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DE102008025946B3 - Verfahren zur Aufnahme eines Röntgenbildes - Google Patents

Verfahren zur Aufnahme eines Röntgenbildes Download PDF

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Abstract

Verfahren zur Aufnahme eines Röntgenbildes eines Untersuchungsbereichs mit einer Röntgenquelle (10) und einem Röntgendetektor (11), dessen Detektorfläche (12) kleiner ist als der aufzunehmende Untersuchungsbereich, mit folgenden Schritten: a. Kontinuierliche Bewegung der Röntgenquelle (10) bei unbewegtem Röntgendetektor (11) parallel zur Detektorfläche (12) derart, dass ein schlitzförmig eingeblendetes Röntgenstrahlenbündel (16) scanartig über den Röntgendetektor (11) bewegt wird, wobei der jeweils durch das schlitzförmig eingeblendete Röntgenstrahlenbündel (16) bestrahlte Bereich kleiner als die Detektorfläche (12) ist, b. Auslesen eines Einzelbildes aus dem Röntgendetektor (11), c. Bewegung des Röntgendetektors (11) parallel zu seiner Detektorfläche (12) bei unbewegter Röntgenquelle (10) in eine geänderte Detektorposition, wobei während der Bewegung des Röntgendetektors (11) keine Röntgenstrahlung auf den Untersuchungsbereich appliziert wird, d. Wiederholung der Schritte a bis c mindestens einmal bis der Untersuchungsbereich vollständig aufgenommen ist, e. Zusammensetzen eines Röntgenbildes aus den Einzelbildern.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufnahme eines Röntgenbildes eines Untersuchungsbereichs mit einer Röntgenquelle und einem Röntgendetektor gemäß dem Patentanspruch 1.
  • In der röntgenbasierten medizinischen Bildgebung werden häufig großflächige zweidimensionale Röntgenaufnahmen zur Diagnose benötigt, zum Beispiel ein vollständiges Bild eines Beins eines Patienten oder einer Wirbelsäule. Übliche Röntgendetektoren sind für solche Applikationen deutlich zu klein, da die Größe der Detektorfläche nicht über 43 × 43 Quadratzentimeter hinausgeht. Um großflächigere Röntgenbilder zu erzeugen, müssen also mehrere Einzelröntgenbilder erstellt und zusammengefügt werden.
  • Aus dem Stand der Technik sind zwei Verfahren bekannt, um derartige großflächige Röntgenbilder zu erzeugen: Nach einem ersten Verfahren, prinzipiell in 2 gezeigt, werden mehrere Einzelröntgenbilder nacheinander aufgenommen, wobei der Röntgendetektor nach jedem Einzelröntgenbild parallel verschoben und dazu die Röntgenquelle gekippt wird. Nach dem zweiten Verfahren, prinzipiell in 3 gezeigt, außerdem aus der Offenlegungsschrift DE 102 44 609 A1 bekannt, werden mehrere Einzelröntgenbilder nacheinander aufgenommen, wobei der Röntgendetektor und die Röntgenquelle nach jedem Einzelröntgenbild synchron verschoben werden, so dass ihre Relativposition gleich bleibt.
  • Das erste Verfahren hat jedoch den Nachteil, dass unterschiedliche Projektionswinkel auftreten, während das zweite Verfahren den Nachteil hat, dass sich zwischen den Nahtstellen der Einzelröntgenbilder Abbildungsfehler durch den Parallaxen-Effekt ergeben, wenn die Einzelröntgenbilder zu einem Röntgenbild zusammengefügt werden.
  • Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Aufnahme eines Röntgenbildes eines großen Untersuchungsbereichs bereitzustellen, welches sowohl die Vermeidung von Schrägprojektionen als auch die Vermeidung von Abbildungsfehlern an Nahtstellen von Einzelröntgenbildern beim Zusammenfügen ermöglicht.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zur Aufnahme eines Röntgenbildes eines Untersuchungsbereichs mit einer Röntgenquelle und einem Röntgendetektor gemäß dem Patentanspruch 1; vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind jeweils Gegenstand der zugehörigen Unteransprüche 2 bis 9.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Aufnahme eines Röntgenbildes eines Untersuchungsbereichs mit einer Röntgenquelle und einem Röntgendetektor, wobei die Detektorfläche kleiner ist als der aufzunehmende Untersuchungsbereich, sind folgende Schritte vorgesehen:
    • a. Kontinuierliche Bewegung der Röntgenquelle bei unbewegtem Röntgendetektor parallel zur Detektorfläche derart, dass ein schlitzförmig eingeblendetes Röntgenstrahlenbündel scanartig über den Röntgendetektor bewegt wird, wobei der jeweils durch das schlitzförmig eingeblendete Röntgenstrahlenbündel bestrahlte Bereich kleiner als die Detektorfläche ist,
    • b. Auslesen eines Einzelbildes aus dem Röntgendetektor,
    • c. Bewegung des Röntgendetektors parallel zu seiner Detektorfläche bei unbewegter Röntgenquelle in eine geänderte Detektorposition, wobei während der Bewegung des Röntgendetektors keine Röntgenstrahlung auf den Untersuchungsbereich appliziert wird,
    • d. Wiederholung der Schritte a bis c mindestens einmal bis der Untersuchungsbereich vollständig aufgenommen ist,
    • e. Zusammensetzen eines Röntgenbildes aus den Einzelbildern.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden Schrägprojektionen dadurch verhindert, dass die Röntgenquelle kontinuierlich pa rallel zur Detektorfläche bewegt wird und dabei ein schlitzförmiges Röntgenstrahlenbündel insbesondere senkrecht über den Röntgendetektor gescannt wird. Dadurch werden die Nachteile von Schrägprojektionen, z. B. eine verminderte Bildqualität oder zumindest Qualitätsunterschiede zwischen verschiedenen Bereichen eines Röntgenbildes, vermieden. Durch das schlitzförmige Röntgenstrahlenbündel wird außerdem der Parallaxen-Effekt und die dadurch entstehenden Abbildungsfehler beim Zusammenfügen der Einzelröntgenbilder an den Nahtstellen verhindert. Durch die Bewegung des Röntgendetektors nach einem vollständigen Abscannen der Detektorfläche wird die Gesamtfläche des Röntgenbildes jeweils um eine Detektorfläche erweitert. Es können beliebig viele Einzelbilder erstellt und auf einfache Weise fehlerfrei aneinander gefügt werden. Das erfindungsgemäße Verfahren besitzt außerdem den Vorteil, dass ein sehr kleiner Abstand zwischen der Röntgenquelle und dem Röntgendetektor gewählt werden kann ohne dadurch eine Verzerrung des Röntgenbildes zu erhalten.
  • Während der Bewegung des Röntgendetektors wird keine Röntgenstrahlung auf den Untersuchungsbereich appliziert. Dies kann einerseits dadurch erzielt werden, dass die Röntgenquelle ausgeschaltet wird oder dadurch dass eine Blende den Untersuchungsbereich vollständig von der Röntgenstrahlung abschirmt. Hierdurch wird verhindert, dass der Patient einer unnötig hohen Strahlungsdosis ausgesetzt wird.
  • Vorteilhafterweise für eine vollständige Ausnutzung der Detektorfläche wird die kontinuierliche Bewegung der Röntgenquelle jeweils derart ausgeführt, dass das schlitzförmige Röntgenstrahlenbündel von einem Rand der Detektorfläche zum gegenüberliegenden Rand, also über die gesamte Detektorfläche, bewegt wird.
  • Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung erfolgen das Auslesen des jeweiligen Einzelbildes und die Bewegung des Röntgendetektors in eine geänderte Detektorposition gleich zeitig, so dass bei Erreichen der geänderten Detektorposition der Röntgendetektor bereits wieder belichtet werden kann. Hierdurch kann die gesamte Aufnahme des Röntgenbildes Zeit sparend und zügig durchgeführt werden.
  • Um ein zusammenhängendes Röntgenbild zu erhalten und Lücken zu vermeiden, wird bei der Bewegung des Röntgendetektors dieser so bewegt, dass die Detektorfläche bei der geänderten Detektorposition und die Detektorfläche bei der jeweils vorherigen Detektorposition eine zusammenhängende Fläche bilden. Um gleichzeitig die gesamte Detektorfläche auszunutzen, wird bei der Bewegung des Röntgendetektors dieser um im Wesentlichen eine Detektorlänge bewegt. Andererseits kann natürlich auch vorgesehen sein, den Röntgendetektor um weniger als eine Detektorlänge zu bewegen, um Überlappungsbereiche zur einfacheren Zusammenfügung der Einzelröntgenbilder zu erhalten.
  • Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird eine Blende oder ein Kollimator zur Formung des schlitzförmigen Röntgenstrahlenbündels verwendet. Die Blende kann dabei aus mehreren Blendenelementen bestehen.
  • Um Streustrahlung zu vermeiden und das Bild zu verbessern werden während der Bewegung des schlitzförmigen Röntgenstrahlenbündels über den Röntgendetektor jeweils nicht bestrahlte Bereiche der Detektorfläche inaktiv geschaltet. Eine zusätzliche Streustrahlenunterdrückung kann dadurch erzielt werden dass ein Streustrahlenraster synchron zu dem schlitzförmigen Röntgenstrahlenbündel über den Röntgendetektor bewegt wird.
  • Ein für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besonders geeignetes Röntgengerät weist eine Röntgenquelle und einen Röntgendetektor, welche beide parallel zur Detektorfläche des Röntgendetektors bewegbar ansteuerbar sind, eine Blende zur Formung eines schlitzförmigen Röntgenstrahlenbündels aus einem von der Röntgenquelle erzeugten Röntgenstrahl, eine Bildverarbeitungseinrichtung zur Erzeugung von Röntgenbildern anhand von aufgenommenen Bilddaten, und eine Steue rungseinrichtung zur Ansteuerung der Röntgenquelle und des Röntgendetektors auf.
  • Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen gemäß Merkmalen der Unteransprüche werden im Folgenden anhand schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele in der Zeichnung näher erläutert, ohne dass dadurch eine Beschränkung der Erfindung auf diese Ausführungsbeispiele erfolgt; es zeigen:
  • 1 eine Ansicht eines Aufbaus zur Aufnahme eines normal großen Untersuchungsbereichs nach dem Stand der Technik;
  • 2 eine Ansicht eines Aufnahmeprinzips für große Untersuchungsbereiche nach dem Stand der Technik;
  • 3 eine Ansicht eines weiteren Aufnahmeprinzips für große Untersuchungsbereiche nach dem Stand der Technik;
  • 4 eine Abfolge der Schritte eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Aufnahme von großen Untersuchungsbereichen;
  • 5 eine Ansicht des Aufnahmeprinzips des erfindungsgemäßen Verfahrens für große Untersuchungsbereiche;
  • 6 eine prinzipielle Ansicht eines Röntgengerätes.
  • In der 1 ist ein prinzipieller Aufbau einer Röntgenbildaufnahmevorrichtung nach dem Stand der Technik gezeigt. Eine Röntgenquelle 10 sendet Röntgenstrahlung aus, welche durch eine Blende 15 zu einem kegelförmigen Röntgenstrahl 13 geformt wird. Der Röntgenstrahl 13 durchstrahlt ein Untersuchungsobjekt 14 und trifft anschließend auf der röntgensensitiven Detektorfläche 12 eines Röntgendetektors 11 auf. Handelt es sich bei dem Röntgendetektor 11 um einen digitalen Röntgendetektor, so muss dieser für die Aufnahme aktiv ge schaltet sein. Die auftreffende Röntgenstrahlung wird auf direktem oder indirektem Wege in elektrische Ladungen umgewandelt, aus dem Röntgendetektor ausgelesen, als Röntgenbild gespeichert und kann dann z. B. an einem Monitor dargestellt werden.
  • In der 2 ist, wie bereits beschrieben, ein Verfahren zur Aufnahme eines großen Untersuchungsbereichs nach dem Stand der Technik gezeigt. Die Röntgenquelle 10 befindet sich bei diesem Verfahren für alle Aufnahmen von Einzelröntgenbildern an derselben Stelle, wird jedoch für jedes Einzelröntgenbild individuell gekippt. In einer ersten Phase I wird ein erstes Einzelröntgenbild aufgenommen, wobei die Röntgenquelle 10 aus ihrer Position derart gekippt wird, dass sie die Detektorfläche 12 des Röntgendetektors 11 vollständig bestrahlt. Nach dem Auslesen wird in einer zweiten Phase II der Röntgendetektor 11 parallel zu seiner Detektorfläche verschoben und dazu die Röntgenquelle so gekippt, dass sie wiederum die Detektorfläche 12 des Röntgendetektors 11 vollständig bestrahlt. Auch hier wird ein Einzelröntgenbild aufgenommen und ausgelesen. Wiederum anschließend wird in einer dritten Phase III der Röntgendetektor 11 nochmals verschoben und die Röntgenquelle 10 gekippt. Es wird ein weiteres Einzelröntgenbild aufgenommen und ausgelesen. Am Ende des Verfahrens werden die Einzelröntgenbilder zusammengefügt. Das Problem dieses bekannten Verfahrens liegt darin, dass, wie zum Beispiel bei der Phase I und III zu erkennen ist, starke Schrägprojektionen die Einzelröntgenbilder teilweise verzerren, insbesondere wenn die Röntgenquelle und der Röntgendetektor relativ nahe zueinander angeordnet sind.
  • In der 3 ist ein weiteres Verfahren zur Aufnahme eines großen Untersuchungsbereichs nach dem Stand der Technik gezeigt. Bei diesem Verfahren bleibt die Relativposition zwischen der Röntgenquelle 10 und dem Röntgendetektor 11 für alle Einzelröntgenbilder gleich. Der Röntgenstrahl 13 der Röntgenquelle 10 bestrahlt die Detektorfläche 12 vollständig. In einer ersten Phase I wird ein Einzelröntgenbild aufgenommen und ausgelesen, anschließend werden Röntgenquelle 10 und Röntgendetektor 11 gemeinsam verschoben, so dass in einer zweiten Phase II ein weiteres Einzelröntgenbilder aufgenommen und ausgelesen werden kann. Danach wird wiederum das Aufnahmesystem verschoben um in einer dritten Phase III ein weiteres Einzelröntgenbild aufzunehmen und auszulesen. Am Ende des Verfahrens werden die Einzelröntgenbilder zusammengefügt. Der Nachteil dieses bekannten Verfahrens liegt darin, dass beim zusammenfügen der Einzelröntgenbilder an den Nahtstellen durch den Parallaxen-Effekt Abbildungsfehler entstehen. Natürlich können bei allen Verfahren auch nur zwei oder mehr als drei Einzelröntgenbilder angefertigt werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren vermeidet alle Probleme aus dem Stand der Technik. Die beiden 4 und 5 zeigen das erfindungsgemäße Verfahren zur Aufnahme großer Untersuchungsbereiche einerseits als Schrittfolge (4) und andererseits als Aufnahmeprinzip (5). Zuerst werden Röntgendetektor 11 und Röntgenquelle 10 in ihre Ausgangsposition gebracht (Schritt 30), wobei hierfür aus der Röntgenstrahlung zum Beispiel mittels einer Blende (nicht gezeigt) ein schlitzförmiges Röntgenstrahlenbündel 16 eingeblendet wird. Die Röntgenquelle 10 wird derart positioniert, dass das schlitzförmige Röntgenstrahlenbündel 16 senkrecht auf die Detektorfläche 12 des Röntgendetektors 11 auftrifft.
  • Um die gesamte Detektorfläche 12 ausnutzen zu können, bietet es sich an, dass das schlitzförmige Röntgenstrahlenbündel 16 mit dem Rand der Detektorfläche 12 bündig abschließt. Die Ausgangsposition ist in der 5 mittels einer durchgezogenen Linie gezeigt. Ausgehend von der Ausgangsposition wird anschließend die Röntgenquelle 10 beziehungsweise das schlitzförmige Röntgenstrahlenbündel 16 scanartig über die Detektorfläche 12 des Röntgendetektors 11 bewegt (Schritt 31). Diese Bewegung kann zum Beispiel dadurch erzeugt werden, dass synchron zu der Röntgenquelle 10 die Blende zur Erzeugung des schlitzförmigen Röntgenstrahlenbündels mitbewegt wird. Zusätzlich kann auch ein Streustrahlenraster zur Unter drückung von Streustrahlung synchron mitbewegt werden. Während der Bewegung des schlitzförmigen Röntgenstrahlenbündels über den Röntgendetektor können jeweils nicht bestrahlte Bereiche der Detektorfläche inaktiv geschaltet werden, um Streustrahlung zu vermeiden. Das schlitzförmige Röntgenstrahlenbündel 16 wird vorteilhafterweise solange bewegt, bis es bündig mit dem gegenüberliegenden Rand der Detektorfläche 12 abschließt. Dann wird die Bewegung der Röntgenquelle 10 beziehungsweise des schlitzförmigen Röntgenstrahlenbündels 16 angehalten.
  • Wenn alle Bereiche der Detektorfläche bestrahlt worden sind, werden die erzeugten Bilddaten des ersten Einzelröntgenbildes aus dem Röntgendetektor 11 ausgelesen (Schritt 32). Gleichzeitig mit dem Auslesen der Bilddaten oder nach dem Auslesen wird dann in einem weiteren Schritt der Röntgendetektor 11 parallel zu seiner Detektorfläche 12 und in dieselbe Richtung wie zuvor die Röntgenquelle bewegt (Schritt 33), bis er eine geänderte Position einnimmt. Die geänderte Position kann zum Beispiel derart sein, dass der Rand der Detektorfläche 12 in der ursprünglichen Position mit dem gegenüberliegenden Rand der Detektorfläche 12 in der geänderten Position bündig ist. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass ein Überlapp der Detektorflächen 12 zustande kommt, so dass ein späteres zusammenfügen der Einzelröntgenbilder vereinfacht wird.
  • Wenn der Röntgendetektor 11 seine geänderte Position eingenommen hat, wird wiederum die bei der Bewegung des Röntgendetektors still stehende Röntgenquelle 10 beziehungsweise das schlitzförmige Röntgenstrahlenbündel 16 über die Detektorfläche gescannt (Schritt 31). Anschließend werden wiederum die Bilddaten des zweiten Einzelröntgenbildes ausgelesen. Anschließend wird überprüft, ob der gesamte Untersuchungsbereich bzw. das gesamte Untersuchungsobjekt 14 aufgenommen wurden (Schritt 34). Dies kann sowohl manuell als auch automatisch erfolgen. Ist das Ende des Untersuchungsbereiches erreicht, so wird ein Röntgenbild aus den aufgenommenen Einzel röntgenbildern zusammengesetzt (Schritt 35). Dies wird z. B. mittels einer Bildverarbeitungseinrichtung durchgeführt.
  • Ist jedoch das Ende des Untersuchungsbereiches noch nicht erreicht, so wird wiederum der Röntgendetektor bei stillstehender Röntgenquelle parallel zu seiner Detektorfläche bewegt, bis er eine weitere geänderte Position innehat. Anschließend wird wiederum mittels Scannen ein weiteres Einzelröntgenbild aufgenommen und ausgelesen. Auf diese Art und Weise können beliebig viele Einzelröntgenbilder aufgenommen und ausgelesen werden. Diese können anschließend zu einem großen Röntgenbild des Untersuchungsbereichs zusammengefügt werden.
  • In der 6 ist ein Röntgengerät gezeigt, welches zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet ist. Das Röntgengerät weist einen Röntgendetektor 11 auf, welcher an einem Bodenstativ 18 angeordnet ist und mittels einer Halterung nach oben oder unten bewegt werden kann. Gegenüber dem Röntgendetektor 11 ist eine Röntgenquelle 10 an einem Deckenstativ 17 angeordnet und kann ebenfalls auf und ab bewegt werden. Zwischen der Röntgenquelle 10 und dem Röntgendetektor 11 befindet sich ein Podest 19, auf welchem ein Patient 22 steht.
  • Die Detektorfläche des Röntgendetektors ist zu klein um zum Beispiel ein Bein des Patienten 22 durch ein Einzelröntgenbild abzubilden. Aus diesem Grund besitzt das Röntgengerät eine Steuerungseinrichtung 20, welche das erfindungsgemäße Verfahren ansteuert. Dazu bewegt die Steuerungseinrichtung 20 zuerst die Röntgenquelle 10 nach oben, so dass ein schlitzförmiges Röntgenstrahlenbündel 16 über den Röntgendetektor 11 gescannt wird. Anschließend wird der Röntgendetektor ebenfalls nach oben in eine geänderte Position bewegt, in dieser geänderten Position wird dann wiederum das schlitzförmige Röntgenstrahlenbündel 16 über den Röntgendetektor gescannt. Die dadurch erzeugten Einzelröntgenbilder werden anschließend mittels der Bildverarbeitungseinrichtung 21 zusammengefügt.
  • Die Erfindung dient zur verbesserten Aufnahme von großen Untersuchungsbereichen.
  • Als Untersuchungsbereich wird jeweils derjenige Teil des Untersuchungsobjekts bezeichnet, welcher zusammenhängend aufgenommen werden soll.

Claims (9)

  1. Verfahren zur Aufnahme eines Röntgenbildes eines Untersuchungsbereichs mit einer Röntgenquelle (10) und einem Röntgendetektor (11), dessen Detektorfläche (12) kleiner ist als der aufzunehmende Untersuchungsbereich, mit folgenden Schritten: a. Kontinuierliche Bewegung der Röntgenquelle (10) bei unbewegtem Röntgendetektor (11) parallel zur Detektorfläche (12) derart, dass ein schlitzförmig eingeblendetes Röntgenstrahlenbündel (16) scanartig über den Röntgendetektor (11) bewegt wird, wobei der jeweils durch das schlitzförmig eingeblendete Röntgenstrahlenbündel (16) bestrahlte Bereich kleiner als die Detektorfläche (12) ist, b. Auslesen eines Einzelbildes aus dem Röntgendetektor (11), c. Bewegung des Röntgendetektors (11) parallel zu seiner Detektorfläche (12) bei unbewegter Röntgenquelle (10) in eine geänderte Detektorposition, wobei während der Bewegung des Röntgendetektors (11) keine Röntgenstrahlung auf den Untersuchungsbereich appliziert wird, d. Wiederholung der Schritte a bis c mindestens einmal bis der Untersuchungsbereich vollständig aufgenommen ist, e. Zusammensetzen eines Röntgenbildes aus den Einzelbildern.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die kontinuierliche Bewegung der Röntgenquelle (10) jeweils derart ausgeführt wird, dass das schlitzförmige Röntgenstrahlenbündel (16) von einem Rand der Detektorfläche (12) zum gegenüberliegenden Rand bewegt wird.
  3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Auslesen des Einzelbildes und die Bewegung des Röntgendetektors (11) gleichzeitig erfolgen.
  4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei bei der Bewegung der Röntgenquelle (10) das schlitzförmige Röntgenstrahlenbündel (16) senkrecht auf dem Röntgendetektor (11) auftrifft.
  5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei bei der Bewegung des Röntgendetektors (11) dieser so bewegt wird, dass die Detektorfläche (12) bei der jeweiligen geänderten Detektorposition und die Detektorfläche (12) bei der jeweiligen vorherigen Detektorposition eine zusammenhängende Fläche bilden.
  6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine Blende (15) zur Formung des schlitzförmigen Röntgenstrahlenbündels verwendet wird.
  7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei bei der Bewegung des Röntgendetektors (11) dieser im Wesentlichen um eine Detektorlänge bewegt wird.
  8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei während der Bewegung des schlitzförmigen Röntgenstrahlenbündels (16) über den Röntgendetektor (11) jeweils nicht bestrahlte Bereiche der Detektorfläche (12) inaktiv geschaltet werden.
  9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei ein Streustrahlenraster synchron zu dem schlitzförmigen Röntgenstrahlenbündel (16) über den Röntgendetektor (11) bewegt wird.
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