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DE102005051530A1 - Ausleseverfahren für Sensorfelder, insbesondere für Fingerabdruck-Sensoren - Google Patents

Ausleseverfahren für Sensorfelder, insbesondere für Fingerabdruck-Sensoren Download PDF

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DE102005051530A1
DE102005051530A1 DE102005051530A DE102005051530A DE102005051530A1 DE 102005051530 A1 DE102005051530 A1 DE 102005051530A1 DE 102005051530 A DE102005051530 A DE 102005051530A DE 102005051530 A DE102005051530 A DE 102005051530A DE 102005051530 A1 DE102005051530 A1 DE 102005051530A1
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Germany
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signal
sensor
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column
measuring
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DE102005051530A
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English (en)
Inventor
Joachim Aurich
Burkhard Buestgens
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Individual
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    • G06V40/10Human or animal bodies, e.g. vehicle occupants or pedestrians; Body parts, e.g. hands
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Abstract

Ein elektronisches Ausleseverfahren für ein Sensorfeld zur Messung örtlich verteilter physikalischer Größen, insbesondere zur Messung von Finger- oder Handabdrücken, wobei das Sensorfeld in einer Matrixanordnung passive Sensorelemente enthält, deren von der physikalischen Messgröße abhängige Impedanz mit Hilfe eines aufgeprägten Ansteuersignals zu einem weiterverarbeitbaren Messsignal ausgelesen wird, ist dadurch gekennzeichnet, dass das aufgeprägte Ansteuersignal zeitveränderlich ist und das Messsignal in der weiteren Verarbeitung zumindest mit Hilfe eines zum Ansteuersignal synchronen Triggersignals phasenempfindlich gleichgerichtet wird und gefiltert wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft das Gebiet der Messung von verteilten physikalischen Größen mit einem Sensorfeld. Hierunter soll eine Vorrichtung verstanden werden, die eine Vielzahl von meist flächig, meist regelmäßig und meist in Zeilen und Spalten angeordneten Sensorelementen enthält, welche jeweils zumindest zwei elektrische Anschlüsse aufweisen, zwischen denen eine elektrische Impedanz gemessen wird, die sich infolge des Einwirkens der physikalischen Größe auf jedes Sensorelement verändert. Die Erfindung liefert ein Verfahren zum stör-unempfindlichen und damit hochempfindlichen Auslesen dieser Sensorelemente eines Sensorfeldes. Das Verfahren lässt sich besonders vorteilhaft dort einsetzen, wo Sensorelemente von kleinster Baugröße und mit kleinem Messeffekt zur Erfassung verteilter physikalischer Größen eingesetzt werden. Oder dort, wo aufgrund geometrischer Vorgaben, vorhandener Fertigungsmöglichkeiten oder des Preises ein Sensorfeld aus rein passiven Sensorelementen aufgebaut ist, die in der Regel über eine Anzahl aus Zeilen- und Spaltenanschlüssen mit einer Ausleseelektronik verbunden sind. Das Hauptaugenmerk soll hier auf den Bereich bildgebender biometrischer Sensoren wie Fingerabdrucksensoren und Handflächensensoren gerichtet werden, ohne damit die Einsetzbarkeit des Verfahrens auf nur diese Bereiche beschränken zu wollen. So lässt sich das Verfahren beispielsweise auch für optische bildgebende Sensoren, taktile Flächensensoren, oder Array-Sensoren zur Screening-Analyse in der Biologie oder im analytischen Bereich einsetzen, kurz, für Sensorfelder, deren Sensorelemente elektrisch auslesbare Impedanzen sind.
  • Mit Blick auf biometrische Sensoren, insbesondere Fingerabdrucksensoren, ist das Verfahren einsetzbar für nahezu alle bekannten Messverfahren, da die Mehrzahl der Fingerabdrucksensoren auf der Veränderung der elektrischen Impedanz eines Mikro-Sensorelementes beruht, hervorgerufen durch den aufliegenden Finger. Beim heute überwiegend verwendeten kapazitiven Messverfahren wird die Impedanz zwischen den isolierten Elektroden eines Sensorelementes, das in Kontakt mit der Haut gebracht wird, gemessen. Infolge der unterschiedlichen dielektrischen und konduktiven Eigenschaften von Haut und Luft in den Fingerrillen wirken unterschiedliche Materialeigenschaften auf die hier überwiegend kapazitive Impedanz eines Sensorelementes. Die Kapazitäten liegen dabei üblicherweise im Femto-Farad- Bereich, sodass der Messeffekt sehr klein ist. Fingerprintsensoren nach dem kapazitiven Verfahren benötigen daher derzeit an jedem Pixel einen Verstärker, der über die Zeilen oder Spalten abgefragt werden kann, wie z.B. im U.S. Pat. No. 6,016,355 beschrieben wird.
  • Bewegliche Elektroden mit Kapazitätsänderung werden in U.S. Pat. No. 4,353,056 beschrieben. Die Erfassung des Pixelzustandes erfolgt auch durch Ansteuerung einer Spalte und Auslesen des Signals auf einer oder mehreren Spalte, jedoch auf einfache Weise, die nicht störsicher und empfindlich genug ist.
  • U.S. Pat. No. 6,160,904 beschreibt ein Verfahren für einen eindimensionalen passiven Sensor. Die Reproduzierbarkeit und die Störsicherheit ist mangelhaft.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein störsicheres und empfindliches Ausleseverfahren für Sensorfelder der beschriebenen Art zur Verfügung zu stellen.
  • Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Danach wird ein elektronisches Ausleseverfahren für ein Sensorfeld zur Messung verteilter Größen bereitgestellt, insbesondere zur Messung von Finger- oder Handabdrücken im Kontakt, wobei das Sensorfeld in einer Matrixanordnung passive Sensorelemente enthält, deren von der Messgröße abhängige Impedanz mit Hilfe eines aufgeprägten Ansteuersignals zu einem weiterverarbeitbaren Messsignal ausgelesen wird, dadurch gekennzeichnet, dass das aufgeprägte Ansteuersignal zeitveränderlich ist und das Messsignal in der weiteren Verarbeitung zumindest mithilfe eines zum Ansteuersignal synchronen Triggersignals phasenempfindlich gleichgerichtet und gefiltert wird.
  • Durch Modulation des Ansteuersignals, phasenempfindliche Gleichrichtung und Filterung des Messsignals bietet das Verfahren eine hohe Störsicherheit. Da die überwiegend statistischen Störsignale in der Signalkette nicht mit der eigentlichen Modulationsfrequenz korrelieren, werden sie von der phasenempfindlichen Gleichrichtung effektiv unterdrückt.
  • Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens können rein passive kapazitive Fingerprintsensoren realisiert werden. Trotz Pixelkapazitäten im Femto-Farad-Bereich kann ein stabiles und gut messbares Ausgangssignal erreicht werden.
  • Thermisch arbeitende Fingerdrucksensoren mit Thermistoren als Sensorelemente können durch Verwendung des erfindungsgemäßen Ausleseverfahrens in ihrer Empfindlichkeit verbessert werden.
  • Durch die Möglichkeit der Verstellung der Phase des Triggersignals bietet das erfindungsgemäße Verfahren die Möglichkeit der Bestimmung der komplexen Impedanz eines jeden Sensorelementes nach Real- und Imaginärteil. Auf diese Weise können erheblich mehr Informationen über Messobjekte, zum Beispiel einen zu untersuchenden Finger gemessen werden, als bei einer rein resistiven oder kapazitiven Messung. Insbesondere kann das Verfahren daher auch der Lebend-Erkennung (Life-Detection) des Fingers, der Abwehr von Attrappen (Fake-Finger) oder der Identifikation des bekannten wiedererscheinenden letzten Fingerabdruckes (latent fingerprint) bei kapazitiven Fingerabdrucksensoren dienlich sein. Somit bietet das erfindungsgemäße Verfahren auch Vorteile für aktiv betriebene kapazitive Fingerabdrucksensoren, wie in U.S. Pat. No. 6,016,355 beschrieben.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren lässt sich ferner verwenden, um akustisch arbeitende Fingerabdrucksensoren zu betreiben, deren Sensorelemente Piezoelemente sind und die keine aktiven elektronischen Bauelemente innerhalb des Sensorfeldes aufweisen. Gemessen wird die elektrische Impedanz der Piezoelemente, welche aufgrund ihrer Wandler-Eigenschaften von der akustischen Impedanz des sie umgebenden Stoffes beeinflusst wird. Die Möglichkeit der Messung von Realteil und Imaginärteil der elektrischen Impedanz eines jeden Piezo-Messelementes mit dem erfindungsgemäßen Verfahren liefert zusätzliche Daten für die biometrische Analyse des Fingers.
  • Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von Fingerprint- und Handflächenprintsensoren über druckempfindliche und thermische Sensoren bis hin zu chemischen und biochemischen Analysegeräten, die mit preiswerten und dem Verwendungszweck angepassten passiven Sensoren ausgestattet werden können.
  • Liste der Abbildungen:
  • 1 stellt schematisch das erfindungsgemäße Verfahren dar.
  • 2 zeigt als Anwendungsbeispiel die Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens für einen passiven kapazitiven Sensor.
  • In 1 ist ein Sensorfeld 1 mit Sensorelementen 2 dargestellt. Als Sensorelemente 2 sind hier Impedanzen Z dargestellt, stellvertretend für komplexe Impedanzen mit R-, C- oder L-Anteil im allgemeinsten Fall. Um die Impedanzen elektrisch auszulesen, müssen sie im Rahmen der Erfindung mit einem zeitveränderlichen Ansteuersignal 3 beaufschlagt werden. Dieses ist beispielsweise periodisch mit konstanter oder veränderlicher Periodendauer, oder insbesondere harmonisch, wobei die Wahl der günstigsten Signalform auf die Messaufgabe, bzw. auf die Art der auszulesenden Impedanz abgestimmt werden sollte. Die Erzeugung eines weiterverarbeitbaren Messsignals ist in 1 nur schematisch durch einen Messsignal-Erzeugungs-Block 4 dargestellt. Dieser steht stellvertretend für ein physikalisches Verfahren zur Bestimmung der Impedanz der Sensorelemente. Ist das Ansteuersignal 3 ein elektrischer Strom, so fällt an der Messelement-Impedanz 2 eine Spannung ab, welche möglicherweise nur verstärkt und als Messsignal 5 für die weitere erfindungsgemäße Signalverarbeitung verwendet werden kann. Dieser Fall kann beispielsweise in aktiven Sensorarrays, also Sensorarrays, die an jeder Sensorelement-Impedanz einen integrierten Verstärker aufweisen, vorteilhaft sein, da so auf einfache Weise ein für die Messsignal-Weiterverarbeitung günstigeres Spannungssignal aus der Messgröße gebildet werden kann. In passiven Sensorfeldern, also Sensorfeldern, in denen keine aktiven elektronischen Komponenten enthalten sind, sondern die Sensorelemente einer Zeile gemeinsame Zeilenanschlüsse und die Sensorelemente einer Spalte gemeinsame Spaltenanschlüsse aufweisen, welche nach außen geführt werden, ist es vorteilhaft, dass das Ansteuersignal ein Spannungssignal ist. In Abhängigkeit der Messgröße und somit der Sensorelement-Impedanz stellt sich eine Stromänderung ein, die durch einen Strom-Spannungswandler in ein leicht weiterverarbeitbares Messsignal 5 gewandelt wird.
  • Erfindungsgemäß wird das Messsignal 5 phasenempfindlich gleichgerichtet. Dies kann für alle Sensorelemente gleichzeitig, also parallel erfolgen, was in einem aktiven Sensorfeld möglich wäre und voraussetzt, dass jedes Sensorelement einen eigenen phasenempfindlichen Gleichrichter besitzt. Es kann für die Elemente einer Spalte gleichzeitig erfolgen, was voraussetzt, dass so viele phasenempfindliche Gleichrichter vorhanden sind wie die Anzahl der Zeilen. Das gesamte Sensorfeld wird dann ausgelesen, indem seriell die Elemente einer Spalte nach der anderen ausgelesen und phasenempfindlich gleichgerichtet werden. Dieser Fall wird unten anhand des Ausführungsbeispiels nach 2 genauer beschrieben. Im äußersten Fall ist es denkbar, einen einzigen phasenempfindlichen Gleichrichter für die Verarbeitung der Messsignale des gesamten Sensorfeldes einzusetzen, was durch die Verwendung von Multiplexern möglich wäre. In diesem Fall wäre jedoch die Auslesezeit maximal, da sequenziell alle Sensorelemente des Sensorfeldes verarbeitet werden müssten.
  • Die Funktionsweise des phasenempfindlichen Gleichrichters 6 ist in 1 schematisch dargestellt: Gesteuert durch ein Triggersignal, welches synchron zu dem Ansteuersignal verläuft, wird das Messsignal im Takt des Ansteuersignals, verzögert um eine optionale Phasenverschiebung oder feste Verzögerungszeit, invertiert. Ein Gleichspannungssignal wird dabei zu einem Wechselspannungssignal, welches sich im Mittel zu 0 addiert. Ein Filter 7 führt sodann die Mittelung durch und beseitigt den Einfluss von Offsets, subharmonischen Störungen, Brumm, und geradzahligen harmonischen Störungen. Es sei angemerkt, dass anstelle des phasenempfindlichen Gleichrichters der bekannte Lock-In Verstärker eingesetzt werden kann, welcher insbesondere bei harmonischer Ansteuerung eine ideale Störunterdruckung bietet. Praktisch ist jedoch die dort verwendete analoge Signal-Multiplikation nur mit hohem Aufwand realisierbar.
  • Durch Veränderung der Pixelimpedanz, die durch z.B. Temperatur-, Feuchte-, Druck-, Dehnungs-, Oberflächenschichtänderungen und Berührungen hervorgerufen werden können, verändern sich die Amplitude und die Phasenlage des Messsignals. Die phasenempfindliche Gleichrichtung steigert die Empfindlichkeit des Ausgangssignals bezüglich Impedanzänderungen.
  • Das Steuersignal für die phasensynchrone Umschaltung des Gleichrichters wird aus dem Ansteuersignal 3 entnommen. Ein Schwellwertschalter oder Trigger 8 liefert die exakte Periodendauer. Zur Einstellung der für ein maximales Ausgangssignal nötigen Phasenlage muss ein Phasenschieber 9, oder allgemein eine Zeitverzögerung für den Fall nicht-periodischer Ansteuersignale, vorhanden sein. Dadurch kann das Verfahren ohne Schaltungsänderung an verschiedene Sensortechnologien angepasst werden.
  • Im Ergebnis kann aus resistiven Matrizen mit Pixelwiderständen im Megaohm-Bereich und aus kapazitiven Matrixsensoren mit Pixelkapazitäten im unteren Femto-Farad-Bereich ein ungestörtes und empfindliches Mess-Signal gewonnen werden. Infolgedessen können Sensormatrizen ohne zusätzliche elektronische Komponenten auf dem Sensorfeld verwendet werden.
  • 2 zeigt einen Ausschnitt aus dem elektrischen Ersatzschaltbild einer passiven Impedanzmatrix, stellvertretend für ein passives Sensorfeld1. Es sind 4 Zeilen ZI i – 1 bis ZI i + 2 und 4 Spalten Sp j – 1 bis Sp j + 2 zu erkennen. Alle Zeilen sind mit einer Elektronik zur Strom-Spannungs-Wandlung 4 verbunden, die die Messsignal-Erzeugung darstellt, welche hier ersatzweise als Amperemeter dargestellt sind.
  • Bis auf eine aktiv gespeiste Spalte liegen alle anderen Spalten auf Massepotential.
  • Wenn N die Dimension des N × N-Sensorfeldes ist, so fließt der zu messende Strom über das ausgewählte Sensorpixel 2 auf die Zeilenleitung ZI i – 1. Alle anderen N – 1 Pixel liegen gegen Masse parallel zueinander und parallel zur Strommessung 4.
  • Das resultierende Ersatzschaltbild für die Speisung einer Zeile besteht demnach aus einem frequenzkompensierten Spannungsteiler mit der oberen Impedanz aus R_pix parallel zu C_pix und der unteren Impedanz R_pix/(N – 1) parallel zu (N – 1)·C_pix, der von einer Wechselquelle 3 gespeist wird und dessen Spannungsteilerabgriff mit der Eingangsimpedanz des realen Strom-Spannungs-Wandlers 4 belastet wird.
  • Da die nicht aktivierten Spalten alle auf Masse liegen, kann von den dort angeschlossenen Pixeln kein Strom in die Zeilenleitung eingespeist werden. Dadurch wird die örtliche Auflösung auf die angesteuerte Spalte begrenzt und ein Übersprechen von benachbarten Spalten verhindert.
  • 1 zeigt das Blockschaltbild der Auswerteelektronik. Ein Spaltentreiber 3 prägt niederohmig auf die ausgewählte Spalte ein periodisches Wechselsignal auf.
  • Das Zeilensignal wird einem Strom-Spannungs-Wandler 4 zugeführt, der am Eingang ein virtuelles Massepotential zur Verfügung stellt. Damit können die unerwünschten Parallelimpedanzen anderer Sensorelemente in Ihrer Wirkung abgeschwächt werden. Wäre die Impedanz der virtuellen Masse beliebig niederohmig, so würde kein Fehlerstrom über die nach Masse führenden Pixelelemente abfließen.
  • Der Strom-Spannungs-Wandler 4 muss eine genügend kleine Zeitkonstante besitzen, um den Zeitverlauf der einprägenden Spannung 3 nachvollziehen zu können.
  • Nach dem Strom-Spannungs-Wandler 4 kann die phasenempfindliche Gleichrichtung 6 beispielsweise dadurch realisiert werden, dass im Takt des mithilfe des Phasenschiebers 9 verschobenen Triggersignals zwischen einem negativ 6b und positiv 6a um beispielsweise jeweils k-fach verstärkten Messsignal hin- und hergeschaltet wird. Werden durch den elektronischen Umschalter 6c jeweils nur die positiven Halbschwingungen zeitlich aufeinander folgend zusammengesetzt, so entsteht eine pulsierende Gleichspannung, deren arithmetischer Mittelwert in einer nachfolgenden Stufe, dem Filter 7 gebildet werden muss. Eine geringe Anzahl von Perioden führt zur Mittelwertbildung. Besonders geeignet sind Tiefpässe 3. Ordnung und die Bildung des gleitenden Mittelwertes.
  • Im dargestellten Beispiel wird das Triggersignal durch einen Schwellwertschalter 8 aus dem Ansteuersignal gebildet, das über die Länge der Periode von genau Auskunft gibt. Der phasenempfindliche Gleichrichter muss aber genau im Nulldurchgang der Signale A1 und A2 geschaltet werden, um die maximale Empfindlichkeit zu erreichen. Diese Justage der Phasenlage ist mit dem programmierbaren Phasenschieber 9 möglich. Das Triggersignal, mit dem die phasenempfindliche Gleichrichtung betrieben wird, ist schließlich mäanderförmig und hat im Falle eines harmonischen Ansteuersignals 3 ein Tastverhältnis von 0,5. Im Falle eines harmonischen Ansteuersignals 3 bietet sich die Möglichkeit, einen Lock-In Verstärker statt des phasenempfindlichen Gleichrichters zu verwenden. Bei harmonischem Ansteuersignal ist auch das Messsignal harmonisch und das Triggersignal kann ebenfalls harmonisch sein, sodass anstelle der beschrieben synchronen Gleichrichtung eine Analog-Multiplikation durchgeführt werden kann und so von der Eigenschaft gebrauch gemacht werden kann, dass das Signal vor der Filterung 7 nur das Messsignal selbst als Gleichsignal enthält und nicht ungerade Harmonische der Periodizität des Ansteuersignals einen Gleichanteil erzeugen können, wie beim phasenempfindlichen Gleichrichter der Fall.
  • Werden passive Matrizen so angesteuert, dass nur eine Spalte mit einem Spaltentreiber verbunden und alle anderen Spalten auf Massepotential geklemmt werden und an allen Zeilen entweder Masse anliegt oder virtuell Masse erzeugt wird, so kann die verbleibende elektronische Ersatzschaltung für eine auszulesende Zeile auf einen ohmsch-kapazitiven Spannungsteiler reduziert werden.
  • Da sich der Strom aus der Zeile proportional zu den Admittanzen aufteilt, muss die virtuelle Masse, d.h. die Eingangsadmittanz des Strom-Sapnnungs-Wandlers, eine gegenüber der aus den nach Masse führenden Widerständen und Kapazitäten gebildeten Paralleladmittanz einen wesentlich größeren Wert besitzen.
  • Y inp >> jω(N – 1)Cpix + (N – 1)/Rpix. Da sich große Frequenzbandbreite und hohe Transimpedanz des Strom-Spannungs-Wandlers 3 widersprechen, ist die Ausgangsspannung Ua für eine nachfolgende Bewertung zu gering. Daher ist eine proportionale Spannungsverstärkung k notwendig, die für die phasenempfindliche Gleichrichtung 6 invertierend 6b und nichtinvertierend 6a ausgeführt wird.
  • Ein elektronischer Umschalter 6c zwischen den Ausgängen 6a und 6b wird durch ein zum Spaltensignal phasensynchrones Triggersignal betätigt. Dieses Triggersignal gewinnt man durch eine vom Spaltensignal abgeleitetet Schwellwertbildung mittels Trigger 8 und nachfolgende variable Phasenverschiebung 9. Der arithmetische Mittelwert des phasenempfindlich gleichgerichteten Messsignals wird dann maximal, wenn die phasensynchrone Umschaltung im Nulldurchgang des mit k bzw. –k verstärkten Messsignals liegt.
  • Abhängig von dem Aufbau des Sensorfeldes und den Eigenschaften des Strom-Spannungs-Wandlers 4 kann die Phasenlage der Messsignale variieren. Es ist daher notwendig, den Phasenschieber 9 mit einer programmierbaren Phasenschiebung in dem Bereich –180° < Δφ < +180° auszustatten.
  • Hinter dem phasenempfindlichen Gleichrichter liegt ein pulsierendes Gleichspannungssignal vor, dessen arithmetischer Mittelwert 7 zu bilden ist. Dies geschieht z.B. digital durch gleitende Mittelwertbildung oder einen digitalen Buttennrorth-Tiefpass 3. Ordnung. Wichtig ist, kurze Einschwingzeiten und stabile Gleichspannungspegel zu erzeugen, damit eine nachfolgende Analog-Digital-Umsetzung mit geringst möglichem Fehler vorgenommen werden kann.
  • Um dieselbe Ansteuerelektronik für unterschiedliche passive Impedanzmatrizen einsetzen zu können, müssen außer der Phasenverschiebung des Triggersignals auch die Frequenz und die Amplitude der Spannungsquelle für die Ansteuerung 3 der Spalten programmierbar ausgelegt werden. Fingerprint-Sensoren mit hoher Pixeldichte (etwa 500 dpi) haben sehr geringe Pixel-Kapazitäten von einigen Femtofarad. Um messbare Verschiebeströme zu generieren, sind Frequenzen bis zu 10 MHz notwendig. Daher sollte bei einem Amplitudenbereich von 1...10V ein Frequenzbereich von 1...10MHz programmierbar sein.
  • Für kapazitive Sensormatrizen empfiehlt sich eine dreieckförmige Zeitfunktion an der aktiven Einspeisung 3, jedoch werden die Signale durch das Zeitverhalten der realen elektronischen Komponenten im Strom-Spannungs-Wandler und in den Spannungsverstärkern zu sinusähnlichen Zeitverläufen verschliffen, so dass eine unkompliziertere sinusförmige Einspeisung an der selektierten Spalte auch zum gewünschten Ziel führt.
  • Mit der beschriebenen Auslese-Elektronik können bei kapazitiven Finger- und Handprintsensoren Empfindlichkeiten von 80 mV/fF bei einer mittleren Pixelkapazität von 5 fF erreicht werden.
  • Es soll nun noch an beispielhaften Problemstellungen gezeigt werden, wie das erfindungsgemäße Verfahren an unterschiedliche technische Anforderungen angepasst werden kann.
  • Je nach zur Verfügung stehender Auslesezeit für das Sensorfeld ist eine mehr oder weniger starke Parallelisierung der Auslesung vorzunehmen. Es sei darauf hingewiesen, dass für die phasenempfindliche Gleichrichtung eine relevante Anzahl an Periodendauern ausgelesen werden muss. Steht sehr wenig Zeit zur Verfügung, so ist ein aktives Sensorfeld zu verwenden, bei dem jedes Sensorelement über eine eigene Ausleseelektronik und phasenempfindliche Gleichrichtung verfügt und parallel ausgelesen wird. Kompromisslösungen bestehen darin, dass nacheinander mitttels Multiplexer jeweils eine Anzahl von Sensorelementen parallel ausgelesen und phasenrichtig gleichgerichtet wird. Die technische Realisierung in einem passiven Sensorarray würde dann beispielsweise der oben beschriebenen entsprechen, indem z.B. alle Elemente einer Spalte parallel durch N Zeilen – Strom-Spannungs-Wandler ausgelesen werden. Durch Verwendung von Zeilen-Multiplexern könnte in diesem Fall die Zahl der Strom-Spannungs-Wandler bis auf minimal einem reduziert werden. Die Multiplexer müssten in diesem Fall die nicht-auszulesenden Zeilen auf Massepotenzial schalten.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren eröffnet insbesondere die Möglichkeit, die komplexe Impedanz eines jeden Sensorelements zu bestimmen. Technisch wird dies dadurch gelöst, dass das Messfeld ein erstes mal mit einer ersten Phasenverschiebung des Triggersignals φ1 ausgelesen und gespeichert wird, und ein zweites Mal mit einer zweiten Phasenverschiebung des Triggersignals φ2. Aus den gespeicherten Impedanzwerten lässt sich sodann die komplexe Impedanz eines jeden Messelements berechnen.
  • Oft ist eine Anpassung der Empfindlichkeit und Phasenlage auch an eine Messaufgabe sinnvoll. Beispielsweise sind bestimmte Attrappen eines Fingerabdruckes durch bestimmte Merkmale ihrer Impedanz gekennzeichnet, beispielsweise die hohe elektrische Leitfähigkeit einer Attrappe, mit der ein kapazitiver Sensor getäuscht werden soll. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann der gemessene Fingerabdruck als Fingerabdruck einer Attrappe identifiziert werden, wenn die Impedanzeigenschaften der Attrappe bekannt sind. Auch ist die Möglichkeit der Impedanzanalyse der Haut mit dem Fingerabdrucksensor mit dem erfindungsgemäßen Verfahren gegeben, wodurch weitere wichtige Daten zur Charakterisierung der Echtheit des aufgelegten Fingers gewonnen werden könnten.
  • Es wird im Falle eines nicht hinreichend genau bekannten Messobjektes als ökonomische Messmethode vorgeschlagen, zumindest einzelne Sensorelemente wiederholt auszulesen und dabei die Phasenlage des Triggersignals und/oder die Verstärkung des Messsignals k sukzessive zu verstellen, um eine Anpassung an die Messaufgabe zu erhalten.

Claims (19)

  1. Elektronisches Ausleseverfahren für ein Sensorfeld zur Messung örtlicher verteilter physikalischer Größen, insbesondere zur Messung von Finger- oder Handabdrücken, wobei das Sensorfeld in einer Matrixanordnung Sensorelemente enthält, deren von der Messgröße abhängige Impedanz mit Hilfe eines aufgeprägten Ansteuersignals zu einem weiterverarbeitbaren Messsignal ausgelesen wird, dadurch gekennzeichnet, dass das aufgeprägte Ansteuersignal zeitveränderlich ist und das Messsignal in der weiteren Verarbeitung zumindest mithilfe eines zum Ansteuersignal synchronen Triggersignals phasenempfindlich gleichgerichtet wird und gefiltert wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ansteuersignal ein periodisches Signal ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ansteuersignal ein sinusförmiges Signal ist.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem passiven Sensorfeld, welches für die Sensorelemente einer Zeile gemeinsame Zeilenanschlüsse und für die Sensorelemente einer Spalte gemeinsame Spaltenanschlüsse aufweist, zur Auslesung eines Sensorelements ein entsprechender Spaltenanschluss (oder Zeilenanschluss) mit einer zeitveränderlichen Ansteuerspannung gespeist und der Strom aus dem betreffenden Zeilenanschluss (oder Spaltenanschluss) durch einen Strom-Spannungs-Wandler in ein Messsignal umgewandelt wird, sodann phasenempfindlich gleichgerichtet und gefiltert wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Strom-Spannungs-Wandler an dem betreffenden Zeilenanschluss (oder Spaltenanschluss) das Potenzial virtuell auf den Wert der nicht angesteuerten Spalten legt.
  6. Verfahren nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Strom-Spannungs-Wandler über einen Multiplexer mit mehreren Zeilenanschlüssen (oder Spaltenanschlüssen) verbunden ist.
  7. Verfahren nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Zeilenanschluss (oder Spaltenanschluss) mit einem Strom-Spannungs-Wandler verbunden ist.
  8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Triggersignal eine einstellbare Phasenlage oder Zeitverzögerung zum Ansteuersignal aufweist.
  9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Phasenlage des Triggersignals zum Ansteuersignal zwischen –180 und +180 eingestellt werden kann.
  10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bestimmung der komplexen Impedanz der Sensorelemente diese mehrfach ausgelesen werden, wobei die Phasenlage oder Verzögerung des Triggersignals variiert wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einzelne Sensorelemente wiederholt ausgelesen werden und dabei die Phasenlage des Tsiggersignals verstellt wird, zur Anpassung an die Messaufgabe.
  12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Filterung des phasenempfindlich gleichgerichteten Messsignals durch analoge Tiefpassfilterung, oder digital durch Tiefpassfilterung, gleitende Mittelwertbildung oder abtastende Verfahren realisiert wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkung des Messsignals einstellbar ist.
  14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorfeld mindestens zwei mal ausgelesen wird, wobei zwei unterschiedliche Phasenlagen zwischen Triggersignals und Ansteuersignal eingestellt werden, um den Realteil und Imaginärteil der komplexen Impedanz der Sensorelemente zu bestimmen.
  15. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem aktiven Sensorfeld, welches an jedem Sensorelement durch aktive elektronische Bauelemente das Messsignal erzeugt, an jedem Sensorelement die phasenempfindliche Gleichrichtung vorgenommen wird.
  16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass in einem aktiven Sensorfeld, welches an jedem Sensorelement durch aktive elektronische Bauelemente das Messsignal erzeugt, die erzeugten Messsignale mehrerer Sensorelemente nacheinander von einem gemeinsamen phasenempfindlichen Gleichrichter verarbeitet werden.
  17. Ausleseschaltkreis für passive Sensorfelder nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Bildung eines Triggersignals aus einem Ansteuersignal, Mittel zur Veränderung der Phasenlage des Triggersignals zum Ansteuersignal, Mittel zur phasenempfindlichen Gleichrichtung von Messsignalen eines Sensorfeldes mitttels des Triggersignals und Mittel zur Filterung des phasenempfindlich gleichgerichteten Messsignals vorhanden sind.
  18. Ausleseschaltkreis für Sensorfelder nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltkreis jeweils eine Vielzahl von Signalausgängen aufweist, die mit den Spaltenanschlüssen (Zeilenanschlüssen) des Sensorfeldes außerhalb vom Schaltkreises verbunden werden, welche innerhalb des Schaltkreises mit ein oder mehreren Spannungsquellen verbunden sind, sodass in serieller Abfolge ein periodisches Ansteuersignal an die Signalausgänge abgegeben wird.
  19. Ausleseschaltkreis für Sensorfelder nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltkreis jeweils eine Vielzahl von Eingängen aufweist, die mit den Zeilenanschlüssen (Spaltenanschlüssen) des Sensorfeldes außerhalb vom Schaltkreises verbunden werden und welche das Eingangssignal durch einen Strom-Spannungswandler, einen nachgeschalteten phasenempfindlichen Gleichrichter weiterverarbeiten.
DE102005051530A 2005-10-24 2005-10-26 Ausleseverfahren für Sensorfelder, insbesondere für Fingerabdruck-Sensoren Withdrawn DE102005051530A1 (de)

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