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TECHNISCHES GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf Halbleitervorrichtungen
und insbesondere auf einen Halbleiterchip und Verfahren zu dessen
Herstellung für
eine vollständig
verarmte SOI-Mehrfach-Schwellenspannungs-Anwendung (fully depleted
SOI multiple threshold voltage application).
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HINTERGRUND
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Um
leistungsfähige
elektronische Vorrichtungen herzustellen, wird es oft gewünscht, Halbleiterchips
mit mehreren unterschiedlichen Bereichen (z. B. Kernbereich, Niederleistungsbereich,
I/O-Bereich) herzustellen, die Halbleitervorrichtungen aufweisen, die
beispielsweise bezüglich
Geschwindigkeit und Leistung variieren. Halbleitervorrichtungen,
die einige oder alle dieser Eigenschaften aufweisen, beinhalten
Silizium-auf-Isolator(SOI)-Vorrichtungen. Eine heutige Herausforderung
in der SOI-Technologie
ist jedoch ein Bilden dünner
Si-Kanal-SOI-I/O-Vorrichtungen mit signifikanter Schwellenspannungs(Vth)-Steuerung. Beispielsweise ist in einer SOI-I/O-Anwendung
ein höhreres
Vth notwendig, weil SOI-Vorrichtungen an
einem größeren Drain-induzierten
Barrieren-Abnahmeeffekt leiden (drain induced barrier lowering (DIBL)
effect) (der durch die Abknickeffekt-Charakterisierungen hervorgerufen
wird) als es Bulk-Silizium-Wafer-Vorrichtungen
(bulk silicon wafer devices) tun. Weiter erhöhen die hohen Spannungen, die
typischerweise in den I/O-Bereichen angewandt werden, den wichtigen
Leckstrom. Diese Schwachpunkte zu überwinden, wird zunehmend wichtig,
da die SOI-Vorrichtungs-Stärke
verringert wird, um den Wirkungsgrad zu verbessern und die Abknickeffekte
zu verringern.
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Mehrere
bekannte Verfahren versuchen Vth durch Steuern
des Substratpotentials (body potential) des SOI-Transistors zu steuern.
Ein erstes Verfahren ist es, das Transistorsubstrat (transistor
body) auf ein festes Spannungsniveau über einen Substratkontakt zu
verbinden. Jedoch trotz Verringern des Abknickeffekts (FBE) in SOI-Vorrichtungen,
kann das substratverbundene (body-tied) Verfahren Flächen- und Geschwindigkeitsnachteile
aufweisen. Zusätzlich können die
Vorteile, die durch das substratverbundene Verfahren erreicht worden
sind, abnehmen, da sich die SOI-Siliziumstärke verringert, da der zunehmende
Substratwiderstand den Substratkontakt nutzlos macht.
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Ein
weiteres bekanntes Substratverfahren zum Steuern von Vth ist
eine Kanalbereichs-Dotierung
(channel region doping). Trotz Erhöhen der Vth verringern
Kanalimplantate jedoch die Verarmungs-Fähigkeit einer SOI-Vorrichtung,
wobei sie dabei eine Leistungsverringerung von dem FBE erleidet.
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Ein
weiteres häufig
verwendetes Verfahren für
eine FBE-Verringerung ist es, den Kanalbereich der SOI-Vorrichtung
vollständig
zu verarmen (fully deplete FD), indem die Siliziumstärke verdünnt wird. Die
FD-SOI-Vorrichtung erlaubt einen zusätzlichen Ionisationsstoß(I-I)-induzierten
Ladungsträgerdurchlauf
aus dem Kanal, wobei dabei der FBE unterdrückt wird. Eine wesentliche
Unterdrückung
des FBE in dem Transistor-Kanalbereich
erhöht
signifikant die Schwellenspannungs-Steuerung.
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Eine
Vorpolung (Biasing) des Substratbereichs eines SOI-Transistors ist üblicherweise
ein wichtiger Teil der Vorrichtungs-Vth-Steuerung
und Ausdünnen
der Silizium-Substratstärke
ist ein bevorzugtes Verfahren geworden, das zu der Vth-Steuerung
beiträgt.
Jedoch gibt es noch immer einen Bedarf für eine SOI-Technologie mit
der Kapazität,
um ausreichende Rück-Gate-Vorspannung
(back gate bias) bereitzustellen, um gewünschte Vth-Werte
zu erreichen.
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Ein
weiteres bekanntes und akzeptiertes Verfahren zum Erreichen einer
gewünschten
Vth ist es, die Gate-Elektroden-Arbeitsfunktion
zu modifizieren, indem die Materialkomposition der Gate-Elektrode
modifiziert wird. Die 1a und 1b zeigen bekannte
Vorrichtungen 100 und 102 in welchen die Gate-Elektroden-104-Materialkombination
und eine entsprechende Gate-Elektroden-104-Arbeitsfunktion
variiert wird, um die Schwellenspannung der Vorrichtungen zu steuern.
Die in 1a dargestellte CMOS-Struktur 100 ist
von Polishchuk, et. al in einer Veröffentlichung „Dual Work
Function Metal Gate CMOS Transistors by Ni-Ti Interdiffusion”, IEEE
Electron Device Letters, Vol. 23, No. 4, April 2002 offenbart worden,
auf die hier Bezug genommen wird. 1a zeigt
eine Gate-Elektrode 104,
die Nickel und Titan über
dem PMOS-Bereich 106 umfasst und Titan über dem NMOS-Bereich 108 aufweist.
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Die
FD-SOI-Transistoren 102, die in 1b dargestellt
sind und von H. Wakabayashi in einer Veröffentlichung „A Novel
W/TiNx Metal Gate CMOS Technology Using Nitrogen-Concentration-Controlled TiNx Film”, IEEE
IEDM, Dez. 1999, auf die hier Bezug genommen wird, offenbart worden
ist, weisen Gate-Elektroden 104-Materialkompositionen von Wolfram
W, Titan Ti, eine erste Konzentration von N und eine zweite Konzentration
von Stickstoff Nx auf. Die Variation der Materialzusammensetzung
verändert
die Gate-Arbeitsfunktion
jeder Gate-Elektrode 104, wobei dabei die Schwellenspannung
der FD-SOI-Transistoren 102 variiert.
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Die
1a und
1b zeigen
eine Gate-Elektroden-Materialzusammensetzungsvariation innerhalb
eines kleinen Bereichs des Chips. Es ist jedoch schwierig, unterschiedliche
Gate-Arbeitsfunktions-Materialien
für SOI-Kernanwendungen
und I/O-Vorrichtungsanwendungen beispielsweise auf dem gleichen
Chip anzuwenden. In der herkömmlichen
Schaltungsanwendung beträgt
die Schwellenspannung für
eine 3,3 V I/O-Vorrichtung ungefähr 0,65
V und die Schwellenspannung für
eine 1,0 eV Kernvorrichtung beträgt
ungefähr
0,2 V. Die Ziel-Schwellenspannungen werden durch Verwenden einer
Quellen(well) oder einer Taschen-Implantation in dem Bulk-Substrat
erreicht. Jedoch kann für eine
völlig
verarmte SOI-Vorrichtung die Schwellenspannung nicht durch die Kanal-
oder Taschen-Implantation angepasst werden, weil eine starke Substratkonzentration
die FD-Vorrichtung
in eine teilweise verarmte Vorrichtung verwandelt wird und die Leistungsfähigkeit
verringert. Ein Verfahren, um eine unterschiedlichen Schwellenspannung
für eine
vollständig
verarmte SOI-Vorrichtung zu erreichen, ist es, die Gate-Arbeitsfunktion
zu verändern.
Das kann mit Bezug auf die folgende Formel dargestellt werden:

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Falls
wir beispielsweise das Na (Substrat-Konzentration) konstant lassen,
brauchen wir eine andere Variable, um die Schwellenspannung auf einen
gewünschten
Wert in einer anderen Anwendung zu steuern. Die Gate-Arbeitsfunktion
(ϕm) ist ein guter Kandidat für eine Vth-Abstimmung,
weil die gegenwärtige
Metall-Gate-Entwicklung eine Haupttechnologie geworden ist. Aus
dem Grund, weil Metall-Gates nicht nur den Gate-Widerstand verbessern,
sondern auch bessere Charakteristiken zeigen, verglichen mit Polysilizium
beim Integrieren mit dielektrischen Materialien mit hohem k, wie
in 1c dargestellt ist.
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DE 198 00 179 A1 offenbart
ein Halbleiterbauelement und ein dazugehöriges Herstellungsverfahren,
wobei eine Kompromissbeziehung zwischen einem Schwellenwert und
einem Diffusionsschicht-Verluststrom beseitigt wird, und es nicht
erforderlich ist, eine Gateoxidschicht in einer Vielzahl von Schritten
zu bilden.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Diese
Probleme im Stand der Technik werden durch die vorliegende Erfindung
gemäß Anspruch
1 gelöst,
wobei ein Halbleiterchip offenbart wird, welcher einen Kernbereich
und einen Eingabe-/Ausgabe-(I/O)-Bereich aufweist, umfassend: ein Substrat,
eine Halbleiterschicht, welche das Substrat überlagert, ein eingebettetes
Dielektrikum unter der Halbleiterschicht, wobei das eingebettete
Dielektrikum (210) eine erste Dicke in dem Kernbereich
und eine zweite Dicke in dem Eingabe-/Ausgabe-(I/O)-Bereich aufweist,
wobei eine schräge
Seitenwand zwischen dem Kernbereich und dem Eingabe-/Ausgabe-(I/O)-Bereich liegt und
wobei die schräge
Seitenwand einen ansteigenden Dickebereich und eine Höhe von ungefähr 20 nm
oder weniger aufweist. Weiter umfasst der erfindungsgemäße Halbleiterchip
einen ersten Transistor, welcher eine erste Gate-Elektrode aufweist
und einen zweiten Transistor, welcher eine zweite Gate-Elektrode
aufweist, die in dem Kernbereich gebildet ist, wobei der erste Transistor
ein vollständig
verarmter Silizium-auf-Isolator-p-Kanal-Metalloxid-Halbleiter-Transistor (FD-SOI-PMOS)
mit einer ersten Arbeitsfunktion ist, die zwischen ungefähr 4,7 eV
und ungefähr
5,0 eV beträgt,
und wobei der zweite Transistor eine FD-SOI-n-Kanal-Metalloxid-Halbleiter(NMOS)-Vorrichtung
mit einer zweiten Arbeitsfunktion ist, die zwischen ungefähr 4,2 eV
und ungefähr
4,5 eV beträgt. Der
erfindungsgemäße Halbleiterchip
umfasst weiter einen dritten Transistor, welcher eine dritte Gate-Elektrode
aufweist und einen vierten Transistor, welcher eine vierte Gate-Elektrode
aufweist, die auf dem Eingabe-/Ausgabe-(I/O)-Bereich gebildet ist, wobei
der dritte Transistor eine FD-SOI-PMOS-Vorrichtung mit einer dritten
Arbeitsfunktion ist, die zwischen ungefähr 4,4 eV und ungefähr 4,7 eV
beträgt, wobei
der vierte Transistor eine FD-SOI-NMOS-Vorrichtung
mit einer vierten Arbeitsfunktion ist, die zwischen ungefähr 4,5 eV
und ungefähr
4,8 eV beträgt. Außerdem umfasst
der erfindugnsgemäße Halbleiterchip
ein erstes Gate-Dielektrikum mit einer ersten Gate-Dielektrikums-Dicke,
welche unter der ersten und der zweiten Gate-Elektrode liegt; und
ein zweites Gate-Dielektrikum mit einer zweiten Gate-Dielektrikums-Dicke,
welche unter der dritten und der vierten Gate-Elektrode liegt, wobei
die zweite Gate-Dielektrikums-Dicke von der ersten Gate-Dielektrikums-Dicke verschieden
ist.
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Außerdem offenbart
die vorliegende Erfindung ein Verfahren gemäß Anspruch 17 zum Herstellen
einer Multi-Schwellwert-Applikation zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Halbleiterchips,
wobei das Verfahren umfasst: Bilden eines Halbleiter-auf-Isolator-Substrats,
umfassend folgende Schritte: Bilden einer ersten Maske über einen
Kernbereich eines Halbleitersubstrates, Implantieren eines ersten
Materials in einen Eingabe-/Ausgabe-(I/O)-Bereich des Halbleitersubstrats, wobei
ein eingebettetes dielektrisches Material im Halbleitersubstrat
gebildet wird Entfernen der ersten Maske, Implantieren eines zweiten
Materials in den ersten und in den Eingabe-/Ausgabe-(I/O)-Bereich
des Halbleitersubstrats, wobei ein eingebettetes dielektrisches
Material in dem Halbleitersubstrat gebildet wird, wobei das eingebettete
dielektrisches Material eine erste Dicke in dem Kernbereich aufweist
und eine zweite Dicke in dem Eingabe-/Ausgabe-(I/O)-Bereich aufweist,
wobei das Halbleitersubstrat (200) dabei in ein Halbleiter-auf-Isolator-Substrat transformiert
wird; und Ausglühen
des Halbleiter-auf-Isolator-Substrats, Bilden eines Gate-Dielektrikum-Materials über dem
ersten und dem Eingabe-/Ausgabe-(I/O)-Bereich des Halbleiter-auf-Isolator-Substrats, und Entfernen
eines Abschnitts des Gate-Dielektrikum-Materials in dem Eingabe-/Ausgabe-(I/O)-Bereich,
wobei das Gate-Dielektrikum-Material dadurch eine dritte Dicke in
dem Kernbereich und eine vierte Dicke in dem Eingabe-/Ausgabe-(I/O)-Bereich
aufweist.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Für ein vollständigeres
Verständnis
der vorliegenden Erfindung und deren Vorteile, wird jetzt Bezug
auf die folgende Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen
genommen, in welchen:
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die 1a und 1b bekannte
Dual-Arbeitsfunktions-Metall-Gate-Transistoren zeigen; und 1c grafisch
die Beziehung zwischen Schwellenspannung und der Gate-Arbeitsfunktion
zeigt;
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die 2a–2c Querschnitts-Ansichten zeigen,
die die Schritte eines ersten Herstellungsverfahrens in Übereinstimmung
mit einer ersten erläuternden
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellen;
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die 2d eine
Querschnittsansicht einer eingebetteten dielektrischen Stufe zeigt;
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die 2e eine
erste erläuternde
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt;
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die 2f eine
zweite erläuternde
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt; und
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die 3a–3h zeigen
Querschnitts-Ansichten, die Schritte eines zweiten Herstellungsverfahrens
in Übereinstimmung
mit einer dritten erläuternden
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellen.
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GENAUE BESCHREIBUNG DER ERLÄUTERNDEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Das
Herstellen und Verwenden der zurzeit bevorzugten Ausführungsformen
werden nachfolgend im Detail besprochen.
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Die
vorliegende Erfindung wird mit Bezug auf bevorzugte Ausführungsformen
in einem speziellen Zusammenhang beschrieben, nämlich einer vollständig verarmten
SOI-Mehrfach-Schwellenspannungs-Anwendung.
Die Erfindung kann jedoch auch auf andere Halbleiter-Vorrichtungen und
Halbleiteranwendungen angewandt werden, die einen Bedarf für Mehrfach-Schwellenspannungen
auf dem gleichen Substrat aufweisen.
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Ein
Substrat 200, welches in 2a dargestellt
ist, umfasst ein Halbleiter-Substratmaterial. Das Substratmaterial
ist vorzugsweise ein p-Typ-dotiertes, im Wesentlichen kristallines
Siliziummaterial mit einer <100> Kristallorientierung.
Andererseits kann das Substrat 200 n-Typ-dotiert sein und die gleiche Kristallorientierung
wie das p-Typ-dotierte Substrat oder andere Kristallorientierungen,
wie beispielsweise <111> und <110> aufweisen. Das Substrat 200 kann
irgendein passendes Material als ein Halbleitersubstrat aufweisen,
wie Galliumarsenid, Indiumphosphid, Silizium, Germanium, Kohlenstoff
und Kombinationen davon, welches Buffer-Schichten beinhaltet, die
abgestufte Abschnitte von Halbleitermaterialien, wie beispielsweise
eine abgestufte Silizium-Germanium-Bufferschicht beinhalten. Das
Substrat 200 kann auch ein gestreckter (strained) Halbleiter,
wie beispielsweise gestrecktes Silizium oder ein keramischer Wafer
sein.
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Das
Substrat 200 weist einen Kernbereich 202 und einen
Eingabe-/Ausgabe-(I/O)-Bereich 204 auf. Erläuternde
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung beinhalten Substrate mit irgendeiner Anzahl
von Bereichen, die irgendeine Anzahl von Schwellenspannungs-Anforderungen aufweisen. Beispielsweise
beinhalten erläuternde
Ausführungsformen
Substrate mit Bereichen, die für
Nieder-Rausch-Anwendungen (low noise applications) bestimmt sind.
Transistoren, die in I/O-Bereichen von Halbleiterchips gebildet
werden, weisen typischerweise eine höhere Schwellenspannung auf
als beispielsweise Transistoren in den Kernbereichen des gleichen
Chips.
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Beispiele
von I/O-Vorrichtungen können
beispielsweise Dreifach-Zustands-Buffer (tri-state buffers), Eingabe-Butter
und Ausgabe-Buffer beinhalten. I/O-Vorrichtungen können einen
elektrostatischen Entladungs-Schaltkreis (electrostatic discharge
circuitry (ESD)) beinhalten und können eine Toleranz von mehreren
Volt bereitstellen. I/O-Bereiche, wie der I/O-Bereich 204, werden typischerweise
auf dem Randgebiet eines Chips gebildet, bei vom Zentrum entfernten
Teilen. Kernbereiche, wie der Kernbereich 202 befinden
sich typischerweise in Bereichen eines Chips, die benachbart zum
Zentrum sind. Andere Anordnungen von I/O- und Kernbereichen werden
jedoch überlegt.
Kernbereiche 202 beinhalten typischerweise Transistoren,
die Hochgeschwindigkeits- und Niederleistungs-Anforderungen für großformatige integrierte Schaltkreise
(large scale integrated circuits (LSI)) (z. B. ULSI, VLSI) aufweisen, wie
beispielsweise Prozessoren, Steuerungen und anwendungsspezifische
integrierte Schaltkreise (ASICs).
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Bezüglich 2b,
wird eine Maske 206 über dem
I/O-Bereich 204 des Substrats 200 aufgebracht, wobei
der Kernbereich 202 des Substrats 200 belichtet
wird. Das Substrat 200 wird einer Implantation eines dielektrischen
Materials 208 in den belichteten Abschnitten des Siliziumsubstrats 200 ausgesetzt, wobei
ein eingebettetes Dielektrikum 210 gebildet wird. Der Implantationsprozess
ist vorzugsweise ein Sauerstoff-Implantationsprozess, wie eine Separation
durch implantierten Sauerstoff (separation by implanted oxygen (SIMOS)).
Der Implantationsprozess kann andererseits beispielsweise eine Separation durch
implantierten Stickstoff (separation by implanted nitrogen (SIMNI),
Separation durch implantierten Sauerstoff und Stickstoff oder interne
thermische Oxidation (internal thermal oxidation (ITOX)) sein. Die
SIMOX-Implantationsstufe beinhaltet vorzugsweise eine Ionen-Implantation von
Sauerstoff (z. B. 1,8 × 1018 pro cm2) mit Substrattemperaturen,
die größer als
ungefähr
600 Grad Celsius sind.
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Die
Implantation von anderen Materialien wie Stickstoff und Sauerstoff
kann gleichzeitig oder aufeinanderfolgend ausgeführt werden. Beispielsweise
kann das eingebettete Dielektrikum 210 ein nitriertes Oxid
oder eine hydrogeniertes Sauerstoffverbindung von Siliziumoxid sein.
Implantieren von nitriertem Oxid trägt zur Verhinderung von Fremdatomdiffusion
der Dotiersubstanz (impurity dopant diffusion) in das eingebettete
Oxid bei, wobei dabei die Leistungsverschlechterung der Vorrichtung
verhindert wird. Fremdatomdiffusion der Dotiersubstanz kann von
Fremdatom-Dotiersubstanzen hervorgerufen werden, die während eines
Quellenbildungs-Herstellungsschrittes, wie beispielsweise für n-Typ-Quellen
(n-Quellen).
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Bezüglich 2c wird
die Maske 206 abgelöst
und dielektrisches Material 208, vorzugsweise Sauerstoff
wird wieder in den Kernbereich 202 und den I/O-Bereich 204 des
Siliziumsubstrates 200 implantiert. Die zweite Sauerstoff-Implantationsstufe
erstreckt das eingebettete Dielektrikum 210 in den I/O-Bereich 204 des
Silizium-Substrates 200 und verdickt das eingebettete Dielektrikum 210 in
dem Kernbereich 202. Die Stärke tkern des
eingebetteten Dielektrikums 210 in dem Kernbereich 202 beträgt vorzugsweise
100,0 nm. Die Stärke
des eingebetteten Dielektrikums 210 in dem I/O-Bereich 204 tI/O beträgt vorzugsweise
ungefähr
30,0 nm. Die Stärke
des eingebetteten Dielektrikums kann andererseits zwischen ungefähr 5,0 nm
und ungefähr
200,0 nm betragen.
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Nach
der Implantation beinhaltet der SIMOX-Prozess ein Hochtemperatur
(z. B. ungefähr 1300
Grad Celsius) – Ausglühen des
Substrates. In anderen erläuternden
Ausführungsformen werden die
Schritte des Maskieren und eingebetteter dielektrischer Implantation
eine beliebige Zahl von Malen wiederholt, wobei ein eingebettetes
Dielektrikum beliebiger Stärke
und beliebiger Anzahl von Bereichen auf dem Wafer gebildet wird.
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Das
eingebettete Dielektrikm 210 isoliert eine Halbleiterschicht 222 von
dem Wafersubstrat 200. Der Wafer 223, welcher
Silizium 222 und einen Isolator 210 umfasst, wird
gewöhnlich
als ein Silizium-auf-Isolator(silicon-on-insulator (SOI))-Wafer
bezeichnet. Die Halbleiterschicht 222 weist häufig eine Stärke 225 von
ungefähr
20,0 nm auf. Jedoch kann die Stärke 225 zwischen
ungefähr
5,0 nm und ungefähr
50,0 nm liegen.
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Obwohl
eine eingebettete dielektrische Stufe 215 in der gestrichelten
Box 211 mit rechtem Winkel dargestellt wird, weist die
Stufe 211 vorzugsweise eine schräge Seitenwand auf, wie in 2d dargestellt
ist. Die 2d ist eine vergrößerte Ansicht
der gestrichelten Box 211. Die Schräge der Seitenwand 212 ist
ein Stärkegradient,
welcher von dem Schaltkreis-Design
abhängig
ist. Beispielsweise kann der Gradientenbereich ein verbotener Bereich
für aktive Vorrichtungen
sein, wobei aber Dummy-Vorrichtungen oder passive Vorrichtungen
darin gebildet sein können.
Aus dem Grund, weil der Gradientenbereich Versetzungen [dislocations]
und eine nicht-gleichförmige
Kapazität
beinhalten kann, was sich in einem instabilen elektrischen Wirkungsgrad
der aktiven Vorrichtungen auswirkt. In erläuternden Ausführungsformen
jedoch, wobei Stufen in dem eingebetteten Oxid unterschiedliche
Stärkengradienten
aufweisen können,
liegt jeder Stärkengradient
(in der vertikalen Richtung) vorzugsweise zwischen ungefähr 5,0 nm und
ungefähr
20,0 nm. In einigen Fällen,
kann ein kleiner Zwischenraum (weniger als ungefähr 0,3 μm) zwischen zwei aktiven Bereichen
gewünscht
sein, einer mit einem dünnen
Barrierendielektrikum und einer mit einem starken Barrieren-Dielektrikum.
In diesen Fällen,
kann die Stufe vorzugsweise nicht größer als ungefähr 1/10
des Zwischenraums sein, um die Schwellenspannungs-Fluktuation aufgrund
eines geschlossenen aktiven Bereichs zu vermeiden.
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Aufeinanderfolgende
Herstellungsschritte bilden eine erste erläuternde Ausführungsform,
die in 2e dargestellt ist. Flache Graben-Isolationsstrukturen 220 isolieren
FD-SOI-Transistoren 214. Die
Transistoren 214 über
dem stärkeren
Abschnitt des eingebetteten Dielektrikums 210 in dem Kernbereich 202 werden
eine geringere Schwellenspannung als die Transistoren 214 über dem
dünneren
Abschnitt des eingebetteten Dielektrikums 210 in dem I/O-Bereich 204 aufweisen.
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Verändern der
Stärke
des eingebetteten Dielektrikums 210 in unterschiedlichen
Bereichen 202
und 204 des gleichen Substrats 200 liefert
eine wesentliche Steuerung der Schwellenspannung der FD-SOI-Vorrichtungen 214.
Für jeden
Transistor 214 wirkt das eingebettete Dielektrikum 210 als
ein Kondensator-Dielektrikum zwischen der Anode, die durch die Quelle
oder den Substratbereich 213 dargestellt wird und der Kathode,
die durch das jeweilige Substrat 200, das unter dem eingebetteten
Dielektrikum 210 liegt. Verändern der Stärke des
eingebetteten Dielektrikums 210 verändert die Kapazität, die mit dem
Transistorkanal-Bereich in dem Quell-Bereich 213 verbunden
ist, wobei dabei eine unterschiedliche Schwellenspannung an die
FD-SOI-Vorrichtungen 214 gemäß dem Bereich 202 oder 204 bereitgestellt wird.
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Eine
FD-SOI-Vorrichtung 214 in dem I/O-Bereich 204 weist
eine höhere
mögliche
Vth als eine im Wesentlichen ähnliche
Vorrichtung 214 in dem Kernbereich wegen dem Unterschied
in der eingebetteten Dielektrikum-210-Stärke auf.
Im Allgemeinen wird ein dünneres
eingebettetes Dielektrikum einen größeren Vth-Abstimmungsbereich
und ein stärkeres
eingebettetes Dielektrikum wird einen geringeren Vth-Abstimmungsbereich
liefern.
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In
weiteren erläuternden
Ausführungsformen ist
die Variation der eingebetteten Dielektrikumstärke nicht auf eine Bereichsvariation
beschränkt.
Die eingebettete dielektrische Stärke kann auf einem Chip oder
einem Wafer wie gewünscht
für eine
beliebige Zahl von Bereichen, die eine beliebige Anzahl von Größen aufweisen,
variiert werden. Obwohl die eingebettete dielektrische Stärke vorzugsweise
in Übereinstimmung
mit Schwellenspannungs-Anforderungen für FD-SOI-Vorrichtungen variiert
wird, kann die eingebettete dielektrische Stärke andererseits in Übereinstimmung
mit anderen Anwendungsanforderungen bezüglich des Halbleitervorrichtungsbetriebs, wie
Temperatur (z. B. SOI-Selbsterhitzungs-Effekt), Strom und Rauschen,
variiert werden.
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Die
Ionen-Implantations-Stufen, die die n-Typ- oder p-Typ-Quellbereiche 213 in
dem Halbleitermaterial 222 bilden, die das eingebettete
Dielektrikum 210 überlagern,
können
Phosphor- oder Bor-dotiertes Siliziumoxid in den oberen Bereichen
des eingebetteten Dielektrikums 210 herstellen. Die Diffusion
von III-V-Typ Fremdatomen in das eingebettete Dielektrikum 210 von
den überlagernden
Quellbereichen 213 kann ebenso zu dotiertem Siliziumoxid
in Bereichen des eingebetteten Dielektrikums 210 beitragen.
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Eine
zweite erläuternde
Ausführungsform, die
in 2f dargestellt ist, zeigt mehr als zwei eingebettete
Dielektrikum-209-Stärken
für Bereiche KERN,
LP und I/O auf dem gleichen Wafer-Substrat 200. Die FD-SOI-Transistoren,
die aufeinanderfolgend auf dem Siliziumsubstrat 222 über dem
eingebetteten Dielektrikum 209 gebildet werden, weisen unterschiedliches
Vth in Übereinstimmung
mit der darunterliegenden Stärke
des eingebetteten Dielektrikums 209 auf. Vorzugsweise werden
gebildete FD-SOI-Transistoren, die den stärksten Abschnitt des eingebetteten
Dielektrikums 209 überlagern,
ein geringeres Vth aufweisen als FD-SOI-Transistoren, die
in dem LP-Bereich oder dem I/O-Bereich gebildet werden. FD-SOI-Transistoren,
die in dem LP-Bereich gebildet sind, werden ein höheres Vth aufweisen, als die Transistoren, die in
dem KERN-Bereich gebildet worden sind. Die FD-SOI-Transistoren, die in dem I/O-Bereich
gebildet werden, werden ein höheres
Vth aufweisen, als die Transistoren in dem
LP-Bereich und dem KERN-Bereich.
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Ein
zweiten Verfahren in Übereinstimmung mit
einer dritten erläuternden
Ausführungsform,
die in den 3a–3h dargestellt
ist, umfasst ein eingebettetes Dielektrikum 210 der ersten
erläuternden Ausführungsform.
In 3a werden flache Graben-Isolationsstrukturen 220 in
dem Silizium-Bereich 222 gebildet, die das eingebettete
Dielektrikum 210 überlappen.
Andererseits können
andere Isolationsstrukturen (z. B. Mesa-Isolierung und LOCOS-Isolierung) verwendet
werden. Der Siliziumbereich 222 über dem eingebetteten Dielektrikum 210 ist
ungefähr
20,0 nm stark.
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Ein
Gate-Dielektrikum 224, welches Siliziumoxid umfasst, wird
aufgetragen. Die Stärke
des Gate-Dielektrikums 224 beträgt ungefähr 10,0 nm und kann andererseits
zwischen ungefähr
2,0 nm und ungefähr
10,0 nm betragen. Das Gate-Dielektrikum kann andererseits aus einem
dielektrischen Material mit hohem k gebildet werden, welches eine hohe
dielektrische Konstante, größer als
ungefähr 4,0
aufweist. Das dielektrische Material mit hohem k kann ein metallisches
Dielektrikum sein, welches Metalloxid wie beispielsweise Al2O3, Ta2O5, ZrO2 und HfO2 oder HfSi beinhaltet. Verschiedene Arten
der Behandlung können
auf Dielektrika mit hohem k angewandt werden, wie NH3-Ausglühen, O+-Ausglühen, NO-Ausglühen und
N2O-Ausglühen, wobei alle gut bekannt
sind.
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Ein
Maskenmaterial, wie ein Photolack (nicht dargestellt), deckt das
Gate-Dielektrikum 224 in dem I/O-Bereich 204 ab
und wobei ein Abschnitt des belichteten Gate-Dielektrikums 224 in
dem Kernbereich 202 entfernt wird, wie in 3b dargestellt
wird. Die sich ergebende Stärke
des Gate-Dielektrikums 224 in dem Kernbereich 202 beträgt ungefähr 0,8 nm
und kann andererseits zwischen ungefähr 0,8 nm und ungefähr 2,0 nm
betragen. Zur Betonung ist die Stufe, die zwischen dem Kernbereich 202 und
dem I/O-Bereich gebildet ist, auf einer größeren Skala dargestellt.
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Der
stärkere
Abschnitt des Gate-Dielektrikums 224 erlaubt eine höhere Schwellenspannung
in den FD-SOI-Vorrichtungen, die aufeinanderfolgend in dem I/O-Bereich 204 gebildet
werden. Dagegen weisen die FD-SOI-Vorrichtungen, die in dem Kernbereich 202 gebildet
werden sollen, ein dünneres Gate-Dielektrikum 224 und
eine entsprechend niedrigere Schwellenspannung auf.
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Eine
Schicht aus Polysilizium 228 wird auf dem Gate-Dielektrikum 224,
wie in 3c dargestellt, aufgetragen.
Obwohl eine Polysilizium-Stufe (nicht dargestellt) über der
Gate-Dielektrikum-Stufe 226 auf
der Polysilizium-Oberfläche 230 gebildet werden
kann, ist die Polysiliziumstufe ein relativ insignifikantes Oberflächenmerkmal
und wobei die Polysiliziumoberfläche 230 in 3c als
im Wesentlichen planar für
erläuternde
Zwecke dargestellt ist.
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Die 3d stellt
aufeinanderfolgende Schritte zum Bilden eines Photolack-Materials 232 auf
dem Polysilizium 228 dar. Unmaskierte Abschnitte 234 des
Polysiliziums 228 werden dotiert 235 mit einer n-Typ-Dotiersubstanz,
welche einen n-dotierten Polysilizium-Bereich 234 bildet.
Die Dotiersubstanz wird vorzugsweise durch bekannte Ionen-Implantationsverfahren
implantiert, wie beispielsweise Plasma-Immersions-Ionenimplantation
(PIII) oder Metall-Plasma-Immersions-Ionenimplantation (MePIII).
Die Dotiersubstanz ist vorzugsweise Phosphor und kann alternativ
Arsen, Bor, Bordiflurid (BF2), Wasserstoff, Stickstoff,
Sauerstoff, Argon oder Kombinationen davon sein.
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Wie
in 3e dargestellt, werden eine erste Metallschicht 238 und
eine zweite Metallschicht 240 nacheinander über dem
Gate-Dielektrikum 224 aufgetragen. Die Stärke der
erste Metallschicht 238 beträgt ungefähr 5,0 nm, und die Stärke der
zweite Metallschicht 240 beträgt ungefähr 2,0 nm. Die Metallschichten 238 und 240 werden
durch Verwendung bekannter Auftragungsverfahren wie beispielsweise Verdampfung,
Sputtern oder verschiedene Arten chemischer Dampfabscheidung, wie
plasmagestütze chemische
Gasphasenabscheidung aufgebracht. Die erste Metallschicht 238 umfasst
vorzugsweise Titan und die zweite Metallschicht 240 umfasst
vorzugsweise Platin. Jedoch können
die erste 238 und zweite 240 Metallschicht andererseits
beispielsweise Nickel, Palladium, Iridium, Ruthenium Rhodium, Molybdän, Hafnium,
Aluminium, Kobalt, Wolfram oder Kombinationen davon umfassen. Kombinationen
können
Metalllegierungen wie beispielsweise binäre Metalllegierungen, Metall-Silizide,
Metall-Siliziumnitride, dotierte Metalllegierungen und dotierte
Silizidlegierungen beinhalten.
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Anschließende Photolithografie-Schritte maskieren
einen Abschnitt der zweiten Metallschicht 240 in dem I/O-Bereich 204 und
wobei der beschichtete Abschnitt der zweiten Metallschicht 240 in
dem Kernbereich 202 entfernt wird, wie in 3f dargestellt
wird. Ein Nassätzen
oder reaktives Ionenätzen kann
verwendet werden, um die Abschnitte der zweiten Metallschicht 240 zu
entfernen.
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Ein
thermisches Ausglühen
bei ungefähr 500°C für ungefähr 10 Minuten
bewirkt, dass die Metalle 238 und 240 in die undotierten 228 und
dotierten 234 Bereiche des Polysilizium diffundieren, wie
in 3g dargestellt ist. Der Aufglühprozess stellt eine Silizium-Titan-Legierungs-Gateelektrode 250 her und
eine n-dotierte Silizium-Titan-Legierungs-Gate-Elektrode 252 in dem Kernbereich 202. Der
Aufglühprozess
stellt auch eine Titan-, Platin- und
Silizium-Legierung 254 und eine n-dotierte Titan-, Platin-
und Silizium-Legierung 256 in dem I/O-Bereich 204 her.
In den dargestellten Ausführungsformen
ist nur eine einfache Gate-Elektrodenstufe dargestellt. Ein Fachmann
wird jedoch erkennen, dass die Gateelektroden unterschiedliche Dotierkonzentrationen
und unterschiedliche Dotier-Fremdatome
aufweisen können.
Dies kann z. B. mit mehrfachen Dotierschritten und durch In-Situ-Dotierung während einem
Aufbringen einer Gate-Polysiliziumschicht 228 erreicht
werden. Vorzugsweise liegt das Verhältnis der Dotierkonzentration
zwischen den Gate-Elektroden
in der Größenordnung
von 105 oder weniger.
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Die 3h zeigt
die Struktur der 3g nachdem eine weitere Verarbeitung FD-SOI-PMOS-Transistoren 260, 261 und FD-SOI-NMOS-Transistoren 262, 263 herstellt.
Verändern
der Materialzusammensetzung und dabei der Arbeitsfunktion der Gate-Elektroden 250, 252, 254 und 256 liefert
einen entsprechenden Unterschied in der Schwellenspannung zwischen
den FD-SOI-Vorrichtungen 260, 261, 262 und 263.
Die Schwellenspannung der FD-SOI-Transistoren 260, 261, 262 und 263 in 3h werden
teilweise durch die Arbeitsfunktion der Gate-Elektroden 250, 252, 254 und 256 gesteuert.
Die Gate-Elektrode 250 weist eine Arbeitsfunktion auf,
die zwischen ungefähr
4,7 eV und 5,0 eV liegt. Die Gate-Elektrode 254 weist eine Arbeitsfunktion
auf, die zwischen ungefähr
4,4 eV und 4,7 eV liegt. Die Gate-Elektrode 252 weist eine
Arbeitsfunktion auf, die zwischen ungefähr 4,2 eV und 4,5 eV liegt.
Die Gate-Elektrode 256 weist eine Arbeitsfunktion auf,
die zwischen ungefähr
4,5 eV und 4,8 eV liegt. Die Kombination eingebetteter Dielektrikum-210-Stärkenvariation,
Gate-Dielektrikum-224-Stärkenvariation und der Variation
der Gate-Elektrode 250, 252, 254 und 256 Arbeitsfunktionen
liefert einen hohen Grad an Steuerung der Schwellenspannungsvariation
der FD-SOI-Transistoren 260, 261, 262 und 263 und
anderer Vorrichtungen auf dem gleichen Chip-Plättchen (chip die) 200 oder
in dem gleichen Wafer.
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Die
FD-SOI-Transistoren 260, 261, 262, 263, die
in den erläuternden
Ausführungsformen
hier beschrieben worden sind, sind als erläuternd von verarmten Substratvorrichtungen
im Allgemeinen gemeint. Die vorliegende Erfindung kann auch auf
teilweise verarmte Vorrichtungen, wie beispielsweise teilweise verarmte
Silizium-auf-Isolator(PD-SOI)-Transistoren.
Andere Vorrichtungen in erläuternden
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung beinhalten Feldeffekttransistoren (FET), wie
beispielsweise Metalloxid-Halbleiter-FETs (metall oxide semiconductor FETs
(MOSFETs)), Metall-Halbleiter-FETs (metal semiconductor FETs (MESFETs)), Dünnfilm-Transistoren
(thin film transistors (TFTs)), gestreckte Kanal-Transistoren, und
Doppel-Gate-MOSFETs. Obwohl die vorliegende Erfindung passend für irgendeine
Technologieverbindung ist, ist die vorliegende Erfindung für die 65
nm-Verbindung und kleinere Technologieverbindungen passend.
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Kontakte 280,
wie jene, die beispielsweise mit den Quellen-(source) 270,
Drain- 272 und Gate-274-Bereichen des Transistors 263 verbunden sind,
verändern
sich oder bilden andererseits neue Arbeitsfunktionen in den Transistoren.
Beispielsweise liefert Silizid, welches in dem Quellenbereich 270 des
FD-SOI-NMOS 263 gebildet wird, eine fünfte Arbeitsfunktion in dem
Quellenbereich als ein Ergebnis der Diffusion des Wolframmaterials
in den Kontakt 280 mit dem dotierten Polysilizium in dem
oberen Abschnitt des Quellenbereichs 270. Eine weitere Gate-Arbeitsfunktion
wird durch Diffusion des Wolframmaterials in dem Kontakt 282 mit
dem n-dotierten Polysilizium und Titan der Gate-Elektrode 256 in dem oberen
Abschnitt der Gate-Elektrode 274 bereitgestellt.
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Die
bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung liefern einen signifikanten Vorteil mit
Bezug auf die Steuerung der Schwellenspannung der Halbleitervorrichtungen
und speziell auf voll verarmte Silizium-auf-Isolator-Vorrichtungen unterschiedlicher
Schaltungsanwendungen auf einem Chip. Die vorliegende Erfindung
kann verwendet werden, um Vorrichtungen zu beinhalten, die beispielsweise
dünne und
ulta-dünne
eingebettete Oxide auf einem Plättchen
beinhalten. Die Anwendungen beinhalten beispielsweise Kernanwendungen, Niederleistungsanwendungen,
und I/O-Anwendungen. Verbesserte Steuerung der Schwellenspannung der
Vorrichtungen in unterschiedlichen Anwendungen liefert mehr Steuerung
der Drain-induzierten Barrierenverringerung in FD-SOI-Vorrichtungen
und einer verbesserten Vorrichtung und Schaltkreisleistung.
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Ein
Vorteil der bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung ist, dass die eingebettete Dielektrikumstärke gemäß den Anwendungen
variiert werden kann, die Transistoren mit unterschiedlichen verlangten
Schwellenspannungen aufweisen, z. B. Kernanwendungen, Niederleistungsanwendungen
und I/O-Anwendungen. Ein weiterer Vorteil ist, dass unterschiedliche
eingebettete Oxidstärken
in dem gleichen Wafer verwendet werden können, um eine Vth-Anpassung
bereitzustellen, die im Wesentlichen für FD-SOI-Rück-Gate-vorgespannte Vorrichtungen
(FD SOI back-gate biased devices) reserviert ist, die eine Vth-Anpassung verlangen, z. B. Kernanwendungen,
Niederleistungsanwendungen und I/O-Anwendungen.