DE102005036293B4 - Injektor zum Einspritzen eines Fluids, insbesondere von Wasser - Google Patents
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Abstract
Injektor
zum Einspritzen eines Fluids, insbesondere von Wasser, durch eine
in eine Kunststoffschmelze ragende Hülse, die durch axiales Verschieben
eines in der Hülse
angeordneten Kolbens wahlweise geschlossen bzw. geöffnet wird,
mit einer Zuführöffnung (8) und
einer Spülöffnung (6)
für das
Fluid, dadurch gekennzeichnet, dass bei zur Schmelze hin geöffneter
Hülse (1) der
Kolben (2) die Spülöffnung (6)
verschließt.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf einen Injektor zum Einspritzen eines Fluids, insbesondere von Wasser, durch eine in eine Kunststoffschmelze ragende Hülse, die durch axiales Verschieben eines in der Hülse angeordneten Kolbens wahlweise geschlossen bzw. geöffnet wird, mit einer Zuführöffnung und einer Spülöffnung für das Fluid. Bei zur Schmelze hin geschlossener Hülse durchströmt das Fluid die Hülse und verläßt diese durch die Spülöffnung.
- Aus der
DE 197 13 874 A1 ist eine Vorrichtung zur Einleitung von Gas in ein Formwerkzeug bekannt. Die Vorrichtung besteht aus einem Grundkörper und einem in dem Grundkörper axial verschiebbaren nadelförmigen Körper. Sie weist des Weiteren mindestens einen Gaseintritt und mindestens einen Gasaustritt auf, wobei axiale Kanäle für einen im Wesentlichen axial austretenden Gasstrom und radiale Kanäle für einen radial austretenden Gasstrom gebildet sind. Der nadelförmige Körper ist derart angeordnet, dass er unmittelbar durch das über den Gaseintritt einströmende Gas axial verschoben wird. - Einrichtungen der eingangs genannten Art haben den Vorteil, dass am Beginn der Wasserinjektion nicht ein Luft-Wasser-Gemisch, sondern reines Wasser in die Schmelze gespritzt wird, da die Zufuhrleitung für das Wasser bei zur Schmelze hin geschlossener Hülse geflutet und dadurch entlüftet werden kann. Nachteilig an den bekannten Einrichtungen ist die Notwendigkeit, während des Einspritzvorganges den Verlust von Wasser durch die Spülöffnung zu verhindern. Nach dem Stand der Technik wird dies dadurch erreicht, dass mittels steuerbarer Ventile der Fluss durch die Spülöffnung umgekehrt wird. Die Erfindung erreicht demgegenüber eine erhebliche konstruktive Vereinfachung dadurch, dass bei zur Schmelze hin geöffneter Hülse der Kolben die Spülöffnung verschließt.
- Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anschließend anhand der Zeichnung erläutert. In dieser zeigen:
-
1 und2 ein erstes Ausführungsbeispiel im zur Schmelze hin geschlossenen bzw. geöffneten Zustand, -
3 und4 die entsprechenden Darstellungen eines zweiten Ausführungsbeispieles. - Der in den Zeichnungen dargestellte Injektor dient dazu, ein Fluid, insbesondere Wasser, in eine Kunststoffschmelze
3 einzubringen. Die wesentlichen Teile des Injektors sind eine Hülse1 zum Zuführen des Wassers und ein Kolben2 , durch dessen axiale Bewegung der Einspritzvorgang eingeleitet oder beendet wird. - Zur Vorbereitung des Einspritzens wird Wasser durch die Zuführöffnung
8 durch die Leitung7 geführt. Damit dort keine Luftblasen entstehen, wird die Leitung7 gespült, indem das Wasser durch den Drosselspalt7' und die Spülöffnung6 geleitet wird. Der entsprechende Zustand ist in1 dargestellt, wobei man sieht, dass der Kolben2 durch einen Ringraum5 umgeben ist, welcher die Spülöffnung6 freilässt. - Da die Kunststoffschmelze
3 bevorzugt an Wandungen erstarrt, legt sich eine feste Haut um den Injektor, welche durchstoßen werden muss, um das Wasser in die Schmelze3 zu bringen. Beim Ausführungsbeispiel nach1 und2 geschieht dies durch Vorschieben des Kolbens2 . Hierdurch wird zunächst eine Verbindung zur flüssigen Seele des Kunststoffes hergestellt und die Leitung7 über die Öffnung9 zum Inneren des Kunststoffes3 geöffnet. Gleichzeitig wird die Spülöffnung6 mittels des Kolbens2 verschlossen, der Ringraum5 verschwindet und zusammenwirkende Kegelflächen1' und2' von Hülse1 und Kolben2 verhindern ein Austreten des Wassers. - In Einzelfällen ist der radiale Austritt des Wassers gemäß
1 und2 unerwünscht. Ein axialer Austritt kann beim Ausführungsbeispiel nach3 und4 dadurch erreicht werden, dass ein Kolben2 mit zugespitzten Kopf4 verwendet wird, welcher in der Stellung gemäß3 eine zentrale Öffnung9 verschließt. Die Haut3' , welche sich an der Spitze des Kopfes4 befindet, wird durchbrochen, sobald der Kolben2 in Stellung nach4 zurückgezogen ist. Nun fließt das Wasser nicht mehr von der Eintrittsöffnung8 über den Ringraum5 durch die Spülöffnung6 . Der Zutritt zu dieser Spülöffnung6 ist vielmehr durch die zusammenwirkenden Kegelflächen1' ,2' , der Hülse1 und Kolben2 verschlossen. Hülse und Kolben zusammen zentrieren die Strömung des Wassers, welches an der Soll-Bruchstelle3' in die Schmelze3 eindringt.
Claims (2)
- Injektor zum Einspritzen eines Fluids, insbesondere von Wasser, durch eine in eine Kunststoffschmelze ragende Hülse, die durch axiales Verschieben eines in der Hülse angeordneten Kolbens wahlweise geschlossen bzw. geöffnet wird, mit einer Zuführöffnung (
8 ) und einer Spülöffnung (6 ) für das Fluid, dadurch gekennzeichnet, dass bei zur Schmelze hin geöffneter Hülse (1 ) der Kolben (2 ) die Spülöffnung (6 ) verschließt. - Injektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Hülse (
1 ) und Kolben (2 ) zusammenwirkende Kegelflächen (1' ,2' ) aufweisen.
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