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DE102005006167A1 - Brenngasbetriebenes Setzgerät - Google Patents

Brenngasbetriebenes Setzgerät Download PDF

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DE102005006167A1
DE102005006167A1 DE102005006167A DE102005006167A DE102005006167A1 DE 102005006167 A1 DE102005006167 A1 DE 102005006167A1 DE 102005006167 A DE102005006167 A DE 102005006167A DE 102005006167 A DE102005006167 A DE 102005006167A DE 102005006167 A1 DE102005006167 A1 DE 102005006167A1
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein brenngasbetriebenes Setzgerät (10) zum Eintreiben von Befestigungselementen, wie Nägeln, Bolzen, Stiften, in einen Untergrund, mit einer Brennkammerhülse (15), die an einem ersten axialen Ende (27) eines Führungszylinders (12) verschieblich geführt ist, wobei in dem Führungszylinder (12) eine Setzkolben (11) versetzbar gelagert ist. Das Setzgerät weist ferner ein Anpresselement (30) mit einer Anpressnase (31) auf, die einem dem ersten axialen Ende (27) gegenüberliegenden zweiten axialen Ende (28) des Führungszylinders (12) vorgelagert ist, wobei das Anpresselement (30) relativ zum Führungszylinder (12) versetzbar und über eine den Anpresshub übersetzende Getriebeeinrichtung mit der Brennkammerhülse (15) gekoppelt ist. DOLLAR A Zur Verbesserung eines derartigen Setzgerätes (10) ist die Übersetzungseinrichtung als Seilzuggetriebe (20, 120) mit Übertragungsorgan (21) und mit wenigstens einer ersten Umlenkrolle (24, 124) für das Übertragungsorgan (21) ausgebildet, die an dem Anpresselement (30) gelagert ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein brenngasbetriebenes Setzgerät der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art. Derartige Setzgeräte werden mit gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen, die vor der Verbrennung verdampft werden, betrieben. Die Setzenergie für ein Befestigungselement wird durch die Verbrennung eines Brenngas-Oxidationsmittelgemischs in einer Brennkammer bereitgestellt und über einen Setzkolben jeweils auf das zu setzende Befestigungselement übertragen. Das Oxidationsmittel ist dabei z. B. Sauerstoff aus der Umgebungsluft.
  • Um einen Setzvorgang durchführen zu können, muss das Setzgerät zunächst an den Untergrund angepresst werden, um ein Auslösen des Setzgerätes ohne Kontakt zum Untergrund zu verhindern. Der Anpresshub sollte dabei aus ergonomischen Gründen möglichst kurz sein.
  • Aus der DE 40 32 203 A1 ist ein brennkraftbetriebenes Setzgerät bekannt, das eine Brennkammer zur Verbrennung eines Luft-Brennstoffgemisches und einen in einem Führungszylinder geführten Setzkolben aufweist, der durch einen infolge der Verbrennung des Luft-Brennstoffgemisches erzeugten Arbeitsdruck antreibbar ist. Die Brennkammer befindet sich in einem ersten Gehäuseteil des Setzgerätes, wobei noch ein zweites Gehäuseteil vorhanden ist, das gegenüber dem ersten Gehäuseteil verschiebbar ist. Ferner ist der Führungszylinder gegenüber der Brennkammer verschiebbar, wobei der Führungszylinder mittels eines zwischengeschalteten Zahnstangengetriebes über eine Bewegung des zweiten Gehäuseteils relativ zum ersten Gehäuseteil bewegbar ist. Über die Relativbewegung des zweiten Gehäuseteils zum ersten Gehäuseteil beim Anpressen des Setzgerätes an einen Untergrund lässt sich so der Führungszylinder aus der Brennkammer ausfahren und das Brennkammervolumen aufspannen.
  • Die Brennkammer ist dabei in Teil-Brennkammern unterteilt. Diese Teil-Brennkammern sind über wenigstens eine verschieblich angeordnete Zwischenwand bzw. Trennplatte, die zusammen mit dem Führungszylinder versetzbar ist, voneinander getrennt. Zur Rauchgasentleerung des Brennraums fährt der Führungszylinder mit der an ihm angeordneten Brennkammerwand wieder in die Brennkammer ein und reduziert den Rauminhalt der beiden Teil-Brennkammern auf ein Minimum, wobei auch die Zwischenwand mitbewegt wird. Das Rauchgas tritt dabei aus dem Gerät aus. Beim Auseinanderfahren der Teil-Brennkammern, wenn das Setzgerät wieder an einen Untergrund angepresst wird, werden die Teil-Brennkammern wieder mit Frischluft gefüllt.
  • Von Nachteil bei diesem Setzgerät ist die komplizierte und aufwändig herzustellende Getriebemechanik die für das Aufspannen des Brennraumes in der Brennkammer sorgt.
  • Bei dem Setzgerät Hilti GX 100 der Anmelderin ist es bekannt, einen Setzkolben in einer Kolbenführung zu führen, an die sich in Eintreibrichtung eine Bolzenführung anschliesst. An dem der Bolzenführung gegenüberliegenden Ende der Kolbenführung schliesst sich eine Brennkammer an, die eine koaxial zur Brennkammer verschiebliche Brennkammerrückwand aufweist. Beim Anpressen des Setzgerätes an einen Untergrund wird die Brennkammerrückwand von der Kolbenführung weg bis an das der Kolbenführung abgewandte Ende der Brennkammer verschoben und werden Rückstellfedern gespannt, wobei die Brennkammer aufgespannt wird. Gleichzeitig mit dem Aufspannen der Brennkammer wird Frischluft in diese hineinbewegt. Der erforderliche Anpressweg ist dabei identisch mit dem von der Brennkammerrückwand zurückzulegenden Verschiebeweg, der der axialen Länge der Brennkammer entspricht. Nach erfolgter Setzung und beim Abheben des Setzgerätes vom Untergrund wird die Brennkammerrückwand über die Kraft der Rückstellfedern wieder in ihre Ausgangsstellung zurückbewegt, wobei bei diesem Kollabieren der Brennkammer die Abgase ausgestossen werden. Von Vorteil bei diesem Setzgerät ist, dass kein Akkumulator bzw. keine Batterie benötigt wird, da das Spülen der Brennkammer auf mechanischem Wege erfolgt.
  • Dieses Setzgerät weist jedoch einen relativ langen Anpressweg und einen relativ grossen Durchmesser der Brennkammer auf.
  • Aus der EP 0 711 634 B1 ist ein brennkraftbetriebenes Setzgerät mit einer Brennkammer zur Verbrennung eines Gemisches aus Luft und einem Brenngas bekannt, bei dem in der Brennkammer ein Ventilatormittel zur Erzeugung von Turbulenz vorgesehen ist. Dieses Ventilatormittel ist über einen Elektromotor antreibbar, der über Batteriemittel mit elektrischer Energie versorgt wird. Der Anpressweg kann durch den Einsatz des Ventilatormittels zur Spülung der Brennkammer relativ kurz gehalten werden.
  • Von Nachteil bei einem derartigen Setzgerät ist aber dessen hohes Gewicht auf Grund der benötigten Batterien oder Akkumulatoren sowie die Notwendigkeit diese auszutauschen, wenn sich Ihre elektrische Energie erschöpft hat.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt daher darin, ein Setzgerät der vorgenannten Art zu entwickeln, das die vorgenannten Nachteile vermeidet.
  • Die erfindungsgemässe Aufgabe wird durch ein Setzgerät mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Demnach ist die Übersetzungseinrichtung als Seilzuggetriebe mit einem, z. B. seil- oder bandförmigen Übertragungsorgan und mit wenigstens einer ersten Umlenkrolle für das Übertragungsorgan, die an dem Anpresselement gelagert ist, ausgebildet. Durch diese Massnahme kann der Anpresshub zum Aufspannen der Brennkammer in einfacher Weise übersetzt werden, so dass bei geringer Teileanzahl und geringem Montageaufwand ein kurzer, ergonomischer Anpresshub bei gleichzeitig kleinem Brennkammerdurchmesser realisiert werden. Ist z. B. eine Umlenkrolle vorhanden, dann ist das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Anpresshub und der daraus hervorgehenden Aufspannbewegung der Brennkammerhülse 1:2. Das Seilzuggetriebe hat ferner den Vorteil, dass es wenig aufwändig ist und ein geringes Gewicht aufweist, was gegenüber einem Zahnrad- oder Zahnstangengetriebe von Vorteil ist.
  • Bei einer günstigen Weiterbildung der Erfindung ist das Übertragungsorgan mit einem ersten Ende am Anpressmittel und mit einem zweiten Ende an der Brennkammerhülse festgelegt. Das Seilzuggetriebe weist dabei wenigstens eine erste Umlenkrolle für das Übertragungsorgan, die an dem Anpressmittel gelagert ist, und wenigstens eine zweite Umlenkrolle für das Übertragungsorgan auf, die an einem relativ zu dem Anpresselement und der Brennkammerhülse beweglichen Teil gelagert ist. Das Übersetzungsverhältnis ist hierbei vorteilhaft 1:3, so dass sehr kurze Anpresswege realisiert werden können.
  • Vorteilhaft ist die wenigstens eine zweite Umlenkrolle für das Übertragungsorgan an dem Führungszylinder gelagert, wodurch die Konstruktion vereinfacht wird und eine vorkonfektionierbare Baueinheit aus Führungszylinder, Brennkammerhülse, Bolzenführung und dem Seilzuggetriebe geschaffen werden kann, die leicht in ein Gehäuse eines Setzgerätes einsetzbar ist.
  • Bei einer weiteren günstigen Weiterbildung der Erfindung ist das Übertragungsorgan mit einem ersten Ende am Führungszylinder und mit einem zweiten Ende an der Brennkammerhülse festgelegt. Bei dieser Variante des Seilzuggetriebes ist neben dem Umlenkrad an dem Anpresselement kein weiteres Umlenkrad notwendig, wodurch das Setzgerät günstig in der Herstellung ist.
  • Von Vorteil ist es ferner, wenn zwischen dem Führungszylinder und der Brennkammerhülse und zwischen dem Anpresselement und dem Führungszylinder Federmittel angeordnet sind, wobei die Federmittel zwischen dem Anpresselement und dem Führungszylinder insgesamt eine höhere Federkraft aufweisen, als die Federmittel zwischen dem Führungszylinder und der Brennkammerhülse. Es kann dabei z. B. jeweils ein einzelnes Federelement oder jeweils eine Anordnung von Federelementen als Federmittel Verwendung finden. In der Ausgangsstellung des Setzgerätes ist dabei das oder jedes Federelement zwischen der Brennkammerhülse und dem Führungszylinder aufgrund der höheren Federkraft des oder jeden Federelementes zwischen der Anpresshülse und dem Führungszylinder elastisch vorgespannt, während das oder jedes Federelement zwischen dem Anpresselement und dem Führungszylinder weitgehend auseinander gefahren ist. Hierdurch wird beim Anpressen des Setzgerätes an einen Untergrund das oder jedes Federmittel zwischen dem Anpresselement und dem Führungszylinder gespannt, während das oder jedes Federelement zwischen der Brennkammerhülse und dem Führungszylinder aufgrund seiner elastischen Vorspannung auseinander fährt, die Brennkammerhülse relativ zum Führungszylinder verschiebt und dabei die Brennkammer zwischen dem Kolben in seiner Ausgangsstellung und der Brennkammerrückwand automatisch aufspannt.
  • Wird das Setzgerät wieder von dem Untergrund abgehoben, dann drückt das oder jedes zwischen dem Anpresselement und dem Führungszylinder angeordnete Federelement den Führungszylinder und das Anpresselement wieder auseinander wobei die Brennkammerhülse über das Seilzuggetriebe wieder an den Führungszylinder herangezogen wird wobei die Brennkammer zusammengefahren wird. Die zwischen dem Führungszylinder und der Brennkammerhülse angeordneten Federelemente werden dabei wieder gespannt und zusammengedrückt. Es kann daher vorteilhafterweise ein Seil, insbesondere ein Stahlseil, welches eine gute Haltbarkeit aufweist, als Übertragungsorgan verwendet werden, da nur noch Zugkräfte von dem Übertragungsorgan übertragen werden müssen.
  • Bei einer Ausführung des Setzgerätes ohne derartige Federmittel-Konstellation kann z. B. ein flaches, in einer Ebene biegsames Stahlband als Übertragungsorgan verwendet werden, über welches nicht nur Zug, sondern auch Schubkräfte übertragen werden können.
  • Günstig ist es ferner, wenn das Anpresselement als Bolzenführung ausgebildet ist bzw. Teil derselben ist, so dass ein zusätzliches Bauteil für das Anpresselement vermieden werden kann und eine kompakte Bauweise ermöglicht wird.
  • Vorteilhaft weist das Seilzuggetriebe zwei separate Übertragungsorgane auf, die symmetrisch am Setzgerät angeordnet sind und denen jeweils wenigstens eine erste Umlenkrolle an dem Anpresselement zugeordnet ist. Durch diese Massnahme wird eine gleichmässige Verteilung der Kräfte beim Anpress- und Abhebevorgang des Setzgerätes erreicht werden, so dass es zu keinen Verkantungen der zueinander beweglichen Teile kommen kann.
  • Von Vorteil ist es weiterhin, wenn Führungsmittel zur verschieblichen Führung des Anpresselementes koaxial zum Führungszylinder vorgesehen sind. Hierdurch kann eine einwandfreie Funktion des Seilzuggetriebes auch nach langer Betriebsdauer des Setzgerätes sichergestellt werden, da es zu keinen Verwindungen zwischen dem Anpresselement und dem Führungszylinder kommen kann, durch die das Übertragungsorgan des Seilzuggetriebes geschädigt werden könnte.
  • Weitere Vorteile und Massnahmen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen. In den Zeichnungen ist die Erfindung in Ausführungsbeispielen dargestellt.
  • Es zeigen:
  • 1 ein erfindungsgemässes Setzgerät in seiner Ausgangsstellung im teilweisen Längsschnitt,
  • 2 das Setzgerät aus 1 in einer an einen Untergrund angepressten Stellung,
  • 3 eine Variante eines erfindungsgemässen Setzgerätes in seiner Ausgangsstellung im teilweisen Längsschnitt,
  • 4 das Setzgerät aus 3 in einer an einen Untergrund angepressten Stellung.
  • In den 1 und 2 ist das erfindungsgemässe Setzgerät 10 in einem ersten Ausführungsbeispiel dargestellt. Das Setzgerät 10 wird mit einem Brenngas betrieben, welches in einem nicht zeichnerisch wiedergegebenen Brennstoffreservoir in Form von Flüssiggas bevorratet ist. Anstelle eines Brenngases kann auch ein verdampfbarer Flüssigbrennstoff, wie z. B. Alkohol oder Benzin, verwendet werden. Das Setzgerät 10 weist ein Setzwerk auf, mittels dessen ein nicht dargestelltes Befestigungselement in einen Untergrund U eingetrieben werden kann, wenn das Setzgerät 10 an diesen angepresst und ausgelöst wird. Zum Setzwerk gehören unter anderem eine Brennkammer 14 für ein Oxidationsmittel-Brenngasgemisch, ein Führungszylinder 12 mit einem ersten axialen Ende 27 und mit einem zweiten axialen Ende 28, in dem ein Setzkolben 11 axial versetzbar gelagert ist, und eine sich an dem, der Brennkammer 14 abgewandten zweiten axialen Ende 28 des Führungszylinders 12 anschliessende Bolzenführung 13. Die Bolzenführung 13 dient dabei der Führung eines Befestigungselementes, wie z. B. eines Bolzens oder eines Nagels, und ist funktional gleichzeitig als Anpresselement 30 mit einer Anpressnase 31 ausgebildet. Das Anpresselement 30 ist relativ zu dem Führungszylinder 12 axial verschieblich und ist dazu über Führungsmittel 35 an dem Führungszylinder 12 geführt. Diese Führungsmittel 35 beinhalten vorliegend Führungsstifte 36, welche aussen am zweiten axialen Ende 28 des Führungszylinders 12 angeordnet sind, und Führungsbohrungen 37 in dem Anpresselement 30 in denen die Führungsstifte geführt sind.
  • Die Brennkammer 14 ist in einer topfförmigen Brennkammerhülse 15 aufspannbar, die verschieblich am ersten axialen Ende 27 des Führungszylinders 12 geführt und über wenigstens ein Dichtungselement 19, wie z. B. einen Dichtungsring, gegenüber diesem abgedichtet ist. In einer Brennkammerrückwand 16 der Brennkammerhülse 15 ist ferner noch wenigstens eine Öffnung 32 angeordnet. Über diese Öffnung 32 kann das Oxidationsmittel, wie z. B. Luft aus der Umgebung, und der Brennstoff in die Brennkammer 14 eingebracht werden. An der Öffnung 32 ist ein Ventilmittel 33 mit einem Ventilkörper 34 angeordnet, über das die Öffnung 32 geöffnet und verschlossen werden kann. Der Ventilkörper 34 ist dazu über ein nicht zeichnerisch dargestelltes Federelement in Richtung auf seine aus 1 ersichtliche Öffnungsstellung elastisch beaufschlagt. Nach einem Setzvorgang können über die Öffnung 32 ferner die Verbrennungsabgase nach aussen geführt werden.
  • Es versteht sich, dass auch mehrere Öffnungen vorgesehen sein können. So könnte der Brennstoff z. B. auch über eine separate Öffnung in die Brennkammer 14 eingebracht werden.
  • An der Bauteilfolge aus Anpresselement 30, Führungszylinder 12 und Brennkammerhülse 15 ist ferner noch ein insgesamt mit 20 bezeichnetes und als Flaschenzug ausgebildetes Seilzuggetriebe angeordnet. Dieses übersetzt eine Anpressbewegung des Anpresselementes 30 in Richtung des Pfeils 41 (aus 2) beim Anpressen der Anpressnase 31 an einen Unter grund U in eine Hubbewegung der Brennkammerhülse 15 relativ zum Führungszylinder 12 in Richtung des Pfeils 42 im Verhältnis 1:3, d.h. der Bewegungsweg der Brennkammerhülse 15 relativ zum Führungszylinder 12 bei einem Anpressvorgang ist dreimal so gross wie der Bewegungsweg des Anpresselementes 30 relativ zum Führungszylinder 12, wobei alle Bewegungen in der axialen Längsrichtung des Führungszylinders 12 verlaufen.
  • Das Seilzuggetriebe 20 weist dabei ein als Stahlseil ausgebildetes Übertragungsorgan 21 auf, das mit einem ersten Ende 22 an dem Anpresselement 30 und mit einem zweiten Ende 23 an der Brennkammerhülse 15 fixiert ist. Das Übertragungsorgan 21 ist ferner an zwei Umlenkrollen 24, 25 geführt und wird über diese zweimal umgelenkt. Die erste Umlenkrolle 24 ist dabei an dem Anpresselement 30 und die zweite Umlenkrolle 25 an dem Führungszylinder 12 jeweils drehbeweglich an einem Lagerstift 26, 29 gelagert.
  • Zwischen dem Anpresselement 30 und dem zweiten axialen Ende 28 des Führungszylinders 12 sind ein oder mehrere als Druck-Federelemente ausgebildete Federmittel 18 angeordnet, die in der Ausgangsstellung des Setzgerätes 10, wie sie in 1 wiedergegeben ist, den Führungszylinder 12 und das Anpresselement 30 auseinanderdrücken. Diese Federmittel 18 weisen insgesamt eine höhere Federkraft auf als Federmittel 17, die zwischen der Brennkammerhülse 15 und dem ersten axialen Ende 27 des Führungszylinders 12 angeordnet sind. In der in 1 wiedergegebenen Ausgangsstellung des Setzgerätes 10 sind diese Federmittel 17 aufgrund der Kopplung des Anpresselementes 30 und der Brennkammerhülse 15 über das als Stahlseil ausgebildete Übertragungsorgan 21 des Seilzuggetriebes 20 zusammengedrückt. Wird das Setzgerät 10 nun, wie aus 2 ersichtlich, an einen Untergrund U angepresst, dann wird der Abstand zwischen dem Führungszylinder 12 und dem Anpresselement 30 verkürzt, wobei die Federmittel 18 zusammengedrückt werden. Durch diese Entlastung können nun die Federmittel 17 die Brennkammerhülse 15 in Richtung des Pfeils 42 bewegen, wobei die Brennkammer 14 aufgespannt wird. Der Ventilkörper 34 läuft dabei gegen einen in Bewegungsrichtung liegenden Anschlag 38, wodurch das Ventilmittel 33 bei vollständig aufgespannter Brennkammer 14 die Öffnung 32 verschliesst. In der Brennkammer 14 befindet sich dann ein Brenngas-Luftgemisch, welches über eine Zündeinheit, wie z. B. eine Zündkerze, zündbar ist. Das Setzgerät 10 ist bereit für einen Setzvorgang, der über einen hier nicht dargestellten Triggerschalter auslösbar ist. Der Anschlag 38 kann dabei z. B. an einem nicht zeichnerisch dargestellten Aussengehäuse des Setzgerätes 10 angeordnet sein.
  • Bei einem Abheben des Setzgerätes 10 vom Untergrund U in Richtung des Pfeils 41, können die Federmittel 18 sich wieder entspannen und dabei über das Seilzuggetriebe die Brenn kammerhülse 15 unter einem Zusammendrücken/Spannen der Federmittel 17 wieder in ihre aus 1 ersichtliche Ausgangsstellung zurückbewegen, wobei die Brennkammer 14 zusammengefahren wird. Dabei können in der Brennkammer 14 verbliebene Verbrennungsgase über die vom Ventilkörper 34 wieder freigegebene Öffnung 32 austreten.
  • Das in den 3 und 4 dargestellte Setzgerät 10 unterscheidet sich zunächst dadurch von dem vorhergehend beschriebenen, dass das Seilzuggetriebe 20 zwei Übertragungsorgane 21, 121 in Form von Stahlseilen aufweist. Ferner wird jedes der Übertragungsorgane jeweils nur einmal an einer ersten Umlenkrolle 24, 124 umgelenkt, die an dem Anpresselement 30 gelagert ist. Die ersten Enden 22 der Übertragungsorgane 21, 121 sind dabei an dem Führungszylinder 12, und zwar insbesondere an dessen zweitem axialen Ende 28, welches dem Anpresselement 30 zugewandt ist, festgelegt, während die zweiten Enden 23 der Übertragungsorgane 21, 121 an der Brennkammerhülse 15 festgelegt sind.
  • Wird das Setzgerät 10, wie aus 4 ersichtlich, an einen Untergrund U angepresst, dann wird der Abstand zwischen dem Führungszylinder 12 und dem Anpresselement 30 verkürzt, wobei die Federmittel 18 zusammengedrückt werden. Durch diese Entlastung können nun die Federmittel 17 die Brennkammerhülse 15 in Richtung des Pfeils 42 bewegen, wobei die Brennkammer 14 aufgespannt wird. Das Übersetzungsverhältnis der Bewegung des Anpresselements 30 zur Bewegung der Brennkammerhülse 15 beträgt dabei 1:2. Wegen der weiteren Details und Funktionen des Setzgerätes 20 aus den 3 und 4 wird vollumfänglich Bezug genommen auf die vorhergehende Beschreibung zu den 1 und 2.

Claims (10)

  1. Brenngasbetriebenes Setzgerät, zum Eintreiben von Befestigungselementen, wie Nägeln, Bolzen oder Stiften, in einen Untergrund, mit einer Brennkammerhülse (15), die an einem ersten axialen Ende (27) eines Führungszylinders (12) verschieblich geführt ist, wobei in dem Führungszylinder (12) ein Setzkolben (11) versetzbar gelagert ist, und mit einem Anpresselement (30) mit einer Anpressnase (31), die einem dem ersten axialen Ende (27) gegenüberliegenden zweiten axialen Ende (28) des Führungszylinders (12) vorgelagert ist, wobei das Anpresselement (30) relativ zum Führungszylinder (12) versetzbar und über eine den Anpresshub übersetzende Übersetzungseinrichtung mit der Brennkammerhülse (15) gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Übersetzungseinrichtung als Seilzuggetriebe (20) mit Übertragungsorgan (21, 121) und mit wenigstens einer ersten Umlenkrolle (24, 124) für das Übertragungsorgan (21, 121), die an dem Anpresselement (30) gelagert ist, ausgebildet ist.
  2. Brenngasbetriebenes Setzgerät, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungsorgan (21) mit einem ersten Ende (22) am Anpressmittel (30) und mit einem zweiten Ende (23) an der Brennkammerhülse (15) festgelegt ist, wobei wenigstens eine zweite Umlenkrolle (25) für das Übertragungsorgan (21) vorgesehen ist, die an einem relativ zu dem Anpresselement (30) und der Brennkammerhülse (15) beweglichen Teil gelagert ist.
  3. Brenngasbetriebenes Setzgerät, nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine zweite Umlenkrolle (25) für das Übertragungsorgan (21) an dem Führungszylinder (12) gelagert ist.
  4. Brenngasbetriebenes Setzgerät, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungsorgan (21, 121) mit einem ersten Ende (22) am Führungszylinder (12) und mit einem zweiten Ende (23) an der Brennkammerhülse (15) festgelegt ist.
  5. Brenngasbetriebenes Setzgerät, nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Führungszylinder (12) und der Brennkammerhülse (15) und zwischen dem Führungszylinder (12) und dem Anpresselement (30) Federmittel (17, 18) angeordnet sind, wobei die Federmittel (18) zwischen dem Anpresselement (30) und dem Führungszylinder (12) insgesamt eine höhere Federkraft aufweisen, als die Federmittel (17) zwischen dem Führungszylinder (12) und der Brennkammerhülse (15).
  6. Brenngasbetriebenes Setzgerät, nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungsorgan (21, 121) als Seil ausgebildet ist.
  7. Brenngasbetriebenes Setzgerät, nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungsorgan (21, 121) als Stahlseil ausgebildet ist.
  8. Brenngasbetriebenes Setzgerät, nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Anpresselement (30) als Bolzenführung (13) ausgebildet ist.
  9. Brenngasbetriebenes Setzgerät, nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Seilzuggetriebe zwei separate Übertragungsorgane (21, 121) aufweist, die symmetrisch angeordnet sind und denen jeweils wenigstens eine erste Umlenkrolle (24, 124) an dem Anpresselement (30) zugeordnet ist.
  10. Brenngasbetriebenes Setzgerät, nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass Führungsmittel (35) zur verschieblichen Führung des Anpresselementes (30) koaxial zum Führungszylinder (12) vorgesehen sind.
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