DE19914296A1 - Praktische Konusbündel-Bildrekonstruktion mit Verwendung von lokalen interessierenden Bereichen - Google Patents
Praktische Konusbündel-Bildrekonstruktion mit Verwendung von lokalen interessierenden BereichenInfo
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Abstract
Verfahren und Vorrichtung zum Betreiben einer CT-Abbildungsvorrichtung mit einer Konusbündel-Strahlungsquelle und einer 2D-Detektormatrix zum exakten Rekonstruieren eines Bildes eines dreidimensionalen interessierenden Bereiches (ROI) in einem Objekt. Vom 2D-Detektor erfaßte Meßdaten werden verarbeitet, um Teilsätze von Radondaten zu erzeugen. Jeder der Teilsätze von Radondaten wird zum Rekonstruieren eines entsprechenden lokalen 2D ROI in einer 2D-Parallelprojektion des Objekts verwendet. Nachdem daher ein Teilsatz von Radondaten vollständig erzeugt ist, wird er einem ersten Inversionsverarbeitungsschritt unterworfen, um den entsprechenden lokalen 2D ROI zu erzeugen. Mehrere lokale ROIs werden sodann in Gruppen zusammengefaßt und einem zweiten Inversionsverarbeitungsschritt unterworfen, um eine Bildrekonstruktion eines Teils des 3D ROI Objekts zu erzeugen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 16.
Computergestützte tomografische (CT)-Abbildung mit Verwendung
einer Konusbündel-Strahlungsquelle wird zur exakten Bildre
konstruktion eines Objekts verwendet, indem mehrere Teilsätze
(sub-sets) von Radondaten einzeln verarbeitet werden. Jeder
der Teilsätze der Radondaten dient zum Rekonstruieren eines
lokalen zweidimensionalen (2D) interessierenden Bereiches
(region of interest bzw. ROI) in einer 2D-Parallprojektion
des Objekts, und nach dem Rekonstruieren einer Mehrzahl von
lokalen 2D-ROIs werden sie gemeinsam verarbeitet, um einen
Teil der Bildrekonstruktion des Objekts zu erzeugen.
In letzter Zeit ist ein Konusbündelgeometrie verwendendes
System zum dreidimensionalen (3D) computergestützten tomogra
fischen (CT)-Abbilden entwickelt worden, das eine Konusbün
del-Röntgenstrahlungsquelle und einen 2D-Flächendetektor
umfaßt. Ein abzubildendes Objekt wird abgetastet, vorzugswei
se über einen Winkelbereich von 360° und entlang seiner
ganzen Längserstreckung, durch irgendeines von verschiedenen
Verfahren, bei welchem die Lage des Flächendetektors bezüg
lich der Quelle festliegt und eine relative Dreh- und Ver
schiebungsbewegung zwischen der Quelle und dem Objekt die
Abtastung ergibt (Bestrahlung des Objekts durch Strahlungs
energie). Die Konusbündellösung für 3D CT ist in der Lage,
eine 3D-Abbildung sowohl bei medizinischen als auch industri
ellen Anwendungen mit erhöhter Geschwindigkeit sowie verbes
serter Dosisauswertung zu erzielen im Vergleich zu einer
bekannten 3D CT-Vorrichtung (d. h. einer Lösung mit einem
Stapel von Schichten mit Verwendung von parallelen oder
Fächerbündel-Röntgenstrahlen).
Als Ergebnis der Relativbewegung der Konusbündelquelle in
eine Anzahl von Quellenstellungen (d. h. "Blickpunkten oder
Ansichten") längs der Abtastbahn erfaßt der Detektor eine
entsprechende Anzahl von Sätzen von Konusbündel-Projektions
meßdaten (nachfolgend als Meßdaten bezeichnet), wobei jeder
Satz von Meßdaten einer Röntgenstrahlenschwächung entspricht,
die vom Objekt jeweils in einer der Quellenstellungen bewirkt
wird. Nach Beendigung der Meßdatenerfassung werden die Meß
daten zur Rekonstruktion eines 3D-Bildes des Objekts verar
beitet.
Bevor man jedoch eine genaue 3D-Abbildung des Objekts (oder
eines interessierenden Bereiches des Objekts) durchführen
kann, benötigt man einen vollständigen Satz von Meßdaten,
d. h. man muß Vollständigkeitskriterien erfüllen. Grundsätz
lich ist erforderlich, daß Ebenen, die nachfolgend als "Inte
grationsebenen" bezeichnet werden, die im Blickfeld der
Strahlungsquelle liegen, welche durch das Objekt oder den
interessierenden 3D-Bereich des Objekts verlaufen und auch
die Abtastbahn an einer oder mehreren Stellen schneiden,
Meßdaten erzeugen, die zur genauen Durchführung der Bildre
konstruktion verarbeitet werden müssen. Diese Kriterien sind
bekannt und sind im einzelnen beispielsweise in der US-Pa
tentschrift 5 383 119 beschrieben, auf die hier Bezug genom
men wird. Diese Patentschrift erwähnt, daß die erfaßten Sätze
von Meßdaten nur vollständig sind, wenn sie verarbeitet
werden können, so daß Radondaten ausreichender Dichte in
einem sogenannten "Trägerbereich" (einem Bereich, der topolo
gisch dem vom interessierenden Bereich des Objekts im wirkli
chen Raum eingenommenen Blickfeld entspricht) erzeugt werden,
die sodann verarbeitet werden können, um das Objekt mit der
gewünschten Auflösung ohne künstlich erzeugte Fehler (arti
facts) zu rekonstruieren. Normalerweise werden genügend
Radondaten erfaßt, indem das ganze Objekt innerhalb des
Blickfeldes der Strahlungsquelle bestrahlt wird.
Eine ausreichende Ausfüllung des Radonraums durch eine Konus
bündel-CT-Vorrichtung mit verschiedenen Abtastwegen (Bahnen)
und mit Verwendung eines Flächendetektors, der kleiner ist
als der abzubildende interessierende Bereich, sind zur Durch
führung einer exakten Bildrekonstruktion bekannt. Beispiels
weise zeigt Fig. 1 das in der US-Patentschrift 5 463 666
beschriebene Abtastverfahren. Ein interessierender Bereichs
teil 10 (dunkle Schattierung) eines Gegenstandes 12 kann ohne
Fleckenbildung oder künstlich erzeugte Fehler abgebildet
werden, indem eine Abtastbahn 14 vorgesehen wird, die aus
einem mittleren Spiralenabschnitt 16 besteht, der am oberen
bzw. unteren Ende des Spiralabschnitts einen Kreisabschnitt
18 U bzw. 18 L aufweist, die in gleicher Höhe wie die
obere bzw. untere Grenze des interessierenden Bereichs des
Objekts liegen. Die Umschaltung von einer Spiralabtastbahn zu
einer Kreisabtastbahn ist notwendig, um vollständige Konus
bündeldaten an der oberen und unteren Grenze des interessie
renden Bereichs ohne Fleckenbildung zu erhalten, die durch
Abbilden von Teilen des Objekts verursacht wird, die nicht
innerhalb des interessierenden Bereichs liegen, wie ausführ
licher in der erwähnten US-Patentschrift 5 463 666 beschrie
ben.
Obwohl das obige und andere Verfahren brauchbar waren, erfor
dern sie doch Abtastbahnen, die in ihrer Bewegung abrupte
Verschiebungen aufweisen. Solche abrupte Verschiebungen in
der Abtastbewegung sind unerwünscht, weil sie entweder den
Patienten unerwünschten Stößen aussetzen oder die Anlage des
Abbildungssystems besonderer mechanischer Belastung aus
setzen. Es wäre erwünscht, nur eine sich glatt ändernde
Abtastbahn vorzusehen.
Ferner ist festzustellen, daß im Vergleich mit der zur Rekon
struktion eines Bildes erforderlichen Verarbeitung, wenn eine
parallele oder fächerförmige Bündel liefernde Röntgenstrah
lungsquelle verwendet wird, die Verarbeitung der Meßdaten,
wenn eine Konusbündelquelle verwendet wird, rechnungsmäßig
viel komplizierter ist. Dies liegt daran, daß bei Verwendung
einer Parallel- oder Fächerbündelquelle die Meßdaten bereits
einer 2D-Radontransformation eines Querschnitts des Objekts
direkt entsprechen. Dies ist jedoch nicht der Fall, wenn man
eine Konusbündelquelle verwendet, und es ist eine komplizier
te Verarbeitung der erfaßten Meßdaten erforderlich, um geeig
nete Radontransformationsdaten zu erzeugen. Diese Verarbei
tung zum exakten Rekonstruieren eines Bildes des Objekts
umfaßt normalerweise:
- 1. Umwandlung oder Umsetzung der Meßdaten in Radonderi vatdaten. Dies kann unter Anwendung des in der US-Patent schrift 5 257 183, auf die hier Bezug genommen wird, be schriebenen Verfahrens durchgeführt werden.
- 2. Umsetzung der Radonderivatdaten in Radondaten an Po largitterpunkten, indem beispielsweise das in der US-Patent schrift 5 446 776, auf die hier ebenfalls Bezug genommen wird, beschriebene Verfahren angewendet wird; und
- 3. Durchführung einer inversen 3D-Radon-Transformation der Radondaten unter Anwendung bekannter Verfahren, wie sie etwa im einzelnen in der erwähnten US-Patentschrift 5 257 183 zur Rekonstruktion von Bilddaten beschrieben sind, die bei Aufgabe auf ein Display eine Ansicht des 3D CT-Bildes des Objekts ergeben.
Obwohl die Theorie für die exakte Rekonstruktion eines Bildes
bei Verwendung von Konusbündel-Meßdaten allgemein bekannt
ist, beispielsweise aus den oben erwähnten US-Patentschrif
ten, zeigt sich eine praktische Verwirklichung der Verarbei
tung als ziemlich problematisch. Es ist nicht nur die Menge
an zu verarbeitenden Meßdaten sehr groß und in Übereinstim
mung mit einer Zeitsteuerung schnell erfaßt, die hauptsäch
lich durch die Geometrie der Abtastbahn bestimmt wird, son
dern, wie oben erwähnt, es sind auch die bei den erfaßten
Daten erforderlichen Berechnungen ziemlich kompliziert. Der
kostspieligste Berechnungsteil der Objektrekonstruktion ist
die Berechnung der Radonderivatdaten (oben erwähnte Schritte
1) und 2)). Normalerweise muß man etwa 100 × 106 Linienin
tegralderviate während der Objektrekonstruktion berechnen. Da
jedes Linienintegralderivat die Berechnung von zwei einzelnen
Linienitegralen erfordert (da man die Differenz zwischen zwei
eng benachbarten Linienintegralen zur Berechnung eines ein
zelnen Linienintegralderivats verwendet), sind 200 × 106
einzelne Linienintegralberechnungen erforderlich. Bevor man
jedoch überhaupt beginnen kann, diese Linienintegralderivat-
Berechnungen durchzuführen, muß man für jedes Radonsample
berechnen, welche Quellenstellungen die Meßdaten liefern, die
verarbeitet werden müssen, und das Ausmaß der Linien an den
Meßdaten bestimmen, längs denen die Integration durchgeführt
werden muß. Diese letzteren Bestimmungen umfassen hochnicht
lineare Rechnungen und sind daher rechnungsmäßig kostspielig
und zeitraubend, was eine unerwünschte Verzögerung der Bild
rekonstruktion des Objekts bedeutet.
Fig. 2 stellt allgemein das bekannte Verfahren zur Verarbei
tung der erfaßten Meßdaten für die Bildrekonstruktion dar.
Wie gezeigt, werden Sätze von Meßdaten MD1, MD2,
MD3 . . . MDN, die bei entsprechenden Quellenstellungen
SP1, SP2, SP3 . . . SPN der Strahlungsquelle
längs der Abtastbahn 16 erhalten werden, nacheinander verar
beitet, um eine ausreichende Menge von Radondaten zu erzeu
gen, um einen Radonraum 200 gleichförmig auszufüllen, der
durch ein sphärisches Koordinatensystem (r, θ, ϕ) gebildet
wird, mit ausreichender Dichte, um eine Bildrekonstruktion
des Objekts 16 mit einer gewünschten Auflösung und ohne
künstlich erzeugte Fehler zu ermöglichen. Die Radondaten
werden an einer großen Anzahl von radial angeordneten Polar
gitterpunkten auf einer Anzahl von ϕ-Ebenen 202 durch einen
Umsetzungsprozessor 204 erzeugt, der gemäß den obigen Schrit
ten 1) und 2) arbeitet. Wie oben erwähnt, ist die Erzeugung
der Radondaten nicht vollständig, bis die Meßdaten von allen
Quellenstellungen der Abtastbahn einschließlich derjenigen,
die sowohl am oberen als auch unteren Kreisabschnitt liegen,
erhalten wurden. Erst nach vollständiger Erzeugung der Radon
daten werden sie einer inversen Transformationsverarbeitung
gemäß dem obigen Schritt 3) mittels des Prozessors 206 unter
worfen und sodann auf ein Display 208 zur Sichtbarmachung der
Bildrekonstruktion gegeben.
Aus den obigen Ausführungen folgt ein Zweifaches, 1) die
Bildrekonstruktion wird in unerwünschter Weise verzögert, bis
der ganze interessierende 3D-Bereich des Objekts durch die
Quellen/Detektoranordnung abgetastet ist, und 2) eine sehr
große Systemspeichermenge muß zur Speicherung aller berechne
ter Radondaten zur Verfügung stehen, da die Inversionsverar
beitung die globale Radontransformation des ganzen interes
sierenden 3D-Bereichs des Objekts verwendet.
Es ist erwünscht, die Zeitverzögerung zu verkürzen, bevor der
Benutzer beginnen kann, eine Bildrekonstruktion zu erhalten,
und gleichzeitig die Anforderungen an die Datenspeicherung
des Abbildungssystems zu reduzieren. Ferner wäre es er
wünscht, daß diese Ziele in einer praktischen Weise erreicht
werden, welche die Kompliziertheit nicht wesentlich erhöht
oder die Durchführung der exakten Konusbündel-Bildrekonstruk
tion verschlechtert.
Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens durch die
Merkmale des Anspruchs 1 und hinsichtlich der Vorrichtung
durch die Merkmale des Anspruchs 16 erfindungsgemäß gelöst.
Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung.
Ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Betreiben einer CT-Ab
bildungsvorrichtung benutzen eine Konusbündel-Strahlungsquel
le und eine 2D-Detektoranordnung für die Rekonstruktion eines
Bildes eines interessierenden dreidimensionalen Bereichs
(ROI) eines Objekts. Durch den 2D-Detektor erfaßte Meßdaten
werden verarbeitet, um Teilsätze von Radondaten zu erzeugen.
Jeder dieser Teilsätze von Radondaten dient zur Rekonstruk
tion eines entsprechenden lokalen 2D ROI in einer 2D-Paral
lelprojektion des Objekts. Daher wird nach der vollständigen
Erzeugung eines Teilsatzes von Radondaten dasselbe einem
ersten Inversionsverarbeitungsschritt zur Erzeugung des
entsprechenden lokalen 2D ROI unterworfen. Mehrere der loka
len ROIs werden dann in Gruppen zusammengefaßt und einem
zweiten Inversionsverarbeitungsschritt unterworfen, um eine
Bildrekonstruktion eines Teils des interessierenden 3D-Be
reichs im Objekt zu erzeugen.
Die Vorteile der Erfindung beziehen sich auf eine einfachere
Abtastbahn, geringere Speicheranforderungen und eine kürzere
Zeitverzögerung vom Beginn der Meßdatenerfassung bis zum
Beginn der Darstellung der Bildrekonstruktion.
Anhand der Figuren werden bevorzugte Ausführungsformen der
Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 und 2, wie oben erwähnt, brauchbare Darstel
lungen zum Verständnis des Erfassens und der Verarbeitung
von Meßdaten in einer Konusbündel-Abbildungsvorrichtung,
Fig. 3 ein Blockschaltbild und vereinfachte Schrägan
sicht, welche das Abbilden eines Objekts mit Verwendung
einer Konusbündel-Abbildungsvorrichtung zum Erfassen und
Verarbeiten von Meßdaten gemäß der vorliegenden Erfindung
darstellen,
Fig. 4 ein zweistufiges Verfahren zur 3D-Radontransfor
mationsinversion,
Fig. 5 ein Blockschaltbild, welches die Verarbeitung
von Meßdatensätzen MD in lokalen ROIs der Parallelprojektio
nen des Objekts gemäß der Erfindung darstellt,
Fig. 6 eine Darstellung, wie die Parallelprojektion ei
ner spiraligen Abtastbahn ein entsprechendes 3D-Teilvolumen
des Objekts ausschneidet,
Fig. 7 die drei kleinsten lokalen ROIs, die mit einer
spiraligen Abtastbahn definiert werden können,
Fig. 8 eine Darstellung, wie lokale ROIs in verschiede
nen ϕ-Ebenen einen gemeinsamen Bereich längs der z-Achse
überdecken, und
Fig. 9 eine Darstellung, wie die Objektprojektion auf
eine ϕ-Ebene durch mehrere lökale ROIs zusammengesetzt werden
kann.
Fig. 3 zeigt eine Konusbündel-3D CT-Abbildungsvorrichtung
zur Verarbeitung von erhaltenen Meßdaten gemäß den Grundge
danken der Erfindung. Wie zu erkennen ist, ist die darge
stellte Abbildungsvorrichtung im wesentlichen nach den glei
chen Grundgedanken aufgebaut und arbeitet im wesentlichen
nach denselben, wie sie in den genannten US-Patentschriften 5
257 183 und 5 446 776 beschrieben sind, ausgenommen, wie
nachfolgend ausführlich beschrieben, in Bezug auf die Quel
lenabtastbahn und die Verwirklichung des Bildwiederherstel
lungsverfahrens gemäß der Erfindung.
Wie in Fig. 3 gezeigt, veranlaßt ein computergesteuerter
Manipulator 306 in Abhängigkeit von Steuersignalen aus einem
geeignet programmierten Computer 308 eine Quelle 310 eines
konus- oder pyramidenförmigen Energiebündels (wie Röntgen
strahlen) und eine zweidimensionale Pixeldetektoranordnung
312, in einer Anzahl von einzelnen, nacheinander auftretenden
benachbarten Quellenstellungen längs einer vorbestimmten
Quellenabtastbahn zusammenzuwirken (abzutasten). Bei der
dargestellten Ausführungsform ist die Abtastbahn als spirali
ge Abtastbahn 314 dargestellt, die auf eine vorbestimmte
Achse 315 eines Objekts 316 zentriert ist. Andere Arten von
Abtastbahnen, die das Objekt 316 umfassen und durchsetzen,
können ebenfalls angewendet werden, wie jedoch weiter unten
klar werden wird, wird eine Abtastbahn 314 bevorzugt, die
einen hohen Symmetriegrad in ihren Parallelprojektionen
zeigt.
Als Ergebnis des Quellen/Detektor-Zusammenwirkens unter
Steuerung des Computers 306 und des Manipulators 308 in jeder
der Quellenstellungen geht Röntgenstrahlungsenergie durch das
Blickfeld der Abbildungsvorrichtung, wird durch das Objekt
316 geschwächt, und ein Satz von Meßdaten entsprechend der
abgetasteten Röntgenstrahlungsenergie, die auf die Elemente
(Pixels) innerhalb des Detektors 312 fällt, wird erzeugt. Die
Sätze von Meßdaten werden sodann auf ein Datenerfassungssys
tem (DAS) 317 gegeben, welches, wie die oben beschriebenen
Teile der Fig. 3, in einer dem Fachmann auf diesem Gebiet
bekannten Weise arbeitet, um die erfaßten Meßdaten zu digita
lisieren und zu speichern.
Es wird bemerkt, daß alternativ und in äquivalenter Weise das
Objekt 316 gedreht und verschoben werden könnte, um eine
Abtastung durch eine Quelle und einen Detektor in fester Lage
zu bewirken, daß die Drehung durch die Quelle und den Detek
tor und die Verschiebung vom Objekt ausgeführt werden könnte,
und daß die Abtastung kontinuierlich oder schrittweise erfol
gen könnte. Obwohl die Quelle 310 als Röntgenstrahlungsquelle
dargestellt ist, können ferner auch andere Arten von Abbil
dungsenergie angewendet werden, wie Neutronen, Positronen und
dergleichen.
Wie oben erwähnt, war es beim Stand der Technik erforderlich,
das gessamte 3D-Volumen der ROI des Objekts abzutasten, bevor
vollständige Radondaten erzeugt werden würden. Der Betrieb
der erfindungsgemäßen Vorrichtung ermöglicht jedoch, wie als
nächstes erläutert wird, die Verwendung der Meßdaten, die
sich aus einer Abtastung nur eines Teilvolumens des Objekts
ergeben, um vollständige Teilsätze der Radondaten zu erzeu
gen, dadurch einen früheren Beginn des Radoninversionsverfah
rens zu ermöglichen und die Speicheranforderungen für die
Radondaten erheblich zu reduzieren.
Die Meßdaten aus dem DAS 317 werden auf einen Pufferspeicher
und einen Bildwiederherstellungsprozessor 318 gegeben, der ein
Computer sein kann, welcher so programmier ist, daß er ver
schiedene Datenumsetzungen durchführen kann, der die Meßdaten
so verarbeitet, daß sie ein Bild des abgetasteten Objekts
entsprechend den allgemein durch die Blocks 320 bis 324
dargestellten Verarbeitungsschritten exakt wiedergeben.
Im Block 320 werden die Meßdaten verarbeitet, so daß sie in
Radonderivatdaten umgesetzt werden. Ein sphärisches Koordina
tensystem (r, θ, ϕ), das einen Radonraum definiert, unterteilt
durch eine Anzahl von vertikal orientierten koaxialen ϕ-Ebe
nen, wird verwendet, um eine nachfolgende Inversionsverarbei
tung der Radondaten zu erleichtern. Die Umsetzung von Meßda
ten in Radondaten wird im allgemeinen unter Anwendung des in
der erwähnten US-Patentschrift 5 257 183 beschriebenen Ver
fahrens durchgeführt. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung, die weiter unten im einzelnen beschrieben
wird, ist es jedoch statt der Durchführung aller Umsetzungs
berechnungen "im Fluge" (on the fly) am besten, eine vorbe
rechnete "relative Trefferliste" zur Beschleunigung der
Umsetzung zu verwenden. Aufbau und Betrieb einer solchen
Trefferliste ist im einzelnen in der US-Patentanmeldung
Ser. No. 08/940 489 mit dem Titel "A REDUCTION OF HITLIST SIZE
IN SPIRAL CONE BEAM CT BY USE OF LOCAL RADON ORIGINS", einge
reicht am 30. September 1997, beschrieben, auf die hier Bezug
genommen wird.
Kurz gesagt beschreibt diese Patentanmeldung die Verwendung
einer "relativen" Trefferliste (Hr) der vorberechneten
Bildwiederherstellungs-Verarbeitungsinformation, um die
Umsetzung der Meßdaten in Radondaten weitgehend zu unterstüt
zen. Im allgemeinen enthält die Trefferliste Datenumset
zungs-Verarbeitungsinformation, die hauptsächlich durch
geometrische Parameter der Abbildungsvorrichtung bestimmt
wird, und ist daher bereits vor ihrem Abbildungsbetrieb
festgelegt, wie die Steigung oder andere Parameter der Quel
len/Detektorabtastbahn, die Objektabmessungen, die Detektor
auflösung und das Sampling det Abtastbahn und des Radonraums.
Diese Parameter definieren die Linienintegrale, die in den
Meßdaten berechnet werden müssen, um die gewünschten Sampels
der Radondaten zu erzeugen. So gibt die Trefferliste die
Korrespondenz zwischen Punkten im Radonraum und den Quellen
stellungen, die dazu beitragen, Parameter, die die Linienin
tegrale definieren, die in den Meßdaten berechnet werden
müssen, welche in jeder der Quellenstellungen erfaßt werden,
sowie andere Informationen an, die für den Bildwiederherstel
lungsvorgang brauchbar sind. Normalerweise wird der Herstel
ler des Abbildungssystems die Trefferlisteninformation vorbe
rechnen und in einem Speicher, wie der Datenbasis 321, spei
chern. Die Trefferlisteninformation wird während des Lauf
zeit(Abbildungs)-Betriebs der Vorrichtung verwendet, um die
Umsetzungsverarbeitung der erfaßten Meßdaten in viele Samples
von Radonderivatdaten zu unterstützen, die erforderlich sind,
um den Bereich der Radonstützung für eine richtige Rekon
struktion des Objekts aufzufüllen. Ferner kann infolge der
Symmetrie, die im nachfolgenden Radoninversionsverfahren
eingeführt wird, die gespeicherte Information für nur eine
der Radonraum-ϕ-Ebenen zum Berechnen der Radonderivatdaten
für alle anderen Radonraum-ϕ-Ebenen verwendet werden. Dement
sprechend sind die Speicheranforderungen für die Trefferliste
stark reduziert. Ferner führt die Verwendung einer Treffer
liste zur Verbesserung der Geschwindigkeit und der Wirksam
keit des Bildrekonstruktionsverfahrens im Vergleich mit dem
Umsetzungsverfahren ohne Verwendung einer Trefferliste.
Wie im einzelnen nachfolgend beschrieben, ist erfindungsgemäß
die Verwendung des Trefferlistenverfahrens insbesondere
dadurch vorteilhaft, daß sie einen wirksamen Weg ergibt, die
Meßdaten zu ermitteln, um besondere vorermittelte Teilsätze
der Radonderivatdaten zu erzeugen.
Im Block 322 werden die Radonderivatdaten in Radondaten in
polaren Gitterpunkten auf ϕ-Ebenen eines sphärischen Koordi
natensystems umgesetzt, indem z. B. das Verfahren angewendet
wird, das im einzelnen in Verbindung mit Fig. 5 der genann
ten US-Patentschrift 5 446 776 beschrieben ist. Kurz gesagt
werden, wie dort beschrieben, die Radonderivatdaten vom Block
320 in Radonderivatdaten an in gleichen Abständen angeordne
ten polaren Gitterpunkten umgesetzt, indem Nächstnachbar-
oder Interpolationsverfahren angewendet werden, und sodann
summiert, um die Radondaten in in gleichem Abstand liegenden
polaren Gitterpunkten zu erzeugen. Die Trefferliste von in
der Datenbasis 321 gespeicherter Rekonstruktionsverarbei
tungsinformation ergibt vorzugsweise ebenfalls vorberechnete
Information während dieses Teils des Rekonstruktionsverfah
rens, wie Gewichtungsinformation, die für das Interpolations
verfahren verwendet wird (wie durch eine gestrichelte Linie
vom Block 321 zum Block 322 angedeutet), wodurch die Ge
schwindigkeit und Wirksamkeit dieses Teils der Rekonstruk
tionsverarbeitung weiter verbessert werden.
Im Block 324 werden die Radondaten einer inversen 3D-Radon
transformation gemäß einem zweistufigen Vorgang unterworfen.
Die dadurch erzeugten Bilddaten werden im Block 326 gespei
chert und sodann vom Rekonstruktionsprozessor 318 auf ein
Display 328 gegeben, das in bekannter Weise arbeiten kann, um
ein 3D CT-Bild des Objekts 316 zu erzeugen.
Fig. 4 zeigt die zweistufige Radoninversionsverarbeitung,
die vom Block 324 durchgeführt wird, die allgemein bekannt
und beschrieben ist, z. B. in der erwähnten US-Patentschrift 5
257 183. Kurz gesagt beginnt man mit den vom Block 322 gelie
ferten Radondatensamples, die in einem Radonraum 400 verteilt
sind, der durch ein sphärisches Koordinatensystem (r,84)
definiert ist. Zwei ϕ-Ebenen 402 und 404 aus einer Anzahl von
vertikal orientierten koaxialen ϕ-Ebenen, die den Radonraum
400 unterteilen, sind dargestellt. Jede ϕ-Ebene hat die
Radondatensamples auf einem polaren Gitter angeordnet, wie
den in den ϕ-Ebenen 402 und 404 dargestellten Gittern. Wie
weiter unten erläutert wird, kann der Ursprung des Samplegit
ters jeder der ϕ-Ebenen gegenseitig unabhängig sein.
Beim ersten Inversionsverarbeitungsschritt werden 2D-Radonin
versionen an den Radondaten in jeder der ϕ-Ebenen durchge
führt, indem ein Verfahren, wie filtrierte Rückprojektion,
angewendet wird, um eine 2D-Parallelprojektion eines 3D ROI
des Objekts, wie ein Projektionsbild 405, für die entspre
chende Blickrichtung zu erzeugen, d. h. eine entsprechende
ϕ-Ebene 406, die in einem Übergangsraum 408 abgetastet
wird, der von Zylinderkoordinaten (r', θ, ϕ) gebildet wird. Der
zweite Inversionsverarbeitungsschritt, der ein Verfahren, wie
filtrierte Rückprojektion verwendet, arbeitet im Übergangs
raum 408 an den Daten in horizontalen Ebenen (z-Schichten
bzw. z-slices). Das Ergebnis ist die Bestimmung eines 2D
Bildes 411 in einer entsprechenden z-Ebene 412, abgetastet in
einem Objektraum 414, der durch kartesische Koordinaten
(x, y, z) gebildet wird. Der zweite Inversionsverarbeitungs
schritt wird wiederholt, um in aufeinanderfolgenden horizon
talen z-Ebenen des Übergangsraums 408 zu arbeiten und dadurch
ein Bild des Objekts z-Schicht um z-Schicht zu rekonstru
ieren.
Wie oben erwähnt, wird bei der bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung eine relative Trefferliste verwendet, die zu
ϕ-Ebenen 402 ff. führt, die unabhängige, d. h. lokale Radonur
sprünge besitzen. Obwohl die Verwendung der relativen Tref
ferliste zu beträchtlichen Vorteilen hinsichtlich Geschwin
digkeit und Wirksamkeit führt, ergibt sie auch einen verscho
benen lokalen Ursprung für jede ϕ-Ebene, wie durch den Δ-z-
Betrag in Fig. 4 gezeigt. Vor Durchführung des zweiten Inver
sionsverarbeitungsschrittes ist es daher erforderlich, den um
Δ-z verschobenen Wert zu berücksichtigen, wenn die ϕ-Ebenen
406 zusammengesetzt werden, so daß die z-Schichtteile der 2D
ROI-Bilder 405 über die vielen den Raum 408 bildenden ϕ-Ebe
nen zusammenpassen, d. h. zum gleichen z-Teil des globalen
Koordinatensystems im Raum 408 gehören.
Die Erfinder haben erkannt, daß bei Durchführung der Inver
sion der 3D-Radondaten mit dem in Fig. 4 beschriebenen zwei
stufigen Verfahren nicht nur jede ϕ-Ebene des Radonraums 400
ihren eigenen Radonursprung haben kann, sondern daß die
dadurch erzeugten 2D-Projektionsbilder ebenfalls "lokal" sein
können, d. h. wenn nur ein Teil der Bilder 405 gleichzeitig
erzeugt werden könnte, wie der Teil L zwischen den gestri
chelten Linien 416 und 418, nachfolgend ein lokaler ROI
genannt, dann können vielfache lokale ROIs zur Rekonstruktion
des Bildes 405 zusammengesetzt werden. Obwohl es nicht erfor
derlich ist, daß unterschiedliche lokale ROI von einem einzi
gen globalen 3D ROI des Objekts abgeleitet werden können,
entspricht jeder lokale ROI einem 3D-Teilvolumen des Objekts,
und daher kann ein Satz von lokalen ROIs ein 3D ROI des
Objekts enthalten und kann zur Rekonstruktion desselben
verwendet werden.
Zunächst kann dieser Gedanke der Erzeugung von lokalen 2D-
Projektionsbildern nicht bedeutend erscheinen, aber er ge
stattet tatsächlich die Verwendung einer einfacheren Abtast
bahn, verkürzt die Zeitverzögerung, bevor die Darstellung von
rekonstruierten Bildern beginnen kann, und reduziert stark
die Speicheranforderungen, die für die Bildrekonstruktion
nötig sind.
Insbesondere ist es nunmehr möglich, statt der Erzeugung
einer globalen Radontransformation für das ganze 3D ROI des
Objekts Teilsätze von Radondaten zu erzeugen. Jeder Teilsatz
ermittelt die Rekonstruktion eines entsprechenden lokalen ROI
der Parallelprojektion des Objekts. Es ist einer oder mehrere
lokale ROIs in jeder ϕ-Ebene. Wenn der für die Rekonstruktion
eines gegebenen lokalen 2D ROI erforderliche Radondatensatz
verwendet ist, kann er beseitigt werden, was zu einer sehr
bedeutenden Verringerung der Systemspeichererfordernisse
führt, die für die Bildrekonstruktion nötig sind. Ferner kann
auch die Größe der relativen Trefferliste 321, die zur Um
setzung der Meßdaten in Radonderivatdaten verwendet wird, wie
in der erwähnten US-Patentanmeldung Ser. No. 08/940 489 be
schrieben, ebenfalls stark verkürzt werden, da die Bildverar
beitungsinformation in der relativen Trefferliste in einem
relativen Sinn nicht nur zur Erzeugung der Radondaten für
mehrfache lokale ROIs in einer gegebenen ϕ-Ebene 406 wieder
verwendet werden kann, sondern für alle lokalen ROIs in allen
ϕ-Ebenen des Übergangsraums 408.
Fig. 5 ist eine bildliche Darstellung einer Abänderung des
in Fig. 1 gezeigten Verfahrens zur Verarbeitung der erfaßten
Meßdaten für die Bildrekonstruktion gemäß den Grundsätzen der
Erfindung. Wie dargestellt, werden Sätze von Meßdaten
MD1, MD2, MD3 . . . MDN, die in entsprechenden
Quellenstellungen SP1, SP2, SP3 . . . SPN der
Strahlungsquelle längs der Abtastbahn 16 erhalten werden,
gemäß dem oben beschriebenen Umsetzungsverfahren 502 verar
beitet, um mehrfache Teilsätze von Radondaten RD1,1 bis
RDM,N zu erzeugen, die zusammen eine komplette Radonin
formation der 3D ROI des Objekts enthalten. Die genaue Anzahl
von zu erzeugenden Radondaten-Teilsätzen wird dem Systemde
signer überlassen und ist eine Angelegenheit von verschiede
nen Designkompromissen, jedoch entspricht M in Fig. 5 allge
mein der Anzahl von in einer einzigen ϕ-Ebene zu rekonstru
ierenden lokalen ROIs, und N entspricht der Gesamtzahl von
ϕ-Ebenen, auf denen lokale ROIs zu rekonstruieren sind. Bei
der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Verwen
dung einer relativen Trefferliste 321 besonders vorteilhaft
zur Unterstützung der Umsetzung der Meßdaten in die Teilsätze
von Radondaten, wenn, wie als nächstes beschrieben wird, die
lokalen ROIs geeignet ausgewählt werden.
Da die Umsetzungsverarbeitung 502 zur Erzeugung von vervoll
ständigten Radondaten-Teilsätzen RDM,N gemäß der Erfin
dung führt, ist es möglich, daß man die erwähnte Radoninver
sionsverarbeitung beginnt, indem man den ersten Inversions
schritt durchführt. Dementsprechend werden lokale ROIs
ROI1,1 bis ROIM,N, die interessierende Bereiche
(regions of interest) der Parallelprojektionen des Objekts
auf die ϕ-Ebenen des Übergangsraums 408 sind, nacheinander
durch die Inversionsverarbeitung der entsprechenden Radonda
ten-Teilsätze erzeugt. Nachdem ein gegebener Teilsatz von
Radondaten zur Erzeugung seines entsprechenden lokalen ROI
verwendet worden ist, können diese Radondaten beseitigt
werden, wodurch der Computerspeicher des Abbildungssystems
wesentlich befreit werden kann.
Nachdem sodann eine Anzahl von lokalen ROIs in den ϕ-Ebenen
des Übergangsraums 408 erzeugt worden ist, um 2D-Projektions
daten über alle ϕ-Ebenen für eine einzige horizontale Ebene
(wie die z-Ebene 410 in Fig. 4) zu bilden, wird diese z-Ebene
der Projektionsdaten dem zweiten Schritt der Inversionsverar
beitung unterworfen, wodurch eine entsprechende z-Ebenen-
Bildrekonstruktion des Objekts (wie die z-Ebene 412 in Fig. 4)
erzeugt wird. Die oben beschriebenen Schritte werden wieder
holt, wodurch nacheinander lokale ROIs erzeugt werden, und
sodann werden sie in Gruppen zusammengefaßt und der zweite
Schritt der Inversionsverarbeitung durchgeführt, wodurch ein
Bild des 3D ROI des Objekts z-Ebene um z-Ebene rekonstruiert
wird.
Einzelheiten des oben Gesagten können noch klarer werden,
wenn man das Problem des Definierens eines globalen ROI
bedankt. Wie oben erwähnt, besteht die bekannte Lösung darin,
die spiralige Abtastbahn durch zwei Kreise zu beenden (wie in
der erwähnten US-Patentschrift 5 463 666 beschrieben). Diese
zwei Kreise definieren direkt die Endflächen des 3D ROI des
Objekts, wie in Fig. 1 gezeigt. Die zweikreisige und einspira
lige Lösung ergibt eine vollständige Abtastbahn in dem Sinne,
daß sie einem ermöglicht, eine vollständige Information über
den umschlossenen Teil des Objekts zu erfassen. Ferner ist es
das wesentliche Merkmal der Kreise, "nichtverunreinigte"
Projektionsdaten an den ROI-Grenzen zu erhalten, d. h. Pro
jektionsdaten, die durch Strahlen erfaßt werden, die nur
durch den 3D ROI des Objekts gehen (keine Röntgenstrahlen
schneiden das Objekt innerhalb und außerhalb des ROI).
Wenn die Röntgenstrahlenquelle in der Ebene der ROI-Grenze
liegt (d. h. wenn sie sich in Quellenstellungen entweder auf
dem oberen oder unteren Kreisabschnitt 18 der Abtastbahn in
Fig. 1 befindet), enthalten die entsprechenden Projektionsda
ten Information entweder von innerhalb oder außerhalb des
ROI. Die nicht verunreinigten Projektionsdaten sind in Kreuz
straffierung im unteren Teil des Detektordatenmusters 20
dargestellt, d. h. demjenigen Teil der Daten, der unterhalb
der Linie 22 liegt. Die Linie 22 ist die Prallelprojektion
des oberen Kreises 18 U der Abtastbahn auf den Detektor.
Dies ermöglicht einem, den ROI vom übrigen Objekt sauber zu
trennen und die 3D-Radontransformation nur vom 3D ROI des
Objekts zu konstruieren.
Obwohl die geschlossenen Endflächen des globalen ROI nicht
innerhalb der Geometrie von gerade dem spiralen Teil der
Abtastbahn definiert werden können, haben die Erfinder er
kannt, daß es möglich ist, die Spiralbahn zum Definieren
lokaler ROIs auf den ϕ-Ebenen zu verwenden.
Wie insbesondere in Fig. 6 gezeigt, können für jede ϕ-Ebene
602 (d. h. entsprechend der ϕ-Ebene 402 der Fig. 4) ein oder
mehrere getrennt geformte ROIs 604 (entsprechend einem 3D-
Teilvolumen 604 des Objekts 606) definiert werden, indem das
Objekt 606 längs einer Parallelprojektion 608 der Abtastbahn
610 auf diese ϕ-Ebene geschnitten wird, wobei die Projek
tionsrichtung auf der ϕ-Ebene senkrecht steht. Wenn die
Abtastbahn eine Spirale mit gleichförmiger Steigung aufweist,
kann eine ganze Anzahl von solchen getrennt geformten 3D-
Teilvolumina 604 von der Abtastbahn definiert werden, so daß,
wenn sie kombiniert werden, das vollständige Volumen des 3D
ROI des Objekts rekonstruiert wird. Auf diese Weise ent
spricht jedes der 3D-Teilvolumina 604 einem bestimmten loka
len ROI in einer gegebenen ϕ-Ebene, wie den lokalen ROIs 1,1
bis M,N gemäß Fig. 5. Gemäß der oben beschriebenen Umsetzungs-
und Inversionsverarbeitungsverfahren gemäß der Erfindung
werden für jedes dieser Teilvolumina 604 die Teilsätze 1,1
bis M,N von 3D-Radondaten erzeugt.
Fig. 7 zeigt die drei kleinsten lokalen ROIs, die mit der
Geometrie der Spirale definiert werden können. Es wird be
merkt, daß die ROIs als lokal bezeichnet werden, da sie nicht
alle von einem einzigen globalen 3D ROI des Objekts abgelei
tet werden können. Um die Größe der beim Datenumsetzungs
schritt verwendeten Trefferliste so klein wie möglich zu
halten, können wir, wie in Fig. 7 gezeigt, die Radonursprünge
so einstellen, daß sie innerhalb jedes lokalen ROI zentriert
sind. Sodann kann die Trefferlisteninformation wiederverwen
det werden, um die Datenumsetzungen für jeden lokalen ROI zu
unterstützen. Obowhl man denken könnte, das es am besten sei,
die Rekonstruktionsverarbeitung so einzustellen, daß man auf
die Verarbeitung der Meßdaten zur Erzeugung des kleinsten der
lokalen ROIs abzielt, wie in Verbindung mit Fig. 8 gezeigt,
kann dies nicht die wirksamste Verwirklichung sein.
Vor der Diskussion der Fig. 8 wird bemerkt, daß ein einfacher
und geradliniger Weg zur Definierung von ROIs mit der Geome
trie der Spirale eine Annäherung anwendet. Das heißt, man
kann die Projektion der Spirale in der ϕ-Ebene (eine Cosinus
funktion) durch gerade Linien annähern, die dann als obere
und untere Grenze des lokalen ROIs verwendet werden. Obwohl
eine Annäherung angewendet wird, ist die Annäherung für die
Geometrie eines medizinischen Standardscanners, wie einer in
Fig. 3 gezeigt ist, höchst genau. Ferner steigt die Genauig
keit mit der Verkleinerung der Größe des Objekts.
Fig. 8 zeigt, wie ein Satz von lokalen 2D ROIs in Gruppen
zusammengefaßt werden kann, um Information entsprechend einem
globalen ROI zu ermitteln. Es ist zu bemerken, daß die Größe
des lokalen ROIs nicht die kleinste, sondern die drittklein
ste in Fig. 7 gezeigte ist und einen Satz von drei der klein
sten lokalen ROIs umfaßt. Jeder Satz von ROIs ist auf einem
Satz von ϕ-Ebenen definiert, wo ϕ im Bereich von 0° ≦ f < 180°
ist, wobei drei ϕ-Ebenen unter ϕ = 0°, ϕ = 90° und f = 179° darge
stellt sind. Zusammen überdecken die Sätze von lokalen ROIs
über die 180° der ϕ-Ebenen einen gemeinsamen Bereich in der
z-Richtung des Übergangsraums. Innerhalb dieses Bereichs, in
dunklem Grau dargestellt, kann das Objekt unter Anwendung des
zweistufigen Verfahrens rekonstruiert werden, das in Verbin
dung mit Fig. 4 erläutert wurde.
Fig. 9 zeigt, wie man die Länge der 2D-Projektion des Ob
jekts ausdehnen kann, indem drei lokale ROIs auf einer
ϕ-Ebene zusammengesetzt werden. Wenn die an den ROI-Grenzen
rekonstruierten Daten erzeugte Fehler (artifacts) zeigen,
kann man die lokalen ROIs überlappen und nur die Mittelab
schnitte jedes ROI verwenden, um eine bessere Bildqualität zu
erzielen.
Zusammenfassend ermöglicht die Erfindung die stückweise
Rekonstruktion des Objekts aufgrund der stückweisen Rekon
struktion der Parallelprojektionen des Objekts. Diese Stücke
der Parallelprojektionen des Objekts werden als lokale ROIs
bezeichnet und werden aus entsprechenden Teilsätzen von
Radondaten rekonstruiert. Im Gegensatz dazu hatte man früher
das vollständige Objekt abzutasten, seine komplette globale
Radontransformation zu erhalten und erst dann den nächsten
Rekonstruktionsschritt zu beginnen. Stückweise Bildrekon
struktion gemäß der Erfindung ist hilfreich (z. B. für einen
Arzt in einer medizinischen Umgebung), da sie einen schnelle
ren Zugang zu Teilen des Objekts ergibt und eine schnellere
Untersuchung dieser Abschnitte ermöglicht, die von grundle
gender Wichtigkeit sind.
Die Unterteilung der gesamten Rekonstruktionsaufgabe verrin
gert auch die erforderliche Größe des Computerspeichers. Es
besteht keinerlei Bedürfnis mehr, einen großen Radonraum für
irgendeine Berechnung im Speicher zu halten. Auch die Größe
der Trefferliste nimmt ab, wenn die Größe des lokalen ROI
abnimmt.
Zusammen sind diese Vorteile sehr bedeutend für eine prakti
sche Verwirklichung des exakten Konusbündel-Rekonstruktions
algorithmus.
So ist hier ein neues Verfahren und eine neue Vorrichtung
gezeigt und beschrieben worden, um eine exakte Bildrekon
struktionsverarbeitung in einer Konusbündel-CT-Abbildungsvor
richtung stark zu beschleunigen. Viele Änderungen, Modifika
tionen, Variationen und andere Verwendungen und Anwendungen
der Erfindung werden jedoch dem Fachmann nach dem Durchdenken
dieser Beschreibung und der Figuren, die eine bevorzugte
Ausführungsform derselben darstellen, offensichtlich sein.
Beispielsweise können statt eines konusförmigen Strahlungs
bündels anders geformte Volumina verwendet werden, z. B.
pyramidale. Ferner kann das Trefferlistenverfahren zum Um
setzen der Meßdaten in Radoridaten abgeändert werden, wie es
in der US-Patentanmeldung Ser. No. 07/994 605 "FAST CONE BEAM
IMAGE RECONSTRUCTION USING A DETECTOR WEIGHT LIST", einge
reicht am 19. Dezember 1997, beschrieben ist. Insbesondere
werden für jedes Bit der erfaßten Meßdaten (d. h. für jedes
Bildelement der 2D-Detektormatrix in jeder Meßstellung der
Detektor-Quellenanordnung) Gewichtungsfaktoren, die die
Verteilung dieses Bit von Pixelmaßdaten auf Samples des
Radialderivats der 3D-Radontransformation bestimmen, vorbe
rechnet und gespeichert. Diese Gewichtungsfaktoren stellen
im wesentlichen die Punktausbreitungsfunktion zwischen dem
Detektorraum und dem 3D-Radonraum dar. Die vorberechneten
Pixelgewichtungen sind in der Weise organisiert, die man als
"Detektorgewichtungsliste" bezeichnet. Die vorberechneten
Gewichtungen der Detektorgewichtungsliste sind in einer
Datenbasis gespeichert, welche während des Laufzeitbetriebes
der Vorrichtung verwendet wird, um Gewichtungsfaktoren zu
liefern, die mit Meßdaten multipliziert werden, die durch die
Detektorpixels erfaßt werden, um schnell und einfach die
Mehrfachteilsätze 1,1 bis M,N der Radondaten zu erzeugen.
Claims (27)
1. Verfahren zum Betreiben einer CT-Abbildungsvorrichtung
mit einer Konusbündel-Strahlungsquelle und einer 2D-De
tektoranordnung zum Rekonstruieren eines Bildes eines
interessierenden 3D-Bereichs (region-of-interest bzw.
ROI) eines Objekts, gekennzeichnet durch die folgenden
Schritte:
Betätigen der Quellen- und Detektoranordnung in ei ner Anzahl von Quellenstellungen längs einer Abtastbahn, welche den interessierenden Bereich im Objekt umfaßt, um einen Satz von Meßdaten in jeder der Quellenstellungen zu erfassen, der einer vom Objekt verursachten Strah lungsschwächung entspricht, wenn die Strahlungsquelle und die Detektoranordnung längs der Abtastbahn betätigt werden;
Umsetzungsverarbeitung der erfaßten Meßdaten zur Er zeugung von mehrfachen Teilsätzen (sub-sets) von Radon daten, wobei jeder der Teilsätze zum Rekonstruieren eines entsprechenden lokalen 2D ROI in einer 2D-Paral lelprojektion des Objekts dient; und
Radon-Inversionsverarbeitung einer Vielzahl der Teilsätze, die zu Gruppen zusammengefaßt werden, um eine Bildrekonstruktion eines Teils des 3D ROIs im Objekt zu erzeugen.
Betätigen der Quellen- und Detektoranordnung in ei ner Anzahl von Quellenstellungen längs einer Abtastbahn, welche den interessierenden Bereich im Objekt umfaßt, um einen Satz von Meßdaten in jeder der Quellenstellungen zu erfassen, der einer vom Objekt verursachten Strah lungsschwächung entspricht, wenn die Strahlungsquelle und die Detektoranordnung längs der Abtastbahn betätigt werden;
Umsetzungsverarbeitung der erfaßten Meßdaten zur Er zeugung von mehrfachen Teilsätzen (sub-sets) von Radon daten, wobei jeder der Teilsätze zum Rekonstruieren eines entsprechenden lokalen 2D ROI in einer 2D-Paral lelprojektion des Objekts dient; und
Radon-Inversionsverarbeitung einer Vielzahl der Teilsätze, die zu Gruppen zusammengefaßt werden, um eine Bildrekonstruktion eines Teils des 3D ROIs im Objekt zu erzeugen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Umsetzungsverarbeitung die Teilsätze von Radondaten
in einem durch Proben erfaßten (sampled) sphärischen
Radonraum erzeugt, der durch eine Anzahl von koaxialen
ϕ-Ebenen unterteilt ist, und jeder der erfaßten lokalen
2D ROIs einen Bereich auf einer gegebenen ϕ-Ebene auf
weist, der durch eine 2D-Parallelprojektion des Objekts
auf die gegebene ϕ-Ebene definiert ist und eine obere
und untere Grenze aufweist, die durch eine 2D-Parallel
projektion der Abtastbahn bestimmt werden, die das
Objekt durchschneidet und auf eine gegebene ϕ-Ebene
fällt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß der Radoninversions-Verarbeitungsschritt einen
ersten und zweiten Inversionsverarbeitungsschritt um
faßt, wobei der erste Schritt die lokalen 2D ROIs er
zeugt und der zweite Schritt stückweise die Teilbildre
konstruktion des Objekts erzeugt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der erste Inversionsverarbeitungsschritt die Verarbei
tung eines Teils der Radondaten zur Erzeugung eines
2D-Bildes auf einem Bildgitter (z, r') eines Übergangs
raumes (r', ϕ, z) umfaßt, und daß, nachdem eine Anzahl von
lokalen 2D ROIs auf einer Mehrzahl von ϕ-Ebenen dem
ersten Inversionsverarbeitungsschritt unterworfen worden
ist, um wenigstens eine z-Ebene der Bilddaten in dem
Übergangsraum ausreichend aufzufüllen, wenigstens eine
z-Ebene der Bilddaten einem zweiten Inversionsverarbei
tungsschritt unterworfen wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Umsetzungsverarbeitungs
schritt die Verwendung einer Datenbasis der vorberechne
ten Bildverarbeitungsinformation umfaßt, die kenn
zeichnet, welche der erfaßten Meßdaten verarbeitet
werden sollte, um Radondaten für die lokalen 2D ROIs zu
erzeugen.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Umsetzungsverarbeitungsschritt die Verwendung der
Datenbasisinformation ümfaßt, um auch zu kennzeichnen,
wie die erfaßten Meßdaten verarbeitet werden sollen, um
Radondaten für die Erzeugung der lokalen 2D ROIs zu
erzeugen.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeich
net, daß der Umsetzungsverarbeitungsschritt die Verwen
dung der Datenbasisinformation als eine Liste von Detek
torgewichtungsfaktoren zur direkten Erzeugung der Radon
daten in einem Trägerbereich für die lokalen 2D ROIs in
jeder der Mehrzahl von ϕ-Ebenen durch Multiplikation der
erfaßten Meßdaten mit den Detektorgewichtungsfaktoren
umfaßt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Umsetzungsverarbeitungsschritt
die Verwendung der Datenbasisinformation in einer rela
tiven Weise umfaßt, so daß sie zum Berechnen von Teil
sätzen von Radondaten für die lokalen 2D ROIs in einer
Mehrzahl der ϕ-Ebenen wiederverwendbar ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Umsetzungsverarbeitungsschritt
die Verwendung der Datenbasisinformation zum Berechnen
des Radondatenteilsatzes für die Erzeugung eines lokalen
2D ROI in einer der ϕ-Ebenen und sodann die Wiederver
wendung der Datenbasisinformation zum Berechnen mehrfa
cher Teilsätze der Radondaten für die Erzeugung der
lokalen 2D ROIs in einer Anzahl aus der Mehrzahl von
ϕ-Ebenen umfaßt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Umsetzungsverarbeitungsschritt
die Verwendung der Datenbasisinformation, die zur Erzeu
gung eines lokalen 2D ROI in einer der ϕ-Ebenen brauch
bar ist, zum Berechnen der Radondaten für aufeinander
folgende benachbarte lokale 2D ROIs in der einen ϕ-Ebene
umfaßt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der erste und zweite Inversions
schritt jeweils einen filtrierten Rückprojektionsschritt
umfassen.
12. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Radoninversionsverarbei
tung einen ersten Schritt umfaßt, der einen lokalen 2D
ROI auf jeder der ϕ-Ebenen erzeugt, die einen Teilbe
reich enthält, welcher einen gemeinsamen Teil einer
Mehrzahl der ϕ-Ebenen überspannt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Teilbereiche der lokalen 2D ROIs, die einen gemein
samen Teil der ϕ-Ebenen überspannen, in Gruppen zusam
mengefaßt und einem zweiten Inversionsverarbeitungs
schritt zur Erzeugung einer stückweisen ebenen Bildre
konstruktion des Objekts unterworfen werden.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeich
net, daß der erste Inversionsverarbeitungsschritt eine
Anzahl von lokalen 2D ROIs erzeugt, die auf einer gege
benen ϕ-Ebene einander benachbart sind.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
der erste Inversionsverarbeitungsschritt die benachbar
ten lokalen 2D ROIs erzeugt, so daß sie auf einer gege
benen ϕ-Ebene in einer überlappenden Weise angeordnet
sind, und daß nur ein Mittelabschnitt jedes lokalen 2D
ROI dem zweiten Inversionsverarbeitungsschritt unterwor
fen wird, um das Auftreten von künstlich erzeugten
Fehlern (artifacts) zu reduzieren, die sich ergeben
können, wenn Teile jedes lokalen 2D ROI, die nahe seiner
oberen und unteren Grenze liegen, dem zweiten Inver
sionsverarbeitungsschritt unterworfen werden.
16. Abtast- und Datenerfassungsvorrichtung für die dreidi
mensionale (3D) computerisierte Tomografie(CT)-Abbildung
eines interessierenden Bereichs (ROI) in einem Objekt,
gekennzeichnet durch
eine Energiequelle zum Aussenden von Energie in Form eines Konusbündels;
einen Bereichsdetektor zum Erfassen von Konusbündel energie nach Schwächung infolge Durchgang durch ein abzubildendes Objekt als Meßdaten;
einen Manipulator zum beweglichen Einstellen der Quelle und des Detektors längs einer Abtastbahn bezüg lich des Objekts, um eine Bestrahlung des Objekts durch die Quelle in einer Vielzahl von Quellenstellungen längs der Abtastbahn um das Objekt zu bewirken, wobei der Detektor einen entsprechenden Satz von Meßdaten in jeder Quellenstellung erfaßt;
eine Steuereinrichtung zum Definieren der Abtastbahn als Mehrzahl von Stellungen auf einer das Objekt umfas senden vorbestimmten geometrischen Fläche, wobei jede aus einer Mehrzahl von Ebenen, die durch das Objekt gehen und die Abtastbahn in wenigstens einem Punkt sowie den Flächendetektor schneiden, für die Berechnung von Radondaten bei einem gegebenen aus einer Mehrzahl von Radonsamples brauchbar ist;
eine Bildrekonstruktions-Verarbeitungseinrichtung mit einer Einrichtung zum Berechnen von Radondaten für jedes der Radonsamples durch Verarbeiten einer Vielzahl der Sätze von Meßdaten für die Erzeugung von Bilddaten; und
eine Displayeinrichtung, die auf die Bilddaten an spricht, um ein rekonstruiertes Bild des Objekts darzustellen;
wobei die Bildrekonstruktions-Verarbeitungseinrich tung aufweist:
einen Umsetzungsprocessor zum Verarbeiten der er faßten Meßdaten, um eine Vielzahl von Teilsätzen von Radondaten zu erzeugen, wobei jeder der Teilsätze zum Rekonstruieren eines entsprechenden lokalen 2D ROI in einer 2D-Parallelprojektion des Objekts dient, und
einen Radon-Inversionsprocessor zum Verarbeiten ei ner Vielzahl der Teilsätze, die in Gruppen zusammenge faßt sind, um eine Bildrekonstruktion eines Teils des ROI im Objekt zu erzeugen.
eine Energiequelle zum Aussenden von Energie in Form eines Konusbündels;
einen Bereichsdetektor zum Erfassen von Konusbündel energie nach Schwächung infolge Durchgang durch ein abzubildendes Objekt als Meßdaten;
einen Manipulator zum beweglichen Einstellen der Quelle und des Detektors längs einer Abtastbahn bezüg lich des Objekts, um eine Bestrahlung des Objekts durch die Quelle in einer Vielzahl von Quellenstellungen längs der Abtastbahn um das Objekt zu bewirken, wobei der Detektor einen entsprechenden Satz von Meßdaten in jeder Quellenstellung erfaßt;
eine Steuereinrichtung zum Definieren der Abtastbahn als Mehrzahl von Stellungen auf einer das Objekt umfas senden vorbestimmten geometrischen Fläche, wobei jede aus einer Mehrzahl von Ebenen, die durch das Objekt gehen und die Abtastbahn in wenigstens einem Punkt sowie den Flächendetektor schneiden, für die Berechnung von Radondaten bei einem gegebenen aus einer Mehrzahl von Radonsamples brauchbar ist;
eine Bildrekonstruktions-Verarbeitungseinrichtung mit einer Einrichtung zum Berechnen von Radondaten für jedes der Radonsamples durch Verarbeiten einer Vielzahl der Sätze von Meßdaten für die Erzeugung von Bilddaten; und
eine Displayeinrichtung, die auf die Bilddaten an spricht, um ein rekonstruiertes Bild des Objekts darzustellen;
wobei die Bildrekonstruktions-Verarbeitungseinrich tung aufweist:
einen Umsetzungsprocessor zum Verarbeiten der er faßten Meßdaten, um eine Vielzahl von Teilsätzen von Radondaten zu erzeugen, wobei jeder der Teilsätze zum Rekonstruieren eines entsprechenden lokalen 2D ROI in einer 2D-Parallelprojektion des Objekts dient, und
einen Radon-Inversionsprocessor zum Verarbeiten ei ner Vielzahl der Teilsätze, die in Gruppen zusammenge faßt sind, um eine Bildrekonstruktion eines Teils des ROI im Objekt zu erzeugen.
17. Abtast- und Datenerfassungsvorrichtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, daß der Umsetzungsprocessor die
Teilsätze von Radondaten in einem abgetasteten sphäri
schen Radonraum erzeugt, der durch eine Anzahl von
koaxialen ϕ-Ebenen unterteilt ist, wobei jede der er
faßten lokalen 2D ROIs einen Bereich auf einer gegebenen
ϕ-Ebene aufweist, der durch eine 2D-Parallelprojektion
des Objekts auf die gegebene ϕ-Ebene definiert ist und
eine obere und untere Grenze besitzt, die durch eine
2D-Parallelprojektion der Abtastbahn bestimmt ist,
welche das Objekt durchschneidet und auf die gegebene
ϕ-Ebene fällt.
18. Abtast- und Datenerfassungsvorrichtung nach Anspruch 16
oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Radon-Inver
sionsprocessor einen ersten Inversionsprocessor zur
Erzeugung der lokalen 2D ROIs und einen zweiten Inver
sionsprozessor zum Verarbeiten von Gruppen der lokalen
2D ROIs umfaßt, um eine stückweise ebene Bildrekonstruk
tion des Objekts zu erzeugen.
19. Abtast- und Datenerfassungsvorrichtung nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste Inversionsproces
sor einen Teil der Radondaten so verarbeitet, daß ein
2D-Bild eines Bildgitters (z, r') eines Übergangsraumes
(r', ϕ, z) erzeugt wird, und nachdem eine Anzahl von
lokalen 2D ROIs auf einer Mehrzahl von ϕ-Ebenen entwi
ckelt worden ist, die ausreichen, um wenigstens eine
z-Ebene von Bilddaten in dem Übergangsraum aufzufüllen,
der zweite Inversionsprocessor die wenigstens eine
z-Ebene der Bilddaten verarbeitet, um eine ebene Bildre
konstruktion des Objekts zu erzeugen.
20. Abtast- und Datenerfassungsvorrichtung nach einem der
Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der
Umsetzungsprocessor eine Datenbasis von vorberechneter
Bildverarbeitungsinformation enthält, die kennzeichnet,
welche der erfaßten Meßdaten verarbeitet werden sollte,
um Radondaten für die lokalen 2D ROIs zu erzeugen.
21. Abtast- und Datenerfassungsvorrichtung nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, daß die Datenbasisinformation
kennzeichnet, wie die erfaßten Meßdaten verarbeitet
werden sollten, um Radondaten zur Erzeugung der lokalen
2D ROIs zu erzeugen.
22. Abtast- und Datenerfassungsvorrichtung nach Anspruch 20
oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenbasisin
formation eine Liste von Detektorgewichtungsfaktoren
ist, die vom Umsetzungsprocessor zur direkten Erzeugung
von Radondaten in einem Trägerbereich für die lokalen 2D
ROIs in jeder aus der Mehrzahl von ϕ-Ebenen durch Multi
plikation der erfaßten Meßdaten mit den Detektorgewich
tungsfaktoren verwendet wird.
23. Abtast- und Datenerfassungsvorrichtung nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, daß die Datenbasisinformation
vom Umsetzungsprocessor in einer relativen Weise zum
Berechnen von Teilsätzen von Radondaten für die lokalen
2D ROIs in einer Mehrzahl der ϕ-Ebenen verwendet wird.
24. Abtast- und Datenerfassungsvorrichtung nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, daß der Umsetzungsprocessor die
Datenbasisinformation zum Berechnen des Radondaten-Teil
satzes zur Erzeugung eines lokalen 2D ROI in einer der
ϕ-Ebenen verwendet, und sodann die Datenbasisinformation
zur Berechnung einer Vielzahl von Teilsätzen der Radon
daten für die Erzeugung der lokalen 2D ROIs in einer
Anzahl aus der Mehrzahl von ϕ-Ebenen wiederverwendet.
25. Abtast- und Datenerfassungsvorrichtung nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet, daß der Umsetzungsprocessor die
Datenbasisinformation zur Erzeugung eines lokalen 2D ROI
in einer der ϕ-Ebenen verwendet und sodann dieselbe zur
Berechnung der Radondaten für aufeinanderfolgende be
nachbarte lokale 2D ROIs in der einen ϕ-Ebene wiederver
wendet.
26. Abtast- und Datenerfassungsvorrichtung nach einem der
Ansprüche 18 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß der
erste Inversionsprocessor einen lokalen 2D ROI auf jeder
der ϕ-Ebenen erzeugt, die einen Teilbereich enthält,
welcher einen gemeinsamen Teil einer Mehrzahl der ϕ-Ebe
nen überspannt.
27. Abtast- und Datenerfassungsvorrichtung nach Anspruch 26,
dadurch gekennzeichnet, daß die Teilbereiche der lokalen
2D ROIs, welche einen gemeinsamen Teil der ϕ-Ebenen
überspannen, durch einen zweiten Inversionsprocessor zur
Erzeugung einer stückweisen ebenen Bildrekonstruktion
des Objekts in Gruppen zusammengefaßt sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US09/052,415 US6009142A (en) | 1998-03-31 | 1998-03-31 | Practical cone beam image reconstruction using local regions-of-interest |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19914296A1 true DE19914296A1 (de) | 1999-10-07 |
Family
ID=21977474
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914296A Withdrawn DE19914296A1 (de) | 1998-03-31 | 1999-03-29 | Praktische Konusbündel-Bildrekonstruktion mit Verwendung von lokalen interessierenden Bereichen |
Country Status (3)
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