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DE102005002507B4 - Vorrichtung zur maschinellen Handhabung von Bogen aus Bedruckstoff - Google Patents

Vorrichtung zur maschinellen Handhabung von Bogen aus Bedruckstoff Download PDF

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DE102005002507B4
DE102005002507B4 DE102005002507.2A DE102005002507A DE102005002507B4 DE 102005002507 B4 DE102005002507 B4 DE 102005002507B4 DE 102005002507 A DE102005002507 A DE 102005002507A DE 102005002507 B4 DE102005002507 B4 DE 102005002507B4
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Abstract

Vorrichtung zur maschinellen Handhabung von in eine Bogenlaufrichtung (8) transportierten Bogen (2) aus Bedruckstoff, mit umlaufenden Kontaktelementen (14), die vorübergehend in Kontakt mit dem jeweiligen der Bogen (2) stehen und dabei bezüglich der Bogenlaufrichtung (8) geneigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktelemente (14) bezüglich der Bogenlaufrichtung (8) in eine Stellung neigungsverstellbar gelagert sind, in welcher die Kontaktelemente (14) voneinander um entgegengesetzt gerichtete Winkel (+α, –α; +β, –β) divergieren.

Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur maschinellen Handhabung von in eine Bogenlaufrichtung transportierte Bogen aus Bedruckstoff, mit umlaufenden Kontaktelementen, die vorübergehend in Kontakt mit dem jeweiligen der Bogen stehen und dabei bezüglich der Bogenlaufrichtung geneigt sind, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Eine solche Vorrichtung ist in DE 39 39 212 A1 beschrieben. Bei dieser Vorrichtung des Standes der Technik sind die Kontaktelemente als Saugringe ausgebildet und sind die Kontaktelemente bezüglich ihrer Neigung starr gelagert. Aus der unveränderbaren Neigung resultieren verschiedene Einschränkungen. Zum einen ist die Vorrichtung nicht zur Handhabung verschiedener Bogenmaterialien, wie z. B. dünnes Papier und dickes Papier, gleichermaßen gut geeignet. Zum anderen ist mit der Vorrichtung zwar ein Bremsen und ein Querstraffen der Bogen möglich, jedoch kein Ausrichten der Bogen.
  • In DE 24 52 051 A1 ist eine Vorrichtung zum passergerechten Anlegen beschrieben, deren miteinander parallele Transportbänder auf einem schwenkbaren Gestell angeordnet sind.
  • In DE 101 17 712 A1 ist eine Vorrichtung zum Ausrichten eines Druckträgers beschrieben, deren Ausrichträder miteinander parallel schwenken.
  • In DE 42 39 732 A1 ist ein Anleger beschrieben, der Saugbänder zur Bogenaufnahme und eine Saugwalze aus Saugscheiben zur Bogenausrichtung umfasst. Wenn eine bedienungsseitige Gruppe der Saugbänder geschwenkt wird, bleibt eine antriebsseitige Gruppe unverändert, und wenn die antriebsseitige Gruppe der Saugbänder geschwenkt wird, bleibt die bedienungsseitige Gruppe unverändert. Die Saugscheiben sind gegenüber der Maschinenmitte mit einem divergierenden Sturz angeordnet.
  • In DE 101 07 716 A ist eine Vorrichtung zum Abbremsen von Bogen in einem Ausleger beschrieben, die Bremsmodule mit Saugbändern umfasst. Die Bremsmodule sind mittels Halterungen auf einer Führungsschiene festgeklemmt und durch Lösen der Klemmung auf der Schiebe verschiebbar.
  • Deshalb liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine der eingangs genannten Gattung entsprechende Vorrichtung zu schaffen, die zumindest von einer der erläuterten Einschränkungen der Vorrichtung des Standes der Technik frei ist.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen sich die Kontaktelemente derart verstellen, dass bei der Neigungsverstellung die imaginären Umlaufebenen der Kontaktelemente relativ zur Bogenlaufrichtung verstellt werden. Damit sind günstige Voraussetzungen für die optimale Handhabung eines breiteren Bedruckstoffspektrums und zum anderen für eine über das Bremsen und das Querstraffen hinausgehende Multifunktionalität der Vorrichtung gegeben.
  • In den Unteransprüchen genannte Weiterbildungen werden nachfolgend kurz erläutert:
    Bei einer Weiterbildung sind die Kontaktelemente periodisch neigungsverstellt. Die Kontaktelemente sind also derart angetrieben, dass sie ihre Neigung relativ zur Bogenlaufrichtung periodisch ändern.
  • Bei einer weiteren Weiterbildung ist jedes der Kontaktelemente um mindestens zwei zueinander exzentrisch versetzte Umlenkachsen umlaufend angeordnet. Demgemäß sind die Kontaktelemente vorzugsweise umlaufende, endlose Zugmittel, wie z. B. Endlosbänder oder Endlosriemen. In Abweichung von dieser Weiterbildung könnten die Kontaktelemente aber auch Rollen sein, von denen jede nur eine einzige Rotationsachse hat, um welche die jeweilige Rolle umläuft.
  • Gemäß einer weiteren Weiterbildung ist die Vorrichtung als ein Bogenausrichter zum relativ zur Bogenlaufrichtung parallelen Ausrichten der Bogen ausgebildet. Ein solcher Bogenausrichter bewirkt eine Verlagerung des jeweiligen Bogens aus dessen Fehllage, in welcher sich die Seitenkanten des Bogens relativ zur Bogenlaufrichtung schräg erstrecken, in eine korrekte Lage dieses Bogens, in der sich die Bogenseitenkanten parallel relativ zur Bogenlaufrichtung erstrecken. Dieses Ausrichten ist hinsichtlich einer nachfolgenden exakten Bogenstapelung vorteilhaft.
  • Gemäß einer weiteren Weiterbildung ist die Vorrichtung eine Bogenbremse zum Bremsen der Bogen. Dabei kann die Vorrichtung sowohl eine Bogenbremse als auch ein Bogenausrichter sein und während des Abbremsens des Bogens letzteren ausrichten.
  • Gemäß einer weiteren Weiterbildung, die sowohl hinsichtlich der Ausbildung der Vorrichtung als die Bogenbremse als auch hinsichtlich der Ausbildung der Vorrichtung als der Bogenausrichter vorteilhaft ist, sind die Kontaktelemente zueinander parallel ausgerichtet, so dass die Umlaufebene des einen Kontaktelements sich parallel zur Umlaufebene des anderen Kontaktelementes erstreckt.
  • Eine weitere Weiterbildung hat zum Inhalt, dass die Vorrichtung als ein Bogenquerstraffer zum relativ zur Bogenlaufrichtung quer erfolgenden Straffen der Bogen ausgebildet ist. Dabei kann die Vorrichtung eine Bogenbremse und ein Querstraffer in Funktionseinheit sein und während des Querstraffens des jeweiligen Bogens letzteren auch abbremsen.
  • Ebenso kann eine verschiedene Funktionen (Bogenbremse, Querstraffer und Bogenausrichter) umfassende Multifunktionalität der Vorrichtung vorgesehen sein, wobei letztere in einem ersten Betriebsmodus als Querstraffer oder als Querstraffer und Bogenbremse zugleich, in einem zweiten Betriebsmodus als Bogenausrichter oder als Bogenausrichter und Bogenbremse zugleich und in einem dritten Betriebsmodus nur als Bogenbremse arbeitet.
  • Zur Erfindung gehört auch eine mit der erfindungsgemäß oder einer der Weiterbildungen entsprechend ausgebildeten Vorrichtung ausgestattete Maschine zum Verarbeiten von Bogen aus Bedruckstoff. Diese Maschine kann einen Bogenausleger umfassen, dessen Bestandteil besagte Vorrichtung ist. Vorzugsweise handelt es sich bei der Maschine um eine Druckmaschine.
  • Weitere konstruktiv und funktionell vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und der dazugehörigen Zeichnung.
  • In dieser zeigt:
  • 1 eine Bogendruckmaschine mit einem Bogenausleger, der eine Vorrichtung zum Bremsen, Ausrichten und Querstraffen von Bogen umfasst,
  • 2 eine der Blickrichtung III in 1 entsprechende Darstellung der Vorrichtung,
  • 3 eine der Blickrichtung II in 1 entsprechende Darstellung der Vorrichtung,
  • 4 die Vorrichtung mit Kontaktelementen, die für das Querstraffen der Bogen in Bogenlaufrichtung gesehen voneinander divergierend eingestellt sind und
  • 5 die Vorrichtung in einem von 4 abweichenden Betriebsmodus für das Ausrichten der Bogen, wobei die Kontaktelemente parallel zueinander ausgerichtet sind.
  • In 1 ist eine Maschine 1 zum Verarbeiten von Bogen 2 aus Bedruckstoff dargestellt. Die Maschine 1 ist eine Bogendruckmaschine und umfasst ein Druckwerk 3 für den lithographischen Offsetdruck und einen Bogenausleger 4. Der Bogenausleger 4 weist einen Kettenförderer 5 und eine multifunktionale Vorrichtung 6 zum Querstraffen, Abbremsen und Ausrichten der Bogen 2 auf. Der Kettenförderer 5 schleppt mit seinen Greifersystemen 7 die Bogen 2 in eine Bogenlaufrichtung 8 entlang der Vorrichtung 6. Die Vorrichtung 6 ist zwischen einer Bogenführung 10 mit Luftdüsen 11 (vgl. 4 und 5) und einem Bogenstapel 12 angeordnet.
  • In 2 ist dargestellt, dass die Vorrichtung 6 ein erstes Modul 6.1 und ein spiegelbildlich ausgebildetes, zweites Modul 6.2 umfasst. Die Vorrichtung 6 umfasst nur die beiden Module 6.1, 6.2 und kein weiteres solches Modul. Das erste Modul 6.1 ist der Antriebsseite der Maschine 1 zu gelegen und das zweite Modul 6.2 ist der Bedienungsseite zugelegen. Die Module 6.1, 6.2 fluchten mit druckfreien Korridoren an Seitenrändern 13 der Bogen 2.
  • Jedes Modul 6.1, 6.2 umfasst ein umlaufendes Kontaktelement 14, mit welchem die Bogen 2 in vorübergehenden Wirkkontakt treten. Die Kontaktelemente 14 sind um jeweils eine erste Rolle 15.1 und eine zweite Rolle 15.2 umlaufende, endlose Bänder und könnten stattdessen auch schmale Riemen oder ähnliche endlose Zugmittel sein. Die Module 6.1, 6.2 sind vakuumbeaufschlagt und weisen in die Kontaktelemente 14 eingebrachte Saugöffnungen 16 zum Ansaugen der Bogen 2 auf. Die Bogen 2 werden durch das Vakuum pneumatisch in Kontakt mit den Kontaktelementen 14 gehalten. Jedes Modul 6.1, 6.2 umfasst ein eigenes Hilfsgestell 17, in welchem die Rollen 15.1, 15.2 drehbar gelagert sind. Die Hilfsgestelle 17 tragen also die Kontaktelemente 14 und sind über Drehgelenke 18 an einem Maschinengestell 19 beweglich befestigt. Die Drehgelenke 18 haben vertikale Drehachsen, die rechtwinklig zu horizontalen Umlenk- und Umlaufachsen der Kontaktelemente 14 und zur Bogenlaufrichtung 8 ausgerichtet sind. Besagte Umlenk- und Umlaufachsen sind geometrische Rotationsachsen A1, A2 der Rollen 15.1, 15.2. Somit sind die Kontaktelemente 14 horizontal schwenkbar gelagert.
  • Den Modulen 6.1, 6.2 ist jeweils ein elektrischer Motor 20, ein mittels des Motors 20 verdrehbarer Exzenter 21 und eine das Hilfsgestell 17 am Exzenter 21 haltende Rückstellfeder 22 beigeordnet. Das Hilfsgestell 17 und damit das Kontaktelement 14 des jeweiligen Moduls 6.1 bzw. 6.2 werden durch den Exzenter 21 zum jeweiligen Seitenrand 13 des Bogens hingeschwenkt und durch die Rückstellfeder 22 wieder zurückgeschwenkt.
  • Selbstverständlich sind zum Zwecke des später mit Bezug auf die 4 und 5 noch näher erläuterten Schwenkens der Kontaktelemente 14 um die Drehgelenke 18 auch andere Antriebssysteme verwendbar, z. B. solche, bei denen anstelle der beiden separaten Motore 20 ein einziger, gemeinsamer Motor vorhanden ist, und auch solche, bei denen anstelle des Kurvengetriebes (Hilfsgestell 17, Exzenter 21, Rückstellfeder 22) ein anderes Getriebe Anwendung findet. Das dargestellte Antriebssystem ist aber bezüglich der Multifunktionalität der Vorrichtung 6 besonders vorteilhaft.
  • Sowohl bei dem in 4 dargestellten Betriebsmodus ”Querstraffen” als auch bei dem in 5 dargestellten Betriebsmodus ”Ausrichten” fungiert die Vorrichtung 6 als eine Bogenbremse zur Verlangsamung der Bogen 2 vor deren Ablegen auf dem Bogenstapel 9. Bei diesem Abbremsen laufen die Kontaktelemente 14 mit langsamerer Umlaufgeschwindigkeit als der Kettenförderer 5 bzw. dessen Greifersystem 7 um, so dass die an die Kontaktelemente 14 angesaugten Bogen 2 durch die zwischen dem jeweiligen Bogen 2 und den Kontaktelementen 14 wirksam werdende Reibung abgebremst werden.
  • In dem in 4 gezeigten Betriebsmodus ”Querstraffen” stehen die Module 6.1, 6.2 gemäß einer ersten Variante permanent oder gemäß einer zweiten Variante periodisch in einer bezüglich der Bogenlaufrichtung 8 schrägen und voneinander divergierenden Stellung. In dieser Stellung ist das erste Modul 6.1 um einen Winkel +α und das zweite Modul 6.2 um einen gleichgroßen, aber entgegengesetzt gerichteten Winkel –α aus der Flucht mit der Bogenlaufrichtung 8 heraus ausgelenkt und sind auch die Rotationsachsen A1, A2 schräg und nicht mehr senkrecht relativ zur Bogenlaufrichtung 8 ausgerichtet.
  • Gemäß der ersten Variante wird diese Auslenkung während des Maschinenlaufs kontinuierlich beibehalten, indem die Exzenter 21 dabei im Stillstand gehalten werden, so dass keine Schwenkbewegung der Module 6.1, 6.2 um die Drehachsen 18 erfolgt. Aufgrund der seitlichen Neigung (+α, –α) der Kontaktelemente 14 streichen bzw. ziehen letztere die Bogen 2 von innen nach außen in Querrichtung straff, so dass ein Bogendurchhang zwischen den Modulen 6.1, 6.2 eliminiert wird und die Bogen 2 nachfolgend exakt aufeinander gestapelt werden können. Infolge eines von Druckauftrag zu Druckauftrag erfolgenden Wechsels des Bedruckstoffs der Bogen 2 kann eine Winkelverstellung der seitlichen Neigung der Module 6.1, 6.2 erforderlich sein. Beispielsweise können die Module 6.1, 6.2 beim Verarbeiten eines labilen Bedruckstoffs, wie z. B. dünnen Papiers, in der Stellung mit dem großen Winkel +α bzw. –α gehalten werden und bei einem nachfolgenden Verarbeiten eines stabilen Bedruckstoffs, wie z. B. dicken Papiers, in einer Stellung mit einem kleinen Winkel +β bzw. –β gehalten werden. Bei der im Rahmen der Maschineneinrichtung für den nachfolgenden Druckauftrag mit dem dicken Papier bedruckstoffabhängig erfolgenden Neigungsverstellung werden die Exzenter 21 gedreht, so dass die Rückstellfedern 22 die Module 6.1, 6.2 aus der sehr schrägen in die weniger schräge Stellung verstellen.
  • Bei der zweiten Variante des Betriebsmodus ”Querstraffen” wird die Schrägstellung der Module 6.1, 6.2 relativ zur Bogenlaufrichtung 8 während des Maschinenlaufs im Bogentakt geändert, wozu die Exzenter 21 permanent rotieren oder rhythmisch vor und zurück gedreht werden. In Abhängigkeit von der Art des Bedruckstoffs der Bogen kann das taktweise Hin- und Herschwenken der Module 6.1, 6.2 zwischen der mit der Bogenlaufrichtung 8 parallelen Stellung und der dem kleinen Winkel +β bzw. –β entsprechenden Stellung oder zwischen der mit der Bogenlaufrichtung 8 parallelen Stellung und der dem großen Winkel +α bzw. –α entsprechenden Stellung oder zwischen der dem kleinen Winkel +β bzw. –β entsprechenden Stellung und der dem großen Winkel +α bzw. –α entsprechenden Stellung erfolgen. Durch die während des zwischen dem jeweiligen Bogen 2 und den Kontaktelementen 14 bestehen Wirkkontaktes voneinander weg erfolgenden Schwenkbewegung der Kontaktelemente 14 wird der Bogen 2 einem zusätzlichen Querstraffungseffekt unterworfen.
  • Der in 5 gezeigte Betriebsmodus ”Ausrichten” dient zur Kompensation eines systematisch auftretenden aber ungewollten Verkantens – eines sogenannten Schrägziehens – der Bogen 2 und somit ebenfalls der Verbesserung der Stapelgenauigkeit. Hierbei bringt die Vorrichtung 6 die Bogen 2 aus deren Fehllage, in welcher sich die Seitenränder 13 relativ zur Bogenlaufrichtung 8 schräg erstrecken, wieder in die korrekte Bogenlage zurück, in welcher sich die Seitenränder 13 relativ zur Bogenlaufrichtung 8 parallel erstrecken. Dieser Betriebsmodus ”Ausrichten” unterscheidet sich von dem Betriebsmodus ”Querstraffen” im Prinzip nur dadurch, dass eine zueinander parallele Ausrichtung der Module 6.1, 6.2 permanent beibehalten wird. Die Module 6.1, 6.2 sind also im Betriebsmodus ”Ausrichten” immer parallel zueinander ausgerichtet, d. h. sowohl, wenn sich die Module 6.1, 6.2 in einer für leicht verkantete Bogen 2 geeigneten Schrägstellung mit kleinem Winkel +β relativ zur Bogenlaufrichtung 8 befinden, als auch, wenn sich die Module 6.1, 6.2 in einer für stark verkantete Bogen 2 geeigneten Schrägstellung mit großem Winkel +α befinden. Die Module 6.1, 6.2 können auch in dem Betriebsmodus ”Ausrichten” die jeweils erforderliche Schrägstellung relativ zur Bogenlaufrichtung während des Maschinenlaufs permanent beibehalten oder können im Bogentakt periodisch in diese jeweils erforderliche Schrägstellung geschwenkt werden. Das im letzten Fall erforderliche, rhythmische Hin- und Herschwenken der beiden Module kann zwischen der mit der Bogenlaufrichtung 8 parallelen Stellung und der leichten Schrägstellung (+β) oder zwischen der mit der Bogenlaufrichtung 8 parallelen Stellung und der starken Schrägstellung (+α) oder zwischen den beiden Schrägstellungen erfolgen.
  • Eine elektronische Steuerungsvorrichtung 23, mit welcher die Vorrichtung 6 steuerungstechnisch verknüpft ist, steuert die Vorrichtung 6 bezüglich deren für die verschiedenen Betriebsmodi erforderlichen Bewegungen und Einstellungen entsprechend an.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    Maschine
    2
    Bogen
    3
    Druckwerk
    4
    Bogenausleger
    5
    Kettenförderer
    6
    Vorrichtung
    6.1
    erstes Modul
    6.2
    zweites Modul
    7
    Greifersystem
    8
    Bogenlaufrichtung
    9
    ./.
    10
    Bogenführung
    11
    Luftdüse
    12
    Bogenstapel
    13
    Seitenrand
    14
    Kontaktelement
    15.1
    erste Rolle
    15.2
    zweite Rolle
    16
    Saugöffnung
    17
    Hilfsgestell
    18
    Drehgelenk
    19
    Maschinengestell
    20
    Motor
    21
    Exzenter
    22
    Rückstellfeder
    23
    Steuerungsvorrichtung
    A1
    Rotationsachse
    A2
    Rotationsachse
    Winkel
    –α
    Winkel
    Winkel
    –β
    Winkel

Claims (7)

  1. Vorrichtung zur maschinellen Handhabung von in eine Bogenlaufrichtung (8) transportierten Bogen (2) aus Bedruckstoff, mit umlaufenden Kontaktelementen (14), die vorübergehend in Kontakt mit dem jeweiligen der Bogen (2) stehen und dabei bezüglich der Bogenlaufrichtung (8) geneigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktelemente (14) bezüglich der Bogenlaufrichtung (8) in eine Stellung neigungsverstellbar gelagert sind, in welcher die Kontaktelemente (14) voneinander um entgegengesetzt gerichtete Winkel (+α, –α; +β, –β) divergieren.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktelemente (14) periodisch neigungsverstellt sind.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Kontaktelemente (14) um mindestens zwei zueinander exzentrisch versetzte Umlenkachsen (A1, A2) umlaufend angeordnet ist.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Bogenbremse zum Bremsen der Bogen (2) ist.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Bogenquerstraffer zum relativ zur Bogenlaufrichtung (8) quer erfolgenden Straffen der Bogen (2) ist.
  6. Maschine (1) zum Verarbeiten von Bogen (2) aus Bedruckstoff, mit einem Bogenausleger (4) mit einer nach einem der Ansprüche 1 bis 5 ausgebildeten Vorrichtung.
  7. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Druckmaschine ist.
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