[go: up one dir, main page]

DE102005036305B4 - Feuerungsanlage (Dampferzeuger) und Verfahren zum Verbrennen von fossilen staubförmigen Brennstoffen mit hohem Heizwert und niedrigem Ascheerweichungspunkt in der Feuerungsanlage - Google Patents

Feuerungsanlage (Dampferzeuger) und Verfahren zum Verbrennen von fossilen staubförmigen Brennstoffen mit hohem Heizwert und niedrigem Ascheerweichungspunkt in der Feuerungsanlage Download PDF

Info

Publication number
DE102005036305B4
DE102005036305B4 DE200510036305 DE102005036305A DE102005036305B4 DE 102005036305 B4 DE102005036305 B4 DE 102005036305B4 DE 200510036305 DE200510036305 DE 200510036305 DE 102005036305 A DE102005036305 A DE 102005036305A DE 102005036305 B4 DE102005036305 B4 DE 102005036305B4
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wall
furnace
firebox
combustion chamber
middle wall
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE200510036305
Other languages
English (en)
Other versions
DE102005036305A1 (de
Inventor
Sigfrid Michelfelder
Ion Stefan
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Steinmueller Engineering GmbH
Original Assignee
Steinmueller Engineering GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Steinmueller Engineering GmbH filed Critical Steinmueller Engineering GmbH
Priority to DE200510036305 priority Critical patent/DE102005036305B4/de
Publication of DE102005036305A1 publication Critical patent/DE102005036305A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE102005036305B4 publication Critical patent/DE102005036305B4/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23CMETHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING FLUID FUEL OR SOLID FUEL SUSPENDED IN  A CARRIER GAS OR AIR 
    • F23C3/00Combustion apparatus characterised by the shape of the combustion chamber
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B21/00Water-tube boilers of vertical or steeply-inclined type, i.e. the water-tube sets being arranged vertically or substantially vertically
    • F22B21/34Water-tube boilers of vertical or steeply-inclined type, i.e. the water-tube sets being arranged vertically or substantially vertically built-up from water tubes grouped in panel form surrounding the combustion chamber, i.e. radiation boilers
    • F22B21/341Vertical radiation boilers with combustion in the lower part
    • F22B21/343Vertical radiation boilers with combustion in the lower part the vertical radiation combustion chamber being connected at its upper part to a sidewards convection chamber
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23CMETHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING FLUID FUEL OR SOLID FUEL SUSPENDED IN  A CARRIER GAS OR AIR 
    • F23C6/00Combustion apparatus characterised by the combination of two or more combustion chambers or combustion zones, e.g. for staged combustion
    • F23C6/02Combustion apparatus characterised by the combination of two or more combustion chambers or combustion zones, e.g. for staged combustion in parallel arrangement
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23MCASINGS, LININGS, WALLS OR DOORS SPECIALLY ADAPTED FOR COMBUSTION CHAMBERS, e.g. FIREBRIDGES; DEVICES FOR DEFLECTING AIR, FLAMES OR COMBUSTION PRODUCTS IN COMBUSTION CHAMBERS; SAFETY ARRANGEMENTS SPECIALLY ADAPTED FOR COMBUSTION APPARATUS; DETAILS OF COMBUSTION CHAMBERS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F23M9/00Baffles or deflectors for air or combustion products; Flame shields
    • F23M9/10Baffles or deflectors formed as tubes, e.g. in water-tube boilers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Combustion Of Fluid Fuel (AREA)

Abstract

Feuerungsanlage (Dampferzeuger) mit einem durch vertikale Feuerraumwände (2, 3, 4, 5) begrenzten Feuerraum (1), mit einer Feuerraumachse (vertikale Längsachse), mit einem unteren und einem oberen Teil sowie einem oberen Ende des Feuerraums (1) und mit einem Rauchgasauslaß (RA) am oberen Ende des Feuerraums (1),
wobei im unteren Teil des Feuerraums (1) die Feuerraumwände (2, 3, 4, 5) als Schraubenberohrung (S) und im oberen Teil des Feuerraums (1) die Feuerraumwände (2, 3, 4, 5) als Vertikalberohrung (V) ausgebildet sowie im oberen Teil des Feuerraums (1) Konvektivheizflächen (11, 12) angeordnet sind,
wobei eine Feuerraumwand (2; 3; 4; 5) eine Brennerfrontwand (2) ist,
wobei im Feuerraum (1) eine sich vertikal und im Wesentlichen senkrecht zu der Brennerfrontwand (2) und zu der gegenüberliegenden Feuerraumwand (3) erstreckende Mittelwand (9; 9a, 9b) und auf jeder Seite der Mittelwand (9; 9a, 9b) in der Brennerfrontwand (2) mindestens ein Brenner (7a; 7b) angeordnet ist,...

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Feuerungsanlage (Dampferzeuger) mit einem durch vertikale Feuerraumwände begrenzten Feuerraum und ein Verfahren zum Verbrennen von fossilen, staubförmigen Brennstoffen in und zum Betrieb einer Solchen.
  • Eine solche Feuerungsanlage zum Verbrennen von fossilen staubförmigen Brennstoffen mit Frontfeuerung oder mit Brennern in Boxer-Anordnung ist aus der DE 34 03 981 C2 , insbesondere Sp. 3, Z. 26–32, bekannt. Es handelt sich um einen Zwangsdurchlauf-Dampferzeuger.
  • Aus der GB 880 258 ist eine Feuerungsanlage in Form eines Naturumlauf-Dampferzeugers mit einer Dampftrommel und Feuerräumen bekannt. Die dort vorgesehenen Konvektivflächen befinden sich nicht im Oberteil der Feuerräume, sondern in den den Feuerräumen jeweils getrennt nachgeschalteten Rauchgaszügen. Die Feuerräume haben getrennte Funktionen. Der eine dient der Dampferzeugung und der andere der Überhitzung.
  • Aus der DE 40 05 305 A1 ist ein Wirbelschichtreaktor zum Verbrennen feinkörniger fester Brennstoffe mit einer Wirbelbrennkammer bekannt, bei dem eine aus Kühlrohren aufgebaute senkrechte Wand im oberen Bereich der Brennkammer angeordnet ist. Die Wand teilt die Brennkammer in zwei Teilkammern, denen jeweils eine Feststoffabscheidung mit Feststoffrückführung nachgeschaltet ist. Die Kühlrohre verlaufen zwischen einem Speisewasserverteiler und einem Dampfsammler.
  • Aus der DE 1 108 844 B ist eine Doppelschmelzkammer-Feuerungsanlage bekannt, bei der zwischen den beiden Auslässen der beiden Schmelzkammern in der nachgeschalteten Sekundärkammer eine lotrechte Wand eingebaut ist, um die aus den Schmelzkammern und der Sekundärkammer abziehenden Rauchgase voneinander zu trennen, so daß bei Betrieb mit nur einer Schmelzkammer keine Schlackenteilchen in die nicht in Betrieb befindliche Schmelzkammer geschleudert werden können.
  • Aus der DE 743 686 C ist eine Kohlenstaubfeuerungsanlage bekannt, bei der der Feuerraum durch parallel verlaufende und nicht mit der Feuerraumwand in Verbindung stehende Kesselrohrreihen in mehrere einzeln befeuerte Heizräume unterteilt ist, die jeweils von vorn oder von hinten befeuert werden. Dabei liegen die von vorn und von hinten befeuerten Heizräume abwechselnd nebeneinander. Über die wasserseitige bzw. dampfseitige Schaltung der Rohrwände des Feuerraums und der Kesselrohrreihen wird nichts ausgesagt.
  • Aus der DD 63 837 A ist eine Feuerungsanlage (Dampferzeuger) mit Naturumlauf oder Zwangsumlauf bekannt, bei der der Feuerraum aus zwei symmetrisch zueinander angeordneten Hälften zusammengesetzt ist, die mit Kohlenstaubfeuerungen beheizt werden und Bestandteil eines einheitlichen Dampferzeugers sind. Die beiden Feuerräume haben eine gemeinsam beheizte Trennwand, die eine zweiseitig beaufschlagte Kühlwand darstellt. Die Brenner blasen schräg auf die Trennwand gerichtet aus.
  • Aus der US 2 821 965 ist ein Dampferzeuger mit Naturumlauf bekannt, bei dem der mit Vertikalberohrung ausgerüstete Feuerraum durch eine Feuerraumtrennwand mit Vertikalberohrung in zwei Feuerraumhälften unterteilt ist, die mit jeweils einer Tangentialfeuerung versehen sind. In der Trennwand sind in Vertikalausrichtung eine Vielzahl von Öffnungen vorgesehen, um jede Druckdifferenz zwischen den beiden Feuerraumhälften auszugleichen, die auf unterschiedliche Brennstoff- und/oder Luftzufuhr in die beiden Feuerraumhälften beruhen könnten.
  • Im Rahmen der Bemühungen zur Wirkungsgradsteigerung und zur Senkung der Kohlendioxid-Emissionen stellt das Trockenbraunkohle (TBK)-Kraftwerk eine wirtschaftliche Alternative gegenüber der Verbrennung von Naßbraunkohle dar. Zur Zeit erfolgt die Trocknung der Rohbraunkohle mittels heißer aus dem Feuerraum rückgesaugter Rauchgase. Der hohe Exergie-Anteil in der Trocknungsenergie bedeutet einen hohen thermischen Verlust für den Kreislaufprozeß. Dieser Verlust kann deutlich reduziert werden, wenn zum Beispiel Anzapfdampf der Feuerungsanlage nachgeschalteten Turbine benutzt wird. Die Reduzierung des Wassergehalts von 50–60% auf 10–12% erhöht den Heizwert der Braunkohle erheblich mit großen Auswirkungen auf die Gestaltung der Feuerungsanlage bzw. des Dampferzeugers. Ähnliche Auswirkungen gibt es bei der Verbrennung von Steinkohle als einem Brennstoff mit hohem Heizwert und niedrigem Ascheerweichungspunkt, wenn ein erheblicher Unterschied zwischen der adiabaten Verbrennungstemperatur und der Feuerraumendtemperatur gegeben ist.
  • Bei der Verbrennung von TBK anstelle von Rohbraunkohle liegt die Wärmeaufnahme im Feuerraum ca. 40% höher. Dieser Unterschied läßt sich durch die deutlich höhere adiabate Verbrennungstemperatur bei der Verbrennung von Trockenbraunkohle erklären.
  • Die erhöhte Wärmeaufnahme führt zu einer erheblichen Vergrößerung der Feuerraumhöhe auf über 100m ab Kante des Trichters des Feuerraums.
  • Es ist die Aufgabe der Erfindung, die gattungsgemäße Feuerungsanlage derart zu verbessern, dass bei Verbrennung von Brennstoffen mit hohem Heizwert und niedrigem Ascheerweichungspunkt, insbesondere Trockenbraunkohle, die Feuerungsanlage mit einer geringeren Feuerraumhöhe betrieben werden kann, sowie ein Verfahren dazu anzugeben.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Feuerungsanlage (Dampferzeuger) mit einem durch vertikale Feuerraumwände begrenzten Feuerraum, mit einer Feuerraumachse (vertikale Längsachse), mit einem unteren und einem oberen Teil sowie einem oberen Ende des Feuerraums und mit einem Rauchgasauslaß am oberen Ende des Feuerraums, wobei im unteren Teil des Feuerraums die Feuerraumwände als Schraubenberohrung und im oberen Teil des Feuerraums die Feuerraumwände als Vertikalberohrung ausgebildet sowie im oberen Teil des Feuerraums Konvektivheizflächen angeordnet sind, wobei eine Feuerraumwand eine Brennerfrontwand ist, wobei im Feuerraum eine sich vertikal und im Wesentlichen senkrecht zu der Brennerfrontwand und zu der gegenüberliegenden Feuerraumwand erstreckende Mittelwand und auf jeder Seite der Mittelwand in der Brennerfrontwand mindestens ein Brenner angeordnet ist, wobei die Brenner senkrecht zur Feuerraumachse in den Feuerraum ausblasend sind, die Mittelwand mit Vertikalberohrung ausgebildet ist sowie die Schraubenberohrung und die Mittelwand als Verdampfer geschaltet sind, gelöst.
  • Mit steigender Leistung reduziert sich der Umfang des Feuerraums und die notwendige Massenstromdichte in den Rohren des vorzugsweise als Schraubenberohrung ausgebildeten brennernahen Bereichs des Feuerraums kann erreicht werden, ohne den ganzen Verdampferstrom zu beanspruchen. Durch die erfindungsgemäße Einschaltung der Mittelwand wird eine Vergrößerung der in der Feuerungsanlage zur Verfügung stehenden Gesamtverdampferkühlfläche erreicht, die eine Reduzierung der Feuerraumhöhe um z. B. 30% möglich macht und darüber hinaus eine optimale Auslegung der Querschnittsabmessungen des Feuerraums ermöglicht.
  • Als weiterer Vorteil ergibt sich, dass das Rauchgastemperaturprofil über den Feuerraumquerschnitt flacher wird; dies ermöglicht eine Erhöhung der Feuerraumendtemperatur um z. B. 30°C
  • Vorzugsweise ist die Mittelwand mit der Schraubenberohrung parallel geschaltet. Die Verdampferstromaufteilung zwischen dem vorzugsweise im brennernahen Bereich als Schraube ausgebildeten Feueraumwandverdampfer und der Mittelwand wird so eingestellt, dass die Mediumtemperaturen in den beiden Bauelementen annähernd gleiches Temperaturniveau annehmen. Mit der parallel zum Feuerraumverdampfer geschalteten Mittelwand ist eine Gleichdruckfahrweise ohne Einschränkungen möglich.
  • Die Ansprüche 3–6 richten sich auf weitere Ausgestaltungen der Feuerungsanlage.
  • Die Aufgabe wird ebenso durch die Merkmale des Anspruchs 7 gelöst.
  • Der Anspruch 7 betrifft ein Verfahren zum Verbrennen von fossilen staubförmigen Brennstoffen in und zum Betrieb einer Feuerungsanlage (Dampferzeuger) nach mindestens einem der Ansprüche 1–6, mit einem durch vertikale Feuerraumwände begrenzten Feuerraum, mit einer Feuerraumachse (vertikale Längsachse), mit einem unteren und einem oberen Teil sowie einem oberen Ende des Feuerraums und mit einem Rauchgasauslaß am oberen Ende des Feuerraums, wobei im unteren Teil des Feuerraums die Feuerraumwände als Schraubenberohrung und im oberen Teil des Feuerraums die Feuerraumwände als Vertikalberohrung ausgebildet sowie und im oberen Teil des Feuerraums Konvektivheizflächen angeordnet werden, wobei eine Feuerraumwand eine Brennerfrontwand ist, wobei im Feuerraum eine sich vertikal und im Wesentlichen senkrecht zu der Brennerfrontwand und zu der gegenüberliegenden Feuerraumwand erstreckende Mittelwand und auf jeder Seite der Mittelwand in der Brennerfrontwand auf jeder Seite der Mittelwand mindestens ein Brenner angeordnet ist, wobei die Brenner senkrecht zur Feuerraumachse in den Feuerraum ausblasen und dem Feuerraum den Brennstoff sowie Verbrennungsluft zuführen, wobei Wärme über die Feuerraumwände, die Mittelwand und die Konvektivheizflächen entzogen wird und wobei die Mittelwand mit Vertikalberohrung ausgebildet wird sowie die Schraubenberohrung und die Mittelwand als Verdampfer geschaltet werden.
  • Die Erfindung ist nachstehend beispielsweise anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigt:
  • 1 einen schematischen Vertikalschnitt durch den Feuerraum einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Feuerungsanlage mit Brennern in Boxer-Anordnung längs der Linie I-I in 3,
  • 2 einen Vertikalschnitt durch den Feuerraum der Feuerungsanlage nach 1 längs der Linie II-II in 3,
  • 3 einen Horizontalschnitt längs der Linie III-III in 1 und
  • 4 einen Längsschnitt vergleichbar 1 längs der Linie IV-IV in 3, wobei die bevorzugte Berohrung der Feuerraumwände und die bevorzugte Berohrung der Mittelwand dargestellt sind.
  • Gemäß den 13 weist die Feuerungsanlage (Dampferzeuger) einen Feuerraum 1 mit paarweise gegenüberliegend vertikalen Feuerraumwänden 2, 3 und 4, 5 und einem Trichter 6, sowie einen Rauchgasauslaß am oberen Ende des Feuerraums auf. In den Feuerraumwänden 2, 3 sind jeweils zwei Gruppen 7a, 7b und 8a, 8b von je sechs Brennern in Boxeranordnung angeordnet. (Eine Frontfeuerung mit Brennern in nur einer Wand 2 oder 3 ist auch möglich). Die eingesetzten Brenner sind vorzugsweise NOx-arme Runddrallbrenner. Über die Brenner wird Trockenbraunkohle TBK und Verbrennungsluft L zugeführt. Weitere Verbrennungsluft wird in den Feuerraum 1 eingeblasen.
  • Zwischen den Brennergruppen 7a, 8a und 7b, 8b erstreckt sich parallel zu den Feuerraumwänden 4 und 5 eine aus zwei Teilen 9a und 9b bestehende Mittelwand 9, deren Teile sich auch in den Trichter 5 hinein erstrecken und die Trichterwände durchsetzen. Die Teile 9a und 9b sind an ihren außen liegenden Kanten nicht mit den Feuerraumwänden 2 bzw. verbunden und bilden zwischen ihren innen liegenden Kanten einen Spalt 10 vorbestimmter Größe, der dem Druckausgleich zwischen den beiden durch die Mittelwand bestimmten Teilfeuerräumen 1a und 1b dient. (Eine Ausbildung der Mittelwand 9 in mehr als zwei Teile ist möglich, aber weniger vorteilhaft). Die Mittelwandteile 9a und 9b sind vorzugsweise als einlagige Rohrbretter ausgebildet.
  • Im oberen Teil des Feuerraums sind zwei Gruppen von Konvektivheizflächen 11 und 12 angeordnet, die durch die Mittelwand 9 gasseitig voneinander getrennt sind und von denen die oberen als mit Speisewasser beaufschlagte ECO's ausgebildet sind.
  • Wie in der 1 schematisch gezeigt, wird das in den ECO's erwärmte Speisewasser W1 einem Verteiler 13 zugeführt. Ein aufgeteilter Teilstrom W3 dient der Zufuhr von Wasser zu den Feuerraumwänden (Feuerraumverdampfer) und ein anderer aufgeteilter Teilstrom W2 der Beaufschlagung der beiden Mittelwandteile 9a und 9b. Feuerraumverdampfer und Mittelwand sind also als Verdampfer und parallel zueinander geschaltet.
  • Wie aus der 4 ersichtlich, sind die Feuerraumwände 2, 3, 4 und 5 in ihrem unteren brennernahen Bereich bevorzugt als Schraubenberohrung S und in ihrem oberen brennerfernen Bereich als Vertikalberohrung V, die als Überhitzer geschaltet ist, ausgebildet. Die als Verdampfer geschaltete Mittelwand ist als Vertikalberohrung VV ausgebildet.
  • Sowohl die Schraube als auch die Mittelwand können abhängig von der Leistung des Dampferzeugers aus Glattrohren, aus innen berippten Rohren oder einer Kombination der beiden gefertigt werden. Für die Schraubenberohrung S und für den derselben Temperaturbelastung ausgesetzten Teil der Mittelwand empfiehlt sich vorzugsweise als Material 13CrMo44 und für den Vertikalrohrteil V der Feurerraumwände und den oberen Teil der Mittelwand empfiehlt sich vorzugsweise 7CrMoVTiB1010. Der aus C13CrMo44 gefertigte Teil der Feuerraumwände endet bei einer Mediumtemperatur von ca. 435°C an der Grenze bzw. Materialgrenze G zwischen 13CrMo44 und 7CrMoVTiB1010 und mündet in ein weiter unten erläutertes Abscheidesystem AS, mit dessen Eingang auch das obere Ende der Mittelwand verbunden ist, wie die 4 schematisch zeigt. Die Materialgrenze G könnte auch innerhalb der Schraube S liegen, d. h. in der 4 weiter nach unten. Die Materialgrenze G muß also nicht mit der Grenze zwischen Schraubberohrung und Vertikalberohrung übereinstimmen
  • Die Lasten der Schraubenberohrung S werden über an sich bekannte Konstanthänger 14a mit Umlenkung, von denen in der 4 nur einer beispielhaft dargestellt ist, in das nicht näher dargestellte Traggerüst 15 der Feuerungsanlage übertragen. Der als Überhitzer hinter dem Abscheidesystem AS geschaltete Feuerraumwandabschnitt mit Vertikalberohrung V muß somit nicht die Last des unteren Verdampferschnitts in Form der Schraubenberohrung S tragen und ist in dem Traggerüst 15 bei 16 fest aufgehängt. Die Schraubenberohrung S als Verdampfer und die Vertikalberohrung V als Überhitzer sind miteinander kraftschlüssig verschweißt und die Konstanthänger 14a so eingestellt, dass in jedem Betriebszustand an der Nahstelle: Verdampfer-Überhitzer eine Restkraft ΔF (Siehe Gleichung in 4) nach oben ausgeübt wird. Auf diese Weise wird eine freie thermische Dehnung des ganzen Feuerraumkörpers nach unten gewährleistet und die Lasten aus den Feuerraumwänden werden in zwei Ebenen des Kesseltraggerüsts eingetragen.
  • Die Mittelwand 9 bzw. deren Teile durchdringen den Trichter 5 und werden mit ihm verschweißt und werden in dem Traggerüst 15 über Konstanthänger 14b aufgehängt. Die Aufhängung der Mittelwand 9 ist also an die Aufhängung der Schraube S, mit der der Trichter 5 verbunden ist, angepaßt.
  • Die Konvektivheizflächen 11 und 12 werden in dem Traggerüst 15 bei 17 über Tragrohre 18 (nur eins gezeigt) fest aufgehängt.
  • Die in das Traggerüst 15 einzutragenden Lasten sind in der 4 durch nach unten gerichtete Pfeile symbolisiert.
  • Um sowohl die Wandtemperatur des Feuerraums abzusenken als auch die Zwischenüberhitzer (ZUE)-Einspritzung auf ein Minimum zu reduzieren, wird dem an sich bekannten Abscheidesystem AS eine Biflux-Einrichtung BF in der aus der 4 ersichtlichen Weise nachgeschaltet, in dem das Hochdrucksystem Wärme auf das ZUE-System überträgt. Hochdruckseitig wird die Biflux-Einrichtung BF vor den Wandüberhitzer und ZUE-seitig vor dem beheizten ZUE-Abschnitt geschaltet, der in Konvektivheizflächen 11, 12 verwirklicht wird. Die Biflux-Einrichtung kann somit der ZUE-Temperaturregelung und der Wandtemperaturregelung dienen.

Claims (7)

  1. Feuerungsanlage (Dampferzeuger) mit einem durch vertikale Feuerraumwände (2, 3, 4, 5) begrenzten Feuerraum (1), mit einer Feuerraumachse (vertikale Längsachse), mit einem unteren und einem oberen Teil sowie einem oberen Ende des Feuerraums (1) und mit einem Rauchgasauslaß (RA) am oberen Ende des Feuerraums (1), wobei im unteren Teil des Feuerraums (1) die Feuerraumwände (2, 3, 4, 5) als Schraubenberohrung (S) und im oberen Teil des Feuerraums (1) die Feuerraumwände (2, 3, 4, 5) als Vertikalberohrung (V) ausgebildet sowie im oberen Teil des Feuerraums (1) Konvektivheizflächen (11, 12) angeordnet sind, wobei eine Feuerraumwand (2; 3; 4; 5) eine Brennerfrontwand (2) ist, wobei im Feuerraum (1) eine sich vertikal und im Wesentlichen senkrecht zu der Brennerfrontwand (2) und zu der gegenüberliegenden Feuerraumwand (3) erstreckende Mittelwand (9; 9a, 9b) und auf jeder Seite der Mittelwand (9; 9a, 9b) in der Brennerfrontwand (2) mindestens ein Brenner (7a; 7b) angeordnet ist, wobei die Brenner (7a; 7b) senkrecht zur Feuerraumachse in den Feuerraum (1) ausblasend sind, die Mittelwand (9; 9a, 9b) mit Vertikalberohrung (VV) ausgebildet ist sowie die Schraubenberohrung (S) und die Mittelwand (9) als Verdampfer geschaltet sind.
  2. Feuerungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass die Vertikalberohrung (VV) der Mittelwand (9) mit der Schraubenberohrung (S) parallel geschaltet ist.
  3. Feuerungsanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der der Brennerfrontwand (2) gegenüberliegenden Feuerraumwand (3) auf jeder Seite der Mittelwand (9; 9a, 9b) mindestens ein weiterer senkrecht zur Feuerraumachse ausblasender Brenner (8a; 8b) angeordnet ist.
  4. Feuerungsanlage nach mindestens einem der Ansprüche 1–3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelwand (9) aus zwei Teilen (9a, 9b) ausgebildet ist und die Teile (9a, 9b) unter Spaltbildung (10) mit Abstand voneinander angeordnet sind.
  5. Feuerungsanlage nach mindestens einem der Ansprüche 1–4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelwand (9; 9a, 9b) getrennt von den Feuerraumwänden (25) und von den Konvektionsheizflächen (11; 12) am Kesselgerüst (15) aufgehängt ist.
  6. Feuerungsanlage nach mindestem einem der Ansprüche 1–5, dadurch gekennzeichnet, dass Schraubenberohrung (S) und Mittelwand (9; 9a, 9b) über Konstanthänger (14a; 14b) an einem Traggerüst (15) der Feuerungsanlage aufgehängt sind.
  7. Verfahren zum Verbrennen von fossilen staubförmigen Brennstoffen in und zum Betrieb einer Feuerungsanlage (Dampferzeuger) nach mindestens einem der Ansprüche 1–6, mit einem durch vertikale Feuerraumwände (2, 3, 4, 5) begrenzten Feuerraum (1), mit einer Feuerraumachse (vertikale Längsachse), mit einem unteren und einem oberen Teil sowie einem oberen Ende des Feuerraums (1) und mit einem Rauchgasauslaß (RA) am oberen Ende des Feuerraums (1), wobei im unteren Teil des Feuerraums (1) die Feuerraumwände (2, 3, 4, 5) als Schraubenberohrung (S) und im oberen Teil des Feuerraums die Feuerraumwände (2, 3, 4, 5) als Vertikalberohrung (V) ausgebildet sowie und im oberen Teil des Feuerraums (1) Konvektivheizflächen (11, 12) angeordnet werden, wobei eine Feuerraumwand (2; 3; 4; 5) eine Brennerfrontwand (2) ist, wobei im Feuerraum (1) eine sich vertikal und im Wesentlichen senkrecht zu der Brennerfrontwand (2) und zu der gegenüberliegenden Feuerraumwand (3) erstreckende Mittelwand (9; 9a,9b) und auf jeder Seite der Mittelwand (9; 9a, 9b) in der Brennerfrontwand (2) auf jeder Seite der Mittelwand (9; 9a, 9b) mindestens ein Brenner (7a; 7b) angeordnet ist, wobei die Brenner (7a, 7b) senkrecht zur Feuerraumachse in den Feuerraum (1) ausblasen und dem Feuerraum den Brennstoff sowie Verbrennungsluft zuführen, wobei Wärme über die Feuerraumwände (2, 3, 4, 5), die Mittelwand (9; 9a, 9b) und die Konvektivheizflächen (11, 12) entzogen wird und wobei die Mittelwand (9; 9a, 9b) mit Vertikalberohrung (VV) ausgebildet wird sowie die Schraubenberohrung (S) und die Mittelwand (9) als Verdampfer geschaltet werden.
DE200510036305 2005-08-02 2005-08-02 Feuerungsanlage (Dampferzeuger) und Verfahren zum Verbrennen von fossilen staubförmigen Brennstoffen mit hohem Heizwert und niedrigem Ascheerweichungspunkt in der Feuerungsanlage Expired - Fee Related DE102005036305B4 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200510036305 DE102005036305B4 (de) 2005-08-02 2005-08-02 Feuerungsanlage (Dampferzeuger) und Verfahren zum Verbrennen von fossilen staubförmigen Brennstoffen mit hohem Heizwert und niedrigem Ascheerweichungspunkt in der Feuerungsanlage

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200510036305 DE102005036305B4 (de) 2005-08-02 2005-08-02 Feuerungsanlage (Dampferzeuger) und Verfahren zum Verbrennen von fossilen staubförmigen Brennstoffen mit hohem Heizwert und niedrigem Ascheerweichungspunkt in der Feuerungsanlage

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE102005036305A1 DE102005036305A1 (de) 2007-02-22
DE102005036305B4 true DE102005036305B4 (de) 2007-09-20

Family

ID=37697144

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200510036305 Expired - Fee Related DE102005036305B4 (de) 2005-08-02 2005-08-02 Feuerungsanlage (Dampferzeuger) und Verfahren zum Verbrennen von fossilen staubförmigen Brennstoffen mit hohem Heizwert und niedrigem Ascheerweichungspunkt in der Feuerungsanlage

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102005036305B4 (de)

Citations (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE743686C (de) * 1939-11-01 1943-12-30 Ver Kesselwerke Ag Kohlenstaubfeuerung
US2821965A (en) * 1952-10-01 1958-02-04 Combustion Eng Dual furnace with pressure equalizing means
DE1108844B (de) * 1955-03-19 1961-06-15 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Doppelschmelzkammer fuer Kohlenstaubfeuerung
GB880258A (en) * 1957-01-08 1961-10-18 Foster Wheeler Ltd Improved steam boiler
DE1172795B (de) * 1959-10-02 1964-06-25 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Schmelzkammerfeuerung fuer einen Dampferzeuger
DD63837A1 (de) * 1967-10-12 1968-09-20 Heinrich Loemke Dampferzeuger grosser Leistung
DE3403981C2 (de) * 1984-02-04 1987-11-12 Deutsche Babcock Werke Ag, 4200 Oberhausen, De
DE4005305A1 (de) * 1990-02-20 1991-08-22 Metallgesellschaft Ag Wirbelschichtreaktor

Patent Citations (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE743686C (de) * 1939-11-01 1943-12-30 Ver Kesselwerke Ag Kohlenstaubfeuerung
US2821965A (en) * 1952-10-01 1958-02-04 Combustion Eng Dual furnace with pressure equalizing means
DE1108844B (de) * 1955-03-19 1961-06-15 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Doppelschmelzkammer fuer Kohlenstaubfeuerung
GB880258A (en) * 1957-01-08 1961-10-18 Foster Wheeler Ltd Improved steam boiler
DE1172795B (de) * 1959-10-02 1964-06-25 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Schmelzkammerfeuerung fuer einen Dampferzeuger
DD63837A1 (de) * 1967-10-12 1968-09-20 Heinrich Loemke Dampferzeuger grosser Leistung
DE3403981C2 (de) * 1984-02-04 1987-11-12 Deutsche Babcock Werke Ag, 4200 Oberhausen, De
DE4005305A1 (de) * 1990-02-20 1991-08-22 Metallgesellschaft Ag Wirbelschichtreaktor

Also Published As

Publication number Publication date
DE102005036305A1 (de) 2007-02-22

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69312372T2 (de) Wasserrohrkessel mit Wirbelbett
DE617872C (de) Kohlenstaubfeuerung
DE1751586A1 (de) Mit Zapfen versehene Waermeaustauscherrohre
DE10254780B4 (de) Durchlaufdampferzeuger mit zirkulierender atmosphärischer Wirbelschichtfeuerung
DE3133298C2 (de)
DE102005036305B4 (de) Feuerungsanlage (Dampferzeuger) und Verfahren zum Verbrennen von fossilen staubförmigen Brennstoffen mit hohem Heizwert und niedrigem Ascheerweichungspunkt in der Feuerungsanlage
DE3115236A1 (de) Wirbelbettfeuerung
EP2172704B1 (de) Kleinfeuerungsanlage
DE3231520A1 (de) Dampferzeuger mit vertikalem feuerraum und horizontalem beruehrungszug
DE3444049A1 (de) Dampf- oder heisswasserkessel
DE102014100692B4 (de) Feuerraum eines Kessels, Kessel, Verfahren zur Verbrennung wenigstens eines Brennstoffes sowie Verfahren zur Erzeugung von Dampf
DE102008063709B4 (de) Flammrohrkessel mit mechanischer Rostfeuerung
DE3207433A1 (de) Wasserrohrkessel mit rostfeuerung
DE2726459A1 (de) Auf dem boden aufstehender dampferzeuger
DE478541C (de) Wasserrohrkessel mit einem zwischen zwei Rohrgruppen angeordneten Feuerraum fuer Brennerfeuerung
DE466198C (de) Kohlenstaubgefeuerter Dampfkessel mit vom Kesselkreislauf unabhaengigem Fluessigkeitskreislauf in den Brennkammerkuehlrohren
DE69712112T2 (de) Mit festen brennstoffen gefeuerte kesselanlage und feuerungseinrichtung und rauchgaseinrichtung für verwendung in solcher anlage
DE202009007254U1 (de) Vorrichtung
AT220274B (de) Feuerung für Kesselanlagen zur wahlweisen Verfeuerung von Schwachgas einerseits und Brennstaub bzw. Öl anderseits
US1374484A (en) Boiler
DE943370C (de) Wasserrohrgekuehlte Brennkammer fuer Kohlenstaubfeuerungen mit trockenem Aschenabzug
CH632079A5 (en) Heating device
DE3231378A1 (de) Feuerung fuer feste brennstoffe
AT127915B (de) Dampferzeugungsanlage.
DD232536A1 (de) Vorrichtung zum erzeugen von dampf, heiss- oder warmwasser

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8364 No opposition during term of opposition
R082 Change of representative

Representative=s name: ,

Representative=s name: GODEMEYER BLUM LENZE PATENTANWAELTE, PARTNERSC, DE

R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee