-
Die Erfindung betrifft ein Wasserbett mit einem sich zwischen zwei nebeneinander befindlichen Wasserkernen angeordneten Trennkeil aus Schaumstoff.
-
Bei Wasserbetten, die als Doppelbetten mit zwei nebeneinander angeordneten Wasserkernen ausgestattet sind, ist es vorteilhaft, wenn zwischen den beiden Wasserkernen ein entlang der Mittelachse des Wasserbetts verlaufender Trennkeil aus Schaumstoff angeordnet ist. Dieser Trennkeil bildet eine Pufferzone zwischen den beiden Wasserkernen, so dass Belastungsänderungen und damit verbundene Bewegungen von einem Wasserkern nicht unmittelbar auf den anderen Wasserkern übertragen werden. Die beiden Wasserkerne bilden an ihrer Oberseite die beiden Liegeflächen eines solchen Doppelbetts, wobei der Trennkeil die Funktion eines Dämpfungselements zwischen den beiden Wasserkernen hat.
-
Vielfach hatten die Trennkeile bei herkömmlichen Wasserbetten den Nachteil, dass sie durch eine Belastung von oben nach unten gedrückt wurden und die angrenzenden Wasserkerne mit ihren Längsrändern ein selbsttätiges Wiederaufstellen oftmals verhinderten. Die Verwendung eines sehr festen Schaumstoffmaterials könnte dem zwar entgegenwirken, jedoch würde dies den Liegekomfort beeinträchtigen. Die Elastizität eines weichen Schaumstoffs reicht also oftmals nicht aus, um das auf dem niedergedrückten Trennkeil aufliegende Gewicht wieder wegzudrücken. Um Abhilfe zu schaffen wurde in der
DE 103 01 020 B3 ein Wasserbett mit einem Trennkeil vorgeschlagen, bei dem die Unterseite der Bettauflage mit der nach oben gerichteten Längskante des darunter befindlichen Trennkeils über einen Reißverschluss oder in anderer Weise fest verbunden ist. Dabei unterstützt die Bettauflage die Rückstellung des Trennkeils in seine ursprüngliche Form.
-
Hingewiesen wird außerdem auf die nachveröffentlichte
DE 10 2005 058 338 B3 , die ein Wasserbett mit einem zwischen zwei nebeneinanderliegenden Wasserkernen angeordneten Trennkeil aus Schaumstoff betrifft. Der Trennkeil besitzt verteilt über seine Länge mehrere Löcher oder Aussparungen.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Wasserbett mit einem zwischen zwei Wasserkernen befindlichen, elastisch verformbaren Trennkeil zu schaffen, bei dem der Trennkeil aufgrund seiner Beschaffenheit einerseits eine gewünschte Elastizität und andererseits eine ausreichend hohe Rückstellkraft besitzt, um selbsttätig nach einer erfolgten Belastung wieder in seine ursprüngliche Ausgangsform zurückkehren zu können.
-
Die Lösung dieser Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale erhalten. Der Trennkeil besitzt verteilt über seine Länge mehrere Löcher oder Aussparungen, in die wenigstens teilweise elastische Füllkörper eingesetzt sind. Die Nachgiebigkeit bei einer senkrechten Belastung von oben kann durch die Größe, den Abstand der Löcher und insbesondere durch die Wahl des Materials der in diese eingesetzten Füllkörper. Versuche mit einem derart ausgebildeten Trennkeil haben gezeigt, dass dieser Trennkeil keine Komfortbeeinträchtigung im Hinblick auf die vertikale Nachgiebigkeit darstellt und andererseits doch sichergestellt ist, dass der Trennkeil problemlos wieder in seine ursprüngliche Ausgangsform zurückkehrt, nachdem er durch eine Belastung niedergedrückt und dann wieder entlastet worden ist. Offensichtlich unterstützen dabei bereits die den Trennkeil vorzugsweise vollständig quer durchsetzenden Löcher die Rückstellfähigkeit des Trennkeils. Die Löcher oder Aussparungen können in unterschiedlicher Höhe und/oder übereinander angeordnet sein.
-
Bei Versuchen wurden sehr gute Rückstelleigenschaften an einem Trennkeil festgestellt, dessen Löcher etwa einen Durchmesser hatten, der dem 0,6-fachen der Höhe des Trennkeils entsprach. Die Löcher hatten einen Abstand von etwa 2 cm zueinander.
-
Eine Verbesserung der Rückstellfähigkeit wird bei dem Trennkeil auch dadurch erhalten, dass der Trennkeil im Querschnitt die Kontur eines Kegelstumpfs hat. Dabei kann die obere Schmalseite des Trennkeils etwa 1/6-tel so breit sein, wie die Grundfläche, welche die Bodenseite des Trennkeils bildet. Diese Ausführung hat zur Folge, dass die Seitenwände des Trennkeils eine etwas größere Steilheit haben und sich somit etwas leichter gegen das Gewicht der seitlich angrenzenden Wasserkerne wieder aufstellen können.
-
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Löcher oder Aussparungen im Bereich, wo mit größeren Belastungen zu rechnen ist, einen kleineren Durchmesser haben können, als in Bereichen mit geringerer Belastung von oben. Auf diese Weise kann der aus einem homogenen Schaumstoffmaterial gefertigte Trennkeil problemlos an unterschiedliche Belastungszonen durch Veränderung der Lochgrößen und/oder Lochabstände angepasst werden.
-
Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, die Löcher oder Aussparungen so auszubilden, dass diese den Trennkeil nicht vollständig durchsetzen, sondern dass ein mittlerer Schaumstoffsteg im Trennkeil verbleibt. Weiterhin besteht natürlich auch die Möglichkeit die Seitenwandungen des Trennkeils mehr oder weniger flach auszugestalten, so dass im Extremfall es sich nicht mehr um eine Keilform handelt, sondern um ein Trennelement mit einem rechteckigen Querschnitt. Ein solcher rechteckiger Querschnitt ist jedoch für die Lagerung der angrenzenden Wasserkerne nicht optimal, weshalb die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung einen Trennkeil vorsieht, der auch tatsächlich im Querschnitt keilförmig bzw. kegelstumpfförmig ausgebildet ist. Wesentlich ist die Möglichkeit, in die Löcher und/oder Aussparungen harte oder weiche, elastisch verformbare Füllkörper einsetzen zu können, um eine optimale Anpassung an individuelle Komfortvorstellungen vornehmen zu können. Die zur Ausbildung der Löcher aus dem Trennkeilkörper ausgeschnittenen Elemente können dabei besonders kostengünstig als Füllkörper verwendet werden.
-
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
-
Es zeigen:
-
1 die perspektivische Ansicht eines Wasserbetts mit zweiteiliger Bettauflage,
-
2 den Schnitt entlang der Schnittlinie BB des Wasserbetts von 1,
-
3 eine Einzelansicht des erfindungsgemäßen Trennkeils mit einer Vielzahl von quer ihn durchsetzenden Löchern,
-
4 eine Seitenansicht und einen Querschnitt des in 3 dargestellten Trennkeils und
-
5 einen Querschnitt eines Trennkeils mit beidseitigen Aussparungen, die den Trennkeil nicht vollständig durchsetzen.
-
Das in 1 dargestellte Wasserbett besitzt eine Bettauflage 1, die aus zwei Auflagebahnen 2, 3 besteht, die über einen entlang ihrer Mittellinie verlaufenden Reißverschluss 4 miteinander verbunden sind. Unterhalb der Bettauflage 1 befinden sich in dem Wasserbett 2 Wasserkerne 5, 6, die hier mit unterbrochenen Linien angedeutet sind. Die Bettauflage 1 ist an ihren Außenrändern mittels eines Reißverschlusses 7 im Bereich der Außenseite des Wasserbettes an diesem fixiert. Die Bettauflage 1 kann natürlich auch einteilig, ohne mittig verlaufenden Reißverschluss 4 ausgeführt sein.
-
Die in 2 dargestellte Schnittansicht BB von 1 zeigt, wie die beiden Wasserkerne 5, 6 im Wasserbett einliegen, und zwar in einer Schaumstoffwanne 8, die einen außen hochgezogenen umlaufenden Rand 9 hat. Die Schaumstoffwanne ist außerdem mit einer hier nicht dargestellten Sicherheitsfolie überzogen, die eine Auffangwanne für aus einem ggf. undichten Wasserkern austretendes Wasser bildet. In der Mitte zwischen den beiden Wasserkernen 5, 6 erstreckt sich entlang der Mittelachse des Wasserbetts als Trennelement ein elastischer Trennkeil 10, der aus Schaumstoff hergestellt ist und verteilt über seine gesamte Länge von einer Vielzahl von quer angeordneten Löchern 11 durchsetzt ist. In die Löcher 11 sind elastische Füllkörper 16 eingesetzt, die aus dem gleichen oder einem anderen Material bestehen können, wie der für den Trennkeil 10 verwendete Schaumstoff. Der Trennkeil 10 hat einen kegelstumpfförmigen Querschnitt. An seiner flachen oberen Schmalseite liegt die Bettauflage 1 lose auf dem Trennkeil 10 auf. Grundsätzlich besteht natürlich auch die Möglichkeit, die Bettauflage 1 mittels Klettband oder dergleichen mit der oberen Schmalseite des Trennkeils 10 lösbar zu verbinden.
-
In 3 ist die Ausführung eines erfindungsgemäßen Trennkeils, wie er in dem Wasserbett von 1 und 2 verwendet wird, perspektivisch dargestellt. Der langgestreckte Trennkeil 10 hat mehre über seine gesamte Länge verteilt angeordnete Löcher 11, die den Trennkeil 10 vollständig quer durchsetzen. Im Ausführungsbeispiel von 3 ist die obere Schmalseite 12 etwas schmaler ausgebildet als in 2 dargestellt. Die Bodenseite 13 ist dagegen hier besonders breit ausgebildet. Füllkörper 16 sind hier beispielsweise nur im mittleren Bereich des Trennkeils 10 eingesetzt.
-
Die Seitenansicht und der Querschnitt von 4 zeigen einen bevorzugte Ausführungsform des Trennkeils 10, wobei im rechts dargestellten Querschnitt die obere Schmalseite 12 etwa 1/6-tel so breit ist, wie die Bodenseite 13. Die verhältnismäßig großen Löcher 11 sind relativ dicht beieinanderliegend angeordnet. Ihr Durchmesser kann beispielsweise 11 cm betragen wobei dann die Bodenseite 13 eine Breite von 19 cm und die obere Schmalseite 12 eine Breite von 3 cm haben kann. Der Abstand der Löcher 11 zueinander beträgt bei diesen Abmessungen dann etwa 2 cm und die Höhe des Trennkeils beträgt 17 cm. Mit einem derart ausgebildeten Trennkeil wurde in Versuchen festgestellt, dass dieser ein sehr gutes Rückstellverhalten besitzt, ohne dass eine Komfortbeeinträchtigung auftritt.
-
In dem Querschnitt von 5 ist eine Ausführung mit nicht vollständig den Trennkeil durchdringenden Löchern bzw. Aussparungen 14 dargestellt. Bei dieser Ausführung verbleibt ein mittlerer Steg 15 zwischen den seitlichen Aussparungen 14.