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Die
Erfindung betrifft eine tragbare Schlauch- oder Kabeltrommel, mit
einem an einem Standgestell um eine Trommelachse drehbar gelagerten
Trommelkörper,
der einen Wickelraum zum Aufwickeln eines Schlauchs oder eines Kabels
aufweist, wobei an einem oberen Bereich des Standgestells ein sich
im Wesentlichen parallel zur Trommelachse erstreckender Handgriff
zum Greifen mit der Hand angeordnet ist, dem eine Führungseinrichtung
zur Führung
des Schlauchs oder des Kabels zugeordnet ist, wobei die Führungseinrichtung
wenigstens ein Führungselement
aufweist, das den Schlauch oder das Kabel beim Aufwickelvorgang
untergreift, wobei das Führungselement
von einem, den Trommelkörper
im Wesentlichen parallel zum Handgriff übergreifenden, den Schlauch
oder das Kabel beim Aufwickelvorgang unmittelbar führenden
Führungsstab
gebildet ist.
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Eine
tragbare Schlauch- oder Kabeltrommel dieser Art ist aus der
DE 201 01 195 U1 bekannt,
die sich mit dem Problem befasst, dass beim Aufwickeln eines Wasserschlauchs
auf einen Schlauchwickler vorhandenes Restwasser mit aufgewickelt
wird, wodurch der gesamte Schlauchwickler relativ schwer wird. Ferner
kann sich durch das verbleibende Restwasser Moos auf der Innenwandfläche des Schlauchs
bilden. Um diesem Problem Abhilfe zu schaffen, schlägt die
DE 201 01 195 U1 vor,
eine Schlauchquetscheinheit in Form eines parallel zum Handgriff
verlaufenden Stangenelementes vorzusehen, sodass der Wasserschlauch
beim Aufwickeln zwischen Griff und Stangenelement bzw. einer auf dem
Stangenelement drehbar angeordneten Buchse ausgequetscht wird. Im
Schlauch vorhandenes Restwasser wird also herausgedrückt.
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Die
DE 198 40 831 A1 befasst
sich mit dem Problem, dass das Kabel bzw. der Schlauch oftmals zu
kurz oder zu lang abgewickelt ist, sodass weiteres Abrollen bzw.
Aufwickeln notwendig ist, um die Schlauch- bzw. Kabeltrommel an
einem anderen Ort einzusetzen. Dieses Problem wird hier durch einen Eigenantrieb
in Form eines elektrischen Antriebsmotors gelöst, der per Knopfdruck aktivierbar
ist. Es ist hier eine am Handgriff vorgesehene Kabelführungseinrichtung
vorgesehen, die aus einem U-förmigen Bügel besteht,
in dessen Öffnung
sich eine Säuberungswalze
befindet, die mit einer Schaumgummiunterlage zusammenwirkt. Der
Schlauch bzw. das Kabel wird beim Aufwickeln zwischen der Säuberungswalze
und der Schaumgummiunterlage hindurchgeführt, wodurch eine Reinigung
stattfindet.
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In
der
DE 85 26 244 U1 ist
eine Kabeltrommel offenbart, bei dem ein Führungsglied für das Kabel
vorgesehen ist, das durch einen U-förmigen Bügel gebildet ist, der frei
verschieblich auf dem Handgriff des Traggestells angeordnet ist.
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In
der
DE 199 63 879
A1 ist beispielsweise eine Führungseinrichtung offenbart,
die am Fußbügel des
Standgestells angebracht ist. Dabei ist das Abwickeln des Kabels
jedoch umständlich,
da die normale Abwickelrichtung nach oben gerichtet ist, das Kabel jedoch
hier zunächst
durch die am Fußbügel angebrachte
Führung
laufen muss, bis es dann nach oben gezogen werden kann.
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In
der
DE 101 15 664
C2 ist eine Kabelführung
für eine
Kabeltrommel der eingangs erwähnten Art
offenbart, die im Bereich des Handgriffs angeordnet ist und eine,
an einem Vertikalabschnitt des Standgestells über Befestigungsmittel befestigte Führungsschiene
aufweist, an der eine Halterung geführt ist, an der ihrerseits
ein Öse
zur Führung
des Kabels angeordnet ist.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, eine tragbare Schlauch- oder Kabeltrommel
der eingangs erwähnten
Art zu schaffen, mit der sich der aufzuwickelnde Schlauch oder das
aufzuwickelnde Kabel schnell und zuverlässig, also mit gutem Aufwickelergebnis
aufwickeln lässt.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine
tragbare Schlauch- oder Kabeltrommel mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs
1 gelöst. Weiterbildungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen dargestellt.
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Die
erfindungsgemäße tragbare
Schlauch- oder Kabeltrommel zeichnet sich dadurch aus, dass der
Führungsstab
eine sich durchgehend, im Wesentlichen über die Breite des Wickelraums
hinweg erstreckende, ein Hin- und Hergleiten des Schlauches oder
des Kabels beim Aufwickelvorgang ermöglichende Quergleitfläche für den Schlauch
oder das Kabel aufweist, deren Abstand zum Handgriff größer ist
als der Schlauch- bzw. Kabeldurchmesser des aufzuwickelnden Schlauches
oder Kabels.
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Im
Vergleich zu der doch recht aufwendigen, viele Bauteile aufweisenden
Führungseinrichtung
gemäß der
DE 101 15 664 C2 ,
ist die Erfindung wesentlich einfacher gestaltet, da hier nur der
Führungsstab zwingend
notwendig ist. Ein solcher Führungsstab lässt sich
in einfacher Weise also mithin kostengünstig herstellen. Dadurch,
dass sich die Quergleitfläche des
Führungsstabs
im Wesentlichen über
die Breite des Wickelraums erstreckt, ist gewährleistet, dass der Schlauch
oder das Kabel gleichmäßig, also über die
gesamte Breite des Wickelraums aufgewickelt werden kann. Der Schlauch
bzw. das Kabel kann also beim Aufwickeln auf der Quergleitfläche hin- und hergleiten bzw.
rutschen, so dass ein gleichmäßiges Auf wickeln
gewährleistet
ist. Bei der in der letztgenannten Druckschrift offenbarten Kabelführung ist ein
solches Quergleiten nicht möglich
selbst wenn man annimmt – dies
ist in der
DE 101
15 664 C2 jedoch nicht zweifelsfrei offenbart –, dass
die dort beschriebene Halterung sich entlang der Führungsschiene
bewegen kann, ist der dort gezeigte Aufwickelvorgang doch wesentlich
unkomfortabler, da gar nicht gewährleistet
ist, dass sich die Halterung beim Aufwickeln selbsttätig in der
Führungsschiene
bewegt, was dann wiederum zu einem zeitraubenden Nachstellen von
Hand oder, falls dies nicht durchgeführt wird, zu einem ungleichmäßigen Aufwickeln
des Schlauchs, des Kabels od. dgl. führt. Dieses Problem tritt bei
der erfindungsgemäßen tragbaren
Schlauch- oder Kabeltrommel nicht auf, da hier das Kabel bzw. der
Schlauch unmittelbar auf dem Führungsstab
hin- und hergleiten kann.
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Bei
einer Weiterbildung der Erfindung besitzt das Standgestell der Schlauch-
bzw. Kabeltrommel einen Vertikalabschnitt, von dem im Wesentlichen rechtwinkelig
der Handgriff absteht, wobei an wenigstens einem Endbereich des
Handgriffs beabstandet vom Vertikalabschnitt, wenigstens ein vom
Handgriff ausgehendes, sich im Wesentlichen senkrecht zum Handgriff
erstreckendes Verbindungsteil zur Verbindung von Führungsstab
und Handgriff angeordnet ist. Bevorzugt ist der Führungsstab
also nicht direkt am Vertikalabschnitt des Standgestells befestigt,
sondern an dem wenigsten einen gesonderten Verbindungsteil.
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Das
Verbindungsteil kann einstückig
mit dem Handgriff verbunden sein, so dass es beispielsweise bei
der Herstellung des Handgriffs mit angeformt werden kann. Alternativ
ist es jedoch auch möglich,
das wenigstens eine Verbindungsteil als vom Handgriff separates
Bauteil auszubilden, das dann daran über geeignete Befestigungsmittel
befestigt werden kann.
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In
besonders bevorzugter Weise ist der Führungsstab lösbar am
wenigstens einen Verbindungsteil befestigbar. Dadurch ist es möglich, den
Führungsstab
bei Bedarf abzunehmen, beispielsweise um einen besseren Tragkomfort
beim Tragen der Schlauch- oder
Kabeltrommel zu erreichen. Auch ist ein abnehmbarer Führungsstab
dann hilfreich, falls der Schlauch bzw. das Kabel ausgewechselt
werden soll.
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Damit
der Führungsstab
sich nicht unbeabsichtigt vom Verbindungsteil lösen kann sind Rastmittel vorgesehen, über die
der Führungsstab
unverlierbar am Verbindungsteil verrastbar und bei Bedarf wieder
freigebbar ist.
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Um
die Reibung zwischen dem auf der Quergleitfläche des Führungsstabs hin- und hergleitenden Schlauch
bzw. Kabel od. dgl. so gering wie möglich zu halten, kann der Führungsstab über Drehlagermittel
drehbar am Verbindungsteil gelagert sein. Dadurch ist es möglich, dass
in Aufwickelrichtung keine Gleitreibung sondern die einen geringeren
Reibungskoeffizienten aufweisende Rollreibung vorherrscht. Dies
schont zum einen die Oberfläche
des Führungsstabs
und zum anderen den Schlauch- bzw. Kabelmantel. In bevorzugter Weise
handelt es sich bei den Drehlagermitteln um wenigstens ein am Führungs stab
oder am wenigstens einen Verbindungsteil ausgebildetes Gleitlager.
Es sind selbstverständlich
auch andere Lagerarten denkbar, beispielsweise Kugellager od. dgl..
Besonders bevorzugt ist das Gleitlager von einer, einen drehbeweglichen,
insbesondere zylindrisch ausgebildeten Endbereich des Führungsstabs
aufnehmenden Ausnehmung im Verbindungsteil gebildet. Alternativ
ist es möglich,
am Verbindungsteil einen von dessen Innenseite im Wesentlichen senkrecht
abstehenden Lagerzapfen vorzusehen, der in eine dementsprechend
geformte Öffnung am
Führungsstab
eingreift, wobei der Führungsstab dann
drehbar auf dem Zapfen gelagert ist. Die Ausnehmung kann eine zur
Oberseite des Verbindungsteils hin offene Ein- bzw. Ausführöffnung für den Führungsstab
und in Richtung zur Unterseite des Verbindungsteils einen, einen
Lagersitz für
den Führungsstab
bildenden, zur Unterseite geschlossenen Endbereich aufweisen.
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Alternativ
ist es möglich,
Drehlagermittel vorzusehen, die weder zum Verbindungsteil noch zum Führungsstab
gehören,
also separate Bauteile sind.
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Um
das Herabrutschen des Schlauchs bzw. des Kabels od. dgl. bei dessen
Hin- und Herbewegung auf der Quergleitfläche des Führungsstabs zu verhindern,
kann an beiden Endbereichen des Führungsstabs jeweils ein Anschlag
vorgesehen sein, so dass die Quergleitfläche zu beiden Seiten begrenzt ist.
Es ist möglich,
dass wenigstens einer der beiden Anschläge durch das Verbindungsteil
selbst gebildet ist.
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Bei
einer Weiterbildung der Erfindung sind an beiden Endbereichen des
Handgriffs Verbindungsteile angeordnet, die zusammen mit dem Handgriff
einen gabelartigen, insbesondere U-förmigen Grundkörper bilden,
wobei der Führungsstab einenends
an einem und andernends am anderen Verbindungsteil gelagert ist.
Der Grundkörper
kann also bei montiertem Führungsstab
zu einem Art Rahmen ergänzt
werden. In besonders bevorzugter Weise sind dabei Haltegriff und
die beiden Verbindungsteile einstückig ausgebildet.
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Der
Handgriff kann als Aufsteckteil zum Aufstecken auf einen Horizontalabschnitt,
insbesondere Querholm, des Standgestells ausgebildet sein. Es ist möglich, dass
der Handgriff dann bei Bedarf wieder von diesem Horizontalabschnitt
abgezogen werden kann, jedoch ist es bevorzugt, den Handgriff unlösbar am
Horizontalabschnitt zu befestigen.
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Gemäß einer
Weiterbildung der Erfindung besteht der Handgriff und/oder das wenigstens
eine Verbindungsteil und/oder der Führungsstab aus Kunststoff.
In bevorzugter Weise werden die vorgenannten Bauteile mittels Kunststoffspritzgießen hergestellt.
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Ein
bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden
näher erläutert. Die
Zeichnungen zeigen:
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1 eine
Seitenansicht des bevorzugten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen tragbaren
Schlauch- oder Kabeltrommel,
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2 eine
Vorderansicht auf die Schlauch- oder Kabeltrommel von 1,
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3 eine
Draufsicht auf die Schlauch- oder Kabeltrommel von 1,
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4 eine
perspektivische Ansicht des Handgriffs samt Verbindungsteilen und
Führungsstab,
wobei der Führungsstab
in von den Verbindungsteilen abgenommenem Zustand (strichpunktierte
Linien) und im montierten Zustand (durchgezogene Linien) dargestellt
ist,
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5 eine
Hinteransicht des Handgriffs von 4,
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6 eine
Draufsicht auf den Handgriff von 4 und
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7 eine
Vorderansicht auf den Handgriff von 6 mit Teilschnitt
entlang der Linie VII-VII von 6.
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Die 1 bis 3 zeigen
ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen tragbaren
Schlauch- oder Kabeltrommel 11. Diese besitzt ein an einem
Standgestell 12 um eine Trommelachse 13 drehbar
gelagerten Trommelkörper 14,
der seinerseits aus einer den Schlauch oder das Kabel 18 aufnehmenden
Wickelwelle 15 und die Wickelwelle 15 zu beiden
Enden abschließende
Trommeldeckel 16a, 16b mit gegenüber der
Wickelwelle 15 deutlich größerem Durchmesser besteht.
Der Trommelkörper 14 kann
aus Gummi-, Kunststoff- oder Metall-, insbesondere Stahlmaterial
bestehen.
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Die
einander gegenüberliegenden
Innenseiten der beiden Trommeldeckel 16a, 16b begrenzen einen
Wickelraum 17 zum Aufwickeln des Schlauchs oder des Kabels 18.
Der Einfachheit halber wird im folgenden die Schlauch- oder Kabeltrommel
lediglich Kabeltrommel 11 genannt.
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Das
Standgestell 12 besteht aus einem Fuß 19, über den
die Kabeltrommel 11 standsicher auf dem Untergrund abgestellt
werden kann. An den Fuß 19 schließt sich,
insbesondere einstückig
mit diesem verbunden, ein Vertikalabschnitt 20 an, der
oberhalb der Trommeldeckel 16a, 16b in einen sich
im Wesentlichen parallel zur Trommelachse 13 erstreckenden
Horizontalabschnitt 21 insbesondere einstückig übergeht.
An diesem Horizontalabschnitt 21 ist ein insbesondere als
Aufsteckteil ausgebildeter Handgriff 22 ausgebildet, der
auf den Ho rizontalabschnitt 21 aufgesteckt ist. Selbstverständlich ist
es auch möglich,
den Horizontalabschnitt 21 selber als Handgriff zu verwenden
oder daran einstückig
einen Handgriff anzuformen.
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An
dem vorderen der beiden Trommeldeckel 16b befindet sich
ein Steckdosenbereich 23 mit einer bestimmten Anzahl an
Steckdosen 24, beispielsweise drei oder vier an der Zahl.
Am hinteren Trommeldeckel 16a verläuft der zuvor erwähnte Vertikalabschnitt 20 des
Standgestells 12. Ferner befindet sich am vorderen Trommeldeckel 16b noch
wenigstens ein Drehgriff 25 über den der Trommelkörper 14 zum Zwecke
des Auf- bzw. Abwickelns des Kabels 18 in Drehbewegung
versetzbar ist. Es sind hier in beispielhafter Weise drei insbesondere
mit gleichem Winkelabstand zueinander angeordnete Drehgriffe 25 vorgesehen.
Die Drehgriffe 25 sind vorzugsweise als Zapfen ausgebildet,
die einstückig
mit dem vorderen Trommeldeckel 16b ausgebildet sind und
von diesem im Wesentlichen senkrecht abstehen.
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Dem
Handgriff 22 ist eine Führungseinrichtung 26 zur
Führung
des Kabels 18 zugeordnet, wobei die Führungseinrichtung 26 ein
Führungselement in
Form eines Führungsstabes 27 aufweist,
der das zu führende
Kabel 18 beim Aufwickelvorgang untergreift. Der Führungsstab 27 übergreift
den Trommelkörper 14 im
Wesentlichen parallel zum Handgriff 22. Das aufzuwickelnde Kabel 18 wird
unmittelbar vom Führungsstab 27 geführt, wobei
der Führungsstab 27 eine
sich durchgehend, im Wesentlichen über die Breite des Wickelraums 17 hinweg
erstreckende Quergleitfläche 28 für das Kabel 18 aufweist.
Der Führungsstab 27 ist
vorzugsweise als zylindrischer Körper
mit durchgehend glatter Oberfläche
ausgebildet.
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Zur
Verbindung von Führungsstab 27 und Handgriff 22 dienen
zu beiden Seiten des Handgriffs 22 im Wesentlichen rechtwinkelig
von diesem abstehende Verbindungsteile 29a, 29b,
die gabelartig nach vorne abstehen und mit dem Handgriff 22 zusammen
einen in etwa U-förmigen
Grundkörper 30 bilden.
Handgriff 22 und die beiden Verbindungsteile 29a, 29b bestehen
aus Kunststoff und sind einstückig aneinander
angeformt, insbesondere werden die Verbindungsteile 29a, 29b bei
der Herstellung des Handgriffs 22 gleich mit angeformt.
Auch der Führungsstab 27 ist
in bevorzugter Weise aus Kunststoffmaterial hergestellt.
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Wie
insbesondere in 5 dargestellt, besitzt der Handgriff 22 an
seiner Unterseite einen ergonomisch an die Fingerform angepassten
Griffbereich 31. Wie bereits erwähnt ist der Handgriff 22 als
Aufsteckteil ausgebildet und besitzt daher eine Durchgangsöffnung,
mit der er auf den Horizontalabschnitt 21 des Standgestells 12 aufsteckbar
ist. Ferner befindet sich am Handgriff 22 ein halbschalenartiges Krümmerteil 32,
dessen Krümmung
an die Biegung zwischen dem Verti kalabschnitt 20 und dem
Horizontalabschnitt 21 des Standgestells 12 angepasst
ist, wobei dieses Krümmerteil 32 insbesondere
einstückig
mit dem Handgriff 22 verbunden ist.
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Die
vom Handgriff 22 abstehenden Verbindungsteile 29a, 29b besitzen
in Richtung ihres jeweiligen haltegrifffernen Endes einen sich verengenden Querschnitt
und schließen
jeweils mit einem runden Endabschnitt ab. An den sich gegenüberliegenden Innenseiten 33a, 33b der
beiden Verbindungsteile 29a, 29b befindet sich
jeweils eine Ausnehmung 45a, 45b zur Aufnahme
des einen bzw. des anderen Endes des Führungsstabes 27. Die
Ausnehmungen 45a, 45b sind derart gestaltet, dass
der Führungsstab 27 bei
Bedarf von den Verbindungsteilen 29a, 29b wieder
lösbar
ist, so dass eine bequeme Handhabung des Kabels 18 möglich ist,
beispielsweise um dieses auszutauschen, zu warten od. dgl. Der Führungsstab 27 kann über Rastmittel 50 (6)
an den Verbindungsteilen 29a, 29b unverlierbar
verrastbar sein. Die Rastmittel 50 können den Ausnehmungen 45a, 45b zugeordnet
und derart ausgebildet sein, dass der Führungsstab 27 bei
Bedarf wieder freigebbar ist.
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Damit
die Reibung zwischen dem zu führenden
Kabel 18 und dem Führungsstab 27 beim
Aufwickeln in Aufwickelrichtung nicht zu groß wird, sind Drehlagermittel
in Form von Gleitlagern 34 vorgesehen, durch die der Führungsstab 27 drehbar
an den Verbindungsteilen 29a, 29b gelagert ist.
Die Gleitlager 34 wer den dabei durch die beiden an den
gegenüberliegenden
Innenseiten 33a, 33b der Verbindungsteile 29a, 29b angeordneten
Ausnehmungen 45a, 45b gebildet. Dabei bilden die
in Richtung der Unterseiten der Verbindungsteile 29a, 29b liegenden,
zur Unterseite geschlossene Endbereiche jeweils einen Lagersitz 35 mit
runder Form, in dem die zylindrischen Enden des Führungsstabs 27 drehbar gleitend
gelagert sind.
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Wie
insbesondere in 4 dargestellt, sind die Ausnehmungen 45a, 45b zu
den jeweiligen Oberseiten 36a, 36b der beiden
Verbindungsteile 29a, 29b offen und besitzen Ein-
bzw. Ausführöffnungen 37a, 37b für den Führungsstab 27.
Der Führungsstab 27 kann
also von oben her über
die Ein- bzw. Ausführöffnungen 37a, 37b in
die Ausnehmungen 45a, 45b gelangen und liegt dann
im montierten Zustand drehbaren an den Lagersitzen 35 an.
Dabei wird der Führungsstab 27 über seine
eigene Gewichtskraft und die Gewichtskraft des über den Führungsstab 27 auf
dessen Quergleitfläche 28 hin-
und hergleitenden Kabels 18 nach unten also mithin in dessen
Lagersitze 35 gedrückt.
Dadurch wird verhindert, dass der Führungsstab 27 durch
das aufzuwickelnde Kabel 18 unbeabsichtigt von den Verbindungsteilen 29a, 29b gelöst wird.
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Wie
insbesondere in den 2 und 3 dargestellt,
erstreckt sich die Quergleitfläche 28 des Führungsstabes 27 im
Wesentlichen über
die Breite des Wickelraums 17. Damit das Kabel 18 beim
Aufwickeln nicht vom Führungsstab 27 rutscht,
sind zu beiden Enden der Quergleitfläche 28, also mithin
des Führungsstabes 27,
Anschläge
vorgesehen, die hier durch die beiden Verbindungsteile 29a, 29b selber gebildet
sind. Wie insbesondere in 2 zu sehen, schließen die
beiden Außenseiten
der Verbindungsteile 29a, 29b mit den jeweils
zugeordneten Trommeldeckeln 16a, 16b im Wesentlichen
ab, wobei in Folge der Breite der jeweiligen Verbindungsteile 29a, 29b die
tatsächlich
zur Verfügung
stehende Quergleitfläche 28 sich
lediglich zwischen den beiden Innenseiten der Verbindungsteile 29a, 29b selber
erstreckt und mithin der volle Wickelraum bzw. die Breite des Trommelkörpers 14 nicht
vollständig
ausgenutzt ist. Es ist jedoch auch möglich, den Abstand der beiden
Verbindungsteile 29a, 29b derart zu bemessen,
dass praktisch die gesamte Breite des Wickelraums 17 ausnutzbar
ist. Der Abstand zwischen dem Führungsstab 27 im
montierten Zustand und dem Handgriff 22 ist derart bemessen,
dass ein am Kabelende angebrachter herkömmlicher Stecker nicht durch
den zwischen Führungsstab 27 und
Handgriff 22 gebildeten Zwischenraum hindurchpasst, also mithin
ein Wickelanschlag durch das Anschlagen des Steckers gegeben ist.
Damit wird verhindert, dass der Stecker beim Aufwickeln um die Trommel
umläuft und
möglicherweise
unbeabsichtigt auf den Untergrund aufschlägt, wodurch der Stecker beschädigt werden
kann.
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Zum
Aufwickeln des Kabels 18 wird der Führungsstab 27, falls
dieser noch nicht montiert ist, von oben her in die Ein- bzw. Ausführöffnung 37a, 37b an den
beiden Verbindungsteilen 29a, 29b eingeführt und
gelangt in die Ausnehmungen 45a, 45b und schließlich an
die jeweiligen Lagersitze 35. Dort wird der Führungsstab 27 über die
Rastmittel 50 eingerastet, so dass er sich nicht unbeabsichtigt
von den Verbindungsteilen 29a, 29b lösen kann.
Danach wird der Aufwickelvorgang gestartet, in dem der Trommelkörper 14 durch
eine über
die Drehgriffe 25 eingeleitete Drehbewegung in Rotation
versetzt wird. Beim Aufwickeln gleitet das Kabel 18 auf
der Quergleitfläche 28 des
Führungsstabs 27 hin
und her, so dass ein gleichmäßiges Aufwickeln
auf den Trommelkörper 14 ermöglicht wird.
Durch die drehbare Lagerung des Führungsstabes 27 wird
die Reibung zwischen dem Kabel 18 und der Oberfläche des
Führungsstabs 27 in
Aufwickelrichtung relativ gering gehalten, so dass auch der Aufwickelwiderstand
relativ gering ist. Das Ende des Aufwickelvorgangs ist dann erreicht,
wenn ein am Ende des Kabels 18 befestigter Stecker anschlägt.