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DE102006004248A1 - Testverfahren für ein eine Benutzerschnittstelle aufweisendes technisches Gerät - Google Patents

Testverfahren für ein eine Benutzerschnittstelle aufweisendes technisches Gerät Download PDF

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DE102006004248A1
DE102006004248A1 DE200610004248 DE102006004248A DE102006004248A1 DE 102006004248 A1 DE102006004248 A1 DE 102006004248A1 DE 200610004248 DE200610004248 DE 200610004248 DE 102006004248 A DE102006004248 A DE 102006004248A DE 102006004248 A1 DE102006004248 A1 DE 102006004248A1
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DE200610004248
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Abstract

Testverfahren für ein eine Benutzerschnittstelle aufweisendes technisches Gerät, insbesondere ein Telekommunikations-Endgerät, einen PDA, ein Navigationsgerät oder ähnliches Gerät oder ein Ton- und/oder Bildempfangs- oder -aufnahme/-wiedergabegerät, wobei die Benutzerschnittstelle mechanische und/oder akustische Eingabemittel sowie optische und/oder akustische und/oder mechanische Ausgabemittel umfasst und das Gerät mit Stimulationsmitteln einer im Wesentlichen selbsttätig arbeitenden Testvorrichtung über die Benutzerschnittstelle stimuliert und die durch die Stimulation ausgelöste Gerätefunktion erfasst wird, wobei eine Standardkonfiguration von mechanischen und/oder akustischen und wahlweise optischen Stimulationsmitteln bereitgestellt wird, in einer Test-Lernphase ein Bedienschritt oder eine Bedienschrittfolge computerbasiert in ein optisches und/oder akustisches Interaktionsmuster transformiert und das gewonnene Interaktionsmuster in Zuordnung zu einem Reaktionsmuster des Gerätes gespeichert wird, in einer nachgeschalteten Test-Aufbauphase eine Anpassung der Standardkonfiguration an das Interaktionsmuster zur Implementierung einer angepassten Stimulationsmuster-Konfiguration der Stimulationsmittel vorgenommen wird und in einer Test-Durchführungsphase die Stimulationsmuster-Konfiguration automatisch gesteuert wird, wobei die Gerätefunktion anhand aktueller Reaktionsmuster synchronisiert mit dem Interaktionsmuster erfasst wird, und die aktuellen Reaktionsmuster ...

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Testverfahren für technische Geräte, insbesondere TK-Endgeräte, PDAs, Navigationsgeräte oder ähnliche Geräte sowie Ton- und/oder Bildempfangs- oder -aufnahme/-wiedergabegeräte gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Sie betrifft des weiteren eine entsprechende Testvorrichtung, die zur Ausführung dieses Verfahrens geeignet ist.
  • Funktions- bzw. Benutzungstests derartiger Geräte wurden in der Vergangenheit weitgehend „manuell" ausgeführt, wobei selbstverständlich bestimmte Standardabläufe vorgeschrieben waren und verschiedenartige mechanische, elektrisch/elektronische oder auch optische Hilfseinrichtungen bei der Testdurchführung sowie zunehmend moderne Registrier- und Speichermittel für die Fixierung der Ergebnisse zum Einsatz kamen.
  • Mit zunehmender Komplexität und Funktionsvielfalt solcher Geräte gestalten sich manuelle Tests des vollständigen Funktionsumfanges und unter im Wesentlichen allen in Betracht zu ziehenden Nutzungsbedingungen derart langwierig und aufwendig, dass aus Zeit- und Kostengründen nach Wegen zu einer effizienteren Gestaltung und zur Schaffung geeigneter teilautomatisierter Testvorrichtungen gesucht wurde, schwerpunktmäßig zunächst in der Telekommunikationstechnik.
  • Aus der DE 196 51 274 C1 sind ein Verfahren und eine Testanordnung zum weitgehend automatisierten Testen eines TK-Systems über ein an dieses angeschlossenes TK-Endgerät bekannt, bei dem eine Benutzerschnittstelle des TK-Endgerätes auf elektrischem Weg über eine mit entsprechenden Signalgebern ausgestattete Testvorrichtung stimuliert und eine Systemreaktion auf die Stimulation erfasst wird.
  • Aus der auf die Anmelderin der vorliegenden Anmeldung zurückgehenden DE 101 32 784 B4 sind ein weiteres Verfahren und eine Testanordnung zum Testen eines TK-Systems, einschließlich angeschlossener TK-Endgeräte bekannt, wobei über mechanische und/oder akustische Eingabemittel und optische und/oder akustische Ausgabemittel der Anwendungsschnittstelle automatisch ein vorgegebenes Testprogramm abgearbeitet wird. Die in dieser Druckschrift vorgeschlagene Testvorrichtung benutzt hierzu insbesondere eine programmgesteuerte Tastatur-Bedieneinheit zur mechanischen Bedienung der Endgerätetastatur und eine Kamera zur Erfassung der Reaktion über die auf einer Anzeigeeinheit des Endgerätes dargebotene Anzeige.
  • Für neuzeitliche Geräteentwicklungen, insbesondere im Bereich der Mobilfunk-Endgeräte und Handheld-PCs sowie handgehaltenen Musik- und Video-Speicher/Abspielgeräte, reichen die Möglichkeiten dieses bekannten Testsystems jedoch nicht aus.
  • Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, das bekannte Testverfahren und die bekannte Testvorrichtung in Richtung auf eine bessere Passfähigkeit für neuzeitliche Gerätekonzepte und eine höhere Effizienz bei der Ausführung umfassender Tests an komplexen Benutzerschnittstellen weiterzuentwickeln. Die zu testenden Geräte (Testobjekte) sollen für die Tests möglichst nicht instrumentiert sein, um die Reaktion der Geräte auf die Bedienschritte nicht zu beeinträchtigen und die Testergebnisse gegenüber normalen Benutzungssituationen nicht zu verfälschen.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Testverfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie eine Testvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 14 bzw. 15 gelöst.
  • Zweckmäßige Fortbildungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand der jeweiligen abhängigen Ansprüche.
  • Die Erfindung schließt in verfahrensseitiger Ausprägung den wesentlichen Gedanken ein, nach Bereitstellung einer Standardkonfiguration von Stimulationsmitteln eine Anpassung der selben zur Implementierung einer spezifischen Stimulationsmuster-Konfiguration vorzunehmen, bevor ein Test begonnen wird. Sie schließt weiter den Gedanken ein, diese Anpassung in einer Test-Lernphase vorzunehmen, in der ein Bedienschritt oder eine Bedienschrittfolge des technischen Gerätes computerbasiert in ein optisches und/oder akustisches Interaktionsmuster transformiert wird, wobei ein zugehöriges Reaktionsmuster des Gerätes registriert wird. Das gewonnene Interaktionsmuster wird, gemäß einem weiteren Gedanken der Erfindung, in Zuordnung zu dem Reaktionsmuster gespeichert und einer nachgeschalteten Test-Aufbauphase mit der erwähnten Gewinnung der spezifischen Stimulationsmuster-Konfiguration zugrunde gelegt.
  • Unter einem Interaktionsmuster wird hier das Abbild eines kombinierten Beobachtungs- und Stimulationsvorganges durch einen menschlichen Benutzer des Gerätes verstanden, welches muster-artig registriert und für die Bestimmung eines Testablaufes bzw. einer Testkonfiguration gespeichert und verarbeitet werden kann.
  • Unter Stimulation wird hierbei die Nachbildung eines (speziell mechanischen oder akustischen) Bedienvorganges oder auch der Aufnahme eines Bildes bzw. einer Bildfolge verstanden, und unter Stimulationsmuster dementsprechend eine konkrete räumlich/zeitliche Ausprägung einer Stimulation. Die Stimulation hat in der Regel eine Reaktion an der Benutzerschnittstelle zur Folge, die an den zur Informationsausgabe dienenden Elementen des Objektes erfassbar ist. Die konkrete räumlich/zeitliche Ausprägung der erfassbaren Ausgaben wird hier als Reaktionsmuster bezeichnet.
  • Mit einer bestimmten Folge von Testschritten zur Anwendung von Stimulationsmustern, der entsprechenden Erfassung der zugehörigen Reaktionsmuster sowie dem Vergleich der aktuellen Reaktionsmuster mit vorgespeicherten Soll-Reaktionsmus tern (eine Reaktionsprognose) wird eine Testfolge spezifiziert. Diese ist in einem Testprogramm als geeignete Kombination von Testschritten zur Stimulation, Reaktionserfassung und Auswertung entsprechend dem Testzweck implementiert.
  • In der Testdurchführung wird die Stimulationsmuster-Konfiguration automatisch gesteuert und synchron hiermit die Gerätefunktion anhand aktueller Reaktionsmuster erfasst. Die Bewertung der Testergebnisse läuft automatisch als Vergleich mit den gespeicherten Reaktionsmustern ab und mündet in einen das Vergleichsergebnis reflektierenden Bewertungs-Datensatz.
  • Eine bevorzugte Verfahrensführung zeichnet sich dadurch aus, dass in der Test-Aufbauphase ein vorbestimmter Erfassungs-Ablauf von Gerätefunktions-Erfassungsmitteln der Testvorrichtung in Abhängigkeit vom Interaktionsmuster steuerungsseitig festgelegt wird. Mit dem vorbestimmten Ablauf ergibt sich typischerweise eine Reaktionsmuster-Folge, die automatisch erfasst und dem erwähnten Vergleich unterzogen wird.
  • Eine weitere bevorzugte Verfahrensführung zeichnet sich dadurch aus, dass das Interaktionsmuster ein Abbild mindestens eines Anzeigezustandes eines optischen Anzeigefeldes des Gerätes, insbesondere eine geordnete Folge von Abbildern des Anzeigefeldes in mindestens mittelbar aufeinander folgenden Bedienzuständen des Gerätes, aufweist. Alternativ hierzu oder in Kombination hiermit kann vorgesehen sein, dass das Interaktionsmuster ein Sprachmuster mindestens eines Sprachsteuerbefehles, insbesondere einer geordneten Folge von zeitlich mindestens unmittelbar aufeinander folgenden Sprachsteuerbefehlen, aufweist.
  • Auf Seiten der Stimulationsmittel ist in einer ersten bevorzugten Ausführung des Verfahrens und der Vorrichtung vorgesehen, dass die Stimulationsmittel eine reguläre Anordnung einzeln ansteuerbarer mechanischer Stößel aufweisen, die zur Betätigung einer Tastatur und/oder eines Touchscreen des Gerätes ausgebildet sind. Wiederum alternativ hierzu oder in Kombination hiermit können als Stimulierungsmittel Sprachausgabemittel einer Sprachsteuereinrichtung eingesetzt werden.
  • Eine für komplexere Geräte mit Menüführung besonders geeignete Verfahrensführung sieht vor, dass in der Test-Lernphase eine jeweils einzeln adressierbare Menge von alternativen und/oder kombinierbaren Interaktionsmustern erzeugt wird, wobei jedem der einzelnen Interaktionsmuster eine spezifische Testkonfiguration zugeordnet wird. In der Test-Durchführungsphase wird dann eine Auswahl unter den vorbestimmten Stimulationsmustern gemäß einem spezifischen Testprogramm vorgenommen. In einer Fortbildung dieser Ausführungsform ist das Testprogramm zum manuellen Navigieren zwischen den Interaktionsmustern und zugeordneten Stimulationsmuster-Konfigurationen ausgebildet. Zweckmäßigerweise wird zudem die Erfassung der Reaktionsmuster selbsttätig beim Navigieren gesteuert.
  • Des weiteren ist in dieser bevorzugten Verfahrensführung vorgesehen, dass das Interaktionsmuster eine geordnete Folge von Abbildern des Anzeigefeldes oder von Sprachsteuerbefehlen entsprechend einem Menübaum des Gerätes umfasst, wobei insbesondere nur dem letzten Glied der Folge ein Schritt der synchronisierten Erfassung der Gerätefunktion zugeordnet ist. Auf der Basis von an sich bekannten Selbstlern-Prozeduren kann hierbei die Test-Lernphase in iterativer Verknüpfung mit der Test-Aufbauphase als selbstlernender Konfigurierungsprozess der Stimulationsmittel ausgestaltet sein.
  • Speziell zum Testen eines Gerätes mit Touchscreen umfasst die Test-Lernphase eine Mustererkennung der bedienungsseitig ansteuerbaren Bildelemente eines optischen Anzeigefeldes des Gerätes in verschiedenen Bedienzuständen.
  • Bei vielen modernen Geräten spielen auch (erwünschte oder unerwünschte) Zeitabstände zwischen Eingabevorgängen und Gerätereaktionen/Ausgaben eine erhebliche Rolle bei der Gerätebewertung. In diesem Sinne ist in einer weiter bevorzugten Verfahrensführung vorgesehen, dass die Erfassung der Gerätefunktion die Erfassung einer Zeitdifferenz zwischen einem Stimulationsschritt und der Erfassung eines zugehörigen Reaktionsmusters umfasst. Die Test-Bewertung schließt dann einen Vergleich mit vorgegebenen (gespeicherten) Zeitdifferenzen ein.
  • Wesentliche Vorrichtungsaspekte der Erfindung ergeben sich für den Fachmann ohne weiteres aus den oben erläuterten Verfahrensaspekten und werden daher hier nicht nochmals angeführt.
  • Hingewiesen wird jedoch darauf, dass in einer bevorzugten Ausführung der Testvorrichtung die Steuereinheit einen Programmspeicher zur Speicherung eines in Abhängigkeit von der Testkonfiguration der Stimulationsmittel bestimmten Testprogramms aufweist. Weiter bevorzugt sind der Steuereinheit manuelle Eingabemittel zur, insbesondere interaktiven, Modifizierung des gespeicherten Steuerprogramms und damit des Testablaufes zugeordnet.
  • Des weiteren ist darauf hinzuweisen, dass eine weiter bevorzugte Ausführung des Gerätes sich auszeichnet durch eine Gerätehalterung zur Positionierung des zu testenden Gerätes in vorbestimmter räumlicher Beziehung zu den Stimulationsmitteln und ggf. Erfassungsmitteln. Die Gerätehalterung ist verstellbar zur Aufnahme von Geräten unterschiedlicher Bauart ausgeführt. Weiter bevorzugt ist die Gerätehalterung zur selbsttätigen Aufnahme, Fixierung und Ablage der zu testenden Geräte zur Testdurchführung unter Steuerung durch die Steuereinheit ausgebildet.
  • Vorteile und Zweckmäßigkeiten der Erfindung ergeben sich im übrigen aus den abhängigen Ansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Figuren. Von diesen zeigen:
  • 1A und 1B skizzenartige Darstellungen (Draufsichten) eines konventionellen Mobilfunk-Endgerätes und des Interface-Teils eines zugehörigen Testautomaten, und
  • 2A und 2B skizzenartige Darstellungen (Draufsichten) eines PDA mit Mobilfunk-Endgerätefunktion und Touchscreen-Eingabe sowie des hieran angepassten Interface-Teils eines Testautomaten.
  • 1A zeigt ein typisches Mobilfunk-Endgerät (Handy) 100 mit einem in der Draufsicht annähernd rechteckigen Gehäuse 101, dessen Vorderseite im Wesentli chen von einem TFT-Punktmatrix-Display 103 und einer Tastatur 105 eingenommen wird. Nahe der Oberkante des Gerätes ist mittig ein Lautsprecher 107 vorgesehen, und seitlich davon befindet sich das Objektiv 109 einer Digitalkamera. An der Unterkante des Gerätes ist mittig ein Mikrofon 111 angeordnet.
  • Die Tastatur 105 umfasst in an sich bekannter Weise eine Gruppe von Ziffern-/Buchstaben-Tasten 113, eine zwischen diesen und dem Display 103 mittig angeordnete Joystick-Taste 115, und seitlich von dieser sind Rufannahme-/Rufbeendigungs-Tasten 117, 119 und Softkeys 121, 123 angeordnet.
  • Korrespondierend zu der Benutzerschnittstelle des Mobilfunk-Endgerätes 100 hat ein daran angepasstes Testautomaten-Interface 200 gemäß 1B eine geeignete räumliche Anordnung von Stimulations- und Erfassungsmitteln auf einer Trägerplatte 201, welche in eine (in den Figuren nicht dargestellte) Gerätehalterung anzuspannen ist. Die Trägerplatte 201 ist mit einem Lochraster 203 zur Fixierung der verschiedenen Stimulations- und Erfassungsmittel ausgestattet, in die Halter 205 eingreifen können.
  • Die in 1B gezeigte, an das Mobilfunk-Endgerät gemäß 1A angepasste Testkonfiguration umfasst eine erste und zweite Tastenstößel-Anordnung 207, 209, die jeweils eine reguläre Anordnung von Tastenstößeln zur Bedienung der verschiedenen Elemente der Tastatur 105 des Handys 100 umfassen. Die einzelnen Tastenstößel 211 bzw. 213 der beiden Anordnungen 207 bzw. 209 sind in ihrer Form, Anordnung und mechanischen Funktionsweise so gestaltet, dass damit verschiedene Ausführungen von Mobilfunk-Endgeräten oder anderen zu testenden Geräten tastaturseitig stimulierbar sind.
  • Unterhalb der unteren Stößel-Anordnung 209 ist ein kleiner Lautsprecher 215 als Mittel zur Sprachausgabe an das Mikrofon 111 des Handys 100 platziert, während im oberen Bereich des Trägers 201 mittig ein Mikrofon 217 zur Erfassung von Sprachausgaben über den Lautsprecher 107 des Handys platziert ist. Seitlich von diesem ist ein Miniatur-Monitor 219 zur wahlweisen Stimulation der Digitalkamera des Handys 100 angeordnet, und eine mittig über dem Display 103 des Handys po sitionierte hochauflösende CCD-Kamera 221 dient zur Erfassung von Anzeigen auf dem Display 103.
  • Zur Tastatur eines zu testenden Gerätes ist allgemein Folgendes anzumerken: Tasten zur Bedienung eines Gerätes sind in dessen Gehäuse an einer konstruktiv bestimmten Lage angeordnet und haben damit unveränderliche geometrische Koordinaten. Die meisten Tasten haben mehrere Funktionen. Diese können entweder fest zugeordnet sein oder z.B. von einer Applikation variabel zugewiesen werden (Softkeys).
  • Beispielsweise können über die Zifferntasten eines Mobilfunk-Endgerätes üblicherweise die Ziffern einer zu wählenden Rufnummer oder durch Mehrfachbedienung auch Buchstaben eingegeben werden. Eine Taste als Softkey ist z.B. zum Annehmen eines ankommenden Telefonats oder nach dem Erstellen einer SMS zum Absenden dieser Nachricht zu verwenden.
  • Zur mechanischen Ansteuerung einer Taste durch den Stößel des angepassten Testautomaten-Interface müssen u.a. deren geometrische Koordinaten, die notwendige Kraft zur Betätigung, die Dauer der Betätigung sowie die Betätigungsart (z.B. Seitentaste, Joystick, Jog-Dial, ...) bekannt sein. Diese Daten werden für einen Gerätetyp in einem Anlernvorgang einmalig ermittelt und in der Datenbasis des Testautomaten als Stimulationsmuster gespeichert.
  • Um einen Testautomaten mit seinen Testprogrammen möglichst universell für alle relevanten Geräte einsetzen zu können, ist es notwendig, die Anweisungen zur Stimulation der Tasten in einem Testprogramm frei von typspezifischen Daten zu halten. Dazu wird z.B. vom Befehl „PRESS_KEY" nicht die Taste direkt, sondern die durch die Tasten bediente Funktion adressiert. Im Anlernvorgang werden die Tastenfunktionen eindeutig und für alle TE-Typen gültig bezeichnet. Die jeweilige Taste mit ihren physikalischen Daten wird der Funktionsbezeichnung zugeordnet. Derselben Taste können mehrere Funktionen zugewiesen werden. Bei der Ausführung eines Testprogramms für einen definierten Gerätetyp werden die der adressierten Tastenfunktion zugeordneten Tastendaten aus der Datenbasis ausgelesen, und die mechanische Ansteuerung wird ausgeführt.
  • Das Mikrofon eines TK-Endgerätes wird über einen externen Lautsprecher (Ziffer 215 in 2B) oder über eine vergleichbare elektrische Ansteuerung stimuliert, um z.B. die erfolgreiche Durchschaltung nach Verbindungsaufbau bzw. die vollständige Trennung nach Verbindungsende zu überprüfen. Bei Verbindungen, die vom Testsystem gesteuert werden, wird in beiden Richtungen über das Mikrofon ein Audiosignal gesendet und am Lautsprecher der Gegenseite der Empfang geprüft.
  • Darüber hinaus dient das Mikrofon auch der Steuerung von Funktionen mittels Sprache. Das können Funktionen des Gerätes selbst oder in der Infrastruktur sein. Mit dem externen Lautsprecher – oder, falls vorhanden, über eine elektrische Ankopplung – können aufgezeichnete Sprachmuster dem Mikrofon zugeführt werden. Die Reaktion wird durch Auswertung der Reaktion an der Anzeige oder am Lautsprecher überprüft.
  • Auf diese Weise lassen sich z.B. Systeme der Infrastruktur mit Interactive Voice Response (IVR) testen. Die im Menübaum des IVR-Systems enthaltenen Sprachblöcke werden als Reaktionsmuster für die Reaktionsprognosen verwendet. Der zu testende Pfad durch den Menübaum wird durch Stimulation mir aufgezeichneten Sprachmustern, mit in Sprache umgewandeltem Text („speech-to-text") oder mit durch Tastenbetätigungen ausgelösten Tonmustern (MFV) durchsteuert.
  • Um die Aufzeichnungsfunktion der Kamera überprüfen zu können, muss ihr ein Standbild bzw. ein Bewegtbild als Stimulationsmuster zugeführt werden. Dies kann z.B. durch Ausrichtung der Kamera auf eine Fotovorlage bzw. auf ein externes Display (wie in 1B gezeigt), auf dem ein Film dargestellt wird, geschehen.
  • Der Inhalt der Anzeige 103 zeigt dem Bediener die Reaktion des Handys 100 bzw. der Infrastruktur auf seine Stimulation bzw. informiert ihn über spontane Ereignis se. Die bildliche oder textuelle Darstellung der Reaktion wird mit der Kamera 221 erfasst und für den Testautomaten mittels Bildverarbeitung verwertbar gemacht.
  • Um Reaktionsprognosen in Testprogrammen zu ermöglichen, werden die für Reaktion bzw. für die Zustände des TE charakteristischen Bildmuster aufgezeichnet. Die Bildmuster werden während des Anlernvorgangs gewonnen, indem die Bedienfolge zum Test einer Funktion zunächst manuell ausgeführt wird. Das Gerät befindet sich dazu in der Gerätehalterung der Testvorrichtung, und die Betätigung der Tasten erfolgt bereits mechanisch. Die für die Testaussage relevanten Bildmuster werden auf diese Weise auf der Anzeige erzeugt, über die externe Kamera erfasst und zusammen mit der Positionsangabe des Bildmusters auf der Anzeige in der Datenbasis abgespeichert.
  • Textueller Inhalt von Anzeigen wird während der Ausführung eines Testprogrammes mittels Opical Character Recognition (OCR) in ASCII-Zeichen umgewandelt. Das OCR-Verfahren benötigt dazu Informationen über den Zeichensatz sowie die Position des zu erkennenden Textes auf der Anzeige. Diese Daten werden in einem Anlernprozess ähnlich dem für Bildmuster gewonnen. Auch normalerweise spontane Ereignisse wie z.B. ein ankommendes Telefonat werden in der Test-Lernphase gezielt erzeugt, um die für diese Fälle erforderlichen Bildmuster gewinnen zu können. Zur Bezeichnung der Bildmuster sowie der Auswertebereiche für Text werden ähnlich wie oben beschrieben allgemeingültige kontextbezogene Namen zugeordnet.
  • Z.B. prüft der Befehl „CHECK_PATTERN ALERT" den Inhalt der Anzeige, ob das Bildmuster mit dem Namen ALERT an der durch sein Positionsangaben definierten Stelle auf der Anzeige sichtbar ist. Bildmuster und Positionsangaben werden bei der Ausführung eines Testprogramms für einen definierten Typ aus der Datenbasis gelesen. Ähnliches gilt für den Befehl „GET_CHARACTER ACCOUNT". Der Name ACCOUNT repräsentiert hier den Auswertebereich und den Zeichensatz für das OCR-Verfahren.
  • Bei Video-Telefonie und Video-Streaming wird die Anzeige zur Darstellung bewegter Bilder verwendet. Um Qualitätsmerkmale der bewegten Bilder prüfen zu können, werden die Bewegtbilder mit der externen Kamera kontinuierlich oder für eine bestimmte Zeitspanne erfasst. Aus dem Vergleich zwischen den erfassten und den gesendeten Videobildern können Qualitätsabweichungen ermittelt werden.
  • Bei Filmübertragungen ist die Synchronität zwischen Bild und Ton ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Zur Prüfung der Synchronität muss mit den Bewegtbildern auch das Audiosignal des Lautsprechers 107 erfasst werden, und die erfassten Daten müssen mit den ursprünglich gesendeten Video- und Audioinformationen verglichen werden. Aufgrund der Art der Anzeige-Adaption (asynchron zur Bildrate) mit einer externen Kamera wird bevorzugt ein präparierter Referenzfilm genutzt, in dem die Folge der einzelnen Bilder z.B. optisch erkennbar nummeriert ist.
  • Über den Lautsprecher 107 des Handys 100 werden sowohl akustische Signale zur Bedienerführung (Signaltöne beim Verbindungsaufbau, wie z.B. Freiton, Besetztton, Rufton; Quittungstöne nach erfolgter Tastenbetätigung; Klingelton bei ankommender Verbindung) als auch Nutzinformationen (Sprache, Musik) ausgegeben. Die akustischen Signale werden mit den Mikrofon 217 – oder, falls vorhanden, über eine elektrische Ankopplung – erfasst. Die akustischen Signale werden mit während der Test-Lernphase gewonnenen Reaktionsmustern (Tonmuster, Sprachmuster, ...) verglichen, um das Testergebnis ermitteln zu können. Im Falle von Tonmustern kann der Vergleich auch auf der Basis einer Beschreibung der Tonmuster (Frequenz, Folge, Puls-/Pauseverhältnis, ...) erfolgen. Bei Video-Telefonie und Video-Streaming muss das Audiosignal der Bewertung der Synchronität von Bild und Ton zugeführt werden.
  • Neben optischer und akustischer Kommunikation mit dem Bediener kann ein zu testendes Gerät weitere Möglichkeiten bieten. Ein Beispiel hierfür ist der Vibrationsalarm eines Handys bei ankommender Verbindung. Mittels eines Testschritts zur Erfassung kann auch diesbezüglich der Zustand (vibrieren/in Ruhe) festgestellt werden.
  • In 1B nicht dargestellt ist der elektronische Steuerungs- und Auswertungsteil des Testautomaten, der einen Programmspeicher für das Testprogramm und die daraufhin konkret auszuführenden Stimulationsschritte sowie Speicher für vorgegebene sowie die aktuell erfassten Reaktionsmuster und eine Auswertungsstufe mit Vergleicherfunktion zu deren Vergleich aufweist. Es versteht sich, dass eine zeitgemäße Ausführung der Steuerungs-/Auswertungsabschnitte des Testautomaten als PC, Notebook oder Workstation mit geeigneter Speicherausrüstung und Softwarekonfiguration vorliegen wird. Hierzu zählen insbesondere auch Bild- und/oder Sprachspeichereinheiten zur Speicherung von in einer Test-Lernphase gewonnenen optischen und/oder akustischen Bedienmustern und mit den entsprechenden Speichereinheiten zusammenwirkende Software zur Bild- und/oder Sprachverarbeitung.
  • Es versteht sich auch, dass eine adäquate Steuereinheit etwa für die in 1 gezeigte Tastenstößel-Konfiguration, die zur Stimulation des Handys in 1A geeignet positionierten Tastenstößel auswählt und gemäß dem Testprogramm ansteuert etc.. Entsprechende Ausgestaltungen des Testautomaten liegen im Rahmen des Könnens des Durchschnittsfachmanns und sind im übrigen für verschiedene Gerätstypen so spezifisch, dass auf weitergehende Hinweise an dieser Stelle verzichtet werden soll.
  • 2A und 2B zeigen einen PDA mit Mobilfunk-Funktionalität 100' bzw. ein an dessen Benutzerschnittstelle angepasstes Interface 200' eines Testautomaten in einer an die 1A und 1B angelehnten Darstellung und unter Benutzung der selben Bezugsziffern für gleiche bzw. gleichwirkende Teile. Zu diesen Teilen wird auf die Beschreibung weiter oben hingewiesen.
  • Der im Hinblick auf die Erläuterung der Erfindung wesentlichste Unterschied des PDA 100' gegenüber dem reinen Mobilfunk-Gerät 100 nach 1A liegt im Vorhandensein eines Touchscreen 102 anstelle der reinen Anzeigeeinheit und im hiermit in Zusammenhang stehenden Fortfall der Ziffern-/Buchstabentasten 113, aus dem sich eine wesentliche reduzierte Tastatur 105' ergibt. Diese unterscheidet sich auch hinsichtlich der verbleibenden Tasten 115 bis 123 von der Ausführung nach 1A durch deren geometrisch veränderte Anordnung.
  • Das modifizierte Testautomaten-Interface 200' gemäß 2B unterscheidet sich von der oben beschriebenen ersten Ausführung grundsätzlich durch das Vorsehen eines einzelnen Tastenstößels 211, welcher mit einer Halterung 207 auf einer y-Schiene 208 und zusammen mit dieser auf einer x-Schiene 209 in xy-Richtung verfahr- und mittels einer geeigneten Positionssteuereinheit präzise positionierbar ist. Mit dieser Anordnung werden aufgrund eines geeigneten Positionssteuerprogramms (als Teil des Testprogramms) sequenziell vorbestimmte Positionen auf dem Touchscreen des Gerätes 100' angefahren, und der Stößel wird dann auf die entsprechende Stelle des Touchscreen gedrückt. Diese Ein-Stößel-Testkonfiguration ermöglicht alle für einen Benutzer unter Benutzung eines Eingabestiftes möglichen Berührungen von Anzeigefeldern des Touchscreen.
  • Es ist hier darauf hinzuweisen, dass eine Modifikation dieser Anordnung im Vorsehen zweier einzeln in der xy-Ebene verfahrbarer Stößel bestehen kann, um beidhändig zu bedienende Geräte (etwa Computertastaturen, Spielekonsolen o.ä.) realitätsnah stimulieren und somit testen zu können. Auch eine Kombination einer Ein-Stößel-Konfiguration mit einer ergänzenden Matrixanordnung aus mehreren Stößeln (wie in 1B gezeigt und weiter oben beschrieben) liegt im Rahmen der Erfindung. Grundsätzlich ist zur Positionierung des oder eines Stößels auch ein mehrachsiger Knickarmroboter einsetzbar.
  • Bei der Anordnung nach 2B ist des weiteren ein Vibrations-Sensor 213 zur Abfühlung von Vibrationen des Gerätes vorgesehen, wie sie bei Auslösung eines Vibrationsalarmes (lautloser Rufsignalisierung) auftreten.
  • Ein Touchscreen vereinigt die Funktionen einer Anzeige mit denen einer Tastatur. Auf dem Anzeigefeld werden Bereiche ausgewiesen, die bei Berührung eine bestimmte Aktion auslösen. Die Eigenschaften solcher Bereiche (auszulösende Aktion(en)/Funktion(en), Art, Größe, Position, Farbe, Bildmuster, ...) werden von der zu bedienenden Applikation bzw. Betriebsystem meist über deren Programmcode bestimmt. Insbesondere die Position eines Bereiches kann variieren. Z.B. hängt die Position eines Eintrags in einem alphabetisch geordneten Inhaltsverzeichnis von der Anzahl der Einträge ab und kann dynamisch geändert werden. Weiterhin können Einträge kontextabhängig ein- oder ausgeblendet werden. Im Gegensatz zu einer Tastatur gibt es beim Touchscreen damit keine unabhängig von einer Applikation anlernbaren Tastenkoordinaten.
  • Um die erforderlichen Daten für den automatischen Test des Gerätes 100' mit Touchscreen 102 erfassen zu können, müssen die Aktivitäten der Test-Lernphase und der Test-Aufbauphase teilweise kombiniert ausgeführt werden. Der Bedienvorgang für eine zu testende Funktion muss schrittweise manuell ausgeführt werden. Es sind sowohl die Folge der mechanischen Stimulationen als auch die Bezeichnung jeder bedienten Funktion zu erfassen bzw. zuzuordnen. Da, wie oben beschrieben, die Position eines Bedienbereichs variabel sein kann, werden seine geometrischen Koordinaten nicht direkt gespeichert. Es wird statt dessen während des Bedienvorgangs ein Bildmuster festgelegt und gespeichert, das den Bereich und damit die Funktion identifiziert.
  • Bei der Testdurchführung können die geometrischen Koordinaten für die mechanische Stimulation mit Hilfe eines Bildmustervergleichs ermittelt werden. Ggf. muss der Bildmustervergleich mehrfach durchgeführt werden, wenn nicht alle Informationen auf dem Display dargestellt werden können und ein Zeilen- oder Bildwechsel durchgeführt werden muss (scrolling).
  • Die Ausführung der Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele sowie hervorgehobenen Aspekte beschränkt, sondern ebenso in einer Vielzahl von Abwandlungen möglich, die im Rahmen fachgemäßen Handelns liegen. Insbesondere sollen beliebige Kombinationen der Merkmale der abhängigen Ansprüche als dem Schutzbereich der Erfindung zugehörig betrachtet werden.
  • Eine für spezielle Anwendungen geeignete Ausführung des vorgeschlagenen Testverfahrens und der Testvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass Interaktionsmuster an einem ersten zu testenden Gerät gewonnen und daraus erzeugte Stimulationsmuster an diesem Gerät angewandt werden, während die Reaktionen eines zweiten Gerätes erfasst werden, welches mit dem ersten Gerät in einer Signalver bindung steht. Bei dieser Signalverbindung kann es sich um eine Mobilfunk-, WLAN- oder andere drahtlose oder auch eine drahtgebundene Kommunikationsverbindung handeln, und die erwähnte Testausführung ist geeignet, Einflüsse dieser Kommunikationsverbindung auf die Gerätefunktion (mit) zu erfassen. Lediglich als ein Beispiel wird darauf verwiesen, dass an einem ersten Gerät eine (über ein Display dargebotene) Videosequenz mit der eingebauten Kamera erfasst und diese Videosequenz am anderen Gerät angezeigt und die Qualität der Anzeige erfasst und bewertet wird.

Claims (23)

  1. Testverfahren für ein eine Benutzerschnittstelle aufweisendes technisches Gerät, insbesondere ein Telekommunikations-Endgerät, einen PDA, ein Navigationsgerät oder ähnliches Gerät oder ein Ton- und/oder Bildempfangs- oder -aufnahme/-wiedergabegerät, wobei die Benutzerschnittstelle mechanische und/oder akustische Eingabemittel sowie optische und/oder akustische und/oder mechanische Ausgabemittel umfasst und das Gerät mit Stimulationsmitteln einer im wesentlichen selbsttätig arbeitenden Testvorrichtung über die Benutzerschnittstelle stimuliert und die durch die Stimulation ausgelöste Gerätefunktion erfasst wird, dadurch gekennzeichnet, dass – eine Standardkonfiguration von mechanischen und/oder akustischen und wahlweise optischen Stimulationsmitteln bereitgestellt wird, – in einer Test-Lernphase ein Bedienschritt oder eine Bedienschrittfolge computerbasiert in ein optisches und/oder akustisches Interaktionsmuster transformiert und das gewonnene Interaktionsmuster in Zuordnung zu einem Reaktionsmuster des Gerätes gespeichert wird, – in einer nachgeschalteten Test-Aufbauphase eine Anpassung der Standardkonfiguration an das Interaktionsmuster zur Implementierung einer angepassten Stimulationsmuster-Konfiguration der Stimulationsmittel vorgenommen wird und – in einer Test-Durchführungsphase die Stimulationsmuster-Konfiguration automatisch gesteuert wird, wobei die Gerätefunktion anhand aktueller Reaktionsmuster synchronisiert mit dem Interaktionsmuster erfasst wird, und – die aktuellen Reaktionsmuster automatisch mit den gespeicherten Reaktionsmustern verglichen werden und im Ansprechen auf das Vergleichsergebnis ein Bewertungs-Datensatz ausgegeben wird.
  2. Testverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Test-Aufbauphase ein vorbestimmter Erfassungs-Ablauf von Gerätefunktions-Erfassungsmitteln der Testvorrichtung in Abhängigkeit vom Interaktionsmuster steuerungsseitig festgelegt wird.
  3. Testverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Interaktionsmuster ein Abbild mindestens eines Anzeigezustandes eines optischen Anzeigefeldes des Gerätes, insbesondere eine geordnete Folge von Abbildern des Anzeigefeldes in mindestens mittelbar aufeinanderfolgenden Bedienzuständen des Gerätes aufweist.
  4. Testverfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Interaktionsmuster ein Sprachmuster mindestens eines Sprachsteuerbefehles, insbesondere einer geordneten Folge von zeitlich mindestens unmittelbar aufeinanderfolgenden Sprachsteuerbefehlen, aufweist.
  5. Testverfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stimulationsmittel einen gesteuert positionierbaren Stößel oder eine reguläre Anordnung einzeln ansteuerbarer mechanischer Stößel aufweisen, die zur Betätigung einer Tastatur und/oder eines Touchscreen des Gerätes ausgebildet sind.
  6. Testverfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Stimulierungsmittel Sprachausgabemittel einer Sprachsteuereinrichtung und/oder eine optische Anzeigeeinrichtung eingesetzt werden.
  7. Testverfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Test-Lernphase eine jeweils einzeln adressierbare Menge von alternativen und/oder kombinierbaren Interaktionsmustern erzeugt wird, wobei jedem der einzelnen Interaktionsmuster eine spezifische Testkonfiguration zugeordnet wird, und in der Test-Durchführungsphase eine Auswahl unter den vorbestimmten Stimulationsmustern gemäß einem spezifischen Testprogramm vorgenommen wird.
  8. Testverfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Testprogramm zum manuellen Navigieren zwischen den Interaktionsmustern und zugeordneten Stimulationsmuster-Konfigurationen ausgebildet ist.
  9. Testverfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassung der Reaktionsmuster selbsttätig beim Navigieren gesteuert wird.
  10. Testverfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Interaktionsmuster eine geordnete Folge von Abbildern des Anzeigefeldes oder von Sprachsteuerbefehlen entsprechend einem Menübaum des Gerätes umfasst, wobei insbesondere nur dem letzten Glied der Folge ein Schritt der synchronisierten Erfassung der Gerätefunktion zugeordnet ist.
  11. Testverfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Test-Lernphase in iterativer Verknüpfung mit der Test-Aufbauphase als selbstlernender Konfigurierungsprozess der Stimulationsmittel ausgestaltet ist.
  12. Testverfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zum Testen eines Gerätes mit Touchscreen die Test-Lernphase eine Mustererkennung der bedienungsseitig ansteuerbaren Bildelemente eines optischen Anzeigefeldes des Gerätes in verschiedenen Bedienzuständen umfasst.
  13. Testverfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassung der Gerätefunktion die Erfassung einer Zeitdifferenz zwischen einem Stimulationsschritt und der Erfassung eines zugehörigen Reaktionsmusters umfasst.
  14. Testvorrichtung für ein eine Benutzerschnittstelle aufweisendes technisches Gerät, insbesondere ein Telekommunikations-Endgerät, einen PDA, ein Navigationsgerät, eine Digitalkamera oder ähnliches handgehaltenes Gerät oder ein Ton- und/oder Bildempfangs- oder -aufnahme/-wiedergabegerät, wobei die Benutzerschnittstelle mechanische und/oder akustische Eingabemittel sowie optische und/oder akustische und/oder mechanische Ausgabemittel umfasst, insbesondere zur Durchführung des Testverfahrens nach einem der vorangehenden Ansprüche, mit – einer Digitalkamera zur Aufnahme eines optischen Anzeigefeldes des Gerätes, – einer der Kamera nachgeschalteten Bildverarbeitungseinheit, – einer Speichereinheit zur Speicherung des mit der Kamera erhaltenen und optional in der Bildverarbeitungseinheit verarbeiteten Bildes als Interaktionsmuster, – einer Standardkonfiguration von mechanischen Stimulationsmitteln zur Stimulierung der Benutzerschnittstelle des Gerätes, – einer Verarbeitungseinheit zur Gewinnung einer an das Interaktionsmuster angepassten Stimulationsmuster-Konfiguration der Stimulationsmittel, – Erfassungsmitteln zur Erfassung eines Reaktionsmusters auf ein jeweiliges Stimulationsmuster, – einer Steuereinheit zur Durchführung eines Tests mit der Stimulationsmuster-Konfiguration der Stimulationsmittel und zur Steuerung der synchronen Erfassung der Reaktionsmuster.
  15. Testvorrichtung für ein eine Benutzerschnittstelle aufweisendes technisches Gerät, insbesondere ein Telekommunikations-Endgerät, einen PDA, ein Navigationsgerät, eine Digitalkamera oder ähnliches handgehaltenes Gerät oder ein Ton- und/oder Bildempfangs- oder -aufnahme/-wiedergabegerät, wobei die Benutzerschnittstelle mechanische und/oder akustische Eingabemittel sowie optische und/oder akustische und/oder mechanische Ausgabemittel umfasst, insbesondere zur Durchführung des Testverfahrens nach einem der vorangehenden Ansprüche, mit: – Spracheingabemitteln zur Eingabe von Sprachsteuerbefehlen oder anderen akustischen Eingaben als Interaktionsmuster, – einer Speichereinheit zur Speicherung der akustischen Interaktionsmuster, – einer Standardkonfiguration von mechanischen und/oder akustischen Stimulationsmitteln zur Stimulierung der Benutzerschnittstelle des Gerätes, – einer Verarbeitungseinheit zur Gewinnung einer an das Interaktionsmuster angepassten Testkonfiguration der Stimulationsmittel, – Erfassungsmitteln zur Erfassung eines Reaktionsmusters auf ein jeweiliges Stimulationsmuster, – einer Steuereinheit zur Durchführung eines Tests mit der Stimulationsmuster-Konfiguration der Stimulationsmittel und zur Steuerung der synchronen Erfassung der Reaktionsmuster.
  16. Testvorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Stimulationsmittel einen gesteuert positionierbaren Stößel oder eine re guläre Stößel-Anordnung zur mechanischen Stimulierung einer Bedientastatur oder eines Touchscreen des Gerätes aufweisen.
  17. Testvorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Stimulationsmittel eine Sprachsteuer- und Sprachausgabeeinheit zur Ausgabe von Sprachsteuerbefehlen oder als Steuersignale vorgesehenen akustischen Signalen an das Gerät aufweisen.
  18. Testvorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass optische Stimulationsmittel, insbesondere eine Anzeigeeinheit, zur Stimulation einer optischen Benutzerschnittstelle des zu testenden Gerätes, insbesondere einer Digital- oder Videokamera, vorgesehen sind und die Erfassungsmittel, Verarbeitungseinheit und Steuereinheit der Testvorrichtung zur Durchführung eines Tests unter Benutzung der optischen Stimulationsmittel als Teil der Testkonfiguration ausgebildet sind.
  19. Testvorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit einen Programmspeicher zur Speicherung eines in Abhängigkeit von der Testkonfiguration der Stimulationsmittel bestimmten Testprogramms aufweist.
  20. Testvorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuereinheit manuelle Eingabemittel zur, insbesondere interaktiven, Modifizierung des gespeicherten Steuerprogramms und damit des Testablaufes zugeordnet sind.
  21. Testvorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 20, gekennzeichnet durch eine Gerätehalterung zur Positionierung des zu testenden Gerätes in vorbestimmter räumlicher Beziehung zu den Stimulationsmitteln und ggf. den Erfassungsmitteln.
  22. Testvorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Gerätehalterung verstellbar zur Aufnahme von Geräten unterschiedlicher Bauart ausgeführt ist.
  23. Testvorrichtung nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Gerätehalterung zur selbsttätigen Aufnahme, Fixierung und Ablage der zu testenden Geräte zur Testdurchführung unter Steuerung durch die Steuereinheit ausgebildet ist.
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CN115036048A (zh) * 2022-04-01 2022-09-09 岭澳核电有限公司 核电站主控室手操站的自动检测装置及方法

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