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Die
Erfindung betrifft eine elektrische Schaltvorrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
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Eine
Schaltvorrichtung dieser Art ist in der
DE 101 03 814 A1 beschrieben.
Die Schaltvorrichtung dient insbesondere dazu, eine Stromleitung
für eine
Hochfrequenz-Eichleitung über
unterschiedliche Dämpfungselemente
auszuschalten. Hierzu weist sie ein längliches Schaltelement auf,
das durch ein Verstellelement quer zu seiner Längsrichtung bewegbar ist und
dabei mit einer Kontaktfläche
an seinem einen Ende wahlweise außer Kontakt oder in Kontakt
mit einer Gegenkontaktfläche
gebracht wird. In der Kontaktstellung ist die Leitung des elektrischen
Stroms an den Kontaktflächen
abhängig
unter anderem von der Anlage der Kontaktfläche und der Gegenkontaktfläche aneinander.
Verunreinigungen oder Partikel können
die Stromleitung wesentlich beeinträchtigen, insbesondere dann,
wenn die Verunreinigungen bzw. Partikel aus elektrisch nicht leitendem
Material bestehen.
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Besonders
wichtig ist eine störungsfreie Stromleitung
bei Eichleitungen, die zur Dämpfungseinstellung
z.B. von Signalgeneratoren oder Netzwerkanalysatoren dienen. Eichleitungen
weisen z.B. mehrere seriell angeordnete vierpolige Schaltvorrichtungen
auf mit eingangs- und ausgangsseitig gleichem und konstantem Wellenwiderstand
sowie jeweils einstellbarer geeichter Dämpfung.
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Bei
bekannten elektrischen Hochfrequenz-Schaltvorrichtungen, wie sie
z. B. typisch in Hochfrequenz-Eichleitungen Verwendung finden, wird
die seitliche Schaltbewegung eines Schaltelements mittels äußerer mechanischer
Krafteinwirkung durch Stößel erzielt,
die seitlich gegen das Schaltelement stoßen und es dabei bewegen. Auf
Grund der seitlichen Schwenkbewegung, die das Schaltelement ausführt und
den linearen Schubbewegungen der beiderseits des Schaltelements
vorhandenen Stößel ergeben
sich im Berührungsbereich
der Stößel und des
Schaltelements Gleitbewegungen, die auf Grund der sich ergebenden
Reibung zu einem Abrieb führen.
Insbesondere dann, wenn die Schaltvorrichtung einen geschlossenen
Schaltraum aufweist, ist die Gefahr einer Kontaktstörung durch
den durch die Reibung erzeugten Abrieb besonders groß, weil
der Abrieb im Schaltraum verbleibt. Aber auch bei offenem Schaltraum
besteht die Gefahr, dass der Abrieb zwischen die Kontaktflächen gelangt
und den elektrischen Kontakt beeinträchtigt.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer elektrischen Schaltvorrichtung
der eingangs angegebenen Art Reibungsvorgänge und daraus resultierend
die Gefahr einer Beeinträchtigung
des elektrischen Kontaktes durch Abrieb zu beseitigen oder wenigstens
zu verringern. Insbesondere soll die Entstehung von Abrieb in der
Umgebung der Kontaktflächen
vermieden oder wenigstens vermindert werden. Außerdem soll eine einfache und
auch kleine Konstruktion geschaffen werden, die sich gut sowie in
einfacher und kostengünstiger
Weise nicht nur in die Schaltvorrichtung, sondern auch in oder an
einem die Schaltvorrichtung aufnehmenden Schutzgehäuse integrieren
lässt.
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Diese
Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
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Der
Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß bei einem Schaltbewegungsantrieb
des Schaltelements mit magnetischen Kräften es keines mechanischen
Bewegungskontaktes zwischen dem Schaltelement und den Verstellelementen
bedarf und deshalb bei mit magnetischen Kräften erzeugten Schaltbewegungen
des Schaltelements diesbezüglich
weder eine Gleitreibung stattfindet noch ein daraus resultierender
Abrieb erzeugt wird.
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Bei
der erfindungsgemäßen Schaltvorrichtung
besteht das Schaltelement wenigstens teilweise aus magnetischem
Material, und die Verstellelemente sind durch zwei Magnetanordnungen
gebildet, von denen die Magnetkraft der einen Magnetanordnung oder
auch die Magnetkraft der anderen Magnetanordnung jeweils wahlweise
verringerbar oder vergrößerbar ist
bzw. sind. Hierdurch lässt
sich die Schaltvorrichtung durch die Verringerung oder Vergrößerung der
Magnetkraft so schalten, dass das seitlich bewegbare Schaltelement
entweder zu dem auf der einen Seite angeordneten Gegenkontaktelement
bewegt und daran gehalten wird oder zu dem auf der anderen Seite
angeordneten Gegenkontaktelement bewegt und gehalten wird. Dieser
Bewegungsantrieb erfolgt berührungslos
und reibungslos, so dass ein Abrieb, wie er beim Stand der Technik
anfällt,
vermieden wird und deshalb auch eine daraus resultierende Beeinträchtigung
des elektrischen Kontaktes vermieden und ein guter elektrischer
Kontakt gewährleistet wird.
Dabei zeichnet sich die Erfindung durch eine einfache und kleine
Konstruktion aus, die sich auch kostengünstig herstellen und nicht
nur in die Schaltvorrichtung selbst sondern auch in ein die Schaltvorrichtung
umgebendes Schutzgehäuse
gut integrieren lässt.
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Bei
der Erfindung wird durch die Verringerung oder Vergrößerung der
Magnetkraft einer seitlichen Magnetanordnung oder beider Magnetanordnungen
eine Magnetkraftdifferenz zwischen den Magnetanordnungen geschaffen,
die so groß ist,
dass jeweils die Magnetanordnung mit der größeren Magnetkraft das Schaltelement
zu sich hin und gegen das auf der gleichen Seite befindliche Gegenkontaktelement
ziehen und daran halten kann. Das Lösen vom Gegenkontaktelement
kann dann dadurch erfolgen, dass die Magnetkraft der das Schaltelement
am benachbarten Gegenkontaktelement haltende Magnetanordnung soweit
vermindert wird, dass die Magnetkraft der gegenüberliegenden Magnetanordnung überwiegt
und das Schaltelement löst
und zu dieser Magnetanordnung hin zieht und mit dem auf dieser Seite
befindlichen Gegenkontaktelement kontaktiert oder die Magnetkraft
dieser gegenüberliegenden
Magnetanordnung soweit vergrößert wird,
dass diese Magnetkraft das Schaltelement löst und zu dieser Seite hin
bewegt und mit dem auf dieser Seite befindlichen Gegenkontaktelement
kontaktiert.
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Im
Rahmen der Erfindung ist es dabei nicht erforderlich, dass auf beiden
Seiten Magnetanordnungen mit verringerbaren oder vergrößerbaren
Magnetkräften
vorhanden sein müssen.
Im Rahmen der Erfindung reicht es aus, wenn auf einer Seite eine Magnetanordnung
vorhanden ist, deren Magnetkraft verringerbar oder vergrößerbar ist,
um das Schaltelement vom gegenüberliegenden
Gegenkontaktelement zu lösen
und gegen das auf seiner Seite angeordnete Gegenkontaktelement zu
ziehen oder umgekehrt.
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Die
Verringerung oder Vergrößerung der
Magnetkraft lässt
sich dadurch verwirklichen, dass ein Elektromagnet vorgesehen wird,
der wahlweise einschaltbar und abschaltbar ist oder dessen Magnetkraft
verringerbar und wieder vergrößerbar ist.
Die angestrebte Magnetkraftveränderung
lässt sich
jedoch auch dadurch verwirklichen, dass ein Elektromagnet und ein
Dauermagnet bei im wesentlichen koaxialer Anordnung kombiniert werden,
wobei der Dauermagnet eine Verlängerung
des Kerns des Elektromagneten bilden kann oder den Kern des Elektromagneten
bilden kann. Diese Ausgestaltung führt nicht nur zu einer kleinen
Konstruktion, sondern sie ermöglicht
es auch, durch eine gleichpolige oder gegenpolige Anordnung des
Elektromagneten und des Dauermagneten die Magnetkraft des Dauermagneten
im Sinne einer Addition oder Subtraktion der Magnetkräfte zu überlagern.
Dabei ist es besonders vorteilhaft, den Elektromagneten polumschaltbar auszubilden,
so dass sich die Magnetkraftänderung durch
Addition und Subtraktion der Magnetkräfte verändern lässt. Wenn der Elektromagnet
darüber
hinaus auch noch abschaltbar ausgebildet ist, lässt sich eine dreifache Veränderung
der jeweiligen Magnetkraft erreichen.
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Es
ist ferner vorteilhaft, jeweils einen Dauermagneten mit einer Magnetkraft
vorzusehen, die so groß ist,
dass der Elektromagnet unmittelbar nach dem Kontakt des Schaltelements
mit dem zugehörigen
Gegenkontaktelement abgeschaltet werden kann und das Schaltelement
mit der Magnetkraft des Dauermagneten am Gegenkontaktelement gehalten wird.
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Eine
besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin,
dass bezüglich
einer die Magnetanordnungen vorzugsweise mittig schneidenden Querebene
der Schaltvorrichtung zwei Schaltelemente einander gegenüberliegend
angeordnet sind und mit ihren einander zugewandten Kontaktenden quer
gegen beidseitig angeordneten Gegenkontaktelemente bewegbar sind.
Diese Ausgestaltung ermöglicht
es, jeweils mit einer Magnetanordnung beide einander gegenüberliegenden
Schaltelemente zu betätigen.
Hierdurch lässt
sich in einfacher Weise eine vierpolige Schaltvorrichtung erreichen,
die sich insbesondere für
eine Eichleitung eignet.
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Im
Rahmen der Erfindung eignet sich grundsätzlich ein Schaltelement, das
sich in irgendeiner Weise zu der einen und der anderen Seite hin
bewegen lässt.
Besonders vorteilhaft eignet sich ein durch eine Federzunge gebildetes
Schaltelement, das gegen seine auf Eigenelastizität beruhenden
elastischen Rückstellkräfte seitlich
ausbiegbar ist und im Ruhezustand selbsttätig in eine Mittelstellung
zurückkehrt,
aus der es wahlweise zu der einen oder anderen Seite hin schaltbar
ist.
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In
den Konstruktionsfällen,
in denen die erfindungsgemäße Schaltvorrichtung
in einem Schutzgehäuse
angeordnet ist, kann der Elektromagnet in seitlicher Anordnung am
Schutzgehäuse
oder durch eine Integration in den Bodenbereich des Schutzgehäuses bei
Gewährleistung
einfacher und kleiner Konstruktionen angebaut bzw. eingebaut werden.
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Weitere
Weiterbildungsmerkmale der Erfindung führen zu einfachen und kleinen
Konstruktionen, die sich kostengünstig
herstellen lassen und auch eine sichere Funktion und Kontaktierung
ermöglichen.
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Nachfolgend
werden vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung anhand von mehreren
Ausführungsbeispielen
und Zeichnungen näher
erläutert.
Es zeigen:
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1 zwei
erfindungsgemäße elektrische Schaltvorrichtungs-Paare
in prinzipieller Darstellung, wobei die rechte Figurhälfte mit
dem rechten Schaltvorrichtungs-Paar eine abgewandelte Ausgestaltung zeigt;
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2 zwei
erfindungsgemäße elektrische Schaltvorrichtungs-Paare
in prinzipieller Darstellung in weiter abgewandelten Ausgestaltungen;
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3 ein
Gehäuse
mit einem erfindungsgemäßen Schaltvorrichtungs-Paar
in weiter abgewandelter Ausgestaltung;
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4 ein
Gehäuse
mit einem erfindungsgemäßen Schaltvorrichtungs-Paar
in weiter abgewandelter Ausgestaltung;
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5 ein
Gehäuse
mit einem erfindungsgemäßen Schaltvorrichtungs-Paar
in weiter abgewandelter Ausgestaltung;
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6 ein
Gehäuse
mit einer erfindungsgemäßen Schaltvorrichtung
in weiter abgewandelter Ausgestaltung.
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Die
in ihrer Gesamtheit mit 1 bezeichneten vier Schaltvorrichtungen
der beiden Schaltvorrichtungs-Paare weisen jeweils eine elektrische
Leitung 2 mit einem Schalter 3 und mit einem quer
zur elektrischen Leitung 2 hin und her bewegbaren Schaltelement 4 auf,
das dazu dient, die Leitung 2 zu öffnen oder zu schließen. Das
Schaltelement 4 ist ein längliches Element, das an seinem
Basisende 5 bleibend mit der Leitung 2 verbunden
ist und an seinem anderen Ende ein Kontaktende 6 aufweist,
mit dem es nach einer Querbewegung in seiner Kontaktstellung an
einem von zwei quer in einem Abstand voneinander angeordneten Gegenkontaktelementen 7a, 7b anliegt.
Eine Offenstellung kann sich in der dargestellten Mittelstellung
ergeben, in der das Kontaktende 6 einen seitlichen Abstand
von den Gegenkontaktelementen 7a, 7b aufweist.
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Beim
Ausführungsbeispiel
ist die Schaltvorrichtung 1 Teil einer sogenannten Eichleitung
mit parallel angeordneten schaltbaren Eichleitungsabschnitten 2a, 2b,
die mit dem Schaltelement 4 wahlweise geschaltet werden
können,
wobei wenigstens ein Eichleitungsabschnitt gedämpft ist und eine Dämpfungsleitung
bildet. In 1 sind zwei Schaltvorrichtungs-Paare
mit jeweils zwei spiegelbildlich zueinander angeordneten Schaltern 3 dargestellt, von
denen jeweils ein Schaltvorrichtungs-Paar einen vierpoligen Eichleitungs-Längsabschnitt
bildet. Diese ist mit zwei Eichleitungsabschnitten 2a, 2b und
zwei vorzugsweise einander gleichen Schaltelementen 4 ausgebildet,
die auf beiden Seiten einer sich quer zur elektrischen Leitung 2 und
etwa mittig zwischen den Gegenkontaktelementen 7a, 7b erstreckenden
Querebene 8 spiegelbildlich zueinander angeordnet sind, so
dass deren Kontaktenden 6 aufeinanderzu gerichtet sind,
die jeweils zwischen zwei seitlich beabstandeten Gegenkontaktelementen 7a, 7b angeordnet sind
und wahlweise gegen das eine oder das andere Gegenkontaktelement 7a, 7b bewegbar
sind. Da die zu beiden Seiten der Querebene 8 spiegelbildlich
angeordneten Schalter 3 des in 1 linken
Ausführungsbeispiels
im wesentlichen gleich sind, wird im folgenden nur die Schaltvorrichtung 1 beschrieben, die
mit ihrem Schalter 3 links von der Querebene 8 angeordnet
ist.
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Das
Schaltelement 4 ist vorzugsweise seitlich elastisch biegbar,
wobei sein Basisende 5 an einem Halter 9 gehalten
ist, der auf einer Basis 11 befestigt ist. Als biegbares
Schaltelement eignet sich eine Federzunge in Form eines flachen
Streifens besonders gut, die in 1 und 2 in
der Seitenansicht dargestellt ist, so daß ihre Schmalseite sichtbar ist
und ihre beiden einander gegenüberliegenden Breitseiten
dem Gegenkontaktelement 7a, 7b zugewandt sind.
Der flache Streifen kann auch durch eine dünne Folie gebildet sein, deren
Dicke geringer ist als 1/10 mm und z.B. nur wenige μm beträgt.
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Zur
Durchführung
eines Schaltvorgangs, bei dem das Schaltelement 4 seitlich
zu dem einen oder dem anderen Gegenkontaktelement 7a, 7b hin
bewegt wird, ist auf jeder Seite des Schaltelements 4 eine
Magnetanordnung 12a, 12b zum seitlichen Bewegen
des Kontaktendes 6 in Richtung auf und gegen das eine oder
das andere Gegenkontaktelement 7a, 7b vorgesehen.
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Beim
Ausführungsbeispiel
nach 1 links ist die Magnetanordnung 12a durch
einen Elektromagneten gebildet dessen Magnetkraft wahlweise vergrößerbar und
verringerbar ist, oder durch einen Dauermagneten 13a und
einen Elektromagneten 14a mit einer Spule 15 gebildet,
wobei der Dauermagnet 13a und der Elektromagnet 14a vorzugsweise
koaxial ineinander integriert sind, und wobei der stabförmige Dauermagnet 13a den
Kern des Elektromagneten 14a bildet.
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Die
Magnetanordnung 12b ist beim Ausführungsbeispiel nach 1 jeweils
nur durch einen Dauermagneten 13b gebildet.
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Die
Magnetanordnungen 12a, 12b mit allen drei Magneten 13a, 13b, 14a sind
außerhalb
des seitlichen Bewegungsbereichs B des Schaltelements 4 angeordnet
und mit ihren Wirkrichtungen auf die zugehörige Breitseite des Schaltelements 4 gerichtet, so
dass sie dessen Bewegung nicht behindern und dabei magnetisch auf
das Schaltelement 4 aus magnetischem Material einwirken.
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Die
Dauermagente 13a, 13b können gleichpolig oder ungleichpolig
angeordnet sein. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Dauermagnete 13a, 13b mit
ihren Nordpolen N einander und dem Schaltelement 4 zugewandt.
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Dabei
sind die Dauermagnete 13a, 13b auf den dem Schaltelement 4 abgewandten
Seiten der Eichleitungsabschnitte 2a, 2b angeordnet,
wobei dazwischen jeweils eine feste Verbindung vorhanden sein kann,
z. B. durch Kleben oder Löten.
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Die
vom Elektromagneten 14a erzeugte Magnetkraft überlagert
die Magnetkraft des Dauermagneten 13a in Abhängigkeit
von der Polung. Wenn der Dauermagnet 13a und der Elektromagnet 14a gleichpolig
ausgebildet sind, addieren sich deren Magnetkräfte, so dass die Magnetkraft
des Dauermagneten 13a bzw. der Magnetanordnung 12a ein
Niedrigwert ist, wenn der Elektromagnet 14a ausgeschaltet
ist. Im eingeschalteten Zustand addieren sich die Magnetkräfte zu einem
Hochwert.
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Wenn
der Elektromagnet 14a und der Dauermagnet 13a ungleichpolig
angeordnet sind, subtrahieren sich die Magnetkräfte im eingeschalteten Zustand
zu einem Niedrigwert, der z. B. gegen Null gehen kann. Im ausgeschalteten
Zustand des Elektromagneten 12a ist die Magnetkraft des
Dauermagneten 13a ein Niedrigwert.
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Dabei
sind die Magnetkräfte
so ausgelegt, dass die Magnetkraft des Dauermagneten 13b und der
Hochwert der Magnetkraft der Magnetanordnung 12a jeweils
in der Lage sind, das Schaltelement 4 zu sich zu ziehen
und in Kontakt mit dem zugehörigen Gegenkontaktelement 7a, 7b zu
bringen und zu halten. Dies gilt für den Hochwert der Magnetkraft
der Magnetanordnung 12a auch bei der vorhandenen Wirksamkeit
der Magnetkraft des Dauermagneten 13b und für die Magnetkraft
des Dauermagneten 13b und auch bei der vorhandenen Wirksamkeit
des Niedrigwertes der Magnetanordnung 12a, die je nach Auslegung
gegen Null gehen kann. Eine Umschaltung von der Schalt-Wirksamkeit
der Magnetanordnung 12a auf die Schalt-Wirksamkeit des
Dauermagneten 13b oder umgekehrt kann jeweils durch einen die
Polumschaltung des Elektromagneten 12a bewirkenden Stromimpuls
erfolgen.
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Wenn
die Pole N1, S1 des Elektromagneten 14a umschaltbar sein
sollen, ist eine vereinfacht dargestellte Pol-Umschalteinrichtung 10 vorgesehen.
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Das
Ausführungsbeispiel
nach 1 rechts, bei den gleiche oder vergleichbare Teile
mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, unterscheidet sich von
dem Ausführungsbeispiel
gemäß 1 links
dadurch, dass der Dauermagnet 13a und ein Kern 16a des
Elektromagneten 12a sowie ein Kern 16b des Elektromagneten 12b im
wesentlichen koaxial hintereinander angeordnet sind, wobei der Dauermagnet 13a bzw. 13b zwischen
dem Eichleitungsabschnitt 2a bzw. 2b und dem Kern 16a bzw. 16b angeordnet
ist. Der Kern 16a bzw. 16b und der Dauermagnet 13a bzw. 13b können an
ihren einander zugewandten Seiten fest miteinander verbunden sein,
z. B. durch Kleben oder Löten.
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Im Übrigen ist
die Ausgestaltung und Funktion des Ausführungsbeispiels gemäß 1 rechts
im wesentlichen entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach 1 links,
so dass aus Vereinfachungsgründen
auf weitere Beschreibungen des Ausführungsbeispiels gemäß 1 rechts
verzichtet werden kann.
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Die
Ausführungsbeispiele
gemäß 2 links und 2 rechts
unterscheiden sich von den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen lediglich
dadurch, dass dem Dauermagnet 13b ebenfalls ein Elektromagnet 14b zugeordnet
ist, die die Magnetanordnung 12b bilden. Die Magnetanordnungen 12a, 12b sind
vorzugsweise gleich und bezüglich
der Leitung 2 spiegelbildlich angeordnet oder auch ausgebildet,
und sie funktioniert vorzugsweise auch entsprechend spiegelbildlich.
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Bei
den Ausführungsbeispielen
gemäß 2 läßt sich
durch Einschaltung des Hochwertes der Magnetkraft der einen Magnetanordnung
und des Niedrigwertes der Magnetkraft der anderen Magnetanordnung
der Magnetkraftunterschied vergrößern, im
wesentlichen verdoppeln, was zu Funktionssicherheit der Schaltvorrichtung 1 beiträgt, weil
die Schaltvorrichtung 1 mit wirksamen Magnetkräften betrieben
werden kann, die den Bewegungswiderstand des Schaltelements 4 und
den Niedrigwert der jeweils gegenüberliegende Magnetkraft wesentlich über untersteigen.
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Es
ist ferner vorteilhaft, jeweils einen Dauermagneten 12a bzw. 12b mit
einer Magnetkraft vorzusehen, die so groß ist, dass der Elektromagnet 14a bzw. 14b unmittelbar
nach dem Kontakt des Schaltelement 4 mit dem zugehörigen Gegenkontaktelement 7a bzw. 7b abgeschaltet
werden kann und das Schaltelement 4 mit der Magnetkraft
des Dauermagneten 13a bzw. 13b am Gegenkontaktelement 7a bzw. 7b gehalten
wird.
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Die
bezüglich
der Leitung 2 einander gegenüberliegenden Dauermagnete 13a und 13b können beim
Ausführungsbeispiel
nach 1 links und rechts jeweils gleich sein.
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Bei
allen Ausführungsbeispielen
wird das Schaltelement 4 somit magnetisch in die jeweilige Kontaktposition
verstellt und in dieser Position gehalten. Es entfallen somit mechanisch
wirksame Verstellelemente, die auf Grund eines Druck- und Reibungskontaktes
einen Abrieb erzeugen könnten,
der zwischen die elektrischen Kontaktflächen gelangen könnte und
den elektrischen Kontakt beeinträchtigen könnte.
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Um
die miteinander zusammenwirkenden elektrischen Kontaktflächen vor
einer Verschmutzung von außen
zu schützen,
ist es vorteilhaft, die Schaltvorrichtung 1 wenigstens
bezüglich
den Kontaktflächen
aufweisenden Teilen im Schutzraum 21 eines vorzugsweise
abgedichteten Gehäuses 22 anzuordnen.
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Die
Ausführungsbeispiele
gemäß 3 bis 6,
bei denen gleiche oder vergleichbare Teile ebenfalls mit gleichen
Bezugszeichen versehen sind, zeigen ein solches Gehäuse 22 in
perspektivischer Darstellung von oben, wobei der Schutzraum 21 durch
einen Deckel 22a oberseitig wahlweise geöffnet und
geschlossen werden kann.
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Bei
diesen Konstruktionen ist die Basis 11 durch einen Gehäuseboden 22b und
zwei einander gegenüberliegende
Seitenwände 22c,
den darauf aufsetzbaren Deckel 22a und zwei einander gegenüberliegende
Stirnwände 22d gebildet,
die stirnseitig an den Gehäuseboden 22b und
die Seitenwände 22c angesetzt
und daran verschraubt sind. Vorzugsweise überragen die Stirnwände 22d die
Seitenwände 22c, so
dass sie auch den Deckel 22a zwischen sich aufnehmen und
daran ebenfalls verschraubt sein können. Um die Abdichtung der
innenseitig flach anliegenden Stirnwände 22d zu verbessern,
sind sie jeweils durch einen Dichtring 23 aus elastisch
komprimierbarem Material wie Gummi oder Kunststoff abgedichtet,
der vorzugsweise in einer Ringnut 24 in der Anlagefläche der
Stirnwände 22d sitzt
und die Anlagefläche
geringfügig überragt.
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Im
mittleren Bereich der Stirnwände 22d ist jeweils
eine Durchführung 25 für die elektrische
Leitung 2 mit jeweils einer hülsenförmigen Kabel-Verschraubung 26 angeordnet, die
nach außen
absteht, und durch die hindurch sich die elektrische Leitung 2 in
den Schutzraum 21 hinein erstreckt und abgedichtet, z.B.
verschraubt, ist.
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Im
Schutzraum 21 befinden sich vorzugsweise in dessen Endbereichen
die Halter 9 für
die Schaltelemente 4. Die Halter 9 können jeweils
durch eine Klemmvorrichtung mit Klemmbacken gebildet sein, zwischen
denen das zugehörige
Schaltelement 4 klemmbar ist.
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Außerdem weisen
die Ausführungsbeispiele gemäß 3 bis 6 folgende
Besonderheiten auf. Die Konstruktion gemäß 3, die dem
Ausführungsbeispiel
nach 1 links oder rechts entspricht, ist der Elektromagnet 14a mit
seiner Spule 15 seitlich am Gehäuse 22 angebaut. Hierzu
kann ein Gehäuse 31 dienen,
in dem der Elektromagnet 14a angeordnet ist und mit diesem
an der zugehörigen Seite
des Gehäuses 22 befestigt
ist, z. B. durch eine Schraubenverbindung. Das Gehäuse 21 ist
vorzugsweise unterseitig und oberseitig offen, wodurch nicht nur
Material und Gewicht eingespart wird, sondern auch eine selbsttätig wirksame
Luftkühlung
erreicht wird, die nach dem Prinzip der natürlichen Konvektion funktioniert.
Ein solches Gehäuse 31 kann
eine seitliche Anbauwand 31a, zwei Seitenwände 31b und
eine Rückwand 31c aufweisen,
zwischen denen der Elektromagnet 14a etwa koaxial zum Dauermagnet 13a angeordnet
und befestigt ist.
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Die
Dauermagnete 13a, 13b sind vorzugsweise in oberseitigen
Quernuten 22e versenkt angeordnet, wobei die Tiefe der
Quernuten 22e kleiner ist als sie Höhe der Dauermagnete 13a, 13b,
so dass diese oberseitig vom Gehäuse 22 vorstehen
können. In
diesem Falle sind in der Unterseite des Deckels 23 passende
Quernuten 22f angeordnet, in die die vorstehenden Abschnitte
der Dauermagnete 13a, 13b hineinragen. Die Länge der
Dauermagnete kann dabei so an die Breite des Gehäuses 22 angepasst sein,
dass ihre seitlich äußeren Enden
mit den Außenseiten
des Gehäuses 22 im
wesentlichen abschließen,
wie es in 3 dargestellt ist.
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Beim
Ausführungsbeispiel
nach 4 ist der Elektromagnet 14a mit seiner
Spule 15 in das Gehäuse 22 integriert,
wobei er sich unter der Schaltvorrichtung 1 befindet und
z. B. in einer Gehäuseausnehmung 32 angeordnet
und befestigt ist, die z. B. nach unten und seitlich offen ist.
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Bei
dieser Ausgestaltung sind seitliche und z. B. Uförmige Kernteile 16b vorgesehen,
die die Kerne der Dauermagnete 13a, 13b mit dem
mit 16a bzw. 16b bezeichneten Kern des Elektromagneten 14a verbinden,
um bis auf den Bereich der Schaltvorrichtung 1 einen ringförmig geschlossenen
gemeinsamen Kern zu bilden.
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Im
Rahmen der Erfindung kann wenigstens einer der Dauermagnete 13a, 13b nicht
im Gehäuse 22 sondern
im Deckel 22a angeordnet sein. Ein solches Ausführungsbeispiel
zeigt 5, bei der im Deckel 22a eine wenigstens
unterseitig offene, z. B. vertikal durchgehende Ausnehmung 33 für den auf
dieser Seite befindlichen Dauermagneten 13b angeordnet
ist, der in der Ausnehmung 33 andeutungsweise dargestellt
ist.
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Anstelle
eines Dauermagneten im Deckel 22a können auch mehrere Dauermagneten
darin angeordnet sein, wie es 6 beispielhaft
zeigt, bei der zwei Dauermagneten 13b neben der zugehörigen Schaltvorrichtung 1, 3 im
Deckel 22a in zugehörigen Ausnehmungen 33 angeordnet
und darin positioniert sind. Bei den Ausführungsbeispielen nach 5 und 6 sind
die Leitungsabschnitte 2b an Dauermagnetteilen 13c angeordnet,
die mit den Dauermagneten 13b in magnetischer Wirkverbindung
stehen.
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Im
Rahmen der Erfindung können
im Schutzraum 21 des Gehäuses 22 mehrere Schaltvorrichtungen 1 in
der Längsrichtung
der Leitung 2 hintereinanderliegend angeordnet sein.