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DE102005030694A1 - Beschichtungsvorrichtung von Auftragswalzen einer Druckmaschine - Google Patents

Beschichtungsvorrichtung von Auftragswalzen einer Druckmaschine Download PDF

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DE102005030694A1
DE102005030694A1 DE200510030694 DE102005030694A DE102005030694A1 DE 102005030694 A1 DE102005030694 A1 DE 102005030694A1 DE 200510030694 DE200510030694 DE 200510030694 DE 102005030694 A DE102005030694 A DE 102005030694A DE 102005030694 A1 DE102005030694 A1 DE 102005030694A1
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DE
Germany
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coating
coating device
applicator roll
chamber
ink
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Withdrawn
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DE200510030694
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English (en)
Inventor
Godber Petersen
Ulrike Lingnau
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Manroland AG
Original Assignee
MAN Roland Druckmaschinen AG
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Publication date
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    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F31/00Inking arrangements or devices
    • B41F31/02Ducts, containers, supply or metering devices
    • B41F31/027Ink rail devices for inking ink rollers
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B41F9/1036Clamping and adjusting devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Coating Apparatus (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Beschichtungsvorrichtung (27 und 28) von Auftragswalzen (3) einer Druckmaschine, bei der ein Beschichtungsmittel auf der Auftragswalze (3) aufgebracht wird und entweder direkt oder über zumindest eine Übertragungswalze (3.1) auf den Druckzylinder (1) der Druckmaschine übertragen werden soll, wobei eine einseitig offene Beschichtungskammer (5) an die Oberfläche der Auftragswalze (3) gedrückt ist, so dass die Beschichtungskammer (5) mit der Auftragswalzenoberfläche einen geschlossenen Hohlraum bildet und das Beschichtungsmittel durch diesen Hohlraum auf die Oberfläche der Auftragswalze aufgebracht wird.
Erfindungsgemäß ist im Kontaktbereich der Beschichtungskammer (5) und der Auftragswalzenoberfläche mindestens ein elastisches Leistenelement (7) entlang der Auftragswalzenoberfläche angeordnet, das mit zumindest einem längenveränderlichen Stellglied (8 und 15) variabel an die Oberfläche der Auftragswalze (3) gedrückt wird, so dass die Schichtdicke des Beschichtungsmittels auf der Auftragswalzenoberfläche eingestellt werden kann.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Beschichtungsvorrichtung von Auftragswalzen einer Druckmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Bei kompakten Kurzfarbwerken in Druckmaschinen wird die Druckfarbe meist mit Hilfe einer Rasterwalze aufgenommen und überschüssige Farbe mit einer Rakel abgerakelt. Die Farbmenge wird hierbei durch die Näpfchentiefe der Rasterwalze dosiert, ist also eine feste Größe und daher nicht regelbar.
  • Es ist außerdem bekannt, die Farbzufuhr in Offsetfarbwerken zonenweise über einzelne Farbschieber im Farbkasten zu regeln. Diese so genannten „langen" Farbwerke haben aber eine hohe Ansprechzeit der Farbschieber und sind daher für eine Regelung der Farbzufuhr entsprechend träge.
  • Bezüglich der Mengenregulierung und der Ansprechzeit der Regulierung bestehen bei der Beschichtung mit Feuchtmittel und Lacken ähnliche Probleme.
  • Die Erfinder haben sich daher die Aufgabe gestellt, eine Beschichtungsvorrichtung für Auftragswalzen von Druckmaschinen zur Verfügung zu stellen, die verschiedene Beschichtungsmedien, wie Farben, Lack und Feuchtmittel in einer definierten Schichtdicke und somit in einer dosierten Beschichtungsmittelmenge aufbringen kann und gleichzeitig eine schnelle Schichtdicken- und Mengenregulierung ermöglichen.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe schlagen die Erfinder vor, eine Beschichtungsvorrichtung von Auftragswalzen einer Druckmaschine gemäß dem Oberbegriff des An spruches 1, dahingehend zu verbessern, dass im Kontaktbereich der Beschichtungskammer und der Auftragswalzenoberfläche mindestens ein elastisches Leistenelement entlang der Auftragswalzenoberfläche angeordnet wird, das mit zumindest einem längenveränderlichen Stellglied variabel an die Oberfläche der Auftragswalze gedrückt wird, so dass die Schichtdicke des Beschichtungsmittels auf der Auftragswalzenoberfläche eingestellt werden kann.
  • Hierdurch kann beispielsweise eine schnelle, genaue und reproduzierbare Schichtdickeneinstellung von Farbe, Lack und/oder Feuchtmittel bewerkstelligt werden. Bei Schwingungen oder temperaturbedingten Durchbiegungen der Auftragswalzen können Schwankungen und Toleranzen der Schichtdicke des Beschichtungsmittels vermieden werden.
  • Es ist vorteilhaft, wenn das mindestens eine Stellglied ein Piezoelement ist. Hierfür eignen sich zum Beispiel Längsdehnungselemente, vorzugsweise aus einer keramischen Mischung aus den Bestandteilen Blei, Zirkonium und Titan. Wird ein oder mehrere Piezoelemente als Stellglieder eingesetzt, so kann eine schnelle Regulierung der Schichtdicke des Beschichtungsmittels vorgenommen werden, da die Piezoelemente elektrisch angesteuert werden und somit sehr schnell eine Längenänderung ausführen, zum Beispiel mehrere Längenänderungen während einer Umdrehung der Auftragswalze beziehungsweise des Druckzylinders. Mit Piezoelementen lassen sich schnelle Längenänderungen im Bereich von 0 bis circa 5 μm in einem Zeitfenster von wenigen Millisekunden durchführen.
  • Alternativ oder ergänzend zu den Piezoelementen können als Stellglieder auch elektromagnetische Antriebe verwendet werden, die eine genauso schnelle Ansprechempfindlichkeit in Bezug auf die Längenänderung aufweisen, wie Piezoelemente aufweisen. Wird beispielsweise als Stellglied ein Elektromagnet eingesetzt, so sind gegenüber Piezoelementen größere Bewegungshübe durchführbar.
  • Weiterhin können als Stellglieder auch Stellmotoren mit entsprechendem Getriebe eingesetzt werden. Um hier eine kurze Ansprechzeit zu gewährleisten, müssen Motor und Getriebe entsprechend angepasst sein, dass Längenänderungen schnell durchgeführt werden können. Stellmotore weisen zwar nicht die gleiche Ansprechempfindlichkeit und Ansprechschnelligkeit auf, wie Piezoelemente oder elektromagnetische Antriebe, jedoch sollten die Stellmotore zumindest derart ausgeführt sein, dass im Bereich weniger Sekunden eine Längenänderung von wenigen μm bis circa 250 μm ermöglicht werden können.
  • Es ist von Vorteil, wenn zwischen Stellglied und elastischem Leistenelement mindestens ein exzentrisches Zwischenglied, vorzugsweise eine Exzenterwelle, angeordnet ist. Bei entsprechender Ausführung des Zwischengliedes kann über eine kleine Bewegung des Stellgliedes eine große Relativbewegung des Leistenelementes erreicht werden.
  • Es ist günstig, wenn das Leistenelement aus einem elastisch verformbaren Metall und/oder Kohlefaserwerkstoff besteht.
  • Um den Verschleiß beziehungsweise den Abrieb am Leistenelement durch den Kontakt mit der rotierenden Oberfläche der Auftragswalze gering zu halten, sollte das Leistenelement eine Oberflächenbeschichtung aufweisen, vorzugsweise eine Plasmabeschichtung und/oder eine Spritzbeschichtung. Aber auch weitere abriebfeste Oberflächenbeschichtungen, wie keramische Beschichtungen sind hierfür geeignet.
  • Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn an und/oder in der Beschichtungskammer Mittel zur Temperierung des Beschichtungsmittels angeordnet sind. So hängt die Visko sität von fluiden Medien von der Temperatur ab. Wird die Temperatur des Beschichtungsmittels geregelt und eingestellt, so kann hierdurch die Fließfähigkeit und somit die Dosierbarkeit des Beschichtungsmittels günstig beeinflusst werden.
  • Die Mittel zur Temperierung können als Leitungen ausgeführt sein, die aus einem gut Wärme leitenden Material bestehen und die innerhalb und/oder außerhalb der Beschichtungskammer und/oder dem Beschichtungsmittel angeordnet sind.
  • Zur Kontrolle der Temperatur innerhalb der Beschichtungskammer kann mindestens ein Temperatursensor angeordnet sein, vorzugsweise ein Platinwiderstand.
  • Als Temperaturmessstelle des Temperatursensors eignet sich zum einen das Innere der Temperierungsleitungen. Hierbei kann die Temperatur des Temperiermediums, welches eine Flüssigkeit oder ein Gas sein kann, in der Nähe der Beschichtungskammer gemessen werden.
  • Alternativ oder ergänzend zu dieser Anordnung des Temperatursensors, kann der Temperatursensor oder die Temperatursensoren direkt in das Beschichtungsmittel eintauchen, so dass die exakte Temperatur des Beschichtungsmittels ermittelt werden kann. Wird die Temperierung durch einen in das Beschichtungsmittel eintauchenden Sensor bestimmt, ist eine schnelle Temperatureinstellung und somit Einstellung der Viskosität des Beschichtungsmittels möglich.
  • Innerhalb der Beschichtungskammer kann eine Rakel angeordnet sein. Diese Rakel kann überschüssiges Beschichtungsmittel, wie Farbe, Lack oder Feuchtmittel von der Auftragswalze abrakeln.
  • Die erfindungsgemäße Beschichtungsvorrichtung kann als Farbwerk und/oder als Feuchtwerk ausgeführt sein und entsprechend das Beschichtungsmittel Farbe und/oder Feuchtmittel sein. Alternativ dazu kann die Beschichtungsvorrichtung auch als Lackwerk ausgeführt sein und das Beschichtungsmittel Lack sein.
  • Um eine schnelle Schichtdicken- und Mengenregulierung des Beschichtungsmittels zu gewährleisten, ist auch eine geeignete Zufuhr des Beschichtungsmittels in die Beschichtungskammer notwendig. Hierzu kann eine spezielle Dosiereinheit als Beschichtungsmittelzufuhr vorgesehen sein. In einer möglichen Ausführungsform kann diese Dosiereinheit wie eine Spritze aufgebaut sein, wobei das Beschichtungsmittel über mindestens einem Stempel und über ein Leitungssystem in die Beschichtungskammer gefördert werden kann. Zur Befüllung des Verdichterraumes kann eine zusätzliche Leitung angeordnet sein. In den Leitungen können geeignete Einwegventile integriert sein, so dass das Beschichtungsmittel in eine Richtung gefördert wird.
  • Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt:
  • 1: eine Seitenansicht eines Farbwerkes mit Auftragswalze und Druckzylinder;
  • 2: eine Draufsicht auf das Farbwerk aus 1;
  • 3: eine vergrößerte Schnittansicht entlang der Linie I-I der 2;
  • 4: eine Schnittansicht entlang der Linie II-II aus 1;
  • 5: eine Draufsicht auf ein Farbwerk mit fünf Stellmotoren;
  • 6: eine seitliche Schnittansicht entlang der Linie III-III der 5 durch ein Farbwerk, bei dem die Farbzufuhr zonenweise über Stellmotore geregelt wird;
  • 7: eine seitliche Schnittansicht eines Feuchtwerkes mit einer Spaltregelung durch eine exzentrische Spindel;
  • 8 und 9: eine seitliche Schnittansicht eines Farb- und Feuchtwerkes mit verschiedener Regelung der Farb- und Feuchtmittelzufuhr;
  • 10: eine schematische Darstellung einer Druckmaschine mit Regelung der Farb- und Feuchtmittelzufuhr.
  • Nachfolgend wird die hier vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die 1 bis 10 in größerem Detail beschrieben.
  • Die 1 zeigt eine Seitenansicht einer möglichen Ausführung der neuen Beschichtungsvorrichtung. Diese Beschichtungsvorrichtung ist als Farbwerk ausgebildet mit Auftragswalze 3 und Druckzylinder 1. Der Druckzylinder 1, der in der Rotationsrichtung 2 dreht, trägt an seiner Oberfläche ein einzufärbendes Druckbild. Die gegenläufige Auftragswalze 3 mit einer elastischen Oberfläche, welche in der Rotationsrichtung 4 dreht, überträgt Farbe aus einer allseitig abgeschlossenen, C-förmigen Farbkammer 5. Die Auftragswalze 3 wird mit Hilfe eines Zahnriemens von einem Motor 6 angetrieben. Die Farbkammer 5 befindet sich innerhalb einer balkenförmigen Struktur, die wiederum auf einem Grundgestell befestigt ist. Die Farbkammer 5 wird über Einstellschrauben an die Auftragswalze 3 gedrückt und mit Schrauben an der Auftragswalze 3 fixiert. Um nun die Schichtdicke des Farbfilmes auf der Auftragswalze 3 zu dosieren, ist in dieser besonderen Ausführung an der Oberseite der Farbkammer 5 im Kontaktbereich zur Auftragswalze 3 eine Dosierleiste 7 angeordnet, die über ein oder mehrere längenveränderliche Piezoelemente 8 mit variabler Kraft an die Auftragswalze 3 gedrückt wird. Je stärker die Dosierleiste 7 gegen die Auftragswalze 3 gedrückt wird, desto dünner ist die Farbfilmschichtdicke und umgekehrt. Um die Farbschichtdicke innerhalb kleiner Zonen auf der Auftragswalzenoberfläche einzustellen, ist es günstig, mehr Piezoelemente 8 entlang der Länge der Auftragswalze 3 anzuordnen.
  • Die 2 zeigt eine Draufsicht auf das Farbwerk aus 1. Im oberen Teil von 2 ist der Druckzylinder 1 zwischen den Gestellwänden der Druckmaschine dargestellt mit angrenzender Auftragswalze 3. Unterhalb der Auftragswalze 3 ist die Farbkammer 5 dargestellt, die von Temperierleitungen 9 durchzogen ist. Über diese Temperierleitungen 9 werden ein gasförmiges oder flüssiges Medium in die Farbkammer 5 ein- und ausgeleitet, um die Temperatur und somit die Viskosität der Farbe einzustellen. Im linken Bereich in 2 ist eine besondere Farbdosiereinheit 11 dargestellt, die für eine gleich bleibende Farbzufuhr sorgt. Über einem Verdichterraum 11.1 wird Farbe mit Hilfe eines Kolbens (nicht in 2 dargestellt) in die Farbkammer 5 gedrückt. Zur Farbzufuhr in den Farbraum 5 wird der Kolben über die Steuerleitung 11.3 mit Steuerventil zunächst mit Überdruck beaufschlagt, hierbei ist das Steuerventil der Farbzufuhrleitung 11.2 geschlossen. Die verdichtete Farbe wird dann vom Verdichterraum 11.1 in die Farbkammer 5 gedrückt. Befindet sich keine Farbe mehr im Verdichterraum 11.1, wird die Steuerleitung 11.3 belüftet, wodurch gleichzeitig neue Farbe über die Farbzufuhrleitung 11.2 mit nun geöffnetem Steuerventil in den Verdichterraum 11.1 eingeführt wird. Anschließend kann durch erneute Druckzufuhr über die Leitung 11.3 bei nun geschlossenem Steuerventil die Farbzuführung in die Farbkammer 5 erfolgen.
  • Die Farbdosiereinheit 11, die Temperierung beziehungsweise deren Steuerventile, die Farbkammer 5 und die Piezoelemente 8, werden über einen Rechner 12 gesteuert und geregelt.
  • Die 3 zeigt eine vergrößerte Schnittansicht entlang der Linie I-I der 2. In die Farbkammer 5 wird über den Farbzufuhrkanal 13 mit Hilfe von Bohrungen 14 die frische Farbe gleichmäßig über die Länge der Auftragswalze 3 verteilt.
  • Die Farbkammer 5 und die darin befindliche Farbe wird von Temperierrohren 9 und in dieser Ausführung von zwei Temperierkammern 9.1 umfasst. Von beiden Seiten wird über Leitungen 9 temperiertes Wasser diesen Kammern 9.1 zugeführt und über Leitungen 9 abgeführt. Da die Temperatur des Farbwerkes bei steigender Betriebsdrehzahl steigt, kann durch diese Regelung die Temperatur des Farbwerkes und damit die Temperatur der Farbe konstant gehalten werden.
  • Wie in 3 gezeigt, wird bei Drehrichtung 4 der Auftragswalze 3 die Farbe aus der Farbkammer 5 in einen Spalt gezogen, der sich zwischen der Dosierleiste 7 und der Auftragswalze 3 befindet. Durch Anlegen von Steuerspannungen an die Piezoelemente 8 dehnen sich diese aus und drücken an die Dosierleiste 7, wodurch sich der Spalt an der Auftragswalze 3 verändert. Dadurch ergibt sich eine einstellbare Farbschichtdicke auf der Auftragswalze 3, die der Farbabnahme auf dem Druckzylinder 1 entspricht. Diese Farbabnahme wiederum ist von der verwendeten Papiersorte abhängig. Ziel ist es, dem Druckzylinder 1 eine gleichmäßige Farbschicht einstellbarer Dicke anzubieten. Über die Piezoelemente 8 lassen sich Verformungen sowie Durchbiegungen der Auftragswalze 3 ausgleichen, um eine gleichmäßige Schicht zu erzeugen. Die über die Farbspaltung zwischen der Auftragswalze 3 und dem Druckzylinder 1 nicht verbrauchte Farbe wird über einen Spalt in die Farbkammer 5 zurückgeführt und wieder mit frischer Farbe vermischt. Die Farbe in dieser Farbkammer 5 wird durch die Drehung der Auftragswalze 3 in Rotation um das Temperierrohr 9 versetzt, wodurch sowohl eine gute Farbmischung als auch eine gute Farbtemperierung stattfindet. Die Farbkammer 5, die sich in Kontakt mit der Auftragswalze 3 befindet, bildet einen allseitig geschlossenen Hohlraum und kann somit mit leichtem Überdruck, der im Verdichterraum 11.1 erzeugt wird, betrieben werden. Wird die Auftragswalze 3 in ihrer Drehung gestoppt, so fließt durch die geschlossene Bauform keine Farbe aus. Um örtliche Farbpigmentansammlungen in den Spalten nahe der Auftragswalze 3 zu vermeiden, kann die Auftragswalze 3 in bekannter Weise mit einer Changierbewegung in Achsrichtung bewegt werden.
  • Die 4 zeigt eine Schnittansicht entlang der Linie II-II aus 1. In dieser Schnittansicht sind zum einen die Bohrungen 14 innerhalb der Farbkammer 5 zu erkennen und zum anderen wird in dieser Schnittansicht der Aufbau der Farbdo siereinheit 11 besser ersichtlich. Die Schnittebene der Linie II-II verläuft durch den Verdichterraum 11.1 der Farbdosiereinheit 11. In dieser Ansicht ist nun ein Schnitt des Verdichterkolbens 11.4 zu erkennen, der die Farbe im Verdichterraum 11.1 zusammendrückt.
  • Die 5 zeigt eine Draufsicht auf ein Farbwerk mit fünf Stellmotoren 15. Diese Stellmotore 15, die um eine schnelle Einstellung der Farbschichtdicke gewährleisten zu können, über eine entsprechend schnelle Wegverstellung verfügen sollen, drücken zonenweise auf die Dosierleiste 7. Hierdurch kann die Farbschichtdicke entlang der Auftragswalze auf fünf Zonen verteilt eingestellt werden.
  • Die 6 zeigt eine seitliche Schnittansicht entlang der Linie III-III der 5 durch ein Farbwerk, bei dem die Farbzufuhr zonenweise über Stellmotore 15 geregelt wird.
  • Die 7 zeigt eine seitliche Schnittansicht durch ein Feuchtwerk 28, wobei die Spaltregelung, die die Feuchtmittelspaltdicke reguliert, hier mit Hilfe einer exzentrischen Spindel 16 realisiert wird. Um auf der Oberfläche der Auftragswalze 3 eine schnelle Regelung des Feuchtmittelfilmes zu ermöglichen, wird die Dosierleiste 7 über eine exzentrische Spindel 16, die von einem oder mehreren Stellmotoren 15 angetrieben wird, mit variablem Anpressdruck an die Auftragswalzenoberfläche gedrückt. Vorteilhaft an dieser Spaltregulierung ist, dass durch die „Hebelwirkung" der exzentrischen Spindel 16 kleine Bewegungen des Stellmotors 15, der die Spindel 16 dreht, schnell in eine Verformung der Dosierleiste 7 umgesetzt werden und somit eine Spaltregelung mit geringer zeitlicher Trägheit realisiert werden kann. Weiterhin vorteilhaft an dieser Ausführung der Erfindung ist der innere Aufbau der Feuchtmittelkammer 20. Über einen oder mehrere Feuchtmittelzufuhrkanäle 18 wird frisches Feuchtmittel auf die Auftragswalzenoberfläche aufgebracht. Das Feuchtmittel kann auf der Auftragswalze 3 mit verschiedensten Verunreinigungen, wie Papierstaub, verunreinigt werden. Um eine Separierung des frischen Feuchtmittels und des in die Feuchtmittelkammer 20 zurückgeführten und meist verunreinigten Feuchtmittels zu erreichen, ist in dieser Ausführung des Feuchtwerkes eine Trennrakel 17 angeordnet, die die Feuchtmittelzuführung und Feuchtmittelrückführung trennt. Hierdurch kann das verunreinigte Feuchtmittel nach Durchlauf über einen Feuchtmittelabfuhrkanal 19 gegebenenfalls einen Reinigungsprozess durchlaufen. Weiterhin positiv wirkt sich auch hier der geschlossene Aufbau der Beschichtungsvorrichtung aus, so dass der Feuchtmittelverlust und die Feuchtmittelverunreinigung gegenüber offenen Feuchtwerken reduziert werden können.
  • Die 8 zeigt eine seitliche Schnittansicht eines Farbwerkes 27 und eines Feuchtwerkes 28. Der prinzipielle Aufbau des Feuchtwerkes 28 entspricht demjenigen Aufbau des Feuchtwerkes aus 7, wobei im Unterschied dazu der Stellmotor 15 direkt auf die Dosierleiste 7 drückt. Das Farbwerk 27 überträgt die Farbe zunächst auf die Auftragswalze 3, von der aus sie über weitere Übertragungswalzen 3.1 auf den Druckzylinder übertragen wird. Beim Waschvorgang wird die Farbe mit einer Farbrakel 29 abgerakelt.
  • Die 9 zeigt eine seitliche Schnittansicht einer weiteren Ausführung eines Farbwerkes 27 und eines Feuchtwerkes 28, die als Kurzfarbwerk und Kurzfeuchtwerk ausgebildet sind. Die Verstellung der Dosierleiste 7 erfolgt dabei beim Farb- 27 und Feuchtwerk 28 mit Piezoelementen 8.
  • Die 10 zeigt eine schematische Darstellung einer Druckmaschine mit schneller Regelung der Farb- und Feuchtmittelzufuhr. An Hand der schematischen Darstellung wird der Regelkreis für die Einfärbung der Druckzylinder erläutert. Von einem Rollenwechsler 21 wird eine Papierbahn 22 abgezogen und in bekannter Weise in den Druckwerken 23 beidseitig bedruckt und anschließend beim Durchlauf durch den Trockner 24 und das Kühlwerk 25 getrocknet. In einer Bahnbeobachtungsstation 26 wird die Papierbahn 22 beidseitig abgetastet und es werden Ist-Soll-Werte verglichen. Die Messwerte werden einem Rechner 12 zugeleitet, der sie in Steuerungsbefehle für die Farb- und Feuchtwerke 27 und 28 eines jeden Druckwerkes 23 umsetzt.
  • Durch die erfindungsgemäße Beschichtungsvorrichtung kann in der Ausführungsform als Farb- oder Feuchtwerk in einer Druckmaschine der Farb-, Lack-, oder Feuchtmittelverbrauch optimiert werden. Die Farb-, Lack- oder Feuchtmittelzufuhr kann mit kurzer Reaktionszeit den Erfordernissen des zu druckenden Bildes angepasst werden. Durch die Verkapselung und Abdichtung der Farb-, Lack- oder Feuchtwerke werden Verschmutzungen des frischen Feuchtwassers, der frischen Farbe oder des Lackes weitgehend vermieden.
  • Es versteht sich, dass die vorstehend genannten Merkmale und die Merkmale der Ansprüche nicht nur in den jeweils angegebenen Kombinationen, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
  • 1
    Druckzylinder
    2
    Rotationsrichtung Druckzylinder
    3
    Auftragswalze
    3.1
    Übertragungswalze
    4
    Rotationsrichtung Auftragswalze
    5
    Farbkammer
    6
    Motor
    7
    Dosierleiste
    8
    Piezoelement
    9
    Temperierleitung
    9.1
    Temperierkammer
    10
    Temperatursensor
    11
    Farbdosiereinheit
    11.1
    Verdichterraum
    11.2
    Farbzufuhr mit Steuerventil
    11.3
    Steuerleitung für den Verdichterkolben mit Steuerventil
    11.4
    Verdichterkolben
    12
    Rechner
    13
    Farbzufuhrkanal
    14
    Bohrung
    15
    Stellmotor
    16
    exzentrische Spindel
    17
    Trennrakel
    18
    Feuchtmittelzufuhrkanal
    19
    Feuchtmittelabfuhrkanal
    20
    Feuchtmittelkammer
    21
    Rollenwechsler
    22
    Papierbahn
    23
    Druckwerk
    24
    Trockner
    25
    Kühlwerk
    26
    Bahnbeobachtungsstation
    27
    Farbwerk
    28
    Feuchtwerk
    29
    Farbrakel

Claims (16)

  1. Beschichtungsvorrichtung (27 und 28) von Auftragswalzen (3) einer Druckmaschine, bei der ein Beschichtungsmittel auf der Auftragswalze (3) aufgebracht wird und entweder direkt oder über zumindest eine Übertragungswalze (3.1) auf den Druckzylinder (1) der Druckmaschine übertragen werden soll, wobei eine einseitig offene Beschichtungskammer (5) an die Oberfläche der Auftragswalze (3) gedrückt ist, so dass die Beschichtungskammer (5) mit der Auftragswalzenoberfläche einen geschlossen Hohlraum bilden und das Beschichtungsmittel durch diesen Hohlraum auf die Oberfläche der Auftragswalze aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass im Kontaktbereich der Beschichtungskammer (5) und der Auftragswalzenoberfläche mindestens ein elastisches Leistenelement (7) entlang der Auftragswalzenoberfläche angeordnet ist, das mit zumindest einem längenveränderlichen Stellglied (8 und 15) variabel an die Oberfläche der Auftragswalze (3) gedrückt wird, so dass die Schichtdicke des Beschichtungsmittels auf der Auftragswalzenoberfläche eingestellt werden kann.
  2. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Stellglied (8 und 15) ein Piezoelement (8) ist.
  3. Beschichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Stellglied (8 und 15) einen elektromagnetischen Antrieb aufweist.
  4. Beschichtungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Stellglied (8 und 15) ein Stellmotor (15) mit Getriebe ist.
  5. Beschichtungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Stellglied (8 und 15) und elastischem Leistenelement (7) mindestens ein exzentrisches Zwischenglied, vorzugsweise eine Exzenterwelle (16), angeordnet ist.
  6. Beschichtungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Leistenelement (7) aus einem elastisch verformbaren Metall und/oder Kohlefaserwerkstoff besteht.
  7. Beschichtungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Leistenelement (7) eine Oberflächenbeschichtung aufweist, vorzugsweise eine Plasmabeschichtung und/oder eine Spritzbeschichtung.
  8. Beschichtungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an und/oder in der Beschichtungskammer (5) Mittel zur Temperierung (9 und 9.1) des Beschichtungsmittels angeordnet sind.
  9. Beschichtungsvorrichtung nach dem Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das die Mittel zur Temperierung als Leitungen (9) ausgeführt sind, die innerhalb und/oder außerhalb der Beschichtungskammer (5) und/oder dem Beschichtungsmittel verlaufen.
  10. Beschichtungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtungsvorrichtung mindestens einen Temperatursensor (10) aufweist.
  11. Beschichtungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Temperatursensor (10) innerhalb der Leitungen der Temperierung (9) angeordnet ist.
  12. Beschichtungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Temperatursensor (10) direkt in das Beschichtungsmittel eintaucht.
  13. Beschichtungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Beschichtungskammer (5) eine Rakel (17) angeordnet ist.
  14. Beschichtungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtungsvorrichtung als Farbwerk (27) und/oder als Feuchtwerk (28) ausgeführt ist und das Beschichtungsmittel Farbe und/oder Feuchtmittel ist.
  15. Beschichtungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtungsvorrichtung als Lackwerk ausgeführt ist und das Beschichtungsmittel Lack ist.
  16. Beschichtungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zur Zufuhr des Beschichtungsmittels in die Beschichtungskammer eine Dosiereinheit (11) angeordnet ist, die mit mindestens einem Stempel (11.4) und über ein Leitungssystem mit Ventilen kontinuierlich das Beschichtungsmittel in den Hohlraum fördert.
DE200510030694 2005-06-29 2005-06-29 Beschichtungsvorrichtung von Auftragswalzen einer Druckmaschine Withdrawn DE102005030694A1 (de)

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WO2008152022A1 (de) * 2007-06-11 2008-12-18 Windmöller & Hölscher Kg Farbkammerrakel in einem farbwerk einer rotationsdruckmaschine sowie verfahren zur herstellung einer farbkammerrakel

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