, wobei der elektrisch leitfähige Film ebenfalls porös ist. Die Messelektrode wird auf diese Weise selbst semipermeabel. Hierdurch wird ein schneller Fluidtransport eines Analyten zu dem leitfähigen Film ermöglicht und gleichzeitig unerwünschte Verunreinigungen von diesem leitfähigen Film ferngehalten.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Messelektrode, insbesondere eine Messelektrode, die für die Voltammetrie geeignet ist. Ferner betrifft die Erfindung eine Messvorrichtung mit einer solchen Messelektrode und ein Verfahren zum Durchführen einer Voltammetriemessung an einer verunreinigten Flüssigkeit mit Schwermetallen.
  • Die Untersuchung von Gewässern erfordert unter anderem die Bestimmung, ob Schwermetalle und gegebenenfalls in welcher Menge sie in dem Wasser gelöst sind. Hierfür eignet sich die Voltammetriemessung als analytisches Verfahren mit ausreichend hoher Empfindlichkeit und Genauigkeit.
  • Zur Voltammetrie zählen alle Methoden, denen Strom-Spannungs-Messungen an Elektroden zugrunde liegen. Als Elektroden werden heute Quecksilbertropfenelektroden (HMDE), Quecksilberfilmelektroden (TMFE), Glaskohlenstoffelektroden (GCE), Kohlepasteelektroden (CPE) und Edelmetallelektroden (z.B. aus Gold, Platin, Palladium) verwendet.
  • Bei der Stripping-Voltammetrie scheidet sich der Analyt, z.B. das Schwermetall aus der zu untersuchenden Flüssigkeit, z.B. dem Wasser, zunächst elektrolytisch und gegebenenfalls auch als Komplexverbindung adsorptiv an der Elektrode ab und wird somit an der Elektrode angereichert. Danach wird der Analyt während der Bestimmung wieder abgelöst (Stripping). Die Ablösung des angereicherten Analyten von der Arbeitselektrode – der eigentliche Bestimmungsschritt – beruht auf einem Reduktions- oder Oxidationsvorgang.
  • Der Grad der Abscheidung des Analyten aus dem untersuchten Flüssigkeiten ist von einer Mehrzahl von Parametern abhängig, unter Anderem von der Anreicherungszeit, dem Anreicherungspo tential, dem Probenvolumen der untersuchten Flüssigkeit, dem Durchmischungsgrad des Analyten in der untersuchten Flüssigkeit und der Elektrodenoberfläche. Für quantitative Messungen und vergleichbare Messungen sind diese Parameter beizubehalten.
  • Beispiele für verschiedene Ausführungsformen der Stripping Voltammetrie zur Bestimmung von Schwermetallen in Wasser werden in DE 27 11 989 B1 , AT 350 511 , DE 195 04 088 C1 und US 2004/0045820 A1 gegeben.
  • Ein Problem aller dieser Elektroden, wenn sie in realen, d.h. verunreinigten Flüssigkeiten eingesetzt werden, resultiert aus Ablagerungen von Verunreinigungen, die auf der Elektrode einen Belag bilden und die Messergebnisse dadurch verfälschen. Zu diesen Verunreinigungen zählen z.B. organische Säuren, Proteine, Tenside etc. Deshalb wurde vorgeschlagen, die Elektrode mit einer semipermeablen Schicht zu überziehen, so dass die Verunreinigungen von der Elektrodenoberfläche ferngehalten werden. So ist beispielsweise aus CH 526 776 bekannt, die Messelektrode durch eine vor geschaltete, selektiv permeable Membran vor Verunreinigungen eines zu untersuchenden Fluids zu schützen. Analoge Vorschläge werden in DE 2 057 842 A , DE 42 30 602 A1 und DE 34 22 233 A1 unterbreitet. Da es sich in den zitierten Druckschriften bei den zu untersuchenden Fluiden um Gase handelt, tritt das Problem der Ablagerung nicht auf. Bei realen Flüssigkeiten würden hier Ablagerungen auf der Membran sehr schnell deren Selektivität und damit auch das Messergebnis negativ beeinflussen.
  • Alternativ kann man die zu untersuchende Flüssigkeit in einem ersten Schritt vor der Messung mittels einer Membran filtrieren. Die unerwünschten Verunreinigungen werden von der Membran zurück gehalten. In einem zweiten Schritt wird das Permeat, d.h. die durch die Membran hindurch getretene Lösung, der Messelektrode zugeführt. Dies erfordert jedoch ein größeres Probenvolumen und der Vorteil des schnellen Ergebnisses einer Online-Analytik geht verloren.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist eine verbesserte Bestimmung von Analyten in verunreinigten Flüssigkeiten.
  • Die Aufgabe wird durch eine Messelektrode nach dem Anspruch 1, eine Messvorrichtung nach dem Anspruch 8 und ein Verfahren nach dem Anspruch 10 gelöst.
  • Erfindungsgemäß weist die Messelektrode, die insbesondere zur Verwendung in Voltammetriemessungen von Flüssigkeiten eingesetzt werden kann, eine poröse, selektiv permeable Membran zum Zurückhalten von Verunreinigungen der zu untersuchenden Flüssigkeit auf der Retentatseite der Membran und einen elektrisch leitfähigen Film auf der Permeatseite der Membran auf, wobei der elektrisch leitfähige Film ebenfalls porös ist. Die Retentatseite der Membran bildet einen Hohlkörper. Der Hohlkörper weist ferner einen Einlass und einen Auslass zum Durchströmen der Messelektrode mit den zu untersuchenden Flüssigkeiten auf. Die Membran kann dann die Form einer Röhre annehmen. Die zu untersuchende Flüssigkeit kann bei dieser Ausgestaltung durch den Einlass eingespeist werden. Der Analyt wird durch die Membran auf den leitfähigen Film transportiert, während die Verunreinigungen innerhalb des Hohlkörpers bleiben, weiterfließen und über den Auslass abfließen. Der auf diese Weise realisierbare permanente Strom der Flüssigkeit führt zur Reinigung der Retentatseite der Membran und zugleich zu einer guten Durchmischung der Flüssigkeit. Die Poren der Membran haben vorzugsweise eine Größe zwischen 1 nm und 500 nm.
  • Sowohl die Membran als auch die eigentliche Elektrode aus dem leitfähigen Film sind zumindest für die zu untersuchenden Analyten permeabel. Dadurch kann die Flüssigkeit mit dem Analyt durch beide Schichten gepresst werden. Der Transport erfolgt somit strömend und kann durch einen angelegten Druck mittels einer Pumpe oder durch Einwirkung der Schwerkraft beschleunigt werden. Die unerwünschten Verunreinigungen werden auf der Retentatseite der Membran gehalten. Sie können von der Membran durch Spülen der Membranoberfläche oder laufend nachströmendem zu untersuchenden Flüssigkeit abtransportiert werden.
  • Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • In einer Weiterbildung ist der leitfähige Film als elektrisch leitfähige Beschichtung auf der Permeatseite aufgebracht. Die Messelektrode bildet auf diese Weise eine untrennbare Einheit. Ferner übernimmt der leitfähige Film bei geeigneten Abscheideverfahren die Porengröße der Membran.
  • Der leitfähige Film kann aus Kohlenstoff, Bismuth, Platin, Palladium oder einem anderen Edelmetall und/oder einer Kombination derer bestehen. Ferner kann der leitfähige Film an seiner Oberfläche aktiviert sein. Es ist auch möglich, dass die Permeatseite aufeinanderfolgend mit Kohlenstoff und dann mit Bismuth und/oder ein Edelmetall beschichtet ist.
  • Eine Ausgestaltung sieht vor, dass die poröse, selektiv permeable Membran für Schwermetalle, Schwermetallionen und/oder Schwermetallverbindungen permeabel ist.
  • Die erfindungsgemäße Messvorrichtung sieht eine erste Messelektrode, eine abgeschlossene Messkammer und eine zweite Messelektrode vor. Die erste Messelektrode ist die erfindungsgemäße Messelektrode oder eine derer Ausgestaltungen. Die Messkammer grenzt an die erste Messelektrode zum Auffangen des durch die Membran der ersten Messelektrode transportierten Analyten an. Die zweite Messelektrode ist in der Messkammer angeordnet. Die gefilterte Flüssigkeit mit dem Analyt fließt in die Messkammer. In dieser können nun Strom-Spannungsmessungen mittels der zwei Elektroden ohne störende Verunreinigungen durchgeführt werden.
  • Nach einer Weiterbildung ist eine Vorratskammer zum Aufnehmen einer Eichflüssigkeit und eine Dossierpumpe zum Befördern einer vordefinierten Volumeneinheit der Eichflüssigkeit aus der Vorratskammer in die abgeschlossene Messkammer vorgesehen. Die Eichflüssigkeit kann zur Kalibration der Messvorrichtung verwendet werden.
  • Gemäß einer Ausgestaltung ist die Messelektrode entfernbar zum Austauschen nach ihrer Erschöpfung angeordnet.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Bestimmung einer Konzentration von Analyten in einer verunreinigten Flüssigkeit unter Verwendung der erfindungsgemäßen Messelektrode sieht vor, dass die verunreinigte Flüssigkeit entlang der Retentatseite der Membran fließt ein Druck auf die Flüssigkeit einwirkt, der einen Transport des Analyten durch die Membran und den leitfähigen Film bewirkt und Messen einer physikalische Größe an dem elektrischen leitfähigen Film, die von dem Redoxpotential des Analyten gegenüber dem elektrisch leitfähigen Film abhängt. Der Fluss der Flüssigkeit entlang der Retentatseite bewirkt eine gute Durchmischung der Flüssigkeit. Die Membran filtert die Verunreinigungen aus der Flüssigkeit und der Druck ermöglicht den Transport des Analyten durch die Membran zu dem leitfähigen Film. Die Messgröße, welche den Typ des Analyten und dessen Menge angibt, kann durch Strom-, Spannungs- und/oder kombinierte Strom-Spannungsmessungen bestimmt werden. Eine physikalische Größe kann die notwendige Spannung sein, die zum Ablösen des Analyten von dem elektrisch leitfähigen Film notwendig ist. Die Ablösungsrate kann dabei als der gemessene elektrische Strom gemessen werden. Zweckmäßiger Weise wird das Potential gegenüber einer zweite Elektrode gemessen, die in das gefilterte Flüssigkeiten eintaucht.
  • In einer Ausgestaltung wird zunächst eine Eichflüssigkeit mit bekanntem Redoxpotential mit dem leitfähigen Film in Kontakt gebracht und der Wert der physikalische Größe für die Eichflüssigkeit bestimmt und dann der Druck angelegt, der einen Transport des Analyten bewirkt.
  • Eine Weiterbildung sieht vor, dass der Analyt mit einer vorbestimmten Menge der Eichflüssigkeit gemischt wird und die gemischte Flüssigkeit in Kontakt mit dem leitfähigen Film gebracht wird, um den Wert der physikalische Größe zu bestimmen.
  • Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele und Figuren näher erläutert. In den Figuren zeigen:
  • 1 einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Messelektrode und einer Messvorrichtung,
  • 2 einen Querschnitt durch die Ausführungsform nach 1 und
  • 3 einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Messvorrichtung.
  • Gleiche Bezugszeichen bezeichnen in den 1 bis 3 gleiche oder funktionsgleiche Komponenten.
  • In 1 ist eine Ausführungsform einer Messvorrichtung dargestellt. In einer abgeschlossenen Messkammer MK ist eine rohrförmige Messelektrode ME angeordnet. Die Messkammer MK weist einen Einlass und einen gegenüberliegenden Auslass mit Ventilen V2 und V3 auf. Eine zu untersuchende Flüssigkeit strömt gemäß der angegebenen Richtung qF ein.
  • Die Messelektrode ME ist aus einer porösen, selektiv permeablen Membran gebildet, wie schematisch durch die Unterbrechungen in der Figur angedeutet. In 2 ist ein Querschnitt durch die Messelektrode gezeigt. Der innere Bereich 1 wird nachfolgend als Membran bezeichnet. Die Membran 1 kann aus einem Polymer, einer porösen Keramik oder einem porösen Glaskörper hergestellt sein. Vorzugsweise ist die Membran chemisch inert gegenüber den zu untersuchenden Flüssigkeiten und der darin enthaltenen Substanzen. Ferner muss sie eine ausreichende mechanische Stabilität aufweisen.
  • Auf der Membran 1 ist ein leitfähiger Film 2, 3 aufgebracht. Dieser ist ebenfalls selektiv permeabel oder vollständig permeabel, so dass die gesamte Messelektrode ME selektive permeabel ausgestaltet ist.
  • Der leitfähige Film 2, 3 kann wie in 2 dargestellt aus mehreren Schichten aber auch nur aus einer Schicht aufgebaut sein. Bevorzugt sind katalytisch wirksame Edelmetalle, wie die Platinelemente, Platin, Palladium oder auch Kohlenstoff. Der Kohlenstoff kann eine aktivierte Oberfläche, das heißt eine vergrößerte Oberfläche aufweisen. Wenn diese Kohlenstoffschicht aktiviert wird, erzielt man eine besonders vorteilhafte Messelektrode, da die Anreicherung des Analyten gleichzeitig elektrolytisch und durch Adsorption erfolgt.
  • Die untersuchten Flüssigkeiten, z.B. wässrige Lösungen mit Schwermetallen aus Gewässern, weisen Verunreinigungen auf, die die Messelektrode beschädigen. Für diese Verunreinigungen ist die Membran 1 nicht durchlässig. Hingegen soll die Membran 1 für die Schwermetalle oder andere Analyten durchlässig sein. Um diese gewünschte selektive Permeabilität zu erreichen ist der Durchmesser der Poren der Membran geeignet zu wählen. Die Porengröße des leitfähigen Films 2, 3 ist mindestens gleich groß.
  • Das entlang der Richtung qF einströmende Flüssigkeit drückt gegen die durch die Messelektrode ME und die Membran 1 gebildete Seitenwand, wobei der Druck über ein Ventil V1 eingestellt werden kann, das in der Strömungsrichtung qF angeordnet ist. Da die Membran 1 und die Messelektrode ME für den Analyten permeabel sind, dringt die Flüssigkeit mit dem Analyt in die angrenzende Messkammer MK entlang der Richtung qP ein. Die Verunreinigungen werden hingegen von der Membran auf der Retentatseite gehalten und durch nach fließende Flüssigkeit ausgeschwemmt. Durch Erhöhen oder Verringern des Drucks der Flüssigkeit kann die Geschwindigkeit eingestellt werden, mit der der Analyt durch die Membran transportiert wird. Der notwendige Differenzdruck kann auch durch eine saugende Pumpe an dem Ventil V2 erreicht werden, das an die Messkammer MK angeschlossen ist.
  • In der Messkammer MK befindet sich die Gegenelektrode GE. Ferner kann noch eine weitere Referenzelektrode RE integriert werden. Der leitfähige Film 2, 3 ist durch einen externen Anschluss EA kontaktiert. Durch Anlegen eines Potentials an den leitfähigen Film 2, 3 und die Gegenelektrode und Messen des Stromflusses in der gefilterten Flüssigkeit innerhalb der Messkammer MK kann der Typ und die Konzentration eines Analyten in der gefilterten Flüssigkeit bestimmt werden.
  • 3 zeigt eine Variante der Messeinrichtung zur Bestimmung freier Radikale in einer Flüssigkeit. Zwei zusätzliche Ventile V3, V4 an der Messkammer MK gestatten die Zuführung von Flüssigkeiten bekannter Zusammensetzung aus einer Vorratskammer EK, wodurch sowohl eine Eichung als auch eine Verdünnung der Messflüssigkeit bei zu hoher Konzentration des Analyten möglich sind. Auf diese Weise kann beispielsweise durch eine zuvor erfolgende Eichung mit einer Elektrolytlösung bekannten Sauerstoffradikalen-Potentials das Antioxidantien-Potential einer zu analysierenden Lösung bestimmt werden.

Claims (12)

  1. Messelektrode mit einer porösen, selektiv permeablen Membran (1) zum Zurückhalten von Verunreinigungen zu untersuchender Flüssigkeiten auf der Retentatseite der Membran (1) und einem elektrisch leitfähigen Film (2, 3) auf der Permeatseite der Membran (1), wobei der elektrisch leitfähige Film (2, 3) porös ist, wobei die Retentatseite der Membran (1) einen Hohlkörper bildet und der Hohlkörper einen Einlass und einen Auslass zum Durchströmen der Messelektrode mit der zu untersuchenden Flüssigkeit aufweist.
  2. Messelektrode nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der leitfähige Film (2, 3) als elektrisch leitfähige Beschichtung auf der Permeatseite aufgebracht ist.
  3. Messelektrode nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (1) rohrförmig ist.
  4. Messelektrode nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der leitfähige Film (2, 3) aus Kohlenstoff, Bismuth, Platin, Palladium oder einem anderen Edelmetall und/oder einer Kombination derer besteht.
  5. Messelektrode nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der leitfähige Film (2, 3) mit Kohlenstoff beschichtet ist, dessen Oberfläche aktiviert ist.
  6. Messelektrode nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Permeatseite aufeinander folgend mit Kohlenstoff und dann mit Bismuth und/oder einem Edelmetall beschichtet ist.
  7. Messelektrode nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die poröse, selektiv permeable Membran (1) für Schwermetalle, Schwermetallionen und/oder Schwermetallverbindungen permeabel ist.
  8. Messvorrichtung mit einer ersten Messelektrode (ME) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, einer abgeschlossenen Messkammer (MK), die die erste Messelektrode (ME) zum Auffangen des durch die Membran (1) der ersten Messelektrode (ME) transportierten Analyten konzentrisch umgibt, und einer zweiten Messelektrode (GE), die in der Messkammer (MK) angeordnet ist.
  9. Messvorrichtung nach Anspruch 8 mit einer Vorratskammer zum Aufnehmen einer Eichflüssigkeit und einer Dossierpumpe zum Befördern einer vordefinierten Volumeneinheit der Eichflüssigkeit aus der Vorratskammer (EK) in die abgeschlossene Messkammer (MK).
  10. Verfahren zum Bestimmung einer Konzentration von Analyten in verunreinigten Flüssigkeiten unter Verwendung einer Messelektrode nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die verunreinigten Flüssigkeiten entlang der Retentatseite der als Höhlkörper ausgebildeten Membran (1) fließen, ein Druck auf die Flüssigkeiten einwirkt, der einen Transport des Analyten durch die Membran (1) und den leitfähigen Film (2, 3) bewirkt, und eine physikalische Größe an dem elektrischen leitfähigen Film (2, 3) gemessen wird, die von dem Redoxpotential des Analyten gegenüber dem elektrisch leitfähigen Film (2, 3) abhängt.
  11. Verfahren nach Anspruch 10 dadurch gekennzeichnet, dass zunächst eine Eichflüssigkeit mit bekanntem Redoxpotential mit dem leitfähigen Film (2, 3) in Kontakt gebracht wird und mit dessen Wert die physikalische Größe für die Eich flüssigkeit bestimmt wird und dann der Druck angelegt wird, der den Transport des Analyten bewirkt.
  12. Verfahren nach Anspruch 11 dadurch gekennzeichnet, dass der Analyt mit einer vorbestimmten Menge der Eichflüssigkeit gemischt wird und die gemischte Flüssigkeit in Kontakt mit dem leitfähigen Film (2, 3) gebracht wird, um den Wert der physikalischen Größe zu bestimmen.
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