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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung von Prozessen mittels einer Sprachbefehlseingabe auf einer Datenbrille mit den Verfahrensschritten Erfassen einer Sprachbefehlseingabe, Zuordnen der erfassten Sprachbefehlseingabe zu einem Prozessschritt und Starten des der Sprachbefehlseingabe zugeordneten Prozessschrittes, wobei das Verfahren zumindest teilweise auf der Datenbrille ausgeführt wird, wobei ausschließlich Hardware-Ressourcen der Datenbrille zum Empfang einer Sprachbefehlseingabe genutzt werden, wobei die Datenbrille eine Anzeigeeinrichtung aufweist, und wobei nach dem Erfassen der Sprachbefehlseingabe eine Sprachbefehlseingabemöglichkeit auf der Anzeigeeinrichtung der Datenbrille angezeigt wird.
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Stand der Technik
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Elektronische Geräte, die Spracheingabe verstehen und umsetzen, sind bekannt. Derartige Geräte sind z.B. Navigationsgeräte, Smartphones, Smartwatches, Head-Mounted-Devices (HMD) und Augmented-Reality-Systeme (AR). Derartige Systeme werden z.B. im industriellen Bereich (insbesondere Industrie 4.0) der Predictive Maintenance (vorausschauende Wartung) eingesetzt werden, in dem Nutzer Prozesse, wie z.B.: Prüfpläne, Qualitätsprüfungen in Form von Soll-Ist-Vergleichen oder in Form von Schritt für Schritt Anleitungen abarbeiten sowie die Ergebnisse dokumentieren und analysieren.
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Die genannten Geräte weisen verschiedene Applikationen (Apps) auf und/oder haben über eine meistens drahtlose Verbindung Zugriff auf Apps, deren Funktionen basierend auf der Spracheingabe ausgewählt werden können.
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Bei Einsatz derartiger Systeme in rauhen Umgebungen mit z.B. hoher Lautstärke und ungünstigen Lichtverhältnissen besteht die Gefahr, dass ein Nutzer eine falsche Spracheingabe tätigt und so u.U. einen Prozessschritt auslöst, der so von ihm nicht intendiert war.
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Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Steuerung von Prozessen mittels einer Sprachbefehlseingabe bereitzustellen, mit dem ein Nutzer sicher und zuverlässig einen Prozess steuern kann.
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Es ist ebenfalls Aufgabe der Erfindung, ein Computerprogramm zur Ausführung eines Verfahrens zur Steuerung von Prozessen mittels einer Sprachbefehlseingabe bereitzustellen, mit dem ein Nutzer sicher und zuverlässig einen Prozess steuern kann.
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Es ist ebenfalls Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Ausführung eines Verfahrens zur Steuerung von Prozessen mittels einer Sprachbefehlseingabe bereitzustellen, mit dem ein Nutzer sicher und zuverlässig einen Prozess steuern kann.
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Die Aufgabe wird mittels des Verfahrens zur Steuerung von Prozessen mittels einer Sprachbefehlseingabe auf einer Datenbrille gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen dargelegt.
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Das erfindungsgemäße Verfahren zur Steuerung von Prozessen mittels einer Sprachbefehlseingabe auf einer Datenbrille weist drei Verfahrensschritte auf: Im ersten Verfahrensschritt wird eine Sprachbefehlseingabe erfasst. Der Nutzer gibt einen Sprachbefehl, der erfasst wird. Das Erfassen einer Sprachbefehlseingabe beinhaltet im Rahmen dieser Schrift das Empfangen und das Erkennen der Sprachbefehlseingabe des Nutzers. Im zweiten Verfahrensschritt wird die erfasste Sprachbefehlseingabe einem Prozessschritt zugeordnet. Der Prozessschritt kann z.B. der derzeitige Schritt des Entscheidungsbaums sein. Im dritten Verfahrensschritt wird der der Sprachbefehlseingabe zugeordnete Prozess gestartet. Der Prozess kann z.B. der nächste Prozessschritt des Entscheidungsbaums sein. Im dritten Verfahrensschritt wird der der Sprachbefehlseingabe zugeordnete Prozess gestartet. Der Prozess kann z.B. der nächste Prozessschritt in einem Entscheidungsbaum sein. Erfindungsgemäß erfolgt nach dem Erfassen der Sprachbefehlseingabe des Nutzers eine Anzeige einer Sprachbefehlseingabemöglichkeit auf der Anzeigeeinrichtung der Datenbrille. Mittels Spracheingabe der Sprachbefehlseingabemöglichkeit kann der Nutzer z.B. die Sprachbefehlseingabe bestätigen bzw. widerrufen.
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Ein Prozess ist im Rahmen dieser Schrift ein Ablauf von Prozessschritten, mit denen zumindest teilweise ein Computerprogramm gesteuert wird. Die Prozessschritte können, müssen aber nicht aufeinander aufbauen. Im zweiten Verfahrensschritt wird die erfasste Sprachbefehlseingabe einem Prozessschritt zugeordnet. Der Prozessschritt kann z.B. der derzeitige Schritt eines Entscheidungsbaums sein.
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Das erfindungsgemäße Verfahren wird zumindest teilweise auf einer Datenbrille ausgeführt. Limitierende Faktoren sind dabei hauptsächlich der an der Datenbrille selbst angeordnete zur Verfügung stehende Speicherplatz sowie Rechenleistung zur Ausführung eines geeigneten Computerprogramms sowie die auf die Spracheingabe begrenzten Steuerungs- und/oder Eingabemöglichkeiten. Die Datenbrille ist während des Verfahrens mit einem Computer verbunden, der die geeignete und ausreichende Hardware-Ausstattung aufweist. Angestrebt ist eine vollständige Ausführung des Verfahrens auf der Datenbrille, um den Aufwand an geeigneter Hardware so gering wie möglich zu halten. Insbesondere wird die Hardware der Datenbrille zum Empfang einer Sprachbefehlseingabe eines Nutzers verwendet, die Datenbrille weist dazu eine akustische Aufnahmeeinrichtung (Mikrofon) auf. Weitere Hardware kann über die Kopplung über geeignete Kommunikationsschnittstellen mit der Datenbrille verbunden sein. Die weitere Hardware wird dann als zur Datenbrille gehörig gezählt, wenn ein entsprechendes der Hardware zugeordnetes Treiberprogramm auf der Datenbrille ausgeführt wird.
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In einer weiteren Gestaltung der Erfindung erfolgt parallel zur Anzeige der Sprachbefehlseingabemöglichkeit eine akustische Ausgabe über einen Lautsprecher der Datenbrille. Die visuelle Anzeigeeinrichtung ist üblicherweise ein kleiner Bildschirm, der an einer Datenbrille angeordnet und damit direkt im Sichtfeld des Nutzers ist. Die akustische Ausgabeeinrichtung ist an einer Datenbrille angeordnet und z.B. ein In-Ear-Kopfhörer, damit der Nutzer die Spracheingabemöglichkeit auch in geräuschintensiven Umgebungen gut hören kann.
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In einer weiteren Ausführung der Erfindung beinhaltet die akustische Ausgabe den Sprachbefehl der erfassten Sprachbefehlseingabe. Der Nutzer erhält durch den Chatbot/das Dialogsystem eine akustische Rückmeldung, ob der von ihm gegebene Sprachbefehl tatsächlich dem von ihm intendierten Sprachbefehl entspricht.
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In einer Weiterbildung der Erfindung beinhaltet die akustische Ausgabe die Sprachbefehlseingabemöglichkeit. Der Nutzer erhält durch den Chatbot/das Dialogsystem eine akustische Meldung zusätzlich zur Anzeige auf dem Bildschirm, welche Sprachbefehlseingabemöglichkeit ihm zur Verfügung steht, welche Spracheingabe er also tätigen kann. Diese redundante Vorgehensweise erhöht die Sicherheit des erfindungsgemäßen Verfahrens.
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In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung erfolgt die akustische Ausgabe über einen Chatbot. Der Chatbot ist ein textbasiertes Dialogsystem, mit dem ein Nutzer den Prozess steuert. Der Chatbot reagiert auf bestimmte, als Spracheingabemöglichkeiten akustisch und/oder visuell auf der Datenbrille dargestellte Spracheingaben.
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In einer weiteren Ausbildung der Erfindung umfasst die auf der Anzeigeeinrichtung der Datenbrille angezeigte Sprachbefehlseingabemöglichkeit eine Sprachbefehlseingabebestätigung der erfassten Sprachbefehlseingabe. Der Sprachbefehlseingabemöglichkeit der Sprachbefehlseingabebestätigung ist dabei ein Prozess zugeordnet, bei der die Spracheingabe der Sprachbefehlseingabebestätigung ausgeführt wird.
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In einer weiteren Gestaltung der Erfindung ist die Sprachbefehlseingabebestätigung eine Wiederholung der erfassten Sprachbefehlseingabe und/oder eine andere Sprachbefehlseingabe. Die Wiederholung ist eine einfache, aber zuverlässige Methode, dem Nutzer anzuzeigen, dass der von ihm gegebene Spracheingabebefehl korrekt erfasst wurde. Der Nutzer kann daher schnell erkennen, ob der erfasste Spracheingabebefehl dem von ihm intendierten Spracheingabebefehl entspricht. Alternativ kann die Sprachbefehlseingabebestätigung auch frei konfigurierbar gestaltet sein. Die Sprachbefehlseingabebestätigung kann z.B. „Ok“, „Ja“, „Verstanden“ oder derart ähnlich ausgeführt sein, dass ein Nutzer die Sprachbefehlseingabebestätigung sofort und sicher als solche erkennt. Die Sprachbefehlseingabebestätigung kann auch z.B. durch ein Icon oder ein Emoji auf der Anzeigeeinrichtung der Datenbrille erfolgen. Alternativ oder zusätzlich kann eine Bestätigung akustisch auf der Audioausgabe der Datenbrille erfolgen, z.B. durch Ausgabe eines geeigneten Tones oder einer Melodie.
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In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung erfolgt die Sprachbefehlseingabebestätigung der Sprachbefehlseingabe durch das Verstreichen einer Latenzzeit. Nach Eingabe eines Sprachbefehls durch einen Nutzer verstreicht ein Zeitraum, innerhalb dem der Nutzer den von ihm eingegebenen Sprachbefehl annullieren oder ändern kann. Wird der Sprachbefehl nicht durch den Nutzer annulliert oder geändert, wird der dem Sprachbefehl zugeordnete Prozessschritt ausgeführt. Verstreicht umgekehrt die Latenzzeit ohne Annullierung oder Änderung des von einem Nutzer eingegebenen Sprachbefehls, gilt der vom Nutzer eingegebene Sprachbefehl als bestätigt, der dem Sprachbefehl zugeordnete Prozessschritt wird ausgeführt.
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In einer weiteren Ausführung der Erfindung umfasst die auf der Anzeigeeinrichtung der Datenbrille angezeigte Sprachbefehlseingabemöglichkeit einen Sprachbefehlseingabewiderruf der erfassten Sprachbefehlseingabe. Dem Sprachbefehlseingabewiderruf ist dabei ein Prozess zugeordnet, der bei Spracheingabe des Sprachbefehlseingabewiderrufs ausgeführt wird. Wenn der erfasste Spracheingabebefehl nicht dem vom Nutzer intendierten Spracheingabebefehl entspricht, oder der Nutzer einen anderen Spracheingabebefehl geben möchte, kann der Nutzer den erfassten Spracheingabebefehl widerrufen. Der Sprachbefehlseingabewiderruf startet den Sprachbefehlseingabewiderrufsprozess eines Softwareprogramms zum Widerruf der Sprachbefehlseingabe des Nutzers. Der Sprachbefehlseingabewiderrufsprozess kann z.B. durch Spracheingabe des Nutzers erfolgen, oder durch Verstreichen einer Latenzzeit.
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In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung stoppt und/oder verhindert die Spracheingabe des Sprachbefehlseingabewiderrufs die Ausführung des der erfassten Sprachbefehlseingabe zugeordneten Prozessschrittes. Der Nutzer widerruft also aktiv die erfasste Sprachbefehlseingabe explizit mittels eines Sprachbefehls.
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In einer weiteren Ausbildung der Erfindung erfolgt die Ausführung des dem Sprachbefehlseingabewiderruf zugeordneten Prozesses durch das Verstreichen einer Latenzzeit. Nach Eingabe eines Sprachbefehls durch einen Nutzer verstreicht ein Zeitraum, innerhalb dem der Nutzer den von ihm eingegebenen Sprachbefehl bestätigen kann. Wird der Sprachbefehl nicht durch den Nutzer bestätigt, wird der dem Sprachbefehl zugeordnete Prozessschritt widerrufen.
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In einer weiteren Gestaltung der Erfindung umfasst der Widerruf der Sprachbefehlseingabe das Erfassen einer Widerrufsbefehlseingabe. Der Nutzer widerruft also aktiv die erfasste Sprachbefehlseingabe explizit mittels einer Widerrufsbefehlseingabe, üblicherweise mittels eines Sprachbefehls, z.B. „Abbruch“, „Cancel“ o.ä.
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Die Aufgabe wird weiterhin durch das Softwareprogramm gemäß Anspruch 13 zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens gelöst.
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Das erfindungsgemäße Softwareprogramm ist geeignet, das Verfahren zur Steuerung von Prozessen mittels einer Sprachbefehlseingabe durchzuführen. Das Softwareprogramm nutzt die Hardware der Datenbrille zur Eingabe von Sprachbefehlen und Ausgabe von Bestätigung bzw. Widerruf der eingegebenen Sprachbefehle.
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Die Aufgabe wird außerdem durch die Datenbrille gemäß Anspruch 15 gelöst.
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Die erfindungsgemäße Datenbrille zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens weist eine Anzeigeeinrichtung zur Darstellung von Spracheingabemöglichkeiten auf. Die Anzeigeeinrichtung ist permanent im Sichtfeld des Nutzers angeordnet, z.B. mittels eines AR-Systems.
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Weiterhin weist das System ein Mikrophon zum Erfassen von gesprochenen Spracheingabemöglichkeiten auf. Das Mikrofon kann permanent im Sprachfeld des Nutzers angeordnet sein, z.B. mittels eines AR-Systems.
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Außerdem weist das System eine Computereinheit zur Ausführung eines Softwareprogramms zur Durchführung des Verfahrens zur Steuerung von Prozessen mittels einer Sprachbefehlseingabe auf. Die Computereinheit kann ein Wearable wie Smartphone, Smartwatch sein oder innerhalb eines AR-Systems angeordnet sein. Möglich ist aber auch eine stationäre Computereinheit, mit der ein Wearable mittels Kabelverbindung oder kabelloser Verbindung verbunden ist.
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In einer Weiterbildung der Erfindung verfügt die Datenbrille ausschließlich über ein Mikrofon zur Befehlseingabe durch einen Nutzer. Das Mikrofon ist derart an der Datenbrille angeordnet, dass ein Nutzer komfortabel und sicher einen Spracheingabebefehl geben kann.
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Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Systems und des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Steuerung von Prozessen mittels einer Sprachbefehlseingabe sind in den Zeichnungen schematisch vereinfacht dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
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Es zeigen:
- 1: Eine Ansicht der erfindungsgemäßen Datenbrille
- 2: Bestätigung des Spracheingabebefehls durch visuelle Anzeige
- 3: Bestätigung des Spracheingabebefehls durch Wiederholung der Spracheingabe durch visuelle und akustische Anzeige
- 4: Widerruf des Spracheingabebefehls durch visuelle Anzeige
- 5: Bestätigung bzw. Widerruf des Spracheingabebefehls durch Verstreichen einer Latenzzeit
- 6: Ein Ablaufdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens
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1 zeigt eine Ansicht eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Systems zur Durchführung des Verfahrens 400 zur Steuerung von Prozessen. Das System weist eine Datenbrille 100 auf, mittels dem Spracheingabemöglichkeiten in das Sichtfeld eines Nutzers eingeblendet werden. Die Datenbrille 100 wird in diesem Ausführungsbeispiel wie eine herkömmliche Brille vom Nutzer getragen und verfügt über eine entsprechend gestaltete Fassung 170 mit Bügel 180 und Brillengläsern 190. Die Datenbrille 100 weist die Projektionsvorrichtung 110 mit Bildschirm 120 zur Einblendung der Spracheingabemöglichkeiten direkt vor dem Auge des Nutzers auf. Eine derartige Datenbrille 100 erhöht die Geschwindigkeit der Bearbeitung von Prozessen, da der Nutzer beide Arme frei hat. Zur Sprachein- und ausgabe verfügt die Datenbrille 100 über eine Kommunikationseinheit 160 mit Mikrofon 130 und Audioausgabe 140. Die Audioausgabe 140 weist vorteilhafterweise ein oder zwei In-Ear-Kopfhörer auf. Gesteuert wird die Datenbrille 100 durch die Steuereinheit 150.
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Neben der Verwendung einer Datenbrille 100 kann das erfindungsgemäße Verfahren 400 aber auch auf anderen Geräten, vorteilhafterweise Wearables (am Körper getragene Geräte) ausgeführt werden, z.B. mittels eines Smartphones.
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Das System weist außerdem einen Rechner auf (nicht dargestellt), mit der die Steuereinheit 150 verbunden ist. Der Rechner ist vorzugsweise ein handelsüblicher PC oder Notebook, der genügend Rechenleistung bereitstellt, um ein Computerprogramm zu betreiben, mit dem das erfindungsgemäße Verfahren 400 durchgeführt wird. Das erfindungsgemäße Verfahren 400 zur Steuerung von Prozessen weist drei Verfahrensschritte auf: Im ersten Verfahrensschritt 410 wird eine Sprachbefehlseingabe 250 des Nutzers erfasst. Im zweiten 420 Verfahrensschritt wird die erfasste Sprachbefehlseingabe 250 einem Prozess zugeordnet. Im dritten Verfahrensschritt 430 wird der der Sprachbefehlseingabe 250 zugeordnete Prozess gestartet. In einem weiteren zusätzlichen Verfahrensschritt 440 wird nach dem Erfassen der Sprachbefehlseingabe 250 des Nutzers eine Sprachbefehlseingabemöglichkeit auf dem Bildschirm 120 angezeigt. Zusätzlich kann diese Sprachbefehlseingabemöglichkeit auch zeitlich parallel mittels der Audioausgabe 140 dem Nutzer ausgegeben werden.
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Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens 400, wobei Bestätigung oder Widerruf des Spracheingabebefehls 250 durch visuelle Anzeige 224 erfolgt, zeigt 2. Zur Steuerung des Prozesses wird vorteilhafterweise ein Chatbot verwendet, also ein textbasiertes Dialogsystem, mit dem ein Nutzer den Prozess steuert. Der Chatbot reagiert nur auf bestimmte, als Spracheingabemöglichkeiten auf dem Bildschirm 120 dargestellte Spracheingaben. Der Bildschirm 120 der Anzeigevorrichtung 110 zeigt in diesem Ausführungsbeispiel dem Nutzer sechs unterschiedliche Spracheingabemöglichkeiten 211, 212, 213, 214, 215, 216 zur Auswahl an. Die Spracheingabemöglichkeiten 211, 212, 213, 214, 215, 216 sind sowohl in Schriftform als auch als graphische Darstellung auf dem Bildschirm 120 angezeigt. Der Nutzer gibt die Sprachbefehlseingabe 250 („Vollbild“) durch Sprechen der Sprachbefehlseingabe 250 je nachdem, welche der Spracheingabemöglichkeiten 211, 212, 213, 214, 215, 216 ihm geeignet erscheint.
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Im ersten Verfahrensschritt wird die Sprachbefehlseingabe 250 des Nutzers erfasst und erkannt. Dann wird die erfasste Sprachbefehlseingabe 250 zu einem Prozessschritt zugeordnet, in diesem Ausführungsbeispiel also dem Prozessschritt „Vollbild“. Auf dem Bildschirm 120 der Anzeigevorrichtung 110 wird nun eine weitere Sprachbefehlseingabemöglichkeit visuell angezeigt, in diesem Ausführungsbeispiel die Sprachbefehlseingabemöglichkeit „Ok“ zusammen mit einem Symbol 224. Zur Bestätigung der Sprachbefehlseingabe 250 („Vollbild“) gibt der Nutzer die Sprachbefehlseingabe „Ok“, erst danach wird der Prozessschritt „Vollbild“ ausgeführt.
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3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens 400. Eine Bestätigung des Spracheingabebefehls 250 erfolgt durch Wiederholung der Spracheingabe 250 durch visuelle 224 Anzeige. Zur Steuerung des Prozesses wird ebenfalls ein Chatbot verwendet. Der Bildschirm 120 der Anzeigevorrichtung 110 zeigt in diesem Ausführungsbeispiel dem Nutzer ebenfalls sechs unterschiedliche Spracheingabemöglichkeiten 211, 212, 213, 214, 215, 216 zur Auswahl an. Die Spracheingabemöglichkeiten 211, 212, 213, 214, 215, 216 sind sowohl in Schriftform als auch als graphische Darstellung auf dem Bildschirm 120 angezeigt. Der Nutzer gibt die Sprachbefehlseingabe 250 („Voice Memo“) durch Sprechen der Sprachbefehlseingabe 250 je nachdem, welche der Spracheingabemöglichkeiten 211, 212, 213, 214, 215, 216 ihm geeignet erscheint.
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Im ersten Verfahrensschritt wird die Sprachbefehlseingabe 250 des Nutzers erfasst und erkannt. Dann wird die erfasste Sprachbefehlseingabe 250 einem Prozessschritt zugeordnet, in diesem Ausführungsbeispiel also dem Prozessschritt „Voice Memo“. Auf dem Bildschirm 120 der Anzeigevorrichtung 110 wird nun eine weitere Sprachbefehlseingabemöglichkeit visuell angezeigt, in diesem Ausführungsbeispiel die Sprachbefehlseingabemöglichkeit „Start“ zusammen mit einem Symbol 224. Zur Bestätigung der Sprachbefehlseingabe 250 („Voice Memo“) gibt der Nutzer die Sprachbefehlseingabe „Start“, erst danach wird der Prozessschritt „Voice Memo“ ausgeführt. Alternativ kann der Nutzer in diesem Ausführungsbeispiel die Sprachbefehlseingabe 250 („Voice Memo“) wiederholen, um den Prozessschritt auszuführen.
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In diesem Ausführungsbeispiel erfolgt die Bestätigung 224 durch ein Symbol, das der jeweiligen Spracheingabemöglichkeit 211, 212, 213, 214, 215, 216 angepasst und damit eindeutig zugeordnet ist. Damit können auch unterschiedliche Nutzer der Datenbrille 100 sofort und auf einen Blick erkennen, dass das von ihnen eingegebene Sprachsignal 250 erfasst und korrekt erkannt ist.
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Ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens 400, wobei ein Widerruf des Spracheingabebefehls 250 durch visuelle Anzeige 234 erfolgt, zeigt 4. Zur Steuerung des Prozesses wird ebenfalls ein Chatbot verwendet. Der Bildschirm 120 der Anzeigevorrichtung 110 zeigt in diesem Ausführungsbeispiel dem Nutzer ebenfalls sechs unterschiedliche Spracheingabemöglichkeiten 211, 212, 213, 214, 215, 216 zur Auswahl an. Die Spracheingabemöglichkeiten 211, 212, 213, 214, 215, 216 sind sowohl in Schriftform als auch als graphische Darstellung auf dem Bildschirm 120 angezeigt. Der Nutzer gibt das Sprachsignal 250 („Chatbot“) durch Sprechen des Sprachsignals 250 je nachdem, welche der Spracheingabemöglichkeiten 211, 212, 213, 214, 215, 216 ihm geeignet erscheint. Der Nutzer gibt die Sprachbefehlseingabe 250 („Chatbot“) durch Sprechen der Sprachbefehlseingabe 250 je nachdem, welche der Spracheingabemöglichkeiten 211, 212, 213, 214, 215, 216 ihm geeignet erscheint.
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Im ersten Verfahrensschritt wird die Sprachbefehlseingabe 250 des Nutzers erfasst und erkannt. Dann wird die erfasste Sprachbefehlseingabe 250 einem Prozessschritt zugeordnet, in diesem Ausführungsbeispiel also dem Prozessschritt „Chatbot“. Auf dem Bildschirm 120 der Anzeigevorrichtung 110 wird nun eine weitere Sprachbefehlseingabemöglichkeit visuell angezeigt.
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Auf dem Bildschirm 120 der Anzeigevorrichtung 110 wird in diesem Ausführungsbeispiel dem Nutzer eine Möglichkeit angezeigt, den von ihm gegebenen Sprachbefehl 250 zu widerrufen. Dazu wird dem Nutzer in diesem Ausführungsbeispiel ein Widerruf 234 („Cancel“) auf dem Bildschirm 120 in Schriftform sowie ein Symbol 224, das als Bestätigung der Sprachbefehlseingabe 250 dient, angezeigt. Durch Spracheingabe des Widerrufs 234 kann ein Nutzer den vorher gegebenen Sprachbefehl 250 widerrufen. Zur Bestätigung der Sprachbefehlseingabe 250 („Chatbot“) gibt der Nutzer die Sprachbefehlseingabe „Chatbot“, danach wird der Prozessschritt „Chatbot“ ausgeführt.
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Ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens 400, wobei eine Bestätigung bzw. ein Widerruf des Spracheingabebefehls 250 durch Verstreichen einer Latenzzeit 244 erfolgt, zeigt 5. Zur Steuerung des Prozesses wird ebenfalls ein Chatbot verwendet. Der Bildschirm 120 der Anzeigevorrichtung 110 zeigt in diesem Ausführungsbeispiel dem Nutzer ebenfalls sechs unterschiedliche Spracheingabemöglichkeiten 211, 212, 213, 214, 215, 216 zur Auswahl an. Die Spracheingabemöglichkeiten 211, 212, 213, 214, 215, 216 sind sowohl in Schriftform als auch als graphische Darstellung auf dem Bildschirm 120 angezeigt. Der Nutzer gibt die Sprachbefehlseingabe 250 („Voice Memo“) durch Sprechen der Sprachbefehlseingabe 250 je nachdem, welche der Spracheingabemöglichkeiten 211, 212, 213, 214, 215, 216 ihm geeignet erscheint.
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Im ersten Verfahrensschritt wird die Sprachbefehlseingabe 250 des Nutzers erfasst und erkannt. Dann wird die erfasste Sprachbefehlseingabe 250 einem Prozessschritt zugeordnet, in diesem Ausführungsbeispiel also dem Prozessschritt „Voice Memo“. Auf dem Bildschirm 120 der Anzeigevorrichtung 110 wird nun dem Nutzer eine Latenzzeit 244 angezeigt, in diesem Ausführungsbeispiel 5 s. Die Latenzzeit kann von einem Nutzer frei gewählt werden. Die Latenzzeit 244 ist der Zeitraum, innerhalb dem der gegebene Sprachbefehl 250 noch widerrufen bzw. geändert werden kann, indem der Nutzer den entsprechenden Sprachbefehl der Spracheingabemöglichkeiten 211, 212, 213, 214, 215, 216 gibt und/oder einen Widerrufsbefehl mittels Spracheingabe gibt, z.B. „Abbruch“. Nach Verstreichen der Latenzzeit 244 ohne Sprachbefehl der Spracheingabemöglichkeiten 211, 212, 213, 214, 215, 216 und/oder Widerrufsbefehl wird der ursprüngliche Sprachbefehl 250 ausgeführt, und nicht ausgeführt bei Widerrufsbefehl. Der Nutzer kann in diesem Ausführungsbeispiel die Sprachbefehlseingabe 250 („Voice Memo“) auch innerhalb des Zeitraums der Latenzzeit 244 wiederholen, um den Prozessschritt auszuführen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass die Latenzzeit 244 der Zeitraum ist, in dem ein Nutzer den gegebenen Sprachbefehl 250 explizit durch Sprachbefehl bestätigen muss, z.B. mit „Ausführen“. Nach Verstreichen der Latenzzeit 244 ohne Bestätigung durch den Nutzer wird dann der ursprüngliche Sprachbefehl 250 nicht, bei erfolgter Bestätigung jedoch ausgeführt.
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6 zeigt ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens 100 zur Steuerung von Prozessen. Das erfindungsgemäße Verfahren 400 zur Steuerung von Prozessen weist drei Verfahrensschritte auf: Im ersten Verfahrensschritt 410 wird eine Sprachbefehlseingabe 250 des Nutzers erfasst. Im zweiten 420 Verfahrensschritt wird die erfasste Sprachbefehlseingabe 250 einem Prozess zugeordnet. Im dritten Verfahrensschritt 430 wird der der Sprachbefehlseingabe 250 zugeordnete Prozess gestartet. In einem weiteren zusätzlichen Verfahrensschritt 440 wird nach dem Erfassen der Sprachbefehlseingabe 250 des Nutzers eine Sprachbefehlseingabemöglichkeit auf dem Bildschirm 120 angezeigt. Zusätzlich kann diese Sprachbefehlseingabemöglichkeit auch zeitlich parallel mittels der Audioausgabe 140 dem Nutzer ausgegeben werden.
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Bezugszeichenliste
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- 100
- Datenbrille
- 110
- Projektionsvorrichtung
- 120
- Bildschirm
- 130
- Mikrofon
- 140
- Audioausgabe
- 150
- Steuereinheit
- 160
- Kommunikationseinheit
- 170
- Fassung
- 180
- Bügel
- 190
- Brillenglas
- 210, 211, 212, 213,
- Darstellung von Spracheingabemöglichkeiten
- 214, 215, 216 224
- Symbol
- 234
- Widerruf
- 244
- Latenzzeit
- 250
- Spracheingabebefehle
- 400
- Verfahren zur Steuerung von Prozessen
- 410
- Erfassung einer Sprachbefehlseingabe
- 420
- Zuordnen der erfassten Sprachbefehlseingabe
- 430
- Starten des der erfassten Sprachbefehlseingabe zugeordneten Prozesses
- 440
- Anzeige einer Sprachbefehlseingabemöglichkeit nach Erfassung der Sprachbefehlseingabe