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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Staufachmodul für einen
Innenraum eines Flugzeugs, wobei das Staufachmodul ein Gehäuse und einen
Behälter
aufweist. Ebenso bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine
Verwendung des Staufachmoduls in einem Fahrzeug oder einem Flugzeug.
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Im
Stand der Technik sind ein Staufachmodul bzw. „Hatrack" (Overhead Storage bin) und angrenzende
Komponenten und Systeme des Flugzeugs, wie beispielsweise Kabel,
Rohre, Schläuche,
etc., meist eigenständig
und getrennt voneinander an der Innenraumstruktur des Flugzeugs
befestigt.
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Dadurch
ist es notwendig, die unterschiedlichen Komponenten nacheinander
innerhalb des Flugzeugrumpfes bzw. Flugzeuginnenraums einzubauen.
Somit entstehen lange Montagezeiten und dadurch hohe Kosten bei
der Fertigung oder beim Umbau eines Flugzeugs.
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Darüber hinaus
treten unterschiedliche Toleranzen bzw. Spielräume auf, so dass es zu Platzproblemen,
Kontakt oder sogar zu „Clashes" bzw. Zusammenstößen oder
einem Quetschen der einzelnen Komponenten bzw. Bauteile kommen kann.
Außerdem
sind Ausrichtungsarbeiten notwendig, die wiederum erst innerhalb
des Flugzeuges durchgeführt werden
können.
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Demzufolge
kann ein Bedürfnis
dafür bestehen,
die vorhergehend erwähnten
Probleme des Standes der Technik zu lösen.
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Dieses
Bedürfnis
wird mit dem Gegenstand gemäß Hauptanspruch
1 der vorliegenden Patentanmeldung gelöst.
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In
den abhängigen
Ansprüchen
werden zweckmäßige Ausgestaltungen
und Weiterbildungen angegeben.
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Ferner
wird die Verwendung einer erfindungsgemäßen Staufachmodul gemäß Anspruch
18 vorgeschlagen.
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Gemäß einen
ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung weist das Staufachmodul
für einen
Innenraum eines Flugzeugs mindestens einen Behälter und mindestens ein Gehäuse zur
Aufnahme des Behälters
auf, wobei in das Gehäuse
mindestens ein Passagier-Versorgungskanal
integriert ist.
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Unter
einem Staufachmodul versteht man einen abgegrenzten Raum oder ein
Fach, in welches beispielsweise Gepäck oder sonstige Gegenstände von
Passagieren oder Begleitpersonal untergebracht werden können.
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Unter
einem Innenraum eines Flugzeugs versteht man jenen Teil des Flugzeugs,
der die Fluggastkabine aufweist bzw. jenen Bereich des Flugzeugs,
in dem sich Passagiere aufhalten.
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Unter
einem Behälter
versteht man eine Vorrichtung zum Aufnehmen von Gegenständen, insbesondere
von Gepäckstücken.
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Unter
einem Gehäuse
versteht man eine Komponente des Staufachmoduls, die den Behälter aufnimmt.
Das Staufachmodul wird im Innenraum des Flugzeugs montiert bzw.
angebracht, wobei der Behälter
vor oder nach einer Montage des Staufachmodules in das Gehäuse einbringbar
ist.
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Unter
dem Begriff „zur
Aufnahme des Behälters" versteht man, dass
der Behälter
eine dementsprechende Dimensionierung aufweist, um entsprechend
in einen Innenraum des Gehäuses
hineinzupassen.
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Unter
einem Passagier-Versorgungskanal bzw. PSC-Bereich (Personal Supply
Channel) versteht man jene Komponenten im bzw. oberhalb des Sitzbereichs
eines Passagiers, die eine entsprechende Versorgung z. B. mit Luft,
Sauerstoff, Licht und/oder akustische Versorgung erlauben.
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Unter
dem Ausdruck, dass in das Gehäuse mindestens
ein Passagier-Versorgungskanal (PSC-Bereich) integriert ist, versteht man,
dass das Gehäuse
vorzugsweise aus einem Teil derart geformt ist, dass es einen Hohlraum
zur Aufnahme eines Behälters
aufweist, und dass ein PSC-Bereich in fester Weise mit dem Gehäuse verbunden
ist. Die Formung des Gehäuses
kann dabei beispielsweise mittels verklebten Sandwichplatten erfolgen.
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Dadurch,
dass in das Gehäuse
mindestens ein Passagier-Versorgungskanal integriert ist, ergibt sich
der Vorteil, dass möglichst
viele Komponenten und Systeme auf einfache und kostengünstige Weise in
dem Passagier-Versorgungskanal aufgenommen werden können.
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Somit
wird das Staufachmodul vergrößert und
dient mit dem Passagier-Versorgungskanal als Haltevorrichtung für angrenzende
Komponenten, wie Kabel, Rohre, Schläuche, PSC-Komponenten, Atemmasken, Lichtquellen
und Verkleidungsteilen.
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Da
sich die Komponenten innerhalb des Passagier-Versorgungskanals des
Gehäuses
befinden gibt es keine bis nur sehr geringe Toleranzen und Relativbewegungen,
so dass die PSC-Komponenten, wie
beispielsweise Lichtquellen, Luftversorgung, etc. enger aneinander
gelegt werden können,
was zu einer Platzersparnis und zu einer Vermeidung von „Clashes" bzw. Quetschungen
der PSC-Komponenten führt.
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Außerdem können Strukturhalter
eingespart oder kombiniert werden, so dass eine Gewichtsersparnis
resultiert. Da viele Einzelteile außerhalb des Flugzeuges zusammengebaut
werden und das Gehäuse „als ganzes" eingebaut wird,
reduziert sich die Montagezeit innerhalb des Flugzeuges, was in
weiterer Folge zu einer Kostenersparnis führt.
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Außerdem können Ausrichtungs-
und Dichtungsarbeiten für
die Komponenten des Gehäuses im
Flugzeug entfallen, da diese Arbeit ebenfalls außerhalb vom Flugzeug geschehen
kann.
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Darüber hinaus
kann mit dem erfindungsgemäßen Staufachmodul
der Vorteil einer stabilen Integrierung des Staufachmoduls im Innenraum
des Flugzeugs entstehen, da das gesamte Gehäuse, d. h. als ein Teil bzw.
Bauteil bzw. eine Komponente mit dem integrierten Passagier-Versorgungskanal
mittels der Haltevorrichtungen, die nachfolgend beschrieben werden,
in lateraler und vertikaler Weise an einer Innenwand des Innenraums
des Flugzeugs befestigt werden kann.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, dass in das Gehäuse mindestens
eine Komponente aus der Gruppe integriert ist, die eine elektrische Leitung,
ein Lichtband, einen Luftkanal für
eine Klimaanlage und einen Luftauslass für eine Klimaanlage umfasst.
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Unter
einer elektrischen Leitung versteht man bevorzugt ein Kabel oder
eine andere Verbindung, die eine elektrische Übertragung von Strom, beispielsweise
von einer Bordbatterie oder einem Stromgenerators des Flugzeugs
zu dem Personen-Versorgungskanal des Staufachmoduls ermöglicht.
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Unter
einem Lichtband versteht man bevorzugt eine Vorrichtung zum Beleuchten
des Innenraums des Flugzeugs, um eine bessere Orientierung im Flugzeug
für Fluggäste zu gewährleisten.
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Unter
einem Luftkanal für
eine Klimaanlage versteht man bevorzugt eine Leitung oder Röhre, die derart
bei dem Gehäuse
angeordnet ist, um für
eine Versorgung von Frischluft durch die Klimaanlage zu dem Personen-Versorgungskanal
zu sorgen.
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Unter
einem Luftauslass für
die Klimaanlage versteht man eine Öffnung in dem Gehäuse, die
für eine
Versorgung von Frischluft über
den Personen-Versorgungskanal sorgt.
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Dadurch,
dass mindestens eine der Komponenten in dem Gehäuse integriert werden kann,
kann der Vorteil entstehen, dass das vorgefertigte Gehäuse mit
den einzelnen vorhergehend aufgezählten Komponenten auf einfache
und kostengünstige
Weise in dem Innenraum des Flugzeugs eingebaut werden kann. Darüber hinaus
ergeben sich auch die bereits vorhergehend erwähnten Vorteile.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, dass der Passagier-Versorgungskanal
mindestens eine Komponente aus der Gruppe aufweist, die umfasst:
Leseleuchte, Kabinenbeleuchtung, Luftversorgung, Sauerstoffmaske,
Lautsprecher, Mikrophon, USB-Buchse, Computerbuchse und Verkleidungsteil.
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Leseleuchte,
Kabinenbeleuchtung, Luftversorgung, Sauerstoffmaske, Lautsprecher,
Mikrophon, USB-Buchse, Computerbuchse, Verkleidungsteil sind PSC-Komponenten
(Personal Service Channel), die in dem Passagier-Versorgungskanal
in unmittelbarer Nähe
des Aufenthaltsorts eines Passagiers im Innenraum des Flugzeugs
angeordnet werden können.
Somit kann der Vorteil entstehen, dass das Staufachmodul mit den
PSC-Komponenten in einfacher und kostengünstiger Weise bei einem Sitzplatz
des Passagiers anordenbar sind. Darüber hinaus ergeben sich die
obig angesprochenen Vorteile der Stabilität der Befestigung des Staufachmoduls
im Innenraum des Flugzeugs.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, dass das Gehäuse weiter
eine Haltevorrichtung aufweist. Unter einer Haltevorrichtung versteht
man eine Komponente, mittels welcher eine stabile Befestigung des Staufachmoduls
an der Innenwand des Flugzeugs möglich
ist. Optional kann die Haltevorrichtung mit einem Kabeldurchgang
versehen sein.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, dass der Behälter um
eine Schwenkvorrichtung schwenkbar ist. Eine Schwenkvorrichtung
ist dabei eine Vorrichtung, die für eine Halterung des Behälters in
dem Gehäuse
sorgt und ebenso ein Bewegen bzw. Schwenken oder Drehen des Behälters in
dem Gehäuse
um die Schwenkvorrichtung oder sonstige Achse erlaubt. Somit ist
es möglich
den Behälter
auf einfache und sichere Weise in dem Gehäuse zu schwenken.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, dass die Schwenkvorrichtung
in dem Gehäuse
angeordnet ist. Unter dem Ausdruck, dass die Schwenkvorrichtung in
dem Gehäuse
angeordnet ist, versteht man, dass der Behälter und das Gehäuse derart
konstruiert bzw. dimensioniert sind, dass eine einfache und sichere Schwenkbewegung
des Behälters
in dem Gehäuse möglich ist.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, dass das Gehäuse eine
Nut zur wenigstens teilweisen Aufnahme des geschwenkten Behälters in
dem Gehäuse aufweist.
Unter einer Nut versteht man einen Bereich in dem Gehäuse, in
welchen der Behälter
bei einem Schwenken in das Gehäuse
aufgenommen werden kann. Die Größe und Ausformung
der Nut ist dabei bevorzugt in Abhängigkeit von der Lage der Schwenkvorrichtung
dimensioniert und angeordnet und soll die Freigängigkeit des Behälters gewährleisten.
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Weiter
kann im Inneren des Gehäuses
und an dem Behälter
eine Vorrichtung („down-stop") in Form eines Klotzes
angeordnet sein, womit mittels der Vorrichtung erreicht wird, dass
der Behälter
nicht auf der Nut des Gehäuses
aufliegt. Somit wird verhindert, dass unnötige Verschleißerscheinungen
zwischen dem Gehäuse
und dem Behälter
auftreten.
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Somit
entsteht eine Stabilisierung des Behälters nach einem vollständigen Ausschwenken
des Behälters
aus dem Gehäuse.
Als Vorteil ergibt sich dadurch, dass Gepäckstücke oder sonstige Gegenstände, die
sich in dem Behälter
des Staufachmoduls befinden, nur schwer oder gar nicht aus dem Behälter fallen
können,
wenn der Behälter
beispielsweise durch eine unkontrollierte Bewegung des Flugzeugs oder
ungewollte Öffnung
durch einen Passagier aus dem Gehäuse herausschwenkt wird.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, dass der Behälter nach
oben hin offen ist. Der Ausdruck nach oben hin offen bedeutet, dass
es für
einen Passagier möglich
ist, in den Behälter
Gegenstände
oder Gepäck
einzubringen ohne den Behälter
an einer weiteren Stelle öffnen
zu müssen.
Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass Gegenstände auf einfache Weise in den Behälter eingebracht
werden können.
Weiter ergibt sich aus der Dimensionierung der Öffnung des Behälters der
bereits vorgehend angesprochene Vorteil, dass Gegenstände nur
schwer oder gar nicht aus dem Behälter herausfallen können.
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Gemäß weiteren
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, dass der Behälter und/oder
das Gehäuse
aus CFK-Sandwichplatten gefertigt sind. Die Abkürzung CFK steht dabei für kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff.
Mit der verwendeten Herstellungstechnik aus CFK-Sandwichplatten
ergibt sich der Vorteil, dass das Gehäuse auf einfache und kostengünstige Weise
hergestellt werden kann. Weiter ergibt sich bei Verwendung der CFK-Sandwichplatten
der Vorteil, dass es zu einer Gewichtseinsparung kommt.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, dass der Behälter eine
Griffleiste aufweist. Eine Griffleiste ist dabei eine Vorrichtung,
mittels welcher es in einfacher Weise möglich ist, den Behälter aus
dem Gehäuse
heraus zu bewegen bzw. zu schwenken. Gleichzeitig kann die Griffleiste
derart ausgeformt sein, dass die Griffleiste beleuchtet ist bzw.
selbstleuchtend ist oder eine zusätzliche Komponente für ein festes
Verschließen
aufweist. Damit ergibt sich der Vorteil, dass der Behälter auf
einfache Weise in und aus dem Gehäuse bewegt und befestigt werden kann.
Die Griffleiste dient im Flug dazu, bei Turbulenzen den Passagieren
oder den Flugbegleitern Halt zu geben und um sich sicherer durch
das Flugzeug bewegen zu können.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, dass der Behälter in
dem Gehäuse
abschließbar
ist. Unter dem Ausdruck abschließbar versteht man, dass mittels
eines Abschließens
der Behälter
nicht aus dem Gehäuse
bewegt werden kann. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass der Behälter in
dem Gehäuse
fixiert ist bzw. Unbefugte zu dem Staufachmodul keinen Zugriff haben.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, dass das Staufachmodul
und der Passagier-Versorgungskanal die gleiche Länge aufweisen. Unter dem Ausdruck gleiche
Länge versteht
man, dass das Staufachmodul und der Passagier-Versorgungskanal die gleiche Länge in Längsrichtung
des Flugzeugs aufweisen. Als Vorteil ergibt sich dadurch, dass der
Raum zwischen mehreren Staufächern,
die nebeneinander angeordnet werden, platzsparender genützt werden kann,
da das Volumen im Staufachmodul bzw. Passagier-Versorgungskanal
optimal aneinander angepasst werden, womit eventuell ungenutzte
Freiräume vermieden
werden. Darüber
hinaus sind die Passagier-Versorgungskanäle bei der
Anordnung mehrerer Staufächer
stabiler angeordnet, wodurch sich die bereits vorhergehend erwähnten Vorteile
ergeben.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, dass das Gehäuse weiter
einen Anschluss für
eine Klimaversorgung aufweist. Unter einer Klimaversorgung versteht
man dabei ein System zur Beförderung
von Frischluft in den unmittelbaren Bereich des Passagiers. Der
Anschluss für
eine Klimaversorgung verläuft
bevorzugt an der der Innenwand des Flugszeugs zugewandten Seite
des Gehäuses.
Bevorzugt verläuft
der Anschluss für
eine Klimaversorgung mittig des Gehäuses. Dadurch ergibt sich der
Vorteil, dass die Klimaversorgung der gesamten Kabine auf einfache
und platzsparende Weise bewerkstelligt werden kann.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, dass das Staufachmodul
angepasst ist, an einen Innenraum des Flugzeugs formschlüssig anzugrenzen.
Unter dem Ausdruck formschlüssig
angrenzen versteht man, dass das Staufachmodul direkt an die Innenwand
des Innenraums des Flugzeugs angrenzt. Dadurch kommt es zu einer
Optimierung des im Innenraum des Flugzeugs vorhandenen Platzes.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, dass zwischen dem Passagier-Versorgungskanal
und dem Gehäuse
ein Luftauslass für
die Klimaanlage angeordnet ist. Der Luftauslass ist dabei in dem
Bereich zwischen dem Behälter
und dem Passagier-Versorgungskanal angeordnet, in welchem die Luft
der Klimaanlage aus dem Versorgungsrohr in die Kabine eingebracht
wird. Durch das Vorhandensein eines derartigen Luftauslasses ergibt
sich der Vorteil, dass Toleranzen untereinander außerhalb
des Flugzeugs eingestellt werden können. Dichtungen und Spaltmaße werden
so in angenehmer Arbeitshaltung und unabhängig von der Montagezeit im
Flugzeug durchgeführt.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, dass auf dem Gehäuse mindestens
eine Schicht zur Dämmung
bzw. Isolierung aufgebracht ist. Unter einer Schicht versteht man
beispielsweise ein Dämm-Material,
beispielsweise aus Glaswolle, Silikon oder einem sonstigen für Dämmzwecke
geeigneten Material. Ebenso ist die Schicht entsprechend der Oberflächengeometrie
des Gehäuses
dimensioniert. Die Schicht kann dabei aus mehreren Teilen bestehen, die
der Innenwand des Flugzeugs zugewandten Seite des Gehäuses bzw.
Staufachmoduls abdecken. Somit ergeben sich die Vorteile einer optimalen
akustischen und/oder thermischen Dämmung bzw. Isolierung.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, dass das Gehäuse des
Staufachmoduls mindestens eine Montageöffnung aufweist. Unter einer
Montageöffnung versteht
man eine Vorrichtung zur Öffnen
und Schließen
des Passagier-Versorgungskanals.
Dadurch kann sich der Vorteil ergeben, dass auch nachträglich, z.
B. bei einer Wartung des Passagier-Versorgungskanals, ein einfacher
Zugriff zu dem Passagier-Versorgungskanal
erfolgen kann.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine Verwendung des
Staufachmoduls in einem Flugzeug oder Fahrzeug bevorzugt.
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Durch
die Verwendung der vorliegenden Erfindung in einem Flugzeug oder
Fahrzeug ergibt sich der Vorteil, dass möglichst viele Komponenten und Systeme
des Passagier- Versorgungskanals
in dem Gehäuse
auf einfache und kostengünstige
Weise integriert werden können.
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Somit
kann das Staufachmodul vergrößert werden
und dient mit dem Passagier-Versorgungskanal
als Haltevorrichtung für
angrenzende Komponenten, wie Kabel, Rohre, Schläuche, PSC-Komponenten, Atemmasken,
Lichtquellen und Verkleidungsteilen.
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Da
sich die Komponenten innerhalb des Gehäuses befinden gibt es keine
(oder nur sehr geringe) Toleranzen und Relativbewegungen bzw. „Clashes", so dass die Komponenten
enger aneinander gelegt werden können,
was zu einer Platzersparnis führt.
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Außerdem können Strukturhalter
eingespart oder kombiniert werden, so dass eine Gewichtsersparnis
resultiert. Da viele Einzelteile außerhalb des Flugzeuges zusammengebaut
werden können
und das Staufachmodul „als
ganzes" eingebaut
werden kann, kann sich die Montagezeit innerhalb des Flugzeuges
signifikant reduzieren.
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Außerdem können Ausrichtungs-
und Dichtungsarbeiten für
die Komponenten des Gehäuses im
Flugzeug entfallen, da diese Arbeit ebenfalls außerhalb vom Flugzeug geschehen
kann.
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Bevorzugte
Ausführungsbeispiele
der Erfindung mit zusätzlichen
Ausgestaltungsdetails sind in der Zeichnung schematisch vereinfacht
dargestellt und werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
näher beschrieben.
Es zeigen:
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1:
eine Seitenansicht des geschlossenen Staufachmoduls gemäß einer
Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung,
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2:
eine Seitenansicht des offenen Staufachmoduls gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung,
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3:
eine drei-dimensionale Darstellung des Staufachmoduls gemäß einer
Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung.
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4:
eine Seitenansicht des Staufachmoduls nach einem Einbau im Innenraum
des Flugzeugs.
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5:
eine drei-dimensionale Darstellung des Staufachmoduls gemäß einer
Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung.
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In 1 ist
eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen geschlossenen Staufachmoduls 100 dargestellt.
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Das
Staufachmodul 100 weist dabei einen Behälter 10 aus CFK-Sandwichplatten
auf, der in einem Gehäuse 20 aus
CFK-Sandwichplatten angeordnet ist.
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Der
Behälter 10 ist
um eine Schwenkvorrichtung 60 in denn Gehäuse 20 schwenkbar.
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Weiter
weist das Gehäuse 20 Haltevorrichtungen 21, 22 und 23 auf,
die für
eine laterale und vertikale Befestigung an einer Innenwand des Innenraums
des Flugzeugs dienen.
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Aus 1 ist
ebenso ein Passagier-Versorgungskanal 30 erkennbar, der
in dem Gehäuse 20 integriert
ist. Der Passagier-Versorgungskanal 30 dient zur Aufnahme
von Leseleuchten im Passagierbereich, der individuellen Luftversorgung,
der Aufnahme mindestens einer Sauerstoffmaske, der Aufnahme mindestens
eines Lautsprechers, mindestens eines Mikrophons, einer oder mehrerer
USB-Buchsen und/oder Computerbuchsen und Verkleidungsteilen (nicht
dargestellt).
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Zwischen
dem Passagier-Versorgungskanal 30 und dem Gehäuse 20 ist
weiter ein Luftauslass für die
Klimaanlage 75 erkennbar, der für die Kabinenbelüftung notwendig
ist.
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Weiter
ist in 1 eine Griffleiste 80 erkennbar, mit
welchem der Behälter 10 um
die Haltevorrichtung 60 nach unten, in Richtung des Bodens
des Flugzeugs, geschwenkt werden kann.
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Um
eine Schwenkung des Behälters 10 in dem
Gehäuse 20 zu
ermöglichen,
weist das Gehäuse 20 auch
eine Nut 70 auf, in welche der Behälter 10 bei einem
Herabschwenken des Behälters 10 in
dem Gehäuse 20 verläuft.
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Aus 1 ist
weiter ein Klimaanschluss 90 erkennbar, der für eine entsprechende
Luftversorgung und eine angenehme Temperatur im Innenraum 40 des
Flugzeugs bzw. der Kabine dient.
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Abschließend ist
in 1 bei den Bezugszeichen 11 ein transparentes
Lichtband erkennbar, in dessen Bereich beispielsweise ein Leuchtstofflampe (nicht
dargestellt) anbringbar ist und für eine Orientierung im Flugzeug
behilflich ist.
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In 2 ist
eine Querschnittsansicht des erfindungsgemäßen offenen Staufachmoduls
dargestellt.
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Dabei
sind im wesentlichen die gleichen Komponenten des Staufachmoduls
wie in 1 erkennbar.
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Zusätzlich ist
der aus dem Gehäuse 20 herabgeschwenkte
bzw. ausgeschwenkte Behälter 10 erkennbar,
der nach oben hin offen ist. Über
die Behälteröffnung 12 können Reisegepäck oder sonstige Gegenstände von
Passagieren oder Begleitpersonal in das Staufachmodul auf einfache
Weise eingebracht werden.
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Weiter
ist in 2 erkennbar, dass der Behälter 10 über die
Nut 70 in das Gehäuse
eingeführt wurde.
Gleichzeitig kann der Behälter
auch nicht weiter geöffnet
werden. Somit ergibt sich auch der Vorteil, dass in das Staufachmodul 100 eingebrachte Gegenstände oder
Gepäckstücke nur
schwer aus dem Staufachmodul fallen können.
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In 3 ist
eine dreidimensionale Ansicht des erfindungsgemäßen geschlossenen Staufachmoduls
dargestellt.
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Neben
den bereits in den 1 und 2 beschriebenen
Komponenten des Staufachmoduls ist dabei die räumliche Geometrie des Staufachmoduls
erkennbar.
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So
ist in 3 erkennbar, dass die später dem Innenraum des Flugzeugs
(nicht dargestellt) zugewandte Oberfläche 120 des Gehäuses 20 eine Wölbung aufweist,
um an der Innenwand 40 des Flugzeugs (nicht dargestellt)
formschlüssig
anzugrenzen. Allerdings kommt es zu keinem direkten Kontakt der
Oberfläche
des Staufachmoduls 100 mit dem Innenraum 40 des
Flugzeugs. Das Staufachmodul 100 weist dabei einen ungefähren Abstand
von 40 mm zu der Innenwand 40 des Flugzeugs auf. Durch
die Geometrie des Staufachmoduls wird der im Innenraum des Flugzeugs
verfügbare
Raum optimal ausgenützt.
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Weiter
ist in 3 der Verlauf der Haltevorrichtung 23 erkennbar,
die für
eine laterale Befestigung des Staufachmoduls 100 im Innenraum
des Flugzeugs (nicht dargestellt) verwendet wird.
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Ebenso
sind bei Bezugszeichen 11 die Verläufe der Lichtbänder für eine Anbringung
von Leuchtstofflampen (nicht dargestellt) erkennbar.
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Bei
Bezugszeichen 110 ist der räumliche Verlauf einer elektrischen
Leitung über
das Gehäuse 20 zu
sehen. Der Anschluss an die Flugzeugsysteme erfolgt auf der Deckenplatte 150 des
Gehäuses 20. Unterschiedliche
elektrische Leitungen 110 werden in einem Stecker zusammengefasst,
so dass nur ein Stecker notwendig ist, um alle elektrischen Komponenten
mit dem Flugzeugseitigen Systemen anzuschließen. Dadurch kann die Montagezeit
im Flugzeug verkürzt
werden.
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Weiter
weist der Passagier-Versorgungskanal die gleiche Länge wie
das Gehäuse 20 bzw. Staufachmodul 100 auf,
womit sich die bereits vorhergehend erwähnten Vorteile ergeben.
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Auch
der Klimaanschluss 90 verläuft formschlüssig auf
der Oberfläche 120 des
Gehäuses 20.
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Auf
der Oberfläche 120 des
Gehäuses 20 sind
weiter entsprechende Isolierpakete 130 für eine Dämmung bzw.
Isolierung angebracht, um somit eventuell auftretende Vibrationen
und Geräusche aufgrund
von Flugbewegungen zu vermeiden und eine thermische Isolation zu
gewährleisten.
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Bei
Bezugszeichen 140 ist eine Montageöffnung zu sehen, um gegebenenfalls
Zugang zu verdeckten Bauteilen des Passagier-Versorgungskanals zu
gewährleisten.
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In 4 ist
eine Seitenansicht des im Innenraum eines Flugzeug eingebauten Staufachmoduls 100 dargestellt.
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Neben
den bereits in den 1 und 2 beschriebenen
Komponenten des Staufachmoduls 100 ist die Innenwand 40 des
Innenraums des Flugzeugs dargestellt. Die Innenwand grenzt dabei
direkt an den Passagierbereich. Die Befestigung der Haltevorrichtungen 21, 22 und 23 kann
dabei über
an der Innenwand 40 des Flugzeugs angebrachten Haltevorrichtungen 50 erfolgen.
Somit befinden sich die Haltevorrichtungen möglichst nah an der Flugzeugstruktur,
sodass eine gewichtsoptimierte Kraftübertragung stattfinden kann.
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In 5 ist
eine dreidimensionale Ansicht des erfindungsgemäßen geschlossenen Staufachmoduls 100 dargestellt.
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Neben
den bereits in den 1 bis 4 beschriebenen
Komponenten des Staufachmoduls 100 ist dabei die räumliche
Geometrie des Staufachmoduls 100 erkennbar.
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Dabei
ist der nähere
Verlauf der Griffleiste 80 entlang der gesamten Länge des
Behälters 10 des Staufachmoduls 100 erkennbar.
Weiter sind in den Passagier-Versorgungskanal 30 keine
weiteren Komponenten eingebracht. Dadurch ist die Geometrie des
Gehäuses 20 des
Staufachmoduls 100 besser erkennbar.
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Darüber hinaus
ist die rechte Seitenwand des Gehäuses 20, der dem Innenraum 40 des
Flugzeugs zugewandten Seite des Staufachmoduls 100 erkennbar.
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Ergänzend ist
darauf hinzuweisen, dass „umfassend" keine anderen Elemente
oder Schritte ausschließt
und „eine" oder „ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner
sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis
auf eines der obigen Ausführungsbeispiele
beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen
oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden
können.
Bezugszeichen in den Ansprüchen
sind nicht als Einschränkung
anzusehen.
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- 10
- Behälter
- 11
- Lichtband
- 12
- Behälteröffnung
- 20
- Gehäuse
- 21
- Haltevorrichtung
- 22
- Haltevorrichtung
- 23
- Haltevorrichtung
- 30
- Passagier-Versorgungskanal
- 40
- Innenwand
des Flugzeugs
- 50
- Haltevorrichtung
- 60
- Schwenkvorrichtung
- 70
- Nut
- 75
- Luftauslass
für Klimaanlage
- 80
- Griffleiste
- 90
- Luftkanal
für Klimaanlage
- 100
- Staufachmodul
- 110
- elektrische
Leitung
- 120
- Oberfläche des
Gehäuses
- 130
- Isolierpakete
- 140
- Montageöffnung
- 150
- Deckenplatte