DE102005061507A1 - Bauteil für ein Fahrzeug - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Bauteil für ein Fahrzeug, welches zumindest bereichsweise aus einem faserverstärkten Kunststoff ausgebildet ist, wobei in dem faserverstärkten Teilbereich (2) ein lichtdurchlässiger Teilbereich (21) integriert ist, welcher ein Teilelement einer Lichteinheit des Fahrzeugs ist.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Bauteil für ein Fahrzeug.
- Aus der
EP 1 369 340 A2 ist ein Dachmodul für ein Fahrzeug, welches ausgeschnittene Randbereiche aufweisen kann, bekannt, wobei in diesen Ausschneidungen beispielsweise eine Zusatzbremsleuchte montiert werden kann. Die dritte Bremsleuchte muss jedoch separat montiert werden. - Darüber hinaus ist aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 101 63 822 A1 ein Dachmodul für ein Kraftfahrzeug bekannt. Das Dachmodul weist einen Tragrahmen auf, welcher aus U-förmigen konfigurierten Schalungen besteht. Die Schalungen sind mit inneren Aussteifungen in Form einer Kunststoffverrippung verstärkt. Der Tragrahmen weist darüber hinaus aus Metall bestehende Längsstreben auf. Es kann vorgesehen sein, dass in den Längsstreben und/oder den Querstreben Lichteinheiten, wie eine Bremsleuchte oder sonstige Beleuchtungsmittel, montiert werden. Ein wesentlicher Nachteil bei den bekannten Dachmodulen ist darin zu sehen, dass das Anbringen der zusätzlichen Komponenten einen erheblichen Montageaufwand erfordert. - Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Bauteil für das Fahrzeug zu schaffen, bei dem die Anforderungen an die Montage verringert werden.
- Diese Aufgabe wird durch ein Bauteil, welches die Merkmale nach Patentanspruch 1 aufweist, gelöst.
- Ein erfindungsgemäßes Bauteil für ein Fahrzeug weist zumindest einen Teilbereich aus einem faserverstärkten Kunststoff auf, wobei in dem faserverstärkten Teilbereich ein lichtdurchlässiger Teilbereich ausgebildet ist, welcher ein Teilelement einer Lichteinheit des Fahrzeugs ist. Durch eine derartige integrale Ausbildung eines Teilelements kann die Montagezeit und die Kon zeption für Montageteile erheblich reduziert werden. Insbesondere dann, wenn das gesamte Bauteil aus einem faserverstärkten Kunststoff ausgebildet ist, kann die Fertigungszeit reduziert werden und die Montagekomplexität vermindert werden. Darüber hinaus können durch eine derartige integrale Ausgestaltung Problemstellungen im Hinblick auf Abdichtung und Toleranzbetrachtung reduziert werden, denn eine separate Montage dieser zusätzlichen Teile entfällt bei einer derartigen einstückigen Ausbildung. Darüber hinaus müssen im Fahrzeug-Rohbau keine oder nur noch verminderte Aufnahmekonzepte für Montageteile erarbeitet werden.
- In vorteilhafter Weise ist das durch den lichtdurchlässigen Teilbereich dargestellte Teilelement der Lichteinheit eine Streulichtscheibe. In diesem faserverstärkten Teilbereich wird somit ein transparenter bzw. ein transluzenter Teilbereich ausgebildet. Die Streulichtscheibe ist somit integriert in dem Bauteil des Fahrzeugs ausgebildet.
- Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn der lichtdurchlässige Teilbereich zumindest anteilig aus Glasfasern, insbesondere ausschließlich aus Glasfasern, ausgebildet ist. Durch den Einsatz von textilen Faserverbundwerkstoffen mit lokalem hundertprozentigen Glasfaseranteil ist die Darstellung von transparenten bzw. transluzenten Streulichtscheiben gegeben. Eine nachträgliche Montage kann somit vollständig entfallen.
- In vorteilhafter Weise ist zumindest ein Lichterleitelement, insbesondere eine Lichtleiterfaser, in das Bauteil integriert. Durch diese zusätzliche Integration von weiteren Elementen in das Bauteil kann im Hinblick auf relativ komplex ausgebildete Bauteile mit einer Mehrzahl an zusätzlichen Komponenten die nachträgliche Montagezeit deutlich reduziert werden. Darüber hinaus können Fehlerquellen im Hinblick auf das Montieren und das positionsgenaue Anordnen dieser zusätzlichen Komponenten verhindert werden. Nicht zuletzt kann dadurch auch ein einfacheres Anordnen der Komponenten erreicht werden, da insbesondere bei relativ engen Platzverhältnissen und schwierigen Montageverhältnissen kein nachträgliches Montieren dieser Komponenten erforderlich ist und dadurch ebenfalls die oben genannten Problematiken in den Hintergrund treten bzw. ganz verhindert werden können.
- In vorteilhafter Weise ist das Lichterleitelement derart angeordnet, dass das Licht zum lichtdurchlässigen Teilbereich leitbar ist. Dadurch kann durch die eingegossenen Lichtleiterelemente das Licht von einer Lichtquelle direkt zur Streulichtscheibe geleitet werden. Das Licht kann über eine oder mehrere zentral angeordnete Lichtquellen eingespeist und somit an die entsprechenden Orte sicher geleitet werden. Darüber hinaus kann hier auch ein relativ verlustarmes Leiten des Lichts gewährleistet werden.
- In vorteilhafter Weise ist das Bauteil als Teilelement eines Fahrzeugdachs ausgebildet. Es kann auch vorgesehen sein, dass das gesamte Fahrzeugdach durch das Bauteil dargestellt ist. Es kann somit ein komponentenreduziertes Fahrzeugdach hergestellt werden, bei dem die zusätzlichen Komponenten nicht mehr oder mit vermindertem Aufwand angebracht werden können. Gegebenenfalls nachträglich noch zu montierende Elemente oder Komponenten können einfacher angebracht werden und die Montagezeit deutlich reduziert werden. Darüber hinaus kann die Anzahl der nachträglich zu montierenden Elemente deutlich reduziert werden.
- In vorteilhafter Weise ist die Lichteinheit eine Bremsleuchte, insbesondere eine dritte, im Bereich des Fahrzeugdachs angeordnete Bremsleuchte. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Lichteinheit ein Scheinwerfer oder eine Blinkleuchte ist. Prinzipiell ist die hier vorgeschlagene Integration von Teilelementen einer Lichteinheit auch für alle anderen im Fahrzeug angeordneten Lichteinheiten möglich. Beispielsweise seien hier Türgriffbeleuchtungen, Kennzeichenbeleuchtungen und dergleichen genannt. In vorteilhafter Weise ist das Bauteil durch ein RTM (Resin Transfer Moulding)-Verfahren ausgebildet.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer schematischen Zeichnung näher erläutert. Die einzige
1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Fahrzeugs mit einem erfindungsgemäßen Bauteil. - Das in
1 gezeigte Fahrzeug bzw. die schematisch dargestellte Karosserie des Fahrzeugs1 weist ein Bauteil auf, welches im Ausführungsbeispiel als FLI (Fibre Light Integration)-Bauteil2 ausgebildet ist. Wie zu erkennen ist, ist das FLI-Bauteil2 als Fahrzeugdach ausgebildet. Das FLI-Bauteil2 , nachfolgend als Fahrzeugdach2 bezeichnet, ist im Ausführungsbeispiel vollständig aus einem faserverstärkten Kunststoff ausgebildet und in einem RTM-Prozess hergestellt. In den faserverstärkten Kunststoff des Fahrzeugdachs2 ist ein lichtdurchlässiger Teilbereich21 integriert bzw. einstückig mit dem Fahrzeugdach2 ausgebildet. Der lichtdurchlässige Teilbereich21 ist ausschließlich aus Glasfasern ausgebildet und stellt somit einen transparenten bzw. transluzenten Teilbereich dar. Der lichtdurchlässige Teilbereich21 ist im Ausführungsbeispiel eine Streulichtscheibe einer im Bereich des Fahrzeugdachs2 angeordneten dritten Bremsleuchte. - Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Fahrzeugsdachs
2 kann einerseits die Montagezeit von nachträglich zu montierenden Komponenten an das Fahrzeugdach2 deutlich reduziert werden. Darüber hinaus können auch Dichtigkeitsprobleme, Toleranzproblematiken und Beschränkungen im Bereich der Designfreiheit verhindert bzw. aufgehoben werden. Durch das in1 gezeigte Fahrzeugdach2 kann ein Bauteil bereitgestellt werden, bei dem die Streulichtscheibe bzw. das Scheinwerferglas schon durch das Bauteilmaterial selbst erzeugt werden kann. Indem eine Teilfläche beispielsweise nicht oder in anderer Weise als der restliche Teil des Bauteils lackiert wird, kann dieser lichtdurchlässige Teilbereich21 ausgebildet werden. - Allgemein können in das Bauteil weitere Komponenten und Elemente integriert werden. Dazu kann beispielsweise vorgesehen sein, dass metallische Einleger eingebracht werden und dass der faserverstärkte Verbundwerkstoff durch ein Hohlkammerinjektions- bzw. Gießverfahren entsprechend geformt wird. Beispielsweise kann hierbei ein Schlauch- bzw. Hydroverfahren eingesetzt werden, um die entsprechende Formung des faserverstärkten Kunststoffs zu erreichen.
Claims (9)
- Bauteil für ein Fahrzeug, welches zumindest bereichsweise aus einem faserverstärkten Kunststoff ausgebildet ist, wobei in dem faserverstärkten Teilbereich (
2 ) ein lichtdurchlässiger Teilbereich (21 ) integriert ist, welcher ein Teilelement einer Lichteinheit des Fahrzeugs ist. - Bauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das durch den lichtdurchlässigen Teilbereich (
21 ) dargestellte Teilelement der Lichteinheit eine Streulichtscheibe ist. - Bauteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der lichtdurchlässige Teilbereich (
21 ) zumindest anteilig aus Glasfasern, insbesondere ausschließlich aus Glasfasern, ausgebildet ist. - Bauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Lichtleiterelement, insbesondere eine Lichtleiterfaser, in das Bauteil integriert ist.
- Bauteil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtleiterelement derart angeordnet ist, dass Licht zum lichtdurchlässigen Teilbereich (
21 ) leitbar ist. - Bauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welches als Teilelement eines Fahrzeugdachs (
2 ) oder als das gesamte Fahrzeugdach (2 ) ausgebildet ist. - Bauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass weitere Teilelemente der Lichteinheit an das Bauteil montierbar sind.
- Bauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichteinheit eine Bremsleuchte, insbesondere eine dritte, im Bereich des Fahrzeugdachs angeordnete Bremsleuchte, oder ein Scheinwerfer oder eine Blinkleuchte ist.
- Bauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welches ein RTM-Bauteil ist.
Priority Applications (1)
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Publications (1)
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