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DE102005035634A1 - Verfahren zum Steuern eines Werkzeuges - Google Patents

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DE102005035634A1
DE102005035634A1 DE200510035634 DE102005035634A DE102005035634A1 DE 102005035634 A1 DE102005035634 A1 DE 102005035634A1 DE 200510035634 DE200510035634 DE 200510035634 DE 102005035634 A DE102005035634 A DE 102005035634A DE 102005035634 A1 DE102005035634 A1 DE 102005035634A1
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DE
Germany
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tool
mower
carrying
obstacle
control mechanism
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE200510035634
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English (en)
Inventor
Frank Dipl.-Ing. Fiedler
Markus Dipl.-Ing. Golbs (FH)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FIEDLER MASCHB und TECHNIKVERT
FIEDLER MASCHINENBAU und TECHNIKVERTRIEB GmbH
Original Assignee
FIEDLER MASCHB und TECHNIKVERT
FIEDLER MASCHINENBAU und TECHNIKVERTRIEB GmbH
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Publication date
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Publication of DE102005035634A1 publication Critical patent/DE102005035634A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01DHARVESTING; MOWING
    • A01D34/00Mowers; Mowing apparatus of harvesters
    • A01D34/835Mowers; Mowing apparatus of harvesters specially adapted for particular purposes
    • A01D34/86Mowers; Mowing apparatus of harvesters specially adapted for particular purposes for use on sloping ground, e.g. on embankments or in ditches
    • A01D34/863Mowers; Mowing apparatus of harvesters specially adapted for particular purposes for use on sloping ground, e.g. on embankments or in ditches and for mowing around obstacles, e.g. posts, trees, fences or the like

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern eines Werkzeuges, insbesondere eines Mähwerkes für die Pflege von Straßenrändern. DOLLAR A Dieses Verfahren soll in der Lage sein, am Beispiel eines Mähwerks Hindernisse am Straßenrand entsprechend ihrer Position zum Mähwerk mit der höchsten Flächenleistung selbsttastend und ohne Einflussnahme durch den Fahrer des Trägerfahrzeuges sauber zu ummähen. DOLLAR A Das wird erreicht, indem: DOLLAR A a) sich entlang des Frontbereiches des Werkzeuges (11) wenigstens ein Abtastbügel (43'; 43''; 45) erstreckt, der positions- und lastabhängige Signale aus seiner Kollision mit einem Hindernis (16) liefert, DOLLAR A b) an den Bauteilen des Trage- und Steuermechanismus (10) Sensoren zur Feststellung ihrer augenblicklichen Position angebracht sind, DOLLAR A c) alle Signale dann einem Zentralrechner (5) zugeführt werden, in dem außerdem noch von einem Tacho (7) ein Signal über die aktuelle Fahrgeschwindigkeit des Trägerfahrzeuges (1) eingeht, DOLLAR A d) im Zentralrechner (5) Steuerkurven abgespeichert sind, die Steuersignale errechnen, die an eine regelbare Hydropumpe (3) sowie einen Hydrauliksteuerblock (53) zu deren Betätigung herausgegeben werden, DOLLAR A e) die Betätigungsorgane für den Trage- und Steuermechanismus (10) vom Hydrauliksteuerblock (53) daraufhin so bewegt werden, dass sie das Werkzeug (11) in einem optimalen Bewegungsablauf um das Hindernis (16) herum bewegen.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern eines Werkzeuges, insbesondere eines Mähwerkes bei der Pflege von Straßenrändern, wonach neben dem Mähen von Gras bzw. Gestrüpp auf diesen Flächen durch eine gezielte Steuerung der Bewegungsabläufe des Mähwerkes Hindernisse auf diesen Flächen, wie zum Beispiel Straßenleitpfosten, Verkehrsleitelemente sowie Pfosten von Verkehrsschildern, ummäht werden, nach den Verfahrensschritten im Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
  • Ein derartiges Verfahren ist in einem von der Anmelderin selbst stammenden Mähwerk nach der DE 43 05 135 C2 verwirklicht, das mit mehreren auf den Eckpunkten eines gleichseitigen Dreiecks angeordneten Rotoren ausgestattet ist, die mit Schneidmessern besetzt sind und gleichgerichtet angetrieben werden. Ihre Abstände zueinander sind so gewählt, dass sich ihre Schneidbahnen teilweise überdecken. Die Rotoren befinden sich in einem der Dreieckform angepassten Gehäuse, das in seinem Mittelpunkt rotationsfähig an einem extrem flachen Schwenkträger befestigt ist und das zusammen mit den Rotoren den sogenannten Mähkopf bildet. Zwischen zwei benachbarten Rotoren ist das Gehäuse mit inneren Einbuchtungen versehen. Bei der normalen Flächenmahd befindet sich das Gehäuse in einer Position, wo in Fahrtrichtung des Trägerfahrzeuges gesehen zwei Rotoren vorn auf einer sich quer zur Fahrtrichtung ausgerichteten Linie angeordnet sind und der dritte Rotor mittig dahinter. Weiterhin erstreckt sich noch im vorderen Schnittbereich über dem Mähkopf ein annähernd quer zur Fahrtrichtung zeigender starrer Tastbügel, der einenends verschwenkbar am Schwenkträger unter Zwischenschaltung eines hydraulischen Druckregelventils befestigt ist. Dieses hydraulische Druckregelventil steht mit einem doppeltwirkenden Differentialzylinder zur seitlichen Verschiebung des Mähkopfes in Verbindung.
  • Beim Annähern an ein Hindernis muss der Fahrer zuerst das Trägerfahrzeug so an das Hindernis heran lenken, dass dieses in der vorderen inneren Einbuchtung des Gehäuses vom Mähkopf ankommt. Dort kontaktiert es den Tastbügel, wodurch der bei gleichzeitiger Betätigung des Druckregelventils ausgelenkt wird. Im Falle des Rechtsanbaus des Mähkopfes an das Trägerfahrzeug verschiebt daraufhin der doppeltwirkende Differentialzylinder den Mähkopf seitlich nach links um einen vorgegebenen Weg. Dabei beginnt sich gleichzeitig durch Lösen einer Entriegelung der Mähkopf um das Hindernis herum zu drehen. Hat der Tastbügel dann das Hindernis passiert, wird der Mähkopf des Mähwerkes wieder vom doppelt wirkenden Hydraulikzylinder seitlich nach recht in seine Ausgangsposition zurück gebracht und er dreht sich während dieser Verschiebung vollständig um das Hindernis herum. Nachteilig an diesem Verfahren ist, dass das Ansteuern des Hindernisses und dessen Aufnahme in der vorderen inneren Einbuchtung des Gehäuses vom Fahrer des Trägerfahrzeuges einiges Geschick erfordert, so das er die Fahrgeschwindigkeit verringern muss und damit zwangsläufig die mögliche Flächenleistung des Mähwerkes senkt. Erschwerend wirkt hier noch, dass die innere Einbuchtung relativ schmal ist. Weiter ist zu bemängeln, dass der Tastbügel keine Positionsbestimmung des Hindernisses vornehmen kann, wodurch die vorstehend erläuterte seitliche Verschiebung des Mähkopfes nur nach einem vorgegebenen Bewegungsablauf vor sich geht, was letztendlich auch die Flächenleistung reduziert. Schließlich ist noch von Nachteil, dass für den Fall des Auftreffens des Hindernisses auf den Schwenkpunkt des Tastbügels eine Anfahrsicherung notwendig ist, die zur Vermeidung von Zerstörungen des Mähkopfes diesen entgegen der Fahrtrichtung ein Stück ausweichen lässt. Derarti ge Einrichtungen sind logischerweise mit höheren Herstellungskosten verbunden.
  • Eine weitere Ausführungsvariante eines Verfahrens zum Steuern eines Werkzeuges ist ebenfalls an einem Mähwerkes zum flächenhaften Mähen von Straßenrändern und zum Freischneiden von vorstehend genannten Hindernissen in der DE 297 16 916 U1 beschrieben. Dieses Mähwerk weist ein Hauptmähwerk und ein hieran schwenkbeweglich abgestütztes und dieses rechtsseitig überragendes Auslegermähwerk auf. Beide Mähwerke werden separat hydraulisch angetrieben. Dem Hauptmähwerk ist ein seitlich an diesem angeordnetes Tastorgan zugeordnet, das als ein um eine vertikale Drehachse schwenkbarer Bügel ausgebildet ist, der sich beim Auftreffen auf ein Hindernis um die Drehachse verschwenkt und der den Frontbereich des Auslegermähwerkes überdeckt. In Abhängigkeit von dessen Schwenkbewegung wird der das Auslegermähwerk mit dem Hauptmähwerk verbindende Schwenkarm, der mit seinem vorderen Ende über eine Schwenkachse am Hauptmähwerk befestigt ist, durch einen geeigneten Steuerzylinder in einer annähernd horizontal liegenden Ebene um die Schwenkachse bewegt. Das der Schwenkachse abgewandte hintere Ende des Schwenkarmes ist mit einer weiteren Schwenkachse mit dem Auslegermähwerk verbunden, das um diese antriebsfrei schwenkbar ist und mittels einer Feder und eines Anschlags in einer konstanten Winkelstellung zum Schwenkarm gehalten wird. Das Hauptmähwerk ist zusätzlich mit einem zweiten Tastorgan ausgestattet, das dem Hauptmähwerk in Fahrtrichtung gesehen vorgelagert ist und dessen gesamten Frontbereich überdeckt.
  • Das Verfahren zum Steuern dieses Mähwerkes gestaltet sich so, dass das Hauptmähwerk und das Auslegermähwerk die Flächenmahd gemeinsam ausführen, bis an einer Stelle ein Hindernis auftaucht. Geschieht das im Schnitt bereich des Hauptmähwerkes, wird dieses mittels geeigneter Stellzylinder vom Trägerfahrzeug aus so weit seitlich verschoben, bis es dem Hindernis ausgewichen ist und dieses nun mit dem Tastorgan vor dem Auslegermähwerk in Kontakt kommt. Das Tastorgan schwenkt dadurch ein und das Auslegermähwerk wird in eine Position hinter das Hauptmähwerk verbracht. Dadurch passiert das Hindernis das Hauptmähwerk unmittelbar in seinem äußeren seitlichen Randbereich. Wenn sich dann das Hindernis noch am hinteren und einwärts gebogenen Ende des Tastorgans befindet, wo das Auslegermähwerk gerade am Hindernis vorbei fährt, beginnt bereits ein seitliches Ausschwenken des Auslegermähwerkes. Wenn unmittelbar danach das Tastorgan und das Hindernis den Kontakt verloren haben, setzt sich diese Auswärtsbewegung beschleunigt fort, wodurch das Gras vor dem Hindernis in einer kreisförmigen und in Fahrtrichtung gesehen nach vorn weisenden Kurvenbahn gemäht wird.
  • Der Hauptnachteil dieses Verfahrens ist, dass unabhängig von der Position des Kontaktes zwischen dem Hindernis und den beiden Tastorganen vorgegebene und unveränderliche Bewegungsabläufe beider Mähwerke ablaufen, die einen entsprechend hohen Zeitaufwand beim Ummähen von Hindernissen mit sich bringen und dadurch die Flächenleistung senken. Ein weiterer wesentlicher funktioneller Mangel besteht darin, dass das Mähwerk nur seitlich am Hindernis vorbeifährt, wobei es dieses vorn nur teilweise und auf dessen Außenseite gar nicht ummäht. Dieser Mangel kann nur durch Nachmähen mit sogenannten Freischneidern in einem weiteren Arbeitsgang behoben werden, der mit Zusatzkosten verbunden ist.
  • Schließlich soll noch auf eine weitere Ausführungsvariante zum Steuern eines Werkzeuges beim Ummähen von Hindernissen auf Straßenrändern hingewiesen werden, die im Mähwerk nach der DE 102 18 702 B4 verwirklicht ist.
  • Dieses Mähwerk weist einen herkömmlichen Mähkopf mit einer oder mehreren nebeneinander angeordneten und quer zur Fahrtrichtung ausgerichteten Rotationswalzen auf, die in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind und für den Zweck des Mähens von Straßenrändern die dafür übliche Schnittbreite besitzen. Das Gehäuse ist auf der dem Trägerfahrzeug benachbarten Seite über eine vertikale Achse an dessen Tragbalken so angeordnet, dass es mittels eines hydraulischen Arbeitszylinders von der quer zur Fahrtrichtung zeigenden Ausgangsposition entgegen der Fahrtrichtung und zurück geschwenkt werden kann. Im seitlich äußeren Querrandbereich des Mähkopfes und in Fahrtrichtung gesehen hinten ist einenends an einer am Mähkopf angebrachten vertikalen Achse ein Schwenkarm angelenkt, der anderenends mit einem um eine vertikale Achse rotierenden Auslegermähwerk ausgestattet ist. Ein am Schwenkarm angreifender hydraulischer Betätigungszylinder sorgt für das Ausschwenken des Auslegermähwerkes von seiner Ausgangsposition völlig hinter dem Mähkopf zur Seite heraus und nach vorn bis zur Anlage an die vordere Außenecke des Mähkopfes. Dem Mähkopf ist noch in Fahrtrichtung gesehen ein Tastbügel vorgeordnet, der ebenfalls um eine vertikale Achse beim Aufprall auf ein Hindernis einschwenkbar ist.
  • Bei der normalen Flächenmahd des Straßenrandes mäht der Mähkopf allein, weil sich das Auslegermähwerk direkt hinter diesem innerhalb des Bereiches seiner Schnittbreite befindet. Bei der Annäherung an ein Hindernis werden dann folgende Steuervorgänge ausgeführt. Der Tastbügel wird durch den Kontakt mit dem Hindernis eingeschwenkt und das Auslegermähwerk wird durch das dabei erzeugte Signal wie vorstehend beschrieben ausgeschwenkt. Sobald der Tastbügel voll eingeschwenkt ist, wird durch den weiteren Druck des Hindernisses auf den Tastbügel bei der Vorwärtsfahrt des Mähwerks dessen Mähkopf um die vertikale Achse am Tragbalken nach hinten geschwenkt, wobei der Mähkopf den inneren Randbereich des Hindernisses und das Auslegermähwerk dessen in Fahrtrichtung gesehenen hinteren Bereich mäht. Sobald das Hindernis den Tastbügel wieder frei gibt, bewegen sich sowohl der Mähkopf als auch das Auslegermähwerk langsam wieder in ihre Ausgangsposition zurück. Das Auslegermähwerk mäht dabei den äußeren Randbereich des Hindernisses, danach noch einmal den hinteren Bereich und abschließend den sich vor dem Hindernis befindenden Bereich.
  • Nachteilig an diesem Verfahren ist, dass durch die vom Tastbügel vorgegebenen Bewegungsabläufe des Mähkopfes und des Auslegermähwerkes beim Auftreffen auf Hindernisse immer eine ganz bestimmte Fahrgeschwindigkeit zu deren sauberem Ummähen eingehalten werden muss, was vom Bediener des Trägerfahrzeuges stets ein Höchstmaß an Konzentration und Geschick verlangt. Noch komplizierter wird der Mähvorgang bei Hindernissen unterschiedlicher Abmessungen, weil dann die Fahrgeschwindigkeit zusätzlich noch geändert werden muss. Beide Aspekte setzen diesem Mähwerk in der Mähleistung objektive Grenzen.
  • Deshalb liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Steuern eines Werkzeuges zu schaffen, das am Beispiel eines Mähwerks zur Pflege von Straßenrändern Hindernisse entsprechend ihrer Position zum Mähwerk mit der höchsten Flächenleistung selbsttastend und ohne Einflussnahme durch den Fahrer des Trägerfahrzeuges sauber ummäht.
  • Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Verfahrensschritte nach Anspruch 1 gelöst, wobei in den Unteransprüchen weitere Verfahrensschritte aufgeführt sind, die diese Lösung in vorteilhafter Weise weiterentwickeln. Durch die Kollision eines oder mehrerer Hindernisse mit dem sich entlang des Frontbereiches des Werkzeuges erstreckenden Abtastbügels verändert sich in ihm der mechanische Spannungsverlauf in Abhängigkeit von der Position des oder der Hindernisse sowie von der Intensität des Zusammenpralls, was im direkten Zusammenhang mit der Größe des Hindernisses steht. Dieser Spannungsverlauf wird mit geeigneten Mitteln gemessen und in entsprechende Signale umgewandelt, die an einen Anbaugerätemodul weitergeleitet werden. An den Bauteilen des Trage- und Steuermechanismus für das Werkzeug sind Sensoren zur Feststellung ihrer augenblicklichen Position angebracht, deren Signale ebenfalls dem Anbaugerätemodul gemeldet werden. Alle genannten Signale werden dann einem im Trägerfahrzeug installierten Zentralrechner zugeführt, in dem außerdem noch von einem Tacho ein Signal über die aktuelle Fahrgeschwindigkeit des Trägerfahrzeuges eingeht. Im Zentralrechner sind Steuerkurven abgespeichert, die für jede Position und Intensität der Kollision des oder der Hindernisse mit dem Abtastbügel in Abhängigkeit von der Position des Trage- und Steuermechanismus ideale Steuersignale enthalten, die an eine regelbare Hydropumpe sowie einen Hydrauliksteuerblock zu deren Betätigung herausgegeben werden. Die Betätigungsorgane für den Trage- und Steuermechanismus werden vom Hydrauliksteuerblock daraufhin so bewegt, dass sie das Werkzeug in einem optimalen Bewegungsablauf um das oder die Hindernisse herum führen, wobei sie vom Abtastbügel dabei kontinuierlich abgetastet werden. Nach dem Passieren des Hindernisses wird das Werkzeug wieder in seine Normalposition quer zur Fahrtrichtung des Trägerfahrzeuges verschwenkt.
  • Vorsorglich wird an dieser Stelle noch darauf hingewiesen, dass der Schutzumfang der Erfindung auch dann nicht verlassen wird, wenn der Signalfluss teilweise in etwas abgewandelter Form technisch ausgeführt wird, wenn zum Beispiel die Signale nicht dem Anbaugerätemodul, sondern dem Zentralrechner auf direktem Wege etc. zugeführt werden. Auch vom Anwendungsgebiet der zu steuernden Werkzeuge wird von diesem erfindungsgemäßen Verfahren ein sehr weit reichender Schutzumfang aufgebaut, weil hierunter alle Werkzeuge fallen, die mit einer Führungsfunktion durch einen Abtastbügel ihre Arbeit verrichten, wie zum Beispiel das Führen eines Reinigungswerkzeuges an Wänden oder Brückenbögen, das Führen einer Wildkrautbürste, das Koordinieren der Bewegung eines Seitenkehrbesens einer Kehrmaschine etc..
  • In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung nach dem Verfahren des Unteranspruchs 2 stehen die Abtastbügel frei im Raum und sind an einer Stelle mittels wenigstens zwei Schrauben bzw. einer einfachen Einspannung statisch bestimmt am Werkzeug angebracht sind. Nur dadurch sind klar definierte und jederzeit reproduzierbare mechanische Spannungszustände in den Abtastbügeln bei der Kollision mit Hindernissen zu erzielen.
  • In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung nach dem Verfahren des Unteranspruchs 3 ist es im Falle des Einsatzes eines Mähwerkes als Werkzeug mit einer Messerwelle und seitlich daneben angeordneten linken und rechten Rotationsmähwerken von Vorteil, einen linken und einen rechten Abtastbügel in Form eines Halbkreises und einen weitestgehend geraden mittigen Abtastbügel einzusetzen. Damit ist gesichert, dass die gesamte schneidende Frontpartie des Mähwerkes durch die Abtastbügel überwacht werden kann.
  • Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung wird nach dem Verfahren des Unteranspruchs 4 darin gesehen, dass die äußere Kontur jedes Abtastbügels von einem Tragbügel gebildet wird, der an seiner Innenseite mit einer Dämpfungs- und Schutzschicht versehen ist, die mehrere mit der Innenseite des Tragbügels verbundene Spannungssensoren abdeckt, die jeder mit einem Sensorkabel zur Weiterleitung ihrer Signale verbunden sind. Durch diesen Aufbau sind die Abtastbügel formstabil und unanfällig gegen Zerstörung ihrer empfindlichen Spannungssensoren. Außerdem verhindert die Dämpfungs- und Schutzschicht ein Aufschaukeln der Schwingungen beim Aufprall eines Hindernisses auf die Abtastbügel.
  • In Weiterbildung der Erfindung ist es nach dem Verfahren des Unteranspruchs 5 empfehlenswert, als Spannungssensoren Dehnmessstreifen einzusetzen, weil die eine hohe Genauigkeit der Messungen garantieren und keine hohen Kosten verursachen.
  • In einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung nach dem Verfahren im Unteranspruch 6 hat es sich bewährt, im Falle des Einsatzes eines Mähwerkes zur Pflege von Straßenrändern als Werkzeug, das mittels eines Trage- und Steuermechanismus an einem Trägerfahrzeug hängt, zur Bestimmung der augenblicklichen Position der Bauteile des Trage- und Steuermechanismus einen Zentralrohrschlitten- Wegesensor, einen Zentralrohr- Winkelsensor, einen Teleskoparm- Wegesensor und einen Turm- Winkelsensor einzusetzen, weil damit die Position dieser Bauteile sowie auch die des Mähwerkes eindeutig definiert ist.
  • Schließlich wird eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung nach dem Verfahren im Unteranspruch 7 darin gesehen, dass im Falle des Einsatzes eines Mähwerkes zur Pflege von Straßenrändern als Werkzeug, das mittels eines Trage- und Steuermechanismus an einem Trägerfahrzeug hängt, als Betätigungsorgane für den Trage- und Steuermechanismus ein Zentralrohrschlitten-Antrieb, ein Zentralrohr- Drehzylinder, ein Teleskoparm- Zylinder und ein Turm- Drehzylinder eingesetzt werden, weil die die Betätigungsorgane am genauesten positionieren können, die dazu erforderlichen hohen Kräfte problemlos aufbringen können und darüber hinaus auch die kostengünstigste Variante sind.
  • Zusammenfassend stellen sich damit die Vorteile der Erfindung so dar, dass hiermit ein Verfahren zum Steuern eines Werkzeuges geschaffen wurde, das am Beispiel eines Mähwerks zur Pflege von Straßenrändern Hindernisse entsprechend ihrer Position zum Mähwerk mit der höchsten Flächenleistung selbsttastend und ohne Einflussnahme durch den Fahrer des Trägerfahrzeuges sauber ummäht.
  • Die Erfindung soll nun an einem Ausführungsbeispiel, bestehend aus einem Trägerfahrzeug und einem daran frontangebauten Mähwerk zur Pflege von Straßenrändern, näher erläutert werden, wobei die einzelnen Figuren zeigen:
  • 1: eine Draufsicht auf das Trägerfahrzeug mit dem Mähwerk kurz vor einem Hindernis
  • 2: eine Frontansicht auf das Mähwerk mit seinem Trage- und Steuermechanismus
  • 3: eine perspektivische Ansicht von links vorn auf das Mähwerk allein
  • 4: eine Ansicht auf einen Abtastbügel gemäß der Ansicht „A" in 3 mit teilweise freigeschnittener Dämpfungs- und Schutzschicht
  • 5: ein Funktionsschaltbild des Verfahrens zum Steuern eines Werkzeuges
  • 6: ein schrittweiser Bewegungsablauf beim Ummähen eines Hindernisses.
  • In 1 ist ein vierrädriges Trägerfahrzeug 1 gezeigt, das mit einer vom Verbrennungsmotor 2 angetriebenen regelbaren Hydropumpe 3 ausgestattet ist. In seiner Kabine sind neben zwei Sitzen 4 ein Zentralrechner 5, ein Joystick 6 und ein Tacho 7 zur Bestimmung seiner augenblicklichen Fahrge schwindigkeit untergebracht. An seiner Frontpartie ist ein horizontal und quer zur Fahrtrichtung ausgerichteter Verschubrahmen 8 angeordnet, an dem ein in gleicher Richtung verschiebebeweglicher Zentralrohrschlitten 9 hängt, mit dem der Trage- und Steuermechanismus 10 für ein als Mähwerk zur Pflege von Straßenrändern ausgebildetes Werkzeug 11 beginnt. Der Zentralrohrschlitten 9 wird von einem Zentralrohrschlitten- Antrieb 12 seitlich nach links oder nach rechts bewegt, wobei ein Zentralrohrschlitten- Wegesensor 13 ständig seine Position feststellt. Das Ende des Trage -und Steuermechanismus 10 ist über eine Schnellwechselvorrichtung 14 und ein Werkzeug- Pendelgelenk 15 mit dem Mähwerk verbunden. Sowohl der Zentralrohrschlitten- Antrieb 12 als auch die Bewegung des gesamten Trage- und Steuermechanismus 10 für das Mähwerk sind im Falle der normalen Flächenmahd ohne Hindernisse manuell mit dem Joystick 6 vom Bediener des Trägerfahrzeuges 1 zu betätigen. In 1 befindet sich das Mähwerk gerade unmittelbar vor einem Hindernis 16.
  • Weitere Einzelheiten des Trage- und Steuermechanismus 10 sind in 2 gezeigt. Im Zentralrohrschlitten 9 steckt ein Zentralrohr 17, das darin um eine vertikal ausgerichtete Achse drehbar aufgenommen ist. Die Drehung führt ein Zentralrohr- Drehzylinder 18 aus, der an einer am unteren Ende des Zentralrohres 17 befestigten Konsole 19 angreift. Die Winkelstellung des Zentralrohres 17 gegenüber dem Zentralrohrschlitten 9 wird von einem Zentralrohr-Winkelsensor 20 ständig erfasst. Am oberen Ende des Zentralrohres 17 ist ein etwa horizontal ausgerichteter Teleskoparm 21 angeordnet, der um eine horizontale Achse in einer vertikalen Ebene schwenkbar ist, was mittels eines sich am Zentralrohr 17 abstützenden Teleskoparm- Hubzylinder 22 ausgeführt wird. Im Inneren des Teleskoparmes 21 ist ein Teleskoparm- Zylinder 23 untergebracht, der eine Längenänderung des Teleskoparmes 21 herbeiführt. Die augenblickliche Länge des Teleskoparmes 21 wird von einem Teleskoparm-Wegesensor 24 gemessen. Das vordere Ende des Teleskoparmes 21 ist als Gelenkauge 25 ausgebildet, in dem das obere Ende eines rohrförmigen Turmes 26 steckt, so dass der um seine etwa vertikal ausgerichtete Turmdrehachse 27 eine Rotationsbewegung ausführen kann, wenn ein sich am Teleskoparm 21 abstützender und anderenends am Turm 26 angreifender Turm- Drehzylinder 28 betätigt wird. Die Winkelstellung des Turmes 26 überwacht ein Turm- Winkelsensor 29. Das untere Ende des Turmes 26 ist, wie bereits vorstehend beschrieben, mit dem Werkzeug 11 über die Schnellwechselvorrichtung 14 und das Werkzeug- Pendelgelenk 15 verbunden. Zum Bodenkopieren des Werkzeuges 11 in der Ausbildung als Mähwerk zur Pflege von Straßenrändern befinden sich zwischen dem unteren Ende des Turmes 26 noch ein Werkzeug- Hubzylinder 30 und ein Werkzeug- Pendelzylinder 31, wobei der erstgenannte in Fahrtrichtung gesehen vor dem Turm 26 und der andere seitlich neben dem Turm 26 angeordnet ist. Für das automatische Bodenkopieren ist es sinnvoll, einen Drucksensor 32 am Teleskoparm- Hubzylinder 22, einen Drucksensor 33 am Werkzeug- Hubzylinder 30 und einen weiteren Drucksensor 34 am Werkzeug- Pendelzylinder 31 vorzusehen.
  • Einen Einblick in den konstruktiven Aufbau des Werkzeuges 11 in der Ausbildung als Mähwerk zur Pflege von Straßenrändern vermitteln die 1 bis 3. Das besitzt ein selbsttragendes Mähwerksgehäuse 35, das aus einem nicht sichtbaren Tragrahmen und einer den Tragrahmen von oben schützenden Abdeckung 36 besteht. Mittig unter der Abdeckung 36 ist eine quer zur Fahrtrichtung zeigende Messerwelle 37 angeordnet, die aus einer Welle und einer Vielzahl an ihr befestigter Schneid- bzw. Schlagmesser 38 besteht. Angetrieben wird sie von einem Hydraulikmotor 39, der sie in einer Ansicht auf die linke Seite des Mähwerkes entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn antreibt.
  • Weiterhin sind unter dem selbsttragenden Mähwerksgehäuse 35 seitlich neben der Messerwelle 37 ein linkes Rotationsmähwerk 40' und ein rechtes Rotationsmähwerk 40" angeordnet, die hier als Fadenmähköpfe ausgebildet sind. Deren Rotationsachsen sind vertikal ausgerichtet und sie werden von je einem oben auf der Abdeckung 36 befestigten linken Hydraulikmotor 41' und einem rechten Hydraulikmotor 41" angetrieben. Ihre Rotationsrichtung ist entgegengesetzt, so dass das von ihnen gemähte Schnittgut zum Schnittbereich der Messerwelle 37 hin befördert wird. Die räumliche Zuordnung beider Rotationsmähwerke 40'; 40" zur Messerwelle 37 ist auf die Arbeitsrichtung des Mähwerkes bezogen gleich weit vor dieser und ihre innen liegenden Rotations- bzw. Schneidkreise weisen zur Schnittbreite der Messerwelle 37 eine geringe Überdeckung auf. Die Vorderfront der Abdeckung 36 des selbsttragenden Mähwerksgehäuses 35 folgt mit ihrer Kontur nach der Draufsicht auf das Mähwerk nach 1 annähernd den Rotations- bzw. Schneidkreisen der Rotationsmähwerke 40'; 40" in deren Frontbereich und sie setzt sich in einer Geraden fort, die in einem gewissen Abstand vor der Messerwelle 37 in einer parallelen Ausrichtung zu dieser verläuft, so dass sich im Bereich der Messerwelle 37 in der Kontur der Abdeckung 36 eine nach vorn offene Ausnehmung 42 befindet. Etwa dieser Kontur folgend ist ein dreiteiliger Abtastbügel an der Abdeckung 36 angebracht, wobei der in Fahrtrichtung gesehene linke Abtastbügel 43' und der rechte Abtastbügel 43" mit wenigstens zwei Schrauben 44' und 44" statisch bestimmt an den Außenseiten der Abdeckung 36 befestigt sind. Der mittige Abtastbügel 45 ist über seinen Schraubflansch 46 im mittleren Bereich des Mähwerkes ebenfalls statisch bestimmt mit wenigstens zwei Schrauben 47 mit der Abdeckung 36 verbunden.
  • Der konstruktive Aufbau der Abtastbügel 43', 43" und 45 ist prinzipiell gleich, der am Beispiel des linken Abtastbügels 43' nach 4 erläutert wird. Die äußere Kontur wird von einem Tragbügel 48 gebildet, der dem betreffenden Abtastbügeln 43', 43" und 45 die Gestalt verleiht. An der Innenseite des Tragbügels 48 ist eine Dämpfungs- und Schutzschicht 49 vorgesehen, die mehrere mit der Innenseite des Tragbügels 48 verbundene Spannungssensoren 50 abdeckt und die zur Verdeutlichung der Lage der Spannungssensoren 50 teilweise freigeschnitten dargestellt ist. Die Signale jedes Spannungssensors 50 werden über ein Sensorkabel 51 zur weiteren Verarbeitung weitergeleitet.
  • In 5 ist in einem Funktionsschema gezeigt, wie die am Verfahren zur Steuerung eines Werkzeuges beteiligten Bauteile bzw. Baugruppen zusammenwirken. Ausgangspunkt ist die Berührung eines oder mehrerer Hindernisse 16 mit den Abtastbügeln 43',43" und/oder 45, wobei die daraus sich ergebenden Signale der Spannungssensoren 50 über die Sensorkabel 51 an einen Anbaugerätemodul 52 weitergeleitet werden. In diesen werden außerdem die Positionssignale des Zentralrohrschlitten- Wegesensors 13, des Zentralrohr-Winkelsensors 20, des Teleskoparm- Wegesensors 24 und des Turm- Winkelsensors 29 eingegeben. Der Anbaugerätemodul 52 leitet alle Signale an den Zentralrechner 5 weiter, in den noch über den Tacho 7 die Fahrgeschwindigkeit des Trägerfahrzeuges 1 Eingang findet. Der Zentralrechner 5 ist über die regelbaren Hydropumpe 3 mit einem Hydrauliksteuerblock 53 verbunden, der den Zentralrohrschlitten- Antrieb 12, den Zentralrohr- Drehzylinder 18, den Teleskoparm- Zylinder 23 und den Turm- Drehzylinder 28 ansteuert und nach den Vorgaben aus dem Zentralrechner 5 das Werkzeug 11 dementsprechend bewegt.
  • In 7 ist eine Möglichkeit gezeigt, mit welchem Bewegungsablauf das Mähwerk zur Pflege von Straßenrändern ein Hindernis 16 am Straßenrand, wie beispielsweise einen Straßenleitpfosten, ein Verkehrsleitelement oder einen Pfosten von Verkehrsschildern, sauber ummäht.
  • 1
    Trägerfahrzeug
    2
    Verbrennungsmotor
    3
    regelbare Hydropumpe
    4
    Sitz
    5
    Zentralrechner
    6
    Joystick
    7
    Tacho
    8
    Verschubrahmen
    9
    Zentralrohrschlitten
    10
    Trage- und Steuermechanismus
    11
    Werkzeug
    12
    Zentralrohrschlitten- Antrieb
    13
    Zentralrohrschlitten- Wegesensor
    14
    Schnellwechselvorrichtung
    15
    Werkzeug- Pendelgelenk
    16
    Hindernis
    17
    Zentralrohr
    18
    Zentralrohr- Drehzylinder
    19
    Konsole
    20
    Zentralrohr- Winkelsensor
    21
    Teleskoparm
    22
    Teleskoparm- Hubzylinder
    23
    Teleskoparm- Zylinder
    24
    Teleskoparm- Wegesensor
    25
    Gelenkauge
    26
    Turm
    27
    Turmdrehachse
    28
    Turm- Drehzylinder
    29
    Turm- Winkelsensor
    30
    Werkzeug- Hubzylinder
    31
    Werkzeug- Pendelzylinder
    32
    Drucksensor am Teleskoparm- Hubzylinder
    33
    Drucksensor am Werkzeug- Hubzylinder
    34
    Drucksensor am Werkzeug- Pendelzylinder
    35
    selbsttragendes Mähwerksgehäuse
    36
    Abdeckung
    37
    Messerwelle
    38
    Schneid- bzw. Schlagmesser
    39
    Hydraulikmotor
    40'; 40"
    linkes/rechtes Rotationsmähwerk
    41'; 41"
    linker/rechter Hydraulikmotor
    42
    Ausnehmung
    43'; 43"
    linker/rechter Abtastbügel
    44'; 44"
    Schrauben
    45
    mittiger Abtastbügel
    46
    Schraubflansch
    47
    Schrauben
    48
    Tragbügel
    49
    Dämpfungs- und Schutzschicht
    50
    Spannungssensoren
    51
    Sensorkabel
    52
    Anbaugerätemodul
    53
    Hydrauliksteuerblock

Claims (7)

  1. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern eines Werkzeuges (11), insbesondere eines Mähwerkes zur Pflege von Straßenrändern, wonach neben dem Mähen von Gras bzw. Gestrüpp auf diesen Flächen durch eine gezielte Steuerung der Bewegungsabläufe des Mähwerkes Hindernisse (16) auf diesen Flächen, wie zum Beispiel Straßenleitpfosten, Verkehrsleitelemente sowie Pfosten von Verkehrsschildern, ummäht werden, gekennzeichnet durch die Verfahrensschritte: a) entlang des Frontbereiches des Werkzeuges (11) erstreckt sich wenigstens ein Abtastbügel (43'; 43"; 45), der positions- und lastabhängige Signale aus seiner Kollision mit einem oder mehreren Hindernissen (16) liefert und diese an einen Anbaugerätemodul (52) weiterleitet, b) an den Bauteilen des Trage- und Steuermechanismus (10) sind Sensoren zur Feststellung ihrer augenblicklichen Position angebracht, deren Signale ebenfalls dem Anbaugerätemodul (52) gemeldet werden, c) alle Signale des Anbaugerätemoduls (52) werden dann einem Zentralrechner (5) zugeführt, in dem außerdem noch von einem Tacho (7) ein Signal über die aktuelle Fahrgeschwindigkeit des Trägerfahrzeuges (1) eingeht, d) im Zentralrechner (5) sind Steuerkurven abgespeichert, die für jede Position und Intensität der Kollision des oder der Hindernisse (16) mit den Abtastbügeln (43'; 43"; 45) in Abhängigkeit von der Position des Trage- und Steuermechanismus (10) ideale Steuersignale enthalten, die an eine regelbare Hydropumpe (3) sowie einen Hydrauliksteuerblock (53) zu deren Betätigung herausgegeben werden, e) die Betätigungsorgane für den Trage- und Steuermechanismus (10) werden vom Hydrauliksteuerblock (53) daraufhin so bewegt, dass sie das Werkzeug (11) in einem optimalen Bewegungsablauf um das oder die Hindernisse (16) herum führen.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtastbügel (43'; 43"; 45) frei im Raum stehen und an einer Stelle mittels wenigstens zwei Schrauben (44'; 44") bzw. einer einfachen Einspannung statisch bestimmt am Werkzeug (11) angebracht sind,
  3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle des Einsatzes eines Mähwerkes als Werkzeug (11) mit einer Messerwelle (37) und seitlich daneben angeordneten linken und rechten Rotationsmähwerken (40'; 40") ein linker und rechter Abtastbügel (43'; 43") in Form eines Halbkreises und ein weitestgehend gerader mittiger Abtastbügel (45) zum Einsatz kommen.
  4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Kontur jedes Abtastbügels (43'; 43"; 45) von einem Tragbügel (48) gebildet wird, der an seiner Innenseite mit einer Dämpfungs- und Schutzschicht (49) versehen ist, die mehrere mit der Innenseite des Tragbügels (48) verbundene Spannungssensoren (50) abdeckt, die jeder mit einem Sensorkabel (51) zur Weiterleitung ihrer Signale verbunden sind.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannungssensoren (50) Dehnmessstreifen sind.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle des Einsatzes eines Mähwerkes zur Pflege von Straßenrändern als Werkzeug (11), das mittels eines Trage- und Steuermechanismus (10) an einem Trägerfahrzeug (1) hängt, zur Bestimmung der augenblicklichen Position der Bauteile des Trage- und Steuermechanismus (10) ein Zentralrohrschlitten-Wegesensor (13), ein Zentralrohr- Winkelsensor (20), ein Teleskoparm-Wegesensor (24) und ein Turm- Winkelsensor (29) eingesetzt werden.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle des Einsatzes eines Mähwerkes zur Pflege von Straßenrändern als Werkzeug (11), das mittels eines Trage- und Steuermechanismus (10) an einem Trägerfahrzeug (1) hängt, als Betätigungsorgane für den Trage- und Steuermechanismus (10) ein Zentralrohrschlitten- Antrieb (12), ein Zentralrohr-Drehzylinder (18), ein Teleskoparm- Zylinder (23) und ein Turm- Drehzylinder (28) eingesetzt werden.
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