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Die
vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen das technische Gebiet
der Beleuchtungstechnik im Bereich der Flugzeuginnenausstattung. Insbesondere
betrifft die Erfindung einen Illuminationsstreifen, mit welchem
eine Handlaufausnehmung, welche Erfindung ein Hatrack zum Einbau
in eine Flugzeugkabine mit einer entsprechend ausgebildeten Handlaufausnehmung,
welche zumindest abschnittsweise ausgeleuchtet werden kann. Letztendlich
betrifft die Erfindung die Verwendung eines Illuminationsstreifens
beziehungsweise eines Hatracks in einem Flugzeug.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Wer
schon einmal in einem gewöhnlichen Großraumpassagierflugzeug
gereist ist, wird festgestellt haben, dass es häufig schwierig ist, ohne größere Verrenkungen
die Sitzplatzbezeichner aufzufinden und zu identifizieren, welche
einem den zugewiesenen Sitzplatz anzeigen. Dies liegt in aller Regel
daran, dass derartige Sitzplatzbezeichner häufig an der Unterseite der über den
Sitzplätzen
angebrachten Gepäckstauräumen angebracht
sind, welche im Rahmen der vorliegenden Erfindung kurz als "Hatrack" bezeichnet werden.
Die Unterseite dieser Hatracks befindet sich bei einer normal großen Person
in aller Regel etwa auf Schulterniveau, so dass es im Stehen kaum
möglich
ist, diese Sitzplatzbezeichner zu identifizieren. Davon abgesehen
handelt es sich bei den genannten Sitzplatzbezeichnern häufig lediglich
um einfache Schilder, auf welchen die jeweiligen Sitzplatznummern
aufgedruckt sind. Diese einfachen Schilder sind jedoch bei den häufig ungünstigen Lichtverhältnissen
in der Passagierkabine nur schlecht lesbar, was weitere Probleme
mit sich bringt.
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Ein
Verbesserungsvorschlag wird in der
US 5,347,434 beschrieben,
wonach die Schilder im Bereich einer Vorderseite eines Hatracks
in einer Ausnehmung angebracht sind, welche zur Aufnahme eines Handlaufs
dient. Durch diese Anordnung kann ein Flugpassagier annähernd frontal
im Stehen den Sitzplatzbezeichner erkennen, wobei zusätzlich vorgeschlagen
wird, den Sitzplatzbezeichner durch eine Lampe anzuleuchten, welche
in dem Handlauf untergebracht ist, so dass der Bezeichner besser
erkennbar ist.
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Die
in der
US 5,347,434 beschriebene
Ausschaltung bringt jedoch den Nachteil mit sich, dass der Handlauf
aufgrund seiner Einpassung in die Ausnahme in dem Hatrack nur über wenige
Sitzreihen durchgehend verläuft,
so dass ein Passagier beim Entlanghangeln an den Handlauf diesen
immer wieder loslassen muss, um den darauffolgenden Handlauf zu
ergreifen. Davon abgesehen erhitzen die in der genannten Druckschrift
erwähnten
Lampen den Handlauf erfahrungsgemäß bei langer Beleuchtung so
stark, dass ein Fluggast den Handlauf aufgrund der entstehenden
Hitzeentwicklung nicht auf Dauer anzufassen vermag.
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DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
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Ausgehend
von den zuvor beschriebene Problemen im Zusammenhang mit bekannten
Hatracks besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin,
eine Realisierung eines Hatracks anzugeben, welche zumindest eines
der zuvor beschriebenen Probleme im Zusammenhang mit der Beleuchtung
von Sitzplatzbezeichnern sowie der Beleuchtung von Handläufen, zumindest
teilweise mindert.
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Diese
Aufgabe wird mit dem erfindungsgemäßen Hatrack mit Illuminationsstreifen
sowie durch die Verwendung eines Hatracks in einem Flugzeug mit
den Merkmalen der unabhängigen
Ansprüche
gelöst.
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Der
Illuminationsstreifen des Hatracks ist geeignet, um damit eine Handlaufausnehmung
in einem Hatrack, welche ihrerseits einen Handlauf ausbildet, auszuleuchten.
Wie bereits zuvor erwähnt wurde,
wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung unter einem Hatrack ein über Kopf
angeordneter Gepäckstauraum
verstanden, welcher beispielsweise seitlich mit Klappen zum Öffnen bzw.
Verschließen des
Hatracks versehen sein kann. Die Handlaufausnehmung kann dabei beispielsweise
als eine Art Rücksprung
entlang des Hatracks ausgebildet sein, welche eine konkave C-Form
aufweist, deren unterer Schenkel als Handlauf dienen kann. Insofern
ist der Handlauf Teil des Hatracks, so dass beide zusammen einen
einstückigen
Körper
bilden. Der erfindungsgemäße Illuminationsstreifen
umfasst ein Trägermodul,
welches ausgebildet ist, um ein Leuchtmittel aufzunehmen. Fernerhin
umfasst der Illuminationsstreifen eine Vielzahl an Leuchtmitteln,
welche von dem Trägerstreifen
aufgenommen werden. Damit das Trägermodul
die Handlaufausnehmung und insbesondere darin oder daran angeordnete
Sitzplatzbezeichner ordentlich ausleuchten kann, ist das Trägermodul
ausgebildet, um entlang der Handlaufausnehmung in den Handlauf auswechselbar
eingepasst werden zu können.
Hierzu weist das Trägermodul
wie der Illuminationsstreifen selbst eine streifenförmige Gestalt
auf und ist mit zumindest einem Formschlussmittel versehen, mit
welchem das Trägermodul
in den Handlauf formschlüssig
eingepasst werden kann. Sofern hier von einem Formschlussmittel
die Rede ist, so ist hierunter eine jede Formgebung zu verstehen,
welche geeignet ist, mit einer entsprechenden Gegenkontur in dem
Handlauf formschlüssig
in Eingriff zu gelangen, wie es dem Fachmann ohne weiteres bekannt
sein wird.
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Wie
aus den vorangegangenen Ausführungen
hervorgeht, wird somit eine Realisierung bereitgestellt, welche
es zum einen ermöglicht,
einen Handlauf zu hinterleuchten, so dass damit in der Handlaufausnehmung
angeordnete Sitzplatzbezeichner hell angestrahlt werden können. Andererseits
wird dank der einstückigen
Ausbildung des Handlaufs mit dem Hatrack selbst eine Formgebung bereitgestellt,
die es einem Flugpassagier ermöglicht,
sich kontinuierlich an dem Handlauf entlang zu hangeln, ohne davon
an Stoßstellen,
wie sie aus dem Stand der Technik bekannt sind, loslassen zu müssen. Eine
derartige kontinuierliche Handlaufausbildung kann sich insbesondere
in Notfallsituationen als besonders geeignet erweisen, da beispielsweise
bei schlechten Sichtverhältnissen
infolge Rauchentwicklung flüchtende
Passagiere dadurch nicht der Gefahr unterliegen, einen durch den
Handlauf vorgegebenen Fluchtweg infolge eines zwangsweisen Loslassens
des Handlaufs nicht wieder auffinden zu können.
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Da
Flugpassagiere, welche sich an einem Handlauf entlang hangeln, nicht
der Gefahr unterliegen möchten,
sich infolge Hitzeentwicklung durch die Leuchtmitteln in dem Handlauf
an ihren Händen
zu verbrennen, sollten als Leuchtmittel stets nur solche verwendet
werden, welche eine besonders geringe Wärmeentwicklung mit sich bringen.
So hat sich gezeigt, dass als Leuchtmittel Leuchtdioden (LED) zum Einsatz
kommen können,
da diese in aller Regel nur wenig Wärme erzeugen.
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Da
sowohl der Illuminationsstreifen wie auch das Trägermodul streifenförmig ausgebildet
sein kann, bietet es sich an, auch die Vielzahl an Leuchtmitteln,
welche von dem Trägerstreifen
aufgenommen werden, in Form von Leuchtdiodenstreifen auszubilden.
So lässt
sich eine Vielzahl von Leuchtdioden dicht an dicht auf einem flexiblen,
aufrollbaren Trägermaterial
anordnen, um als Meterware in dem Trägermodul montiert werden zu
können.
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Ein
positiver Effekt lässt
sich mit Hilfe des erfindungsgemäßen Illuminationsstreifens
dadurch erzeugen, indem die einzelnen Leuchtmittel der Vielzahl
an Leuchtmittel als RGB-Leuchtdiode ausgebildet werden. Hierdurch
ist es möglich,
die Handlaufausnehmung in unterschiedlichen Farben erstrahlen zu
lassen, was beispielsweise wünschenswert
sein kann, um dadurch unterschiedliche Passagierklassen in unterschiedlichen
Farben erstrahlen zu lassen. Eine derartige Farbenauswahl unter
Verwendung von RGB-Leuchtdioden kann außerdem auch dann wünschenswert
sein, um die Hatracks bzw. die entsprechenden Handlaufausnehmungen
je nach Fluggesellschaft in deren spezifischen Farben zu illuminieren.
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Da
das Trägermodul
in aller Regel in einer konkav ausgebildete Handlaufausnehmung eingepasst
wird, kann es sich anbieten, das Trägermodul aus einem flexiblen,
aufrollbaren Material zu fertigen, so dass das Trägermodul
zum einen als Meterware bevorratet und zum anderen dank seiner flexiblen
Eigenschaft leicht in die konvex gebogene Kontur der Handlaufausnehmung
unter Anpassung seiner Gestalt eingepasst werden kann.
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Wie
bereits erwähnt,
lässt sich
das Trägermodul
dank seines Formschlussmittels auswechselbar und formschlüssig in
den Handlauf einpassen. Hierzu kann das Formschlussmittel eine Außenkontur
aufweisen, welche ausgebildet ist, um mit einer dazu korrespondierenden
Gegenkontur in einer Ausnehmung in den Handlauf in Eingriff gebracht
werden zu können.
Dabei kann die Außenkontur
des Formschlussmittels beispielsweise an einem deformierbaren Bauteilabschnitt
des Trägermoduls
angeordnet sein, welches bei einem Einpassvorgang in dem Handlauf
zunächst
elastisch nachgibt, um in die Ausnehmung in dem Handlauf eingepasst
zu werden. Insbesondere kann dabei das Formschlussmittel als widerhakenartiges
Element ausgebildet sein, wodurch verhindert wird, dass das ein
einmal in die Ausnehmung eines Handlaufs eingepasstes Trägermodul
ohne externe mechanische Einwirkung von selbst wieder herausfällt.
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Um
eine möglichst
gleichmäßige Lichtverteilung
der einzelnen Leuchtmittel der Vielzahl an Leuchtmitteln zu erzeugen,
ist erfindungsgemäß vorgesehen,
zumindest eine Diffusorlinse so anzuordnen, dass das von den Leuchtmitteln
erzeugte Licht gestreut wird. Durch die Verwendung einer Diffusorlinse
werden somit beispielsweise bei der Verwendung von Leuchtdioden
als Leuchtmittel keine einzelnen Leuchtpunkte erzeugt; vielmehr
kann dadurch eine gleichmäßige Ausleuchtung
der Handlaufausnehmung erzeugt werden. Die Verwendung einer Diffusorlinse
bringt darüber
hinaus den weiteren positiven Effekt mit sich, dass diese zusätzlich wärmeisolierend
wirkt, so dass die geringe Wärmeentwicklung von
den Leuchtdioden weiter abgeschirmt werden kann, weshalb der Handlauf
von einem Flugpassagier weitestgehend ohne jede Wärmewahrnehmung angefasst
werden kann.
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Das
erfindungsgemäße Hatrack
eignet sich insbesondere zum Einbau in einer Flugzeugkabine, kann
jedoch selbstverständlich
auch unter entsprechenden konstruktiven Anpassungen in einem anderen
Großraumtransportmittel,
wie beispielsweise einem Bus, Zug oder einem Schiff eingebaut werden. Das
erfindungsgemäße Hatrack
bildet im Bereich seines unteren Abschlusses in Form einer Unterseite am Übergang
zu seiner Seitenberandung eine konkave Handlaufausnehmung aus, welche
einstückig mit
dem Hatrack als solches einen Handlauf ausbildet. Darüber hinaus
umfasst das Hatrack einen Illuminationsstreifen, wie er zuvor erläutert wurde.
Der Illuminationsstreifen des Hatracks kann somit einige oder auch
alle Merkmale des zuvor beschriebenen Illuminationsstreifens aufweisen.
Damit der Illuminationsstreifen in den von der Handlaufausnehmung
gebildeten Handlauf eingebaut werden kann, ist der Handlauf entlang
seiner Längserstreckung
auf seiner konkaven Innenseite mit einer Ausnehmung versehen, welche
ausgebildet ist, um den Illuminationsstreifen formschlüssig aufzunehmen.
Der Illuminationsstreifen lässt
sich dabei derart in den Handlauf einpassen, dass die konkave Handlaufausnehmung von
dem Illuminationsstreifen zumindest abschnittsweise ausgeleuchtet
werden kann.
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Die
erfindungsgemäße Ausbildung
des Hatracks lässt
sich dahingehend zu Nutze machen, dass damit zum einen eine gleichmäßige Hinterleuchtung
des Handlaufs gewährleistet
werden kann und zum anderen in der Handlaufausnehmung angeordnete
Sitzplatzbezeichner, auch bei schlechten Lichtverhältnissen
in der Passagierkabine, dank der Beleuchtung durch den Illuminationsstreifen,
gut erkennbar werden. Dadurch, dass durch die Ausbildung des Hatracks
eine abschnittsweise Ausleuchtung der Handlaufausnehmung möglich ist,
lassen sich fernerhin durch eine gezielte Beleuchtung bestimmter
Abschnitte des Hatracks spezielle Bereiche im Kabinenraum, wie beispielsweise
unterschiedliche Fluggastklassen kennzeichnen.
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Zwar
lässt sich
eine derartige abschnittsweise Ausleuchtung mit einer speziellen
Beleuchtungssteuerung des Illuminationsstreifens erreichen, jedoch
können
entlang des Handlaufs abschnittsweise auch eine Vielzahl separater
Illuminationsstreifen zur Erzeugung von Licht unterschiedlicher
Wellenlänge aufgenommen
werden, wodurch sich eine spezielle Steuerung einsparen lässt.
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Die
zuvor angesprochene farbliche Kennzeichnung unterschiedlicher Passagierklassen
kann in einer praktischen Ausbildung beispielweise dadurch erzielt
werden, dass sich das erfindungsgemäße Hatrack zumindest teilweise über eine
erste Passagierklasse und zumindest eine zweite Passagierklasse
hinweg erstreckt, wobei ein erster Illuminationsstreifen in der
ersten Passagierklasse zur Erzeugung von Licht einer ersten Farbe
und ein zweiter Illuminationsstreifen in der zweiten Passagierklasse zur
Erzeugung von Licht in einer zweiten Farbe veranlasst wird. Diese
Veranlassung zur Erzeugung unterschiedlicher Lichtfarben in den
unterschiedlichen Passagierklassen kann dadurch erreicht werden,
indem es sich bei dem ersten Illuminationsstreifen um einen LED-Streifen
einer ersten Farbe (beispielsweise rot) und bei dem zweiten Illuminationsstreifen
um einen LED-Streifen einer zweiten Farbe (beispielsweise grün) handelt,
wodurch die Klasseneinteilung erkennbar wird. Alternativ kann es
sich jedoch bei dem ersten Illuminationsstreifen und dem zweiten
Illuminationsstreifen auch um RGB-Leuchtdiodenstreifen handeln,
welche unter Verwendung einer speziellen Beleuchtungssteuerung separat
angesteuert werden können,
um die jeweiligen Klassen, je nach Belieben, in einer gewünschten
Farbe aufleuchten zu lassen. Mit anderen Worten können die
einzelnen Illuminationsstreifen der Vielzahl an Illuminationsstreifen
an eine Beleuchtungssteuerung angeschlossen sein, welche eingerichtet
ist, einem jeden einzelnen Illuminationsstreifen zur Erzeugung von
Licht unterschiedlicher Wellenlänge
zu veranlassen.
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Wie
bereits angedeutet, kann die zuvor genannte, der Erfindung zugrunde
liegende Aufgabe auch dadurch gelöst werden, indem ein zuvor
beschriebener Illuminationsstreifen oder das zuvor beschriebene
Hatrack in einem Flugzeug zur Illuminierung von Sitzplatzbezeichnern
verwendet wird, welche in der konkaven Handlaufausnehmung angeordnet
sind.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Im
Folgenden wird die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die
beigefügten
Zeichnungen näher
erläutert,
welche lediglich beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung
repräsentieren.
Es zeigen:
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1 zeigt
einen Querschnitt durch einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Hatracks
sowie durch den erfindungsgemäßen Illuminationsstreifen;
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2 zeigt
einen Querschnitt durch einen Ausschnitt einer konkreten Realisierung
eines erfindungsgemäßen Hatracks
sowie durch einen Illuminationsstreifen;
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3 zeigt
eine schematische Frontansicht eines sich über mehrere Spantenfelder hinweg
erstreckenden Hatracks;
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4 zeigt
eine erste Steuerung für
eine Vielzahl an Illuminationsstreifen; und
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5 zeigt
eine zweite Steuerung für
eine Vielzahl an Illuminationsstreifen.
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In
sämtlichen
Zeichnungen hinweg sind gleiche oder übereinstimmende Elemente mit
gleichen oder einander entsprechenden Bezugszeichen gekennzeichnet.
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BESCHREIBUNG BEISPIELHAFTER
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AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG
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Unter
Bezugnahme auf die 1 wird nun das erfindungsgemäße Hatrack
sowie der Illuminationsstreifen detailliert erläutert. Die rechte Darstellung der 1 zeigt
einen aus einem Handlauf 4 herausgenommenen oder noch nicht
eingebauten Illuminationsstreifen 1 im Querschnitt. Der
Illuminationsstreifen 1 besteht im Wesentlichen aus einem
streifenförmigen
Trägermodul 3,
sowie einer Vielzahl darin eingepasster Leuchtmittel 6.
Das Trägermodul 3 kann beispielsweise
aus einem weichen, flexiblen, aufrollbaren Material bestehen, so
dass das Trägermodul 3 als
Meterware in den Handlauf 4 eingebaut werden kann. Das
Leuchtmittel 6 kann ebenfalls als Meterware vorliegen und
umfasst eine Vielzahl dicht an dicht auf einem Streifen angeordneter
Leuchtdioden, welche vorzugsweise als RGB-Leuchtdioden ausgebildet
sein können.
Wie durch die Lichtstrahlen angedeutet ist, strahlen die Leuchtdioden
Licht in eine Richtung ab, womit an einer gewünschten Stelle eine lokale
Ausleuchtung erzielt werden kann. Um bei einer Ausleuchtung den
punktuellen Leuchtcharakter der einzelnen Leuchtdioden nicht in
Erscheinung treten zu lassen, so dass sich eine kontinuierliche
Ausleuchtung ergibt, kann in Strahlenrichtung der Leuchtdioden eine
Linse 8, wie beispielsweise eine Diffusorlinse 8 in
dem Trägermodul 3 eingesetzt
sein, so dass das von den Leuchtmitteln 6 erzeugte Licht weich
aufgefächert
wird.
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Das
Trägermodul 3 weist
eine flache, aufrollbare Form auf und ist an der dem Strahlenverlauf
abgewandten Seite mit Formschlussmitteln 7 versehen, mit
denen das Trägermodul 3 in
eine entsprechende Ausnehmung 10 in einem Handlauf 4 formschlüssig und
auswechselbar eingepasst werden kann. Die Formschlussmittel 7 können beispielsweise
eine bestimmte Außenkontur
aufweisen, welche mit einer dazu korrespondierenden Gegenkontur
in einer Ausnehmung 10 in einem Handlauf 4 zusammenpassen, so
dass das Trägermodul 3 darin
formschlüssig
eingepasst werden kann. Insbesondere können die Formschlussmittel 7 eine
widerhakenförmige
Form aufweisen, so dass das Trägermodul 3 ohne äußere mechanische
Einwirkung nicht ohne weiteres aus einem Handlauf 4 herausfallen
kann.
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Neben
dem erfindungsgemäßen Illuminationsstreifen 1 zeigt
die 1 in der mittleren Darstellung einen Dummystreifen 9,
welcher in seiner äußeren Kontur
mit der des Illuminationsstreifens 1 im Wesentlichen übereinstimmt.
Der Dummystreifen 9 kann daher dazu verwendet werden, um
an Stellen in einem Handlauf 4 eingepasst zu werden, an
denen keine Ausleuchtung mittels eines Illuminationsstreifens 1 erwünscht ist.
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Die
linke Darstellung der 1 erläutert den Einbau eines Illuminationsstreifens 1 in
einem Handlauf 4 sowie dessen konstruktive Einbindung in
das erfindungsgemäße Hatrack 2.
Gezeigt ist ein Querschnitt durch einen Ausschnitt eines Hatracks 2 im Bereich
des Übergangs
zwischen einer das Hatrack nach unten begrenzenden Unterseite 12 und
einer Seiten- bzw. Frontfläche,
welche üblicherweise
in Richtung eines Passagiergangs zeigt. In diesem Übergangsbereich
ist eine Handlaufausnehmung 5 in dem Hatrack ausgebildet,
welche, wie hier, eine konkave Form, wie beispielsweise eine C-Form,
aufweisen kann. Der untere Schenkel dieser C-Form bildet einen über mehrere
Spantenabschnitte durchlaufenden Handlauf 4, in welchem
ein erfindungsgemäßer Illuminationsstreifen 1 eingepasst
werden kann. Hierzu weist der Handlauf 4 an seiner dem
konkaven Hohlraum zugewandten Seite eine Ausnehmung 10 auf,
welche eine Innenkontur aufweist, die mit der Kontur des Illuminationsstreifens 1 und
insbesondere dessen Formschlussmittel 7 korrespondierend übereinstimmt.
Die Ausnehmung 10 weist eine derartige Tiefe auf, welche
auf die Bauteilhöhe
des Illuminationsstreifens 1 abgestimmt ist, so dass dieser
in die Ausnehmung 10 bündig
eingepasst werden kann. Gegenüber
dem unteren Schenkel der C-Form befindet sich ein Sitzplatzbezeichner 11 in
die Handlaufausnehmung 5 eingepasst (beispielsweise eingeclipst),
welcher einen oberen Schenkel der C-Form der Handlaufausnehmung 5 bildet.
Der Sitzplatzbezeichner 11 ist dabei so gegenüber dem
Illuminationsstreifen 1 angeordnet, dass dessen Lichtstrahlen
den Sitzplatzbezeichner 11 gut auszuleuchten.
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Die 2 erläutert die
konkrete Einbausituation eines Illuminationsstreifens in einem Hatrack 2. Wie
hieraus ersichtliche ist, findet der Einbau des erfindungsgemäßen Illuminationsstreifens
im Übergangsbereich
zwischen einer das Hatrack nach unten begrenzenden Unterseite 12 und
einer Frontfläche 14 statt,
welche in aller Regel in Richtung eines Passagiergangs geöffnet werden
kann. In diesem Übergangsbereich
ist in dem Hatrack eine Handlaufausnehmung 5 ausgebildet,
welche ein konkave Form aufweist und zusammen mit dem gesamten Hatrack
einstückig
einen Handlauf 4 infolge der C-Form der Handlaufausnehmung 5 ausbildet.
In dem den Handlauf 4 bildenden unteren Schenkel der Handlaufausnehmung 5 ist
ein Illuminationsstreifen 1 eingepasst, wie er zuvor beschrieben
wurde. Durch dessen Inbetriebnahme kann die gesamte Handlaufausnehmung 5 und
insbesondere ein Sitzplatzbezeichner 11 aus- bzw. angeleuchtet
werden, wodurch zum einen der Handlauf 4 deutlich erkennbar
wird und auch die Sitzplatzbezeichner 11 leichter identifizierbar
werden. Um eine noch bessere Ausleuchtung der Handlaufausnehmung 5 zu
erzielen, ist es möglich,
einen weiteren zusätzlichen
Illuminationsstreifen 13 derart anzuordnen, dass er die
Ausleuchtung weiter verbessert. Wie der 2 weiterhin
entnommen werden kann, weist der Illuminationsstreifen 1 eine nur
sehr geringe Bauteilhöhe
von weniger als 4 mm auf und ist darüber hinaus auch verhältnismäßig schmalbauend
mit weniger als 15 mm, so dass sich der Illuminationsstreifen ohne
weiteres in einen Handlauf 4 einpassen lässt.
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Durch
die C-förmige
und einstückige
Ausbildung des Handlaufs 4 mit dem Hatrack 2 ist
es möglich,
den Handlauf 4 über
mehrere Spantenabschnitte oder auch über die gesamte Passagierkabine
hinweg kontinuierlich durchzuführen.
Dies kann insbesondere in einer Notfallsituation bei starker Rauchentwicklung
von Vorteile sein, da sich dabei zu evakuierende Flugpassagiere
kontinuierlich an dem Handlauf 4 entlanghangeln können, ohne
diesen loslassen zu müssen
und dabei Gefahr zu laufen, diesen nicht wieder ertasten zu können.
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Die 3 zeigt
eine schematische Frontalansicht eines über mehrere Spantenabschnitte
kontinuierlich hindurchlaufenden Hatracks 2. Hierin sind die
einzelnen Spanten 15 zu Zwecken der Veranschaulichung lediglich
schematisch angedeutet. Das Hatrack 2 wird seitlich bzw.
frontal durch eine Vielzahl an Frontklappen 14 zum Passagiergang
hin begrenzt. Unterhalb der Frontklappen 14 befinden sich die
zuvor beschriebenen Handlaufausnehmungen in deren Handlauf mehrere
Illuminationsstreifen 1 angeordnet sind, welche ebenfalls über mehrere
Spanten hinweg verlaufen können.
Wie durch die gestrichelte Linie angedeutet ist, ist der dargestellte
Abschnitt einer Flugzeugpassagierkabine in drei unterschiedliche
Passagierklassen 16, 17, 18 (Klassen
A, B, C) unterteilt. Um diese unterschiedlichen Klassen beispielsweise
für Flugbegleiter
sowie für
Passagiere visuell zu erkennbar zu machen, befinden sich in den jeweiligen
Klassen A, B, C unterschiedlich farbige Illuminationsstreifen 1 in
den durchgehenden Handlauf 4 eingepasst, welche über jeweils
separate Stromversorgungen 19 mit Strom versorgt werden können. Anstelle
hier unterschiedlich farbige LED's für die jeweiligen
Illuminationsstreifen in den unterschiedlichen Klassen zu verwenden,
ist es selbstverständlich
ebenfalls möglich,
RGB-Leuchtdioden
zu verwenden, so dass die jeweiligen Passagierklassen mit einer
entsprechenden Steuerung zur Erzeugung unterschiedlicher Leuchtfarben
veranlasst werden können.
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Abschließend werden
unter Bezugnahme auf die 4 und 5 zwei unterschiedliche
Beleuchtungssteuerungen erläutert.
Die in 4 beschriebene Steuerung dient dazu, um eine Vielzahl separater
Illuminationsstreifen 1 ein- bzw. wieder auszuschalten.
Hierzu werden die einzelnen Illuminationsstreifen 1 für eine 28-Volt-Gleichstromquelle mit
Strom versorgt. Um die Stromversorgung ein- bzw. wieder auszuschalten,
ist ein Schalterrelais 22 vorgesehen, welches die Illuminationsstreifen 1 von der
Gleichstromversorgung trennen kann. Die Betätigung des Schalterrelais 22 erfolgt über ein
Eingabegerät 20,
dessen Steuersignale über
einen Datenbus 21 an das Schalterrelais 22 übermittelt
werden, um auf diese Weise das Schalterrelais 22 zu betätigen.
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Die 5 beschreibt
eine Steuerung, mit welcher eine Vielzahl separater Streifen von RGB-LEDs zur Erzeugung
unterschiedlicher Leuchtfarben separat angesteuert werden können. Hierbei erfolgt
die Stromversorgung der RGB-LED-Streifen 1 über eine
115-Volt-Wechselstromquelle,
welche die Lichtsteuereinheiten 24 mit Strom versorgen.
Dabei kann jeweils eine Lichtsteuereinheit 24 zwei separate Illuminationsstreifen 1 ansteuern.
Die Betätigung
der Illuminationsstreifen 1 erfolgt über ein Eingabegerät 20,
dessen Eingabesignale über
einen Datenbus 21 an eine Decodereinheit 23 aus
mehreren einzelnen Decoder weitergeleitet wird, von denen jeder
einzelne Decoder eine oder mehrere Lichtsteuereinheiten 24 ansteuert.
Die Decoder 23 decodieren die Datenbussignale 21 und
leiten die Lichtsteuersignale an die für jeden einzelnen Illuminationsstreifen 1 zuständige Lichtsteuereinheit 24 weiter,
welche diese Signale in Farbinformationen zur Aktivierung einer
gewünschten
Farbe eines Illuminationsstreifens 1 umwandeln und an den
jeweils zu betätigenden
Illuminationsstreifen 1 weiterleiten. Auf diese Weise wird
eine Steuerung bereitgestellt, mit welcher es möglich ist, eine Vielzahl separater
Illuminationsstreifen 1 in unterschiedlichen Farben erleuchten
zu lassen.
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- 1
- Illuminationstreifen
- 2
- Hatrack
- 3
- Trägermodul
- 4
- Handlauf
- 5
- Handlaufausnehmung
- 6
- Leuchtmittel
(RGB-LED)
- 7
- Formschlussmittel
- 8
- Linse
- 9
- Dummy
- 10
- Ausnehmung
im Handlauf
- 11
- Sitzplatzbebzeichner
- 12
- Unterseite
Hatrack
- 13
- Zusätzlicher
Illuminationstreifen
- 14
- Frontfläche Hatrack
- 15
- Spant
- 16
- Passagierklasse
A
- 17
- Passagierklasse
B
- 18
- Passagierklasse
C
- 19
- Stromversorgung
- 20
- Eingabegerät
- 21
- Datenbus
- 22
- Schalterrelais
- 23
- Decoder/Encoder
- 24
- Lichtsteuereinheit