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Die
Erfindung betrifft ein Kommunikationsverfahren mit mehreren Teilnehmern.
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Im
Zeitalter der modernen, insbesondere auch mobilen Telekommunikation
besteht die Möglichkeit,
dass eine inhaltlich möglicherweise
eng verknüpfte
Kommunikation zwischen mehreren Teilnehmern in zeitlicher Abfolge,
d. h. nacheinander, verschiedene Kommunikationsdienste nutzt. Bei
solchen Kommunikationsdiensten kann es sich beispielsweise um einen
Push-to-Talk-Over-Cellular (PoC)-,
einen Instant Messaging (IM)-, einen Email-, einen Telefon-, einen
Videotelefon-, einen Short Message Service (SMS)- oder einen Multimedia
Messaging Service (MMS)-Dienst handeln. Im Rahmen einer Kommunikation
können
somit Nachrichten unter Verwendung dieser oder auch weiterer Kommunikationsdienste
zwischen Kommunikationsendgeräten
der Teilnehmer ausgetauscht werden.
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Aus
der US 2004/0015553 A1 ist ein Verfahren zum Verwalten der Diskussionsstränge einer
Gemeinde von Chat Nutzern bekannt. Dabei wird ein bestimmter Bereich
innerhalb einer Anzeige von sog. Chat Historien verwendet, um diejenigen
Einträge anzuzeigen,
die einem bestimmten mobilen Endgerät zugeordnet sind. Bei den
Einträgen
handelt es sich um die Chat Historien für alle Diskussionsstränge, die mit
dem mobilen Endgerät
verknüpft
sind. Außerdem wird
durch eine Anzeige ei ner Partner Liste die Verwaltung von Chat Partnern
unterstützt,
wobei mittels einer Detailansicht ermöglicht wird verkürzte Nachrichten
darzustellen. Ferner unterstützt
ein Text Editor das Abfassen bzw. das Zusammenstellen von Textnachrichten.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kommunikationsverfahren
mit mehreren Teilnehmern in seiner Nutzbarkeit zu verbessern.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
ein Kommunikationsverfahren mit mehreren Teilnehmern mit den folgenden
Schritten zum Aufzeichnen einer in zeitlicher Abfolge von verschiedenen
Kommunikationsdiensten Gebrauch machenden Kommunikation zwischen
den mehreren Teilnehmern:
Senden einer Anforderungsnachricht
von einem Kommunikationsendgerät
eines der Teilnehmer an einen Kommunikations-Verwaltungs-Server, Zuweisen einer Identität zu der
Kommunikation durch den Kommunikations-Verwaltungs-Server und Beantworten
der Anforderungsnachricht durch Übermitteln
der Identität
an das Kommunikationsendgerät,
Markieren von über
die verschiedenen Kommunikationsdienste der Kommunikationsendgeräte der mehreren
Teilnehmer ausgehenden Nachrichten mit der Identität durch
das jeweilige Kommunikationsendgerät und Aufzeichnen der über die
verschiedenen Kommunikationsdienste ausgehenden, mit der Identität markierten
Nachrichten derart, dass sie über
die Identität abrufbar
sind.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
bietet den Vorteil, dass eine Aufzeichnung der unter Verwendung
der verschiedenen Kommunikationsdienste erfolgenden Kommunikation
ermöglicht
wird. Dabei sind die der Kommunikation zugeordneten Nachrichten
jeweils über
die Identität
abrufbar. So kann beispielsweise eine Kommunikation über ein
bestimmtes Thema, welche etwa durch Nachrichten in Form eines Email-Austauschs
zwischen zwei Freunden beginnt und sich über weitere Nachrichten in
Form von Telefonaten und unter Verwendung eines Instant Messaging-Dienstes fortsetzt,
aufgezeichnet werden.
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Durch
das Aufzeichnen der Kommunikation bzw. der mit der Identität markierten
Nachrichten der Kommunikation wird vorteilhafterweise die Voraussetzung
für verschiedenste
Anwendungen geschaffen, welche die aufgezeichnete Kommunikation,
bestehend aus Nachrichten verschiedenster Kommunikationsdienste,
nutzen können.
Dabei kann die aufgezeichnete Kommunikation sowohl von den Teilnehmern
der Kommunikation selbst als auch von weiteren Teilnehmern genutzt
werden.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
bietet des Weiteren den Vorteil, dass mit dem Kommunikations-Verwaltungs-Server
eine zentrale Komponente bereitgestellt wird, welche die Verwaltung
der aufzuzeichnenden Nachrichten der Kommunikation übernimmt.
Dabei kann der Kommunikations-Verwaltungs-Server sowohl innerhalb
eines Kommunikationsnetzes als auch übergreifend über mehrere
Kommunikationsnetze angeordnet sein. Auf Anforderung des Kommunikationsendgerätes eines
der Teilnehmer weist der Kommunikations-Verwaltungs-Server der Kommunikation
eine Identität
zu, d. h. es wird eine neue Kommunikation eingerichtet bzw. angelegt.
Die Identität,
welche die Kommunikation eindeutig kennzeichnet, wird von dem Kommunikations-Verwaltungs-Server
an das anfordernde Kommunikationsendgerät übermittelt. Hierdurch wird
es vorteilhafterweise ermöglicht,
dass über
die verschiedenen Kommunikationsdienste der Kommunikationsendgeräte einer
Gruppe von Teilnehmern ausgehende Nachrichten mit der Identität markiert
werden. Basierend auf der Identität können die über die verschiedenen Kommunikationsdienste
ausgehenden, mit der Identität
markierten Nachrichten derart aufgezeichnet werden, dass sie über die
Identität
abrufbar sind. Dies bedeutet, dass die Nachrichten durch die Identität zu einer
dienstübergreifenden,
d. h. Nachrichten mehrerer Kommunikationsdienste umfassenden, Kommunikation
verknüpft
werden.
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Es
sei darauf hingewiesen, dass ein Teilnehmer der Kommunikation grundsätzlich auch
mehrere Kommunikationsendgeräte
nutzen kann, d. h. in diesem Fall legt der Teilnehmer in Abhängigkeit
von dem jeweiligen Kommunikationsdienst fest, welches seiner Kommunikationsendgeräte für diesen
Kommunikationsdienst verwendet werden soll. Darüber hinaus ist anzumerken,
dass selbstverständlich
nicht alle über
die verschiedenen Kommunikationsdienste der Kommunikationsendgeräte der mehreren
Teilnehmer ausgehenden Nachrichten mit der Identität mar kiert werden,
sondern lediglich solche, welche der betreffenden Kommunikation
zugeordnet werden sollen. Des Weiteren kann ein Teilnehmer und damit
auch sein Kommunikationsendgerät
gleichzeitig an mehreren Kommunikationen beteiligt sein, d. h. während eine
erste ausgehende Nachricht mittels einer entsprechenden Identität einer
Kommunikation A zugeordnet wird, kann eine zweite ausgehende Nachricht mittels
einer weiteren Identität
einer Kommunikation B zugeordnet werden.
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Vorzugsweise
kann das erfindungsgemäße Verfahren
so ablaufen, dass das Aufzeichnen der über die verschiedenen Kommunikationsdienste
ausgehenden, mit der Identität
markierten Nachrichten durch den Kommunikations-Verwaltungs-Server
erfolgt. Diese Ausführungsform
ist vorteilhaft, da der Kommunikations-Verwaltungs-Server bereits die Verwaltung
der Vergabe der Identitäten
für die
Kommunikationen vornimmt. Des Weiteren besteht hierdurch die Möglichkeit,
eine Aufzeichnung der über
die verschiedenen Kommunikationsdienste ausgehenden Nachrichten
derart vorzunehmen, dass bestehende Dienste nicht oder möglichst
wenig beeinflusst werden, wodurch die Einführung des Verfahrens signifikant
erleichtert wird.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
kann vorzugsweise auch so ablaufen, dass die ausgehenden, mit der
Identität
markierten Nachrichten von den Kommunikationsendgeräten zusätzlich an
den Kommunikations-Verwaltungs-Server übermittelt werden. Dies ist
vorteilhaft, da hiermit eine einfache Möglichkeit zum Aufzeichnen der über die
verschiedenen Kommunikationsdienste ausgehenden Nachrichten durch
den Kommunikations-Verwaltungs-Server
bereitgestellt wird. Vorzugsweise geschieht das Übermitteln der ausgehenden
Nachrichten von den Kommunikationsendgeräten an den Kommunikations-Verwaltungs-Server dadurch, dass
der Kommunikations-Verwaltungs-Server zusätzlich in die Empfängerliste
der Nachricht aufgenommen wird. Dies ist beispielsweise für solche
Kommunikationsdienste möglich,
bei denen einzelne Nachrichten als in sich abgeschlossene Einheiten übertragen
werden. Beispiele hierfür
sind Emails, SMS, MMS oder Nachrichten eines Instant Messaging-Dienstes.
Für andere Kommunikationsdienste,
wie beispielsweise einen leitungsvermittelten Dienst etwa in Form
eines sprachbasierten Telefonates, besteht vorzugsweise die Möglichkeit,
dass von dem Kommunikationsendgerät, das eine Nachricht versenden
möchte,
eine Konferenzschaltung aufgesetzt wird, in welche der Kommunikations-Verwaltungs-Server
als zusätzlicher
Teilnehmer aufgenommen wird. Hierdurch wird es vorteilhafterweise
ermöglicht,
dass der Kommunikations-Verwaltungs-Server
auch solche Nachrichten aufzeichnen kann.
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Generell
ist zu beachten, dass erfindungsgemäß auch solche Abschnitte einer
Kommunikation, in denen Informationen zwischen den Teilnehmern bidirektional übertragen
werden, wie beispielsweise ein Telefongespräch unter Nutzung eines üblichen
Telefon-Dienstes, als Nachricht bezeichnet werden. In diesem Fall
umfasst der Begriff „Nachricht" den gesamten entsprechenden
Kommunikationsabschnitt, d. h. beispielsweise das gesamte Telefongespräch.
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Das
Markieren der ausgehenden Nachricht mit der Identität erfolgt
vorzugsweise dadurch, dass die Identität in die jeweilige Nachricht
eingebettet wird. Eine solche „in-band"-Signalisierung kann beispielsweise bei
textbasierten Kommunikationsdiensten mittels einer Zeichenkette
am Anfang des Nachrichtentextes erfolgen. Bei einem Telefonat ruft
der das Gespräch
aufbauende Teilnehmer mittels seines Kommunikationsendgerätes vorzugsweise
zunächst den
Kommunikations-Verwaltungs-Server
an und übermittelt
diesem beispielsweise mittels des DTMF (Dual Tone Multiple Frequency)-Verfahrens
die Identität.
Danach können
die weiteren Teilnehmer des Te lefongesprächs angerufen und die Konferenzschaltung
eingerichtet werden. Eine derartige "in-band"-Signalisierung bietet den Vorteil,
dass das eigentliche Gespräch
nicht gestört
wird und Änderungen
der verwendeten Protokolle nicht erforderlich sind. Darüber hinaus
kann sie universell eingesetzt werden, ohne dass besondere Voraussetzungen
an die verschiedenen Kommunikationsdienste gestellt werden. Insbesondere
ist eine Anpassung bestehender Kommunikationsdienste, wie beispielsweise
eines Email-Dienstes, bei Verwendung einer "in-band"-Signalisierung nicht
erforderlich, wodurch vorteilhafterweise maximale Kompatibilität zu bestehenden
Kommunikationsdiensten erreicht wird.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
kann für
einzelne oder alle der Kommunikationsdienste zum Übermitteln
der Identität
auch eine so genannte "out-off-band"-Signalisierung verwendet werden,
beispielsweise in Form zusätzlicher
Informationen im Nachrichtenkopf (so genannter Header) einer Nachricht.
Entsprechende Informationen könnten dann
wiederum durch den Kommunikations-Verwaltungs-Server ausgewertet
und zum Aufzeichnen der über
die verschiedenen Kommunikationsdienste ausgehenden Nachrichten
derart, dass sie über
die Identität
abrufbar sind, verwendet werden.
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Neben
den zuvor beschriebenen Möglichkeiten
zur Übermittlung
der Identität
der Nachrichten an den Kommunikations-Verwaltungs-Server besteht vorzugsweise
darüber
hinaus auch die Möglichkeit, dass
neben der Übermittlung
der eigentlichen Nachricht eine zusätzliche Verbindung zwischen
dem jeweiligen Kommunikationsendgerät und dem Kommunikations-Verwaltungs-Server geschaltet
wird, über welche
die Signalisierung der Identität
erfolgt.
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Vorzugsweise
ist das erfindungsgemäße Verfahren
so ausgebildet, dass das Übermitteln
der mit der Identität
markierten Nachrichten an den Kommunikations-Verwaltungs-Server
im Vergebührungssystem
kostenfrei gestellt wird. Dies ist insbesondere für solche
Kommunikationsdienste, bei denen die Vergebührung auf der Anzahl der von
einem Kommunikationsendgerät
tatsächlich übermittelten
Mitteilungen basiert, wie beispielsweise bei einem SMS-Dienst, vorteilhaft,
da zusätzliche
Gebühren
für den
Teilnehmer vermieden werden und somit die Hemmschwelle zur Nutzung
des Verfahrens durch die Teilnehmer gesenkt wird.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
läuft das
erfindungsgemäße Verfahren
so ab, dass das Aufzeichnen der über
die verschiedenen Kommunikationsdienste ausgehenden, mit der Identität markierten
Nachrichten durch einen netzseitig den jeweiligen Kommunikationsdienst
erbringenden Dienst-Server erfolgt. Hierbei handelt es sich somit um
eine dezentrale Ausführungsform,
bei der die die verschiedenen Kommunikationsdienste erbringenden
Dienst-Server derart erweitert werden, dass sie die über den
jeweiligen Kommunikationsdienst ausgehenden, mit der Identität markierten
Nachrichten aufzeichnen. Dies ist vorteilhaft, da hierdurch die
Last des Aufzeichnens der Nachrichten über die verschiedenen Dienst-Server verteilt wird.
Um das Aufzeichnen der entsprechenden Nachrichten anzustoßen, wird
hierzu die Identität
vorzugsweise in der Aufbauphase des jeweiligen Kommunikationsdienstes
von dem betreffenden Kommunikationsendgerät an den Dienst-Server signalisiert.
Das Aufzeichnen der Nachrichten durch den Dienst-Server erfolgt
vorzugsweise in einer separaten Datenbank, die nicht mit der Datenbank,
die der Dienst-Server zum Erbringen des eigentlichen Kommunikationsdienstes
nutzt, identisch ist. Hierdurch wird vorteilhafterweise netzseitig
eine Entkopplung des Erbringens des jeweiligen Dienstes von der
Funktionalität
des Aufzeichnens der Nachrichten und von dem Kommunikations-Verwaltungs-Server
erreicht. Vorzugsweise kann die Entkopplung dabei soweit gehen,
dass die Schnittstelle zwischen dem jeweiligen Kommunikationsdienst
und der für
das Aufzeichnen der Nachrichten verwendeten Datenbank unidirektional
ist, so dass von Seiten des Dienst-Servers lediglich ein schreibender
Zugriff möglich
ist und somit jede Beeinträchtigung
des Erbringens des Kommunikationsdienstes durch den Dienst-Server
ausgeschlossen werden kann. Bei dieser Ausführungsform besteht auch die
vorteilhafte Möglichkeit,
dass für
solche Dienst-Server, die das Aufzeichnen der mit der Identität markierten
Nachrichten nicht unterstützen,
das Aufzeichnen durch den Kommunikations-Verwaltungs-Server erfolgt,
während
Dienst-Server, die die Funktionalität des Aufzeichnens unterstützen, selbst die
Aufzeichnung der betreffenden Nachrichten vornehmen.
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Vorteilhafterweise
läuft das
erfindungsgemäße Verfahren
so ab, dass der Dienst-Server den Kommunikations-Verwaltungs-Server über die
mit der Identität
markierten Nachrichten informiert. Dies ist vorteilhaft, da es dem
Kommunikations-Verwaltungs-Server
auch bei einem Aufzeichnen der Nachrichten durch den den jeweiligen
Kommunikationsdienst erbringenden Dienst-Server ermöglicht,
die Kommunikation und die jeweiligen mittels der Identität zugeordneten
Nachrichten zu verwalten.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
kann vorzugsweise auch so ablaufen, dass das die jeweilige ausgehende,
mit der Identität
markierte Nachricht verschickende Kommunikationsendgerät den Kommunikations-Verwaltungs-Server über die
mit der Identität
markierte Nachricht informiert. Hierdurch wird vorteilhafterweise
eine Änderung
der Dienst-Server zum Informieren des Kommunikations-Verwaltungs-Servers über die
mit der Identität markierten
Nachrichten vermieden.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird eine Abrufnachricht an den Kommunikations-Verwaltungs-Server
gesendet und der Kommunikations-Verwaltungs-Server
antwortet durch Übermitteln der
Identität
der Kommunikation und/oder einer Liste der zu der Kommunikation
gehörenden,
mit der Identität
markierten Nachrichten. Vorzugsweise erfolgt das Senden der Abrufnachricht
hierbei durch eines der Kommunikationsendgeräte der mehreren Teilnehmer.
Dabei wird vorteilhafterweise ein geeignetes Interface beispielsweise
in Form eines Web-Browsers bereitgestellt, welches das Senden der
Abrufnachricht erleichtert. Die Abrufnachricht kann vorzugsweise
in Form einer Suchoperation formuliert sein, wobei nach verschiedenen
Kriterien, wie beispielsweise der Identität der Kommunikation, den Teilnehmern
der Kommunikation oder den Inhalt der Kommunikation gesucht werden
kann.
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Vorzugsweise
ist das erfindungsgemäße Verfahren
derart ausgeprägt,
dass eine Wiedergabeanforderung an den Kommunikations-Verwaltungs-Server
gesendet wird und dieser eine oder mehrere der mit der Identität markierten
Nachrichten wiedergibt. Dabei erfolgt die Wiedergabe vorzugsweise
entweder dadurch, dass der Kommunikations-Verwaltungs-Server unmittelbar
auf die von ihm aufgezeichneten Nachrichten zugreift oder aber dadurch,
dass der Kommunikations-Verwaltungs-Server von den die Kommunikationsdienste
erbringenden Dienst-Servern die entsprechenden Nachrichten anfordert.
Dies ist dann erforderlich, wenn die Nachrichten nicht durch den
Kommunikations-Verwaltungs-Server
selbst, sondern durch den jeweiligen Dienst-Server aufgezeichnet
werden. Die beschriebene Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist vorteilhaft, da sie es sowohl den Teilnehmern der betreffenden
Kommunikation als auch weiteren Teilnehmern ermöglicht, sich einzelne, mehrere oder
alle zu der Kommunikation gehörenden
Nachrichten anzusehen beziehungsweise anzuhören. Hierdurch wird es weiteren
Teilnehmern vorteilhafterweise ermöglicht, sich über den
bisherigen Gang der Kommunikation zu informieren. Falls sie es wünschen,
können
die weiteren Teilnehmer aufbauend auf dem aktuellen Stand der Kommunikation
mit in die Kommunikation einsteigen. Auch für die Teilnehmer der Kommunikation
selbst ist die Möglichkeit
einer zentralen, alle verwendeten Kommunikationsdienste umfassenden
nachträglichen
Abfrage der zu einer Kommunikation gehörenden Nachrichten vorteilhaft.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
kann vorzugsweise so ablaufen, dass der Kommunikations-Verwaltungs-Server
zum Senden der mit der Identität
markierten Nachrichten eine der Identität zugeordnete Empfängerliste
mit Adressen der aktuell an der Kommunikation beteiligten Teilnehmer
verwaltet. Dies bietet den Vorteil, dass der Kommunikations-Verwaltungs-Server
als zentrale Komponente die Verwaltung der Empfängerliste übernehmen kann. Dabei werden
in die Empfängerliste
vorzugsweise die für
den jeweiligen Kommunikationsdienst spezifischen Adressen der aktuell
an der Kommunikation beteiligten Teilnehmer eingetragen.
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In
einer bevorzugten Ausführungsvariante des
erfindungsgemäßen Verfahrens
wird die Empfängerliste
durch den Kommunikations-Verwaltungs-Server gleichzeitig mit dem
Zuweisen der Identität
angelegt. Dabei wird vorteilhafterweise das die Identität anfordernde
Kommunikationsendgerät durch
den Kommunikations-Verwaltungs-Server automatisch in die Empfängerliste
aufgenommen.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
läuft das
erfindungsgemäße Verfahren
derart ab, dass die Identität
einer bestehenden Kommunikation durch ein Kommunikationsendgerät eines
weiteren Teilnehmers zusammen mit Adresseninformationen des weiteren
Teilnehmers an den Kommunikations-Verwaltungs-Server übermittelt wird und der Kommunikations-Verwaltungs-Server eine Adresse oder
mehrere Adressen des weiteren Teilnehmers in die Empfängerliste
einträgt.
Dies entspricht einem Abonnieren einer Kommunikation in der Form,
dass der weitere Teilnehmer zukünftige
Nachrichten, welche mit der Identität der Kommunikation markiert sind, übermittelt
bekommt. Vorteilhafterweise ist es analog möglich, dass sich ein Teilnehmer
einer Kommunikation bei dem Kommunikations-Verwaltungs-Server unter Angabe
der Identität
der Kommunikation abmeldet und daraufhin die Adresse oder die Adressen
des betreffenden Teilnehmers aus der Empfängerliste gelöscht werden,
so dass der Teilnehmer zukünftige
Nachrichten der Kommunikation nicht mehr übermittelt bekommt.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
bestimmt der Kommunikations-Verwaltungs-Server aus den Adressinformationen die
Adresse oder die Adressen unter Verwendung der so genannten ENUM-Funktionalität. Die ENUM-Funktionalität ist dabei
aus dem „Request
for Comments RFC 3761" der
IETF (Internet Engineering Task Force, siehe www.ietf.org) bekannt.
ENUM ermöglicht
es, unter einer Rufnummer verschiedene Kommunikationsdienste verfügbar zu machen.
Hierdurch wird vorteilhafterweise der Aufwand für das Übermitteln der in der Regel
für den
jeweiligen Kommunikationsdienst spezifischen Adressen der Teilnehmer
reduziert bzw. vermieden.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
kann vorzugsweise auch so ablaufen, dass der Kommunikations-Verwaltungs-Server
die Kommu nikationsendgeräte
der Teilnehmer über Änderungen
in der Empfängerliste
informiert. Dies ist vorteilhaft, da die Kommunikationsendgeräte somit
alle ausgehenden Nachrichten an die zum jeweiligen Zeitpunkt aktuelle
Empfängerliste
senden können.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
kann vorteilhafterweise auch so ausgestaltet sein, dass die Kommunikationsendgeräte vor dem
Senden der mit der Identität
markierten Nachrichten die Empfängerliste
von dem Kommunikations-Verwaltungs-Server abrufen. Diese Ausführungsform
ist bevorzugt, da ein zusätzliches
Abspeichern der Empfängerliste
in den Kommunikationsendgeräten
vermieden wird.
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Vorteilhafterweise
ist das erfindungsgemäße Verfahren
derart ausgebildet, dass zusätzlich
zu dem Inhalt der mit der Identität markierten Nachrichten Informationen
zum Zeitpunkt und/oder zu den Empfängern der Nachrichten aufgezeichnet
werden. Dies ist vorteilhaft, da es hierdurch dem Kommunikations-Verwaltungs-Server
ermöglicht
wird, Zusatzinformationen zu den jeweiligen Nachrichten anzuzeigen.
Hierdurch wird es einem Teilnehmer, der die Wiedergabe einer Nachricht
oder mehrerer Nachrichten wünscht,
erleichtert, eine Auswahl derjenigen Nachrichten zu treffen, die
er anschauen und/oder abhören
möchte.
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Vorteilhafterweise
kann das erfindungsgemäße Verfahren
weiterhin auch derart ausgestaltet sein, dass eine Kommunikation
mit einer Gültigkeitsdauer
versehen wird, nach deren Ablauf die Kommunikation oder einzelne
der mit der Identität
markierten Nachrichten der Kommunikation gelöscht werden. Dabei wird die
Gültigkeitsdauer
vorteilhafterweise bereits beim Einrichten einer Kommunikation,
d. h. bei der Zuweisung einer Identität für die betreffende Kommunikation
durch den Kommu nikations-Verwaltungs-Server, von dem betreffenden
Kommunikationsendgerät
an den Kommunikations-Verwaltungs-Server übermittelt. Hierdurch wird
es dem Kommunikations-Verwaltungs-Server vorteilhafterweise ermöglicht,
eine Kommunikation mit abgelaufener Gültigkeitsdauer oder ältere Nachrichten
innerhalb einer Kommunikation zu löschen.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante
des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird das Lesen und Schreiben der mit der Identität markierten Nachrichten der
Kommunikation durch Zugriffsrechte geregelt. Dies bietet den Vorteil,
dass eine Kommunikation entweder lediglich für einen beschränkten Teilnehmerkreis
verfügbar
gemacht oder aber alternativ für
beliebige Teilnehmer öffentlich
zugänglich
gemacht werden kann. Somit können
die Zugriffsrechte vorteilhafterweise an den für die jeweilige Kommunikation
gewünschten
Grad der Vertraulichkeit angepasst werden.
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Bei
den verwendeten Kommunikationsdiensten kann es sich um beliebige
zur Kommunikation geeignete Kommunikationsdienste handeln. In einer bevorzugten
Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird als einer der verschiedenen Kommunikationsdienste ein Push-to-Talk-over-Cellular
(PoC)-, ein Instant Messaging (IM)-, ein Email-, ein Telefon-, ein
Videotelefon-, ein Short Message Service (SMS)- oder ein Multimedia
Messaging Service (MMS)-Dienst verwendet. Dies ist vorteilhaft,
da es sich bei den genannten Diensten um weit verbreitete Kommunikationsdienste
handelt.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
läuft vorzugsweise
so ab, dass als mindestens eines der Kommunikationsendgeräte ein mobiles
Kommunikationsendgerät
eines Mobilfunknetzes verwendet wird. Bei dem mobilen Kommunikationsendgerät kann es sich
dabei beispielsweise um ein Mobilfunktelefon oder einen Laptop oder einen
PDA (Personal Digital Assistant) mit Funkschnittstelle handeln.
Des Weiteren können
jedoch auch stationäre
Kommunikationsendgeräte
beispielsweise in Form eines Arbeitsplatzrechners verwendet werden.
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Die
Erfindung betrifft darüber
hinaus eine Anordnung zum Durchführen
eines Kommunikationsverfahrens mit mehreren Teilnehmern.
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Bezüglich der
Anordnung liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Anordnung zum Durchführen
eines Kommunikationsverfahrens mit mehreren Teilnehmern in ihrer
Nutzbarkeit zu verbessern.
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Diese
Aufgabe wird gelöst
durch eine Anordnung zum Durchführen
eines Kommunikationsverfahrens mit mehreren Teilnehmern zum Aufzeichnen einer
in zeitlicher Abfolge von verschiedenen Kommunikationsdiensten Gebrauch
machenden Kommunikation zwischen den mehreren Teilnehmern mit den mehreren
Teilnehmern zugeordneten Kommunikationsendgeräten, die jeweils mindestens
einen der Kommunikationsdienste bereitstellen und Mittel zum Senden
einer Anforderungsnachricht an einen Kommunikations-Verwaltungs-Server
zum Zuweisen einer Identität
zu der Kommunikation, Mittel zum Empfangen der Identität von dem
Kommunikations-Verwaltungs-Server und Mittel zum Markieren von über den
mindestens einen Kommunikationsdienst ausgehenden Nachrichten mit
der Identität
aufweisen, dem Kommunikations-Verwaltungs-Server,
der Mittel zum Empfangen der Anforderungsnachricht von einem der
Kommunikationsendgeräte,
Mittel zum Zuweisen der Identität
zu der Kommunikation und Mittel zum Beantworten der Anforderungsnachricht
durch Übertragen
der Identität
an das betreffende Kommunikationsendgerät aufweist, sowie mit Mitteln
zum Aufzeichnen der über
die verschiedenen Kommunikationsdienste ausgehenden, mit der Identität markierten
Nachrichten derart, dass sie über
die Identität
abrufbar sind.
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Die
erfindungsgemäße Anordnung
ist bevorzugt, da sie das Aufzeichnen der Nachrichten der Kommunikation
ermöglicht.
Dies geschieht übergreifend
für die
mehreren Kommunikationsdienste, wodurch sich gegenüber einer
kommunikationsdienstspezifischen Aufzeichnung der Nachrichten grundlegende
Vorteile hinsichtlich des Verwaltens der Nachrichten und der Nutzbarkeit
der aufgezeichneten Nachrichten ergeben. Dabei wird mit dem Kommunikations-Verwaltungs-Server
eine Komponente bereitstellt, welche der Kommunikation eine Identität zuweist
und es somit den Kommunikationsendgeräten ermöglicht, über die Kommunikationsdienste
ausgehende Nachrichten mit der Identität zu markieren. Hierdurch wird
vorteilhafterweise die Voraussetzung für eine Aufzeichnung der aus
den Nachrichten verschiedener der Kommunikationsdienste bestehenden
Kommunikation geschaffen.
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Vorteilhafterweise
ist die erfindungsgemäße Anordnung
so ausgestaltet, dass die Mittel zum Aufzeichnen der über die
verschiedenen Kommunikationsdienste ausgehenden, mit der Identität markierten
Nachrichten an den Kommunikations-Verwaltungs-Server angebunden sind. Diese Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Anordnung
ist bevorzugt, da eine Aufzeichnung der Nachrichten durch den Kommunikations-Verwaltungs-Server Änderungen
an weiteren Netzkomponenten vermeidet beziehungsweise minimiert.
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Die
erfindungsgemäße Anordnung
kann vorteilhafterweise auch derart ausgeprägt sein, dass die Mittel zum
Aufzeichnen der über
die verschiedenen Kommunikationsdienste ausgehenden, mit der Identität markierten
Nachrichten jeweils an einen netz seitig den jeweiligen Kommunikationsdienst
erbringenden Dienst-Server angebunden sind. Wie bereits im Zusammenhang
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
ausgeführt,
bietet dies den Vorteil, dass die Last des Aufzeichnens der ausgehenden,
mit der Identität
markierten Nachrichten auf die verschiedenen Dienst-Server verteilt
wird. Des Weiteren entfällt hierdurch
die Notwendigkeit, eine Kopie der betreffenden Nachrichten an den
Kommunikations-Verwaltungs-Server zu übermitteln.
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Vorzugsweise
kann die erfindungsgemäße Anordnung
auch so ausgestaltet sein, dass der Dienst-Server zum Informieren
des Kommunikations-Verwaltungs-Servers über die mit der Identität markierten
Nachrichten an den Kommunikations-Verwaltungs-Server angebunden ist. Hierdurch wird
es dem Kommunikations-Verwaltungs-Server
vorteilhafterweise ermöglicht,
auch für
den Fall, dass die Nachrichten durch den den jeweiligen Kommunikationsdienst
erbringenden Dienst-Server aufgezeichnet werden, eine Verwaltung
der Nachrichten einer Kommunikation vorzunehmen.
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Vorteilhafterweise
weist der Kommunikations-Verwaltungs-Server der erfindungsgemäßen Anordnung
Mittel zum Empfang von Informationen über die mit der Identität markierten
Nachrichten von den Kommunikationsendgeräten auf. Diese Ausführungsform
ist bevorzugt, da sie dem Kommunikations-Verwaltungs-Server das Verwalten
der Nachrichten einer Kommunikation ermöglicht, ohne dass diese durch
den Kommunikations-Verwaltungs-Server selbst
aufgezeichnet werden müssen
oder eine Übertragung
entsprechender Informationen von dem jeweiligen die Nachrichten
aufzeichnenden Dienst-Server an den Kommunikations-Verwaltungs-Server
erforderlich ist.
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Die
erfindungsgemäße Anordnung
ist vorteilhafterweise derart ausgeprägt, dass der Kommunikations-Verwaltungs-Server
Mittel zum Empfangen einer Wiedergabeanforderung und Mittel zum
Wiedergeben einer oder mehrerer der mit der Identität markierten
Nachrichten aufweist. Hierdurch wird eine Wiedergabe von Nachrichten
der Kommunikation und damit eine Nachverfolgung der Kommunikation ermöglicht.
Vorzugsweise kann die Wiedergabeanforderung dabei von den an der
Kommunikation beteiligten Kommunikationsendgeräten und/oder von weiteren Kommunikationsendgeräten an den
Kommunikations-Verwaltungs-Server gesendet werden.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Anordnung
ist einer der die verschiedenen Kommunikationsdienste erbringenden Dienst-Server
ein Server für
einen Push-to-Talk-over-Cellular
(PoC)-, einen Instant Messaging (IM)-, einen Email-, einen Telefon-,
einen Videotelefon-, einen Short Message Service (SMS)- oder einen
Multimedia Messaging Service (MMS)-Dienst. Wie bereits ausgeführt handelt
es sich bei den entsprechenden Kommunikationsdiensten um weit verbreitete
und häufig
genutzte Dienste.
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Vorteilhafterweise
kann die erfindungsgemäße Anordnung
auch derart ausgebildet sein, dass mindestens eines der Kommunikationsendgeräte ein mobiles
Kommunikationsendgerät
eines Mobilfunknetzes ist. Dies bietet den Vorteil, dass eine Mobilität der Teilnehmer
ermöglicht
wird.
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Die
Erfindung betrifft des Weiteren einen Kommunikations-Verwaltungs-Server
zum Durchführen
eines Kommunikationsverfahrens mit mehreren Teilnehmern.
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Bezüglich des
Kommunikations-Verwaltungs-Servers liegt der vorliegenden Erfindung
die Aufgabe zugrunde, einen Kommunika tions-Verwaltungs-Server zum
Durchführen
eines Kommunikationsverfahrens mit mehreren Teilnehmern in seiner Nutzbarkeit
zu verbessern.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
einen Kommunikations-Verwaltungs-Server zum Durchführen eines
Kommunikationsverfahrens mit mehreren Teilnehmern zum Aufzeichnen
einer in zeitlicher Abfolge von verschiedenen Kommunikationsdiensten
Gebrauch machenden Kommunikation zwischen den mehreren Teilnehmern
mit Mitteln zum Empfang einer Anforderungsnachricht von einem Kommunikationsendgerät eines
der Teilnehmer, Mitteln zum Zuweisen einer Identität zu der
Kommunikation und Mitteln zum Beantworten der Anforderungsnachricht
durch Übertragen
der Identität
an das betreffende Kommunikationsendgerät.
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Der
erfindungsgemäße Kommunikations-Verwaltungs-Server
bietet den Vorteil, dass er zum Zuweisen der Identität zu der
Kommunikation und zum Übermitteln
der Identität
an das anfordernde Kommunikationsendgerät ausgebildet ist. Die Zuweisung
der Identität
bildet dabei die Voraussetzung dafür, dass eine in zeitlicher
Abfolge von verschiedenen Kommunikationsdiensten Gebrauch machende
Kommunikation zwischen mehreren Teilnehmern aufgezeichnet werden
kann.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
weist der erfindungsgemäße Kommunikations-Verwaltungs-Server
Mittel zum Aufzeichnen von über
die verschiedenen Kommunikationsdienste ausgehenden, mit der Identität markierten
Nachrichten auf. Das Aufzeichnen der Nachrichten durch den Kommunikations-Verwaltungs-Server
bietet den Vorteil, dass für die
Aufzeichnung der Nachrichten keine oder lediglich geringe Änderungen
anderer Netzkomponenten erforderlich sind.
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Vorzugsweise
verfügt
der erfindungsgemäße Kommunikations-Verwaltungs-Server über Mittel zum
Empfangen der ausgehenden, mit der Identität markierten Nachrichten von
den Kommunikationsendgeräten.
Dabei unterstützt
der Kommunikations-Verwaltungs-Server
vorzugsweise die Formate beziehungsweise Protokolle aller verfügbaren Kommunikationsdienste.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
weist der erfindungsgemäße Kommunikations-Verwaltungs-Server
Mittel zum Empfangen von Informationen über die mit der Identität markierten Nachrichten
von einem netzseitig den jeweiligen Kommunikationsdienst erbringenden
Dienst-Server auf. Hierdurch wird es dem Kommunikations-Verwaltungs-Server
vorteilhafterweise ermöglicht,
für den Fall,
dass er nicht die Aufzeichnung der Nachrichten übernimmt, Informationen über die
Nachrichten anzuzeigen. Bei solchen Informationen kann es sich beispielsweise
um Datum und Uhrzeit, Datenvolumen und/oder Länge oder Sender und/oder Empfänger der
Nachrichten handeln.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante
verfügt
der erfindungsgemäße Kommunikations-Verwaltungs-Server über Mittel
zum Empfangen von Informationen über
die mit der Identität
markierten Nachrichten von den Kommunikationsendgeräten. Entsprechend
den vorherigen Ausführungen wird
hierdurch das Verwalten und Anzeigen von Informationen über die
mit der Identität
markierten Nachrichten durch den Kommunikations-Verwaltungs-Server für den Fall ermöglicht,
dass der Kommunikations-Verwaltungs-Server die Nachrichten nicht
selbst speichert, wobei eine Übertragung
der entsprechenden Informationen von einem den jeweiligen Dienst erbringenden
Dienst-Server nicht
erforderlich ist.
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Der
erfindungsgemäße Kommunikations-Verwaltungs-Server
kann vorzugsweise auch so ausgestaltet sein, dass er Mittel zum Empfangen
einer Abrufnachricht und Mittel zum Beantworten der Abrufnachricht
durch Übermitteln
der Identität
der Kommunikation und/oder einer Liste der zu der Kommunikation
gehörenden,
mit der Identität
markierten Nachrichten aufweist. Hierdurch wird es vorteilhafterweise
den an der Kommunikation beteiligten Kommunikationsendgeräten oder
auch weiteren Kommunikationsendgeräten ermöglicht, die Kommunikation und/oder
die Nachrichten der Kommunikation nach bestimmten Kriterien zu durchsuchen.
Dabei ist zu beachten, dass in der Regel eine Vielzahl von Kommunikationen
mit unterschiedlichen Identitäten
aufgezeichnet wird. Sofern die Identität der Kommunikation bekannt
ist, kann diese in der Abrufnachricht an den Kommunikations-Verwaltungs-Server übermittelt werden.
Darüber
hinaus ist es auch denkbar, dass eine Kommunikation im Rahmen der
Zuweisung der Identität
mit einem Titel und/oder einer Kategorie versehen wird. In diesem
Fall kann die Abrufnachricht auch Suchbegriffe beinhalten, welche
von dem Kommunikations-Verwaltungs-Server zum Durchsuchen der Titel
der Kommunikationen und/oder der Titel oder der Inhalte der den
Kommunikationen mittels der jeweiligen Identitäten zugeordneten Nachrichten verwendet
werden können.
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Vorteilhafterweise
weist der erfindungsgemäße Kommunikations-Verwaltungs-Server
Mittel zum Empfangen einer Wiedergabeanforderung und Mittel zum
Wiedergeben einer oder mehrerer der mit der Identität markierten
Nachrichten auf. Dies bietet den Vorteil, dass durch das Abspielen
einer, mehrerer oder auch aller Nachrichten einer Kommunikation eine
Nachverfolgung der Kommunikation erfolgen kann. Dies ist sowohl
für die
an der Kommunikation beteiligten Teilnehmer als auch für weitere,
an der Kommunikation nicht unmittelbar beteiligte Teilnehmer vorteilhaft.
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Der
erfindungsgemäße Kommunikations-Verwaltungs-Server
kann vorzugsweise auch so ausgestaltet sein, dass er eine Speichereinrichtung zum
Verwalten einer der Identität
zugeordneten Empfängerliste
mit den kommunikationsdienstspezifischen Adressen der aktuell an
der Kommunikation beteiligten Teilnehmer aufweist. Damit kann vorteilhafterweise
eine zentrale Verwaltung der Empfängerliste durch den Kommunikations-Verwaltungs-Server erfolgen.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
weist der erfindungsgemäße Kommunikations-Verwaltungs-Server
Mittel zum Empfangen der Identität
der Kommunikation von einem Kommunikationsendgerät eines weiteren Teilnehmers
zusammen mit Adressinformationen des weiteren Teilnehmers und Mittel
zum Eintragen einer Adresse oder mehrerer Adressen des weiteren
Teilnehmers in die der Identität
zugeordneten Empfängerliste
auf. Dies bietet den Vorteil, dass sich weitere Teilnehmer, die vorher
an der Kommunikation nicht beteiligt waren, in die Empfängerliste
eintragen können
und somit im Folgenden die mit der Identität der Kommunikation versehenen
Nachrichten erhalten.
-
Vorzugsweise
weist der erfindungsgemäße Kommunikations-Verwaltungs-Server
Mittel zum Bestimmen der Adresse oder der Adressen aus den empfangenen
Adressinformationen unter Verwendung der so genannten ENUM-Funktionalität auf. Wie
bereits im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erläutert, bietet
die Verwendung der ENUM-Funktionalität den Vorteil, dass lediglich eine
Rufnummer für
jeden der Teilnehmer an den Kommunikations-Verwaltungs-Server übermittelt werden
muss. Hierdurch wird insbesondere bei der Verwendung einer Vielzahl
verschiedener Kommunikationsdienste der Aufwand auf Seiten der Teilnehmer
deutlich reduziert.
-
Der
erfindungsgemäße Kommunikations-Verwaltungs-Server
kann vorteilhafterweise auch so ausgestaltet sein, dass er über Mittel
zum Informieren der Kommunikationsendgeräte der Teilnehmer über Änderungen
in der Empfängerliste
verfügt.
Somit steht den Kommunikationsendgeräten zu jedem Zeitpunkt die
aktuelle Empfängerliste
zur Verfügung.
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Die
Erfindung betrifft darüber
hinaus ein Kommunikationsendgerät
zum Durchführen
eines Kommunikationsverfahrens mit mehreren Teilnehmern.
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Hinsichtlich
des Kommunikationsendgerätes liegt
der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Kommunikationsendgerät zum Durchführen eines
Kommunikationsverfahrens mit mehreren Teilnehmern in seiner Nutzbarkeit
zu verbessern.
-
Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
ein Kommunikationsendgerät
zum Durchführen
eines Kommunikationsverfahrens mit mehreren Teilnehmern zum Aufzeichnen
einer in zeitlicher Abfolge von verschiedenen Kommunikationsdiensten Gebrauch
machenden Kommunikation zwischen den mehreren Teilnehmern mit mindestens
einem Kommunikationsdienst, Mitteln zum Senden einer Anforderungsnachricht
an einen Kommunikations-Verwaltungs-Server zum Zuweisen einer Identität zu der Kommunikation,
Mitteln zum Empfang der Identität von
dem Kommunikations-Verwaltungs-Server und Mitteln zum Markieren
von über
den mindestens einen Kommunikationsdienst ausgehenden Nachrichten
mit der Identität.
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Das
erfindungsgemäße Kommunikationsendgerät ist bevorzugt,
da es das Markieren von über den
mindestens einen Kommunikationsdienst des Kommunikationsendgerätes ausgehenden
Nachrichten mit der Identität
ermöglicht.
Dabei wird dem das Kommunikationsendgerät verwendenden Teilnehmer vorzugsweise
die Mög lichkeit
gegeben, individuell für jede
Nachricht festzulegen, ob und gegebenenfalls mit welcher Identität sie markiert
werden soll.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
weist das erfindungsgemäße Kommunikationsendgerät Mittel
zum zusätzlichen Übermitteln
der ausgehenden, mit der Identität
markierten Nachrichten an den Kommunikations-Verwaltungs-Server
auf. Hierdurch wird es dem Kommunikations-Verwaltungs-Server vorteilhafterweise
ermöglich,
eine Aufzeichnung der entsprechenden Nachrichten vorzunehmen.
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Das
erfindungsgemäße Kommunikationsendgerät kann vorteilhafterweise
auch derart ausgeführt
sein, dass es Mittel zum Übermitteln
von Informationen über
die mit der Identität
markierten Nachrichten an den Kommunikations-Verwaltungs-Server aufweist.
Dies bietet den Vorteil, dass auch für den Fall, dass die Nachrichten
durch den jeweiligen Dienst-Server aufgezeichnet werden und deshalb nicht
die vollständigen
Nachrichten an den Kommunikations-Verwaltungs-Server übermittelt
werden, eine Anzeige von Informationen über die mit der Identität markierten
Nachrichten an den Kommunikations-Verwaltungs-Server erfolgen kann.
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Des
Weiteren kann das erfindungsgemäße Kommunikationsendgerät vorzugsweise über Mittel zum
Senden einer Abrufnachricht an den Kommunikations-Verwaltungs-Server
zum Übermitteln
der Identität
der Kommunikation und/oder einer Liste der zu der Kommunikation
gehörenden,
mit der Identität markierten
Nachrichten verfügen.
Diese Ausführungsform
ist bevorzugt, da sie dem Kommunikationsendgerät das Abfragen von die Kommunikation betreffenden
Informationen von dem Kommunikations-Verwaltungs-Server ermöglicht.
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Vorzugsweise
verfügt
das erfindungsgemäße Kommunikationsendgerät über Mittel
zum Senden einer Wiedergabeanforderung zum Wiedergeben einer oder
mehrerer der mit der Identität
markierten Nachrichten an den Kommunikations-Verwaltungs-Server.
Hierdurch wird vorteilhafterweise eine Nachverfolgung einzelner
oder aller Nachrichten der Kommunikation ermöglicht.
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Das
erfindungsgemäße Kommunikationsendgerät kann vorteilhafterweise
auch so ausgestaltet sein, dass es Mittel zum Übermitteln der Identität der Kommunikation
zusammen mit Adressinformationen an den Kommunikations-Verwaltungs-Server zum
Eintragen mindestens einer Adresse in die Empfängerliste durch den Kommunikations-Verwaltungs-Server
aufweist. Hierdurch wird es dem das Kommunikationsendgerät nutzenden
Teilnehmer vorteilhafterweise ermöglicht, sich für die Kommunikation
derart zu registrieren, dass er zukünftige, mit der Identität versehene
Nachricht empfängt.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsvariante weist
das erfindungsgemäße Kommunikationsendgerät Mittel
zum Empfangen von Änderungen
in der Empfängerliste
von dem Kommunikations-Verwaltungs-Server
auf. Hierdurch wird es dem Kommunikationsendgerät vorteilhafterweise ermöglicht,
jeweils eine aktuelle Fassung der Empfängerliste zu speichern und
beim Versenden von mit der Identität markierten Nachrichten zu
verwenden.
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Vorzugsweise
kann das erfindungsgemäße Kommunikationsendgerät auch derart
ausgeprägt sein,
dass es Mittel zum Abrufen der Empfängerliste von dem Kommunikations-Verwaltungs-Server
vor dem Senden der ausgehenden, mit der Identität markierten Nachrichten besitzt.
Diese Ausführungsform ist
vorteilhaft, da sie die Verwendung der aktuellen Empfängerliste
ermöglicht,
wobei das Speichern von Kopien der Empfängerliste auf den Kommunikationsendgeräten, zusätzlich zu
der auf dem Kom munikations-Verwaltungs-Server gespeicherten Empfängerliste,
vermieden wird.
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In
einer bevorzugten Ausführungsvariante
ist das erfindungsgemäße Kommunikationsendgerät ein mobiles
Kommunikationsendgerät
eines Mobilfunknetzes. Dabei kann es sich bei dem mobilen Kommunikationsendgerät um ein
solches nach einem beliebigen Funkstandard, wie beispielsweise dem
GSM (Global System for Mobile Communication)-, dem UMTS (Universal
Mobile Telecommunication System)-, dem CDMA (Code Division Multiple
Access)-, dem Bluetooth- oder dem DECT (Digital Enhanced Cordless
Telecommunications)-Standard handeln.
-
Zur
weiteren Erläuterung
der Erfindung zeigt
-
1 ein
erstes Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Anordnung
mit einem ersten Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Kommunikations-Verwaltungs-Servers
und einem ersten Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Kommunikationsendgerätes,
-
2 ein
zweites Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Anordnung
mit einem zweiten Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Kommunikations-Verwaltungs-Servers
und einem zweiten Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Kommunikationsendgerätes und
-
3 in
einer schematischen Skizze ein Ausführungsbeispiel zur Veranschaulichung
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
-
1 zeigt
ein als Terminal bezeichnetes Kommunikationsendgerät 1 in
Form eines Mobilfunktelefons. Alternativ könnte es sich bei dem Kommunikationsendgerät 1 beispielsweise
auch um einen mobilen Computer (Laptop) oder einen mit einer Funkschnittstelle
versehenen so genannten PDA (Personal Digital Assistant) handeln.
Das Kommunikationsendgerät 1 unterstützt verschiedene
Kommunikationsdienste 3-8, über welche Nachrichten mit
beliebigen anderen, in 1 aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellten
Kommunikationsendgeräten
ausgetauscht werden können.
Beispielhaft sind in 1 die Kommunikationsdienste
Instant Messaging (IM) 3, Telefonieren 4, Short
Message Service (SMS) 5, Multimedia Messaging Service (MMS) 6,
Email 7 und Push-Talk-Over-Cellular (PoC) 8 als
von dem Kommunikationsendgerät 1 unterstützte Kommunikationsdienste
dargestellt. Als Kommunikationsdienst wird dabei ein so genannter
Client auf Seiten des Kommunikationsendgerätes 1 verstanden,
der das Versenden und den Empfang entsprechender Nachrichten unterstützt.
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Auf
Seiten des von dem Kommunikationsendgerät 1 genutzten Kommunikationsnetzes
wird ein Kommunikationsdienst üblicherweise
durch einen Dienst-Server 13-18 erbracht. Ein
solcher Dienst-Server 13-18 empfängt für das Kommunikationsendgerät 1 bestimmte
Nachrichten von weiteren Kommunikationsendgeräten und übermittelt diese an das Kommunikationsendgerät 1 beziehungsweise genauer
an den entsprechenden Kommunikationsdienst 3-8 des
Kommunikationsendgerätes 1.
Ebenso erfolgt das Versenden von Nachrichten von dem Kommunikationsendgerät 1 unter
Verwendung eines der Kommunikationsdienste 3-8 derart,
dass die Nachricht an den betreffenden Dienst-Server 13-18 übertragen
und von diesem an einen oder mehrere Empfänger der Nachricht weitergeleitet
wird.
-
Entsprechend
den von dem Kommunikationsendgerät 1 unterstützten Kommunikationsdiensten
zeigt 1 jeweils einen netzseitigen Dienst-Server für Instant
Messaging 13, das Führen
eines Telefonates 14, Short Message Service (SMS) 15,
Multimedia Messaging Service (MMS) 16, Email 17 sowie Push-to-Talk-Over-Cellular
(PoC) 18.
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Verbindungen
des Kommunikationsendgerätes 1 bzw.
des von ihm verwendeten Kommunikationsdienstes 3-8 mit
den jeweiligen Dienst-Servern 13-18 sind in 1 durch
entsprechende Verbindungslinien zwischen dem Kommunikationsendgerät 1 und
den Dienst-Servern 13-18 angedeutet. Es sei darauf
hingewiesen, dass es sich bei diesen Verbindungen üblicherweise
nicht um permanent gehaltene Verbindungen handelt, sondern um solche,
die jeweils für
die Übertragung
einer Nachricht aufgebaut werden. Dabei ist es weiterhin zu beachten,
dass es sich bei den entsprechenden Verbindungen sowohl um leitungsvermittelte
als auch um paketvermittelte Verbindungen handeln kann. Insbesondere
bei einer paketvermittelten Verbindung ist dabei weniger von einer
Verbindung im klassischen Sinne als von einem Verbindungsweg zu
sprechen, über
den Datenpakete übermittelt
werden können.
-
Neben
dem Kommunikationsendgerät 1 und den
Dienst-Servern 13-18 weist
die Anordnung in 1 einen als Server bezeichneten
Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 auf. Der Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 ist
mit den Dienst-Servern 13-18 sowie mit dem Kommunikationsendgerät 1 verbunden.
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass es üblicherweise
eine Vielzahl weiterer Kommunikationsendgeräte geben wird, welche in ihrer
Anordnung dem Kommunikationsendgerät 1 entsprechen. Dies
bedeutet, dass sowohl die Dienst-Server 13-18 als
auch der Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 zur gleichzeitigen Unterstützung einer
Vielzahl von Kommunikationsendgeräten ausgebildet sind.
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In
dem in der 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
verfügt
das Kommunikationsendgerät 1 über einen
als Client bezeichneten Software-Client 2, welcher die
verschiedenen Kommunikationsdienste 3-8 des Kommunikationsendgerätes 1 kapselt.
Dabei stellt der Software-Client 2 auf Seiten des Kommunikationsendgerätes 1 die
Funktionalität
zur Verfügung,
die für
das Aufzeichnen und Verwalten von Nachrichten erforderlich ist.
Wenn ein Teilnehmer eine von dem Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 unterstützte Funktionalität nutzen
möchte,
so startet er den Software-Client 2 auf dem von ihm genutzten
Kommunikationsendgerät 1.
So erlaubt es der Software-Client 2 dem Nutzer etwa, die
Zugehörigkeit
von über
die Kommunikationsdienste 3-8 ausgehenden Nachricht
zu einer Kommunikation zu deklarieren. Dabei wird als Kommunikation
ein zusammengehöriger „Gesprächsfaden" bzw. „Thread" bezeichnet, welcher
sich über
mehrere der Kommunikationsdienste 3-8 erstreckt.
Möchte
der Teilnehmer hingegen Nachrichten versenden, die nicht zu einer
Kommunikation gehören,
so benutzt er das Kommunikationsendgerät 1 auf herkömmliche
Weise, d. h. ohne Verwendung des Software-Clients 2.
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Wird
der Software-Client 2 des Kommunikationsendgerätes 1 von
dem Teilnehmer aktiviert, so stellt er folgende Funktionen zur Verfügung:
- 1. Anlegen einer neuen Kommunikation zu einem vom
Teilnehmer zu benennenden Thema,
- 2. Suchen und Abonnieren einer Kommunikation,
- 3. Auswahl einer abonnierten Kommunikation zum Lesen und Schreiben.
-
1. Anlegen einer neuen Kommunikation
zu einem vom Teilnehmer zu benennenden Thema
-
Wenn
ein Teilnehmer eine neue Kommunikation, d. h. einen neuen Gesprächsfaden,
aufzeichnen möchte,
so wählt
er die entsprechende Funktion auf dem Software-Client 2 des
Kommunikationsendgerätes 1 aus.
Dem Teilnehmer wird daraufhin die Möglichkeit geboten, ein Thema
beziehungsweise einen Titel für
die Kommunikation anzugeben. Daraufhin sendet der Software-Client 2 des
Kommunikationsendgerätes 1 eine
Anforderungsnachricht an den Kommunikations-Verwaltungs-Server 10.
Dieser weist daraufhin der Kommunikation eine Identität zu und
beantwortet die Anforderungsnachricht durch Übermitteln der Identität an das
Kommunikationsendgerät 1.
Der Software-Client 2 des Kommunikationsendgerätes 1 speichert
die der Kommunikation zugewiesene Identität und kann somit über die
verschiedenen Kommunikationsdienste 3-8 des Kommunikationsendgerätes 1 ausgehende
Nachrichten mit dieser Identität
markieren.
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Der
Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 legt aufgrund der
Anforderungsnachricht eine neue Kommunikation mit der von ihm zugewiesenen
Identität
an. Dies hat zur Folge, dass der Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 alle
zukünftig
eintreffenden Nachrichten, welche mit der entsprechenden Identität markiert
sind, der betreffenden Kommunikation zuordnet, d. h. derart aufzeichnet,
dass die Nachrichten über
die Identität
abrufbar sind. Darüber
hinaus besteht vorteilhafterweise die Möglichkeit, dass der Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 die
betreffende Kommunikation bereits beim Zuweisen der Identität für den Teilnehmer
des die Anforderungsnachricht sendenden Kommunikationsendgerätes 1 abonniert,
d. h. den einrichtenden Teilnehmer in eine Empfängerliste für alle mit der Identität markierten Nachrichten
aufnimmt. Eine entsprechende Empfängerliste wird vorzugsweise
beim Zuweisen der Identität zu
der Kommunikation durch den Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 angelegt.
-
Zusätzlich zu
dem Benennen des Themas der Kommunikation besteht vorteilhafterweise
die Möglichkeit,
dass der die Kommunikation einrichtende Teilnehmer eine Gültigkeitsdauer
für die
Kommunikation angibt. Diese kann von dem Kommunikationsendgerät 1 beziehungsweise
seinem Software-Client 2 zusätzlich an den Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 übermittelt
werden. Dies bietet den Vorteil, dass der Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 abgelaufene
Kommunikationen beziehungsweise abgelaufene Nachrichten von Kommunikationen
löschen
kann. Dabei ist zu berücksichtigen,
dass der Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 in
der Regel eine Vielzahl von Kommunikationen verwalten wird, so dass
ein Mechanismus zum Löschen älterer Kommunikationen
beziehungsweise älterer
Nachrichten sinnvoll bzw. erforderlich ist.
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2. Suchen und Abonnieren einer
Kommunikation
-
Neben
dem Einrichten einer neuen Kommunikation besteht für den Teilnehmer
des Kommunikationsendgerätes 1 mittels
des Software-Clients 2 die Möglichkeit, eine bestehende
Kommunikation zu suchen und gegebenenfalls zu abonnieren, d. h.
sich auf die Empfängerliste
für mit
der Identität
der Kommunikation markierte Nachrichten setzen zu lassen. Wählt der
Teilnehmer die entsprechende Funktion des Software-Clients 2 aus,
so sendet dieser eine Abrufnachricht an den Kommunikations-Verwaltungs-Server 10.
Dieser antwortet durch Übermitteln der
Identität
der Kommunikation und/oder einer Liste der zu der Kommunikation
gehörenden,
mit der Identität
markierten Nachrichten. Dabei kann die Abrufnachricht eine Suchanfrage
in beliebiger Form enthalten. Sofern die entsprechende Identität dem Teilnehmer
bekannt ist, kann die Identität
in der Abruf nachricht an den Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 übermittelt
werden. Wenn dem Teilnehmer eine Identität nicht bekannt ist, so kann
er in der Abrufnachricht beispielsweise eine Suchanfrage in Form
von Suchbegriffen formulieren, nach welchen der Titel der Kommunikationen
und/oder der zugehörigen
Nachrichten oder die zugehörigen
Nachrichten selbst von dem Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 durchsucht
werden.
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In
dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel zeichnet der
Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 alle über die
Kommunikationsdienste 3-8 des Kommunikationsendgerätes 1 ausgehenden,
mit der Identität
markierten Nachrichten auf. Dies geschieht mit Hilfe von an den
Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 angebundenen
Mitteln zum Aufzeichnen 11 in Form einer Datenbank, welche
in dem Ausführungsbeispiel
der 1 als Teil des Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 ausgebildet
ist. Somit übernimmt
der Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 in dem Ausführungsbeispiel
der 1 nicht nur die Verwaltung der Kommunikationen,
sondern auch das Aufzeichnen der den Kommunikationen zugeordneten
Nachrichten.
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Nach
Empfang der Antwort von dem Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 auf
die Abrufnachricht wählt
der Teilnehmer unter Verwendung des Software-Clients 2 des
Kommunikationsendgerätes 1 eine
Kommunikation aus und übermittelt
die Identität
dieser Kommunikation zusammen mit seiner Adressinformation an den
Kommunikations-Verwaltungs-Server 10. Daraufhin trägt der Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 eine
Adresse oder mehrere Adressen des Teilnehmers in die Empfängerliste der
entsprechenden Kommunikation ein. Es sei darauf hingewiesen, dass
es sich bei dem Teilnehmer und damit auch bei dem Kommunikationsendgerät 1 des
entsprechenden Teilnehmers, der eine Kommunikation auf diese Art
und Weise abonniert, in der Regel nicht um den Teilnehmer beziehungsweise
das Kommunikations endgerät 1 des
Teilnehmers handeln wird, der beziehungsweise das die Kommunikation
mittels der Anforderungsnachricht eingerichtet hat. Aus Gründen der Übersichtlichkeit
ist in 1 jedoch nur ein Kommunikationsendgerät 1 dargestellt, welches
zur Veranschaulichung der verschiedenen Funktionen verwendet wird.
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Generell
ist zu beachten, dass die verschiedenen Kommunikationsdienste 3-8 in
der Regel unterschiedliche Adressen benötigen. So kann es sich bei
den Adressen beispielsweise um eine Rufnummer, eine Email-Adresse
oder eine IP (Internet Protocol)-Adresse handeln. Daher können die
von dem Kommunikationsendgerät 1 an
den Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 übermittelten
Adressinformationen unterschiedliche, für den jeweiligen Kommunikationsdienst 3-8 spezifische
Adressen enthalten. Alternativ hierzu kann der Teilnehmer in den Adressinformationen
auch nur eine signifikante Adresse an den Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 übermitteln.
In diesem Fall besteht die Möglichkeit,
dass der Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 mittels der so genannten
ENUM-Funktionalität (siehe
IETF RFC 3761) die anderen Adressen des betreffenden Teilnehmers
beziehungsweise der von ihm genutzten Kommunikationsdienste 3-8 des
Kommunikationsendgerätes 1 ermittelt
und für
die zukünftige
Weiterleitung der mit der Identität der Kommunikation markierten
Nachrichten nutzt.
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Sobald
die Adresse beziehungsweise die Adressen des Teilnehmers in die
der Kommunikation zugeordnete Empfängerliste auf dem Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 eingetragen
ist beziehungsweise sind, werden alle zukünftigen mit der Identität markierten
Nachrichten an den betreffenden Teilnehmer übermittelt. Dabei ist zu beachten,
dass ein bestimmter Teilnehmer üblicherweise
nur ein Kommunikationsendgerät 1 mit
Kommunikationsdiensten 3-8 verwenden wird. Darüber hinaus
besteht jedoch ebenfalls die Möglichkeit,
dass ein Teilnehmer für
unterschiedliche Kommunikationsdienste zumindest teilweise auch
unterschiedliche Kommunikationsendgeräte nutzt. So kann mit Hilfe
der Adressinformationen beispielsweise festgelegt werden, dass Emails
an den Arbeitsplatzrechner des Teilnehmers übermittelt werden, während Nachrichten
sonstiger Kommunikationsdienste an ein Mobilfunktelefon des Teilnehmers übermittelt
werden.
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Eine
weitere wichtige Funktionalität
des Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 ist
es, das Kommunikationsendgerät 1 beziehungsweise
generell alle in die Empfängerliste
eingetragenen Kommunikationsendgeräte über Änderungen in der Empfängerliste
zu informieren. Eine entsprechende Benachrichtigung ist beispielsweise
beim Neuhinzukommen oder beim Abmelden eines Teilnehmers von der Kommunikation
erforderlich. Die Verteilung der aktuellen Empfängerliste ist wichtig, da alle
Kommunikationsendgeräte 1 ausgehende,
mit der Identität
der Kommunikation markierte Nachrichten an diese Empfängerliste
senden. Alternativ hierzu kann das Kommunikationsendgerät 1 die
aktuelle Empfängerliste
auch vor dem Versenden einer Nachricht von dem Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 abfragen.
In dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
wird die der Kommunikation zugeordnete Empfängerliste zusammen mit der
Identität
der Kommunikation und den zugehörigen
Nachrichten in den Mitteln zum Speichern 11 in Form der
Datenbank abgelegt.
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Das
Abmelden eines Teilnehmers erfolgt analog zu dem Abonnieren durch
Streichen der Adresse beziehungsweise der Adressen des betreffenden
Teilnehmers in der Empfängerliste
im Kommunikations-Verwaltungs-Server 10. Dies erfolgt wiederum
ausgelöst
durch eine Steuerungsnachricht des Software-Clients 2 des
entsprechenden Kommunikationsendgerätes 1.
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3. Auswahl einer abonnierten
Kommunikation zum Lesen und Schreiben
-
Eine
weitere Funktion des Software-Clients 2 besteht darin,
dass Lesen und Schreiben der mit der Identität markierten, der Kommunikation
zugeordneten Nachrichten zu ermöglichen.
Wie zuvor bereits ausgeführt,
ist der Software-Client 2 den Kommunikationsdiensten 3-8 des
Endgerätes
vorgeschaltet. Möchte
der Teilnehmer einen Beitrag zu der Kommunikation verfassen, so
wählt er
zunächst
gemäß der im
Vorhergehenden beschriebenen Vorgehensweise die entsprechende Kommunikation
aus. Zusätzlich legt
der Teilnehmer denjenigen der Kommunikationsdienste 3-8 fest,
den er für
die neue Nachricht verwenden möchte.
Der Software-Client 2 sorgt dafür, dass die Nachricht nicht
nur an die in der Empfängerliste
eingetragenen Teilnehmer übermittelt
wird, sondern insbesondere auch unabhängig von dem verwendeten Kommunikationsdienst
aufgezeichnet und der Kommunikation mit der entsprechenden Identität zugeordnet
wird. Für
an sich bereits nachrichtenbasierte Kommunikationsdienste, wie beispielsweise E-Mail,
SMS, IM oder MMS, nimmt der Software-Client 2 des Kommunikationsendgerätes 1 zusätzlich den
Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 in die Empfängerliste
auf. Alternativ hierzu kann der Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 auch
bereits in der von ihm selbst verwalteten Empfängerliste eingetragen sein.
In beiden Fällen
führt dies
dazu, dass alle Nachrichten nicht nur an die Empfängerliste,
sondern „automatisch" auch zum Aufzeichnen
an den Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 weitergeleitet
werden.
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Sollte
die Vergebührung
auf der Anzahl der von dem Kommunikationsendgerät 1 tatsächlich abgesendeten
Nachrichten basieren, wie dies beispielsweise bei dem Kommunikationsdienst
SMS der Fall ist, so besteht die Möglichkeit, dass im Vergebüh rungssystem
das Senden von entsprechenden Nachrichten an den Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 kostenfrei
gestellt wird. Bei anderen Kommunikationsdiensten, wie zum Beispiel
Email, wird die Nachricht vom Email-Server 17 vervielfältigt und
somit nicht vom Kommunikationsendgerät 1 tatsächlich mehrfach
verschickt.
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Für Telefongespräche erfolgt
das Aufzeichnen dadurch, dass vom Software-Client 2 des
Kommunikationsendgerätes 1 eine
Konferenzschaltung aufgesetzt wird, in die der Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 als
zusätzlicher
passiver Teilnehmer aufgenommen wird. Hierdurch wird es dem Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 ermöglicht,
die betreffende Nachricht in Form des Telefongesprächs aufzuzeichnen.
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Das
Markieren der von dem Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 empfangenen
Nachrichten bzw. Nachrichtenkopien mit der Identität der Kommunikation
erfolgt vorteilhafterweise durch eine so genannte „in-band"-Signalisierung.
Die Identität der
Kommunikation wird hierbei in die Nachricht eingebettet. Dies kann
zum Beispiel durch eine Zeichenkette am Anfang der Nachricht geschehen.
Bei einem Telefongespräch
ruft der Software-Client 2 des
Kommunikationsendgerätes 1 des
den Anruf aufbauenden Teilnehmers wie zuvor bereits ausgeführt zunächst den
Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 an und übermittelt
diesem beispielsweise mittels des auch als Mehrfrequenzwahlverfahren
bekannten DTMF (Dual Tone Multiple Frequency)-Verfahrens die Identität. Danach
ruft der den Anruf aufbauende Teilnehmer den oder die weiteren Teilnehmer
an und schaltet die Konferenz. Der Vorteil einer solchen "in-band"-Signalisierung besteht darin, dass das
eigentliche Gespräch
hierdurch nicht gestört
wird. Des Weiteren funktioniert eine "in-band"-Signalisierung universell und ist nicht
an bestimmte Voraussetzungen gekoppelt. Eine eventuelle Anpassung
der bestehenden Kommunikationsdienste ist mit einer "in-band"-Signalisierung ebenfalls nicht erforderlich, wodurch
maximale Kompatibilität
zu bestehenden Verfahren erreicht wird.
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Vorteilhafterweise
kann der Software-Client 2 des Kommunikationsendgerätes 1 die
Identität
der Kommunikation aus empfangenen Nachrichten herausfiltern, um
Fehler bei der Wiedergabe der Nachrichten zu vermeiden. Dies kann
zum Beispiel dadurch geschehen, dass die ersten n Stellen der Nachricht
abgeschnitten werden. Hierdurch wird es beispielsweise bei Nachrichten
wie einer SMS vermieden, dass die Identität der Kommunikation dem Teilnehmer
als Teil der Nachricht angezeigt wird. Der Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 wiederum kann
mittels der in jeder der von ihm empfangenen Nachrichten eingebetteten
Identität
die zugehörige Kommunikation
identifizieren und die Nachrichten somit korrekt abspeichern.
-
Neben
einer „in-band"-Signalisierung ist
zumindest für
einige Kommunikationsdienste auch eine so genannte "out-of-band"-Signalisierung denkbar. Diese kann beispielsweise
dadurch erfolgen, dass in die Nachrichten zusätzliche Header-Informationen vom
jeweiligen Software-Client 2 des betreffenden Kommunikationsendgerätes 1 eingeschleust
werden, die von dem Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 ausgewertet
werden. Weiterhin kann die Übertragung
der Identität
an den Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 über eine
zusätzliche
Verbindung zwischen dem Kommunikationsendgerät 1 und dem Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 außerhalb der
eigentlichen Übermittlung
der Nachrichten erfolgen.
-
2 zeigt
ein zweites Ausführungsbeispiel der
erfindungsgemäßen Anordnung
mit einem Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Kommunikations-Verwaltungs-Server
und einem Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Kommunikationsendgerä tes. Analog
zu 1 ist in 2 ein Kommunikationsendgerät 21 dargestellt,
welches über
einen Software-Client 22 verfügt. Der Software-Client 22 kapselt
wiederum die verschiedenen Kommunikationsdienste 23-28 bzw.
genauer gesagt die endgerätseitigen
Clients der entsprechenden Kommunikationsdienste. Darüber hinaus
sind in 2 mehrere Dienst-Server 33-38 und
ein Kommunikations-Verwaltungs-Server 30 abgebildet. Der
Kommunikations-Verwaltungs-Server 30 weist eine Speichereinrichtung 31 zur
Verwaltung einer der Identität
zugeordneten Empfängerliste
mit Adressen der aktuell an der Kommunikation beteiligten Teilnehmer
auf.
-
Während bei
dem Ausführungsbeispiel
der 1 der Schwerpunkt der Implementierung im Wesentlichen
bei dem Kommunikationsendgerät 1 und dem
Kommunikations-Verwaltungs-Server 10 liegt, liegt bei der
Ausführungsvariante
der 2 der Schwerpunkt auf einer netzseitigen Implementierung,
d. h. bei den Dienst-Servern 33-38, die an der Realisierung
der einzelnen, im Gesamtsystem unterstützten Kommunikationsdienste
beteiligt sind. Die Dienst-Server 33-38 implementieren
für die
verschiedenen Kommunikationsdienste entweder eine so genannte „Store
and Forward"-Funktionalität oder aber eine
Rufverarbeitung in Echtzeit. Hinsichtlich des Aufzeichnens von mit
einer Identität
markierten Nachrichten müssen
beide Funktionalitäten
unterstützt
werden. Hierzu müssen
die entsprechenden Standard-Netzelemente, die üblicherweise als Dienst-Server verwendet
werden, wie beispielsweise ein SMSC (Short Message Service Center),
ein MMSC (Multimedia Messaging Service Center), ein PoC-Server oder
ein IM-Server um eine Komponente erweitert werden, welche die Nachrichten
aufzeichnet und abrufbar macht. In dem Ausführungsbeispiel der 2 wird
die Funktion des Aufzeichnens somit nicht von dem Kommunikations-Verwaltungs-Server 30 übernommen,
sondern obliegt den Dienst-Servern 33-38 der einzelnen
unterstützten
Kommuni kationsdienste. Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass
die Last des Speicherns und der Übertragung der
Nachrichten über
das gesamte System verteilt wird.
-
Um
das Aufzeichnen der Nachrichten zu ermöglichen, weisen die Dienst-Server 33-38 neue Hard-
und/oder Software-Komponenten auf, welche mit Mitteln zum Aufzeichnen 40-45 der über die
verschiedenen Kommunikationsdienste 23-28 ausgehenden,
mit der Identität
markierten Nachrichten verbunden sind. Die entsprechenden Hard-
beziehungsweise Software ist dabei in 2 durch
die zwischen den jeweiligen Dienst-Servern 33-38 und
den jeweiligen Mitteln zum Aufzeichnen 40-45 angeordneten Blöcke angedeutet.
-
Auch
in dem in 2 dargestellten Ausführungsbeispiel
verwaltet der Kommunikations-Verwaltungs-Server 30 die
Kommunikationen. Hierzu gehört die Überwachung
der Zustände
der Kommunikationen (z. B. bei Kommunikationen mit abgelaufener Gültigkeitsdauer)
und die Koordinierung eingehender Anforderungs- und Abrufnachrichten
sowie eingehender Wiedergabeanforderungen. Zur Wiedergabe werden
die Nachrichten jedoch im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel
der 1 von dem Kommunikations-Verwaltungs-Server 30 von
den an den Dienst-Servern 33-38 angebundenen
Mitteln zum Aufzeichnen 40-45 abgerufen. Dabei
werden die betreffenden Nachrichten vorzugsweise von den Dienst-Servern 33-38 an
den Kommunikations-Verwaltungs-Server 30 übermittelt
und von diesem an das die Wiedergabe anfordernde Kommunikationsendgerät 21 übertragen.
Alternativ kann der Kommunikations-Verwaltungs-Server 30 die
Dienst-Server 33-38 auch anweisen, die betreffenden
Nachrichten direkt an das Kommunikationsendgerät 21 zu übermitteln.
-
Analog
zu dem im Zusammenhang mit 1 beschriebenen
Verfahrensablauf können
Teilnehmer auch in der in 2 darge stellten
Ausführungsvariante
neue Kommunikationen einrichten, indem sie mittels des Kommunikationsendgerätes 21 von
dem Kommunikations-Verwaltungs-Server 30 eine Identität anfordern.
Entsprechend können
von den Teilnehmern auch mit der Identität markierte Nachrichten versendet
werden. Im Unterschied zu 1 wird bei dem
Ausführungsbeispiel
der 2 der Kommunikations-Verwaltungs-Server 30 jedoch
nicht als zusätzlicher
Empfänger
in die Kommunikation eingebaut, um das Aufzeichnen bzw. das Ablegen
der Kopie der Nachricht zu übernehmen
und die Korrelation mit der Identität sicher zu stellen. Stattdessen
wird die Identität
der Kommunikation in der Aufbauphase des gerade genutzten Kommunikationsdienstes
signalisiert, um in dem betreffenden Dienst-Server 33-38 die
Mittel zum Aufzeichnen 40-45 zu initialisieren.
Im weiteren Verlauf wird die Identität nun von dem betreffenden
Dienst-Server 33-38 des
jeweiligen Dienstes empfangen und ausgewertet und die Nachricht
zusammen mit der Identität
in den Mitteln zum Aufzeichnen 40-45 gespeichert.
Vorzugsweise geschieht dies, um Änderungen
bestehender Standards nach Möglichkeit
zu vermeiden beziehungsweise gering zu halten, in einer separaten
Datenbank, welche nicht mir der Datenbank, die von dem Dienst-Server 33-38 selbst
zum Erbringen des jeweiligen Kommunikationsdienstes genutzt wird,
identisch ist. Hierdurch wird eine Entkopplung des jeweiligen Kommunikationsdienstes
von dem Kommunikations-Verwaltungs-Server 30 erreicht,
die so weit gehen kann, dass die Schnittstelle von dem jeweiligen Dienst-Server 33-38 zur
jeweiligen Datenbank unidirektional ausgelegt ist, um jede Beeinträchtigung
bei der Erbringung der Kommunikationsdienste auszuschließen.
-
Die
Verwaltung der Kommunikationen erfolgt in dem Ausführungsbeispiel
der 2 ansonsten weitestgehend analog zu dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel.
Dies betrifft insbesondere das Abonnieren, das Auswählen und
das Le sen beziehungsweise Schreiben der Kommunikation. Dabei gibt
es jedoch vorzugsweise mindestens zwei Schnittstellen zwischen dem
Kommunikations-Verwaltungs-Server 30 und den jeweiligen,
zu unterstützenden
Dienst-Servern 33-38. Eine der beiden Schnittstellen
dient zum Abrufen der mit der Identität markierten Nachrichten von
den Mitteln zum Aufzeichnen 40-45, wobei die gewünschte Identität der Kommunikation
als Index genutzt wird. Darüber
hinaus existiert eine weitere Schnittstelle, über welche die Dienst-Server 33-38 den
Kommunikations-Verwaltungs-Server 30 beim Eintreffen neuer
Nachrichten benachrichtigen. Bei dieser Schnittstelle handelt es
sich somit um eine Signalisierungs-Schnittstelle. Diese ist erforderlich,
da im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel
der 1 der Kommunikations-Verwaltungs-Server 30 nicht
selbst die mit der Identität markierten
Nachrichten empfängt.
Daher ist es Aufgabe der Dienst-Server 33-38 den
Kommunikations-Verwaltungs-Server 30 über neue
Beiträge
für Kommunikationen,
d. h. Gesprächsfäden, zu
informieren. Alternativ hierzu kann aber auch das die jeweilige
Nachricht sendende Kommunikationsendgerät 21 mittels des darin
integrierten Software-Clients 22 den
Kommunikations-Verwaltungs-Server 30 über die neue Nachricht für die Kommunikation über einen Signalisierungskanal
informieren.
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Sowohl
die Ausführungsvariante
der 1 als auch diejenige der 2 bieten
den Vorteil, dass das Aufzeichnen von zu einer Kommunikation gehörenden, über verschiedene
Kommunikationsdienste erfolgenden Nachrichten ermöglicht wird.
Dabei kann eine Erweiterung um weitere Kommunikationsdienste auf
einfache Art und Weise erfolgen. Hierdurch kann die Kommunikation
mit anderen Teilnehmern, beispielsweise einer Gruppe, deutlich verbessert
und systematisiert werden. Somit entfällt die Notwenigkeit, neu hinzukommenden
Teilnehmern bereits kommunizierte Details oder Fakten erneut mitzuteilen. Alle
Teil nehmer einer Kommunikation haben die Möglichkeit sich selbst einen Überblick
zum Status zu verschaffen, ohne die anderen Teilnehmer zu stören. Dies
kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt geschehen. Vorteilhafterweise
wird ein Web-Interface verwendet, um die verschiedenen Funktionalitäten geeignet
zu organisieren und bestehenden Gewohnheiten der Teilnehmer anzupassen.
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Für einen
Netzbetreiber besteht durch das Aufzeichnen der Nachrichten ein
möglicherweise
attraktives Unterscheidungsmerkmal zu anderen Netzbetreibern. Dabei
bietet insbesondere die Ausführungsform
der 1 die Möglichkeit,
die Akzeptanz des Aufzeichnens der Kommunikationen im Markt zu überprüfen, ohne
dass umfangreiche Erweiterungen bestehender Kommunikationsdienste
und bestehender Dienst-Server erforderlich sind. Möglicherweise bei
Verwendung einer Anordnung gemäß 1 entstehende
Performanceprobleme beim Abspeichern und Suchen der Kommunikationen
bzw. der diesen zugeordneten Nachrichten, wie sie möglicherweise bei
sehr starker Nutzung der Funktionalität entstehen können, können mit
Hilfe der Anordnung gemäß dem Ausführungsbeispiel
nach 2 vermieden werden. Für diese Ausführungsvariante
besteht jedoch die Notwendigkeit, die bestehenden Kommunikationsdienste
dahingehend zu erweitern, dass die Dienst-Server die entsprechende
Funktionalität
aktiv unterstützen.
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3 zeigt
in einer schematischen Skizze ein Ausführungsbeispiel zur Veranschaulichung
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Dabei sind im oberen Bereich der Figur verschiedene von Teilnehmern genutzte
Kommunikationsdienste aufgelistet. Bei diesen Kommunikationsdiensten
handelt es sich um einen Ortsinformationsdienst „Location, einen Push-to-Talk-Over-Cellular-Dienst „PoC", einen Sprachtelefon-Dienst „Voice", einen Email-Dienst „Email", einen Spiele-Dienst „Game" sowie einen Instant-Messaging-Dienst „IM".
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Im
unteren Teil der 3 sind Teilnehmer „Members" einer Kommunikation
aufgeführt.
Bei diesen handelt es sich um Tom, Peter, Berry und Anett. Horizontal
ist die Zeitachse dargestellt, d. h. 3 zeigt
den zeitlichen Ablauf einer Kommunikation von 8:00 Uhr morgens bis
18:00 Uhr abends. Dabei zeigen die Rechtecke in der Rubrik der Kommunikationsdienste
jeweils den aktiven Kommunikationsdienst und in der Rubrik der Teilnehmer
jeweils den aktiven, eine Nachricht sendenden Teilnehmer an. Das
ellipsenförmige
Symbol markiert die Empfänger einer
Nachricht in der Rubrik der Teilnehmer beziehungsweise den eine
bestimmte aufgezeichnete Nachricht zur Verfügung stellenden Kommunikationsdienst
in der Rubrik der Kommunikationsdienste.
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In
der Rubrik der Teilnehmer ist des Weiteren zusätzlich in der Zeile AV die
Verfügbarkeit
des jeweiligen Teilnehmers als Funktion der Zeit dargestellt. Dabei
ist ein Teilnehmer in dem durch den Balken gekennzeichneten Zeitraum
nicht verfügbar,
d. h. für eine
Nachricht nicht erreichbar.
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Der
Tag beziehungsweise die Kommunikation zwischen den verschiedenen
Teilnehmern läuft nun
wie folgt ab:
Um 8:00 Uhr morgens beginnt Tom (aktiver Teilnehmer,
durch das Rechteck gekennzeichnet) eine neue Kommunikation. Hierzu
fordert er von einem Kommunikations-Verwaltungs-Server eine neue
Identität
an und vergibt für
diese Kommunikation den Titel „Treffen
wir uns heute Abend und habt ihr Vorschläge, was wir machen wollen?". Somit ist es das
Ziel von Tom, sich für
den Abend mit den Empfängern
der Nachricht zu verabreden. Dazu verwendet er einen Instant Messaging-Dienst
(aktiver Kom munikationsdienst ist der IM-Dienst, gekennzeichnet
durch ein entsprechendes Rechteck). Berry, Anett und Peter sind
Empfänger
der Nachricht (passive Teilnehmer, gekennzeichnet durch Ellipse),
d. h. sie wurden von Tom beim Einrichten der Kommunikation in die
Empfängerliste
aufgenommen. Alternativ hierzu kann der Kommunikation auch eine
bereits bestehende Empfängerliste
zugeordnet werden. Entsprechend der Möglichkeiten des IM-Kommunikationsdienstes
lesen die Empfänger
die Nachricht, sobald sie ihr Kommunikationsendgerät eingeschaltet
haben und ihr Status auf empfangsbereit steht.
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Um
9:00 Uhr meldet sich Berry unter Verwendung ihres Mobilfunktelefons
mittels des Kommunikationsdienstes Email, um ihre weitere Teilnahme
an der Kommunikation abzusagen. Sie ist auf einer Dienstreise und
kann deshalb an der geplanten Aktivität nicht teilnehmen.
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Um
10:00 Uhr ruft Peter (Initiator des Anrufes, gekennzeichnet durch
Rechteck) Tom (Ellipse, Empfänger)
an, um zu besprechen, was sie unternehmen könnten. Anett ist nicht empfangsbereit, aber
der Telefon-Server des Sprachdienstes zeichnet das Gespräch auf (Rechteck
beim Voice-Dienst).
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Um
11:00 Uhr schaltet Anett ihr Kommunikationsendgerät ein und
sieht, dass Tom eine Kommunikation eröffnet hat, an der sie nun auch
teilnehmen möchte.
Sie möchte
sich über
den bisherigen Verlauf informieren, und kann sich zu diesem Zweck
durch eine entsprechende Anfrage bei dem Kommunikations-Verwaltungs-Server
die bisherigen Nachrichten anzeigen beziehungsweise vorspielen lassen.
Der Kommunikations-Verwaltungs-Server
ruft hierzu die Nachrichten von dem jeweiligen Dienst-Server ab. Hier ist
Anett aktiv (Rechteck) und die bisher verwendeten Kommunikationsdienste
beziehungsweise deren Dienst-Server stellen die bisherigen Nachrichten der
Kommuni kation zur Verfügung
(Ellipsen beim Sprachtelefon-Dienst, beim Email-Dienst und beim IM-Dienst).
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Nachdem
um 13:30 Uhr alle noch verbliebenen möglichen Teilnehmer verfügbar sind,
initiiert Anett (Rechteck) einen Push-to-Talk-Over-Cellular-Anruf und spricht
mit Tom und Peter (Ellipsen). Dabei zeichnet der PoC-Dienst die
Nachricht in Form des Gesprächs
auf (Rechteck beim PoC-Dienst).
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Um
15:00 Uhr startet Anett (Rechteck) einen Spiel-Dienst mit Tom (Ellipse).
Da Peter nicht zur Verfügung
steht, nimmt er an dem Spiel nicht teil. Der Spiel-Dienst (Rechteck)
protokolliert das Spiel, damit Peter gegebenenfalls später den
Spielverlauf nachvollziehen kann.
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Gegen
18:00 Uhr trifft Anett (Rechteck) beim vereinbarten Treffpunkt ein,
und möchte
wissen, ob sie noch lange warten muss. Sollte dies der Fall sein, so
würde sie
noch einen Kaffee trinken gehen. Unter Verwendung des Location-Dienstes
(Rechteck) stellt sie jedoch fest, dass sowohl Peter als auch Tom
bereits in ihrer Nähe
sind und beschließt
daher, auf die beiden zu warten.