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Die Erfindung befaßt sich allgemein mit Universalgelenkanordnungen
(Kardangelenken oder Kreuzgelenken) bei Fahrzeug-Antriebsstrangsystemen.
Insbesondere befaßt sich die Erfindung mit einer verbesserten Konstruktion
hinsichtlich des Festlegens von Lageraußenringen in zugeordneten
Ausnehmungen einer halbrunden Endgabel.
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Universalgelenkanordnungen sind an sich bekannte Einrichtungen, welche eine
Antriebsverbindung zwischen zwei Teilen herstellen, die derart beschaffen und
ausgelegt sind, daß sie sich um nicht fluchtende Drehachsen drehen können.
Universalgelenkanordnungen werden häufig zwischen drehbaren
Antriebswellenabschnitten in Fahrzeugantriebsstrangsystemen eingesetzt. Eine
typische Universalgelenkanordnung umfaßt ein Kreuzstück, welches einen
zentralen Körperabschnitt mit vier zylindrischen Zapfen hat, die sich von dem
Kreuzstück weg erstrecken. Die Zapfen sind in einer einzigen Ebene
ausgerichtet und verlaufen rechtwinklig zueinander. Die Zapfen haben eine
gemeinsame Schnittstelle an dem Mittelbereich des zentralen Körperabschnitts. Ein
hohler, zylindrischer Lageraußenring ist auf dem Ende jedes Zapfens
angebracht. Nadellager oder ähnliche Einrichtungen sind zwischen den äußeren
zylindrischen Flächen der Zapfen und den inneren zylindrischen Flächen der
Lageraußenringe angeordnet, um eine relative Drehbewegung zwischen den
Zapfen und den Lageraußenringen zuzulassen. Die Lageraußenringe, welche
auf gegenüberliegenden Paaren der Zapfen angebracht sind, können mit einer
ersten Endgabel verbunden sein, welche fest mit einem Ende eines ersten
Antriebswellenabschnitts verbunden ist, während die Lageraußenringe, die auf
einem zweiten gegenüberliegenden Paar der Zapfen angebracht sind, mit einer
zweiten Endgabel verbunden werden können, welche fest mit einem Ende
eines zweiten Antriebswellenabschnitts verbunden ist.
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Die ersten und die zweiten Endgabeln lassen sich als eine von zwei an sich
bekannten Auslegungsformen einordnen, nämlich einer vollständig runden
Endgabel und einer halbrunden Endgabel. Eine vollständig runde Gabel
umfaßt ein Paar von gegenüberliegenden Armen, welche jeweils zylindrische
Öffnungen haben, die durch dieselben gehen, und in denen die
gegenüberliegenden Lageraußenringe eingesetzt sind. Flache Halteteile werden
üblicherweise über den äußeren Enden der Lageraußenringe vorgesehen, um diese in
den zugeordneten zylindrischen Öffnungen zu halten. Eine halbrunde
Endgabel umfaßt ein Paar von gegenüberliegenden Armen, welche jeweils
halbzylindrische Ausnehmungen haben, welche in diesen ausgebildet sind, und in
denen Abschnitte der gegenüberliegenden Lageraußenringe aufgenommen
sind. Haltebügel sind üblicherweise um die Umfangsseiten der
Lageraußenringe vorgesehen, um diese in den zugeordneten halbzylindrischen
Ausnehmungen zu halten.
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Eine typische Konstruktion für einen Haltebügel zum Einsatz bei einer
halbrunden Endgabel umfaßt eine ausgestanzte Platte oder ein ähnliches Teil,
welches einen gekrümmten zentralen Abschnitt umfaßt, der ein Paar von
Endabschnitten hat, die von diesem aus nach außen verlaufen. Der gekrümmte
zentrale Abschnitt des Haltebügels ist im allgemeinen halbzylindrisch derart
gestaltet, daß er sich an die Außenfläche des Lageraußenrings anpaßt. Die
Endabschnitte des Haltebügels haben zugeordnete Öffnungen, welche durch
dieselben gehen und die zu mit Gewinde versehenen Bohrungen fluchten,
welche in den Armen der halbrunden Endgabel ausgebildet sind.
Schraubbolzen oder ähnliche Befestigungsmittel gehen durch die Öffnungen, die in den
Endabschnitten des Haltebügels ausgebildet sind, und arbeiten mit den
Gewindebohrungen zusammen, welche in den Armen der halbrunden Endgabel
ausgebildet sind, so daß der Haltebügel mit dieser halbrunden Endgabel fest
verbunden werden kann. Auf diese Weise wird der jeweilige Lageraußenring
in der zugeordneten halbzylindrischen Ausnehmung der halbrunden Endgabel
mittels des Haltebügels festgelegt. Obgleich bekannte Haltebügel auf effektive
Weise über Jahre hinweg eingesetzt wurden, besteht ein Bedürfnis nach einer
verbesserten Konstruktion zur Festlegung der Lageraußenringe in den
zugeordneten Ausnehmungen einer halbrunden Endgabel.
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Die Erfindung befaßt sich mit einer verbesserten Konstruktion zum Festlegen
der Lageraußenringe in zugeordneten Ausnehmungen einer halbrunden
Endgabel. Die halbrunde Endgabel umfaßt ein Paar von gegenüberliegenden
Armen, die jeweils mit einer Endfläche endigen, welche eine im allgemeinen
halbzylindrische Ausnehmung hat, und darin ein Paar von mit Gewinde
versehenen Bohrungen besitzt. Ein Kreuzstück umfaßt einen zentralen
Körperabschnitt, welcher vier zylindrische Zapfen hat, die von diesem nach außen
verlaufen. Ein Lageraußenring ist drehbeweglich auf dem Ende jeder der
Zapfen angebracht. Das Kreuzstück wird zu Beginn in der Nähe der
halbrunden Endgabel derart positioniert, daß ein Paar von Lageraußenringen in den
halbzylindrischen Ausnehmungen aufgenommen ist, welche in den Armen
ausgebildet ist. Ein Haltebügel wird dann in der Nähe des Kreuzstücks und
der halbrunden Endgabel angeordnet. Der Haltebügel umfaßt einen länglichen
zentralen Körperabschnitt, welcher ein Paar von in Querrichtung verlaufenden
Halteabschnitten hat. Jeder Halteabschnitt umfaßt einen gekrümmten Bereich,
welcher ein Paar von Endbereichen hat, die sich von diesem nach außen
erstrecken. Jeder gekrümmte Bereich hat eine im allgemeinen halbzylindrische
innere Fläche, welche an diesem ausgebildet ist. Die halbzylindrischen inneren
Flächen der gekrümmten Bereiche des Haltebügels nehmen Abschnitte des
ersten Paars von Lageraußenringen darin auf. Die Endbereiche der
Halteabschnitte haben zugeordnete Öffnungen, welche durch dieselben gehen
sowie derart bemessen sind, daß sie zu den mit Gewinde versehenen
Bohrungen fluchten, die in den Armen der halbrunden Endgabel ausgebildet sind. Mit
Gewinde versehene Bolzen können sich dann durch die Öffnungen erstrecken,
welche in den Endbereichen des Haltebügels ausgebildet sind und die mit den
mit Gewinde versehenen Bohrungen zusammen arbeiten, die in den Armen
der halbrunden Endgabel ausgebildet sind, um den Haltebügel daran
festzulegen. Bei einer ersten bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung hat
jeder der Arme der halbrunden Endgabel einen Haltelappen, welcher an
diesem ausgebildet ist und in positiver Weise die Lageraußenringe daran
hindert, daß sie sich von dem Kreuzstück lösen können. Bei einer zweiten
bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung hat jeder der Endbereiche
des Haltebügels einen Haltelappen, welcher an diesem ausgebildet ist und der
in positiver Weise verhindert, daß die Lageraußenringe sich von dem
Kreuzstück lösen. Der zentrale Körperabschnitt des Haltebügels verläuft zwischen
den beiden Halteabschnitten, um die Gesamtsteifigkeit der halbrunden
Endgabel zu vergrößern, wodurch unerwünschte Relativbewegungen der beiden
Arme möglichst gering gehalten werden und man eine verbesserte Abstützung
für das Kreuzstück erhält, wodurch sich eine günstigere Lagerstandzeit und
eine verbesserte Festigkeit für das gesamte Universalgelenk ergibt. Bei einer
dritten bevorzugten Ausführungsform ist eine Versteifung integral mit den
Armen der Gabel ausgebildet und erstreckt sich zwischen gegenüberliegenden
Armen derselben.
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Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der nachstehenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen unter
Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung. Darin zeigt:
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Fig. 1 eine Seitenansicht zur schematischen Verdeutlichung einer
Fahrzeug-Antriebsstranganordnung, welche ein Paar von
Universalgelenken umfaßt, die jeweils eine halbrunde Endgabel und einen
Haltebügel nach der Erfindung haben;
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Fig. 2 eine vergrößerte auseinander gezogene perspektivische Ansicht
eines Teils einer der Universalgelenke nach Fig. 1,
einschließlich einer ersten bevorzugten Ausführungsform einer halbrunden
Endgabel und eines Lagerhaltebügels nach der Erfindung;
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Fig. 3 eine vergrößerte perspektivische auseinander gezogene Ansicht
eines Teils eines Universalgelenks nach Fig. 1, einschließlich
einer zweiten bevorzugten Ausführungsform einer halbrunden
Endgabel und eines Lagerhaltebügels nach der Erfindung; und
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Fig. 4 eine vergrößerte perspektivische Ansicht eines Teils eines der
Universalgelenke nach Fig. 1, einschließlich einer dritten
bevorzugten Ausführungsform einer integral ausgebildeten Rohrgabel
und eines Lagerhaltebügels nach der Erfindung.
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Unter Bezugnahme auf die Zeichnung ist in Fig. 1 eine
Fahrzeug-Antriebsstranganordnung gezeigt, welche insgesamt mit 10 bezeichnet ist und auf
übliche Weise ausgelegt ist. Die Antriebsstranganordnung 10 umfaßt ein
Getriebe 12, welches eine Ausgangswelle (nicht gezeigt) hat, welche mit einer
Eingangswelle (nicht gezeigt) einer Achsanordnung 14 über eine
Antriebswellenanordnung 16 verbunden ist. Das Getriebe 12 wird durch eine
Brennkraftmaschine (nicht gezeigt) oder eine andere
Drehenergieerzeugungseinrichtung auf eine übliche Art und Weise drehangetrieben. Die
Antriebswellenanordnung 16 umfaßt ein zylindrisches Antriebswellenrohr, welches insgesamt
mit 18 bezeichnet ist, und einen Mittelabschnitt 20 sowie ein Paar von
gegenüberliegenden Endabschnitten 22a und 22b hat. Das Antriebswellenrohr 18 ist
vorzugsweise aus einem Aluminiumlegierungsmaterial ausgebildet, obgleich
dies nicht notwendigerweise der Fall zu sein braucht. Bei der dargestellten,
bevorzugten Ausführungsform ist der Mittelabschnitt 20 des
Antriebswellenrohrs 18 derart ausgebildet, daß er einen größeren Außendurchmesser als die
jeweiligen Endabschnitte 22a und 22b hat. Somit werden entsprechende
Übergangsbereiche 21a und 21b zwischen dem durchmessergrößeren
Mittelabschnitt 20 des dargestellten Antriebswellenrohrs 18 und den jeweiligen
durchmesserkleineren Endabschnitten 22a und 22b gebildet. Das
Antriebswellenrohr 18 kann jedoch auch derart ausgebildet sein, daß es über die
gesamte Längserstreckung hinweg einen konstanten Durchmesser hat, oder
es kann auch irgendeine andere gewünschte Gestalt haben. Alternativ kann
das einzige Antriebswellenrohr 18 durch eine zusammengesetzte
Antriebswellenanordnung (nicht gezeigt) ersetzt werden, welche gesonderte erste und
zweite Antriebswellenabschnitte hat, die mittels einer zentralen
Lageranordnung zwischen dem Getriebe 12 und der Achsanordnung 14 gelagert sind. Das
Antriebswellenrohr 16 kann aus irgendeinem geeigneten Material hergestellt
sein, wie zum Beispiel einer gewichtsmäßig leichten Aluminiumlegierung
(Legierung 6061 beispielsweise).
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Die Ausgangswelle des Getriebes 12 und die Eingangswelle der
Achsanordnung 14 sind in typischer Weise nicht koaxial ausgerichtet. Um dies
auszugleichen, ist ein Paar von Universalgelenken (Kardangelenken oder
Kreuzgelenken), welche insgesamt mit 24a und 24b bezeichnet sind, an den
Endabschnitten 22a und 22b des Antriebswellenrohrs 18 vorgesehen, um jeweils das
Antriebswellenrohr 18 mit der Ausgangswelle des Getriebes 12 und der
Eingangswelle der Achsanordnung 14 zu verbinden. Das erste Universalgelenk
24a umfaßt eine Rohrgabel 26a, welche an dem vorderen Endabschnitt 22a
des Antriebswellenrohrs 18 auf an sich bekannte Weise, wie mittels
Schweißen oder Klebstoffen, fest angebracht ist. Das erste Universalgelenk 24a
umfaßt ferner eine halbrunde Endgabel 28a, welche mit der Ausgangswelle
des Getriebes 12 verbunden ist. Das zweite Universalgelenk 24b umfaßt eine
Rohrgabel 26b, welche fest mit dem hinteren Endabschnitt 22b des
Antriebswellenrohrs 18 auf an sich bekannte Weise, wie mittels Schweißen oder
Klebstoffen, fest angebracht ist. Das zweite Universalgelenk 24b umfaßt ferner
eine halbrunde Endgabel 28b, welche mit der Eingangswelle der
Achsanordnung 14 verbunden ist. Die Auslegungsformen der halbrunden Endgabeln 28a
und 28b werden nachstehend näher beschrieben.
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Fig. 2 ist eine vergrößerte, perspektivisch auseinander gezogene Ansicht
eines Teils einer der Universalgelenke 24b nach Fig. 1, welche eine erste
bevorzugte Ausführungsform einer halbrunden Endgabel 28b nach der
Erfindung aufweist. Die halbrunde Endgabel 28b umfaßt einen im allgemeinen
hohlen zylindrischen Körper 30, welcher eine innere Umfangsfläche bildet,
welcher eine Mehrzahl von innenliegenden und darin ausgebildeten Keilteilen
31 hat. Ein Paar von gegenüberliegenden Armen 32 verläuft im allgemeinen
axial von dem Körper 30 weg. Jeder der gegenüberliegenden Arme 32 endet
in einer ebenen Endfläche, welche eine im allgemeinen halbzylindrische
Ausnehmung 33 und ein Paar von mit Gewinde versehenen Bohrungen 34 hat,
welche in diesen ausgebildet sind. Auch umfaßt jeder der gegenüberliegenden
Arme 32 einen Haltelappen 35, welcher sich über einen Abschnitt der
zugeordneten halbzylindrischen Ausnehmung 33 nach innen erstreckt. Der Zweck
dieser halbkreisförmigen Ausnehmungen 33, der mit Gewinde versehenen
Bohrungen 34 und der Haltelappen 35 wird nachstehend näher erläutert.
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Das Universalgelenk 24a umfaßt auch ein Kreuzstück 36, welches einen
zentralen Körperabschnitt mit zwei Paaren von im allgemeinen zylindrischen
Zapfen 37a und 37b hat, die von dem Kreuzstück 36 nach außen verlaufen.
Die Zapfen 37a und 37b sind in einer einzigen Ebene ausgerichtet und
verlaufen rechtwinklig zueinander. Die Zapfen 37a und 37b haben eine
gemeinsame Schnittstelle an dem Mittelpunkt des zentralen Körperabschnitts. Hohle,
zylindrische Lageraußenringe 38a und 38b sind auf den Enden der Zapfen 37a
und 37b angebracht. Nadellager (nicht gezeigt) oder ähnliche Einrichtungen
sind zwischen den äußeren zylindrischen Flächen der Zapfen 37 und 37b und
den inneren zylindrischen Flächen der Lageraußenringe 38a und 38b
vorgesehen, um die relative Drehbewegung zwischen den Zapfen 37a und 37b
und den Lageraußenringen 38a und 38b zu erleichtern. Die Lageraußenringe
38a, welche auf einem ersten gegenüberliegenden Paar von Zapfen 37a
angebracht sind, können mit der halbrunden Endgabel 28b auf die
nachstehend näher beschriebene Weise verbunden werden, während die
Lageraußenringe 38b, welche auf einem zweiten gegenüberliegenden Paar von Zapfen
37b angebracht sind, mit der Rohrgabel 26b der Antriebswellenanordnung 16
auf an sich bekannte Weise verbunden werden können.
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Das Universalgelenk 24b umfaßt ferner eine erste bevorzugte
Ausführungsform eines Haltebügels nach der Erfindung, welcher dort insgesamt mit 40
bezeichnet ist. Der Haltebügel 40 umfaßt einen länglichen, zentralen
Körperabschnitt 41, welcher ein Paar von in Querrichtung verlaufenden
Halteabschnitten hat. Bei der dargestellten bevorzugten Ausführungsform sind die
Halteabschnitte integral mit dem zentralen Körperabschnitt 41 ausgebildet,
obgleich dies nicht notwendigerweise der Fall zu sein braucht. Jeder
Halteabschnitt umfaßt einen gekrümmten Bereich 32, welcher ein Paar von
Endbereichen 43 hat, welche von diesem nach außen verlaufen. Jeder der
gekrümmten Bereiche 42 hat eine im allgemeinen halbzylindrische Innenfläche 42a,
welche an dem jeweiligen gekrümmten Bereich 42 ausgebildet ist. Die
Endbereiche 43 der Halteabschnitte haben zugeordnete Öffnungen 43a, welche
durch dieselben gehen und derart bemessen sind, daß sie mit den mit
Gewinde versehenen Bohrungen 34 fluchten, die in den Armen 32 der halbrunden
Endgabel 28b ausgebildet sind. Der Zweck der halbzylindrischen inneren
Flächen 42a und der Öffnungen 43a wird nachstehend erläutert.
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Zur Montage des Universalgelenks 24b wird das Kreuzstück 36 zu Beginn in
der Nähe der halbrunden Endgabel 28b angeordnet. Wenn dieses
Universalgelenk auf diese Weise angeordnet ist, werden Abschnitte des ersten Paars
von Lageraußenringen 38a in den halbzylindrischen Ausnehmungen 33
aufgenommen, welche in den Armen 32 ausgebildet sind. Vorzugsweise
entsprechen die halbzylindrischen Ausnehmungen 33 im allgemeinen hinsichtlich der
Gestalt den äußeren Flächen der Lageraußenringe 38a, um einen
gleichmäßigen Reibschlußeingriff zwischen denselben bereitzustellen. Zugleich verlaufen
die Haltelappen 35, welche an den Armen 32 der halbrunden Endgabel 28b
ausgebildet sind, teilweise über die äußeren Endflächen der Lageraußenringe
38a hinaus. Als Folge hiervon arbeiten die Lageraußenringe 38a mit den
Haltelappen 35 derart zusammen, daß sie auf positive Weise daran gehindert
werden, daß sie sich von den Zapfen 37a des Kreuzstücks 36 lösen können.
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Dann wird der Haltebügel 40 in der Nähe des Kreuzstücks 36 und der
halbrunden Endgabel 28b angeordnet. Wenn dieser auf diese Weise angeordnete ist,
nehmen die halbzylindrischen inneren Flächen 42a der gekrümmten Bereiche
42 des Haltebügels 40 Abschnitte des ersten Paars von Lageraußenringen 38a
darin auf. Vorzugsweise entsprechen die halbzylindrischen inneren Flächen
42a im allgemeinen der Gestalt der äußeren Flächen der Lageraußenringe
38a, um einen gleichmäßigen Reibschlußeingriff zwischen denselben
bereitzustellen. Zugleich sind die Öffnungen 43a, welche durch die Endbereiche 43
des Haltebügels 40 gehen, zu den mit Gewinde versehenen Bohrungen 34
ausgerichtet, welche in den Armen 32 der halbrunden Endgabel 28b
ausgebildet sind. Übliche Gewindebolzen 44 oder ähnliche Befestigungsmittel können
durch die Öffnungen 43a gehen, welche durch die Endbereiche 43 des
Haltebügels 40 gehen, und sie können mit den mit Gewinde versehenen Bohrungen
34 zusammenarbeiten, welche in den Armen 32 der halbrunden Endgabel 28b
ausgebildet sind, um hierdurch den Haltebügel 40 an diesen festzulegen. Als
Folge hiervon sind das Kreuzstück 36 und die Lageraußenringe 38a im
Gebrauchszustand fest mit der halbrunden Endgabel 28b verbunden.
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Wie zuvor angegeben worden ist, verläuft der zentrale Körperabschnitt 41 des
Haltebügels 40 zwischen den beiden Halteabschnitten desselben. Die
Auslegungsform erhöht die Gesamtsteifigkeit der halbrunden Endgabel 28b,
wodurch eine unerwünschte, relative Bewegung der beiden Arme 32 möglichst
gering gehalten wird, und eine verbesserte Unterstützung für das Kreuzstück
36 vorhanden ist. Hierdurch erhält man eine bessere Lagerstandzeit und eine
erhöhte Festigkeit für das Universalgelenk 24b. Der Haltebügel 40 kann aus
irgendeinem gewünschten Material ausgebildet sein, welches Metalle (wie
Aluminium, Magnesium, Stahl und Legierungen derselben), Verbundfaserstoffe
(wie Kohlenfaser verstärkte Kunststoffe) oder Kombinationen hiervon umfaßt.
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In der Praxis wird die Antriebswellenanordnung 16 (einschließlich des
Antriebswellenrohrs 18, der Rohrgabeln 26a und 26b und der Kreuzstücke 36 der
Universalgelenke 24a und 24b) im allgemeinen an ein und derselben Stelle
hergestellt, und dann als eine Einheit zum Einbau in ein Fahrzeug zwischen
den halbrunden Endgabeln 28a und 28b transportiert, welche jeweils am
Getriebe 12 und der Achsanordnung 14 vorgesehen sind. Bei diesem Beispiel
kann es erwünscht sein, die Antriebswellenanordnung 16 mit Haltebügeln 40
und den beiden Universalgelenken 24a und 24b zum Transport mit denselben
anzubringen. In anderen Worten bedeutet dies, daß während der Montage der
Antriebswellenanordnung 16 ein erster Haltebügel 40 zwischen der ersten
Rohrgabel 26a und dem Kreuzstück 36 vorgesehen wird, welches mit diesem
anschließend in Verbindung mit der ersten halbrunden Endgabel 28a
verbunden ist, während ein zweiter Haltebügel 40 zwischen der zweiten
Rohrgabel 26b und dem Kreuzstück 36 vorgesehen ist, welches anschließend mit der
zweiten halbrunden Endgabel 28b verbunden werden soll. Obgleich diese
Haltebügel 40 lose an den Universalgelenken 24a und 24b angeordnet sind,
bis die Antriebswellenanordnung 16 zwischen den halbrunden Endgabeln 28a
und 28b montiert ist, erleichtert der Transport der Haltebügel 40 mit der
Antriebswellenanordnung 16 den anschließenden Montagevorgang.
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Fig. 3 ist eine vergrößerte, perspektivische auseinander gezogene Ansicht
eines Teils einer der Universalgelenke 28b nach Fig. 1, einschließlich einer
zweiten bevorzugten Ausführungsform einer halbrunden Endgabel 28b' nach
der Erfindung. Die halbrunde Endgabel 28b' umfaßt einen im allgemeinen
hohlen, zylindrischen Körper 50, welcher eine innere Umfangsfläche bildet,
welche eine Mehrzahl von darin ausgebildeten inneren Keilteilen 51 hat. Ein
Paar von gegenüberliegenden Armen 52 erstreckt sich im allgemeinen von
dem Körper 50 axial weg. Jeder der gegenüberliegenden Arme 52 endet in
einer ebenen Endfläche, welche eine im allgemeinen halbzylindrische
Ausnehmung 53 und ein Paar mit Gewinde versehenen Bohrungen 54 hat, welche
darin ausgebildet sind. Der Zweck der halbkreisförmigen Ausnehmung 53 und
der mit Gewinde versehenen Bohrungen 54 wird nachstehend näher erläutert.
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Das Universalgelenk 24b umfaßt auch ein Kreuzstück 36, welches einen
zentralen Körperabschnitt mit vier im allgemeinen zylindrischen Zapfen 37a
und 37b hat, welche von dem Kreuzstück nach außen verlaufen. Die Zapfen
37a und 37b sind in einer einzigen Ebene ausgerichtet und verlaufen
rechtwinklig relativ zueinander. Die Zapfen 37a und 37b haben eine gemeinsame
Schnittstelle an dem Mittelteil des zentralen Körperabschnitts. Hohle,
zylindrische Lageraußenringe 38a und 38b sind auf den Enden der Zapfen 37a und
37b angebracht. Nadellager (nicht gezeigt) oder ähnliche Einrichtungen sind
zwischen den äußeren zylindrischen Flächen der Zapfen 37a und 37b in den
inneren zylindrischen Flächen der Lageraußenringe 38a und 38b vorgesehen,
um die relative Drehbewegung zwischen den Zapfen 37a und 37b und den
Lageraußenringen 38a und 38b zu erleichtern. Die Lageraußenringe 38a,
welche auf einem ersten gegenüberliegenden Paar von Zapfen 37a
angebracht sind, können mit der halbrunden Endgabel 28b' auf die nachstehend
näher beschriebene Weise verbunden sein, während die Lageraußenringe 38b,
welche auf einem zweiten gegenüberliegenden Paar von Zapfen 37b
angebracht sind, mit der Rohrgabel 26b der Antriebswellenanordnung 16 auf an
sich bekannte Weise verbunden werden können.
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Das Universalgelenk 24b umfaßt ferner eine zweite bevorzugte
Ausführungsform eines Haltebügels, welche insgesamt mit 60 bezeichnet ist und nach der
Erfindung ausgelegt ist. Der Haltebügel 60 umfaßt einen länglichen, zentralen
Körperabschnitt 61, welcher ein Paar von in Querrichtung verlaufenden
Halteabschnitten hat. Bei der dargestellten bevorzugten Ausführungsform sind die
Halteabschnitte integral mit dem zentralen Körperabschnitt 61 ausgebildet,
obgleich dies nicht notwendigerweise der Fall zu sein braucht. Jeder der
Halteabschnitte umfaßt einen gekrümmten Bereich 62, welcher ein Paar von
Endbereichen 63 hat, die von diesem nach außen verlaufen. Jeder der
gekrümmten Bereiche 62 hat eine im allgemeinen halbzylindrische, innere Fläche
62a, welche an diesen Bereichen ausgebildet ist. Die Endbereiche 63 der
Halteabschnitte haben zugeordnete Öffnungen 63a, welche durch dieselben
gehen und derart bemessen sind, daß sie mit den mit Gewinde versehenen
Bohrungen 54 fluchten, welche in den Armen 52 der halbrunden Endgabel 28b'
ausgebildet sind. Auch umfaßt jeder der gekrümmten Bereiche 62 einen
Haltelappen 64 (in der Figur ist nur einer dargestellt), welcher sich über einen
Abschnitt der zugeordneten halbzylindrischen inneren Fläche 62a nach innen
erstreckt. Der Zweck der halbzylindrischen inneren Flächen 62a, der
Öffnungen 63a und der Halteansätze 64 werden nachstehend näher erläutert.
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Zur Montage des Universalgelenks 24b wird das Kreuzstück 36 zu Beginn in
der Nähe der halbrunden Endgabel 28b' angeordnet. Wenn dieses auf diese
Weise angeordnet ist, sind Abschnitte des ersten Paars von Lageraußenringen
38a in den halbzylindrischen Ausnehmungen 53 aufgenommen, welche in den
Armen 52 ausgebildet sind. Vorzugsweise entspricht die Gestalt der
halbzylindrischen Ausnehmung 53 im allgemeinen den äußeren Flächen der
Lageraußenringe 38a, um einen gleichmäßigen Reibschlußeingriff zwischen
denselben herzustellen.
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Dann wird der Haltebügel 60 in der Nähe des Kreuzstücks 36 und der
halbrunden Endgabel 28b' angeordnet. Wenn der Haltebügel dann auf diese Weise
angeordnet ist, nehmen die halbzylindrischen Flächen 62a der gekrümmten
Bereiche 62 des Haltebügels 60 Abschnitte des ersten Paars von
Lageraußenringen 38a darin auf. Vorzugsweise entsprechen die halbzylindrischen, inneren
Flächen 62a im wesentlichen hinsichtlich der gestalteten äußeren Flächen den
Lageraußenringen 38a, um einen gleichmäßigen Reibschlußeingriff
dazwischen bereit zu stellen. Zugleich verlaufen die Haltelappen 64, welche an den
gekrümmten Bereichen 62 des Haltebügels 60 ausgebildet sind, teilweise über
die Endflächen der Lageraußenringe 38a. Als Folge hiervon arbeiten die
Lageraußenringe 38 mit den Haltelappen 64 derart zusammen, daß diese in
positiver Weise daran gehindert werden, daß sie sich von dem Zapfen 37a des
Kreuzstücks 36 lösen können. Zusätzlich sind die Öffnungen 63a, welche
durch die Endbereiche 63 des Haltebügels 60 gehen, mit den mit Gewinde
versehenen Bohrungen 54 ausgerichtet, welche in den Armen 52 der
halbrunden Endgabel 28b' ausgebildet sind. Übliche Gewindebolzen 65 oder ähnliche
Befestigungsmittel können durch die Öffnungen 63a gehen, welche durch die
Endbereiche 63 des Haltebügels 60 gehen, und können mit den mit Gewinde
versehenen Bohrungen 54 zusammen arbeiten, welche in den Armen 52 der
halbrunden Endgabel 28b' ausgebildet sind, um den Haltebügel 60 an diesen
festzulegen. Als Folge hiervon sind das Kreuzstück 36 und die
Lageraußenringe 38a fest mit der halbrunden Endgabel 28b' zum bestimmungsgemäßen
Einsatz, wie zuvor beschrieben, fest verbunden. Gegebenenfalls kann der in
Fig. 3 gezeigte Haltebügel 60 in Verbindung mit einer halbrunden Endgabel
28b nach Fig. 2 derart eingesetzt werden, daß beide Sätze von Haltelappen
65 und 35 dazu genutzt werden können, das in positiver Weise die
Lageraußenringe 38a daran gehindert werden, daß sie sich von dem Zapfen 37a
des Kreuzstücks 36 lösen können.
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Fig. 4 ist eine vergrößerte perspektivische Ansicht eines Ausschnitts einer
der Universalgelenke 24b nach Fig. 1, welches eine dritte bevorzugte
Ausführungsform der Endgabel 28b" nach der Erfindung umfaßt. Die Endgabel 28b"
umfaßt einen im allgemeinen hohlen zylindrischen Körper 70, welcher eine
innere Umfangsfläche bildet, welche eine Mehrzahl von darin ausgebildeten
inneren Keilteilen 71 hat. Ein Paar von gegenüberliegenden Armen 72 verläuft
im allgemeinen axial von dem Körper 70 weg. Jeder der gegenüberliegenden
Arme 72 hat eine Öffnung 73, welche in denselben ausgebildet ist.
Vorzugsweise sind die beiden Öffnungen 73 koaxial zueinander ausgerichtet. Der
Zweck dieser Öffnungen 73 wird nachstehend näher erläutert.
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Die Endgabel 28" umfaßt ferner einen Versteifungsabschnitt 74, welcher
integral (das heißt aus einem einstückigen Material) an den
gegenüberliegenden Armen 72 ausgebildet ist. Vorzugsweise sind die gesamte Endgabel 28"
einschließlich des Körpers 70, der Arme 71 und des Versteifungsabschnitts 74
gleichzeitig, wie durch diesen ausgebildet. Die Endgabel 28" kann jedoch auf
irgendeine gewünschte Verfahrensweise hergestellt werden. Bei der
dargestellten bevorzugten Ausführungsform ist der Versteifungsabschnitt 74 integral an
dem zu äußerst liegenden Endabschnitt der beiden Arme 72 ausgebildet. Der
Versteifungsabschnitt 74 kann jedoch auch integral mit irgendeinem der
gewünschten Abschnitte der beiden Arme 72 ausgebildet sein. Wie bei der
dargestellten bevorzugten Ausführungsform gezeigt ist, verläuft der
Versteifungsabschnitt 74 vorzugsweise parallel zu der Achse, die durch die
fluchtenden Öffnungen 73 definiert wird, welche durch die beiden Arme gehen. Jedoch
kann der Versteifungsabschnitt 74 gegebenenfalls unter einem Winkel relativ
zu dieser Achse verlaufen, die durch die fluchtenden Öffnungen 73 definiert
wird, welche durch die beiden Arme gehen. Schließlich ist der dargestellte
Versteifungsabschnitt 74 derart ausgebildet, daß er einen im allgemeinen
rechteckförmigen Querschnitt hat, obgleich dies nicht notwendigerweise der
Fall zu sein braucht.
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Das Kreuzstück 36 kann mit der Endgabel 28" auf übliche Weise verbunden
werden, welche bei vollständig runden Endgabeln zu Anwendung kommt.
Insbesondere sind die Lageraußenringe 38a zu Beginn von den Zapfen 37a
und 37b des Kreuzstücks 36 abgenommen, so daß ermöglicht wird, daß die
Zapfen 37a und 37b in den Öffnungen 73 der beiden Arme 72 positioniert
werden können. Dann werden die Lageraußenringe 38a axial nach innen durch
die Öffnungen 73 auf die Enden der Zapfen 37a und 37b gedrückt. Es kann
erforderlich oder wünschenswert sein, eine Haltekonstruktion (nicht gezeigt)
zum Festlegen der Lageraußenringe 38a in den Öffnungen 37 während des
Gebrauchszustands vorzusehen, was ebenfalls in Verbindung mit vollständig
runden Endgabeln bekannt ist. Unabhängig hiervon arbeitet der
Versteifungsabschnitt 74 auf dieselbe Weise wie die Haltebügel 40 und 60 hiermit
zusammen, welche zuvor beschrieben worden sind, um die Endgabel 28" zu
versteifen.
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Obgleich voranstehend bevorzugte Ausführungsformen nach der Erfindung
unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung erläutert worden sind, ist die
Erfindung natürlich nicht auf die dort beschriebenen Einzelheiten beschränkt,
sondern es sind zahlreiche Abänderungen und Modifikationen möglich, die der
Fachmann im Bedarfsfall treffen wird, ohne den Erfindungsgedanken zu
verlassen.