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Die
vorliegende Erfindung betrifft Doppelbolzenbeschläge (double
stud fitting).
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Doppelbolzenbeschläge werden
als Sicherungsbefestigungen verwendet, die eingesetzt werden können, um
Strukturen, wie zum Beispiel Netze, an eine geeignete Bahn oder
Schiene zu befestigen, die oft als eine Befestigungsbahn bezeichnet
wird. Insbesondere sind Doppelbolzenbeschläge üblicherweise um den Rand eines
Palettennetzes vorgesehen, um zu ermöglichen, dass das Netz sicher
an einer Befestigungsbahn um den Rand einer Palette befestigt ist,
auf die eine Fracht geladen worden ist.
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Doppelbolzenbeschläge, die
in einer Luftfrachtausrüstung
verwendet werden, müssen
derzeitig dem zulässigen
in der ISO 9788 aufgeführten Standard
entsprechen. Doppelbolzenbeschläge
sind aus dem relevanten Stand der Technik gut bekannt und weisen
im Allgemeinen einen Bolzenkörper
(stud body) auf, der eine Befestigungsöffnung und zwei Flansche hat,
die sich von einem unteren Teil des Bolzenkörpers erstrecken. Zusätzlich sind
sie im Allgemeinen mit einem Stempel (plunger) verse hen, der relativ
zu dem Bolzenkörper
bewegbar und mit einem weiteren Flansch an einem unteren Teil versehen
ist.
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Wie
vorstehend erwähnt,
können
Doppelbolzenbeschläge
als Befestigungsvorrichtungen in Verbindung mit einer geeignet konfigurierten
Befestigungsbahn verwendet werden. Die Befestigungsbahn ist mit Öffnungspaaren
versehen, die ein wenig größer als
die Flansche an dem Bolzenkörper
sind. Um den Doppelbolzenbeschlag an der Befestigungsbahn zu befestigen,
wird der Stempel derart angehoben, dass dessen Flansch über die
Ebene der Flansche an dem Bolzenkörper angehoben ist, und die Flansche
an dem Bolzenkörper
in die Öffnungen
in der Befestigungsbahn eingeführt
werden. Dann wird der Doppelbolzenbeschlag entlang der Befestigungsbahn
um eine halbe Teilung (half a pitch) derart bewegt, dass die Flansche
nicht mehr mit den Öffnungen
fluchten und nun der Flansch an dem Stempel mit einer Öffnung fluchtet.
Der Stempel wird dann abgesenkt, damit der Flansch an dem Stempel
in eine Öffnung
in der Befestigungsbahn hineingehen kann. Da die Befestigungsbahn
mit Öffnungspaaren
versehen ist, kann der Doppelbolzenbeschlag nicht entfernt werden,
ohne zuerst den Stempel anzuheben. Dies gewährleistet eine sichere Befestigung,
die verwendet werden kann, um ein Palettennetz an eine Palette zu
befestigen. Der Stempel kann ebenfalls mit einem Verriegelungsmechanismus
bereitgestellt werden, um ihn in Position an der Befestigungsbahn zu
verriegeln.
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Wie
vorstehend erwähnt,
werden Doppelbolzenbeschläge
allgemein verwendet, um Palettennetze an Paletten zu befestigen.
Es ist bekannt, Fracht auf einer Plattform einer Palette mittels
eines über der
Fracht liegenden und an der Palette befestigten Netzes zu sichern.
Herkömmlicherweise
haben derartige Netze eine Grundfläche mit einer Vielzahl von Flügelflächen, die
sich davon erstrecken. Das Netz hat typischerweise eine im Allgemeinen
rechteckige Grundfläche
und vier im Allgemeinen rechteckige Flügelflächen, die somit im Wesentlichen
eine Kreuzform bilden.
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Um
die Fracht auf der Palette zu sichern, wird die Grundfläche des
Netzes oben auf die Fracht gelegt und die Flügelflächen werden derart angeordnet,
dass sie an den Seiten der Fracht herunterhängen, um die Fracht zu umfassen.
Die zusammentref fenden Kanten angrenzender Flügelflächen werden lösbar miteinander
befestigt, um eine Ecke mittels einer sogenannten „Zurrleine
(lashing line)" oder
eines „Eckspanners
(corner tie)" zu
bilden. Die Zurrleine oder der Eckspanner ist eine Leine, die sich
von der Grundfläche
des Netzes zwischen den Flügelflächen erstreckt.
Um die Ecke zwischen angrenzenden Flügelflächen zu bilden, wird die Zurrleine
oder der Eckspanner zwischen den Flügelflächen hin und her an den zusammentreffenden
Kanten in eine Abwärtsrichtung
weg von der Grundfläche
gefädelt,
um die zusammentreffenden Kanten zusammenzuschnüren, bevor sie verknotet oder
durch einen Haken nahe der Palette befestigt werden. In der WO 02/062619
im Namen der AMSAFE Bridport Limited ist ein alternatives Palettennetz
beschrieben.
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Die
unteren Kanten der Flügelflächen sind mit
Doppelbolzenbeschlägen
versehen, die hergerichtet sind, um mit einer komplementären Befestigungsbahn
an der Palette in Eingriff zu kommen, wodurch das Netz an der Palette,
wie vorstehend beschrieben, sicher befestigt wird. Die Doppelbolzenbeschläge sind
typischerweise entlang der unteren Kante der Flügelfläche um ein normales diagonales Maß der Netzmasche
voneinander beabstandet.
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Die
Doppelbolzenbeschläge
werden an das Palettennetz während
der Herstellung des Netzes angebracht. Wenn das Netz hergestellt
ist, bildet der Doppelbolzenbeschlag eine sogenannte Permanent-Befestigung,
das heißt,
dass der Doppelbolzenbeschlag nur durch Zerschneiden des Netzmaterials oder
des Doppelbolzenbeschlags entfernt werden kann. Wenn der Doppelbolzenbeschlag
beschädigt wird,
dann muss das Palettennetz aufgeschnitten werden, damit der Doppelbolzenbeschlag
ersetzt werden kann. Diese Reparatur erfordert ebenfalls, dass außer dem
Austausch des Doppelbolzenbeschlags das Palettennetz repariert werden
muss.
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Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einige Schwierigkeiten
bei vorhandenen Doppelbolzenbeschlägen zu mindern oder zumindest eine
Alternative zu diesen zu schaffen.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist ein Doppelbolzenbeschlag vorgesehen, der eine lösbare Befestigungsvorrichtung
aufweist. Der Begriff „lösbar", wie nachstehend
verwendet, betrifft die Fähigkeit
des Doppelbolzenbeschlags, von einem Netz oder einer anderen Struktur,
an dem es angebracht ist, gelöst
werden zu können,
ohne notwendigerweise den Doppelbolzenbeschlag oder das Netz zu
zerschneiden. Die lösbare
Befestigungsvorrichtung ermöglicht
dem Doppelbolzenbeschlag als Semipermanent-Befestigung zu fungieren
eher als eine Permanent-Befestigung. Dies bietet Vorteile für die Reparatur
und den Austausch der Beschläge.
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Die
lösbare
Befestigungsvorrichtung ist vorzugsweise mit einem Verriegelungsmechanismus versehen.
Der Verriegelungsmechanismus ermöglicht,
dass die lösbare
Befestigungsvorrichtung in einer geschlossenen Stellung verriegelt
werden kann.
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Die
lösbare
Befestigungsvorrichtung ist vorzugsweise in einer Befestigungsöffnung des
Doppelbolzenbeschlags vorgesehen. Dadurch kann der Doppelbolzenbeschlag
schnell von dem Netz oder anderen Strukturen, an denen es befestigt
ist, entfernt werden. Wenn der Doppelbolzenbeschlag an einem Palettennetz
während
des Einsatzes beschädigt wird,
dann muss herkömmlicherweise
das Netzmaterial zerschnitten werden, damit ein Ersatz-Doppelbolzenbeschlag
eingefügt
werden kann. Bei der vorliegenden Erfindung ermöglicht die lösbare Befestigungsvorrichtung,
den beschädigten
Doppelbolzenbeschlag zu entfernen, ohne dass die Notwendigkeit besteht,
das Netzmaterial zu zerschneiden. Außerdem ist es eine einfache
Sache, einen Ersatz-Doppelbolzenbeschlag anzubringen, ohne dass
ebenfalls die Notwendigkeit besteht, das Netzmaterial zu zerschneiden.
Die vorliegende Erfindung führt
zu wesentlichen Einsparungen sowohl der Zeit als auch der Kosten.
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Da
die vorliegende Erfindung die Notwendigkeit umgeht, das Netzmaterial
zu zerschneiden, wenn Doppelbolzenbeschläge ausgetauscht werden, hat
sie den zusätzlichen
Vorteil, dass das Netzprofil unverändert bleibt. In einigen Situationen,
wenn eine Reparatur an einem Palettennetz mit herkömmlichen Doppelbolzenbeschlägen durchgeführt wird,
kann die Reparatur bewirken, dass sich die Netzgeometrie ändert, manchmal
durch die Hinzunahme eines weiteren Ringelementes zu dem Doppelbol zenbeschlag. Die
Veränderung
der Netzgeometrie ist unerwünscht und
kann nicht den Vorschriften für
Palettennetze entsprechen.
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Die
lösbare
Befestigungsvorrichtung kann herkömmlicherweise in einem unteren
Teil des Doppelbolzenbeschlags angeordnet sein. Alternativ kann die
Befestigungsvorrichtung in einem oberen Teil des Doppelbolzenbeschlags
angeordnet sein.
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Die
lösbare
Befestigungsvorrichtung ist vorzugsweise eine Federklemme. Bei einer
derartigen Konfiguration spannt die Feder die Klemme in der geschlossenen
Position derart vor, dass die Befestigungsöffnung geschlossen ist und
eine Struktur, wie zum Beispiel ein Netz, das die Befestigungsöffnung passiert,
sicher an der Stelle gehalten wird. Die Federklemme ist vorzugsweise
derart ausgebildet, dass sie mit dem Rand der Befestigungsöffnung fluchtet, wenn
sie in der geschlossenen Position ist. Wenn die Federklemme in der
geschlossenen Position ist, kann der Verriegelungsmechanismus aktiviert
werden, um die Klemme in der geschlossenen Position sicher festzuhalten.
Dadurch kann der Doppelbolzenbeschlag mehr als eine Permanent-Befestigung fungieren,
während
sie immer noch die Flexibilität
eines einfachen Austausches aufweist.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Netz vorgesehen,
das mindestens einen Doppelbolzenbeschlag mit einer lösbaren Befestigungsvorrichtung
aufweist. Das Netz kann geeigneterweise ein Palettennetz sein.
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Gemäß einem
dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine Palette zur Verwendung
mit einem Palettennetz vorgesehen, wobei die Palette eine Befestigungsbahn
und mindestens einen Doppelbolzenbeschlag mit einer lösbaren Befestigungsvorrichtung
aufweist. Dies bietet den Vorteil, dass sie in Verbindung mit Palettennetzen
verwendet werden kann, die mit keinen Doppelbolzenbeschlägen versehen sind.
Die Doppelbolzenbeschläge
werden mit der Befestigungsvorrichtung in einem oberen Teil des
Doppelbolzenbeschlags bereitgestellt und sind permanent oder semipermanent
an der Palette angeordnet. Wenn die Doppelbolzenbeschläge semipermanent an
der Befestigungsbahn eines Palettennetzes angebracht sind, können sie
bequem durch den Einsatz eines geeigneten Werkzeugs entfernt werden.
Das Palettennetz kann einfach in die Doppelbolzenbeschläge eingeklammert
werden, um eine Fracht auf der Palette zu sichern.
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Die
Erfindung wird nun anhand eines Beispiels mit Bezug auf die beiliegenden
Zeichnungen beschrieben, in denen:
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1 – eine Seitenansicht
eines herkömmlichen
Doppelbolzenbeschlags zeigt;
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2 – eine Seitenansicht
eines Doppelbolzenbeschlags gemäß der vorliegenden
Erfindung zeigt;
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3 – eine Seitenansicht
eines weiteren Doppelbolzenbeschlags gemäß der vorliegenden Erfindung
zeigt; und
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4 – eine perspektivische
Ansicht der Unterseite des Doppelbolzenbeschlags von 3 zeigt.
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Zunächst wird
mit Bezug auf 1 eine Seitenansicht eines Doppelbolzenbeschlags 2 gezeigt, wie
er aus dem Stand der Technik gut bekannt ist. Derartige Doppelbolzenbeschläge 2 werden üblicherweise
als Sicherungsbefestigungen für
vielfältige Zwecke
verwendet, wie zum Beispiel für
das sichere Befestigen von Palettennetzen an Paletten. Der Doppelbolzenbeschlag 2 weist
einen Bolzenkörper 4 auf. Der
Bolzenkörper 4 definiert
eine Befestigungsöffnung 6,
durch welche ein Gefüge,
wie zum Beispiel ein Strang eines Palettennetzes, hindurchgehen kann.
Wenn der Doppelbolzenbeschlag 2 an ein Palettennetz befestigt
wird, wird daraus eine so genannte Permanent-Befestigung, das heißt, dass
es befestigt wird, wenn das Netz hergestellt wird, und nicht entfernt
werden kann, ohne das Netz oder den Bolzenkörper 4 zu zerschneiden.
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Der
Bolzenkörper 4 ist
mit Flanschen 7, 8 versehen, die sich von einem
unteren Teil des Bolzenkörpers 4 an
beiden Seiten des Doppelbolzenbeschlags 2 erstrecken. Zusätzlich ist
der Doppelbolzenbeschlag 2 mit einem Stempel 10 versehen,
der mit Bezug auf den Bolzenkörper 4 bewegbar
ist. Der Stempel 10 ist entlang einer vertikalen Achse
des Bolzenkörpers 4 bewegbar
und in seiner unteren Stellung vorgespannt, wie in der 1 gezeigt
ist. Der Stempel ist mit einem Flansch 12 an beiden Seiten
des Bolzenkörpers 4 versehen.
Der Flansch 12 erstreckt sich nach außen in dem gleichen Maße wie die
Flansche 7, 8, er ist jedoch wesentlich größer als die
Flansche 7, 8. Wenn der Stempel 10 in
seiner unteren Stellung ist, wie in der 1 gezeigt
ist, fluchtet der Flansch 12 im Wesentlichen mit den Flanschen 7, 8 an
dem Bolzenkörper 4.
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Der
Stempel 10 ist ebenfalls mit einem Verriegelungsmechanismus
versehen. Ein Loch 14 ist in dem Stempel 10 vorgesehen.
Wenn sich der Stempel 10 in seiner unteren Position befindet,
fluchtet das Loch 14 in dem Stempel 10 mit einem
entsprechenden Loch in dem Bolzenkörper 4. Das Einsetzen
eines geeigneten Verriegelungs-Elementes (nicht gezeigt) in das
Loch 14 in dem Stempel 10 bewirkt, dass der Stempel 10 sicher
an der Stelle verriegelt wird.
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Der
Doppelbolzenbeschlag 2 wird als Befestigungsvorrichtung
zusammen mit einer geeignet konfigurierten Befestigungsbahn (nicht
gezeigt) verwendet. Die Befestigungsbahn ist mit Öffnungspaaren
versehen, die ein wenig größer als
die Flansche 7, 8 an dem Bolzenkörper 4 sind.
Um den Doppelbolzenbeschlag 2 an der Befestigungsbahn zu
befestigen, wird der Stempel 10 derart angehoben, dass dessen
Flansch 12 über
die Ebene der Flansche 7, 8 an dem Bolzenkörper 4 angehoben
ist, und die Flansche 7, 8 an dem Bolzenkörper 4 werden
in die Öffnungen
in der Befestigungsbahn eingeführt.
Dann wird der Doppelbolzenbeschlag 2 entlang der Befestigungsbahn
um eine halbe Teilung (half a pitch) derart bewegt, dass die Flansche 7, 8 nicht
länger
mit den Öffnungen
fluchten und nun der Flansch 12 an dem Stempel 10 mit
einer Öffnung
fluchtet. Der Stempel 10 wird dann abgesenkt, damit der
Flansch 12 an dem Stempel 10 in eine Öffnung in
der Befestigungsbahn hineingehen kann. Da die Befestigungsbahn mit Öffnungspaaren
versehen ist, kann der Doppelbolzenbeschlag 2 nicht entfernt
werden, ohne zuerst den Stempel 10 anzuheben. Dies gewährleistet
eine sichere Befestigung, die verwendet werden kann, um ein Palettennetz
an eine Palette zu befestigen. Mit dem in der Position verriegelten
Stempel 10 kann der Doppelbolzenbeschlag 2 nur
dann gelöst werden,
wenn es gewünscht
wird.
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Mit
Bezug auf die 2 ist eine Seitenansicht einer
Ausführungsform
eines Doppelbolzenbeschlags 102 gemäß der vorliegenden Erfindung
gezeigt. Im Allgemeinen gleicht der Aufbau des Doppelbolzenbeschlags 102 dem
des herkömmlichen
Doppelbolzenbeschlags 2 und gleiche Teile werden mit den
gleichen um 100 erhöhten
Bezugsnummern gekennzeichnet.
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Der
Doppelbolzenbeschlag 102 weist einen Bolzenkörper 104 auf.
Der Bolzenkörper 104 hat
eine Befestigungsöffnung 106,
durch die ein Gefüge,
wie zum Beispiel ein Strang eines Palettennetzes, hindurchgehen
kann.
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Der
Bolzenkörper 104 ist
mit Flanschen 107, 108 versehen, die sich von
einem unteren Teil des Bolzenkörpers 104 an
beiden Seiten des Doppelbolzenbeschlags 102 erstrecken.
Zusätzlich
ist der Doppelbolzenbeschlag 102 mit einem Stempel 110 versehen,
der mit Bezug auf den Bolzenkörper 104 bewegbar
ist. Der Stempel 110 ist entlang einer vertikalen Achse
des Bolzenkörpers 104 bewegbar
und in seiner unteren Stellung mittels einer Feder (nicht gezeigt)
vorgespannt, wie in 2 gezeigt ist. Der Stempel ist
mit einem Flansch 112 an beiden Seiten des Bolzenkörpers 104 versehen.
Der Flansch 112 erstreckt sich nach außen in dem gleichen Maße wie die
Flansche 107, 108, er ist jedoch wesentlich größer als
die Flansche 107, 108. Wenn der Stempel 110 in
seiner unteren Stellung ist, wie in der 2 gezeigt
ist, fluchtet der Flansch 112 im Wesentlichen mit den Flanschen 107, 108 an
dem Bolzenkörper 104.
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Wie
zuvor ist der Stempel 110 mit einem Verriegelungsmechanismus
versehen. Ein Loch 114 ist in dem Stempel 110 vorgesehen.
Wenn sich der Stempel 110 in seiner unteren Position befindet, fluchtet
das Loch 114 in dem Stempel 110 mit einem entsprechenden
Loch in dem Bolzenkörper 104.
Das Einsetzen eines geeigneten Verriegelungselementes (nicht gezeigt)
in das Loch 114 in dem Stempel 110 bewirkt, dass
der Stempel 110 sicher an der Stelle verriegelt wird.
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Im
Unterschied zu dem herkömmlichen
Doppelbolzenbeschlag 2 wird die Befestigungsöffnung 106 nicht
nur allein durch den Bolzenkörper 104 definiert.
Der Doppelbolzenbeschlag 102 wird mit einer lösbaren Befestigungsvorrichtung
in Form einer Federklemme 116 bereitgestellt. Die Federklemme 116 ist
schwenkbar um einen Drehpunkt 118 an dem Bolzenkörper 104 befestigt.
In einer ersten Stellung stößt die Federklemme 116 an
den Bolzenkörper 104 und
definiert zusammen mit dem Bolzenkörper 104 die Befestigungsöffnung 106.
Die Federklemme 116 ist federnd in der ersten Position
mittels einer Feder (nicht gezeigt) oder anderen geeigneten Vorspannelementen
vorgespannt. Die Federklemme 116 ist von ihrer ersten Position
in eine zweite Position bewegbar, in der die Befestigungsöffnung 106 geöffnet ist. In
der zweiten Position kann jedes Gefüge entfernt werden, wie zum
Beispiel der Strang eines Netzes, das an dem Doppelbolzenbeschlag 102 befestigt worden
ist.
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Nun
wird mit Bezug auf die 3 und 4 eine zweite
Ausführungsform
eines Doppelbolzenbeschlags 102 gemäß der vorliegenden Erfindung
gezeigt. Im Allgemeinen gleicht der Aufbau des Doppelbolzenbeschlags 102 dem
des Doppelbolzenbeschlags 102 von 2 und gleiche
Teile werden mit den gleichen Bezugsnummern gekennzeichnet.
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Der
Doppelbolzenbeschlag 102 umfasst einen Bolzenkörper 104.
Der Bolzenkörper 104 hat eine
Befestigungsöffnung 106,
durch die ein Gefüge, wie
zum Beispiel ein Strang eines Palettennetzes, hindurchgehen kann.
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Der
Bolzenkörper 104 wird
mit Flanschen 107, 108 bereitgestellt, die sich
von einem unteren Teil des Körpers 104 an
beiden Seiten des Doppelbolzenbeschlags 102 erstrecken.
Zusätzlich
ist der Doppelbolzenbeschlag 102 mit einem Stempel 110 versehen,
der mit Bezug auf den Bolzenkörper 104 bewegbar
ist. Der Stempel 110 ist entlang einer vertikalen Achse
des Bolzenkörpers 104 bewegbar
und in seiner unteren Stellung mittels einer Feder (nicht gezeigt)
vorgespannt, wie in 3 und 4 gezeigt ist.
Der Stempel ist mit einem Flansch 112 an beiden Seiten
des Bolzenkörpers 104 versehen.
Der Flansch 112 erstreckt sich nach außen in dem gleichen Maße wie die
Flansche 107, 108, ist jedoch wesentlich größer als
die Flansche 107, 108. Wenn der Stempel 110 in
seiner unteren Stellung ist, wie in der 2 gezeigt
ist, fluchtet der Flansch 112 mit den Flanschen 107, 108 an
dem Bolzenkörper 104.
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Wie
zuvor ist der Stempel 110 mit einem Verriegelungsmechanismus
versehen. Ein Loch 114 ist in dem Stempel 110 vorgesehen.
Wenn sich der Stempel 110 in seiner unteren Position befindet, fluchtet
das Loch 114 in dem Stempel 110 mit einem entsprechenden
Loch in dem Bolzenkörper 104.
Das Einsetzen eines geeigneten Verriegelungselementes (nicht gezeigt)
in das Loch 114 in dem Stempel 110 bewirkt, dass
der Stempel 110 sicher an der Stelle verriegelt ist.
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Die
Befestigungsöffnung 106 ist
zum Teil durch den Bolzenkörper 104 und
zum Teil durch eine lösbare
Befestigungsvorrichtung in Form einer nachgebenden Stahlfeder 116 festgelegt.
Ein Ende der nachgiebigen Stahlfeder 116 ist in einer Ausnehmung 122 an
der Unterseite des Bolzenkörpers 104 mittels
einer Schraube 120 sicher befestigt. Das andere Ende der
nachgiebigen Stahlfeder 116 ist frei und liegt im Wesentlichen
in der gleichen Ebene wie der innere Umfang der Befestigungsöffnung 106.
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Die
Federkraft der Stahlfeder 116 spannt diese in einer ersten
Position vor, in der sie die Befestigungsöffnung 106 schließt. Die
Stahlfeder 116 kann in die Befestigungsöffnung 106 gebogen
werden, um das Befestigen des Doppelbolzenbeschlags 102 an ein
Netz oder eine andere Struktur zu ermöglichen. Die Stahlfeder 116 wird
durch die Wirkung des Ziehens eines Strangs des Netzes gegen die
Stahlfeder 116 nach innen gebogen. Sobald sich der Strang
innerhalb der Befestigungsöffnung 106 befindet,
bringt die Federkraft die Stahlfeder 116 in ihre anfängliche Position
zurück,
wodurch der Doppelbolzenbeschlag 102 an dem Netz sicher
befestigt ist. Das Anstoßen des
freien Endes der Stahlfeder 116 an den inneren Umfang der
Befestigungsöffnung 106 verhindert, dass
die Stahlfeder 116 aus der Befestigungsöffnung 106 herausgebogen
wird.
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Die
Federklemme und nachgebende Stahlfeder 116 sind lediglich
zwei mögliche
Ausführungsformen
der lösbaren
Befestigungsvorrichtung und einem Fachmann ist offensichtlich, dass
eine Vielfalt von alternativen Konstruktionen deren Platz einnehmen
kann. Zum Beispiel würde
jede geeignete Konstruktion geeignet sein, die es ermöglicht,
dass die Befestigungsöffnung 106 geöffnet werden
kann.
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Vorzugsweise
liegt die lösbare
Befestigungsvorrichtung 116 in einer Ebene mit dem Bolzenkörper 104,
wenn sie in ihrer ersten Position ist. Es ist ebenfalls wichtig,
dass die Festigkeit des Doppelbolzenbeschlags insgesamt nicht nachteilig
beeinflusst wird. Der Doppelbolzenbeschlag 102 sollte dennoch dem
in der ISO 9788 festgelegten Standard entsprechen.
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Bei
einer alternativen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann die lösbare Befestigungsvorrichtung
in geeigneter Weise in einem oberen Teil des Bolzenkörpers 104 vorgesehen
sein. Dies bietet den Vorteil, dass der Doppelbolzenbeschlag 102 an
eine Palette befestigt werden könnte und
das Palettennetz selbst überhaupt
nicht mit Doppelbolzenbeschlägen 102 versehen
zu werden bräuchte.
Um die Fracht auf der Palette zu sichern, würde wie zuvor ein Palettennetz
oben auf die Fracht gelegt werden. Die zusammentreffenden Kanten
angrenzender Flügelflächen würden dann
gesichert werden. Die unteren Kanten der Flügelflächen würden dann in der Doppelbolzenbeschlag
angeklammert werden. Alternativ könnten die unteren Kanten der
Flügelflächen vor
dem Befestigen der zusammentreffenden Kanten befestigt werden. Dadurch kann
das Pallettennetz schnell und sicher an die Palette befestigt werden,
ohne dass es notwendig ist, Doppelbolzenbeschläge an dem Palettennetz vorzusehen.
Dies bietet einen höheren
Grad an Flexibilität, als
er von den herkömmlichen
Doppelbolzenbeschlägen
geboten wird. Die Federklemme gleicht einem Karabinerhaken, der
beim Bergsteigen verwendet wird.