DE102005056378A1 - Verfahren zum Einbringen und Verankern wenigstens eines Verbindungselementes in einem Werkstück sowie Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein neuartiges Verfahren zum Einbringen wenigstens eines Verbindungselementes in ein Werkstück unter Verwendung eines wenigstens einteiligen Werkzeugs.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1 sowie auf eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens gemäß Oberbegriff Patentanspruch 14.
- Das Einbringen bzw. Verankern von Verbindungselementen, beispielsweise in Form von Pressmuttern oder Bolzen in Werkstücken aus einem bleibend verformbaren Material (z.B. Metallblech) durch Fügen und Verpressen ist bekannt und erfolgt beispielsweise in einer Presse unter Verwendung eines Stanzkopfes und einer zugehörigen Matrize in der Weise, dass das jeweilige Verbindungselement mit einem Verankerungsabschnitt in eine Fügeöffnung im Werkstück eingesetzt (Fügen) und dort anschließend durch Verpressen, d.h. durch bleibende Verformung des Materials des Werkstückes verankert wird. Bekannt ist weiterhin auch das Einbringen von sogenannten Stanzmuttern in Werkstücke. Hierbei wird die jeweilige Fügeöffnung im durch die Mutter durch Stanzen erzeugt. Das Verbinden erfolgt wiederum durch Verpressen.
- Speziell bei einer maschinellen Verarbeitung erfolgt das Handling, insbesondere das Einlegen der Werkstücke in das jeweilige Werkzeug durch maschinelle Handlingseinrichtungen, beispielsweise Roboter, an denen die Werkstücke auch während des Fügens und Verpressens der Verbindungselemente fest eingespannt sind. Derartige Handlingseinrichtungen weisen relativ großen Positionierungs-Toleranzen auf, so dass auch bei der Positionierung der Verbindungselemente in den Werkstücken relativ große Toleranzen in Kauf genommen werden müssen.
- Diese Ungenauigkeiten bei der Positionierung der Verbindungselemente in den Werkstücken können dann beim Verbinden verschiedener Werkstücke über die eingebrachten Verbindungselemente, beispielsweise beim Verbinden von Karosserieteilen von Straßenfahrzeugen mit weiteren Fahrzeugelementen erhebliche Probleme bereiten.
- Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren aufzuzeigen, welches trotz der unvermeidbaren Toleranzen maschineller Handlingseinrichtungen, beispielsweise Roboter, eine sehr genaue Positionierung der Verbindungselemente in Werkstücken ermöglicht. Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Verfahren entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet. Eine Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens ist Gegenstand des Patentanspruches 14.
- Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, dass Positionier-Ungenauigkeiten der maschinellen Handlingseinrichtungen beim Einlegen von Werkstücken in Werkzeuge zum Einbringen von Verbindungselementen durch das Ausrichten des jeweiligen Werkstückes relativ zu dem für das Einbringen der Verbindungselemente verwendeten Werkzeug eliminiert wird und somit ein Positionieren der Verbindungselemente in den Werkstücken mit hoher Genauigkeit möglich ist.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung erfolgt bei weiterhin an der Handlingseinrichtung eingespanntem Werkstück ein Ausrichten wenigstens eines Werkzeugteils des für das Einbringen der Verbindungselemente verwendeten Werkzeugs relativ zu dem Werkstück, und zwar bezogen auf ein im Werkstück für das Ausrichten vorgesehenes Bezugselement, welches beispielsweise von wenigstens einer Öffnung im Werkstück gebildet ist. Diese Öffnung ist dann z.B. die Fügeöffnung für das betreffende Verbindungselement oder aber eine Zentrieröffnung, die der jeweiligen Füge- und Verbindungsposition für das Verbindungselement exakt zugeordnet ist.
- Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform der Erfindung erfolgt ein Ausrichten des jeweiligen Werkstückes beim Einlegen oder nach dem Einlegen in das Werkzeug, und zwar dadurch, dass die Halterung des Werkstückes an der mechanischen Handlingseinrichtung zumindest kurzfristig gelockert wird.
- Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, beide Ausführungen oder Verfahrensweisen zu kombinieren. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren, die jeweils in vereinfachter Darstellung das lagegenaue Einbringen eines Verbindungselementes in ein Werkstück aus einem bleibend verformbaren Flachmaterial, nämlich aus einem Metallblech zeigen, näher erläutert.
- In der
1 ist1 ein Werkstück aus Metallblech, in welchem ein Verbindungselement in Form einer Mutter2 lagegenau eingebracht und verankert werden soll. Die Mutter2 besteht in bekannter Weise aus einem beispielsweise flachen, zylinderförmigen Mutterkörper2.1 , der an einer Stirnseite2.2 mit einem am Umfang ebenfalls kreiszylinderförmigen Vorsprung oder Bund2.3 versehen ist, dessen Umfangsfläche achsgleich mit der Achse MA des Körpers2.1 bzw. der Mutter2 liegt und mit einer ring-nutenartigen Hinterschneidung3 versehen ist. Die Mutter2 ist weiterhin mit einer durchgehenden, achsgleich mit der Achse MA liegenden Muttergewindeöffnung4 ausgebildet. - Im Werkstück
1 ist eine Fügeöffnung5 vorgesehen, deren Durchmesser gleich dem Außendurchmesser des Bundes2.3 ist und in die die Mutter2 mit dem Bund2.3 eingesetzt ist. Das Verankern der Mutter2 im Werkstück1 erfolgt dann in bekannter Weise durch Verpressen, d.h. durch bleibendes Verformen des Materials des Werkstückes1 in die Hinterschneidung3 , und zwar mit Hilfe eines Verpressstempels bzw. Plugers6 , der auf die dem Werkstück1 abgewandte Oberseite der Mutter2 einwirkt, sowie mit Hilfe einer Matrize7 , welches eine die Öffnung5 umschließende ringförmige Abstützfläche für die dem Mutterkörper2.1 abgewandte Unterseite des Werkstückes1 im Bereich der Fügeöffnung5 bildet (2 ). Der Verpressstempel6 und die Matrize7 sind Teile des Füge- und Verpress-Werkzeugs8 . Durch eine entsprechende Profilierung der Mutter2 beispielsweise im Bereich des Bundes2.3 oder an der über den Bund2.3 radial wegstehenden und gegen die Oberseite des Werkstückes1 anliegenden Ringfläche oder Stirnseite2.2 wird eine drehfeste Verankerung der Mutter2 im Werkstück1 erreicht. - Um eine exakte Positionierung der Mutter
2 im Werkstück1 innerhalb geringer Toleranzgrenze sicher zu stellen, insbesondere auch innerhalb von Toleranzgrenzen, die deutlich kleiner sind als die beim Handling, beispielsweise beim Zuführen der Werkstücke1 durch maschinelle Einrichtungen und/oder Roboter entstehenden Toleranzen, d.h. um für das Fügen und das Verpressen die Mutter2 und das Werkstück1 möglichst exakt zu positionieren, ist bei der in der1 dargestellten Ausführung ein Such- oder Positionierstift9 vorgesehen, der in der ringförmigen Matrize7 bzw. in einer dortigen Matrizenöffnung7.1 gegen die Wirkung wenigstens einer Druckfeder10 axial verschiebbar angeordnet ist. Der Durchmesser der Matrizenöffnung7.1 ist gleich oder annähernd gleich dem Durchmesser der Öffnung. - Der Such- und Zentrierstift
9 steht bei entspannter Feder10 mit seinem in der2 oberen Ende über die Ebene der Oberseite der Matrize7 vor, gegen die (Ebene) das Werkstück1 mit seiner Unterseite beim Fügen und Verpressen der Mutter2 anliegt. - An diesem bei entspannter Feder
10 über die Matrizenebene vorstehenden Ende bildet der Such- und Zentrierstift9 ausgehend von dieser Ebene zunächst einen kreiszylinderförmigen Abschnitt9.1 , dessen Durchmesser gleich dem Durchmesser der Fügeöffnung5 ist, und daran anschließend einen sich zum freien Ende hin verjüngenden Abschnitt9.2 . - Für das Einbringen der Mutter
2 wird das Werkstück1 zunächst mit einer mechanischen Einrichtung, d.h. z.B. Haltern oder Greifarmen eines Roboters oder einer anderen maschinellen Handling-Einrichtung gehalten in das Werkzeug8 eingeführt und auf die Matrize7 abgesetzt, wobei der Such- und Zentrierstift9 in die Fügeöffnung5 eingeführt wird. Ist die Achse der Öffnung5 nicht bereits zufällig mit der Achse des Such- und Zentrierstiftes9 achsgleich ausgerichtet, was aufgrund der Toleranzen beim Zuführen des Werkstückes1 nicht zu erwarten ist, so wird durch den sich in die Öffnung5 einfädelnden Such- und Zentrierstift9 die Matrize7 radial zu ihrer Matrizen- oder Werkzeugachse WA1 bewegt, bis der Abschnitt9.1 vollständig in der Fügeöffnung5 aufgenommen und dadurch die Werkzeugachse WA1 achsgleich mit der Achse der Öffnung5 liegt. Als Besonderheit ist die Matrize7 bei dieser Ausführung also radial zu der Matrizen- oder Werkzeugachse WA1 im Werkzeug8 vorgesehen, wie dies mit dem Doppelpfeil A in der1 angedeutet ist. - Das Zuführen der Mutter
2 erfolgt mit dem sich absenkenden Pressstempel6 . Die Mutter2 ist hierbei beispielsweise an der Stirnfläche des Pressstempels6 in geeigneter Weise, z.B. mit Hilfe von Permanentmagneten11 oder aber auf andere Weise, beispielsweise mit Hilfe von Unterdruck usw. gehalten. Beim Absenken gelangt schließlich der sich verjüngende Abschnitt9.2 in die Muttergewindeöffnung4 , so dass sich die Mutter2 noch vor dem Fügen, d.h. vor dem Einführen des Bundes2.3 in die Fügeöffnung5 des Werkstückes1 durch radiales Bewegen zu der Mutterachse MA ausrichtet, wie dies mit dem Doppelpfeil B angedeutet ist. Beim weiteren Absenken gelangt dann unter axialen Zurückschieben des Such- und Zentrierstiftes9 der Bund2.3 der achsgleich mit der Werkzeugachse WA1 und achsgleich mit der Achse der Öffnung5 ausgerichteten Mutter2 in diese Öffnung5 , so dass dann nach dem Fügen und Verpressen die Mutter2 exakt in dem Werkstück1 positioniert ist. - Die Besonderheit dieser Ausführung besteht also darin, dass über den Such- und Zentrierstift
9 zunächst das untere Teil des Werkzeuges8 , nämlich die Matrize7 in Bezug auf die Achse der Öffnung5 ausgerichtet und dann die Mutter2 mit ihrer Muttergewindeöffnung4 auf den Such- und Zentrierstift9 aufgefädelt und dadurch exakt in Bezug auf die Achse des Such- und Zentrierstiftes9 und der Öffnung5 ausgerichtet wird, bevor das Fügen und Verpressen erfolgt. Eine Änderung der Lage der Achse WA2 des Pressstempels6 bzw. der Lage des diesen Pressstempel aufweisenden oberen Teils des Gesamtwerkzeugs radial zur Werkzeugachse WA2 erfolgt nicht. - Die
3 zeigt eine Ausführung, die sich von der Ausführung der2 lediglich dadurch unterscheidet, dass das gesamte, dem Werkzeug8 entsprechende Werkzeug8a zum Ausrichten in Bezug auf die Öffnung5 des Werkstückes1 radial zu der gemeinsamen Werkzeugachse WA des durch den Pressstempel6 repräsentierten oberen Werkzeugteil und des durch die Matrize7 repräsentierten unteren Werkzeugteils verschiebbar ist. Hierfür sind die beiden Werkzeugteile beispielsweise über eine Rahmenstruktur oder auf andere geeignete Weise zumindest beim Schließen des Werkzeugs miteinander verbunden, wie dies durch die Linie11 angedeutet ist. - Die Verfahrensweise beim Fügen und Verpressen der Mutter
2 im Werkstück1 entspricht der vorstehend für das Werkzeug8 beschriebenen Verfahrensweise, d.h. beim Einbringen des Werkstückes1 in das Werkzeug8a wird durch Aufschieben der Fügeöffnung5 auf den Such- und Zentrierstift9 wiederum das untere Werkzeugteil, nämlich die Matrize7 durch radiales Verschieben mit ihrer Achse in Bezug auf die Achse der Öffnung5 ausgerichtet. Gleichzeitig wird aber beim Schließen des Werkzeuges8a , d.h. beim Absenken des oberen, den Pressstempel6 aufweisenden Werkzeugteils auch dieses durch die Verbindung mit dem unteren Werkzeugteil durch radiales Verschieben zur Werkzeugachse WA in Bezug auf die Achse der Öffnung5 ausgerichtet. - Die
4 zeigt als weitere mögliche Ausführungsform ein Werkzeug8b , welches sich von dem Werkzeug8 bzw.8a im Wesentlichen dadurch unterscheidet, dass anstelle des Such- und Zentrierstiftes9 , der das Ausrichten des unteren Werkzeugteils bzw. der Matrize7 sowie der Mutter2 in Bezug auf die Öffnung5 im Werkstück1 bewirkt, zwei Such- und Zentrierstifte12 vorgesehen sind, die mit Zentrieröffnungen13 zusammenwirken, welche im Werkstück1 außerhalb der Öffnung5 vorgesehen und dieser zugeordnet sind. Es versteht sich, dass die Zentrieröffnungen13 eine exakte Anordnung relativ zueinander, insbesondere auch relativ zu der Achse der zugehörigen Öffnung5 aufweisen. - Anstelle der Matrize
7 ist eine Matrize14 verwendet, die beim Verpressen der Mutter2 in der Öffnung5 des Werkstückes1 wiederum eine Anlagefläche für die dem Mutterkörper2.1 abgewandte Unterseite des Werkstückes1 bildet. In der Matrize14 ist gegen die Wirkung wenigstens einer Druckfeder axial verschiebbar ein weiterer Such- und Zentrierstift15 vorgesehen, der zumindest an seinem bei entlasteter Feder über die Matrize14 vorstehenden Ende ein sich kegelstumpfförmig verjüngenden Abschnitt15.1 bildet, dessen maximaler Durchmesser gleich oder geringfügig größer ist als der Durchmesser der Muttergewindeöffnung4 der Mutter2 . Die Matrize14 ist wiederum mit einer Matrizenöffnung14.1 versehen, deren Durchmesser bei dieser Ausführungsform allerdings kleiner ist als der Durchmesser der Öffnung5 und dem Querschnitt des Such- und Zentrierstiftes15 entspricht, so dass beim Verpressen die Matrize14 das Werkstück1 nicht nur an dem die Öffnung5 umschließenden Randbereich abstützt, sondern die Matrizenfläche auch in die Öffnung5 hineinreicht. - Beim Einbringen des in einem maschinellen Handhabungsvorrichtung, beispielsweise Roboter fest eingespannten Werkstückes
1 in das geöffnete Werkzeug8b wird das Werkstück1 mit seinen Zentrieröffnungen13 auf die Such- und Zentrierstifte12 aufgesetzt, die an dem unteren Werkzeugteil bzw. an der Matrize14 vorgesehen sind. Hierbei wird wiederum dieses untere Werkzeugteil14 durch Verschieben radial zu seiner Werkzeugachse WA1 in Bezug auf die Zentrieröffnungen13 und damit in Bezug auf die Achse der Öffnung5 ausgerichtet. Anschließend wird mit dem oberen Werkzeugteil, d.h. beispielsweise mit dem Pressstempel6 durch Absenken die Mutter2 mit ihrer Muttergewindeöffnung4 auf den über die Oberseite des Werkstückes1 vorstehenden, sich verjüngenden Bereich15.1 des Such- und Zentrierstiftes15 aufgeschoben, und zwar bei gegen die Matrize14 anliegenden Werkstück1 , so dass sich die Mutter2 in Bezug auf die Werkzeugachse WA1 der Matrize14 und damit in Bezug auf die Achse der Öffnung15 zentriert und somit nach dem Verpressen exakt im Werkstück1 positioniert ist. Die Mutter2 ist wiederum „schwimmend" an dem oberen Werkzeugteil gehalten, so dass dieses für die Zentrierung bzw. genauen Positionierung nicht radial zu seiner Werkzeugachse WA2 bewegt werden muss. - Die
5 zeigt ein Werkzeug8c , welches sich vom Werkzeug8b dadurch unterscheidet, dass auch das obere, von dem Pressstempel6 repräsentierte Werkzeugteil relativ zu der gemeinsamen Werkzeugachse WA zentriert wird, und zwar wiederum über die in die Zentrieröffnungen13 eingreifenden Such- und Zentrierstifte12 und durch bewegliche Anordnung beider Werkzeugteile radial zur Werkzeugachse WA. Das obere und untere Werkzeugteil sind hierbei wiederum zumindest beim Schließen des Werkzeugs für diese radiale Bewegung miteinander verbunden, wie dies wiederum durch die Linie16 angedeutet ist. - Der Such- und Zentrierstift
15 kann bei dem Werkzeug8c entfallen. - Die
6 zeigt in sehr vereinfachter Darstellung eine Vorrichtung8d zum Einbringen einer Nietmutter oder Blindnietmutter17 in die Öffnung5 des Werkstückes1 . Zum Fügen und Verankern der Nietmutter17 ist ein Werkzeugelement18 vorgesehen, welches die zur Verarbeitung von Nietmuttern übliche Ausbildung aufweist. An diesem Werkzeugelement sind die mit den Zentrieröffnung13 zusammenwirkenden Such- und Zentrierstifte12 vorgesehen. Beim Einbringen des Werkstückes1 in das Werkzeug8d und beim Aufschieben des Werkstückes1 mit den Zentrieröffnungen13 auf die Such- und Zentrierstifte12 wird wiederum das Werkzeugelement18 mit der an diesem aufgespindelten Nietmutter17 radial zur Achse der Nietmutter17 derart verschoben, dass die Achse der Nietmutter17 dann achsgleich mit der Achse der Öffnung5 liegt. Anschließend erfolgt das Fügen und Vernieten. - Allen vorstehend beschriebenen Ausführungen ist somit gemeinsam, dass zumindest ein Werkzeugteil radial zu seiner Werkzeugachse beweglich vorgesehen und beim Einbringen des Werkstückes
1 in Bezug auf die Achse der Öffnung5 zentriert wird, so dass ein Fügen, d.h. ein Einbringen des jeweiligen Verbindungselementes in die Öffnung5 des Werkstückes1 bei eingespanntem Werkstück erfolgen kann, ohne dass im Werkstück Spannungen auftreten. - Die vorbeschriebenen Ausführungen ermöglichen es auch, mehrere Verbindungselemente, beispielsweise mehrere Muttern
2 oder mehrere Nietmuttern17 gleichzeitig und jeweils exakt positioniert in einem Arbeitsgang in ein Werkstück1 einzubringen, wobei dann das für jedes Verbindungselement verwendete Werkzeug aus wenigstens einem durch den Such- und Zentrierstift9 bzw. die Such- und Zentrierstifte12 durch Bewegung radial zu seiner Werkzeugachse zentrierbaren Werkzeugteil besteht. - Abweichend von den vorbeschriebenen Ausführungen besteht auch die Möglichkeit, vor dem Fügen des jeweiligen Verbindungselementes bei dann starrer, d.h. radial nicht beweglicher Anordnung der Werkzeugteile ein Ausrichten des Werkstückes
1 relativ zu den Werkzeugteilen bzw. zum Werkzeug vorzunehmen, und zwar dadurch, dass beim Einbringen des Werkstückes1 in das jeweils geöffnete Werkzeug8 –8d , d.h. beim Aufschieben des Werkstückes1 mit der Öffnung5 auf den Such- bzw. Zentrierstift9 und/oder mit den Zentrieröffnungen13 auf die Such- oder Zentrierstifte12 die Einspannung des Werkstücks1 an der Handlingseinrichtung gelockert wird, so dass sich das Werkstück1 durch Verschieben entsprechend dem Doppelpfeil C relativ zu den Werkzeugteilen ausrichten kann. - Die Erfindung wurde voranstehend für das Fügen und Verpressen von Verpressmuttern bzw. Nietmuttern beschrieben. Es versteht sich, dass die vorstehend beschriebenen Verfahrensweisen auch zum Einbringen anderer Verbindungselemente in Werkstücke, beispielsweise zum Einbringen von Bolzen oder von Stanzmuttern in Werkstücke ebenfalls verwendet werden können.
-
- 1
- Werkstück
- 2
- Pressmutter
- 2.1
- Mutterkörper
- 2.2
- Stirnfläche des
Mutterkörpers
2.1 - 2.3
- Bund
- 3
- Hinterschneidung
- 4
- Muttergewindeöffnung
- 5
- Öffnung im Werkstück
- 6
- Pressbolzen
- 7
- Matrize
- 7.1
- Matrizenöffnung
- 8, 8a, 8b, 8c, 8d
- Werkzeug
- 9
- Such- und Zentrierzapfen
- 9.1, 9.2
- Abschnitt
des Such- und Zentrierzapfens
9 - 10
- Druckfeder
- 11
- mechanische Verbindung zwischen den Werkzeugteilen
- 12
- Such- und Zentrierzapfen
- 13
- Zentrieröffnung
- 14
- Matrize
- 14.1
- Matrizenöffnung
- 15
- Such- und Zentrierzapfen
- 15.1
- Abschnitt
- 16
- mechanische Verbindung zwischen den Werkzeugteilen
- 17
- Nietmutter
- 18
- Werkzeugteil
zum Fügen
und Verankern der Nietmutter
17 - A
- radiale Bewegung des unteren Werkzeugteils
- B
- radiale Bewegung des zugeführten Verbindungselementes oder
- des oberen Werkzeugteils
- C
- Bewegung des Werkstückes zum Ausrichten
- MA
- Achse der Mutter
- WA1, WA2, WA
- Werkzeugachse
Claims (23)
- Verfahren zum Einbringen wenigstens eines Verbindungselementes (
2 ,17 ) in ein Werkstück (1 ) unter Verwendung eines wenigstens einteiligen Werkzeugs, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Fügen und Verbinden des Verbindungselementes mit dem Werkstück (1 ) durch wenigstens ein an einem Zentrierbereich (5 ,13 ) des Werkstückes (1 ) angreifenden Such- und/oder Zentrierelement (9 ,12 ) durch Relativbewegung zwischen dem Werkzeugteil (,14 ,18 ) und dem Werkstück (1 ) ein lagegenaues Ausrichten des Werkzeugs (8 ,8a ,8b ,8c ,8d ) in Bezug auf das Werkstück (1 ) erfolgt. - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausrichten durch wenigstens einen in wenigstens eine Öffnung (
5 ,13 ) des Werkstücks (1 ) eingreifenden Such- und/oder Zentrierstift (9 ,12 ) erfolgt. - Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Werkzeugteil (
7 ,14 ,18 ) durch Bewegen, vorzugsweise durch radiales Bewegen relativ zu seiner Werkzeugachse (WA, WA1) in Bezug auf das eingespannte Werkstück (1 ) ausgerichtet wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem wenigstens einen Such- oder Zentrierstift (
9 ) zusammenwirkende Zentrieröffnung des Werkstückes (1 ) eine Fügeöffnung (5 ) für das Verbindungselement (2 ) ist. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Zentrierbereich (
13 ) im Werkstück (1 ) seitlich von dem für die Verankerung des Verbindungselementes vorgesehenen Bereich des Werkstückes (1 ) vorgesehen ist. - Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Zentrierbereich (
13 ) seitlich von einer Fügeöffnung (5 ) für das Verbindungselement (2 ,17 ) vorgesehen ist. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das radial zu der Werkzeugsachse (WA) bewegliche Werkzeugteil eine Matrize (
7 ,14 ) ist. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige Verbindungselement (
2 ,17 ) beim Fügen an einem über das wenigstens eine Such- und/oder Zentrierelement (9 ,12 ) in Bezug auf das Werkstück (1 ) ausgerichteten Führungselement (9.2 ,15.1 ) geführt oder an einem durch das wenigstens eine Such- und/oder Zentrierelement (9 ,12 ) ausgerichteten weiteren Werkzeugteil (6 ) gehalten ist. - Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement der das Ausrichten des Werkzeugteils (
7 ,14 ) relativ zum Werkstück (1 ) bewirkende Such- oder Zentrierzapfen oder ein zusätzlicher Such- oder Zentrierzapfen (15 ) ist. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (
2 ) beim Zuführen schwimmend an dem weiteren Werkzeugteil (6 ) gehalten ist. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement eine Mutter, beispielsweise eine Pressmutter oder Stanzmutter ist.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement ein Bolzen ist.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement ein Niet oder Blindniet oder eine Nietmutter ist.
- Vorrichtung zum Einbringen wenigstens eines Verbindungselementes (
2 ,17 ) in ein Werkstück (1 ) mit zumindest einem wenigstens einteiligen Werkzeug, gekennzeichnet, durch wenigstens ein an einem Zentrierbereich (5 ,13 ) des Werkstückes (1 ) angreifenden Such- und/oder Zentrierelement (9 ,12 ) an einem Werkzeugteil (7 ,14 ,18 ), mit dem durch Relativbewegung zwischen dem Werkzeugteil (7 ,14 ,18 ) und dem Werkstück (1 ) ein lagegenaues Ausrichten des Werkzeugs (8 ,8a ,8b ,8c ,8d ) in Bezug auf das Werkstück (1 ) erfolgt. - Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Such- und/oder Zentrierelement ein in eine Öffnung (
5 ,13 ) des Werkstücks (1 ) eingreifender Such- und/oder Zentrierstift (9 ,12 ) ist. - Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Werkzeugteil (
7 ,14 ,18 ) zum Ausrichten relativ zu seiner Werkzeugachse (WA, WA1) bewegbar ist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem wenigstens einen Such- oder Zentrierstift (
9 ) zusammenwirkende Zentrieröffnung des Werkstückes (1 ) eine Fügeöffnung (5 ) für das Verbindungselement (2 ) ist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Zentrierbereich (
13 ) im Werkstück (1 ) seitlich von dem für die Verankerung des Verbindungselementes vorgesehenen Bereich des Werkstückes (1 ) vorgesehen ist. - Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Zentrierbereich (
13 ) seitlich von einer Fügeöffnung (5 ) für das Verbindungselement (2 ,17 ) vorgesehen ist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das radial zu der Werkzeugsachse (WA) bewegliche Werkzeugteil eine Matrize (
7 ,14 ) ist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Führungselement (
9.2 ,15.1 ), welches über das wenigstens eine Such- und/oder Zentrierelement (9 ,12 ) in Bezug auf das Werkstück (1 ) ausgerichtet wird und an welchen das jeweilige Verbindungselement (2 ,17 ) beim Fügen geführt ist. - Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement der das Ausrichten des Werkzeugteils (
7 ,14 ) relativ zum Werkstück (1 ) bewirkende Such- oder Zentrierzapfen oder ein zusätzlicher Such- oder Zentrierzapfen (15 ) ist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (
2 ) beim Zuführen schwimmend an einem weiteren Werkzeugteil (6 ) gehalten ist.
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| EP06828549A EP1951473A1 (de) | 2005-11-24 | 2006-11-21 | Verfahren zum einbringen und verankern wenigstens eines verbindungselementes in einem werkstück sowie vorrichtung zum durchführen des verfahrens |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE102005056378A DE102005056378A1 (de) | 2005-11-24 | 2005-11-24 | Verfahren zum Einbringen und Verankern wenigstens eines Verbindungselementes in einem Werkstück sowie Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20120601 |