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DE102005021330B3 - Verfahren und Vorrichtung zum elektrischen Pressschweissen von mehrteiligen Werkstücken - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum elektrischen Pressschweissen von mehrteiligen Werkstücken Download PDF

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DE102005021330B3
DE102005021330B3 DE200510021330 DE102005021330A DE102005021330B3 DE 102005021330 B3 DE102005021330 B3 DE 102005021330B3 DE 200510021330 DE200510021330 DE 200510021330 DE 102005021330 A DE102005021330 A DE 102005021330A DE 102005021330 B3 DE102005021330 B3 DE 102005021330B3
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DE
Germany
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welding
tool
welding machine
holding tool
workpiece
Prior art date
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Expired - Fee Related
Application number
DE200510021330
Other languages
English (en)
Inventor
Günther Reverchon
Steffen Achatz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CONNTRONIC PROZESS und AUTOMAT
CONNTRONIC PROZESS- und AUTOMATISIERUNGSTECHNIK GmbH
Original Assignee
CONNTRONIC PROZESS und AUTOMAT
CONNTRONIC PROZESS- und AUTOMATISIERUNGSTECHNIK GmbH
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K37/00Auxiliary devices or processes, not specially adapted for a procedure covered by only one of the other main groups of this subclass
    • B23K37/04Auxiliary devices or processes, not specially adapted for a procedure covered by only one of the other main groups of this subclass for holding or positioning work
    • B23K37/047Auxiliary devices or processes, not specially adapted for a procedure covered by only one of the other main groups of this subclass for holding or positioning work moving work to adjust its position between soldering, welding or cutting steps

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  • Resistance Welding (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum elektrischen Pressschweißen von mehrteiligen Werkstücken (6) mittels mindestens einer mit zustellbaren Elektroden (4, 5) bestückten Schweißmaschine (2). Die Werkstückteile (7, 8) werden außerhalb der Schweißmaschine (2) in einen transportablen Werkstückhalter (9) mit mindestens zwei relativ zueinander beweglichen und elektrisch leitenden Werkzeugschalen (10, 11) eingelegt und mit dem geschlossenen Werkstückhalter (9) in die Schweißmaschine (2) zwischen die Elektroden (4, 5) zum Schweißen eingeführt. Nach dem Schweißvorgang wird der Werkstückhalter (9) wieder entnommen und entladen. Der Werkstückhalter (9) kann mit einer Bestückungseinrichtung (25) maschinell mit den Werkstückteilen (7, 8) bestückt werden.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum elektrischen Pressschweißen von mehrteiligen Werkstücken mit den Merkmalen im Oberbegriff des Verfahrens- und Vorrichtungshauptanspruchs.
  • Aus der Praxis ist es bekannt, beim elektrischen Widerstandspressschweißen die Werkstücke in entsprechende Aufnahmen an den zustellbaren und mit dem Schweißstrom beschickbaren Elektroden einer Schweißmaschine anzulegen. Diese Zuführung der einzelnen Werkstückteile und die Entnahme der geschweißten Fertigteile erfolgen manuell. Das Werkstückhandling dauert dabei länger als der eigentliche Schweißprozess, der z.B. beim elektrischen Impulsschweißen, insbesondere beim Kondensator-Entladungsschweißen, sehr kurz ist.
  • Die DE 26 38 064 A1 offenbart eine Vorrichtung zum Widerstands-Pressschweißen von Kleinbauteilen unter Verwendung von Schweißelektroden und Hilfselektroden, die vom Schweißstrom durchflossen werden. Die Hilfselektroden schalten eine der beiden Schweißelektroden in den Sekundär-Stromkreis des Schweißtransformators und ermöglichen am Schweißautomaten eine einseitige Stromzufuhr zu beiden Schweißelektroden. Die Hilfselektroden haben keinen direkten Kontakt mit den Werkstückteilen. Die dienen auch nicht als Werkzeugschalen eines Haltewerkzeugs.
  • Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein besseres Verfahren nebst Vorrichtung zum Pressschweißen aufzuzeigen.
  • Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen im Verfahrens- und Vorrichtungshauptanspruch.
  • Der Einsatz eines transportablen Haltewerkzeugs, das außerhalb der Schweißmaschine mit den Werkstückteilen bestückt werden kann, beschleunigt die Gesamtdauer des Schweißprozesses erheblich und führt zu einer deutlichen Leistungssteigerung. Das Haltewerkzeug überträgt mit seinem elektrisch leitenden Werkzeugschalen den von den Elektroden zugeführten Strom und wird hierdurch zu einem mobilen Bestandteil der Schweißmaschine. Das Haltewerkzeug kann mehrfach vorhanden sein, so dass die Bestückung und Entleerung von Haltewerkzeugen sowie der eigentliche Schweißvorgang voneinander entkoppelt sind und einander zeitlich überlappen können. Die Bestückung und Entleerung des Haltewerkzeugs außerhalb der Schweißmaschine ist außerdem einfacher und komfortabler. Insbesondere steht hierfür mehr Platz und Bewegungsfreiheit zur Verfügung.
  • Die Handhabung des Haltewerkzeugs nebst Bestückung und Entladung kann manuell erfolgen. Das transportable und ggf. mehrfach vorhandene Haltewerkzeug erlaubt aber auch eine maschinelle Handhabung und eine dementsprechende Leistungssteigerung. Durch eine Vollautomatisierung können Arbeitskosten eingespart werden.
  • Durch eine geeignete elektrische Isolierung kann bei einer maschinellen Handhabung das Haltewerkzeug während des Schweißprozesses in der Schweißmaschine von der Handhabungseinrichtung festgehalten werden. Dies führt zu einer weiteren Beschleunigung und Vereinfachung der Handhabung. Ein An- und Abkuppeln des Werkstückträgers von der Handhabungseinrichtung ist entbehrlich.
  • Das Haltewerkzeug kann mit einer integrierten oder zugeordneten Schließeinrichtung kombiniert werden, die ein Schließen der Werkzeugschalen nach der Bestückung bewirkt und die Werkzeugschalen während der weiteren Handhabung bis zur Entladung zusammenhält. Durch geeignete Führungen können die eingelegten Werkstückteile in ihrer schweißgerechten Lage zueinander positioniert und fixiert werden.
  • Die Werkzeugschalen können formschlüssige Aufnahmen für die Werkstückteile haben, welche einerseits für den notwendigen Halt und sie prozessgerechte Position der Werkstückteile und andererseits für den stromführenden Kontakt und die Kraftübertragung beim Zusammenpressen zwischen den Elektroden sorgen. Durch eine geeignete Formanpassung der Werkstückaufnahmen kann ein vollflächiger strom- und kraftleitender Kontakt zu den Werkstückteilen hergestellt werden. Die Einlegetiefe der Werkstückaufnahmen ist dabei so bemessen, dass in Schließstellung die Werkzeugschalen voneinander distanziert sind, so dass der Schweißstrom ausschließlich über die Kontaktbereiche der Werkstückteile fließt und für deren Verschweißung sorgt.
  • Das beanspruchte Verfahren und die Vorrichtung eignen sich besonders für das elektrische Impulsschweißen, insbesondere das Kondensator-Entladungsschweißen. Die wesentlich verkürzten Handhabungszeiten reduzieren die Gesamtzeit des Prozesses und erhöhen die Wirtschaftlichkeit, die Einsatzbereiche und auch die Verfügbarkeit dieser Schweißtechnik. Eine besondere Eignung besteht hierbei für schalenförmige Werkstückteile, die an ihrem offenen Schalenrändern passgenau in Kontakt gebracht und verschweißt werden können. Insbesondere ist es möglich, an den Schalenrändern eine umlaufende Schweißnaht und speziell auch eine Dichtschweißung herzustellen. Dies ist besonders im Behälterbau von Vorteil.
  • In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.
  • Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise und schematisch dargestellt. Im einzelnen zeigen:
  • 1: eine Draufsicht auf eine Schweißzelle mit einer Schweißmaschine, mehreren Haltewerkzeugen und einer Handhabungseinrichtung,
  • 2: eine Draufsicht auf eine Variante der Schweißzelle von 1 mit vier Robotern,
  • 3: eine perspektivische Ansicht einer Schweißmaschine mit einem Roboter und einem Haltewerkzeug in Zuführstellung,
  • 4 und 5: verschiedene perspektivische Ansichten der Werkzeugschalen eines Haltewerkzeugs,
  • 6 und 7: verschiedene perspektivische Ansichten des Haltewerkzeugs mit einer Schließeinrichtung.
  • 1 zeigt in der Draufsicht eine Vorrichtung zum elektrischen Pressschweißen von mehrteiligen Werkstücken (6), die in der gezeigten Ausführungsform als Schweißzelle ausgebildet ist. Die Schweißzelle kann alternativ Bestandteil einer größeren Schweißanlage sein. In der gezeigten Ausführungsform ist die Schweißzelle (1) voll automatisiert. Sie kann alternativ teilweise manuell betrieben werden.
  • In der Schweißzelle (1) ist mindestens eine elektrische Schweißmaschine (2) zur Ausführung des elektrischen Pressschweißprozesses angeordnet. Sie besitzt mindestens zwei unter Kraft zustellbare Elektroden (4,5), die in einem Gestell (3) mit einer Zustelleinrichtung (nicht dargestellt) gelagert sind. Die Schweißmaschine (2) umfasst ferner mindestens eine geeignete Schweißstromquelle sowie eine Prozesssteuerung (beide nicht dargestellt). Der Pressbereich an den Elektroden (4,5) ist von ein oder mehreren, vorzugsweise von zwei Seiten her zugänglich. In der gezeigten Ausführungsform werden die Elektroden vertikal aufeinander zubewegt und zusammen gepresst.
  • Der Pressschweißprozess kann unterschiedlich ausgebildet sein. Es handelt sich vorzugsweise um einen elektrischen Widerstands-Pressschweißprozess, insbesondere ein Impulsschweißverfahren. Besonders bevorzugt ist das elektrische Kondensator-Entladungsschweißverfahren, bei dem eine Kondensatoranordnung elektrisch aufgeladen wird und beim Entladevorgang über einen Schwingkreis einen Impulsstrom über die Elektroden (4,5) fließen lässt.
  • Die Schweißzelle (1) dient zum elektrischen Pressschweißen von ein oder mehreren Werkstücken (6), die in 1 und 2 als Fertigteile dargestellt sind und die aus zwei oder mehr miteinander zu verschweißenden Werkstückteilen (7,8) bestehen. Für die Werkstückteile (7,8) oder das sogenannte Halbzeug sind je nach Zellenausgestaltung ein, zwei oder mehr Werkstückzuführungen (24) vorhanden. Die Fertigteile (6) können von zwei beidseits der Schweißmaschine (2) angeordneten Fertigteilabfuhren (26) abtransportiert werden.
  • Die Werkstückteile (7,8) werden außerhalb der Schweißmaschine (2) in einem transportablen Haltewerkzeug (9) eingelegt, das mindestens zwei relativ zueinander bewegliche und elektrische leitende Werkzeugschalen (10,11) aufweist. 4 bis 7 zeigen diese Anordnung. Das Haltewerkzeug (9) kann mittels einer Schließeinrichtung (14) eingeschlossen werden, wobei die Werkzeugschalen (10,11) aufeinander zubewegt werden und die Werkstückteile (7,8) zwischen sich halten. Das geschlossene Haltewerkzeug (9) kann in die Schweißmaschine (2) eingeführt und zwischen die zurückgezogenen Elektroden (4,5) eingebracht werden. Anschließend werden die Elektroden (4,5) für den Schweißprozess gegeneinander zugestellt und an die Werkzeugschalen (10,11) angepresst, wobei sie auch die Werkstückteile (7,8) zusammendrücken. Der Schweißstrom wird über die Elektroden (4,5) und die Werkzeugschalen (10,11) durch die Werkstückteile (7,8) geleitet. An den Kontaktstellen der Werkstückteile (7,8) entsteht durch den dortigen Übergangswiderstand eine Stromkonzentration, welche zu einer Plastifizierung oder zu einem Teigigwerden und zu einer Schweißverbindung an den Kontaktstellen führt. Anschließend kann das Haltewerkzeug (9) nach der Stromabschaltung und dem Rückzug der Elektroden (4,5) wieder entnommen und nach dem Entladen des Fertigteils (6) erneut bestückt werden.
  • Die Bestückung des Haltewerkzeugs (9) kann manuell oder maschinell mittels einer Bestückungseinrichtung (25) erfolgen. Letztere kann an die Werkstückzuführung (24) angeschlossen sein. Die Handhabung des Haltewerkzeugs (9) kann ebenfalls manuell oder maschinell geschehen, wobei auch der Schließvorgang manuell durchgeführt werden kann. Anstatt der vorerwähnten mechanischen Schließeinrichtung (14) kann ein manuell betätigbarer Verschluss vorhanden sein, der die Werkzeugschalen (10,11) in Schließstellung zusammenhält und ggf. auch unter einem gewissen Spanndruck hält.
  • In der gezeigten und bevorzugten Ausführungsform ist eine maschinelle Handhabungseinrichtung (18) vorgesehen. Diese kann ein oder mehrere mehrachsige Manipulatoren (19,20,21,22) aufweisen, wobei vorzugsweise zwei oder mehr Manipulatoren (19,20,21,22) paarweise beidseits der Schweißmaschine (2) angeordnet sind. Die Manipulatoren (19,20,21,22) können beliebig ausgebildet sein und beliebig viele rotatorische und/oder translatorische Bewegungsachsen haben. In der gezeigten Ausführungsform sind sie als Industrieroboter, vorzugsweise als sechsachsige Gelenkarmroboter, ausgebildet. Die Manipulatoren (19,20,21,22) halten jeweils mit ihrer Manipulator- oder Roboterhand (23) ein Haltewerkzeug (9) mittel eines elektrisch isolierten Anschlusses (17). Alternativ können an einer Roboterhand (23) auch mehrere Haltewerkzeuge (9) angeordnet sein.
  • In der gezeigten Ausführungsform von 1 sind zwei Roboter (19,21) beidseits der Schweißmaschine (2) angeordnet, wobei jedem Roboter (19,21) jeweils eine Bestückungseinrichtung (22) und eine Fertigteilabfuhr (26) zugeordnet sind. Bei dieser Ausführung ist eine einzelne Werkstückzuführung (24) vorhanden.
  • In der Variante von 2 sind beidseits der Schweißmaschine (2) jeweils zwei Roboter (19,20) und (21,22) angeordnet, wobei jedem dieser Roboterpaare eine eigene Werkstückzuführung (24) und eine eigene Bestückungseinrichtung (25) nebst einer Fertigteilabfuhr (26) zugeordnet ist. In beiden Ausführungsformen bedienen die Manipulatoren oder Roboter (19,20,21,22) abwechselnd die Schweißmaschine (2) und bringen ein bestücktes Haltewerkzeug (9) zwischen die Elektroden (4,5). Während des Schweißprozesses können die Haltewerkzeuge (9) dank des elektrisch isolierten Anschlusses (17) mit der Roboterhand (23) verbunden bleiben. Nach dem Schweißprozess werden die Haltewerkzeuge (9) entnommen, geöffnet und auf geeignete Weise auf die Fertigteilabfuhr (26) entladen. Je nach Art der Werkstücke (6) fallen diese von allein aus dem geöffneten Haltewerkzeug (9). Alternativ können sie durch eine Entladevorrichtung, z.B. einen integrierten Ausstoßer (nicht dargestellt) ausgeworfen und an die Fertigteilabfuhr (26) übergeben werden.
  • In beiden gezeigten Ausführungsformen von 1 und 2 sind die Be- und Entladezeiten des Haltewerkzeugs (9) von den eigentlichen Schweißzeiten entkoppelt. Wenn sich ein Haltewerkzeug (9) in der Schweißmaschine (2) befindet, können in der gleichen Zeit ein oder mehrere andere Haltewerkzeuge (9) bestückt oder entladen werden. Die Auslegung der Handhabungseinrichtung (8) kann auch von der Kapazität der Schweißmaschine (2) und der Dauer des Schweißprozesses abhängen. Bei der Variante von 1 kann die Schweißzeit ungefähr die gleiche Länge wie die Bestückungs- und Entladezeit einschließlich der Transport- und Bewegungszeiten der Roboter (19,21) sein. In der leistungsfähigeren Variante von 2 ist die Schweißmaschine (2) schneller, so dass während der Bestückungs-Transport- und Entladezeit eines Haltewerkzeugs (9) drei Schweißprozesses an anderen Haltewerkzeugen (9) durchgeführt werden können. Die vier Roboter (19,20,21,22) bedienen zyklisch abwechselnd die Schweißmaschine (2), wobei bei jedem Roboterpaar (19,20) und (21,22) die Bestückungs- und Entladezeiten überlappen können.
  • Wie 4 bis 7 verdeutlichen, werden die Werkstückteile (7,8) in formschlüssige, verstellbare Werkstückaufnahmen (12) der Werkzeugschalen (10,11) gelegt. Die Werkstückaufnahmen (12) sind in ihrer Formgebung an die Außenform der zugehörigen Werkzeugteile (7,8) angepasst. Vorzugsweise besteht eine vollflächige Formanpassung. Die Einlegetiefe der Werkstückaufnahme (12) ist dabei kleiner als die zugeordnete Werkstückhöhe, so dass die Werkstücke ein wenig über die Oberfläche der in den Werkzeugschalen vorzugsweise bündig eingelassenen Werkstückaufnahmen (12) vorstehen. Durch diesen Überstand werden beim Zusammenpressen in der Schweißmaschine (2) die Werkzeugschalen (10,11) in Zustellrichtung gegenseitig distanziert und elektrisch isoliert. Der Schweißstrom fließt über die ebenfalls elektrisch leitenden Werkstückaufnahmen (12) und die Werkstückteile (7,8). Der Stromübergang findet dabei vorzugsweise nur an den Kontaktstellen der Werkstückteile (7,8) statt, wobei Nebenschlüsse vermieden werden.
  • Die Werkstückteile (7,8) können eine beliebige und bezüglich der Schweißstelle komplementäre Formgebung haben. Insbesondere können die Werkstückteile (7,8) eine Schalenform besitzen, wobei die Schweißverbindung an den freien Schalenrändern erfolgt und ein Hohlteil, z.B. ein Rohr, ein geschlossener Behälter oder dergleichen gebildet wird. Die Verschweißung findet an den Schalenrändern statt, wobei die Schweißstellen je nach Formgebung der Schalenränder stellenweise oder umlaufend vorhanden sein können. Insbesondere lässt sich mit der beschriebenen Schweißtechnik eine umlaufende und dichte Schweißnaht zur Herstellung dichter Hohlkörper, insbesondere Behälter, schaffen.
  • Die Werkstückteile (7,8) können durch die Formanpassung in den Werkstückaufnahmen (12) per Reibschluss oder über eine Clipsverbindung gehalten werden. Alternativ oder zusätzlich können kleine Halter, z.B. bewegliche Haltenasen oder dergleichen in den Werkstückaufnahmen (12) integriert sein, welche die Werkstückteile (7,8) nach dem Einlegen formschlüssig festhalten.
  • Die Werkstückschalen (10,11) (10,11) sind in ihrer äußeren Formgebung an die Gestalt der Elektroden (4,5) angepasst, um für eine geeignete Kraft- und Stromübertragung zu sorgen. Die Werkzeugschalen (10,11) können nur im Bereich der Werkstückaufnahmen (12) elektrisch leitend oder ansonsten elektrisch isolierend ausgebildet sein. Eine elektrische Isolation kann alternativ oder zusätzlich auch zu den Halterungen oder Lagerstellen der relativ zueinander beweglichen Werkzeugschalen (10,11) bestehen. Auch der Anschluss (17) kann eine elektrische Isolierung aufweisen.
  • In 6 und 7 ist die eingangs erwähnte Schließeinrichtung (14) dargestellt. Sie ist rückseitig über den besagten Anschluss (17) mit der Roboterhand (23) lösbar oder fest verbunden. Ggf. ist hier eine Wechselkupplung vorhanden, um die Haltewerkzeuge (9) bei Bedarf abgeben und austauschen zu können.
  • Die Schließeinrichtung (14) besitzt eine Führung (15) für die Werkzeugschalen (10,11), die z.B. in der gezeigten Weise als doppelte Führungsschienen in Schwalbenschwanz-Ausführung ausgebildet ist. In diesem Fall ist eine relative Linearbewegung der Werkzeugschalen (10,11) vorgesehen. Alternativ kann eine Schwenklagerung und entsprechende Führung vorhanden sein. Daneben sind auch weitere Varianten in der konstruktiven Ausführung und Kinematik der Führung (15) und der Lagerung möglich. Die Schließeinrichtung (14) weist ferner mindestens einen Antrieb (16) auf, mit dem die Werkzeugschalen (10,11) relativ zueinander entlang der Führung (15) bewegt werden können. Der Antrieb (16) kann in den Endlagen eine Sperrfunktion haben oder mit entsprechenden Zusatzeinrichtungen versehen sein, um die Werkzeugschalen (10,11) in der Öffnungs- und Schließstellung arretieren zu können. Zusätzlich zur Führung (15) können Werkzeugschalen (10,11) auch eine eigene Führung (13) in Form von Indices und Aufnahmebohrungen haben, mit denen die gegenseitige Werkzeugschalenposition in Schließstellung automatisch eingestellt und gehalten wird. Auf diese Weise ist auch die erforderliche gegenseitige Positionierung der Werkstückteile (7,8) mit der entsprechenden Präzision gegeben. Die zusätzliche Führung (13) ist elektrisch isoliert.
  • Die Schließeinrichtung (14) wird vom Manipulator (19,20,21,22) betätigt und ferngesteuert. Eine Fernsteuerung besteht auch für eine eventuelle in ein oder beide Werkzeugschalen (10,11) integrierte Ausstoßeinrichtung, mit der das Fertigteil (6) aus dem geöffneten Haltewerkzeug (9) entladen wird. Die Schließeinrichtung (14) kann z.B. über die siebte Roboterachse angesteuert werden. Die Ausstoßeinrichtung kann über eine Folgesteuerung in der Schließeinrichtung (14) in der Abhängigkeit von der Werkzeugschalenbewegung gesteuert werden.
  • Abwandlungen der beschriebenen Ausführungsformen sind in verschiedener Weise möglich. Zum einen können mehrere Haltewerkzeuge (9) gemeinsam an einer Roboterhand (23) angeordnet sein. Wenn die Elektroden (4,5) entsprechend groß sind, können alle Haltewerkzeuge (9) gemeinsam in die Schweißmaschine (2) eingebracht und zusammengedrückt sowie mit Schweißstrom beaufschlagt werden. Anstelle der gezeigten Roboter können andere Arten von Manipulatoren Verwendung finden, die auch weniger Achsen aufweisen. Variabel ist ferner die Gestaltung der Werkzeugschalen (10,11) und der Werkstückaufnahmen (12), wobei letztere von der Art, Form, Zahl und Größe der zu verschweißenden Werkstückteile (7,8) abhängen und mit diesen variieren. Ein Haltewerkzeug (9) kann außerdem mehr als zwei Werkzeugschalen (10,11) aufweisen, was z.B. zur Bildung von Mehrfach-Verschweißungen für größere Werkstücke vorteilhaft ist. Variabel ist ferner die konstruktive Ausgestaltung und Anordnung der Werkstückzuführung, Bestückungseinrichtung und Fertigteilabfuhr.
  • 1
    Schweißanlage, Schweißzelle
    2
    Schweißmaschine
    3
    Gestell
    4
    Elektrode
    5
    Elektrode
    6
    Werkstück, Fertigteil
    7
    Werkstückteil, Halbzeug
    8
    Werkstückteil, Halbzeug
    9
    Haltewerkzeug, Werkzeug
    10
    Werkzeugschale, Halbschale
    11
    Werkzeugschale, Halbschale
    12
    Werkstückaufnahme
    13
    Führung, Index
    14
    Schließeinrichtung
    15
    Führung Halbschalen
    16
    Antrieb
    17
    Anschluss
    18
    Handhabungseinrichtung
    19
    Manipulator, Roboter
    20
    Manipulator, Roboter
    21
    Manipulator, Roboter
    22
    Manipulator, Roboter
    23
    Roboterhand
    24
    Werkstückzuführung
    25
    Bestückungseinrichtung
    26
    Fertigteilabfuhr

Claims (29)

  1. Verfahren zum elektrischen Pressschweißen von mehrteiligen Werkstücken (6) mittels mindestens einer mit zustellbaren Elektroden (4,5) bestückten Schweißmaschine (2), dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückteile (7,8) außerhalb der Schweißmaschine (2) in ein transportables Haltewerkzeug (9) mit mindestens zwei relativ zueinander beweglichen und elektrisch leitenden Werkzeugschalen (10,11) eingelegt und mit dem geschlossenen Haltewerkzeug (9) in die Schweißmaschine (2) zwischen die Elektroden (4,5) eingeführt werden, wobei nach dem Schweißen das Haltewerkzeug (9) wieder entnommen und entladen wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltewerkzeug (9) mit einer Bestückungseinrichtung (25) maschinell mit Werkstückteilen (7,8) bestückt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückteile (7,8) in formschlüssige Werkstückaufnahmen (12) der Werkzeugschalen (10,11) gelegt werden.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltewerkzeug (9) mit einer Handhabungseinrichtung (18) maschinell gehandhabt und bewegt wird.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltewerkzeug (9) mit der Handhabungseinrichtung (18) während des Schweißens verbunden bleibt.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltewerkzeug (9) nach dem Schweißen von der Handhabungseinrichtung (18) oder einer Entladevorrichtung entladen wird.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltewerkzeug (9) mit einer Schließeinrichtung (14) geöffnet und geschlossen wird.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugschalen (10,11) im Haltewerkzeug (9) in Schließstellung gegenseitig geführt (13) werden.
  9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltewerkzeug (9) mit einem mehrachsigen Manipulator (19,20,21,22) gehandhabt und bewegt wird.
  10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schließeinrichtung (14) vom Manipulator (2) mitgeführt und betätigt wird.
  11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Manipulatoren (19,20,21,22) jeweils mindestens ein Haltewerkzeug (9) handhaben und abwechselnd der Schweißmaschine (2) zuführen.
  12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Schweißmaschine (2) ein elektrisches Impulsschweißen, insbesondere ein Kondensator- Entladungsschweißen, durchgeführt wird.
  13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass schalenförmige Werkstückteile (7,8) mit ihren Schalenrändern aufeinander gelegt und zumindest bereichsweise verschweißt werden.
  14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die schalenförmigen Werkstückteile (7,8) an ihren Schalenrändern mit einer umlaufenden Schweißnaht dicht verschweißt werden.
  15. Vorrichtung zum elektrischen Pressschweißen von mehrteiligen Werkstücken (6) mittels mindestens einer mit zustellbaren Elektroden (4,5) bestückten Schweißmaschine (2), dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein transportables Haltewerkzeug (9) mit mindestens zwei relativ zueinander beweglichen und elektrisch leitenden Werkzeugschalen (10,11) zur Aufnahme und zum Schweißen der Werkstückteile (7,8) vorgesehen ist.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugschalen (10,11) formschlüssige Werkstückaufnahmen (12) aufweisen.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückaufnahmen (12) eine Einlegetiefe aufweisen, die kleiner als die Werkstückhöhe ist.
  18. Vorrichtung nach Anspruch 15, 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltewerkzeug (9) eine steuerbare Schließeinrichtung (14) für die Werkzeugschalen (10,11) aufweist.
  19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Schließeinrichtung (14) eine Führung (15) und einen Stellantrieb (16) für die Werkzeugschalen (10,11) aufweist.
  20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugschalen (10,11) eine zusätzliche gegenseitige Führung (13) aufweisen.
  21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Schweißmaschine (2) zwei oder mehr an die Außenform der Werkzeugschalen (10,11) angepasste Elektroden (4, 5) aufweist.
  22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Schweißmaschine (2) als elektrische Impulsschweißmaschine, insbesondere als Kondensator-Entladungsschweißmaschine, ausgebildet ist.
  23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass neben der Schweißmaschine (2) mindestens eine Bestückungseinrichtung (25) für mindestens ein Haltewerkzeug (9) angeordnet ist.
  24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass neben der Schweißmaschine (2) mindestens eine Werkstückzuführung (24) für die Werkstückteile (7,8) und mindestens eine Fertigteilabfuhr (26) angeordnet sind.
  25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass neben der Schweißmaschine (2) eine Handhabungseinrichtung (18) für ein oder mehrere Haltewerkzeuge (9) angeordnet ist.
  26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltewerkzeug (9) einen elektrisch isolierten Anschluss (17) zur dauerhaften Verbindung mit der Handhabungseinrichtung (18) während des Schweißens aufweist.
  27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabungseinrichtung (18) ein oder mehrere mehrachsige Manipulatoren (19,20,21,22) aufweist.
  28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehr Manipulatoren (19,20,21,22) paarweise beidseits einer Schweißmaschine (2) angeordnet sind.
  29. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Manipulatoren (19,20,21,22) als Industrieroboter, vorzugsweise als sechsachsige Gelenkarmroboter, ausgebildet sind.
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