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DE102005029939A1 - Kugellager - Google Patents

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DE102005029939A1
DE102005029939A1 DE200510029939 DE102005029939A DE102005029939A1 DE 102005029939 A1 DE102005029939 A1 DE 102005029939A1 DE 200510029939 DE200510029939 DE 200510029939 DE 102005029939 A DE102005029939 A DE 102005029939A DE 102005029939 A1 DE102005029939 A1 DE 102005029939A1
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DE
Germany
Prior art keywords
ball
cage
bearing
units
balls
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE200510029939
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English (en)
Inventor
Herbert Erhardt
Alexander Dipl.-Ing.(FH) Zernickel
Sigurd Dipl.-Ing. Wilhelm (FH)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schaeffler Technologies AG and Co KG
Original Assignee
Schaeffler KG
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Filing date
Publication date
Application filed by Schaeffler KG filed Critical Schaeffler KG
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16CSHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
    • F16C19/00Bearings with rolling contact, for exclusively rotary movement
    • F16C19/50Other types of ball or roller bearings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Bearings For Parts Moving Linearly (AREA)
  • Rolling Contact Bearings (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Kugellager (1), mit wenigstens drei über den Umfang verteilt angeordneten tragenden Kugelumlaufeinheiten (2, 2'), in denen jeweils eine Kugelreihe aus einer Mehrzahl von Kugeln (3) in einem geschlossenen Kreislauf (4) geführt ist. DOLLAR A Um ein Kugellager zu schaffen, das bauraumsparend und gleichzeitig einfach in der Konstruktion sowie kostengünstig in der Herstellung und bei der Montage ist, sind die Kugelumlaufeinheiten (2, 2') als einzelne, voneinander unabhängige Bauteile ausgebildet, die jeweils aus einem Käfig (5, 5') zur Halterung und Führung der Kugeln (3) und aus einer Hülse (6, 6') zur Aufnahme des Käfigs (5, 5') bestehen, und die in Wirkverbindung mit einem inneren Führungselement (7), auf dem die jeweils tragenden Kugeln (3) abrollen, und mit einer äußeren Fixierungshilfe, an der die Hülsen (6, 6') fixierbar sind, lagerkraftabstützend wirksam sind.

Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Kugellager, mit wenigstens drei, über den Umfang verteilt angeordneten tragenden Kugelumlaufeinheiten, in denen jeweils eine Kugelreihe aus einer Mehrzahl von Kugeln in einem geschlossenen Kreislauf geführt ist.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Kugellager sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt und weit verbreitet. Neben der herkömmlichen Bauweise mit einem Innenring und einem Außenring sowie zwischen diesen in einem Käfig abrollenden Wälzkörpern (Kugeln) sind auch Dünnringlager bekannt, bei denen der Lagerquerschnitt im Verhältnis zu ihrem Durchmesser sowie im Verhältnis zur Größe der Wälzkörper möglichst gering ist. Derartige Dünnringlager, wie sie beispielsweise in der EP 0 528 193 B1 und der DE 103 42 132 A1 beschrieben sind, werden in vielen Bereichen der Industrie, beispielsweise in der Fahrzeugtechnik eingesetzt, in denen nur begrenzte Bauräume zur Verfügung stehen. Diese Kugellager benötigen zwar relativ wenig axialen und radialen Bauraum, sie sind jedoch insbesondere wegen ihrer geringen Fertigungstoleranzen und hohem Materialanforderungen kostenaufwendig in der Herstellung.
  • Weiterhin sind Kugellager bekannt, in denen mehrere Kugelreihen in geschlossenen Kreisläufen geführt werden. Derartige Kugellager benötigen in der Regel einen relativ großen Käfig sowie einen entsprechend dimensionierten Außenring zur Anordnung und Führung der geschlossenen Kugelkreisläufe.
  • Die DE-AS 1 213 174 zeigt ein solches Kugellager für Dreh- und Längsbewegungen, bei dem geschlossene Kugelkreisläufe in Kugelumlaufeinheiten angeordnet sind. Eine Vielzahl der Umlaufeinheiten sind in zwei Reihen in einem Käfig über den Umfang ungleichmäßig verteilt. Der Käfig ist in axialer Richtung festgelegt und in Umfangsrichtung lose zwischen einem Außenring und einer Welle angeordnet. Der Käfig weist im Bereich der Umlaufeinheiten jeweils zwei parallel zur Lagerachse liegende parallele Durchbrechungen auf, die als Führungsbahnen fungieren. Die Führungsbahnen sind über Umlenkkanäle miteinander verbunden und bilden mit diesen die geschlossenen Kugelkreisläufe. Über den Käfig sind alle Umlaufeinheiten in ihrer Lage zueinander festgelegt. Die Innenseite des Außenrings weist in gleichmäßig abwechselnder Folge Rollbahnen und Aussparungen auf, in denen die tragenden Kugeln über die Führungsbahnen abrollen, bzw. entlastet zurücklaufen. Käfig und Außenring wirken derart zusammen, dass bei einer Drehbewegung des Lagers zu jedem Zeitpunkt wenigsten drei, in einem Winkelabstand von 120° liegende Umlaufeinheiten bzw. Reihenteile der Kugelreihen in tragender Funktion sind.
  • Nachteilig daran ist, dass das komplizierte Zusammenspiel zwischen den Rollbahnen des Außenringes und den Führungsbahnen der Umlaufeinheiten in der Konstruktion relativ aufwendig ist. Zudem wird eine relativ große Zahl geschlossener Kugelkreisläufe benötigt, um eine abstützende Wirkung von wenigsten drei dieser Umlaufeinheiten in jeder Drehstellung zu gewährleisten. Dies hat einen vergleichsweise großen Bauraumbedarf sowie ein relativ hohes Gewicht des Lagers zur Folge.
  • Aus dem Patent DE 870 049 ist ein Kugellager für axiale Bewegungen bekannt, bei dem in einem Außenring in sich geschlossene Kugelreihen radial zu einer Welle angeordnet sind. Eine auf die Welle aufschiebbare gehärtete Hülse mit parallel zur Wellenachse liegenden Führungsrillen dient als ein Innenring für das Abrollen der Kugelreihen.
  • In der DE 1 966 974 U ist ein Kugellager, bei dem ein drehbares Maschinenteil gegen ein feststehendes Maschinenteil über mehrere endlose Kugelketten abrollt, beschrieben.
  • Schließlich zeigt die Patentschrift CH 459 673 noch ein Kugellager für Dreh- und/oder Längsbewegungen, bei dem radial zu einer Welle zwei umlaufende Sätze von Kugeln zwischen zwei gegeneinander drehenden oder verschiebenden Maschinenteilen angeordnet sind, wobei über geeignete Tragteile und Führungsorgane je ein Kugelsatz trägt und der andere Kugelsatz je nach Drehstellung trägt oder entlastet ist. Dies bewirkt im Betrieb eine ständig wechselnde und damit gleichmäßigere Lastenverteilung im Kugellager.
  • Ein gemeinsamer Nachteil der bekannten Kugellager mit geschlossenen Kugelkreisläufen ist, dass diese vergleichsweise viel Bauraum benötigen und in Konstruktion sowie Gewicht relativ aufwendig sind. Durch den jeweiligen Käfig sind die Kugelkreisläufe zudem in ihrer Lage zueinander festgelegt. Dadurch können sich Einschränkungen bezüglich der Anwendungsvielfalt und/oder zusätzliche Aufwendungen beim Einbau ergeben.
  • Aufgabe der Erfindung
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kugellager zu schaffen, das bauraumsparend und gleichzeitig einfach in der Konstruktion sowie kostengünstig in der Herstellung und bei der Montage ist.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass der Herstellungs- und Montageaufwand für Kugellager, insbesondere für Anwendungen, bei denen einerseits ein bauraumsparendes Lagerkonzept gefordert ist und andererseits die Anforderungen an Lagerkräfte und Drehzahlen nicht all zu hoch sind, verringert werden kann, wenn der Käfig mit dem Außenring funktionell zusammengefasst und in einzelne eigenständige, gegeneinander verschiebbare Umlaufelemente mit geschlossenen Kugelkreisläufen unterteilt wird, und damit der Bauteilaufwand auf das zur Erfüllung der Anforderungen an das Kugellager nötigste Maß reduziert ist. Weiterhin liegt der Erfindung die Erkenntnis zugrunde, dass schon drei dieser Umlaufelemente mit jeweils umlaufend entlastenden und lasttragenden Kugelführungsabschnitten ausreichen, um die Lagerfunktion vollständig zu gewährleisten.
  • Die Erfindung geht daher aus von einem Kugellager, mit wenigstens drei über den Umfang verteilt angeordneten tragenden Kugelumlaufeinheiten, in denen jeweils eine Kugelreihe aus einer Mehrzahl von Kugeln in einem geschlossenen Kreislauf geführt ist. Zudem ist gemäß der Erfindung vorgesehen, dass die Kugelumlaufeinheiten als einzelne, voneinander unabhängige Bauteile ausgebildet sind, die jeweils aus einem Käfig zur Halterung und Führung der Kugeln und aus einer Hülse zur Aufnahme des Käfigs bestehen, und die in Wirkverbindung mit einem inneren Führungselement, auf dem die jeweils tragenden Kugeln abrollen und mit einer äußeren Fixierungshilfe, an der die Hülsen fixierbar sind, lagerkraftabstützend wirksam sind.
  • Durch diesen Aufbau wird vorteilhaft erreicht, dass der herkömmliche Lageraußenring überflüssig ist. Es ist dadurch ein Kugellager realisiert, dass allein aus einem inneren Führungselement und drei in einem Winkel von jeweils 120° versetzt am Umfang positionierten Kugelumlaufeinheiten besteht, die den Außenring ersetzen und die Abstützung der von dem inneren Führungselement kommenden Lagerkräfte übernehmen. Selbstverständlich können jedoch auch mehr als drei Kugelumlaufeinheiten eingesetzt werden. Die Umlaufelemente werden mit ihren Hülsen lediglich an einer Fixierhilfe in ihrer Umfangsposition festgelegt und gehalten. Der bisher bekannte gemeinsame Käfig wird durch einzelne kompakte, in den Kugelumlaufeinheiten verbaute Käfigelemente ersetzt. Dadurch ergeben sich Kosten- und Gewichtsvorteile. Auch der Herstellungs- und Bearbeitungsaufwand der Käfigelemente kann erheblich geringer werden im Vergleich zu den Lagerkäfigringen gemäß dem Stand der Technik.
  • Außerdem kann vorgesehen sein, dass das innere Führungselement, zusammen mit den Kugelumlaufeinheiten als ein Dünnringlager ausgebildet ist. Das innere Führungselement kann als ein Lagerinnenring mit einer rillenförmigen Laufbahn hergestellt sein.
  • Das erfindungsgemäße Kugellager mit drei oder mehr am Umfang verteilt positionierten Kugelumlaufeinheiten kann ein bisheriges Dünnringlager, beispielsweise ein Vierpunkt-Dünnringlager, vollständig ersetzen. Dies ist besonders kostengünstig, da Dünnringlager in der Herstellung und Bearbeitung besonders aufwendig sind.
  • Als innere Führungselemente eignen sich besonders Innenringe mit einer eingeformten Kugelführungslaufbahn, die beispielsweise in einer an sich bekannten Spanlostechnologie hergestellt sind. Der Innenring kann dann auf eine runde Welle relativ einfach aufgepresst werden, wodurch eine gute Formgenauigkeit und ein guter Lagersitz erreicht wird. Grundsätzlich kann das innere Führungselement jedoch auch direkt an einem inneren Lagerteil, etwa einer Welle ausgebildet sein.
  • Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die Kugelumlaufeinheiten eine oval verlaufende Kugelführungsbahn aufweisen, an deren einen Längsseite sich ein dem Führungselement zugeordneter tragender Kugelführungsbahnbereich erstreckt und die außerhalb des tragenden Kugelführungsbahnbereichs ein Umlenkbereich bildet, in dem die Kugeln entlastet umlaufen.
  • Die im Betrieb fortlaufende Belastung und Entlastung der Kugeln im geschlossenen Kugelkreislauf bewirkt eine gleichmäßige Lastverteilung auf die Wälzkörper, wodurch sich ein geringer und gleichmäßiger Verschleiß ergibt. Dies kann besonders einfach dadurch erreicht werden, dass die Kugelumlaufeinheiten als keilförmige Körper ausgebildet sind, in denen eine Schnittebene der Kugelführungsbahn in einem Winkel zu einer Lagerdrehachse verläuft, wobei der tragende Kugelführungsbahnbereich im Bereich der Schneide des Keils liegt. Die ovale Form der Kugelumlaufeinheiten ermöglicht auf einfache Weise eine Unterbringung einer bestimmten Anzahl von Kugeln, wobei vorteilhaft die Länge des tragenden Kugelführungsbahnbereichs an eine vorgegebene Tragzahl, die das Tragvermögen des Kugellagers angibt, angepasst ist. Dadurch ist es möglich, zur Erzielung höherer Tragzahlen, die Anzahl der jeweils tragenden Kugeln im Umlauf zu erhöhen. Andererseits ist es dadurch auch möglich, die Größe der Kugelumlaufeinheiten auf das notwendige Maß zu beschränken und Überdimensionierungen zu vermeiden. Eine weitere Variationsmöglichkeit der Tragzahl ist auch über die Anzahl der eingesetzten Kugelumlaufeinheiten (Umlaufelemente) möglich.
  • Es kann auch vorgesehen sein, dass die Käfige der Kugelumlaufeinheiten zweiteilig ausgebildet sind, mit einem Käfigunterteil, das die Hülse auf der dem Führungselement zugewandeten Seite durchragt, und mit einem Käfigoberteil, das in eingebautem Zustand von der Hülse umschlossen ist. Der zweiteilige Käfig vereinfacht den Zusammenbau der Kugelumlaufeinheiten und ermöglicht eine einfachere Hülsenbauform, welches sich auf die Herstellungskosten weiter vergünstigend auswirkt.
  • Außerdem kann vorgesehen sein, dass die Fixierungshilfe als ein, die Kugelumlaufeinheiten umgebendes Gehäuse bzw. Maschinen- oder Vorrichtungsbauteil ausgebildet ist. Dies ermöglicht die Verwendung eines meist ohnehin vorgesehenen Gehäuses, in welches das Kugellager integriert werden soll. Ein zusätzliches Fixierelement ist dann nicht erforderlich.
  • Die Umlaufelemente können bei der Montage vorteilhaft direkt in das Gehäuse eingepresst werden, bis zur Anlage der Kugeln an der Innenring-Laufbahn. Nach dem Einpressen kann eine zusätzliche Befestigung der Umlaufeinheiten, beispielsweise durch Verstemmen oder ähnliche Methoden erfolgen. In diesem Zusammenhang kann es vorteilhaft sein, wenn zur Spielfreistellung des Systems wenigstens eine Kugelumlaufeinheit federnd im Gehäuse angeordnet ist.
  • Da die Umlaufeinheiten lediglich an den Fixierpositionen mit dem Gehäuse verbunden werden, kann das Gehäuse grundsätzlich eine beliebige Form haben. Bezüglich des Gehäuses ergeben sich dadurch große Variationsmöglichkeiten bei gleichzeitig relativ geringen Fertigungstoleranzanforderungen. Dies macht ein erfindungsgemäß ausgebildetes Kugellager sehr vielseitig und kostengünstig für verschiedenste Anwendungen verwendbar.
  • Schließlich kann vorgesehen sein, verschiedene Bauteile des Kugellagers aus Kunststoff zur fertigen, wodurch sich weitere Gewichtsvorteile ergeben. Insbesondere thermoplastische Spritz- oder Ziehteile, beispielsweise aus Polyamid, zeichnen sich durch niedrige Fertigungskosten und eine gute Formbeständigkeit aus.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Die Erfindung wird im Folgenden anhand der beiliegenden Zeichnung an einigen Ausführungsformen näher erläutert. Darin zeigt
  • 1 eine perspektivische Ansicht eines Kugellagers gemäß der Erfindung,
  • 2 eine perspektivische Draufsicht von oben auf einen Abschnitt einer Kugelumlaufeinheit des Kugellagers gemäß 1 in größerem Maßstab,
  • 3 ein Käfig der Kugelumlaufeinheit,
  • 4 eine Hülse der Kugelumlaufeinheit,
  • 5 eine zweite Ausführungsform der Kugelumlaufeinheit mit eingebau tem Käfig in einem perspektivischen Schnitt,
  • 6 die Kugelumlaufeinheit von 5 in zerlegtem Zustand,
  • 7 die Hülse aus 5 in einer Einzeldarstellung in einer perspektivischen Draufsicht von unten,
  • 8 ein Käfigunterteil des Käfigs aus 5 in einer perspektivischen Draufsicht von oben, und
  • 9 ein Käfigoberteil des Käfigs aus 5 in einer perspektivischen Draufsicht von unten.
  • Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
  • Die 1 zeigt ein vorteilhaft als ein Dünnringlager 1 ausgebildetes erfindungsgemäßes Kugellager, wie es beispielsweise bei einer (gegenüber einer Lenksäule) feststehenden Airbag-Vorrichtung in einem Kraftfahrzeug zur Anwendung kommen kann. Das Dünnringlager 1 besteht im Wesentlichen aus einem inneren Führungselement 7 und drei Kugelumlaufeinheiten 2. Das innere Führungselement 7 ist vorteilhaft als ein Innenring mit einer rillenförmigen Laufbahn 9 ausgebildet. Die Kugelumlaufeinheiten 2 sind jeweils um 120° versetzt am Umfang des Innenrings 7 positioniert.
  • Die 2 bis 4 zeigt eine Kugelumlaufeinheit 2 im Detail. Sie ist als ein keilförmiger Körper mit einer ovalen Grundfläche ausgebildet (2). Die Umlaufeinheit 2 besteht aus einem Käfig 5 als ein Innenteil (3) und aus einer Hülse 6 als ein das Innenteil 5 umschließendes Außenteil (4). Der Käfig 5 ist als ein Kunststoff-Spritzgussteil gefertigt, in dem eine Kugelführungsbahn 10 eingeformt ist. Der Käfig 5 dient als Kugelführung und Kugelhalterung.
  • Die Kugelführungsbahn 10 erstreckt sich kanalförmig in einem Kreislauf 4, so dass eine Schnittebene der Kugelführungsbahn 10 in einem Winkel 8 zu einer Lagerdrehachse 21 verläuft. Auf einer Längsseite 11 der Kugelführungsbahn 10, im Bereich der Schneide des keilförmigen Käfigs 5, ist eine Durchbrechung 12 ausgebildet. Die Durchbrechung 12 ist benachbart zu der Laufbahn 9 des Innenrings 7 angeordnet, über die die Kugeln 3 im Betrieb des Kugellagers 1 fortlaufend abrollen. Die Enden dieses tragenden Bereichs 12 der Kugelführungsbahn 10 gehen stetig in einen Umlenkbereich 13 über, der sich entlang der Basisseite des Keils 5 erstreckt. In dem Umlenkbereich 13 laufen die Kugeln 3 entlastet um.
  • Die Hülse 6 dient als Halterung und Abdeckung des nach oben offenen Käfigs 5. Die Hülse 6 umschließt die Basisseite und die Oberseite des etwa keilförmigen Kugelkäfigs 5. Im Bereich der Kugelführungsbahn 10 bzw. des Kugelkreislaufs 4 ist an der Hülse 6 eine Rille 14 ausgeprägt, die einen runden Querschnitt des Kanals 10 im Einbauzustand vervollständigt.
  • Die 5 und 6 zeigen eine zweite Ausführungsform 2' der Kugelumlaufeinheit am Innenring 7. Die Kugelumlaufeinheit 2' weist einen zweiteiligen Käfig 5' sowie ein Hülse 6' auf, die als Einzelteile in den 7 bis 9 dargestellt sind. Der Käfig 5' besteht aus einem Käfigunterteil 15 und einem Käfigoberteil 16. In der 5 ist ein Abschnitt der Umlaufeinheit 2' in zusammengebautem Zustand dargestellt. 6 zeigt die Umlaufeinheit 2' vor dem Einbau des Käfigoberteils 16. Die Grundform des Käfigunterteils 15 ist mit der des Käfigs 5 vergleichbar. Im Käfigunterteil 15 ist darüber hinaus eine Ausnehmung 17 ausgebildet, in die ein Steg 18 der Hülse 6' eingreift. Im Bereich des tragenden Kugelführungsbahnbereichs 12 ist eine Rille 19 an der Hülse 6' ausgeprägt, die diesen Bereich 12 im montierten Zustand abdeckt und vervollständigt.
  • Der Kugelkreislauf 4 führt auf der parallel zu der Längsseite 11 des tragenden Kugelführungsbahnbereichs 12 liegenden Längsseite des Umlenkbereichs 13 über den Steg 18. Das Käfigoberteil 16 ist schließlich als Abdeckung der Kugelführungsbahn 10 ausgebildet. In das Käfigoberteil 16 ist eine weitere Rille 20 eingeprägt, die die Kugelführungsbahn 10 mit einem kreisförmigen Querschnitt vervollständigt. Käfigoberteil 16 und Käfigunterteil 15 schließen die Kugelführungsbahn 10 ein. Die an ihrer Oberseite offene Hülse 6' nimmt den zweiteiligen Käfig 5' auf und hält die Käfigteile 15, 16 zusammen.
  • In der Anwendung bei einer gegenüber eine Lenksäule feststehenden Airbag-Vorrichtung in einem Kraftfahrzeug ist der vorteilhaft spanlos geformte Innenring 7 auf eine (nicht dargestellte) runde Welle aufgepresst. Die Kugelumlaufeinheiten 2 sind in ein das Dünnringlager 1 umgebendes (ebenfalls nicht dargestelltes) Gehäuse eingepresst und/oder dort verstemmt, so dass diese in ihrer Position am Lagerumfang fixiert sind und die Kugeln 3 im tragenden Bereich 12 der Kugelführungsbahn 10, an der Laufbahn 9 des Innenrings 7 zum Anliegen kommen. Kräfte, die im Betrieb von der Welle in das Lager gelangen, werden über den Innenring 7 auf die Kugelumlaufeinheiten 2 bzw. 2' übertragen, die ihrerseits diese Kräfte nach außen abstützen.
  • 1
    Dünnringlager
    2, 2'
    Kugelumlaufeinheit
    3
    Kugel
    4
    Kugelkreislauf
    5, 5'
    Käfig
    6, 6'
    Hülse
    7
    Führungselement
    8
    Winkel
    9
    Laufbahn
    10
    Kugelführungsbahn
    11
    Längsseite
    12
    Kugelführungsbahnbereich
    13
    Kugelführungsbahnbereich
    14
    Rille
    15
    Käfigunterteil
    16
    Käfigoberteil
    17
    Ausnehmung
    18
    Steg
    19
    Rille
    20
    Rille
    21
    Lagerdrehachse

Claims (11)

  1. Kugellager, mit wenigstens drei über den Umfang verteilt angeordneten tragenden Kugelumlaufeinheiten (2, 2'), in denen jeweils eine Kugelreihe aus einer Mehrzahl von Kugeln (3) in einem geschlossenen Kreislauf (4) geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugelumlaufeinheiten (2, 2') als einzelne, voneinander unabhängige Bauteile ausgebildet sind, die jeweils aus einem Käfig (5, 5') zur Halterung und Führung der Kugeln (3) sowie aus einer Hülse (6, 6') zur Aufnahme des Käfigs (5, 5') bestehen, die in Wirkverbindung mit einem inneren Führungselement (7), auf dem die jeweils tragenden Kugeln (3) abrollen und mit einer äußeren Fixierungshilfe, an der die Hülsen (6, 6') fixierbar sind, lagerkraftabstützend wirksam sind.
  2. Kugellager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Führungselement (7) als ein Lagerinnenring mit einer rillenförmigen Laufbahn (9) ausgebildet ist.
  3. Kugellager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Führungselement (7) zusammen mit den Kugelumlaufeinheiten (2, 2') als ein Dünnringlager (1) ausgebildet ist.
  4. Kugellager nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugelumlaufeinheiten (2, 2') eine oval verlaufende Kugelführungsbahn (10) aufweisen, an deren einen Längsseite (11) sich ein dem Führungselement (7) zugeordneter tragender Kugelführungsbahnbereich (12) erstreckt, und die außerhalb des tragenden Kugelführungsbahnbereichs (12) ein Umlenkbereich (13) bildet, in dem die Kugeln (3) entlastet umlaufen.
  5. Kugellager nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des tragenden Kugelführungsbahnbereichs (12) an eine vorgegebene Tragzahl anpassbar ist.
  6. Kugellager nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugelumlaufeinheiten (2, 2') als keilförmige Körper ausgebildet sind, in denen eine Schnittebene der Kugelführungsbahn (10) in einem Winkel (8) zu einer Lagerdrehachse (21) verläuft, wobei der tragende Kugelführungsbahnbereich (12) im Bereich der Schneide des Keils liegt.
  7. Kugellager nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Käfige (5') der Kugelumlaufeinheiten (2') zweiteilig ausgebildet sind, mit einem Käfigunterteil (15), das die Hülse (6') auf der dem Führungselement (7) zugewandeten Seite durchragt, und mit einem Käfigoberteil (16), das in eingebautem Zustand von der Hülse (6') zumindest teilweise umschlossen ist.
  8. Kugellager nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixierungshilfe als ein die Kugelumlaufeinheiten (2, 2') umgebendes Gehäuse ausgebildet ist.
  9. Kugellager nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Teile Hülse (6, 6'), Käfig (5, 5'), Käfigunterteil (15), Käfigoberteil (16) und Fixierungshilfe aus einem Kunststoff hergestellt ist.
  10. Kugellager nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Teile Hülse (6, 6'), Käfig (5, 5'), Käfigunterteil (15), Käfigoberteil (16) und Fixierungshilfe als ein thermoplastisches Spritz- oder Ziehteil hergestellt ist.
  11. Kugellager nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Kugelumlaufeinheiten (2, 2') im Gehäuse federnd angeordnet ist.
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