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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Verarbeiten
eines Bogens aus Bedruckstoff, die einen ersten Kettenförderer mit
einer vorderen Greiferbrücke
zum Halten eines vorlaufenden Bogenendes des Bogens, einen zweiten
Kettenförderer
mit einer hinteren Greiferbrücke
zum gleichzeitigen Halten eines nachlaufenden Bogenendes des Bogens,
eine den Kettenförderern
beigeordnete Bearbeitungseinrichtung zum Bearbeiten des Bogens und
Abstandsänderungsmittel
zum vorübergehenden
Verkleinern eines zwischen den beiden Greiferbrücken bestehenden Greiferbrückenabstands
und infolgedessen Erzeugen eines für die mittels der Bearbeitungseinrichtung
erfolgende Bearbeitung des Bogens erforderlichen Bogendurchhanges des
Bogens umfasst.
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Die
Erfindung entstand vor folgendem Hintergrund: Die Bearbeitungseinrichtung
kann ein Bogenglätter
sein, an welchem die beiden Kettenförderer den Bogen vorbeitransportieren,
damit der Bogen dabei vom Bogenglätter entrollt wird. Würden die Greiferbrücken den
Bogen im Wirkbereich des Bogenglätters
straff – d.
h. ohne Bogendurchhang – halten,
dann könnte
sich gar keine vom Bogenglätter
in dessen Glättungsspalt
einzuziehende Bedruckstoffsicke am Bogen ausbilden. Deshalb ist
es für
die Bogenglättung
bzw. – entrollung
erforderlich, den Greiferbrückenabstand
kurz vor dem Eintritt des Bogens in den Wirkbereich des Bogenglätters zu
verkürzen und
dadurch den Bogendurchhang hervorzurufen. Da es vorteilhaft ist,
den Bogen außerhalb
des Wirkbereichs des Bogenglätters
ohne den Bogendurchhang zu fördern,
muss mittels besagter Abstandsänderungsmittel
der Greiferbrückenabstand
nach erfolgter Bogenglättung
wieder auf sein ursprüngliches Maß, das von
der Formatlänge
der jeweils verarbeiteten Bogen abhängt, vergrößert werden.
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In
DE 100 14 417 A1 ist
eine der eingangs genannten Gattung entsprechende Maschine beschrieben.
Bei dieser Maschine des Standes der Technik ist die Bearbeitungseinrichtung
ein Bogenglätter
und ist eine in Abhängigkeit
von der jeweils zu verarbeitenden Bogenlänge erfolgende Formateinstellung
erwähnt,
bei welcher eine Phasenlageverstellung des zweiten Kettenförderers
relativ zum ersten Kettenförderer
erfolgt. Bei dieser Phasenlageverstellung wird zwar der zwischen
der vorderen Greiferbrücke
und der hinteren Greiferbrücke bestehende
Greiferbrückenabstand
verändert,
jedoch ist diese Abstandsänderung
von permanenter Natur, weil der dabei eingestellte Greiferbrückenabstand
während
der Verarbeitung des gesamten Druckauftrages unverändert beibehalten
wird. Des Weiteren ist in der genannten Offenlegungsschrift erwähnt, dass
es nicht zwingend erforderlich ist, dass die vordere Greiferbrücke und
die hintere Greiferbrücke
auf ein und derselben Fläche
liegende Umlaufbahnen durchlaufen. In der genannten Offenlegungsschrift
finden sich aber überhaupt
keine konkreten Angaben zur Ausbildung der den für die Bogenglättung erforderlichen
Bogendurchhang erzeugenden Abstandsänderungsmittel.
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Im
Zusammenhang mit vorliegender Erfindung bzw. in deren Vorfeld sind
anmelderseitig verschiedene Möglichkeiten
zur Ausbildung besagter Abstandsänderungsmittel
erwogen worden, die aus nachfolgend erläuterten Gründen aber wieder verworfen
worden sind.
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Eine
Möglichkeit
bestünde
darin, im Bogentakt den zweiten Kettenförderer relativ zum ersten Kettenförderer phasenzuverstellen.
Infolge dieser periodischen Phasenverstellungen würde sich
aber nicht nur der Greiferbrückenabstand
zwischen den zuvor genannten beiden Greiferbrücken, die ein Greiferbrückenpaar
bilden, sondern gleichzeitig auch die Greiferabstände zwischen
Greiferbrücken
weiterer solcher Greiferbrückenpaare
der Kettenförderer ändern. Diese
zwar ungewollte, jedoch unvermeidliche Änderung der Greiferbrückenabstände der
weiteren Greiferbrückenpaare,
welche mittels des Bogenglätters
bereits geglättete
Bogen halten, würde
die Ablage der bereits geglätteten
Bogen auf dem Auslagestapel stören.
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Eine
andere Möglichkeit
bestünde
darin, die hintere Greiferbrücke
derart beweglich am zweiten Kettenförderer bzw. dessen Endlosketten
anzubringen, dass die hintere Greiferbrücke relativ zu diesen Endlosketten
und zur vorderen Greiferbrücke
hin bewegbar ist. Zum Antreiben dieser Stellbewegung müssten die
Endlosketten Stellantriebe tragen, deren Energiezufuhr kompliziert
ist, da die Stellantriebe zusammen mit den Endlosketten umlaufen
würden.
Da der zweite Kettenförderer
in den meisten Anwendungsfällen
nicht nur eine einzige hintere Greiferbrücke, sondern mehrere hintere
Greiferbrücken,
die zusammen mit den vorderen Greiferbrücken des ersten Kettenförderers
besagte Greiferbrückenpaare
bilden, aufweist, müsste
eine dementsprechend hohe Anzahl der Stellantriebe vorhanden sein,
woraus hohe Herstellungskosten resultieren würden.
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Gemäß einer
weiteren Möglichkeit
könnte die
relativ zu den Endlosketten und zur vorderen Greiferbrücke hin
erfolgende Bewegung durch einen Stellantrieb bewirkt werden, der
nicht an den Endlosketten, sondern am Maschinengestell befestigt
ist und die bzw. jede hintere Greiferbrücke während ihres Vorbeilaufs an
diesem Stellantrieb gegen die Wirkung von der hinteren Greiferbrücke und
den Endlosketten zwischengeordneten Rückstellfedern relativ zu den
Endlosketten verstellt. Zwar wäre
nur ein einziger derartiger gestellfester Stellantrieb erforderlich und
wäre dessen
Energiezufuhr vergleichsweise unkompliziert, jedoch wäre die elektrische
oder pneumatische Ansteuerung dieses Stellantriebes vergleichsweise
kompliziert, weil durch diese Ansteuerung gewährleistet werden müsste, dass
der Stellantrieb bei jeder Maschinengeschwindigkeit und bei jeder
Bogenlängen-Formateinstellung
der hinteren Greiferbrücke
exakt in Schaltkontakt mit der hinteren Greiferbrücke tritt.
Es beständen
also Synchronisationsprobleme.
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Deshalb
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine der eingangs genannten
Gattung entsprechende Maschine zu schaffen, deren Abstandsänderungsmittel
praktikabel sind.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Maschine mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Maschine
zum Verarbeiten eines Bogens aus Bedruckstoff, die einen ersten
Kettenförderer
mit einer vorderen Greiferbrücke
zum Halten eines vorlaufenden Bogenendes des Bogens, einen zweiten
Kettenförderer
mit einer hinteren Greiferbrücke
zum gleichzeitigen Halten eines nachlaufenden Bogenendes des Bogens,
eine den Kettenförderern beigeordnete
Bearbeitungseinrichtung zum Bearbeiten des Bogens und Abstandsänderungsmittel
zum vorübergehenden
Verkleinern eines zwischen den beiden Greiferbrücken bestehenden Greiferbrückenabstands
und infolgedessen Erzeugen eines für die mittels der Bearbeitungseinrichtung
erfolgende Bearbeitung des Bogens erforderlichen Bogendurchhanges
des Bogens umfasst, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandsänderungsmittel
dadurch gebildet sind, dass eine von dem ersten Kettenförderer bestimmte,
erste Umlaufbahn der vorderen Greiferbrücke und eine von dem zweiten
Kettenförderer
bestimmte, zweite Umlaufbahn der hinteren Greiferbrücke lokal
voneinander abweichend verlaufen.
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Bei
dieser Maschine sind die Abstandsänderungsmittel konstruktiv
einfach beschaffen und somit kostengünstig herzustellen, bei jeder
Maschinengeschwindigkeit und jeder Bogenlängen-Formateinstellung absolut
funktionssicher und ohne unerwünschten
Nebenwirkungen auf Bogen, die zwar von den Kettenförderern
transportiert werden, sich jedoch im jeweiligen Moment nicht im
Wirkbereich der Bearbeitungseinrichtung befinden. Insbesondere wird
durch die mittels der erfindungsgemäßen Abstandsänderungsmittel
bewirkte Verkleinerung des Greiferbrückenabstands nicht die Ablage
besagter Bogen auf einem Auslagestapel der Maschine gestört. Ein
weiterer Vorteil ist folgender: Durch die erfindungsgemäßen Abstandsänderungsmittel
ist sichergestellt, dass das Verkleinern des Greiferbrückenabstands
periodisch erfolgt. Unter "periodisch" wird verstanden, dass
während
jeder vollen Umlaufbewegung der Kettenförderer der Greiferbrückenabstand
jedes Greiferbrückenpaares
der Kettenförderer – im Extremfall
ist das nur ein einziges Greiferbrückenpaar – mindestens einmal verkürzt und
danach wieder vergrößert wird.
Die erfindungsgemäßen Abstandsänderungsmittel
gewährleisten
besagte Periodizität
zwangsweise und erfordern dafür
gar keine elektrische oder pneumatische Ansteuerung. Aufgrund dieser Zwangswirkung
der erfindungsgemäßen Abstandsänderungsmittel
spielen bei letzteren Synchronisationsprobleme überhaupt keine Rolle.
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Verfahrenstechnisch
und funktionell/konstruktiv vorteilhafte Weiterbildungen der Erfipdung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
und der dazugehörigen
Zeichnung.
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In
dieser zeigt:
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1 eine
Druckmaschine mit einem Ausleger,
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2 den
Ausleger aus der Blickrichtung II in 1,
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3 einen
Bogenglätter
der Druckmaschine,
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4 einen
Einbauort des Bogenglätters
in dem Ausleger und
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5 einen
alternativen Einbauort des Bogenglätters in dem Ausleger.
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In 1 ist
eine Druckmaschine 1 mit einem lithographischen Druckwerk 2 und
einem Ausleger 3 für
eine Bogenlänge 20 aufweisende
Bogen 4 aus Bedruckstoff dargestellt. Das Druckwerk 2 umfasst für den Offsetdruck
einen Druckformzylinder 5, einen Gummituchzylinder 6 und
einen Gegendruckzylinder 7. Der Ausleger 3 weist
als Bogentransporteinrichtungen einen ersten Kettenförderer 8 und
einen zweiten Kettenförderer 9 auf,
die die Bogen 4 zu einem Auslagestapel 10 transportieren
und dabei miteinander synchron umlaufen. Der erste Kettenförderer 8 umfasst
vordere Greiferbrücken 11 zum
Halten der Bogen 4 an deren jeweils vorlaufendem Bogenende 4.1 bzw.
-rand und der zweite Kettenförderer 9 umfasst
hintere Greiferbrücken 12 zum
Halten der Bogen 4 an deren jeweils nachlaufendem Bogenende 4.2 bzw.
-rand. Die Greiferbrücken 11, 12 fungieren als
Halteeinrichtungen zum beidendigen Halten der Bogen 4.
Der erste Kettenförderer 8 umfasst
ein Paar Endlosketten 90, die zwischen sich die vorderen Greiferbrücken 11 tragen,
und der zweite Kettenförderer 11 umfasst
ein anderes Paar Endlosketten 140, welche zwischen sich
die hinteren Greiferbrücken 12 tragen.
Jeder Bogen 4 wird also während seines in eine Laufrichtung 13 erfolgenden
Transportes mittels einer vorderen Greiferbrücke 11 und gleichzeitig
mittels einer hinteren Greiferbrücke 12 festgehalten
und an einer Bogenbearbeitungseinrichtung in Form eines pneumatisch
beaufschlagten Bogenglätters 14 vorbeigefördert.
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Der
Bogenglätter 14 kann
an einem Einbauort A, der in 4 detailliert
dargestellt ist, oder an einem Einbauort B, der in 5 detailliert
dargestellt ist, eingebaut sein.
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An
den Einbauorten A, B könnte
an Stelle des Bogenglätters 14 ein
Trockner zum Trocknen des Bogens 4 bzw. der darauf befindlichen
Druckfarbe eingebaut sein. Handelt es sich bei der Bearbeitungseinrichtung
um den Trockner, dann wirkt sich ein über die Bogenlänge 20 mittels
der später
noch näher
beschriebenen Abstandsänderungsmittel
erzeugter Bogendurchhang 29 hinsichtlich einer Reduzierung
der von den Greiferbrücken 11, 12 zum
sicheren Halten des Bogens 4 erforderlichen Klemmkräfte günstig aus.
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Je
größer der
Bogendurchhang 29 ist, desto geringer können die Klemmkräfte sein,
die verhindern, dass die vom Trockner auf den Bogen 4 geblasene
Heißluft
den Bogen 4 aus den Greiferbrücken 11, 12 herausreißt.
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Wie
in 2 dargestellt, umfasst der erste Kettenförderer 8 auf
der Antriebsseite und Bedienungsseite je ein Zahn- bzw. Kettenrad 80 und
die um letzteres umlaufende, jeweilige Endloskette 90. Die
Endlosketten 90 des ersten Kettenförderers 8 tragen zwischen
sich die in die Laufrichtung 13 vorlaufenden Greiferbrücken 11 zum
Halten der vorlaufenden Bogenenden 4.1 der Bogen 4.
Der zweite Kettenförderer 9 umfasst
ebenfalls auf jeder der beiden Maschinenseiten ein Kettenrad 130 und
die um letzteres umlaufende, jeweilige Endloskette 140.
Die Endlosketten 140 des zweiten Kettenförderers 9 tragen
zwischen sich die nachlaufende Greiferbrücken 12 zum Halten
der in die Laufrichtung 13 nachlaufenden Bogenenden 4.2.
Jede der nachlaufenden Greiferbrücken 12 bildet
zusammen mit jeweils einer der vorlaufenden Greiferbrücken 11 ein
Greiferbrücken-Paar, das
den jeweiligen Bogen 4 während seines zu dem Auslagestapel 10 hin
erfolgenden Transports beidendig festhält. Durch eine Phasenverstellung
des einen relativ zum anderen der Kettenförderer 8, 9 kann
ein Greiferbrückenabstand 28 zwischen
der hinteren Greiferbrücke 12 und
der vorderen Greiferbrücke 11 eines
jeden Greiferbrücken-Paares
in Abhängigkeit von
der Bogenlänge 20 des
jeweiligen Druckauftrags formateingestellt werden. Dieser Greiferbrückenabstand 28 wird
zur Erzeugung des vorübergehenden Bogendurchhangs 29 des
jeweils zu glättenden
Bogens 4 mittels der Abstandsänderungsmittel automatisch
verkürzt,
sobald sich dieser Bogen 4 dem Bogenglätter 14 nähert, und
nach der Bogenglättung automatisch
wieder auf das ursprüngliche
Maß vergrößert. In 1 ist
der Greiferbrückenabstand 28 in seinem
während
der Bogenglättung
verkürzten
Zustand dargestellt.
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Eine
der Antriebsseite zu gelegene Bogenstütze 180 und eine der
Bedienungsseite zu gelegene Bogenstütze 190 sind miteinander
baugleich und dienen zum Andrücken
des jeweiligen Bogens 4 gegen die Umfangsoberfläche des
Gegendruckzylinders 7. Die Bogenstützen 180, 190 sind
Bestandteile einer in Skelettbauweise ausgebildeten Auslagetrommel 430 des
Auslegers 3 und sind entlang ihrer geometrischen Rotationsachse 200,
welche auch die Rotationsachse der Kettenräder 80, 130 ist,
stufenlos aus einer in 2 mit Volllinie gezeigten Formateinstellung
für eine
maximale Bogenbreite der Bogen 4 in eine in 2 mit
Phantomlinie angedeutete Formateinstellung für eine minimale Bogenbreite
und auch in zwischen diesen beiden Extremeinstellungen liegende
Zwischenstellungen für
mittlere Bogenbreiten umstellbar. In jeder Formateinstellung fluchtet
die antriebsseitige Bogenstütze 180 mit
einem druckfreien Seitenrand und die bedienungsseitige Bogenstütze 190 mit
dem anderen druckfreien Seitenrand des jeweiligen Bogens 4.
Die Bogenstützen 180, 190 sind zwischen
den auf der Antriebsseite angeordneten Kettenrädern der Kettenförderer 8, 9 und
deren bedienungsseitigen Kettenrädern
motorisch axial verschiebbar gelagert. Der zur wahlweise aufeinander zu
oder voneinander weg erfolgenden Axialverstellung der Bogenstützen 180, 190 erforderliche
Antrieb (Motor, Getriebe) ist aus Gründen besserer Übersichtlichkeit
in der 2 zeichnerisch nicht dargestellt.
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In 3 ist
dargestellt, dass der Bogenglätter 14 einen
Glättungsspalt 15 aufweist,
der von einer bogenstromaufwärts
angeordneten Einlaufflanke 16 und einer bogenstromabwärts angeordneten
Auslaufflanke 17 begrenzt ist. In dem zwischen den Flanken 16, 17 angeordneten
Glättungsspalt 15 herrscht ein
von einer daran angeschlossenen Vakuumquelle 18 hervorgerufener
Unterdruck, der den Bogen 4 unter Bildung einer Bedruckstoffsicke 19 des
Bogens 4 ein wenig in den Glättungsspalt 15 hineinzieht.
Die Einlaufflanke 16 und die Auslaufflanke 17 sind
gerundet und könnten
mit Luftdüsen
versehen sein und/oder als Rollen ausgebildet sein. Während der Glättung des
Bogens 4 durchläuft
diesen die Bedruckstoffsicke 19 entgegen der Laufrichtung 13 und wird
der Bogen 4 – was
besonders wichtig ist – mittels der
Greiferbrücken 11, 12 gleichzeitig
vorn und hinten, d. h. beidendig, festgehalten.
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Nachfolgend
werden Gemeinsamkeiten der in den 4 und 5 dargestellten
Ausführungsbeispiele
beschrieben.
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Bei
diesen Ausführungsbeispielen
sind die Abstandsänderungsmittel
dadurch gebildet, dass eine von dem ersten Kettenförderer 8 bestimmte,
erste Umlaufbahn 21 der vorderen Greiferbrücke 11 und eine
von dem zweiten Kettenförderer 9 bestimmte, zweite
Umlaufbahn 22 der hinteren Greiferbrücke 12 lokal voneinander
abweichend verlaufen. Dabei ist an einer vorgeordneten Bahnstelle 23,
die in die Laufrichtung 13 des Bogens 4 gesehen
vor der Bearbeitungseinrichtung – also dem Bogenglätter 14 – liegt, die
erste Umlaufbahn 21 relativ zum Verlauf der zweiten Umlaufbahn 22 lokal
verlängert
und ist an einer nachgeordneten Bahnstelle 24, die in die
Laufrichtung 13 gesehen hinter der Bearbeitungseinrichtung liegt,
die zweite Umlaufbahn 22 relativ zum Verlauf der ersten
Umlaufbahn 21 lokal verlängert.
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An
der vorgeordneten Bahnstelle 23 ist die erste Umlaufbahn 21 relativ
zum Verlauf der zweiten Umlaufbahn 22 lokal verlängert, indem
an der vorgeordneten Bahnstelle 23 die erste Umlaufbahn 21 einen
bogenförmigen
Umweg 25 beschreibt. An der nachgeordneten Bahnstelle 24 ist
die zweite Umlaufbahn 22 relativ zum Verlauf der ersten
Umlaufbahn lokal verlängert,
indem an der nachgeordneten Bahnstelle 24 die zweite Umlaufbahn 22 einen
bogenförmigen
Umweg 26 beschreibt. Hinsichtlich einer die Weglänge, welche
die Greiferbrücken 11, 12 auf
den Umwegen 25, 26 zurücklegen betreffenden Kompensation
des vorgeordneten, bogenförmigen
Umwegs 25 durch den nachgeordneten, bogenförmigen Umweg 26 vorteilhaft
ist es, dass die beiden bogenförmigen
Umwege 25, 26 zueinander gleich lang sind.
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An
der nachgeordneten Bahnstelle 24 verläuft die erste Umlaufbahn 21 geradlinig.
Die erste Umlaufbahn 21 verläuft an der vorgeordneten Bahnstelle 23 auf
einer anderen Seite der zweiten Umlaufbahn 22 als an der
nachgeordneten Bahnstelle 24. Zwischen den beiden Bahnstellen 23, 24 und
somit in dem Wirkbereich der Bearbeitungseinrichtung bzw. des Bogenglätters 14 verlaufen
die beiden Umlaufbahnen 21, 22 miteinander kongruent.
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Die
beiden Umlaufbahnen 21, 22 weisen zueinander gleichgroße Gesamtlängen auf.
Demgemäß legt die
bzw. jede vordere Greiferbrücke 11 entlang
der ersten Umlaufbahn 21 während eines jeden vollen Umlaufs
dieselbe Wegstrecke wie die bzw. jede hintere Greiferbrücke 12 auf
der zweiten Umlaufbahn 22 zurück. Mit anderen Worten gesagt,
haben die Endlosketten 90, 140, an denen die oder
jede vordere Greiferbrücke 11 befestigt
ist, genau dieselbe Kettenlänge
wie die Endlosketten 140, an denen die oder jede hintere
Greiferbrücke 12 befestigt
ist.
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Die
Besonderheit des in 4 dargestellten Ausführungsbeispieles
ist es, dass an der vorgeordneten Bahnstelle 23 die zweite
Umlaufbahn 22 geradlinig verläuft.
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Besonderheiten
des in der 5 dargestellten Ausführungsbeispieles
werden nachfolgend erläutert:
An der vorgeordneten Bahnstelle 23 verläuft die zweite Umlaufbahn 22 mit
einem Krümmungsradius
r gekrümmt,
der kleiner als ein Krümmungsradius
R ist, welchen der bogenförmige
Umweg 25 der ersten Umlaufbahn 21 aufweist. Dies
resultiert aus dem Umstand, dass sich die vorgeordneten Bahnstelle 23 in
jenem Umschlingungsbereich befindet, in welchem die Endlosketten 90, 140 die
Kettenräder 80, 130 umschlingen,
oder zumindest in diesen Umschlingungsbereich teilweise hineinreicht.
Im Zusammenhang mit dieser vorgeordneten Bahnstelle 23 bezieht
sich der Umschlingungsbereich auf die dem Druckwerk 2 zu
gelegenen Kettenräder 80, 130 und nicht
auf die dem Auslagestapel 10 zu gelegenen Kettenräder 80, 130 der
Kettenförderer 8, 9.
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Bei
einer zeichnerisch nicht näher
dargestellten Modifikation der in den 4 und 5 dargestellten
Ausführungsbeispiele
befindet sich die nachgeordnete Bahnstelle 24 zumindest
teilweise in jenem Umschlingungsbereich, in welchem die Endlosketten 90, 140 die
dem Auslagestapel 10 zu gelegenen Kettenräder umschlingen.
Bei dieser Modifikation verläuft
an der nachgeordneten Bahnstelle 24 die zweite Umlaufbahn 22 mit
einem Krümmungsradius gekrümmt, der
größer als
ein Krümmungsradius
ist, welchen der bogenförmige
Umweg 25 der ersten Umlaufbahn 21 an der nachgeordneten
Bahnstelle 24 aufweist.
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- 1
- Druckmaschine
- 2
- Druckwerk
- 3
- Ausleger
- 4
- Bogen
- 4.1
- vorlaufendes
Bogenende
- 4.2
- nachlaufendes
Bogenende
- 5
- Druckformzylinder
- 6
- Gummituchzylinder
- 7
- Gegendruckzylinder
- 8
- erster
Kettenförderer
- 9
- zweiter
Kettenförderer
- 10
- Auslagestapel
- 11
- vordere
Greiferbrüeke
- 12
- hintere
Greiferbrücke
- 13
- Laufrichtung
- 14
- Bogenglätter
- 15
- Glättungsspalt
- 16
- Einlaufflanke
- 17
- Auslaufflanke
- 18
- Vakuumquelle
- 19
- Bedruckstoffsicke
- 20
- Bogenlänge
- 21
- erste
Umlaufbahn
- 22
- zweite
Umlaufbahn
- 23
- vorgeordneten
Bahnstelle
- 24
- nachgeordneten
Bahnstelle
- 25
- bogenförmiger Umweg
(von 21)
- 26
- bogenförmiger Umweg
(von 22)
- 27
- bogenförmiger Umweg
(von 22)
- 28
- Greiferbrückenabstand
- 29
- Bogendurchhang
- 30–79
- Bogendurchhang
- 80
- Kettenrad
- 90
- Endloskette
- 91–129
- Endloskette
- 130
- Kettenrad
- 140
- Endloskette
- 180
- Bogenstütze
- 190
- Bogenstütze
- 200
- Bogenstützen-Rotationsachse
- 201–429
- Bogenstützen-Rotationsachse
- 430
- Auslagetrommel
- A
- Einbauort
- B
- Einbauort
- R
- Krümmungsradius
- r
- Krümmungsradius