DE102005007032A1 - Fahrzeugdach mit einem oberhalb des Daches verschiebbaren Dachteil - Google Patents
Fahrzeugdach mit einem oberhalb des Daches verschiebbaren Dachteil Download PDFInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugdach (1), mit einem mittels eines nahe seiner Hinterkante (32) angelenkten Ausstellhebels (40) zunächst in eine Lüfterposition ausstellbaren und anschließend oberhalb des Daches bzw. eines zumindest zeitweise festen Dachteils (4) verschiebbaren Dachteil (3) zum wenigstens teilweisen Freigeben einer Dachöffnung (5) im Fahrzeugdach (1), wobei das verschiebbare Dachteil (3) beim Verschieben aus der Lüfterposition nach hinten im Bereich seiner Hinterkante (32) weiterhin abgestützt ist. Zur Vermeidung einer Übergabe an eine separate Abstützeinrichtung ist vorgesehen, dass die Abstützung der Hinterkante (32) des Dachteils (3) sowohl bei der Ausstellbewegung als auch bei der Verschiebebewegung kontinuierlich mittels eines Ausstellhebels (40) erfolgt, der mittels eines wenigstens eine Steuerkulisse (54) aufweisenden verschiebbaren Steuerschlittens (50) betätigbar ist, wobei der Steuerschlitten (50) beim Verschieben aus der Lüfterposition zusätzlich eine Verriegelungseinrichtung (60) entriegelt, die eine Verschiebung des Dachteils (3) während der Ausstellbewegung blockiert.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugdach mit einem mit seiner Hinterkante ausstellbaren und oberhalb des Daches verschiebbaren Dachteil gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Aus der
EP 0 863 817 B1 ist ein derartiges Fahrzeugdach bekannt. Bei diesem wird ein öffnungsfähiges Dachteil mittels einer hinteren Ausstellmechanik angehoben und zu Beginn der Verschiebebewegung an einen separaten Stützhebel übergeben, der in einer nach oben offenen, seitlich versetzten Verlängerung der Führungsschiene mit seinem unteren Ende verschiebbar gelagert ist. Während der Übergabe von der Ausstellmechanik an den Stützhebel sind für eine kurze Bewegungsphase beide Elemente im Eingriff, wodurch eine statische Überbestimmung entsteht. Der Antrieb erfordert in dieser Phase unter Umständen erhöhte Antriebskräfte, die auch eine Sensorik für einen Einklemmschutz negativ beeinflussen. - Aus der US 2002/0125743 A1 ist ein Fahrzeugdach bekannt, bei dem ein außen geführtes öffnungsfähiges Dachteil mit einer sehr einfachen, starre Halter aufweisenden Mechanik geführt ist. Die Anhebung erfolgt über geneigte Rampen in den Führungsschienen, so dass die Ausstellung der Hinterkante nur gleichzeitig mit einer Verschiebung des Dachteils erfolgen kann.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeugdach derart weiterzuentwickeln, dass das öffnungsfähige Dachteil bei der Ausstellung und bei der Verschiebung kontinuierlich durch die Ausstellhebel abgestützt wird.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Patentansprüche 1 und 12 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Die Erfindung steht im Kern vor, dass die Hinterkante des verschiebbaren Dachteils in allen Bewegungspositionen kontinuierlich durch dieselben Ausstellhebel abgestützt wird, so dass keinerlei Übergabe an separate Stützhebel erfolgen muß. Die Ausstellhebel werden durch Steuerschlitten betätigt, die ausgehend von der Schließposition über die Lüfterposition bis in die vollständige Öffnungsposition in derselben Richtung verschoben werden. Die Steuerschlitten betätigen auch eine Verriegelungseinrichtung, die eine Verschiebung des Dachteils während der Ausstellbewegung blockiert.
- Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Verriegelungseinrichtung von einem schwenkbar am Ausstellhebel angelenkten Verriegelungshebel gebildet. An diesem ist ein Verriegelungsbolzen angeordnet, der mit einer dachfesten Kulisse im Eingriff steht. Am Verriegelungshebel ist ferner ein Steuerstift angeordnet, der mit einer Steuerkulisse des Steuerschlittens im Eingriff steht.
- Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform, bei der der Ausstellhebel gleichzeitig mit einem vorderen Gleitelement und mit einem hinteren Gleitelement in Eingriff mit der Steuerkulisse des Steuerschlittens steht.
- Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist das verschiebbare Dachelement nahe seiner Vorderkante an einem vorderen Schlitten zumindest schwenkbar angelenkt, wobei dieser vordere Schlitten mit dem Steuerschlitten über einen Steuerhebel in Verbindung steht. Der Steuerhebel ist dabei bevorzugt am vorderen Schlitten über ein Gelenk schwenkbar angelenkt. Der Steuerhebel weist bevorzugt eine Kulisse auf, in die der Steuerschlitten mit einem Steuerstift eingreift. Diese Kulisse weist bevorzugt einen geraden Abschnitt auf, der eine Verschiebung des Steuerschlittens relativ zum noch stillstehenden vorderen Schlitten beim Ausstellen in die Lüfterposition ermöglicht. Die Kulisse weist ferner bevorzugt einen gebogenen Abschnitt auf, durch welchen ein am Steuerhebel angeordneter Riegelstift mittels des Steuerstifts beim Verfahren des Dachteils nach hinten entriegelt wird und dadurch im weiteren Verlauf der Öffnungsbewegung eine synchrone Bewegung des vorderen Schlittens mit dem Steuerschlitten ermöglicht.
- Der Ausstellhebel ist bevorzugt zweiteilig mit einer äußeren Schenkel und einem inneren Schenkel ausgebildet. Die beiden Schenkel umgreifen den Steuerschlitten teilweise zu beiden Seiten. An einem der Schenkel ist die Verriegelungseinrichtung befestigt, während zumindest am anderen Schenkel Gleitelemente für den Eingriff in die Steuerkulisse angeordnet sind.
- Das vordere Gleitelement weist bevorzugt eine Kulisse mit wenigstens einem ansteigenden Abschnitt auf, in welcher ein Gleitelement einer vorderen Anbindung des verschiebbaren Dachteils verschiebbar gelagert ist. Dadurch ist das verschiebbare Dachteil vorne zusätzlich anhebbar und kann dadurch zum einen von einer Dichtung im vorderen Bereich der Dachöffnung abgehoben werden und zum anderen kann das Dachteil dadurch beim Verschieben nach hinten eine flachere Neigung einnehmen, die dem Fahrtwind weniger Widerstand entgegengesetzt.
- Die Erfindung eignet sich insbesondere für ein außen geführtes Schiebedach (ASD). Dieses kann auch vorteilhaft Bestandteil eines sogenannten Festelement-Cabriolets sein, bei dem eine Schiebedachfunktion zunächst eine Teilöffnung des Daches ermöglicht, bevor sich das gesamte Dach in einen Stauraum bewegt und dadurch den gesamten Innenraum nach oben freigibt.
- Nachfolgend wird das Fahrzeugdach anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
-
1 eine schematische teilweise Draufsicht auf ein Fahrzeugdach mit einem bewegbaren und einem festen Dachteil in geschlossener Position; -
2 eine schematische perspektivische Ansicht des Fahrzeugdachs gemäß1 mit geöffnetem Dachteil; -
3 einen Längsschnitt durch die Mechanik des bewegbaren Dachteils in geschlossener Position; -
4 einen Längsschnitt durch die Mechanik des bewegbaren Dachteils bei ausgestellter Deckelhinterkante (Lüfterposition); -
5 einen Längsschnitt durch den vorderen Teil der Mechanik des bewegbaren Dachteils in vollständig geöffneter Position; -
6 eine vergrößerte Ansicht des vorderen Teils der Mechanik des bewegbaren Dachteils bei geschlossener Position; -
7 eine vergrößerte Ansicht des vorderen Teils der Mechanik des bewegbaren Dachteils bei ausgestellter Deckelhinterkante (Lüfterposition); -
8 eine vergrößerte Ansicht des vorderen Teils der Mechanik des bewegbaren Dachteils bei Beginn der Verschiebebewegung; -
9 eine vergrößerte Ansicht des hinteren Teils der Mechanik des bewegbaren Dachteils bei geschlossener Position; -
10 eine vergrößerte Ansicht des hinteren Teils der Mechanik des bewegbaren Dachteils bei ausgestellter Deckelhinterkante (Lüfterposition); -
11 eine vergrößerte Ansicht des hinteren Teils der Mechanik des bewegbaren Dachteils zu Beginn während der Verschiebebewegung; und -
12 eine perspektivische Darstellung der gesamten Mechanik auf der linken Seite des Fahrzeugdachs. - Das in
1 gezeigte Fahrzeugdach1 weist von vorne nach hinten hintereinander liegend eine an einen Windlauf oberhalb der Frontscheibe anschließende, mit ihrer Hinterkante ausstellbare Windabweiserlamelle2 , ein bewegbares Dachteil3 und ein hinteres festes Dachteil4 auf. Das bevorzugt in Form eines Deckels aus Glas ausgebildete bewegbare Dachteil3 ist mittels einer im folgenden detailliert beschriebenen Mechanik mit seiner Hinterkante in eine Lüfterposition ausstellbar und ausgehend von dieser über das feste Dachteil4 nach hinten veschiebbar, wobei eine Dachöffnung5 weitestgehend freigelegt wird und wobei der bewegbare Deckel3 im Unterschied zu herkömmlichen, auch als Spoilerdächern bezeichneten Hebe-Schiebedächern auch bei seiner Verschiebung nach hinten stets nahe seiner Hinterkante32 abgestützt wird. Solche aus der eingangs genanntenEP 0 863 817 B1 bekannten öffnungsfähigen Fahrzeugdächer werden als außengeführte Schiebedächer (ASD) bezeichnet, da ein die Hinterkante32 des Deckels3 abstützender Teil der Mechanik – hier ein Ausstellhebel40 – in einer zur Oberseite des Fahrzeugdachs1 offenen Führung46 auch bei einer Verschiebung hinter die Dachöffnung5 verschiebbar abgestützt wird. Die Führung46 wird nach oben durch eine Dichtung49 abgedeckt, die dem Ausstellhebel40 beim Verfahren nach hinten ausweicht. - Die Windabweiserlamelle
2 ist lediglich optional vorhanden; sie ist daher auch in den3 bis12 weggelassen. Stattdessen ist in12 ein konventioneller Windabweiser73 dargestellt, der bei geschlossenem Dach am vorderen Rand der Dachöffnung5 unterhalb des bewegbaren Dachteils3 liegt und erst bei nach hinten verschobenem Dachteil3 bevorzugt federbelastet in seine Wirkstellung nach oben schwenkt. - Die Dachöffnung
5 wird seitlich begrenzt von seitlichen Dachholmen6 . Diese können Bestandteil des festen Fahrzeugdachs1 sein, sie können jedoch auch bei einem Festelementcabrio am hinteren Dachteil4 beweglich angeordnet sein und nach dem Verfahren des bewegbaren Dachteils3 über das Dachteil4 vom vorderen Bereich des festen Fahrzeugdachs1 gelöst und beispielsweise nach Anschwenken an das Dachteil4 mit dem gesamten Dachpaket in einen Stauraum versenkt werden. - An den seitlichen Dachholmen
6 ist jeweils eine Führungsschiene7 angeordnet, die sich sowohl seitwärts der Dachöffnung5 als auch hinter die Dachöffnung5 in das Dachteil4 hinein erstreckt, wo sie die Führung46 für die untere Abstützung des Ausstellhebels40 bei der Verschiebung des Dachteils3 über das Dachteil4 bildet. In den Führungsschienen7 ist jeweils ein Kabelkanal8 ausgebildet, in dem ein zug- und druckfestes Antriebskabel9 geführt ist, das mit einem nicht dargestellten elektrischen Antrieb verbunden ist. In den3 bis12 ist jeweils nur eine Führungsschiene7 auf einer Seite mit der zugehörigen Mechanik dargestellt. Alle Teile sind jedoch spiegelbildlich zu einer Mittellängsachse auf beiden Seiten der Dachöffnung5 vorhanden. - Das bewegbare Dachteil
3 ist nahe seiner Vorderkante31 über eine vordere Anbindung33 mit einem Gleitelement35 schwenkbar und verschiebbar an einem vorderen Schlitten10 gelagert. Der vordere Schlitten10 ist mit einem Paar von vorderen Gleitelementen11 und einem Paar von hinteren Gleitelementen12 in gegenüberliegenden Führungsbahnen der Führungsschiene7 verschiebbar geführt. Am vorderen Schlitten10 ist eine Kulisse13 vorgesehen, die einen ersten horizontalen Abschnitt14 , daran nach hinten anschließend einen zweiten ansteigenden Abschnitt15 und daran anschließend einen horizontalen dritten Abschnitt16 aufweist. In diese Kulisse13 greift das Gleitelement35 der vorderen Anbindung33 des Dachteils3 verschiebbar ein. - Nahe dem hinteren Ende
32 des bewegbaren Dachteils3 ist der Ausstellhebel40 mit einem Gelenk43 an einer mit dem Dachteil3 verbundenen hinteren Anbindung34 schwenkbar angelenkt. Wie am besten in12 zu erkennen, ist der Ausstellhebel40 in seinem vorderen Bereich zweiteilig ausgebildet: ein äußerer Schenkel42 und ein mit diesem verbundener innerer Schenkel41 umgreifen von unten her einen Steuerschlitten50 im Bereich einer nach oben gewölbten bogenförmigen Steuerkulisse54 . Die Steuerkulisse54 ist an der Außenseite des Steuerschlittens50 in dessen hinterem Bereich vorgesehen. In die Steuerkulisse greift der Ausstellhebel40 mit einem vorderen Gleitelement44 und einem etwa in der Mitte des Ausstellhebels40 an dessen Unterseite angeordneten hinteren Gleitelement45 ein. Eine in der Form zur Steuerkulisse54 identische Steuerkulisse ist vorzugsweise auch auf der Innenseite des Steuerschlittens50 in dessen hinterem Bereich in derselben Höhe in X-Richtung und in Z-Richtung gesehen ausgebildet. Das im Fahrzeugbau übliche Koordinatensystem ist in12 angedeutet. Die X-Richtung wird parallel zur Fahrzeuglängsachse, die Y-Richtung parallel zur Fahrzeugquerachse und die Z-Richtung parallel zur Fahrzeughochachse festgelegt. In diese nach innen geöffnete Steuerkulisse greifen spiegelbildlich zum vorderen Gleitelement44 und zum hinteren Gleitelement45 angeordnete Gleitelemente am inneren Schenkel41 des Ausstellhebels40 ein. Der Eingriff von jeweils zwei Gleitelementen44 und45 in die Steuerkulissen54 am Steuerschlitten50 gewährleistet eine symmetrische Krafteinleitung und eine besonders stabile Abstützung des Deckels3 . Die Funktion ist aber auch durch einen Ausstellhebel40 gewährleistet, der nur mit zwei Gleitelementen44 und45 auf einer Seite in eine Steuerkulisse54 eingreift. - Der Steuerschlitten
50 ist mit einem Paar vorderer Gleitschuhe51 und einem Paar hinterer Gleitschuh52 in einer Führungsbahn der Führungsschiene7 verschiebbar gelagert. In Höhe des hinteren Gleitschuhs52 ist gleichzeitig an der Außenseite eine Anbindung53 zum Antriebskabel9 vorgesehen. Der nicht dargestellten Antriebsmotor betätigt somit das bewegbare Dachteil3 ausschließlich über eine Verschiebung des Steuerschlittens50 . Am Steuerschlitten50 ist in dessen vorderem Bereich zur Innenseite hin geöffnet eine weitere Kulisse55 angeordnet. Ferner ist im vorderen Bereich des Steuerschlittens50 ein nach außen weisender Steuerstift56 vorgesehen. Die Kulisse55 dient zur Betätigung einer Verriegelungseinrichtung60 , die von einem parallel zum inneren Schenkel41 des Ausstellhebels40 und des Steuerschlittens50 angeordneten Verriegelungshebel61 gebildet wird, der an seinem hinteren Ende mit einem Gelenk62 am inneren Schenkel41 des Ausstellhebels40 schwenkbar gelagert ist und der an seinem vorderen Ende an der Innenseite, d. h. der Dachöffnung5 zugewandt, einen Ver riegelungsbolzen63 und an der Außenseite einen Steuerstift64 trägt, wobei der Steuerstift64 gegenüber dem Verriegelungsbolzen63 leicht nach unten und hinten versetzt ist. - Der Verriegelungsbolzen
63 greift in eine an der Innenseite der Führungsschiene7 vorgesehene Kulisse72 ein, die von vorne nach hinten einen zunächst schräg abfallenden Verlauf aufweist, der dann in eine horizontale Führungsbahn der Führungsschiene7 übergeht. - Der Steuerstift
64 greift in die Kulisse55 am Steuerschlitten50 ein. - Der Steuerstift
56 des Steuerschlittens50 steht in Eingriff mit einer Kulisse22 an einem Steuerhebel20 . Der Steuerhebel20 ist an seinem vorderen Ende mit einem Gelenk21 am vorderen Schlitten10 angelenkt. Die Kulisse22 weist von vorne nach hinten zunächst einen geraden Abschnitt23 auf, der nahe des hinteren Endes in einen bogenförmig nach oben gebogenen Abschnitt24 übergeht. Am hinteren Ende des Steuerhebels20 ist darüber hinaus nach außen vorspringend ein Riegelstift25 angeordnet, der in eine Kulisse70 an der Führungsschiene7 eingreift, die am vorderen Ende wie eine kurze vertikale Kulisse ausgebildet ist und nach unten bogenförmig in eine horizontale Führungsbahn71 der Führungsschiene7 übergeht. - Nachfolgend wird die Funktion der vorstehend beschriebenen Mechanik ausgehend von der Schließposition (siehe
1 ,3 und6 ) beschrieben. - In der Schließposition wird das öffnungsfähige Dachteil
3 bündig mit dem festen Fahrzeugdach1 und dem hinteren Dachteil4 in der Dachöffnung5 gehalten. Dabei wird das vordere Ende des Deckels3 über die vordere Anbindung33 und das Gleitelement35 im horizontalen Abschnitt14 der Kulisse13 des vorderen Schlittens10 gehalten. Der vordere Schlitten10 seinerseits wird über seine Gleitelemente11 und12 in Y-Richtung und in Z-Richtung gehalten und über den Steuer hebel20 , dessen Riegelstift25 in der vertikalen Kulisse70 liegt, in X-Richtung gesichert. - Das hintere Ende des Deckels
3 wird über den Ausstellhebel40 , dessen Gleitelemente44 und45 in Eingriff mit der Steuerkulisse54 des Steuerschlittens50 stehen, in Y-Richtung und in Z-Richtung gehalten und durch den Eingriff des Verriegelungsbolzens63 in die Kulisse72 in X-Richtung gesichert. - Die Öffnungsbewegung des Deckels
3 beginnt mit einer Austellbewegung der Hinterkante32 . Dazu bewegt der nicht dargestellte Antriebsmotor das Antriebskabel9 nach hinten. Über die Kabelanbindung53 wird dabei der Steuerschlitten50 um den selben Betrag X1 (siehe3 ) nach hinten verschoben. Dabei bewegt sich die Steuerkulisse54 relativ zu den Gleitelementen44 und45 des Ausstellhebels40 von der in4 oder9 dargestellten Position in die in10 dargestellte Position. Während das vordere Gleitelement44 in der Schließposition (9 ) im oberen Bereich und das hintere Gleitelement45 am hinteren unteren Übergang der bogenförmigen Steuerkulisse54 liegt, hat sich das vordere Gleitelement44 in der Ausstellposition der Hinterkante32 des Deckels3 in den unteren vorderen Übergangsbereich und das hintere Gleitelement45 in den oberen mittleren Bereich der Steuerkulisse54 bewegt. Dadurch wird dem Steuerhebel40 eine Schwenkbewegung im Gegenuhrzeigersinn aufgezwungen, die zu der in10 gezeigten Ausstellposition des Deckels3 führt. Bei der Verschiebung des Steuerschlittens50 zur Herstellung der Ausstellposition hat der Steuerstift56 im geraden Abschnitt23 der Kulisse22 am Steuerhebel20 einen entsprechenden Leerweg zurückgelegt, d. h. der Steuerhebel20 hält den vorderen Schlitten10 über den Eingriff des Riegelstifts25 in den vertikalen Teil der Kulisse70 unverändert in seiner Position. Gleichzeitig ist durch den Eingriff des Steuerstift64 in die Kulisse55 der Verriegelungsbolzen63 im schräg abfallenden Teil der Kulisse72 etwas nach hinten und unten geführt worden, ohne jedoch bereits in die horizontale Führungsbahn der Führungsschiene7 eingetreten zu sein. Dadurch sichert der Verriegelungsbolzen63 den Ausstellhebel40 in dessen Ausstellposition noch gegen eine Verschiebung nach hinten. Wie aus7 zu ersehen, hat sich bei der Austellbewegung der Hinterkante32 des Deckels3 auch das Gleitelement35 an der vorderen Anbindung33 des Deckels3 um einen kleinen Betrag X2 im horizontalen Abschnitt14 der Kulisse13 nach hinten bewegt. Dadurch kommt die Vorderkante31 des Deckels3 von der Vorderkante der Dachöffnung5 frei, wodurch ein Quetschen einer dort angeordneten Dichtung mit entsprechender Geräuschbildung und entsprechendem Verschleiß verhindert wird. - Zur vollständigen Öffnung des Deckels
3 wird der Steuerschlitten50 durch das Antriebskabel9 aus der Ausstellposition weiter nach hinten verschoben. Dabei wird der Verriegelungsbolzen63 durch die Führung des Steuerstifts64 in der Kulisse55 in den horizontalen Abschnitt der Kulisse72 überführt (siehe Übergang von7 auf8 ). Gleichzeitig fährt das Gleitelement35 an der vorderen Anbindung33 des Deckels über den zweiten geneigten Abschnitt15 nach oben in den horizontalen dritten Abschnitt16 der Kulisse13 , so dass auch die Vorderkante31 des Deckels3 angehoben wird. Der vordere Schlitten10 wird dabei zunächst über den Steuerhebel20 unverändert in seiner Position gehalten (8 ), da sich der Steuerstift56 des Steuerschlittens50 noch im horizontalen Teil23 der Kulisse22 befindet. Wenn dieser Steuerstift56 auf den gebogenen Abschnitt24 der Kulisse22 betrifft, drückt er das hintere Ende des Steuerhebels20 nach unten, so dass der Riegelstift25 aus dem vertikalen Teil der Kulisse70 nach unten in die Führungsbahn71 eintreten kann. Damit ist auch die Verriegelung des vorderen Schlittens10 aufgehoben und dieser wird durch Anlage des Steuerstifts56 am hinteren Ende der Kulisse22 vom Steuerschlitten50 und dem mit diesem gekoppelten Steuerhebel20 nach hinten gezogen. - In der Endposition (
5 ) ist die Dachöffnung5 weitestgehend freigelegt. Die Anbindung33 nahe der Vorderkante31 des Deckels3 steht unmittelbar vor dem hinteren Dachteil4 . Die Schließbewegung des Deckels3 erfolgt genau in umgekehrter Reihenfolge zu der vorstehend beschriebenen Abfolge. - Vorteilhaft an der vorstehend beschriebenen Mechanik für ein außen geführtes Schiebedach ist, dass der Antrieb von der Schließposition über die Ausstellposition der Hinterkante bis zur vollständigen Öffnungsposition über einen einzigen Steuerschlitten
50 in derselben Richtung erfolgt. Alle dazu erforderlichen zeitweisen Verriegelungen des vorderen Schlittens10 und des Ausstellhebels40 gegen eine vorzeitige Verschiebung werden unmittelbar oder mittelbar von diesem Steuerschlitten50 gesteuert. Die Mechanik baut gegenüber dem eingangs gewürdigten Stand der Technik deutlich kleiner. In X-Richtung wird auf jeder Seite eine einzige durchgehende Führungsschiene7 verwendet, die in die hintere Führung46 für die Abstützung des Ausstellhebels40 übergeht. Dadurch ist die Breite der Mechanik in Y-Richtung ebenfalls deutlich reduziert. Auch bezüglich der Höhe (Z-Richtung) ist die vorstehend beschriebenen Mechanik auf ein Minimum reduziert. Die flache bogenförmige Kulisse54 erfordert minimale Antriebskräfte zur Erzeugung der Austellbewegung für den Ausstellhebel40 . Es ist eine kontinuierliche ruckfreie Betätigung des Dachteils3 gewährleistet, die auch ein Durchfahren von der Schließposition in die vollständige Öffnungsposition ermöglicht, ohne dass dabei hohe und sprunghafte Antriebskräfte notwendig wären, die einen Einklemmschutzsensor täuschen könnten. -
- 1
- Fahrzeugdach
- 2
- Windabweiserlamelle
- 3
- (bewegbares) Dachteil
- 4
- (festes) Dachteil
- 5
- Dachöffnung
- 6
- (seitlicher) Dachholm
- 7
- Führungsschiene
- 8
- Kabelkanal
- 9
- Antriebskabel
- 10
- (vorderer) Schlitten
- 11
- (vorderes) Gleitelement
- 12
- (hinteres) Gleitelement
- 13
- Kulisse
- 14
- erster
Abschnitt (von
13 ) - 15
- zweiter
Abschnitt (von
13 ) - 16
- dritter
Abschnitt (von
13 ) - 20
- Steuerhebel
- 21
- Gelenk
- 22
- Kulisse
- 23
- gerader
Abschnitt (von
22 ) - 24
- gebogener
Abschnitt (von
22 ) - 25
- Riegelstift
- 31
- Vorderkante
(von
3 ) - 32
- Hinterkante
(von
3 ) - 33
- Anbindung (vorn)
- 34
- Anbindung (hinten)
- 35
- Gleitelement
(an
33 ) - 40
- Ausstellhebel
- 41
- innerer
Schenkel (von
40 ) - 42
- äußere Schenkel
(von
40 ) - 43
- Gelenk
(Verbindung zu
34 ) - 44
- vorderes Gleitelement
- 45
- hinteres Gleitelement
- 46
- Führung
- 49
- Dichtelement
- 50
- Steuerschlitten
- 51
- (vorderer) Gleitschuh
- 52
- (hinterer) Gleitschuh
- 53
- Anbindung zum Antriebskabel
- 54
- Steuerkulisse
(für
40 ) - 55
- Kulisse
(für
64 ) - 56
- Steuerstift
- 60
- Verriegelungseinrichtung
- 61
- Verriegelungshebel
- 62
- Gelenk
- 63
- Verriegelungsbolzen
- 64
- Steuerstift
- 70
- Kulisse
(an
7 für25 ) - 71
- Führungsbahn
(für
25 ) - 72
- Kulisse
(an
7 für63 ) - 73
- Windabweiser
(
12 )
Claims (15)
- Fahrzeugdach (
1 ) mit einem mittels eines nahe seiner Hinterkante (32 ) angelenkten Ausstellhebels (40 ) zunächst in eine Lüfterposition ausstellbaren und anschließend oberhalb des Daches bzw. eines zumindest zeitweise festen Dachteils (4 ) verschiebbaren Dachteil (3 ) zum wenigstens teilweisen Freigeben einer Dachöffnung (5 ) im Fahrzeugdach (1 ), wobei das verschiebbare Dachteil (3 ) beim Verschieben aus der Lüfterposition nach hinten im Bereich seiner Hinterkante (32 ) weiterhin abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützung der Hinterkante (32 ) des Dachteils (3 ) sowohl bei der Ausstellbewegung als auch bei der Verschiebebewegung kontinuierlich mittels eines Ausstellhebels (40 ) erfolgt, der mittels eines wenigstens eine Steuerkulisse (54 ) aufweisenden verschiebbaren Steuerschlittens (50 ) betätigbar ist, wobei der Steuerschlitten (50 ) beim Verschieben aus der Lüfterposition zusätzlich eine Verriegelungseinrichtung (60 ) entriegelt, die eine Verschiebung des Dachteils (3 ) während der Ausstellbewegung blockiert. - Fahrzeugdach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungseinrichtung (
60 ) von einem schwenkbar am Ausstellhebel (40 ) angelenkten Verriegelungshebel (61 ) gebildet wird, der einen mit einer dachfesten Kulisse (72 ) im Eingriff stehenden Verriegelungsbolzen (63 ) aufweist und mittels einer weiteren Steuerkulisse (55 ) des Steuerschlittens (50 ) betätigbar ist. - Fahrzeugdach nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausstellhebel (
40 ) mit einem vorderen Gleitelement (44 ) und mit einem hinteren Gleitelement (45 ) im Eingriff mit der Steuerkulisse (54 ) des Steuerschlittens (50 ) steht. - Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das öffnungsfähige Dachteil (
3 ) nahe seiner Vorderkante (31 ) an einem vorderen Schlitten (10 ) zumindest schwenkbar angelenkt ist, der mit dem Steuerschlitten (50 ) über einen Steuerhebel (20 ) in Verbindung steht. - Fahrzeugdach nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerhebel (
20 ) am vorderen Schlitten (10 ) über ein Gelenk (21 ) schwenkbar angelenkt ist. - Fahrzeugdach nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerhebel (
20 ) eine Kulisse (22 ) aufweist, in die der Steuerschlitten (50 ) mit einem Steuerstift (56 ) eingreift. - Fahrzeugdach nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulisse (
22 ) einen geraden Abschnitt (23 ) aufweist, der eine Verschiebung des Steuerschlittens (50 ) relativ zum noch still stehenden vorderen Schlitten (10 ) beim Ausstellen in die Lüfterposition ermöglicht, und das die Kulisse (22 ) ferner einen gebogenen Abschnitt (24 ) aufweist, durch welchen der Steuerstift (56 ) beim Verfahren des Dachteils (3 ) nach hinten einen am Steuerhebel (20 ) angeordneten Riegelstift (25 ) entriegelt und somit im weiteren Verlauf eine synchrone Bewegung des vorderen Schlittens (10 ) mit dem Steuerschlitten (50 ) ermöglicht. - Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausstellhebel (
40 ) zweiteilig mit einem äußeren Schenkel (42 ) und einem inneren Schenkel (41 ) ausgebildet ist, wobei die beiden Schenkel (41 bzw.42 ) den Steuerschlitten (50 ) umgreifen, wobei an einem der Schenkel (41 ) die Verriegelungseinrichtung (60 ) befestigt ist, und wobei an wenigstens einem der Schenkel (41 ,42 ) Gleitelemente (44 ,45 ) für den Eingriff in die Steuerkulisse (54 ) angeordnet sind. - Fahrzeugdach nach wenigstens einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das vordere Gleitelement (
10 ) eine Kulisse (13 ) mit wenigstens einem ansteigenden Abschnitt (15 ) aufweist, in welcher ein Gleitelement (35 ) einer vorderen Anbindung (33 ) des verschiebbaren Dachteils (3 ) verschiebbar gelagert ist. - Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerschlitten (
50 ) mit einem Antriebskabel (9 ) verbunden ist. - Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerkulisse (
54 ) am Steuerschlitten (50 ) in der Seitenansicht einen bogenförmiger Verlauf aufweist. - Fahrzeugdach (
1 ) mit einem zunächst in eine Lüfterposition ausstellbaren und anschließend oberhalb des Daches bzw. eines zumindest zeitweise festen Dachteils (4 ) in eine Öffnungsposition verschiebbaren Dachteil (3 ) zum wenigstens teilweisen Freilegen einer Dachöffnung (5 ) im festen Fahrzeugdach (1 ), wobei das verschiebbare Dachteil (3 ) beim Verschieben aus der Lüfterposition nach hinten im Bereich seiner Hinterkante (32 ) weiterhin abgestützt ist, mit einem vorderen Schlitten (10 ) zur Abstützung des verschiebbaren Dachteils (3 ) nahe von dessen Vorderkante (31 ) und mit einem Ausstellhebel (40 ) zur kontinuierlichen Abstützung der Hinterkante (32 ) des Dachteils (3 ) sowohl bei der Ausstellbewegung als auch bei der Verschiebebewegung, mit einem verschiebbaren Steuerschlitten (50 ), der mittels wenigstens einer Steuerkulisse (54 ) den Ausstellhebel (40 ) betätigt, wobei der Steuerschlitten (50 ) beim Verschieben aus der Lüfterposition zusätzlich eine Verriegelungseinrichtung (60 ) entriegelt, die eine Verschiebung des Dachteils (3 ) während der Ausstellbewegung in die Lüfterposition blockiert, und wobei Steuerschlitten (50 ) und vorderer Schlitten (10 ) zusätzlich über einen Steuerhebel (20 ) verbunden sind, der mittels einer Ku lisse (22 ) eine zeitweise Relativbewegung des Steuerschlittens (50 ) zum vorderen Schlitten (10 ) ermöglicht. - Fahrzeugdach nach Anspruch 9 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulisse (
22 ) ausgehend von der Lüfterposition bei einer weiteren Verschiebung des Dachteils (3 ) nach hinten eine weitere Relativbewegung des Steuerschlittens (50 ) ermöglicht, während der das Gleitelement (35 ) für eine Anhebung der Vorderkante (31 ) des Dachteils (3 ) den ansteigenden Abschnitt (15 ) der Kulisse (13 ) am vorderen Schlitten (10 ) durchfährt. - Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerschlitten (
50 ) ausgehend von der Schließposition über die Lüfterposition bis zur vollständigen Öffnungsposition in derselben Richtung verschiebbar ist. - Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegbare Dachteil (
3 ) Bestandteil eines Festelement-Cabriolets ist, das zur vollständigen Freigabe des Fahrzeuginnenraums nach oben in eine Ablageposition verschwenkbar und/oder verfahrbar ist.
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