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Die
Erfindung betrifft ein Korrekturverfahren für Festkörperdetektoren gemäß Patentanspruch
1 und einen Festkörperdetektor
gemäß Patentanspruch
18.
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In
der Röntgenbildgebung
sind als Festkörperdetektoren
ausgebildete Röntgendetektoren
zur Aufnahme von digitalen Röntgenbildern
eines Untersuchungsobjektes bekannt, bei denen eine Röntgenstrahlung
durch einen Szintillator oder eine Direktkonverterschicht in elektrische
Ladung umgewandelt und anschließend
mittels aktiver Pixelmatrizen elektronisch ausgelesen wird. Anschließend werden
die die Untersuchungsergebnisse repräsentierenden Abbildungsdaten
an eine Auswertungs- und
Anzeigevorrichtung übertragen
und für
die Abbildungserstellung weiterverarbeitet (Aufsatz „Flachbilddetektoren in
der Röntgendiagnostik" von M. Spahn, V.
Heer, R. Freytag, veröffentlicht
in der Zeitschrift Radiologe 43, 2004, Seite 340 bis 350).
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Es
sind aktive Pixelmatrizen bekannt, die aus einer Scheibe aus amorphem
Silizium, einem so genannten a-Si-plate, aufgebaut sind. Um großflächige Festkörperdetektoren
herzustellen, werden mehrere a-Si-plates mittels des so genannten
Butting-Prozesses
aneinander angesetzt, zum Beispiel indem sie gemeinsam auf ein Glassubstrat
aufgeklebt werden. Beim Zusammenkleben ist jedoch aus technischen Gründen eine
Versetzung der verschiedenen a-Si-plates gegeneinander im Allgemeinen
nicht vermeidbar. Die Versetzung liegt üblicherweise pro Pixelachse
in einem zweistelligen Prozentbereich einer Pixelelement-Länge. Durch
die Versetzung kommt es in dem ausgelesenen Röntgen-Rohbild zu einer Diskontinuität. Das wiederum
führt zu
verfälschten
Objektdarstellungen und Artefakten. Zusätzlich können bei Linearkombinationen
beispielsweise durch Subtraktion von je zwei Röntgen-Rohbildern im Falle bestimm ter
Anwendungen Artefakte auftreten; bei diesen Anwendungen handelt
es sich zum Beispiel um DSA (digital subtraction angiography) oder
Dual Energy Verfahren oder ganz allgemein um Verfahren, bei denen
mindestens zwei zeitlich auseinander liegende Röntgen-Rohbilder aufgenommen
werden.
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Es
ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zu schaffen,
durch das ein unverfälschtes
Röntgenbild
eines Untersuchungsobjektes mittels eines digitalen Festkörperdetektors
erhalten werden kann.
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Die
Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
ein Korrekturverfahren für
Festkörperdetektoren
gemäß Patentanspruch
1 und durch einen Festkörperdetektor
gemäß Patentanspruch
18; vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind jeweils Gegenstand
der zugehörigen
Unteransprüche.
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Durch
das erfindungsgemäße Korrekturverfahren
kann bei Festkörperdetektoren
mit einer Pixelmatrix aus mindestens zwei in einer Ebene angeordneten
Plattenelementen, wobei ein erstes und ein zweites Plattenelement
eine Versetzung zueinander aufweisen, ein unverfälschtes und insbesondere auch
an den Versetzungsstellen kontinuierliches Röntgenbild eines Untersuchungsobjektes
dadurch erreicht werden, dass eine durch die Versetzung der Plattenelemente
zueinander in dem digitalen Röntgen-Rohbild
erzeugte Diskontinuität
mittels einer Bildbearbeitungs-Korrektur aus dem digitalen Röntgen-Rohbild
zumindest teilweise entfernt wird. Unter einem Röntgen-Rohbild ist im Zusammenhang
mit der Erfindung sowohl ein direkt ausgelesenes Röntgen-Rohbild
als auch ein bereits teilweise korrigiertes, zum Beispiel bereits
Offset-korrigiertes, Röntgen-Rohbild zu verstehen.
Es kann also durchaus zwischen dem Auslesen und der Korrektur der
Diskontinuität
eine bzw. mehrere zusätzliche
Bildbearbeitungen stattfinden.
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Nach
einer Ausgestaltung der Erfindung weist das zweite Plattenelement
eine Versetzung zu dem ersten Plattenelement auf und wird die dadurch erzeugte
Diskontinuität
aus dem Anteil des digitalen Röntgen-Rohbilds,
welcher aus den Pixelelementen des versetzten zweiten Plattenelements
gebildet wird, mittels einer Bildbearbeitungs-Korrektur zumindest
teilweise entfernt. Dadurch, dass nicht das gesamte Röntgen-Rohbild
sondern nur ein Anteil korrigiert wird, können vorteilhaft Rechenaufwand
und damit auch Zeit und Kosten für
aufwändige
Bearbeitungseinheiten eingespart werden.
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In
vorteilhafter weise für
eine einfache und aufwandsarme Korrektur werden ausgelesene Rohwerte
der Pixelelemente des versetzten zweiten Plattenelements um mindestens
eine Pixelelement-Länge
in Richtung der Versetzung verschoben. Dadurch lässt sich die Diskontinuität besonders
einfach aus dem Röntgen-Rohbild
korrigieren.
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Um
auch Versetzungen ausgleichen zu können, die im Prozentbereich
einer Pixelgröße liegen, und
damit eine besonders genaue Korrektur von Versetzungen gewährleisten
zu können,
werden in vorteilhafter Weise ausgelesene Rohwerte der Pixelelemente
des versetzten zweiten Plattenelements um weniger als eine Pixelelement-Länge in Richtung
der jeweiligen Versetzungskomponenten verschoben. Nach einer weiteren
Ausgestaltung der Erfindung wird dazu der ausgelesene Rohwert der
Pixelelemente des versetzten zweiten Plattenelements zu dem Rohwert
des in Richtung der jeweiligen Versetzungskomponente angrenzenden
Pixelelements entsprechend der auf eine Pixelelement-Länge bezogenen
prozentualen jeweiligen Versetzungskomponente addiert und gleichzeitig
bei dem Rohwert des Pixelelements selbst subtrahiert.
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In
vorteilhafter Weise wird die Versetzung vor dem Auslesen der Pixelmatrix
vermessen und bestimmt. Dadurch stehen Daten über die Versetzung schnell
und einfach für
nachfolgende Korrekturverfahren zur Verfügung. Ein besonders vorteilhaftes Verfahren
zur Vermessung und Bestimmung der Versetzung wird dadurch zur Verfügung gestellt,
dass die Pixelmatrix und damit die Versetzung optisch abgetastet
werden. Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird die
Versetzung durch Vergleich des Röntgen-Rohbilds
eines bekannten Objektes, insbesondere eines Netzgitters, mit einem
unverfälschten
Bild des bekannten Objekts vermessen und bestimmt. Zeitpunkt der
Bestimmung der Versetzung kann zum Beispiel bei Inbetriebnahme des
Festkörperdetektors
oder während
einer Kalibrierung sein. Anschließend wird die Versetzung zweckmäßigerweise
in einer Speichereinheit gespeichert, um so bei Bedarf jederzeit
abrufbar zu sein.
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Eine
besonders vorteilhafte Anwendung der Erfindung ist gegeben bei einem
Festkörperdetektor mit
einer Pixelelemente aufweisenden Pixelmatrix aus mindestens zwei
in einer Ebene angeordneten Plattenelementen, wobei ein erstes Plattenelement und
ein zweites Plattenelement eine Versetzung zueinander aufweisen,
und mit einer zugeordneten Korrektureinheit, durch welche eine zumindest
teilweise Korrektur einer Diskontinuität aus dem Röntgen-Rohbild vorgesehen ist,
wobei die Versetzung ursächlich für die Diskontinuität in dem
Röntgen-Rohbild
ist.
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Die
Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen gemäß Merkmalen
der Unteransprüche werden
im Folgenden anhand schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele
in der Zeichnung näher erläutert, ohne
dass dadurch eine Beschränkung
der Erfindung auf diese Ausführungsbeispiele
erfolgt; es zeigen:
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1 eine
Draufsicht auf eine aus einem ersten a-Si-plate und einem mit einer
Versetzung zu dem ersten a-Si-plate
angeordneten zweiten a-Si-plate zusammengesetzte Pixelmatrix eines Festkörperdetektors
und ein Untersuchungsobjekt;
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2 eine
Darstellung der Grauwerte eines aus der Pixelmatrix nach 1 ausgelesenen
Röntgen-Rohbildes
ohne Korrektur;
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3 eine
Darstellung der Grauwerte eines aus der Pixelmatrix nach 1 ausgelesenen
und in Pfeilrichtung teil-korrigierten Zwischen-Röntgenbildes;
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4 eine
Darstellung der Grauwerte eines erfindungsgemäß korrigierten Röntgenbildes.
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1 zeigt
eine Pixelmatrix 201 eines Festkörperdetektors, die aus einem
ersten Plattenelement und einem zweiten Plattenelement zusammengesetzt
ist, wobei beide gemeinsam auf ein Glassubstrat 202 aufgeklebt
sind und damit in einer Ebene angeordnet sind. Das erste Plattenelement
wird in vorteilhafter Weise von einem ersten a-Si-plate 204 und
das zweite Plattenelement von einem zweiten a-Si-plate 203 gebildet.
Jedes a-Si-plate 203; 204 besteht
aus einer endlichen Anzahl an quadratisch ausgebildeten Pixelelementen 205.
Die Pixelelemente messen Rohwerte, bei denen es sich zum Beispiel um
Grauwerte handeln kann, und die dann zum Beispiel an einem Monitor
als Röntgen-Rohbild 210 dargestellt
werden können.
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Das
erste a-Si-plate 203 und das zweite a-Si-plate 204 sind
relativ zueinander versetzt angeordnet bzw. zur einfacheren Definierung
ist das zweite a-Si-plate 204 gegenüber dem ersten a-Si-plate 203 um
eine Versetzung 208; 209 verschoben. Die Versetzung 208; 209 des
zweiten a-Si-plates 204 gegenüber dem ersten a-Si-plate 203 weist
eine erste Versetzungskomponente 208 auf, welche in Gegenrichtung
zu der ersten Pixelachse x gerichtet ist und weist eine zweite Versetzungskomponente 209 auf, die
in Richtung der zweiten Pixelachse y gerichtet ist. Der Festkörperdetektor
ist für
die Abbildung eines Untersuchungsobjektes 206 vorgesehen.
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Wird
ein Röntgen-Rohbild 210 des
Untersuchungsobjektes 206 aus der Pixelmatrix 201 ausgelesen
und zum Beispiel an einem Monitor, insbesondere in Grauwerten, dargestellt,
so zeigt sich – wie
in 2 dargestellt – eine Diskontinuität 218; 219 im Übergangsbereich
zwischen dem von dem ersten a-Si-plate 203 ausgelesenen
ersten Bildteil 213 und dem von dem zweiten a-Si-plate 204 ausgelesenen zweiten
Bildteil 214. Dies ist der Fall, da bekannte Bildbearbeitungs-Software
nach dem Stand der Technik die Versetzung bzw. die dadurch hervorgerufene
Diskontinuität 218; 219 nicht
berücksichtigt.
Die Diskontinuität 218; 219 weist
eine erste Diskontinuitätskomponente 218 auf,
welche entlang der ersten Pixelachse x gerichtet ist und weist eine
zweite Diskontinuitätskomponente 219 auf,
die in Gegenrichtung zu der zweiten Pixelachse y gerichtet ist;
insgesamt ist die Diskontinuität 218; 219 der
Versetzung 208; 209 genau entgegengerichtet.
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In 2 ist
das Röntgen-Rohbild 210 in Grauwerten
mit einem Wertebereich von 100 beispielhaft gezeigt, wobei
gestrichelt ein Umriss 211 des mit der Diskontinuität 218; 219 dargestellten
Untersuchungsobjekts 206 angedeutet ist. Die Ziffern auf
den ersten Bildpunkten 215 des ersten Bildteils 213 und
die Ziffern auf den zweiten Bildpunkten 216 des zweiten
Bildteils 214 der Röntgenabbildung 210 bezeichnen
beispielhaft die entsprechend dem Objekt 206 erhaltenen
Grauwerte auf einer Skala von 0 (weiß) bis 100 (schwarz). Bei einem üblichen
Festkörperdetektor
sind deutlich mehr, zum Beispiel 214 = 16384,
Graustufen vorhanden.
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Erfindungsgemäß wird die
durch die Versetzung 208; 209 der Plattenelemente,
insbesondere der a-Si-plates 203; 204, zueinander
in dem digitalen Röntgen-Rohbild 210 erzeugte
Diskontinuität 218; 219 mittels
einer Bildbearbeitungs-Korrektur zumindest teilweise aus dem Röntgen-Rohbild 210 entfernt.
Die Richtung, in der Verfahrensschritte eines Korrekturverfahrens
nach der Erfindung angewendet werden, ist in 3 und 4 anhand
der Pfeile 220; 221 auf den Bildpunkten des zweiten
a-Si-plate 204 angedeutet.
Ein durch die Durchführung
eines Korrekturverfahrens in Richtung der ersten Pfeile 220 nach
einer Ausgestaltung der Erfindung teil-korrigiertes Zwischen-Röntgenbild 212.1 ist
in 3 gezeigt, ein nach der Teil-Korrektur zusätzlich in Richtung der zweiten
Pfeile 221 korrigiertes Röntgenbild 212 ist
in 4 gezeigt. Nach einer Ausgestaltung der Erfindung
wird die Korrektur zuerst in Richtung einer Versetzungskomponente
und dann in Richtung der anderen Versetzungskomponente durchgeführt.
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Beträgt die in 1 gezeigte
Versetzung des zweiten a-Si-plate 204 in
ihrer ersten Versetzungskomponente 208 zum Beispiel 30%
einer Pixel-Länge
und in ihrer zweiten Versetzungskomponente 209 zum Beispiel
40% einer Pixel-Länge,
so sieht nach einer vorteilhaften Ausgestaltung ein Korrekturverfahren
folgendermaßen
aus: der jeweilige, ursprünglich
ausgelesene Grauwert der Pixelelemente 205 des versetzten
zweiten a-Si-plate 204,
die auf allen Seiten des zweiten a-Si-plate 204 angrenzende
Pixelelemente 205 aufweisen, wird zu 30% zu dem in Richtung
der ersten Versetzungskomponente 208 angrenzenden Pixelelement 205 addiert,
im Beispiel also nach links, und gleichzeitig wird für das Pixelelement 205 selbst
30% des Grauwertes subtrahiert.
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Nach
dem Abschluss dieser Verschiebung nach links wird der zwischenresultierende
Grauwert zu 40% zu dem in Richtung der zweiten Versetzungskomponente 209 angrenzenden
Pixelelement 205 addiert, im Beispiel also nach oben in
Richtung der y-Achse,
und es wird bei dem Pixelelement 205 selbst 40% des zwischenresultierenden
Grauwertes subtrahiert. Derartig wird mit Grauwerten verfahren, die
aus Pixelelementen 205 des zweiten, versetzten a-Si-plate 204 ausgelesen
wurden, und welche auf allen Seiten angrenzende, zu dem zweiten
a-Si-plate 204 gehörige Pixelelemente 205 aufweisen.
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Bei
Rand-Pixelelementen, also Pixelelementen 205, die auf zumindest
einer Seite kein direkt angrenzendes Pixelelement des gleichen Plattenelements,
also des zweiten a-Si plates 204, aufweisen, ist für ein noch
genaueres, unverfälschtes
Röntgenbild
eine gesonderte Korrektur vorgesehen: Nach einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung wird der ausgelesene Rohwert der Pixelelemente 205 des versetzten
zweiten Plattenelements, die auf der in Richtung der Versetzung
angrenzenden Seite kein angrenzendes Pixelelement 205 aufweisen,
entsprechend der auf eine Pixelelement-Länge bezogenen prozentualen Versetzung
bei dem Rohwert des Pixelelements 205 selbst subtrahiert.
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In
dem betrachteten Beispiel betrifft das den ursprünglich ausgelesenen Grauwert
der Pixelelemente 205 des versetzten zweiten a-Si-plates 203, die
auf der in Richtung der Versetzung 208; 209 angrenzenden
Seite, also nach links und nach oben, kein angrenzendes Pixelelement 205 aufweisen.
Da hier nach zumindest einer Seite nichts weitergegeben werden kann,
wird lediglich die Subtraktion bei dem Grauwert des Pixelelementes 205 selbst
durchgeführt.
So wird bei den Pixelelementen 205 ohne linken Nachbarn
70% des Grauwertes abgezogen, aber nur 40% des Grauwertes weitergegeben,
nämlich
an den Grauwert des darüber
liegenden Pixelelements; die übrigen
30% verfallen.
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Nach
einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird der ausgelesene
Rohwert der Pixelelemente 205 des versetzten zweiten Plattenelements, die
auf der in Gegenrichtung der jeweiligen Versetzungskomponente angrenzenden
Seite kein angrenzendes Pixelelement 205 aufweisen, belassen.
Im beschriebenen Beispiel werden also die Grauwerte von den Pixelelementen 205 in
ihrer ursprünglich ausgelesenen
Form belassen, die randseitig rechts positioniert sind und die an
die Grauwerte angrenzen, die aus Pixelelementen 205 des
ersten a-Si-plate 203 ausgelesen wurden.
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Mit
letzteren Grauwerten der randseitigen Pixelelemente kann auch auf
die folgende Weise verfahren werden: Nach einer weiteren Ausgestaltung der
Erfindung wird der ausgelesene Rohwert der Pixelelemente 205 des
versetzten zweiten Plattenelements, die auf der in Gegenrichtung
der jeweiligen Versetzungskomponente angrenzenden Seite kein angrenzendes
Pixelelement 205 aufweisen, um den durch die jeweilige
Versetzungskomponente vorgegebenen prozentualen Anteil erhöht. In dem
beschriebenen Beispiel wird also der Grauwert eines randseitig rechts
positionierten Pixelelements 205 um 30% erhöht, der
Grauwert eines randseitig unten positionierten Pixelele ments 205 um
40% des ursprünglich
ausgelesenen Grauwertes erhöht.
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Mit
letzteren randseitigen Grauwerten kann auch auf die folgende Weise
verfahren werden: Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung
werden die ausgelesenen Rohwerte der Pixelelemente 205 des
versetzten zweiten Plattenelements, die an das erste Plattenelement
angrenzen, um den durch die jeweilige Versetzungskomponente 208; 209 vorgegebenen
prozentualen Anteil der Rohwerte der angrenzenden Pixelelemente 205 des
ersten Plattenelements erhöht.
In dem beschriebenen Beispiel wird also 40% jedes Grauwertes der
randseitigen Pixelelemente des ersten a-Si-plate 203, die
an das zweite a-Si-plate 204 angrenzen,
auf die Grauwerte der oberhalb benachbart befindlichen Rand-Pixelelemente
des zweiten a-Si-plate 204 addiert.
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Nach
einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen dem ersten
und dem zweiten Plattenelement jeweils eine tote Zeile und/oder
Spalte angeordnet, aus der kein Rohwert ausgelesen wird. Nach einer
weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird ein Wert für die jeweilige
tote Zeile und/oder Spalte durch Interpolation des Rohwertes des
an eine Seitenkante angrenzenden Pixelelementes 205 des
ersten Plattenelementes und des Rohwertes des an eine Seitenkante
angrenzenden Pixelelementes 205 des zweiten Plattenelementes
berechnet, wobei die Gewichtung des jeweiligen Rohwertes von der entsprechenden
Versetzungskomponente 208; 209 abhängig ist.
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Vor
der Berechnung der Werte für
die tote Zeile oder Spalte sollte eine Korrektur der Diskontinuität parallel
zu der jeweiligen toten Zeile und/oder Spalte bereits durchgeführt sein.
Für einen
Festkörperdetektor 201 mit
einer zwischen dem ersten a-Si-plate 3 und dem zweiten
a-Si-plate 204 angeordneten toten Zeile wird entsprechend
zuerst eine Korrektur der Diskontinuität in Richtung der ersten Versetzungskomponente 208 durchgeführt.
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Anschließend werden
die Werte für
die Bildpunkte der toten Zeile berechnet, indem der Grauwert des
in Richtung der zweiten Versetzungskomponente 209, also
nach oben, angrenzenden Pixelelements 205 des zweiten a-Si-plate 204 und
der Grauwert des in Gegenrichtung der zweiten Versetzungskomponente 209,
also nach unten, angrenzenden Pixelelements 205 des ersten
a-Si-plates 203 gemittelt werden,
wobei die Gewichtung entsprechend der 40%igen Versetzung in dieser
Richtung in die Berechnung eingeht. Dies wird mit Hilfe einer linearen Interpolation
durchgeführt.
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Anschließend wird
eine Korrektur der Diskontinuität
wie in 4 beschrieben in Richtung der zweiten Versetzungskomponente 209 durchgeführt, wobei
die Grauwerte der an die tote Zeile angrenzenden Rand-Pixelelemente
des zweiten a-Si-plate durch die Werte der toten Zeile korrigiert
werden. Es wird also der jeweilige zwischenresultierende Grauwert
bzw. bei den Rand-Pixelelementen der berechnete Wert der Pixelelemente
der toten Zeile zu 40% zu dem in Richtung der zweiten Versetzungskomponente 209 angrenzenden
Pixelelement 205 addiert, also nach oben, und es wird bei
dem Pixelelement 205 selbst 40% des zwischenresultierenden
Grauwertes subtrahiert, wobei die Werte der toten Zeile belassen
werden.
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Um
Daten über
die Versetzung schnell und einfach für nachfolgende Korrekturverfahren
zur Verfügung
zu haben, wird die Versetzung in vorteilhafter Weise vor dem Auslesen
der Pixelmatrix vermessen und bestimmt. Dies kann auf verschiedene
Arten durchgeführt
werden, zum Beispiel durch optisches Abtasten der Plattenelemente.
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Eine
weitere Möglichkeit
besteht darin, Röntgen-Rohbilder
bekannter Objekte anzufertigen, insbesondere eines Netzgitters oder
einfacher Linien, und das Röntgen-Rohbild
dann mit den tatsächlichen Objekten
zu vergleichen. Dadurch ist die Diskontinuität direkt ersichtlich und es
kann auf die Versetzung rückgeschlossen
werden. Ist die Versetzung charakterisiert, so kann sie zur späteren Verwendung
für das
erfindungsgemäße Verfahren
in einer Speichereinheit in dem Festkörperdetektor bzw. einer zugehörigen Korrektureinheit
gespeichert werden.
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Anstelle
der Korrektur der Diskontinuität
aus dem Anteil des digitalen Röntgen-Rohbilds,
welcher aus den Pixelelementen 205 des versetzten zweiten Plattenelements
gebildet wird, kann auch jeweils ein Teil der Diskontinuität, zum Beispiel
die Hälfte,
aus dem ersten Plattenelement und ein zweiter Teil, zum Beispiel
die zweite Hälfte,
aus dem zweiten Plattenelement korrigiert werden. Der Vorteil hiervon
ist ein gleichmäßig korrigiertes
Röntgenbild.
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Außerdem kann
ein erfindungsgemäßes Korrekturverfahren
auch bei einer Pixelmatrix angewendet werden, die aus mehr als zwei,
zum Beispiel aus vier oder acht Plattenelementen aufgebaut ist. Hierbei
kann zum Beispiel die jeweilige, das jeweilige Plattenelement betreffende
Diskontinuität
aus dem betreffenden Anteil des Röntgen-Rohbildes korrigiert werden.
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Es
ist ebenfalls möglich,
dass die Versetzung der Plattenelemente zueinander neben den linearen Versetzungskomponenten
entlang der Pixelachsen auch eine Verdrehung der Plattenelemente
gegeneinander aufweist. Für
eine Korrektur dieser Verdrehung kann ein entsprechendes, passendes
Bildbearbeitungsverfahren gewählt
werden.
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Ein
erfindungsgemäßer Festkörperdetektor 201 umfasst
eine Pixelelemente 205 aufweisende Pixelmatrix aus mindestens
zwei in einer Ebene angeordneten Plattenelementen, wobei ein erstes
Plattenelement und ein zweites Plattenelement eine Versetzung relativ
zueinander aufweisen, und eine zugeordnete Korrektureinheit, durch
welche eine zumindest teilweise Korrektur einer Diskontinuität aus einem
aus der Pixelmatrix ausgelesenen Röntgen-Rohbild vorgesehen ist,
wobei die Versetzung ursächlich
für die
Diskontinuität
in dem Röntgen-Rohbild ist.
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Korrekturen,
also zum Beispiel Offset-Korrekturen, Gain-Korrekturen und/oder die beschriebene
Versetzungskorrektur, finden im Allgemeinen in einer Korrektureinheit
statt, die dem Festkörperdetektor
zwar zugeordnet, aber außerhalb
dessen angeordnet ist. Die Korrektureinheit kann sich zum Beispiel
in einem Röntgensystem
oder Bildsystem befinden, mit dem der Festkörperdetektor in Kommunikationsverbindung
steht. Andererseits kann aber auch vorgesehen sein, dass zum Beispiel
bei einem mobilen Festkörperdetektor
die gesamte Korrektureinheit baulich in den Festkörperdetektor
integriert ist. Dadurch ist es möglich,
ein vollständig
korrigiertes Röntgenbild
direkt aus dem Festkörperdetektor
für eine Nachprozessierung
weiterzugeben.
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Die
Erfindung ist nicht auf das oben ausführlich besprochene Ausführungsbeispiel
eines Bildbearbeitungs-Korrekturverfahrens beschränkt, sondern umfasst
alle möglichen
Korrekturverfahren, mittels denen eine durch die Versetzung der
Plattenelemente zueinander in dem digitalen Röntgen-Rohbild erzeugte Diskontinuität aus dem
digitalen Röntgen-Rohbild
zumindest teilweise entfernt werden kann. Drei weitere dieser Möglichkeiten
sollen im Folgenden kurz angerissen werden:
Es kann zum Beispiel
der Anteil des digitalen Röntgen-Rohbilds,
welcher aus den Pixelelementen des versetzten zweiten Plattenelements
gebildet wird, in seiner Gesamtheit in Richtung der Versetzung um
ein ganzes oder mehrere ganze Pixelelemente verschoben werden.
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Außerdem kann
durch je drei Rohwerte von drei in Richtung einer Pixelachse nebeneinander
liegenden Pixelelementen ein Polynom zweiten Grades gelegt werden,
um den jeweils zentralen Rohwert zu korrigieren. Der zentrale Rohwert
wird entlang der Kurve des Polynoms entsprechend dem Prozentsatz der
jeweiligen Versetzungskomponente verschoben bzw. neu berechnet und
der Rohwert wird durch den neu berechneten oder abgegriffenen korrigierten wert
ersetzt. Dieses Verfahren wird sowohl in Richtung der ersten Pixelachse
als auch in Richtung der zwei ten Pixelachse für jeden Rohwert durchgeführt. Für Rand-Pixelelemente können wiederum
gesonderte Verfahrensschritte durchgeführt werden.
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Weiterhin
kann auch zum Beispiel durch je drei Rohwerte von drei nebeneinander
liegenden Pixelelementen mit einem Fitverfahren eine Gerade gelegt
werden, um den jeweils zentralen Rohwert zu bearbeiten. Der zentrale
Rohwert wird entlang der Gerade entsprechend dem Prozentsatz der
jeweiligen Versetzungskomponente verschoben und der Rohwert wird
durch den derart abgegriffenen korrigierten Wert ersetzt. Dieses
Verfahren wird sowohl in Richtung der ersten Pixelachse als auch
in Richtung der zweiten Pixelachse für jeden Rohwert durchgeführt. Mittels
dieses Verfahrens kann zusätzlich
besonders vorteilhaft eine Minimierung des Gesamtrauschens erzielt
werden.
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Die
Erfindung lässt
sich in folgender Weise kurz zusammenfassen: Zur Gewährleistung
eines weitgehend unverfälschten
Röntgenbildes
bei einem Festkörperdetektor
mit einer Pixelelemente aufweisenden Pixelmatrix aus mindestens
zwei in einer Ebene angeordneten Plattenelementen, wobei ein erstes
und ein zweites Plattenelement eine Versetzung zueinander aufweisen,
ist ein Korrekturverfahren vorgesehen, wobei ein digitales Röntgen-Rohbild aus
der Pixelmatrix ausgelesen wird, und eine durch die Versetzung der
Plattenelemente zueinander in dem digitalen Röntgen-Rohbild erzeugte Diskontinuität mittels
einer Bildbearbeitungs-Korrektur daraus zumindest teilweise entfernt
wird. Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weist das zweite Plattenelement
eine Versetzung zu dem ersten Plattenelement auf und wird die dadurch
erzeugte Diskontinuität
aus dem Anteil des digitalen Röntgen-Rohbilds,
welcher aus den Pixelelementen des versetzten zweiten Plattenelements
gebildet wird, mittels einer Bildbearbeitungs-Korrektur zumindest
teilweise entfernt.