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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Lagern und Austragen fluider
Substanzen, welche wenigstens einen Behälter zur Aufnahme fluider Substanzen,
der stirnseitig mit wenigstens einem Auslassstutzen versehen ist,
ein Ausbringelement und zumindest einen mit dem Behälter und/oder
wenigstens einem Auslassstutzen schwenkbar verbundenen Federabschnitt
zur lösbaren
Verriegelung des Ausbringelements an dem oder den Auslassstutzen des
Behälters
aufweist.
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Zum
Lagern und Austragen fluider Substanzen, aus denen bspw. Mehrkomponentenmaterialien für zahnärztliche
Zwecke angemischt werden können,
sind z. B. aus zwei Zylindern gebildete Doppelkartuschen oder Doppelspritzen
bekannt, in denen die fluiden Substanzen voneinander getrennt aufbewahrt
werden. Vor der Anwendung werden diese Substanzen durch ein Ausbringelement
aus der Vorrichtung ausgetragen und miteinander vermischt, wodurch
die Substanzen miteinander reagieren und aushärten. In vielen Fällen ist
in den Doppelkartuschen oder Doppelspritzen eine Menge der fluiden Substanzen
aufgenommen, die für
mehrere Anwendungen ausreichend ist. Die Ausbringelemente, die bspw.
ein statischer oder dynamischer Mischer sein können, sind daher meist Einwegartikel,
die zum Gebrauch an dem Behälter
befestigt werden müssen und
danach zum Entsorgen von diesem ablösbar sein müssen.
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In
der
DE 102 58 953
A1 wird eine Abgabevorrichtung für fluide Substanzen beschrieben,
bei welcher an den Auslassstutzen des Behälters oder an dem Mischer selbst
zwei elastisch verformbare Federarme vorgesehen sind, die einen
lösbaren Rastverschluss
zur Verbindung des Mischers mit dem Behälter bilden. Zum Verbinden
des Mischers mit dem Behälter
muss der Mischer folglich auf den Behälter aufgesteckt werden, wobei
die Federarme einen flanschartigen Bereich an dem Mischer bzw. an dem
Behälter
einschnappend hintergreifen. Zum Lösen des Mischers werden die
Federarme bei der bekannten Abgabevorrichtung auseinander gespreizt, so
dass diese den flanschartigen Bereich an dem Mischer bzw. an dem
Behälter
wieder freigeben.
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Insbesondere
das Abnehmen des Mischers hat sich als schwierig erwiesen, da hierzu
der Behälter
festgehalten, die Federarme auseinander gespreizt und gleichzeitig
der Mischer abgezogen werden müssen.
Eine Einhandbedienung ist bei dieser bekannten Abgabevorrichtung
folglich nicht möglich. Zudem
besteht die Gefahr, dass beim Ausbringen der fluiden Substanzen
aus dem Behälter
die Federarme ungewollt auseinander schwenken und den Mischer freigeben.
Hierdurch kann sich der Mischer durch den hohen Auspressdruck der
fluiden Substanzen von dem Behälter
lösen.
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Weiter
ist aus der
EP 1 440
737 A1 eine Austraganordnung bekannt, bei welcher ein Mischer
mittels einer Überwurfmutter
mit Gewinde an einem entsprechenden Gewinde eines Austragsgerätes oder einer
Kartusche befestigbar ist. Hierdurch wird zwar ein sicherer Halt
des Mischers an dem Behälter
erreicht, das Befestigen des Mischers ist jedoch zeitaufwendig.
Falls die Überwurfmutter
nicht vollständig auf
dem Behälter
festgeschraubt ist, besteht zudem die Gefahr, dass sich der Mischer
soweit von dem Behälter
löst, dass
die fluiden Substanzen austreten und miteinander reagieren können.
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Demgegenüber ist
eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art derart weiterzubilden, dass ein Ausbringelement einfach
und sicher an einem Behälter
befestigbar und von diesem wieder lösbar ist.
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Dies
wird erfindungsgemäß im Wesentlichen dadurch
erreicht, dass dem wenigstens einen Federabschnitt ein relativ zu
diesem bewegbares Verriegelungs element zugeordnet ist, welches aus
einer ersten, den wenigstens einen Federabschnitt freigebenden Öffnungsstellung
in eine zweite, den Federabschnitt zur Verriegelung mit dem Ausbringelement
in Eingriff bringende Verriegelungsstellung überführbar ist.
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In
der Öffnungsstellung
kann ein Ausbringelement auf den Behälter aufgesetzt werden oder
von diesem abgenommen werden, ohne dass die Federabschnitte mit
dem Ausbringelement in Kontakt treten müssen. Dies ermöglicht eine
besonders komfortable Einhandbedienung, da das Ausbringelement lediglich
auf den Behälter
aufgesteckt, bzw. von diesem abgezogen werden muss. Wenn das Verriegelungselement
aus seiner Öffnungsstellung
in die Verriegelungsstellung überführt ist,
wird der zumindest eine Federabschnitt dagegen derart mit dem Ausbringelement
in Kontakt gebracht, dass der wenigstens eine Federabschnitt das
Ausbringelement verriegelt und selbst bei einem großen Auspressdruck der
fluiden Substanzen ein ungewolltes Herabfallen des Ausbringelements
sicher verhindert.
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Falls
mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ein Einkomponentensystem gelagert und/oder ausgetragen werden soll,
kann der Behälter
durch nur eine Kartusche oder dgl. gebildet sein. Abformmassen für den Dentalbereich
werden jedoch häufig aus
Zwei- oder Mehrkomponentensystemen angemischt. Hierbei wird es bevorzugt,
wenn der Behälter eine
bspw. durch zwei miteinander verbundene Zylinder gebildete Doppelkartusche
oder eine Doppelspritze ist, an welcher zwei Auslassstutzen vorgesehen
sind. Die Form des Behälters
ist jedoch nicht auf zwei parallel zueinander ausgerichtete und
seitlich miteinander verbundene Zylinder beschränkt. Vielmehr können die
Kartuschen oder dgl. auch bspw. koaxial ineinander angeordnet sein,
wobei eine kleinere Kartusche in einer größeren Kartusche aufgenommen
ist. Weiter können
die Behälter
auch einen bspw. ovalen oder vieleckigen Querschnitt aufweisen.
Der Begriff 'Zylin der' wird daher im Folgenden rein
beispielhaft für
eine mögliche
Form der Behälter verwendet.
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Das
Ausbringelement kann dabei ein statischer oder insbesondere dynamischer
Mischer sein, der zwei zu den Auslassstutzen des Behälters zumindest
bereichsweise komplementäre
Einlassstutzen und auf der Seite der Einlassstutzen einen flanschartigen
Rand aufweist, mit dem der wenigstens eine Federabschnitt zur Verriegelung
in Eingriff bringbar ist.
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Wenn
an den Auslassstutzen insbesondere zwei Federabschnitte derart gelagert
sind, dass jeder Federabschnitt aus einer ersten, das Ausbringelement
freigebenden Öffnungsstellung
reversibel in eine zweite, das Ausbringelement auf den Auslassstutzen
verriegelnde Verriegelungsstellung verschwenkbar ist, ist ein wiederholtes
Entfernen und sicheres Anbringen von Ausbringelementen an dem Behälter möglich. Hierbei
hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn jeder Federabschnitt
einen Vorsprung aufweist, der in der Verriegelungsstellung den flanschartigen
Rand umgreift. Dieser kann erfindungsgemäß auch den Verschiebeweg des
Verriegelungselements begrenzen.
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Nach
einer bevorzugen Ausführungsform der
Erfindung ragt jeder Federabschnitt in seiner unbelasteten Stellung,
die der Öffnungsstellung
entspricht, derart von dem Behälter
weg, dass das Ausbringelement ohne mit den Federabschnitten in Kontakt
zu treten, auf den Behälter
aufsteckbar ist. Die Federabschnitte können sich dabei bspw. in einem Winkel
von etwa 45° relativ
zu den Achsen der Auslassstutzen erstrecken. Das Aufstecken oder
Abnehmen des Ausbringelements wird auf diese Weise besonders einfach
und insbesondere mit einer Hand ermöglicht.
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Alternativ
hierzu ist es auch möglich,
die Vorrichtung derart auszubilden, dass jeder Federabschnitt in
seiner unbelasteten Stellung so von dem Behälter weg ragt, dass die Federabschnitte
einen Rastverschluss für
das Ausbringelement bilden. Das Ausbringelement wird dann nach dem
Aufstecken ohne ein Betätigen
des Verriegelungselements bereits an dem Behälter fixiert. Beim Entfernen
des Ausbringelements müssen
bei dieser Ausführungsform
entweder die Federabschnitte auseinandergespreizt werden oder diese
geben bei ausreichend starkem Abziehen das Ausbringelement frei.
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Das
Verriegelungselement kann einen wenigstens zwei Federabschnitte
umgreifenden Ring aufweisen, der im Wesentlichen parallel zu den
Achsen der Auslassstutzen verschiebbar ist. Dadurch kann der Ring
in seiner Verriegelungsstellung die Federabschnitte an das Ausbringelement
anlegen und dieses somit fixieren. Zur einfacheren Handhabung des
Verriegelungselements können
an dem Ring eine oder mehrere griffartige Vorsprünge vorgesehen sein.
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Darüber hinaus
kann die Handhabung der erfindungsgemäßen Vorrichtung dadurch weiter
verbessert werden, dass der Ring unverlierbar auf den Federabschnitten
und/oder dem Behälter
gehalten ist. Ein unbeabsichtigtes Herabfallen des Ringes, welches
die Funktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung
beeinträchtigen
würde,
wird somit vermieden.
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Die
Federabschnitte können
nach einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung an wenigstens einem Steg oder dgl. über einen
geschwächten
Gelenkbereich angelenkt sein. Der Steg, eine Platte oder ein ähnliches
Bauteil können
dabei fest mit dem Auslassstutzen und/oder dem Behälter verbunden
sein. Wenn das Ausbringelement ein dynamischer Mischer ist, ist
in dem Steg oder dgl. vorzugsweise eine Durchtrittsöffnung vorgesehen, durch
welche die Mischerwelle durchführbar
ist. Eine derartige Durchtrittsöffnung
oder Freilassung zwischen den Auslassstutzen bewirkt zudem, dass
ein Vermischen der in der Vorrichtung gelagerten Substanzen auf
einem Steg oder dgl. weitgehend unter bunden wird. Dies könnte zu
einem Aushärten
der Substanzen im Bereich der Auslassstutzen führen, wodurch diese verstopft
würden.
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Eine
unbeabsichtigte Vermischung der in der Vorrichtung aufgenommenen
Substanzen im Bereich der Auslassstutzen kann zudem auch dadurch
vermieden werden, dass der Steg oder dgl., an welchem der wenigstens
eine Federabschnitt angelenkt ist, gegenüber den Enden der Auslassstutzen
in Richtung auf den Behälter
zu zurückversetzt
ist.
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Nach
einer Ausführungsform
der Erfindung weist jeder Federabschnitt zumindest einen mit dem Vorsprung
zur Verriegelung des Ausbringelements versehenen ersten Arm auf.
Wenn jeder Federabschnitt zusätzlich
einen zweiten Arm aufweist, der sich in einem stumpfen Winkel zu
dem ersten Arm in Richtung zu dem Behälter erstreckt, können die
Federabschnitte durch die zweiten Arme in ihre das Ausbringelement
freigebende Stellung überführt werden.
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In
Weiterbildung dieses Gedankens ist es vorgesehen, dass das Verriegelungselement
derart über
die zweiten Arme der Federabschnitte aufschiebbar ist, dass diese
eine Öffnung
freigeben, durch die das Ausbringelement ohne mit den ersten Armen
in Kontakt zu treten auf den Behälter
aufsteckbar ist. Bei dieser Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
können
die Federabschnitte folglich nicht nur in Ihrer das Ausbringelement
verriegelnden Stellung durch das Verriegelungselement fixiert werden,
sondern auch in ihrer Öffnungsstellung,
in welcher die Federabschnitte das Ausbringelement freigeben.
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Vorzugsweise
weist der Behälter
wenigstens eine direkt mit den fluiden Substanzen befüllte Kartusche
auf. Alternativ hierzu können
in jeder Kartusche des Behälters
auch Schlauchbeutel oder dgl. eingefüllt werden, in denen die fluiden
Substanzen aufgenommen sind. Die Kartuschen können damit einfach oder mehrfach
verwendet werden. Der Einsatz von derartigen Schlauchbeuteln kann auch
vorteilhaft sein, wenn bei Lagerung der fluiden Substanzen direkt
in den Kartuschen keine ausreichende Lagerstabilität erzielt
werden kann.
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Vorzugsweise
sind die Schlauchbeutel in der wenigstens einen Kartusche bspw.
mittels einer Verklebung befestigt. Diese Verklebung kann gleichzeitig
die Schlauchbeutel gegenüber
den Kartuschen abdichten, so dass die Schlauchbeutel in den Kartuschen
z. B. durch die Auslassstutzen angestochen und geöffnet werden
können.
Um ein Austreten der Substanzen während des Transports und der
Lagerung zu verhindern, können
die Auslassstutzen mit einem Stopfen oder dgl. verschlossen werden,
so dass ein Benutzer vor der Inbetriebnahme der erfindungsgemäßen Vorrichtung
lediglich die Stopfen zu entfernen hat. Gleichzeitig können bei
dieser Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung die bei direkt
befüllten
Kartuschen sonst zum Verschluss üblichen
Kolben, die in den hinteren Enden der Kartuschen vorgesehen sind,
entfallen. Alternativ zu einem Einkleben eines Schlauchbeutels an
der Innenwand einer Kartusche kann dieser auch abdichtend mit einem
Dichtring verklebt sein, der bspw. eine radial wirkende Dichtung
aufweist, die an der Innenwand der Kartusche anliegt.
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Wenn
in der erfindungsgemäßen Vorrichtung Zweikomponentensysteme
gelagert und/oder ausgetragen werden, sind die Auslassstutzen an
Stirnflächen
vorgesehen, die jeweils eine Seite der den Behälter bildenden Zylinder einer
Doppelkartusche fest verschließen.
Alternativ hierzu können
die Auslassstutzen auch an zwei miteinander starr verbundenen Kappen
vorgesehen sein, welche jeweils eine Stirnseite der den Behälter bildenden
Zylinder einer Doppelkartusche lösbar
verschließen.
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Nach
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung werden die Zylinder jeweils durch eine separate Kappe
mit Auslassstutzen verschlossen, in welche ein Schlauchbeutel eingeklebt
sein kann. Auf diese Kappen und/oder die Zylinder ist dann stirnseitig
eine Verbindungsplatte bspw. über
einen Schnappverschluss aufsetzbar, wobei an der Verbindungsplatte
der oben erläuterte
Federabschnitt mit dem Verriegelungselement zur Befestigung eines Mischers
oder dgl. angeordnet ist.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und unter
Bezugnahme auf die Zeichnung näher
erläutert.
Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten
Merkmale für
sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung,
unabhängig
von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
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Es
zeigen schematisch:
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1 in
Seitenansicht eine erste Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in ihrer Öffnungsstellung,
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2 in
Draufsicht das Verriegelungselement aus 1,
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3 in
Seitenansicht das Verriegelungselement nach 2,
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4 in
Seitenansicht die Vorrichtung nach 1 in ihrer
Verriegelungsstellung,
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5 in
Seitenansicht eine zweite Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in ihrer Öffnungsstellung,
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6 in
Seitenansicht die Vorrichtung nach 5 in ihrer
Verriegelungsstellung,
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7 in
Seitenansicht eine dritte Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
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8 in
Schnittansicht eine vierte Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
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Die
in den 1 und 4 bis 6 dargestellte
Vorrichtung zum Lagern und Austragen fluider Substanzen weist einen
Behälter 1 mit
zwei eine Doppelkartusche bildenden Zylindern 2, 3 zur
Aufnahme von verschiedenen fluiden Substanzen auf. Diese Substanzen
können
entweder direkt in die Zylinder 2, 3 eingefüllt sein
oder in einem in den Figuren nicht dargestellten Schlauchbeutel
aufgenommen sein, der wiederum in die Zylinder eingefüllt und
dichtend mit der Zylinderinnenwand verbunden ist.
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Jeder
der beiden Zylinder 2, 3 ist mit einem Auslassstutzen 4 bzw. 5 versehen,
welcher stirnseitig von dem Behälter 1 weg
ragt. Diese Auslassstutzen 4, 5 sind mit einem
Ausbringelement 6, welches in den dargestellten Ausführungsformen
ein dynamischer Mischer ist, verbindbar. Hierzu weist das Ausbringelement 6 Einlassstutzen
auf, deren Größe derart
bemessen ist, dass diese in die Auslassstutzen 4, 5 des
Behälters 1 einsteckbar
sind oder umgekehrt. Weiter ist das Ausbringelement 6 auf
seinem in den Figuren dem Behälter 1 zugewandten
Ende, auf welchem auch die Einlassstutzen vorgesehen sind, mit einem
flanschartigen Rand 7 versehen.
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Bei
der in den 1 und 4 dargestellten ersten
Ausführungsform
ist zwischen den beiden Auslassstutzen 4 und 5 ein
Steg 8 bzw. eine Platte angeordnet, der bzw. die gegenüber den
Enden der Auslassstutzen in Richtung zu dem Behälter 1 hin zurückversetzt
ist. In dem Steg 8 kann eine Öffnung oder Ausnehmung vorgesehen
sein, durch welche eine in den Figuren nicht dargestellte Antriebswelle für den Mischer 6 durchführbar ist. Über einen
in Art eines Filmgelenks geschwächten
Gelenkbereich 9 sind an dem Steg 8 zwei Federabschnitte 10 schwenkbar
angelenkt. Die Federabschnitte 10 sind in 1 in
ihrer unbelaste ten Öffnungsstellung
gezeigt, in welcher sie sich in einem Winkel von etwa 45° von dem
Steg 8 weg erstrecken.
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In
dieser Öffnungsstellung
kann das Ausbringelement 6 mit seinem flanschartigen Rand 7 eine von
den Federabschnitten 10 umschriebene Öffnung passieren, um auf die
Auslassstutzen 4, 5 aufgesteckt bzw. von diesem
abgezogen werden, ohne mit den Federabschnitten 10 in Kontakt
zu treten.
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An
den dem Behälter 1 abgewandten
Enden der Federabschnitte 10 sind Vorsprünge 11 vorgesehen,
welche den flanschartigen Rand 7 des Ausbringelements 6 hintergreifen
können.
Wenn die Federabschnitte 10 aus ihrer in 1 dargestellten Öffnungsstellung
in ihre Verriegelungsstellung verschwenkt werden, in welcher sie
sich, wie in 4 dargestellt, bspw. in etwa
parallel zu den Achsen der Auslassstutzen 4, 5 erstrecken,
verhindern die Federabschnitte 10 mit ihren Vorsprüngen 11 folglich, dass
das Ausbringelement 6 von den Auslassstutzen 4, 5 abgezogen
werden kann.
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Ein
in den 2 und 3 im Detail dargestelltes Verriegelungselement 12 ist
im Wesentlichen durch einen Ring 13 gebildet, der auf den
Außenseiten
der Federabschnitte 10 im Wesentlichen in Richtung der
Achsen der Auslassstutzen 4, 5 verschiebbar geführt ist.
In seiner in Richtung zu dem Behälter 1 zurückgezogenen Öffnungsstellung
ermöglicht
es der Ring 13, wie in 1 gezeigt,
dass die Federabschnitte 1 in ihre unbelastete Öffnungsstellung
nach außen
verschwenken.
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Wenn
das Verriegelungselement 12 dagegen, wie in 4 dargestellt,
in Richtung von dem Behälter 1 weg
in seine Verriegelungsstellung verschoben wird, legt der Ring 13 die
Federabschnitte 10 derart gegen das Ausbringelement 6 an,
dass die Vorsprünge 11 den
flanschartigen Rand 7 hintergreifen. In der Verriegelungsstellung
nach 4 können die
Federabschnitte 10 folglich nicht nach außen verschwenken,
so dass das Ausbringelement 6 sicher auf dem Behälter 1 gehalten
wird.
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Zum
Abnehmen des Ausbringelements 6 muss das Verriegelungselement 12 lediglich
in seine in 1 gezeigte Öffnungsstellung zurückverschoben
werden, so dass der Ring 13 ein selbsttätiges Aufspreizen der Federabschnitte 10 ermöglicht und das
Ausbringelement 6 freigegeben wird.
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Zur
besseren Handhabbarkeit des Verriegelungselements 12 sind
an dem Ring 13 zwei griffartige Vorsprünge 14 vorgesehen,
mit denen der Ring 13 verschoben werden kann. Durch die
Ausgestaltung der Vorsprünge 11 am
Ende der Federabschnitte 10 kann das Verriegelungselement 12 nicht über die Vorsprünge 11 hinaus
von dem Behälter 1 weggeschoben
werden, so dass das Verriegelungselement 12 unverlierbar
an dem Behälter 1 gehalten
ist.
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Bei
der in den 5 und 6 dargestellten zweiten
Ausführungsform
der Erfindung ist an jedem Auslassstutzen 4 bzw. 5 über einen
geschwächten Gelenkbereich 9 ein
Federabschnitt 10 schwenkbar angelenkt. Die Federabschnitte 10 gemäß dieser zweiten
Ausführungsform
weisen einen ersten Arm 15 auf, der sich von dem Gelenkbereich 9 in
Richtung von dem Behälter 1 weg
erstreckt. Am Ende der ersten Arme 15 sind die zuvor beschriebenen
Vorsprünge 11 angeordnet.
Abweichend von der ersten Ausführungsform
erstreckt sich näherungsweise
in entgegengesetzter Richtung zu den ersten Armen 15 von
dem Gelenkbereich 9 jeweils ein zweiter Arm 16 auf
den Behälter 1 zu.
Wie aus den 5 und 6 ersichtlich
ist, verlaufen die Arme 15 und 16 dabei unter
einem stumpfen Winkel zueinander.
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Der
Ring 13 des Verriegelungselements 12 ist bei dieser
Ausführungsform
ebenfalls auf den Federabschnitten 10 verschiebbar geführt. In
der in 5 gezeigten Öffnungsstellung
des Verriegelungselements 12 ist dieses über den
Ge lenkbereich 9 in Richtung auf den Behälter 1 zurückgezogen,
so dass die ersten Arme 15 mit den Vorsprüngen 11 auseinandergespreizt
werden, da der Ring 13 die zweiten Arme 16 zusammendrückt. Hierdurch
kann das Ausbringelement 6 mit seinem flanschartigen Rand 7 auf
die Auslassstutzen 4, 5 aufgesteckt bzw. von diesen
abgezogen werden, ohne dass der flanschartige Rand 7 mit
den Vorsprüngen 11 in
Kontakt tritt.
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Zum
sicheren Verbinden des Ausbringelements 6 auf dem Behälter 1 wird
das Verriegelungselement 12 nun, wie in 6 dargestellt,
von dem Behälter 1 weg
verschoben, bis der Ring 13 die ersten Arme 15 derart
zusammendrückt,
dass die Vorsprünge 11 der
Federabschnitte 10 den flanschartigen Rand 7 des
Ausbringelements 6 sicher umgreifen.
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Da
bei den gezeigten Ausführungsformen
lediglich das Verriegelungselement 12 relativ zu dem Behälter 1 verschoben
werden muss, um das Ausbringelement 6 an dem Behälter 1 zu
sichern oder dieses freizugeben, ist eine besonders einfache Bedienung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
auch mit nur einer Hand möglich.
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Das
Aufsetzen oder Abnehmen des Ausbringelements 6 von dem
Behälter 1 ist
in der in den 1 bzw. 5 dargestellten Öffnungsstellung
einfach möglich,
da die Vorsprünge 11 der
Federabschnitte 10 nicht mit dem flanschartigen Rand 7 des Ausbringelements 6 in
Kontakt treten. Dagegen kann durch ein Verschieben des Verriegelungselements 12 in
die in den 4 bzw. 6 gezeigte
Verriegelungsstellung ein unbeabsichtigtes Lösen des Ausbringelements 6 wirkungsvoll
vermieden werden.
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In
den 1 und 4 bis 6 sind die Zylinder 2, 3 starr
miteinander zu einer Doppelkartusche verbunden. Die Zylinder sind
dabei auf der dem Ausbringelement 6 zugewandten Seite fest
durch eine Stirnfläche 17 verschlossen,
die einstückig
mit den Zylindern ausgebildet sein kann. Wie in 7 gezeigt,
können
die Zylinder 2, 3 auch durch lösbare Kappen 18 verschlossen
sein, die untereinander verbunden sind. Die beiden Kappen 18 müssen dabei nicht
zu einem gemeinsamen Bauteil verbunden sein, sondern können bspw.
durch eine separate in den Figuren nicht dargestellte Verbindungsplatte,
die auf die Kappen 18 und/oder die Zylinder 2, 3 aufgeschnappt
werden kann, miteinander verbunden werden, wenn die Kappen 18 auf
die Zylinder 2, 3 aufgesteckt sind. Der Federabschnitt 10 und
das Verriegelungselement 12 sind dann an der Verbindungsplatte angeordnet.
In der dargestellten Ausführungsform sind
die Kappen 18 mit Schlauchbeuteln 19 abdichtend
verklebt, so dass die Schlauchbeutel 19, die dann wie die
Kappen 18 Wegwerfartikel sind, in die mehrfach verwendbaren
Zylinder 2, 3 eingeführt werden können.
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Wie
aus 8 ersichtlich, müssen die Zylinder 2, 3 nicht
parallel nebeneinander angeordnet sein. Vielmehr kann der kleinere
Zylinder 3 auch in dem größeren Zylinder 3 bspw.
koaxial aufgenommen sein. Dabei treten die Auslassstutzen 4, 5 der beiden
Zylinder 2, 3 vorzugsweise koaxial aus der Stirnfläche des
größeren Zylinders 2.
Abweichend von den 1 bis 8 lässt sich
das erfindungsgemäße Verriegelungselement
nicht nur für
Doppelkartuschen, sondern auch für
einzelne Behälter
von Einkomponentensystemen einsetzen.
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- 1
- Behälter
- 2
- Zylinder
- 3
- Zylinder
- 4
- Auslassstutzen
- 5
- Auslassstutzen
- 6
- Ausbringelement
- 7
- flanschartiger
Rand
- 8
- Steg
- 9
- Gelenkbereich
- 10
- Federabschnitt
- 11
- Vorsprung
- 12
- Verriegelungselement
- 13
- Ring
- 14
- griffartiger
Vorsprung
- 15
- erster
Arm
- 16
- zweiter
Arm
- 17
- Stirnfläche
- 18
- Kappe
- 19
- Schlauchbeutel