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DE112007001257T5 - Vorrichtung und Verfahren zum Sensieren eines zeitvarianten Ionenstroms in einem elektrolytischen System - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zum Sensieren eines zeitvarianten Ionenstroms in einem elektrolytischen System Download PDF

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Publication number
DE112007001257T5
DE112007001257T5 DE112007001257T DE112007001257T DE112007001257T5 DE 112007001257 T5 DE112007001257 T5 DE 112007001257T5 DE 112007001257 T DE112007001257 T DE 112007001257T DE 112007001257 T DE112007001257 T DE 112007001257T DE 112007001257 T5 DE112007001257 T5 DE 112007001257T5
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DE
Germany
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opening
fluid chamber
membrane
substrate
electrolyte
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Ceased
Application number
DE112007001257T
Other languages
English (en)
Inventor
Andrew D. La Jolla Hibbs
Melissa Ann Brea Poquette
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Electronic Bio Sciences San Diego LLC
Electronic Biosciences LLC
Original Assignee
Electronic Bio Sciences San Diego LLC
Electronic Biosciences LLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Electronic Bio Sciences San Diego LLC, Electronic Biosciences LLC filed Critical Electronic Bio Sciences San Diego LLC
Publication of DE112007001257T5 publication Critical patent/DE112007001257T5/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
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    • G01N33/48707Physical analysis of biological material of liquid biological material by electrical means
    • G01N33/48728Investigating individual cells, e.g. by patch clamp, voltage clamp
    • GPHYSICS
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Abstract

Eine Vorrichtung zum Sensieren eines zeitvarianten Ionenstroms in einem elektrolytischen System mit:
einer ersten Fluidkammer, die ein Elektrolytbad definiert, das ein erstes Elektrolytfluid beinhaltet;
einer zweiten Fluidkammer, die ein Messvolumen definiert, das ein zweites Elektrolytfluid beinhaltet;
einer Grenzstruktur mit einem Wandabschnitt und einem Substrat mit einer darin angeordneten Öffnung, wobei die Grenzstruktur die erste von der zweiten Fluidkammer trennt, wobei die zweite Fluidkammer über die Öffnung in Kommunikation mit der ersten Fluidkammer ist, und mit einer Spannungsquelle zum Anlegen einer Potentialdifferenz über die Grenzstruktur zum Zwecke des Bewirken eines Ionenstroms durch die Öffnung;
einer Elektrode, die angeordnet ist zum Messen des zeitvarianten Ionenstroms, der die Öffnung von der ersten Fluidkammer zu der zweiten Fluidkammer passiert und so ein Ionenstromsignal erzeugt; und
einem Verstärker, der mit der Elektrode durch ein Verdrahten verbunden ist und in der Näher der Grenzstruktur angeordnet ist, wobei der Verstärker das Ionenstromsignal...

Description

  • BEZUGNAHME AUF EINE VERWANDTE ANMELDUNG
  • Diese Anmeldung beansprucht die Priorität der US Provisional Patent Application Nr. 60/813,712 vom 15. Juni 2006 mit der Bezeichnung „System for Improved Ion Channel Recordings and Related Measurement of Objects and Analytes in Solution".
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • 1. Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet elektrolytischer Messsysteme und insbesondere eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Messen eines zeitvarianten Ionenstroms in einer elektrolytischen Umgebung mit einer verbesserten Empfindlichkeit und Bandbreite.
  • 2. Diskussion des Standes der Technik
  • Die Messung der elektrischen Leitfähigkeit kleiner fluidischer Bereiche ist bei vielen Anwendungen von Bedeutung. Beispielsweise können kleine Partikel, etwa Viren, die in einem Fluid gelöst sind, unter Verwendung einer Widerstandsimpulstechnik gemessen werden, d. h., durch Messen der zeitweiligen Änderung der durchschnittlichen Fluidleitfähigkeit, die sie bewirken, wenn sie eine solche Öffnung Passieren. In den vergangenen Jahren ist es von großer wissenschaftlicher und technologischer Bedeutung geworden, die Variation der elektrischen Leitfähigkeit von Einheiten, die die Membranenwand einer Zelle überbrücken, zu messen. Solche Einheiten, wie Proteinporen, Ionenkanäle, Transporter und verwandte Einheiten (hier durch den Gruppennamen Ionenkanäle bezeichnet), steuern die Passage bestimmter Ionen in/oder aus einer Zelle. Das Messen der Ionenflüsse durch den elektrischen Strom, den sie tragen, ist viel einfacher, schneller und grundlegender als andere Verfahren wie die Verwendung eines radioaktiven Tracer.
  • Elektrische Messungen der Ionenkanalaktivität gehen auf Hodgkin's und Huxley's Identifikaktion von Strömen, die durch homogene Anordnungen von Kanälströmen, die sie als „Ionenleiter" bezeichnet haben, zurück. Messungen von Strömen durch einkanalige Proteine, jeweils nur ein Molekül, begannen mit der Arbeit von Haydon und Hladky. Sie stellten fest, dass Ströme durch einzelne Gramicidinkanäle einen rechteckigen zeitlichen Verlauf hatten und dass die Dauer der Öffnung den zeitabhängigen Vorgängen entsprachen, die von Hodgkin und Huxley untersucht worden war, während die Amplitude des Stroms durch den Kanal dem „Sofortstrom", der von diesen aufgezeichnet waren, entspricht.
  • Hunderte Typen von Ionenkanälen wurden bis heute mit elektrischen Verfahren untersucht, wobei Tausende von Ionenkanälen und Transporter noch zu untersuchen sind. Kanalströme variieren von gegenwärtig nicht messbaren (~Picoampere (Pa)) bis Hunderten von Pa. Viele der biologisch und medizinisch wichtigen Ionenkanäle haben nicht messbare Einkanalströme und ihre Leitfähigkeit muss aus makroskopischen Messungen vieler Ionenkanäle abgeschätzt werden. Zusätzlich zu dem Erfordernis des Aufzeichnens von kleineren Stromänderungen wird allgemein angenommen, dass die Geschwindigkeit vieler Ionenkanalübergänge schneller ist als die Antwortzeit von existierenden Aufzeichnungssystemen, diese Kanäle blieben ungemessen.
  • Den wichtigsten Fortschritt des Aufzeichnens von Ionenkanälen haben Sakmann und Neher gemacht, die ein Patchpipettenverfahren entwickelten, das das Aufzeichnen von Einkanalströmen mit einer dünnwandigen, gezogenen Glaspipette, die gegen eine Zellmembran gedrückt wird, erlaubte. Ein Beispiel eines derartigen Systems ist in 1 gezeigt. Obwohl dies nicht gezeigt ist, würde die ganze Patchclampvorrichtung typischerweise von einer elektrisch leitfähigen Abschirmung eingeschlossen sein, um die Aufnahme von elektromagnetischem Rauschen zu minimieren. Es hat sich gezeigt, dass die Messempfindlichkeit erheblich erhöht würde durch Einziehen der Membran um mehrere Mikron in die Pipette durch ein Ansaugen, um so die Fläche der Membran in Kontakt mit der Fläche des Glases zu erhöhen. Üblicherweise wird die Pipette von Hand positioniert. In automatischen ZellPatchsystemen werden Zellen durch Saugen in eine Öffnung in der Größenordnung eines Mikrons in eine Glas- oder eine Silikonfläche gezogen. Wenn die Zelle einmal angebracht ist, muss ein elektrischer Strom über einen Ionenkanal hergestellt werden durch Durchdringen der Zellmembran mit einer scharfen Elektrode oder Ausziehen eines Patches von Zellmembranen, die in dem Messbereich angeordnet sind, um es dem Teil des Ionenkanals auf der Innenfläche der Zelle zu erlauben, dem Elektrolyt in dem Bad ausgesetzt zu sein.
  • Ein alternativer, direkterer Weg ist das Erzeugen einer Membran mit einem Ionenkanal und entweder das Suspendieren der Membran über eine Öffnung (typischerweise in der Größenordnung von 100 Mikron oder Mikrometern (μm) im Durchmesser) in einem festen Material wie Teflon oder deren Stützen mit einer festen Elektrodenfläche, möglicherweise über polymere Fäden. Ein Beispiel eines derartigen suspendierten künstlichen Membransystems ist in 2 gezeigt. Obwohl dies nicht gezeigt ist, ist dies System typischerweise von einer elektrisch leitenden Abschirmung umschlossen. Dieses Verfahren erlaubt den makroskopischen Zugriff von beiden Seiten der Membran, ist jedoch sehr fragil. Das Letztere ist robust, aber die Chemie der Lipid- und Polymertheter erfordert, dass eine inerte Elektrode (beispielsweisse Gold) mit einer vorherrschenden Kapazität (d. h., Wechselstrom (AC)), die mit dem Elektrolyt gekoppelt ist, verwendet werden muss. Zusätzlich verhindert das sehr kleine Fluidvolumen wegen des Aufbaus von Ionenkonzentrationsgradienten über der Membran in dem Bereich zwischen der Membran und der festen Fläche die Verwendung traditioneller Gleichstrom (DC)-Verfahren zum Messen des Kanalstroms.
  • Bezüglich der Messempfindlichkeit und der Bandbreite sind übliche Ionenkanalaufzeichnungen durch das Stromrauschen des Verstärkers der ersten Stufe begrenzt und das effektive Stromrauschen, das durch das Spannungsrauschen des Verstärkers der ersten Stufe verursacht wird, wirkt auf die Gesamtkapazität an dem Verstärkereingang.
  • Es wird jetzt auf 1 Bezug genommen. Ein typisches Patchclampsystem 200 weist eine Membran 201 und ein Elektrolytbad 202 auf, das die folgenden Eigenschaften hat. Die Eingangskapazität eines erststufigen Verstärkers 204 beträgt 15 Pikofard (pF). Die Kapazität eines Pipettenhalters 208 variiert von 1–5 pF und die Kapazität einer Pipette 212 beträgt auch 1–5 pF. Größere Pipettenkapazitäten sind Halter zugehörig, die metallische Abschirmungen haben (Axon Instruments). Jedoch erzeugt das Eintauchen der dünnwandigen Spitze der Patchpipette in das Bad 202 eine weitere Kapazität in der Größenordnung von 1 pF/mm. Obwohl es möglich ist, die Pipettenspitze nur sehr geringfügig einzutauchen, ist es schwierig einzustellen und die Schwierigkeit zum Implementieren für eine bestimmte Zeitdauer, da der Fluidpegel sich aufgrund des Verdampfens ändert. Für ein typisches Eintauchen der Spitze um 5 Millimeter (mm) beträgt die zusätzliche Kapazität 5 pF und ist ein fundamentales Ergebnis der Pipettenspitze mit einer sehr dünnen Wand. Die Kapazität eines Drahts 220, der von einem Elektrodensystem 224 zu der Systemelektronik läuft, hängt von dem Drahtdurchmesser und der Drahtlänge ab. Unter der Annahme, dass der Draht einen Durchmesser von 1 mm hat und 20 Zentimeter (cm) lang ist und dass die (nicht gezeigte) Abschirmung einen Abstand von 10 cm bis 1 Meter (m) hat, beträgt die Drahtkapazität 1,5–2,1 pF. Gemeinsam liegt die Gesamtkapazität des Verstärkereingangs in dem Bereich von 25–30 pF.
  • Die Kapazität der künstlichen Membranvorrichtung 228 ist typischerweise höher. Es wird auf 2 Bezug genommen. Dieselben Kapazitätswerte ergeben sich für einen erststufigen Verstärker 230 und Verbindungsdrähten 234, die den erststufigen Verstärker 230 mit Elektroden 236 verbinden, eine Membran 238 ist jedoch auf einem Teflonblatt 239 suspendiert, das beide Fluidvolumen 240 und 242 teilt und eine Fläche hat, die 1.000–10.000 mal größer ist als die der Membran 201 des Patchpipettensystems. Dies erzeugt eine zusätzliche Shuntkapazität in dem Bereich von 5–100 pF. Zusätzlich erzeugt die Kapazität der Messseite des Elektrolytbades oder Fluidvolumens 240 eine Kapazität, die sich linear mit dem Radius des Bades erhöht und typischerweise wenigstens ein pF beträgt. Typischerweise beträgt die Gesamtkapazität an dem Verstärkereingang der vorbekannten Vorrichtung mit künstlicher Membran 22120 pF.
  • Die obigen vorbekannten Systeme sind in dem Sinne gut optimiert, dass die internen Beiträge zu dem Messrauschen annähernd gleich sind. Beispielsweise sind das Stromrauschen und das Spannungsrauschen, das auf die Gesamteingangskapazität wirkt, annähernd gleich. Dies stellt ein Trade-Off bei der Ausbildung des erststufigen Verstärkers für die bekannte Eingangsimpedanz dar und die beiden üblichen Arten von Messvorrichtungen erreichen schließlich Begrenzungen aufgrund ihrer mechanischen Ausbildung. Bei der Patchpipette liegt die Begrenzung in der Pipette selbst. Für den Teflonnapf liegt die Begrenzung in der Fläche der Membran. Infolgedessen wurden in den etwa 20 Jahren, in denen Patchpipetten und die zugehörigen künstlichen Zweischichtmessungen durchgeführt worden sind, nur sehr unzureichende Verbesserungen der Empfindlichkeit und der Bandbreite erreicht und diese beruhen fast vollständig auf den Fortschritten auf dem Gebiet der Elektronik.
  • Darauf basierend besteht ein Bedarf nach einem System, das wesentliche Verbesserungen bei Ionenkanalaufzeichnungen ermöglicht. Ein solches System muss die erforderlichen elektrischen Eigenschaften zum Verbessern der Empfindlichkeit und der Bandbreite haben, die durch gut optimierte vorhandene Technologien erreicht wird, und darf bei der Verwendung nicht schwerer sein und darf nicht auch teurer sein als die gegenwärtige Technologie.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung ist auf eine elektrische Messvorrichtung oder ein elektrolytisches Messsystem und ein Verfahren zum Messen eines zeitvarianten Ionenstroms gerichtet. In Übereinstimmung mit der Erfindung weist die Vorrichtung ein erstes und ein zweites Fluidvolumen oder eine erste oder eine zweite Fluidkammer auf, die mit einem Elektrolyt gefüllt sind und von einem Substrat getrennt sind, das mit einem oder mehreren Öffnungen versehen ist. Ein oder mehrere Analyte, die zu untersuchen sind, werden in eine oder beide Kammern eingefüllt. Die Vorrichtung weist eine erste Elektrode auf, die in der ersten Kammer oder dem ersten Elektrolytbad positioniert sind und eine zweite Elektrode, die in der zweiten Kammer oder dem Messvolumen positioniert ist. Das Aufbringen einer Potentialdifferenz zwischen der ersten und der zweiten Elektrode erzeugt ein elektrisches Feld. Das elektrische Feld verursacht einen Ionenstrom, der durch eine oder mehrere Öffnungen, die die beiden Volumen miteinander verbindet, fließt. Eine elektrische Ausleseschaltung mit hoher Empfindlichkeit ist über jede der Öffnungen verbunden und mit der ersten Kammer und der zweiten Kammer unter Verwendung von vorzugsweise resistiven (beispielsweise faradayischen) oder Kapazitätselektroden gekoppelt, die mit dem Eingang eines erststufigen Verstärkers verbunden sind. Dieser Verstärker ist wiederum mit nachfolgenden Verstärkerstufen verbunden.
  • Vorzugsweise werden die Öffnungen durch eine oder mehrere Membranen abgedeckt, die das Einsetzen eines oder mehrerer Ionenkanäle erlauben. Der elektrische Widerstand über eine Öffnung mit einer angebrachten Membran ist in der Größenordnung von 1 Gigaohm (GΩ) und vorzugsweise eine Größenordnung höher zum Minimieren des wechselnden Stroms, der parallel zu dem Ionenkanalstrom fließt. Alternativ wird die Vorrichtung betrieben, ohne dass die Öffnung von einer Membran abgedichtet wird, beispielsweise zum Erkennen von Änderungen im Strom aufgrund von Partikeln, die die Öffnung passieren. Jedoch wird die Erfindung in diesem Fall vorzugsweise bei höheren Frequenzen genutzt. Beispielsweise hat eine Öffnung mit einem Durchmesser von 20 Nanometern (nm) (annähernd der gegenwärtige Zustand nach dem Stand der Technik bei dem Herstellen von Öffnungen in Glas und Silikon in Nanogröße) eine Leitfähigkeit in der Größenordnung von 10 Megaohm (MΩ) bei einer Füllung mit Kaliumchloridlösung (KCl) von 1 Molar (M). In diesem Fall wird die Erfindung vorzugsweise genutzt zum Messen von Signalen oberhalb von 1 Kilohertz (kHz). Bei einer größeren Öffnung oder bei mehreren Öffnungen ist die Frequenz, bei der die Vorrichtung betrieben wird, in einer optimalen Weise höher in einem linearen Verhältnis zu der Änderung der Gesamtleitfähigkeit.
  • Die Membran kann über die Öffnung durch ein Verfahren des Beschichtens gebildet werden durch Bläschenfusion oder andere in dem Stand der Technik bekannte Verfahren. Die Form der Membran hängt von der Hydrophobie der Substanzfläche ab. Die Membran kann aus einer lipiden Doppelschicht gebildet sein oder jedem Material, das ähnliche Eigenschaften hat, beispielsweise Polydimethysiloxan (PDMS). Zusätzlich kann die Membran aus einer lebenden Zelle in der Weise, die für das Patchclamping verwendet wird, extrahiert werden.
  • Im Gegensatz zu den oben diskutierten vorbekannten Systemen hat das System, das nach der vorliegenden Erfindung aufgebaut ist, eine Gesamtkapazität an einem Verstärkereingang einschließlich des Verstärkers selbst von 2–10 pF. Diese dramatische Verringerung der Kapazität ermöglicht eine Reduktion des internen Rauschens des Systems oder des Stromrauschens, wodurch eine signifikante Verbesserung der Empfindlichkeit erreicht wird. Diese Verbesserung kann erreicht werden unabhängi davon, ob eine Systemöffnung offen ist oder wenn eine Widerstandsimpulstechnik zum Zählen und Abmessen von Partikeln verwendet wird oder wenn eine Membran und Ionenkanal über die Öffnung vorhanden ist. Weiter ermöglicht die Reduktion des internen Rauschens ein Ausführen von Messungen bei Bandbreiten, die erheblich über den Bereich vorbekannter Systeme hinaus gehen. Wegen der verbesserten Sensitivität erlaubt die Vorrichtung die Verwendung eines verringerten Ionenstroms. Dies erlaubt Implementationen mit der Verwendung von geringeren Vorspannungen und die Verwendung von Elektrolyten mit geringerer Konzentration. Vorzugsweise ist das System nach der vorliegenden Erfindung nicht schwieriger zu verwenden und nicht teurer als die vorbekannte Technologie.
  • Die vorliegende Erfindung bietet eine höhere Messempfindlichkeit und – bandbreite durch Kombinieren dreier bestimmter Ansätze zum Minimieren der Kapazität, die mit dem Eingang des erststufigen Verstärkers verbunden ist. Zunächst weist die Vorrichtung eine Öffnung auf mit einer lateralen Dimension, die geringer als 10 μm und geringer als 50 nm in dem Fall, dass keine Membran die Öffnung abdichtet. ist. Zweitens ist, um einen Vorteil aus der sehr geringen Öffnungskapazität zu haben, die Kapazität, die das erste Volumen mit dem zweiten Volumen verbindet, die über dem Substrat auftritt, die die eine oder die mehreren Öffnungen hat, geringer als 1 pF und vorzugsweise geringer als 0,25 pF. Dies wird durch Minimieren der Fläche des Substrats erreicht, das dem Fluid ausgesetzt ist und macht das Substrat ausreichend dick. Drittens sind die Messelektroden und der erststufige Verstärker innerhalb von 5 cm der Öffnung mit der Nanogröße angeordnet und neue Schaltungsausgestaltungen und ein Packaging schafft eine sehr hohe Empfindlichkeit für eine sehr hohe Eingangsimpedanz bei einem kleinen Gesamtvolumen.
  • Bei der bevorzugten Anordnung wird der Ionenstrom, der durch eine kleine Fluidöffnung oder einen kleinen Ionenkanal fließt, mit einer Empfindlichkeit und einer Bandbreite gemessen, die diejenige vorbekannter Verfahren erheblich übersteigt. Der fundamentale interessierende Parameter ist die Zeitvariation des Ionenstroms. Es können jedoch in einigen Fällen andere physikalische Variablen wie der Leckstrom der Membran oder andere vorhandene Zustände oder quasi-vorhandene Zustandseigenschaften der interessierende Parameter sein. Bei einigen Ausführungsbeispielen eines Ionenkanals, der eine Membran überspannt, können die Ionenkanäle ihre natürliche Form haben oder können bearbeitet oder anders modifiziert sein, wie dies für bestimmte Eigenschaften erforderlich ist. Eine besondere Anwendung dieser Erfindung ist das Messen von diskreten Leitfähigkeitszuständen in Ionenkanälen. Diese Zustände ändern sich stochastisch bei dem Vorhandensein von Analyten in einer Weise, die es erlaubt, Konzentrationen und Arten gesondert zu bestimmen. Eine weitere Anwendung der Erfindung ist das Messen des Kanalstroms, wenn die Leitfähigkeit einfach mittels eines Blockierungseffekts bestimmt wird der durch das Vorhandensein eines Analyts in der Öffnung wie bei den üblichen Coulterzählern erzeugt wird. Weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden eingehenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele in Verbindung mit den Zeichnungen, wobei einander entsprechende Bezugszeichen sich auf entsprechende Teile in den verschiedenen Ansichten beziehen.
  • KURZE ERLÄUTERUNG DER ZEICHNUNGEN
  • 1 zeigt ein übliches vorbekanntes Patchclampmesssystem;
  • 2 zeigt ein übliches vorbekanntes künstliches Membranmesssystem;
  • 3 zeigt eine Querschnittsansicht einer Vorrichtung, die in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung aufgebaut ist;
  • 4 zeigt eine teilweise Querschnittsansicht der Öffnung von 3 mit einer Lipidmembran;
  • 5 zeigt eine Querschnittsansicht eines alternativen Ausführungsbeispiels der Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung;
  • 6 zeigt eine Teilquerschnittsansicht der Öffnung von 3 mit einer Zellmembran;
  • 7 zeigt eine Teilquerschnittsansicht des Messvolumens von 3 und ein Kapillarinstrument;
  • 8 zeigt eine Teilquerschnittsansicht eines alternativen Ausführungsbeispiels zu demjenigen von 7, wobei das Kapillarinstrument eine Elektrode ist;
  • 9 ist ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung mit kontinuierlichen Proben; und
  • 10 ist eine Tabelle, die die Empfindlichkeit der vorliegenden Vorrichtung mit derjenigen einer üblichen Patchklemme und üblichen künstlichen Membransystemen zeigt.
  • EINGEHENDE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
  • Es wird zunächst auf 3 Bezug genommen. Eine elektrolytische Messvorrichtung oder elektrolytisches Messsystem, das in Übereinstimmung mit der Erfindung aufgebaut ist, ist allgemein mit 2 bezeichnet. Das Messsystem 2 weist eine erste Fluidkammer oder ein Elektrolytbad 4 auf, in den ein erstes Elektrolyt 6 vorhanden ist und eine zweite Elektrolytkammer oder ein Messvolumen 8, das mit einem zweiten Elektrolyt 10 versehen ist. Das Messvolumen 8 wird von dem Elektrolytbad 4 von einer Grenzstruktur 11 getrennt, die aus einer dicken Grenzwand 12 und einem Substrat 14 beschichtet ist, die mit einer Dichtung (nicht gezeigt) verbunden sind mit einem elektrischen Widerstand von wenigstens 1 GΩ, vorzugsweise höher. Alternativ kann die Struktur 11 als eine einzelne Einheit ausgebildet sein etwa durch Gießen oder Formen. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Struktur 11 in Form eines Rohres. Es versteht sich jedoch, dass die Struktur 11 verschiedene geometrische Formen haben kann.
  • Ein Befestigungssubstrat 16 erstreckt sich über die Oberseite des Elektrolytbades 4 und des Messvolumens 8. Messelektroden 18 und 19 erstrecken sich durch das Bewässerungssubstrat 16 und in das Elektrolytbad 4 bzw. das Messvolumen 8. In Übereinstimmung mit der Erfindung ist die Wand 12 aus einem Material mit einer sehr geringen Leitfähigkeit gefertigt und ist vorzugsweise 0,2 mm dick mit einem Innendurchmesser von 1 mm. Eine derartige Wanddicke und ein Durchmesser führen zu einer Kapazität pro mm der eingetauchten Länge der Wand 14 von 0,1 pF pro mm, gegeben durch die Formel C = 2 πε/In(daußen/dinnen). Vorzugsweise beträgt die Dicke der Wand 12 wenigstens 0,4 mm, was zu einer Kapazität pro Einheitslänge von 0,06 pF pro mm führt.
  • Bei einer Struktur 11 mit einem Innendurchmesser von 1 mm beträgt der Bereich des Elektrolyts 10, die zu dem Elektrolytbad 4 über das Substrat 14 weist, 0,78 mm2. Das Substrat 14 ist vorzugsweise wenigstens 25 μm dick, unter Voraussetzung einer Kapazität von 1 pF in Übereinstimmung mit der Formel C = εA/t, wobei t die Dicke des Substrats 14 ist. Die durchschnittliche Dicke des Substrats 14 beträgt vorzugsweise wenigstens 50 μm, was die Kapazität, die die beiden Elektrolytvolumen 4 und 8 koppelt, auf 0,5 pF oder weniger begrenzt. Bei diesen Berechnungen wird zur Vereinfachung ein kreisförmiger Querschnitt angenommen, es versteht sich jedoch, dass auch quadratischer Querschnitt oder andere Geometrien verwendet werden können. Die Gesamtkapazität, die das innere Elektrolytvolumen 8 mit dem äußeren Elektrolytvolumen 4 über die Struktur 11 koppelt, ist vorzugsweise kleiner als 2 pF und besonders bevorzugt kleiner als 0,25 pF.
  • Das Substrat 14 beinhaltet eine Öffnung 22. Die Öffnung 22 ist vorzugsweise kleiner als 10 μm bei Verwendung mit einer Membran und vorzugsweise kleiner als 50 nm, bei Verwendung ohne eine Membran. In beiden Fällen wird die Leistungsfähigkeit mit einer verringerten Öffnungsfläche verbessert. Unterhalb eines Durchmessers von 3 μm in dem Fall einer Membrandichtung ist die Kapazität über die Membran klein verglichen mit anderen Kapazitäten an dem Eingang und es wird keine signifikante weitere Verbesserung erreicht. Bei dem Fall keiner Membran sollte der Öffnungsdurchmesser so gering wie möglich sein, vorzugsweise geringer als 20 nm und besonders bevorzugt geringer als 10 nm. Diese Öffnung in Nanogröße kann konstruiert werden durch ein Trackätzverfahren durch übliche Silikonbearbeitung oder durch das Verfahren des Abdichtens eines Drahtes in Glas und dessen Entfernen. Die Öffnung 22 ist konisch dargestellt, um den elektrischen Widerstand des Fluids (Elektrolyts) in Reihe mit der Verengung der Öffnung 22 zu minimieren. Es ist jedoch nicht wesentlich, dass die Öffnung 22 konisch ist, es können auch eine zylindrische oder jede andere Form verwendet werden unter der Voraussetzung, dass der in Reihe mit einem Ionenkanal, der über die Öffnung 22 positioniert ist, liegende elektrische Widerstand geringer ist als etwa das Zehnfache des Ionenkanalwiderstands.
  • Das Substrat 14 besteht aus einem Kunststoff wie Polyamid, Silizium sehr geringer Leitfähigkeit, Glas, Quarz, Saphir und äquivalentem Material. Die hauptsächlichen Anforderungen an das Substrat 14 sind, dass dieses eine geringe elektrische Leitfähigkeit, eine geringe dielektrische Verlusttangente hat und vorzugsweise ausreichend flach ist, um eine Membran mit einer elektrischen Abdichtung mit hohem Widerstand zu tragen. Das Substrat 14 und die Trennwand 12 sind vorzugsweise durch dasselbe Material gebildet. In dem Fall, dass ein Wafersubstrat wie Silizium verwendet wird, ist es möglich, den Bereich des Substrats 14, der zu dem Elektrolyt durch übliche Halbleiterverarbeitungsverfahren freigelegt wird, wesentlich zu reduzieren. Wenn der Bereich reduziert wird, kann das Substrat 14 sehr viel dünner sein und zeigt weiterhin eine adäquate kleine Kapazität. Zur Vereinfachung der Herstellung der Öffnung 22 durch übliche photolithographische Verfahren wird der Substratbereich, der zu dem Elektrolyt frei liegt, derart gewählt, dass das Substrat 14 vorzugsweise eine Dicke geringer als 1 μm hat.
  • Die dicke Wand 12 und eine Außenwand 24 des Elektrolytbades 4 sind über ein Befestigungssubstrat 16 verbunden. Wie zuvor erwähnt, sind die Messelektroden 18 und 19 mit dem Befestigungssubstrat 16 verbunden und kontaktieren das Elektrolyt 6, 10 in dem Elektrolytbad 4 bzw. dem Messvolumen 8. Die Elektroden 18 und 19 können entweder vom üblichen nicht-polarisierbaren Typ sein, etwa Silber/Silberchlorid (Ag/AgCl) oder einem nicht-reaktiven Material wie Platin (Pt), wenn ein vollständiges AC-Verfahren verwendet wird.
  • Ein Verstärker 26 der ersten Stufe ist direkt auf das Befestigungssubstrat 16 montiert zum Minimieren der Länge eines Drahts 27, der den Verstärker 26 mit der Elektrode 19 verbindet. Vorzugsweise ist der Draht 27 nicht länger als 5 cm und vorzugsweise geringer als 2 cm. Zusätzlich weisen die dem Verstärker 26 zugehörigen Schaltungen Schutz- und Erdungsschaltungen (nicht gezeigt), um die Streukapazität als auch eine zugehörige Rückkopplungssteuerschleife (nicht gesondert gekennzeichnet) zu minimieren. Einige oder mehrere Bohrungen sind in dem Befestigungssubstrat 16 gebildet, um ein Eingeben und Entfernen der Elektrolyte 6 und 10 und eines Analyts 29 zu erlauben.
  • Eine Spannung zum Treiben des Ionenstroms zwischen den Elektroden 818 und 19 muss angelegt werden, wie dies in 3 gezeigt ist. Vorzugsweise ist eine Spannungsquelle 17 mit der Badelektrode 18 verbunden und auf die Masse des elektrischen Systems bezogen. Der Ausleseverstärker 26 ist mit einem Strom-Wandler verbunden, dessen positiver Eingang mit Masse verbunden ist. Alternativ kann es geeigneter sein, die Spannungsquelle 17 mit dem positiven Eingang des Verstärkers 26 zu verbinden. Zusätzlich kann eine gesonderte Elektrode (nicht gezeigt), die mit einem Hochimpedanzpuffer verbunden ist, in das Bad 4 eingetaucht sein. Der Ausgang dieser Bezugselektrode kann gesondert aufgezeigt werden, um eine direktere Messung des Potentials des Bades 4 aufzuzeichnen.
  • Elektrolyten 6 und 10 sind typischerweise übliche biokompatible Lösungen wie 0,1 M KCl, obwohl bei nicht-biologischen Anwendungen eine Vielzahl von leitfähigen Fluiden oder Lösungen verwendet werden können. Bei der Verwendung wird eine Spannungsquelle 17 zum Anlegen eines elektrischen Potentials zwischen den Elektroden 18 und 19 zum Treiben eines elektrischen Stroms zwischen diesen und durch die Öffnung 22 in Nanometergröße verwendet. Die Treiberspannung kann wie bei der üblichen Praxis eine Gleichspannung sein, die bei dem Messen von Ionenkanalströmen verwendet wird, oder es kann ein AC-Treiber verwendet werden und der sich ergebende Strom wird demoduliert durch Verfahren, die dem Fachmann bekannt sind. Der fundamentale interessierende Parameter ist ein zeitvarianter Ionenstrom Ic, der die Öffnung 22 von dem Bad 4 in die Messkammer 8 in Antwort auf ein Zielanalyt 29 passiert, wie in 4 gezeigt.
  • Ein Substrat 14 trennt, wie gezeigt, das Elektrolytbad 4 von dem Messvolumen 8. In einigen Fällen kann eine offene Öffnung 22 ohne weitere Modifikation verwendet werden, um das Vorhandensein von Objekten in der Nähe der Öffnung durch deren Effekt auf den elektrischen Strom, der durch die Öffnung fließt, zu messen. Jedoch ist die Öffnung 22 vorzugsweise von einer lipiden Doppelschicht oder einer Zweilipidmembran 30 (wie in 4 gezeigt) oder ein äquivalentes Material wie PDMS, einem flüssigen Film oder auch ein festes Material, das das Einbringen eines Ionenkanals in derselben Art erlaubt, überspannt. Die Membran kann über die Öffnung gebildet sein durch ein Beschichtungsverfahren durch Bläschenfusion oder ein anderes bekanntes Verfahren. Die Bildung der Membran hängt von der Hydrophobie der Substratfläche ab. Vorzugsweise erzeugt die Membran 30 einen elektrischen Widerstand (Dichtungswiderstand) zwischen dem Elektrolytbad 4 und dem Elektrolyt 10 in der Größenordnung von 10 GΩ. Insbesondere hat sich gezeigt, dass die Lipidmembranen auf Glas eine Dichtung von 10 GΩ oder mehr erzeugen.
  • In dem Fall der Membran 30 hängt die Konfiguration der Doppelschicht von den Flächeneigenschaften des Substrats 14 ab. Bei einem hydrophilen Substrat wie Glas bildet die Membran 30 als eine einzige Doppelschicht über der Gesamtfläche des Substrats 14 ein kleines Wasserpolster wie in den 4 und 68 gezeigt. Wenn das Substrat 14 dagegen aus einem hydrophoben Material wie Teflon gebildet ist oder dessen Außenfläche mit einem hydrophoben Material beschichtet ist, wird die Doppelschicht nur in dem Bereich über der Öffnung 22 ausgebildet.
  • Vorzugsweise hat die Membran 30 einen Ionenkanal 32, der in diesen eingesetzt ist, der die Membran 30 individuell oder in einigen Kombinationen mit anderen Ionenkanälen überspannt. In dem am meisten bevorzugten Fall überspannt der Ionenkanal 32 den Bereich 30 über der Öffnung 22. Wenn die Membran 30 das Substrat 14 überspannt, kann der Ionenkanal 32 mit einer physikalischen Struktur, die von der Membran 30 vorragt, von einem Innenwandabschnitt 34 der Öffnung 22 eingefangen werden, wie in 4 gezeigt, was verhindert, dass der Ionenkanal 32 weg von der Öffnung 22 diffundiert. Dies wird durch das Einsetzen des Ionenkanals 32 von dem Messvolumen 8 über die Öffnung 22 erreicht. Ergebnisse zeigen bereits, dass es nicht wesentlich ist, dass der Ionenkanal 32 genau in dem bestimmten Bereich angeordnet ist und dass in dem Fall, dass eine Doppelschichtmembran 30 das Substrat 14 abdeckt, Kanalströme von dem Ionenkanal 32 gemessen werden können, die in Bereichen der Membran 30 sind, die nahe der Öffnung 22 liegen, wie dies auftritt, wenn ein Ionenkanal 32 in einen Teil der Membran 30 direkt benachbart zu (d. h., über) dem Substrat eingesetzt ist oder zu diesem gewandert ist.
  • Eine andere mögliche Ausbildung für die Membran 30 ist die Anordnung auf der Innenseite der Membran 14, d. h., innerhalb des Volumens 8, nicht also dem Elektrolytbad 4. Dieses Ausführungsbeispiel bezieht sich auf eine Vorrichtung 2', wie sie in 5 gezeigt ist, die eine Struktur ist, die insbesondere anwendbar ist zum Erzeugen eines Feldes von Messelementen in einem festen Material wie einem Siliziumwafer. Dieses verwendet festes Material (beispielsweise Si) zum Erzeugen einer dickwandigen Grenze 12' mit einer Basis 40, etwa PDMS auf dem Boden der Grenze 12' zum Erzeugen einer kleinen Füllleitung 42 zum Erlauben eines Zugangs zu einem Messvolumen 8'. Ein Ionenkanal (in 5 nicht gezeigt jedoch entsprechend dem Ionenkanal 32 nach dem ersten Ausführungsbeispiel) wird in eine Membran 30' von einer Badseite 4' über eine Nanopore oder eine Öffnung 22' in einer Grenze 12' eingesetzt. Falls gewünscht, ist ein elektrophoretischer oder leitfähiger Ring 48 auf der Grenze 12' um den Bereich der Öffnung 22' ausgebildet und wird auf ein gewünschtes Potential angehoben, um eine elektrostatische Kraft zum Unterstützen der Adressierung des Kanals zu erzeugen. Ein Nutzen der Membranausbildung von 5 besteht darin, dass, wie in 4, die Ionenkanäle 32 mit einer Struktur, die von der Membran 30' vorragt, in der Öffnung 22' eingefangen werden durch die Innenwand 34' der Öffnung 22', was ein Wegdiffundieren der Ionenkanäle 32 verhindert. Ein zweiter Nutzen besteht darin, dass ein minimaler Bereich der Membran 30' einem etwaigen Analyt ausgesetzt wird, das dem System zugeführt wird über das Badvolumen 4', was mögliche chemische Belastungen der Membran 30' des Analyts minimiert. Drittens begrenzt in dem Fall eine Membran 30' die inhärent löslich ist, wie einem Lipid, das kleinere Volumen des Messvolumens 8' die Gesamtlipidlösung in dem Elektrolyt.
  • Der Fall, in dem eine Membran aus einer Zelle extrahiert wird, nähert sich der Ausbildung, die in 6 gezeigt ist, an. In diesem Fall wird ein Substrat 14 gegen eine (nicht vollständig gezeigte) Zelle gedrückt und eine Membran 50 ist die Zellmembran selbst, so dass ein zellulärer Ionenkanal 52 bereits in der Membran 50 vorhanden ist. In diesem Fall wird das Substrat 14 nicht mit der Außenstruktur 24 des Elektrolytbades verbunden, die Vorrichtungsstruktur 11 und das Befestigungssubstrat 16 mit der zugehörigen Elektronik bewegt sich frei in dem Elektrolytbad 4, um gegen die Zellen angeordnet zu werden, wenn dies erforderlich ist. Um das Anhaften der Membran 50 zu unterstützen, kann die Fläche des Substrats 14 optional mit einem Material wie einem Polylysin oder Fibronektin beschichtet sein, wie in 6 gezeigt, obwohl auch bei einer solchen Klebeschicht angenommen wird, dass eine Wasserschicht 31'' noch vorhanden ist. Zusätzlich kann ein Saugen auf ein Messvolumen 8 bei einem Patchclamping einer Zelle aufgebracht werden. Die höhere Empfindlichkeit, die durch die vorliegende Erfindung geschaffen wird, erlaubt ein Screenen von zellulären Iionenkanälen, etwa eines Ionenkanals 52, der eine Leitfähigkeit hat, die zu gering ist, um durch die vorbekannte Technik gemessen zu werden.
  • Ein Vorteil der vorbekannten Systemausbildung besteht darin, dass die Gesamtkapazität an dem Verstärkereingang auf 10 pF und mehr, vorzugsweise auf 6 pF und besonders bevorzugt auf 2 pF reduziert ist. Die Gesamtkapazität ist die Summe der Kapazität über einer Membran, falls vorhanden, die Kapazität über die Wand 12 und das Substrat 14, die Kapazität des Drahtes 27, die die Messelektrode 19 mit dem Verstärker 26 verbindet, zu der effektiven Schaltungsmasse und der Kapazität des Transistors und anderer (nicht gezeigte) Schaltungselemente einschließlich der Streukapazität in der Verstärkerschaltung.
  • Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der Öffnung in Nanogröße nach der vorliegenden Erfindung daraus, dass, da die Öffnungsgröße verringert ist, die Membran mechanisch und elektrisch robuster wird. Die erhöhte elektrische Robustheit wird begleitet durch die Erhöhung der Messempfindlichkeit für die Ionenkanäle, die angelegte Spannungen tolerieren können, die größer sind als die übliche Größe von 150 Millivolt (mV). Im Allgemeinen induziert die erhöhte Spannung einen Kanalstrom, der direkt proportional zunimmt, vorausgesetzt eine lineare Erhöhung des gemessenen Signal-Rausch-Verhältnisses.
  • Eine signifikantes Ziel des sehr kleinen Ausbildens der Öffnung ist die Zeit, die erforderlich ist, um einen Ionenkanal einzusetzen. Ein Skalieren einer Öffnung mit einem Durchmesser von 100 μm zu eine von 1 μm erhöht die Zeit, die erforderlich ist, um einen Ionenkanal einzusetzen, in der Größenordnung von 10.000. Für eine Membran, die wesentlich kleiner ist als diejenige, die bei einem Standardpatchpipettieren verwendet wird, könne die Einbringzeit prohibitiv lang sein. Bei einer Membran von einem Durchmesser von 25 mm wäre die Einbringzeit 16.000.000 mal länger als bei einem Experiment mit einer üblichen künstlichen Membran. Eine Lösung zum Reduzieren der Einbringzeit ist es, den Ionenkanal so nahe wie möglich an den Öffnungsbereich zu bringen. Ein Weg, dies zu erreichen, nutzt den besonderen Vorteil der Messsystemausbildung von 3, wie in 7 gezeigt. Eine kleine Kapillare 60 wird in das Messvolumen 8 eingebracht zum Zweck des Indizierens eines Ionenkanals oder eines zu prüfenden Analyts in die unmittelbare Nähe einer Öffnung 22. Dieses relativ kleine Volumen des Messvolumens 8 wirkt als eine natürliche Führung zum Ausrichten der Kapillare 60 mit der Öffnung 22. Bei einem in 8 gezeigten Ausführungsbeispiel ist eine Kapillare 60' in einem Leiter 64 beschichtet und wird als eine Elektrode derart verwendet, dass eine gesonderte Elektrode nicht erforderlich ist. Zusätzlich können Elektrophorese oder Elektroosmose verwendet werden zum Erhöhen der Geschwindigkeit des Bringen eines Ionenkanals an eine Öffnung. Nachdem der Ionenkanal in der Nähe der Öffnung ist, erhöht die begrenzte Geometrie die elektrischen Felder, wodurch diese Antriebskräfte erhöht werden.
  • Ein Verfahren der Verwendung eines üblichen Sampleausführungsbeispiel 2'' nach der vorliegenden Erfindung wird jetzt unter Bezugnahme auf die 9 diskutiert. Das System 2" weist ein Elektrolytbad oder ein Fluidzufuhrelement 104 und ein Elektrolytbad 108 auf, das mit einem Elektrolyt 110 versehen ist. Das Fluidzufuhrelement 104 ist von dem Elektrolytbad 108 durch eine Struktur 111 gesondert, das aus einer dicken Wandgrenze 112 und einem Substrat 114 besteht. Zusätzlich erstreckt sich ein Befestigungssubstrat 116 über die Oberseite des Elektrolytbads 118. Messelektroden 118 und 119 erstrecken sich in das Fluidzufuhrelement 104 bzw. das Elektrolytbad 108. Das Substrat 114 weist eine Öffnung 122 auf. Eine Aufzeichnungselektronik 126 ist mit der Elektrode 119 über einen Leiterdraht 127 verbunden. Eine Spannungsquelle 117 ist mit der Badelektrode 118 verbunden und auf die elektrische Masse des Systems bezogen. Das Zufuhrelement 104 ist an dem Substrat 114 flüssigkeitsdicht angebracht und beinhaltet einen fluidgefüllten Kanal 154, der über die Öffnung 122 verläuft zum Zwecke des Lieferns von interessierenden Fluidproben zu der Fläche der Öffnung 122. Fluide werden in das Zufuhrelement 104 an einem Zugangsanschluss 156 angegeben und an einem Auslassanschluss 158 entfernt. Eine Messelektrode 118 ist, wie gezeigt, in dem Kanal 154 befestigt oder in einem Fluidvolumen, das mit dem Kanal 154 über eine geringe elektrische Impedanz verbunden ist. Der Kanal 154 kann jede geeignete Größe haben, wie sie durch die Eingangs- und Ausgangsanforderungen der Probe bestimmt wird. In einigen Tabellen sind der Querschnittsbereich des Kanals 154 und/oder dessen Länge so klein wie möglich um den Betrag des Analyts zu minimieren, der gesammelt werden muss. In diesen Fällen ist der Querschnitt des Kanals 154 vorzugsweise geringer als 1 mm2 und besonders bevorzugt ist der Kanal 154 in dem Zufuhrelement 104 ausgebildet durch eine Mikrofluidtechnologie und hat einen Flächenquerschnitt der Öffnung 122 in der Größenordnung von 10 μm in der Breite × 10 μm in der Höhe und eine Länge in der Größenordnung von 1 cm.
  • Die Erfindung hat erhebliche Vorteile gegenüber vorhandenen Technologien durch Verringern der Kapazität parallel zu einem Ionenkanal durch die Verwendung eines sehr kleinen Membranbereichs (d. h. über die Öffnung) in Nanogröße, die Verwendung einer relativ dicken Wandgrenzstruktur verglichen mit den „Patchpipetten", die bei den üblichsten Messungen verwendet wird und eine hohe integrierte Ausbildung, die weiter die Leiterlänge minimiert. Weiter erlaubt die sehr kleine Öffnung die Verwendung von höheren angelegten Spannungen und Erzeugung von größeren Kanalströmen. Zusätzlich wird bei dem Stand der Technik die Leitfähigkeit des Elektrolyts üblicherweise so hoch wie möglich angesetzt, um den Ionenstrom zu maximieren. In einigen Fällen wäre es erwünscht, die Elektrolytkonzentration zu reduzieren oder die Eigenschaften über einen Bereich von Konzentrationen zu messen. Dies erfolgt typischerweise bei dem Stand der Technik jedoch nicht aufgrund der Berücksichtigung des Signal-Rausch-Verhältnisses (SNR). Die höhere Empfindlichkeit des vorliegenden Systems erlaubt die Verwendung eines reduzierten Ionenstroms. Dies wiederum erlaubt die Implementation mit der Verwendung einer geringen Vorspannung oder die Verwendung von geringeren vorhandenen Elektrolyten mit einer geringeren Konzentration. Beispielsweise erlaubt eine Verbesserung der Systemempfindlichkeit um den Faktor fünf eine Reduktion der Vorspannung von 100 mV auf 20 mV oder eine Reduzierung der Elektrolytkonzentration von 1 M auf 0,2 M.
  • 10 vergleicht die Verbesserungen der Empfindlichkeit und der Bandbreite bei üblichen Teflonöffnungen (künstliche Membran) und Patchpipettensystemen. Es ist werter der Effekt der Zunahme der angelegten Vorspannung um den Faktor 10 bei äquivalenter Empfindlichkeit an dem Eingang des Verstärkers oder der Aufzeichnung der Elektronik gezeigt.
  • Wie in 10 gezeigt, nimmt die Zunahme der Empfindlichkeit um einen Faktor von 2 bis 4 zu bei gegenwärtig verwendeten Messfrequenzen von 2–10 kHz und auf 20 bis 40, wenn eine um das Zehnfache höhere Spannung verwendet wird. Zusätzlich bietet das System eine Erhöhung der Messbandbreite gegenüber dem Stand der Technik bei Standardempfindlichkeitspegeln um das Fünf- bis Zehnfache, abhängig davon, ob die erste Verstärkerstufe dazu optimiert ist, bei höheren Frequenzen zu arbeiten. Diese Erhöhung der Bandbreite ermöglicht die unmittelbare Anwendung bei dem Detektieren von Ereignissen, die sehr schnelle Änderungen des elektrischen Stroms verursachen, etwa DANN, die durch einen Kanal wandert. Bis heute können derartige schnelle Änderungen nicht direkt gemessen werden.
  • Obwohl die Erfindung unter Bezugnahme auf bevorzugte Ausführungsbeispiele beschrieben worden ist, versteht es sich, dass verschiedene Änderungen und/oder Modifikationen der Erfindung ausgeführt werden können, ohne sich von dem Grundgedanken zu lösen. Beispielsweise versteht es sich, dass obwohl die verschiedenen in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiele nur ein einziges Ionenkanalsystem zeigen, die vorliegende Erfindung aufgewendet werden kann mit einem Feld von Messelementen. Im Allgemeinen soll die Erfindung nur durch den Schutzbereich, der sich aus den folgenden Ansprüchen ergibt, beschränkt sein.
  • ZUSAMMENFASSUNG
  • Eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Messen eines Zeitvariantenionenstroms in einem elektrolytischen System (2, 2', 2'') mit einer ersten Fluidkammer (4, 4', 104) und einer zweiten Fluidkammer (8, 8', 108), die durch eine Grenzstruktur (115, 12', 111) getrennt ist, wobei die Grenzstruktur (11, 12', 111) dicke Wände (12, 112) aufweist und ein Substrat (14, 114) mit einer Öffnung (22, 22', 122) in dieser mit der ersten (4, 4', 104) und der zweiten Fluidkammer (8, 8', 108), die über die Öffnung (22, 22', 122) miteinander kommunizieren. Ein Potential wird zwischen die Elektroden 18, 19, 118, 119) in der jeweiligen ersten (4, 4', 104) bzw. der zweiten (8, 8', 108) Fluidkammer angelegt, so dass ein elektrischer Strom zwischen ihnen und durch die Öffnung (22, 22', 122) verursacht wird. Die Gesamtkapazität des Systems ist kleiner 10 pF. Analyte über der Öffnung (22, 22', 122) werden gemessen. Ein Verstärker (26, 126) in der Nähe der Grenzstruktur (11, 12', 111) und den Elektroden (18, 19, 118, 119) verstärkt das Ionenstromsignal.

Claims (25)

  1. Eine Vorrichtung zum Sensieren eines zeitvarianten Ionenstroms in einem elektrolytischen System mit: einer ersten Fluidkammer, die ein Elektrolytbad definiert, das ein erstes Elektrolytfluid beinhaltet; einer zweiten Fluidkammer, die ein Messvolumen definiert, das ein zweites Elektrolytfluid beinhaltet; einer Grenzstruktur mit einem Wandabschnitt und einem Substrat mit einer darin angeordneten Öffnung, wobei die Grenzstruktur die erste von der zweiten Fluidkammer trennt, wobei die zweite Fluidkammer über die Öffnung in Kommunikation mit der ersten Fluidkammer ist, und mit einer Spannungsquelle zum Anlegen einer Potentialdifferenz über die Grenzstruktur zum Zwecke des Bewirken eines Ionenstroms durch die Öffnung; einer Elektrode, die angeordnet ist zum Messen des zeitvarianten Ionenstroms, der die Öffnung von der ersten Fluidkammer zu der zweiten Fluidkammer passiert und so ein Ionenstromsignal erzeugt; und einem Verstärker, der mit der Elektrode durch ein Verdrahten verbunden ist und in der Näher der Grenzstruktur angeordnet ist, wobei der Verstärker das Ionenstromsignal verstärkt, wobei die Gesamtkapazität an dem Verstärkereingang kleiner als 10 pF ist.
  2. Die Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Gesamtkapazität, die die erste Fluidkammer mit der zweiten Fluidkammer koppelt, kleiner als 2 pF ist.
  3. Die Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Gesamtkapazität, die die erste Fluidkammer mit der zweiten Fluidkammer koppelt, kleiner als 0,25 pF ist.
  4. Die Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Verdrahtung weniger als 5 cm lang ist.
  5. Die Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Substrat eine Dicke von wenigstens 25 μm hat und eine Fläche des Substratabschnitts, der zu dem Fluid frei liegt, kleiner als 1 mm2 ist.
  6. Die Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Substrat eine Dicke von weniger als 1 μm hat.
  7. Die Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Wandabschnitt eine Dicke von wenigstens als 0,2 mm hat.
  8. Die Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei der Wandabschnitt eine Dicke von wenigstens 0,4 mm hat.
  9. Die Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Grenzstruktur rohrförmig und an einem Ende abgedichtet ist.
  10. Die Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Grenzstruktur ein Siliziumwafer ist.
  11. Die Vorrichtung nach Anspruch 1, weiter mit einer die Öffnung abdichtenden Membran.
  12. Die Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei der Durchmesser der Öffnung kleiner als 10 μm ist.
  13. Die Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Durchmesser der Öffnung kleiner als 50 nm ist.
  14. Die Vorrichtung nach Anspruch 11, weiter mit einem Ionenkanal, der die Membran überspannt.
  15. Die Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei die Membran eine Zellmembran ist.
  16. Die Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei die Membran die Öffnung abdichtet auf der Messvolumenseite des Substrats.
  17. Die Vorrichtung nach Anspruch 11, weiter mit einer Beschichtung auf dem Substrat angepasst zur Unterstützung der Abdichtung der Membran über der Öffnung.
  18. Die Vorrichtung nach Anspruch 14, wobei der Ionenkanal in der Öffnung durch eine Innenwand des Substrats eingefangen ist.
  19. Die Vorrichtung nach Anspruch 1, weiter mit einem mikrofluidischem Kanal, der eingerichtet ist zum Transportieren eines Analyts zu der Öffnung.
  20. Die Vorrichtung nach Anspruch 1, weiter mit einer Kapillare, die angepasst ist zum Transportieren eines Analyts zu der Öffnung.
  21. Die Vorrichtung nach Anspruch 20, wobei die Kapillare die Messelektrode trägt.
  22. Eine Vorrichtung zum Messen eines zeitvarianten Stroms in einem elektrolytischen System mit: einer ersten Fluidkammer, die ein Elektrolytbad definiert, das ein erstes Elektrolyt beinhaltet; einer zweiten Fluidkammer, die ein Messvolumen definiert, das ein zweites Elektrolyt beinhaltet; einer Grenzstruktur mit einem Substrat mit einer Öffnung, die in dieser ausgebildet ist, wobei die Grenzstruktur die erste von der zweiten Fluidkammer trennt und die zweite Fluidkammer über die Öffnung in Kombination mit der ersten Fluidkammer ist; Mitteln zum Anlegen einer Potentialdifferenz über die Grenzstruktur und Treiben eines Ionenstroms durch die Öffnung; Mitteln zum Messen des zeitvarianten Ionenstroms, der die Öffnung von der ersten Fluidkammer zu der zweiten Fluidkammer passiert und dadurch ein Ionenstromsignals erzeugt; und einem Verstärker, der mit der Elektrode durch eine Verdrahtung verbunden ist und nahe der Grenzstruktur angeordnet ist, wobei der Verstärker das Ionenstromsignal verstärkt, wobei die Gesamtkapazität an dem Verstärkereingang geringer als 6 pF ist.
  23. Eine Vorrichtung zum Messen eines zeitvarianten Ionenstroms in einem Elektrolytsystem mit einer ersten Fluidkammer, die von einer zweiten Fluidkammer durch eine Grenzstruktur getrennt ist, die eine Öffnung aufweist, wobei die zweite Fluidkammer über die Öffnung in Kommunikation mit der ersten Fluidkammer ist, wobei das Verfahren aufweist: Einbringen eines Analyts in die erste Fluidkammer; Anlegen einer Potentialdifferenz über die Grenzstruktur und Bewirken eines zeitvarianten Ionenstroms durch die Öffnung; und Messen eines zeitvarianten Ionenstroms, der die Öffnung von der ersten Fluidkammer zu der zweiten Fluidkammer passiert, wobei die Gesamtkapazität des Verstärkereingangs stärker ist als 10 pF.
  24. Das Verfahren nach Anspruch 23, weiter mit: Abdichten der Öffnung mit einer Membran unter Suspendieren eines Abschnitts der Membran über die Öffnung; und Platzieren eines Ionensignals über den Abschnitt der Membran unter Verwendung der Wandstruktur als eine Führung.
  25. Das Verfahren nach Anspruch 24, weiter mit: Aufzeichnen der Antwort des Ionenkanals auf das Analyt.
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