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DE102005021453B3 - Anreißlehre zum Anreißen von Linien an Fliesen usw. - Google Patents

Anreißlehre zum Anreißen von Linien an Fliesen usw. Download PDF

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DE102005021453B3
DE102005021453B3 DE102005021453A DE102005021453A DE102005021453B3 DE 102005021453 B3 DE102005021453 B3 DE 102005021453B3 DE 102005021453 A DE102005021453 A DE 102005021453A DE 102005021453 A DE102005021453 A DE 102005021453A DE 102005021453 B3 DE102005021453 B3 DE 102005021453B3
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Walter Kristen
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04FFINISHING WORK ON BUILDINGS, e.g. STAIRS, FLOORS
    • E04F21/00Implements for finishing work on buildings
    • E04F21/0076Implements for finishing work on buildings for marking and cutting tiles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Finishing Walls (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Anreißlehre zum Anreißen von Linien an Fliesen, Bodenbelägen oder anderen flächigen Werkstücken. DOLLAR A Gemäß der Erfindung ist eine solche Anreißlehre mit den folgenden Elementen bzw. Merkmalen versehen: DOLLAR A - mit einer Mehrzahl von flächigen Körpern, die gerade oder gekrümmte Konturen aufweisen; DOLLAR A - die Körper sind derart zusammenfügbar, dass sie gemeinsam eine Schablone bilden, die eine Gesamtkontur aufweist, die der gewünschten Anreißlinie entspricht; DOLLAR A - es sind Mittel vorgesehen, mit denen die Körper in zusammengefügtem Zustand auf lösbare Weise temporär fixierbar sind.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Anreißlehre zum Herstellen von Anreiß- oder Ritzlinien an flächigen Werkstücken, vor allem an Fliesen oder an Bodenbelägen.
  • Solche Anreißlehren werden z. B. beim Verlegen von Fliesen dann benötigt, wenn diese zurechtgeschnitten werden müssen. Dies kommt in Betracht bei Arbeiten an Deckenschrägen, Türstöcken, Säulen, Wasserrohren, Steckdosen oder Innenecken. Dann müssen nämlich die Fliesen beschnitten werden. Die Fliesen sind im Allgemeinen – aber nicht immer – rechteckig oder quadratisch. Die Anreißlinien können parallel zu einer Kante der betreffenden Fliese verlaufen, aber auch geneigt hierzu. Sie können auch einen gekrümmten Verlauf haben.
  • Ein Problem beim Anreißen besteht darin, die Anreißlinie entsprechend den Gegebenheiten genau anzubringen, d. h. derart, dass die Fliese in beschnittenem Zustand die zur Verfügung stehende Fläche völlig bedeckt. Abweichungen von der Soll-Kontur führen zu einem unschönen Aussehen und sollen vermieden werden. Dabei ist das genaue Legen der Anreißlinie mit den bisher bekannten Anreißlehren schwierig. Die Schwierigkeit liegt vor allem im genauen Maßnehmen. Gelingt es nicht, genau Maß zu nehmen, so hat auch die Anreißlinie nicht den richtigen Verlauf, und damit auch die Kontur der Fliese nach ihrem Zuschnitt. Besonders problematisch ist das Anreißen von Fliesen, die auf nicht-horizontale Flächen verlegt werden sollen, beispielsweise an Wänden. Hier muss der Fliesenleger die Fliese in ihrer Position halten und zugleich die Anreißarbeit durchführen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anreißlehre anzugeben, mit welcher die genannten Nachteile vermieden werden. Insbesondere soll damit die genaue Lage der zu legenden Anreißlinie ermittelt werden. Der Anreißvorgang soll auch an nicht-horizontalen Flächen leicht und bequem und außerdem mit großer Genauigkeit vorgenommen werden können.
  • Diese Aufgabe wird durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
  • Der Kerngedanke der Erfindung besteht demgemäß darin, die Anreißlehre aus einer Mehrzahl von flächigen Körpern zusammenzufügen, welche gerade oder gekrümmte Konturen aufweisen, und welche derart zusammenfügbar sind, dass sie gemeinsam eine Schablone bilden. Die Schablone hat die Gesamtkontur, die der gewünschten Anreißlinie entspricht. Die Anreißlinie lässt sich lagegenau positionieren. Ein weiterer wichtiger Gedanke der Erfindung besteht darin, die genannten flächigen Körper zeitlich vorübergehend lösbar miteinander zu verbinden. Hierzu sind verschiedene Maßnahmen oder Mittel denkbar. Die wichtigste Maßnahme besteht darin, die Körper zu magnetisieren, so dass sie als Dauermagnete wirken, die aneinander haften, wenn sie gemeinsam zu einer Schablone zusammengefügt werden, und solange sie ihre Funktion als Schablone erfüllen sollen. Gleichwertige Maßnahmen sind denkbar. So könnten die flächigen Körper beispielsweise mit Klettenverschluss versehen werden, oder ganz einfach mit einem Klebstoff nach Art des Klebstoffes bei Haftzetteln. Wichtig ist, dass ein leichtes Lösen möglich ist, so dass die flächigen Körper erneut für andere Anwendungsfälle mit anderen Konturen eingesetzt werden können.
  • Die erfindungsgemäße Anreißlehre umfasst zweckmäßigerweise eine ebenfalls flächige Tragplatte zum Auflegen und Festhalten der Körper. Die Tragplatte kann magnetisiert sein, so dass die flächigen Körper hieran haften.
  • Dabei haben die flächigen Körper vorzugsweise die Gestalt von Streifen oder Fingern mit zueinander parallelen Längskanten. Das Ende des einzelnen „Fingers" hat eine Kontur, die Teil der Kontur der zusammenzufügenden Schablone ist. Dies bedeutet natürlich, dass die einzelnen Finger vom Fliesenleger entsprechend ihrer Kontur aus einem Vorrat von Fingern ausgesucht werden müssen.
  • Die Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert. Darin ist im Einzelnen folgendes dargestellt:
  • 1 zeigt eine Anreißlehre in Draufsicht beim Verlegen von Fliesen an einer vertikalen Wand.
  • 2 zeigt eine Tragplatte als Bestandteil der Anreißlehre gemäß 1.
  • 3 zeigt die Finger einer weiteren Anreißlehre.
  • 4 zeigt eine dritte Anreißlehre mit einer Steckdosen-Schablone.
  • 5 zeigt eine biegsame Schablone als Bestandteil einer vierten Anreißlehre.
  • 6 zeigt eine Tragplatte mit einer biegsamen Schablone und geradlinigen Fingern.
  • 7 zeigt eine Tragplatte mit geradlinigen Fingern.
  • Die in 1 dargestellte Anreißlehre 1 umfasst eine Tragplatte 1.1 sowie drei Finger 1.2, 1.3, 1.4. Man erkennt ferner eine Anzahl von Fliesen 2, die bereits an einer vertikalen Wand verlegt sind. Ein Deckenbalken 3 befindet sich im oberen Bereich der Wand. In diesem Bereich sind die Fliesen noch nicht verlegt. Die Fliesen müssen um den Deckenbalken herumgelegt und demgemäß entsprechend zugeschnitten werden.
  • Jeder der drei Finger 1.2, 1.3, 1.4 weist an seinem oberen Ende eine bestimmte Kontur auf – siehe die Konturen 1.2.1, 1.3.1 und 1.4.1. Die genannten Konturen folgen in ihrer Gesamtheit der Kontur des Deckenbalkens 3. Die Finger sind entsprechend ausgewählt aus einem Vorrat von Fingern. Der Vorrat umfasst Finger wie die Finger 1.3, 1.4 mit geradlinigen Konturen, aber auch Finger wie der Finger 1.2 mit einer 45°-Kontur 1.2.1, die relativ häufig vorkommt. Auch Finger mit anderen Konturen können auf Vorrat gehalten werden, beispielsweise gerundete Konturen, wie die Finger 1.5, 1.6 und 1.7 gemäß 3.
  • Die gezeigten Finger sowie die Tragplatten sind magnetisch. Dies bedeutet, dass Finger und Tragplatten beim Aufeinanderlegen aneinander haften. Sie können aber wieder leicht voneinander gelöst werden. Dies macht die Arbeit des Fliesenlegers leicht und einfach.
  • Die Tragplatten sowie die Finger bestehen im vorliegenden Falle aus relativ dünnen Streifen mit einer Stärke von wenigen Zehntel Millimetern oder wenigen Millimetern. Abweichungen nach oben oder nach unten können vorliegen. Die Dicken können somit variieren zwischen beispielsweise 0,1 bis 10 mm, besser 0,5 bis 3 mm. Sind die Finger dünn genug, so können sie auch je nach Bedarf auf bestimmte Konturen an ihren Enden vom Fliesenleger zurechtgeschnitten werden.
  • Die Tragplatte 1.1 gemäß den 1 und 2 ist abgekröpft, so dass sie in Seitenansicht gemäß 2 die Gestalt eines L mit zwei Schenkeln 1.1.1 und 1.1.2 hat. Schenkel 1.1.2 lässt sich in die Fugen zwischen einander benachbarten horizontalen Zeilen von Fliesen 2 einstecken. Damit ist die gesamte Anreißlehre samt der Finger ortsfest, was dem Fliesenleger ein bequemes Arbeiten ermöglicht.
  • Bei der Darstellung gemäß 3 liegt die Anreißlehre 1 in einer horizontalen Ebene. Es soll ein Boden 4 verfliest werden, der an eine Mauer 5 anstößt. Die Mauer hat einen kreisbogenförmigen Vorsprung 5.1.
  • Die Anreißlehre 1 gemäß 4 weist wiederum eine Tragplatte 1.1 auf, ferner eine Schablone 1.8, die dieselbe Funktion wie die zuvor genannten Finger hat. Die Schablone weist eine Aussparung 1.8.1 auf. Sie wird dann benutzt, wenn eine Fliese mit einer Aussparung für eine Steckdose oder dergleichen versehen werden soll.
  • Die Schablone 1.9 gemäß 5 umfasst einen biegsamen Streifen 1.9.1 sowie eine Anzahl von Füßen 1.9.2. Der Streifen 1.9.1 ist von geringer Stärke, beispielsweise 0,5 bis 1 mm. Sein Maß senkrecht zur Zeichenebene kann größer sein, beispielsweise 5 bis 10 mm. Die Füße 1.9.2 sind wiederum magnetisch, genauso wie die Tragplatte 1.1. Streifen 1.9.1 lässt sich leicht verbiegen, so dass er jegliche gewünschte Kontur annehmen kann.
  • Die in 6 dargestellte Ausführungsform zeigt wiederum eine Tragplatte 1.1 mit einer Schablone analog jener gemäß 5, kombiniert mit einer Anzahl von Fingern 1.10 bis 1.16.
  • 7 zeigt eine Tragplatte 1.1 mit geradlinigen Fingern, die entsprechend der vorausgegangenen Ausführungsformen aus magnetisierbaren Streifen bestehen. Die schraffierten Flächen sind Mauerflächen, um welche Fliesen herumgelegt werden.
  • Die Finger gemäß der 1 und 3, die Schablone gemäß 4 sowie die Schablone gemäß 5 lassen sich in Kombination anwenden, d. h. alle auf einer einzigen Tragplatte 1.1, gegebenenfalls auch auf mehreren Tragplatten.
  • Zweckmäßiger Weise werden die Finger nebeneinander gelegt, so dass ihre Längskanten aneinander anstoßen. Dies muss jedoch nicht so sein. Sie können auch unter einem spitzen Winkel zueinander auf die Tragplatte 1.1 gelegt werden. Die Finger können sich auch überlappen, so dass sie teilweise aufeinander liegen. Hierbei kann gegebenenfalls auf eine Tragplatte verzichtet werden.
  • Die Mittel zum lösbaren temporären Fixieren der Körper – sei es an einer Tragplatte, oder aneinander, können auch Saugnäpfe sein.

Claims (4)

  1. Anreißlehre zum Anreißen von Linien an Fliesen (2), Bodenbelägen oder anderen flächigen Werkstücken; 1.1 mit einer Mehrzahl von flächigen Körpern (1.2 bis 1.7), die gerade oder gekrümmte Konturen aufweisen; 1.2 die Körper (1.2 bis 1.8) sind derart zusammenfügbar, dass sie gemeinsam eine Schablone bilden, die eine Gesamtkontur aufweist, die der gewünschten Anreißlinie entspricht; 1.3 es sind Mittel vorgesehen, mit denen die Körper (1.1 bis 1.7) in zusammengefügtem Zustand auf lösbare Weise temporär fixierbar sind; gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale: 1.4 die Mittel zum lösbaren temporären Fixieren bestehen aus einem Magnetisieren der Körper (1.2 bis 1.7), oder aus Klettverschlüssen oder aus Haftklebern oder aus Saugnäpfen.
  2. Anreißlehre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Tragplatte (1.1) zum Auflegen und Festhalten der Körper vorgesehen ist.
  3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragplatte (1.1) eine Schablone (1.8) mit einer oder mehreren Aussparungen (1.8.1) zugeordnet ist.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragplatte (1.1) eine Schablone (1.9) zugeordnet ist, umfassend einen biegsamen Streifen (1.9.1) sowie auf die Platte (1.1) auflegbare und an dieser temporär und lösbar fixierbare Füße (1.9.2).
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE8412678U1 (de) * 1984-04-25 1984-07-19 Kubasik, Klaus, 7100 Heilbronn Anreisswerkzeug
DE29904641U1 (de) * 1999-03-12 1999-06-10 John, Jürgen, 38104 Braunschweig Eine Meß- und Anreißlehre für Platten
DE20018636U1 (de) * 2000-10-31 2001-01-18 Lechner, Helmut, 34537 Bad Wildungen Anlegehilfe für Zeichen-, Anreiß- und/oder Schneidarbeiten

Patent Citations (3)

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