-
Die
Erfindung betrifft eine Kaltwalzmaschine, umfassend einen ersten
beweglichen Walzstangenhalter und einen zweiten beweglichen Walzstangenhalter, über welche
eine erste Walzstange und eine zweite Walzstange eines Walzstangen-Paars
in einer Führungsrichtung
gegenläufig
zueinander beweglich sind und in einer Verstellungsrichtung quer
zur Führungsrichtung
während
eines Walzvorgangs verstellbar sind.
-
Die
Erfindung betrifft ferner ein Kaltwalzverfahren, bei dem eine erste
Walzstange und eine zweite Walzstange in einer Führungsrichtung gegenläufig bewegt
werden, wobei die Walzstangen beim Walzvorgang in einer Verstellungsrichtung
zur Führungsrichtung
verstellt werden.
-
Aus
der WO 01/94048 A1 ist eine Kaltwalzmaschine mit zwei gegenläufig angetriebenen,
profilierten Walzstangen bekannt, wobei die Walzstangen jeweils über einen
Schlitten auf einer Führung
gelagert sind und in Eingriff mit einem zwischen den Walzstangen
drehbar gelagerten Werkstück
stehen; durch eine Zustelleinrichtung mit mindestens einem Zustellantrieb
sind die Walzstangen während
des Walzvorgangs in Eingriffrichtung verstellbar.
-
Aus
der
EP 0 173 455 A1 ist
eine Kaltwalzmaschine mit einer Mehrzahl von Bearbeitungsstationen
bekannt, wobei jeder Bearbeitungsstation ein Spindelstock und ein
Paar an Walzstangen zugeordnet ist.
-
Aus
der WO 2004/022259 A1 ist ein Verfahren zur umformtechnischen Herstellung
von Zahnprofilen auf der oder den Umfangsflächen von Zahnradrohlingen bekannt,
bei dem die Rohlinge unter radialer Druckbeaufschlagung auf einer
formbildenden Zahnstange abgerollt werden, wobei die Rohlinge in
Bewegungsrichtung mit einem an der Rohlingsachse angreifenden Zwangsantrieb
bzw. Transporteinrichtung über
eine feststehende Zahnstange abgerollt werden und dabei mit Druck
in radialer Richtung auf diese Zahnstange auf Bereiche außerhalb
der zahnbildenden Umfangsflächen
ständig beaufschlagt
sind.
-
Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kaltwalzmaschine der
eingangs genannten Art so zu verbessern, daß sich erweiterte Einsatzmöglichkeiten
ergeben.
-
Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
daß eine
Werkstückhalteeinrichtung
mit einer Mehrzahl von Werkstückhaltern
vorgesehen ist, so daß die
erste Walzstange und die zweite Walzstange mit einer Mehrzahl von
Werkstücken
in Eingriff bringbar sind.
-
Durch
das Vorsehen einer erfindungsgemäßen Werkstückhalteeinrichtung
läßt sich
eine Mehrzahl von. Werkstücken,
das heißt
mindestens zwei Werkstücke,
in einem Walzstangenhub bearbeiten. Dadurch läßt sich die Bearbeitungszeit
pro Werkstück
reduzieren. Weiterhin läßt sich
der relative Zeitanteil für
Werkstückwechsel
reduzieren.
-
Bei
der erfindungsgemäßen Kaltwalzmaschine
ist neben der angetriebenen Bewegung der Walzstangen in der Führungsrichtung
auch eine angetriebene Verstellung quer zur Führungsrichtung möglich. Dies
wiederum ermöglicht
es, Walzstangen mit gleichbleibender Profilierung auszubilden und
insbesondere bezüglich
ihrer Wirkflächen
parallel zu führen.
Dadurch ergibt sich dann die Möglichkeit,
mit einem Satz von Werkzeugen (den Walzstangen eines Walzstangen-Paars)
in gleichen Walzstangenhüben eine
Mehrzahl von Werkstücken über Kaltwalzen
zu bearbeiten.
-
Insbesondere
ist es vorgesehen, daß die Werkstückhalter
parallel in einer Reihe angeordnet sind. Dadurch läßt sich
auf einfache Weise auf eine Mehrzahl von Werkstücken in einem Walzstangenhub
einwirken.
-
Günstig ist
es, wenn die Werkstückhalteeinrichtung
zwischen dem ersten Walzstangenhalter und dem zweiten Walzstangenhalter
angeordnet ist. Dadurch lassen sich Werkstücke über gegenläufige Walzstangen bearbeiten.
-
Insbesondere
ist ein an einem Werkstückhalter
fixiertes Werkstück
um eine Drehachse drehbar gehalten. Dadurch läßt sich eine Profilierung in
das Werkstück
einbringen.
-
Ganz
besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn die Drehachse mit einer
Achse des Werkstückhalters
zusammenfällt.
-
Günstigerweise
sind Achsen der Werkstückhalter
parallel ausgerichtet. Dadurch lassen sich simultan zu bearbeitende
Werkstücke
in einer Reihe anordnen und es läßt sich
die gleiche Profilierung an allen Werkstücken über die gleichen Walzstangenhübe einbringen.
-
Aus
dem gleichen Grund ist es günstig,
wenn Achsen der Werkstückhalter
in einer Ebene liegen.
-
Insbesondere
ist es vorgesehen, daß Achsen
der Werkstückhalter
senkrecht zur Führungsrichtung
liegen. Dadurch ist es möglich,
eine Mehrzahl von Werkstücken
gleichzeitig zu bearbeiten, das heißt mit Walzstangenhüben gleichzeitig
auf eine Mehrzahl von Werkstücken
einzuwirken.
-
Insbesondere
liegen Achsen der Werkstückhalter
senkrecht zur Verstellungsrichtung. Dadurch läßt sich gewährleisten, daß Walzstangen
immer parallel zueinander orientiert sind und geführt sind.
Dies wiederum ermöglicht
die gleichzeitige Bearbeitung einer Mehrzahl von Werkstücken.
-
Ganz
besonders vorteilhaft ist es, wenn die erste Walzstange und die
zweite Walzstange mindestens bezüglich
ihrer Wirkseite gleich ausgebildet sind. Dadurch können gleichzeitig
eine Mehrzahl von Werkstücken
bearbeitet werden; insbesondere wird in einem Walzstangenhub auf
eine Mehrzahl von Werkstücken
eingewirkt.
-
Insbesondere
weisen die Walzstangen eine Profilierung auf, die sich mit einem
gleichbleibenden Profil im wesentlichen über die gesamte Wirkfläche einer
Wirkseite erstreckt. Derartige Walzstangen sind in der
EP 1 442 808 A2 offenbart,
auf die ausdrücklich Bezug
genommen wird. Weiterhin sind solche Walzstangen in der nicht vorveröffentlichten
deutschen Patentanmeldung Nr. 10 2004 035 153.8 vom 15. Juli 2004
offenbart.
-
Insbesondere
ist eine Profiltiefe einer Walzstange entlang der Wirkfläche im wesentlichen
gleich ausgebildet. Dadurch lassen sich in einem Walzvorgang die
Walzstangen parallel führen.
Die erforderliche Profiltiefe an einem Werkstück läßt sich durch Zustellung in
der Verstellungsrichtung erreichen. Dies wiederum ermöglicht die
gleichzeitige Bearbeitung einer Mehrzahl von Werkstücken in
gleichen Walzstangenhüben.
-
Vorteilhafterweise
sind an der Wirkfläche
zur Bildung der Profilierung eine Mehrzahl von im wesentlichen gleich
ausgebildeten Zähnen
angeordnet. Eine Einhüllfläche der
Zähne ist
dann eine Ebene. Dies ermöglicht
es, die Walzstangen bezüglich
ihrer Einhüllfläche parallel
zu führen.
Dadurch wiederum lassen sich eine Mehrzahl von Werkstücken gleichzeitig
bearbeiten.
-
Insbesondere
sind die Wirkseiten der ersten Walzstange und der zweiten Walzstange
parallel ausgerichtet, um so in einem gleichen Walzstangenhub eine
Mehrzahl von Werkstücken
gleichartig bearbeiten zu können.
-
Es
ist vorgesehen, daß die
Wirkseiten parallel zur Führungsrichtung
ausgerichtet sind. Dadurch läßt es sich
erreichen, daß die
Walzstangen auf die gleiche Weise auf alle eingespannten Werkstücke der
Mehrzahl von Werkstücken
wirkt.
-
Insbesondere
sind Achsen der Werkstückhalter
parallel zu den Wirkseiten der Walzstangen ausgerichtet, um so eine
gleichzeitige Bearbeitung aller Werkstücke zu ermöglichen.
-
Insbesondere
ist es vorgesehen, daß Achsen
der Werkstückhalter
in einer Ebene liegen, welche parallel zu Wirkseiten der Walzstange
ist. Die Achsen der Werkstückhalter
sind dabei insbesondere durch die Verbindungspunkte von Haltespitzen
der Werkstückhalter
definiert.
-
In
einer Ausführungsform
ist ein Werkstückhalter
so ausgebildet, daß ein
Werkstück
zwischen einem ersten Anlageelement und einem zweiten Anlageelement
einspannbar ist. Die Anlageelemente sind insbesondere mittels Spitzen
gebildet bzw. weisen Spitzen auf. Ein einzelner Werkstückhalter
der Werkstückhalteeinrichtung
umfaßt
beispielsweise einen Spindelstockteil und einen Reitstockteil, wobei ein
Werkstück
zwischen dem Spindelstockteil und dem Reitstockteil einspannbar
ist.
-
Der
Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, das eingangs genannte
Kaltwalzverfahren so zu verbessern, daß eine effektive Werkstückbearbeitung
ermöglicht
ist.
-
Diese
Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Kaltwalzverfahren erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
daß die
Walzstangen in Wirkeingriff mit einer Mehrzahl von Werkstücken gebracht
werden.
-
Das
erfindungsgemäße Kaltwalzverfahren weist
die bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Kaltwalzmaschine
erläuterten
Vorteile auf.
-
Weitere
vorteilhafte Ausführungsformen
wurden ebenfalls bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Kaltwalzmaschine
erläutert.
-
Insbesondere
werden die Werkstücke
in einer Reihe parallel angeordnet.
-
Insbesondere
sind die Werkstücke
gleich ausgebildet, das heißt
der Werkstückrohling
ist gleich und das Bearbeitungsergebnis soll für alle Werkstücke gleich
sein. Durch das erfindungsgemäße Kaltwalzverfahren
lassen sich dann mindestens zwei Werkstücke gleichzeitig bearbeiten,
das heißt
in einem Walzstangenhub läßt sich
ein gleicher Wirkeingriff des Werkzeugs an einer Mehrzahl von Werkstücken realisieren.
-
Günstigerweise
werden Wirkseiten der Kaltwalzstangen parallel ausgerichtet. Dadurch
ist die Einwirkung der Walzstangen auf alle Werkstücke gleich.
-
Aus
dem gleichen Grund ist es vorteilhaft, wenn Wirkseiten der Kaltwalzstangen
parallel bewegt werden.
-
Die
nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen dient im Zusammenhang
mit der Zeichnung der näheren
Erläuterung
der Erfindung. Es zeigen:
-
1 eine
schematische perspektivische Teilansicht eines Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Kaltwalzmaschine;
-
2 eine
schematische Draufsicht auf eine Werkstückhalteeinrichtung der Kaltwalzmaschine
gemäß 1;
und
-
3 eine
schematische seitliche Ansicht von Werkstücken bei der Durchführung eines
erfindungsgemäßen Kaltwalzvorgangs.
-
Ein
Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Kaltwalzmaschine,
welches in 1 gezeigt und dort als Ganzes
mit 10 bezeichnet ist, umfaßt ein Maschinengrundgestell 12, über welches
die Kaltwalzmaschine 10 auf einem Untergrund aufgestellt ist.
Mit dem Maschinengrundgestell 12 ist ein C-förmiges Gestell 14 verbunden.
-
Dieses
Gestell 14 weist einen ersten Haltebereich 16 und
einen gegenüberliegenden
zweiten Haltebereich 18 auf. Die beiden Haltebereiche 16 und 18 sind über einen
Verbindungsbereich 20 miteinander verbunden. Der erste
Haltebereich 16 ragt dabei in einer Querrichtung z über den
Verbindungsbereich 20 hinaus. Ebenso ragt der zweite Haltebereich 18 in
der Querrichtung z über
den Verbindungsbereich 20 hinaus. Der erste Haltebereich 16 und
der zweite Haltebereich 18 bilden dadurch jeweils Haltebacken,
an denen jeweils ein erster Walzstangenhalter 22 (an dem
ersten Haltebereich 16) und ein zweiter Walzstangenhalter 24 (an
dem zweiten Haltebereich 18) beweglich gehalten sind. Die
beiden Walzstangenhalter 22, 24 liegen einander
gegenüber.
An diesen lassen sich jeweils eine oder mehrere Walzstangen 26a, 26b bzw. 28a, 28b (beweglich)
halten.
-
Zwischen
den Walzstangenhaltern 22 und 24 ist eine Werkstückhalteeinrichtung
mit einer Mehrzahl von Werkstückhaltern
angeordnet, welche an dem Verbindungsbereich 20 mindestens
einseitig fixiert sind (in der Zeichnung nicht gezeigt). In die Werkzeughalter
ist jeweils ein Werkstück
einsetzbar, wobei es durch den Werkstückhalter drehbar an der Kaltwalzmaschine 10 gehalten
ist, damit ein Kaltwalzvorgang durchführbar ist. Die Werkstückhalteeinrichtung
wird unten näher
beschrieben.
-
Dem
Verbindungsbereich 20 gegenüberliegend ist zwischen dem
ersten Haltebereich 16 und dem zweiten Haltebereich 18 eine
Verstärkungslasche 30 angeordnet.
Diese weist im Bereich der Werkstückhalter eine durchgehende Öffnung 32 auf, durch
die insbesondere Reitstockteile der Werkstückhalter hindurchtauchen können.
-
Bei
dem gezeigten Ausführungsbeispiel
sind die Walzstangenhalter 22 und 24 jeweils in
einer Längsrichtung
x und in der Querrichtung y zur Längsrichtung x beweglich.
-
Der
erste Haltebereich 16 und der zweite Haltebereich 18 weisen
dazu jeweils eine schräge Führungsbahn 34 bzw. 36 auf,
an der ein erster Keilschlitten 38 bzw. ein zweiter Keilschlitten 40 geführt ist.
Die Führungsbahn 34 ist
gegenüber
der Richtung x um einen spitzen Winkel geneigt. Die Führungsbahn 36 des
zweiten Haltebereichs 18 liegt parallel zur Führungsbahn 34 des
ersten Haltebereichs 16.
-
Je
nach Stellung der Keilschlitten 38, 40 auf ihren
Führungsbahnen 34, 36 läßt sich
der Abstand der Walzstangenhalter 22, 24 in der
Richtung y einstellen.
-
Zur
Führung
der Keilschlitten 38, 40 sind in den Haltebereichen 16 und 18 beispielsweise
Ausnehmungen 42, 44 gebildet, in denen Führungsleisten 46, 48 der
jeweiligen Keilschlitten 38, 40 eingetaucht sind.
-
Über die
Führung
der Keilschlitten 38, 40 lassen sich Walzstangen 26a, 26b und 28a, 28b einem Werkstück in der
Richtung y zustellen. Insbesondere lassen sich die Walzstangen 26a, 26b und 28a, 28b während eines
Walzvorgangs in Radialrichtung mit Bezug zum Werkstück verstellen.
-
Die
Bewegung der Keilschlitten 38, 40 auf ihren Führungsbahnen 34 bzw. 36 ist
angetrieben. Es ist dazu ein entsprechender Antrieb vorgesehen (in der
Zeichnung nicht gezeigt). Bezüglich
der Ausbildung des Antriebs wird auf die WO 01/94048 A1 und die
US 2004/0007034 A1 Bezug genommen.
-
An
dem ersten Keilschlitten 38 ist ein erster Werkzeugschlitten 50 in
der Richtung x linearverschieblich geführt. Ferner ist an dem zweiten
Keilschlitten 40 ein zweiter Werkzeugschlitten 52 in
der Richtung x linearverschieblich geführt, wobei die Führungsrichtungen
der beiden Werkzeugschlitten 50, 52 parallel ausgerichtet
sind. Auf den Werkzeugschlitten 50, 52 sitzen
die Walzstangen 26a, 26b bzw. 28a, 28b direkt
(2), d.h. sind an diesen unbeweglich fixiert.
-
Zur
Führung
der Werkzeugschlitten 50, 52 weisen die Keilschlitten 38, 40 einander
zugewandte Führungsbahnen 54, 56 auf.
Auf diesen sitzen jeweils die Werkzeugschlitten 50, 52,
wobei deren Bewegung in der x-Richtung angetrieben ist. Die entsprechenden
Antriebe sind in der Zeichnung nicht gezeigt. Es wird in diesem
Zusammenhang auf die WO 01/94048 A1 bzw. US 2004/0007034 A1 Bezug
genommen.
-
Bei
der Bearbeitung eines Werkstückes
sind die in der y-Richtung beabstandeten Werkzeugschlitten 50 und 52 gegenläufig angetrieben;
bei der Bewegung des Werkzeugschlittens 50 in der +x-Richtung
bewegt sich der andere Werkzeugschlitten 52 in die –x-Richtung
und umgekehrt.
-
Über die
Walzstangenhalter 22, 24 lassen sich die Walzstangen 26a, 26b, 28a, 28b in
der x-Richtung und y-Richtung bewegen. Die Bewegung in der y-Richtung
läßt sich
insbesondere auch während
eines Bearbeitungsvorgangs durchführen. Zur Bewegung in der x-Richtung
werden die Werkzeugschlitten 50 und 52 auf ihren
jeweiligen Führungsbahnen 54, 56 angetrieben
bewegt. Zur Bewegung in der y-Richtung werden die Keilschlitten 38, 40 auf
ihren jeweiligen Führungsbahnen 34, 36 angetrieben
verschoben.
-
Ein
Werkzeugschlitten 50, 52 kann eine Walzstange
oder eine Mehrzahl von Walzstangen halten. Wenn eine Mehrzahl von
Walzstangen gehalten sind, dann können an einem Werkstück unterschiedliche
Profilbearbeitungsvorgänge
nacheinander durchgeführt
werden. Insbesondere lassen sich bei entsprechender Walzstangenausbildung
unterschiedliche Arten von Profilen einbringen, ohne daß ein externer
Werkzeugwechsel durchgeführt
werden muß.
-
Der
Werkzeugschlitten 52 (und entsprechend der Werkzeugschlitten 50)
weist eine Fixierungseinrichtung für eine oder mehrere Walzstangen auf. Über die
Fixierungseinrichtung sind die Walzstange oder Walzstangen in einer
x-Position, y-Position und z-Position an dem Werkzeugschlitten 52 fest positionierbar.
Beispielsweise sind mehrere Walzstangen in der x-Richtung hintereinander positionierbar.
Auch ein Querversatz in der z-Richtung ist möglich oder ein Höhenversatz
in der y-Richtung ist möglich.
Dadurch ergeben sich umfangreiche Möglichkeiten zur Herstellung
von Profilen an einem Werkstück.
-
Die
Kaltwalzmaschine 10 weist eine Steuerungseinrichtung 60 auf
(in 1 schematisch gezeigt). Diese Steuerungseinrichtung 60 ist
beispielsweise in einem Schaltkasten angeordnet. Über die Steuerungseinrichtung 60 läßt sich
die Kaltwalzmaschine 10 steuern. Insbesondere läßt sich
die Bewegung der Walzstangenhalter 22 und 24 in
der Richtung x und die Zustellung in der Richtung y steuern. Ferner
läßt sich
die Position der Werkzeugschlitten 50 und 52 bezüglich der
Auswahl der Walzstangen (26a und 28b bzw. 26b und 28a)
steuern.
-
Ein
Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Werkstückhalteeinrichtung,
welches in 2 gezeigt und dort als Ganzes
mit 62 bezeichnet ist, umfaßt eine Mehrzahl von Werkstückhaltern 64,
das heißt
es sind mindestens zwei Werkstückhalter 64 vorgesehen.
Bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß 2 ist
ein erster Werkstückhalter 66a,
ein zweiter Werkstückhalter 66b und
ein dritter Werkstückhalter 66c vorgesehen.
-
Ein
Werkstückhalter 64 umfaßt jeweils
ein erstes Anlageelement 68 und ein zweites Anlageelement 70 mit
jeweiligen Anlagespitzen 72, 74, zwischen welchen
ein Werkstück 76 einspannbar
ist. Ein eingespanntes Werkstück
ist dabei um eine Achse 78 des entsprechenden Werkstückhalters 64 drehbar. Die Achse 78 des
entsprechenden Werkstückhalters 64 liegt
zwischen den Spitzen 72 und 74. Die Drehachse
eines Werkstücks 76,
welches in den entsprechenden Werkstückhalter 64 eingespannt
ist, fällt
mit dieser Achse 78 zusammen.
-
Ein
Werkstückhalter 64 weist
beispielsweise einen feststehenden Spindelstockteil 80 auf,
an welchem das erste Anlageelement 68 angeordnet oder gebildet
ist. Ferner weist ein Werkstückhalter 64 einen
Reitstockteil 82 auf, an dem das zweite Anlageelement 70 gebildet
ist oder angeordnet ist. Der Reitstockteil 82 ist einer
Richtung 84, welche insbesondere parallel zur Achse 78 ausgerichtet
ist, beweglich. Über
den Reitstockteil 82 läßt sich
ein Werkstück 76 in
dem zugeordneten Werkstückhalter 64 verspannen.
-
Die
Spindelstockteile 80 der Werkstückhalteeinrichtung 62 sind
an dem Verbindungsbereich 20 fixiert.
-
Die
einzelnen Werkstückhalter 66a, 66b, 66c können getrennt
verfahrbar sein.
-
Es
kann auch vorgesehen sein, daß,
wie in 2 gezeigt, die Werkstückhalteeinrichtung 62 eine Reitstockeinrichtung 86 aufweist,
welche an einer Führung 88 angeordnet
ist. Die Reitstockeinrichtung 86 läßt sich als Ganzes in der Richtung 84 verschieben.
An der Reitstockeinrichtung 86 wiederum sind die einzelnen
Reitstockteile 82 der Werkstückhalter 66a, 66b und 66c gehalten
bzw. gebildet.
-
Die
Werkstückhalter 66a, 66b, 66c sind
bezüglich
ihrer Achsen 78 parallel ausgerichtet an der Werkstückhalteeinrichtung 62 angeordnet.
Die Achsen 78 liegen in einer Ebene. Bezogen auf eine Führungsrichtung
x, in welcher die Walzstangen 26a, 28b gegenläufig beweglich
sind, weisen die Achsen 78 der Werkstückhalter 66a, 66b, 66c den
gleichen Höhenabstand
auf, das heißt
es liegt kein Höhenversatz
vor. Weiterhin ist eine Ebene, welche durch die jeweiligen Achsen 78 der
Werkstückhalter 66a, 66b, 66c aufgespannt
wird, parallel zur Führungsrichtung x.
-
Zu
einer Verstellungsrichtung y liegt die genannte Ebene, welche durch
die Achsen 78 aufgespannt wird, senkrecht.
-
Die
Werkstückhalter 66a, 66b, 66c der
Werkstückhalteeinrichtung 62 sind
in eine Reihe parallel angeordnet. Dadurch lassen sich eine Mehrzahl
von gleichen Werkstücken,
nämlich
entsprechende Werkstücke 76,
welche in die jeweiligen Werkstückhalter 66a, 66b, 66c eingespannt
sind, durch Kaltwalzen gleich bearbeiten, das heißt es läßt sich
die gleiche Profilierung an allen Werkstücken 76 über gleiche
Walzstangenhübe
herstellen.
-
Die
Walzstangen 26a, 28b bzw. 26b, 28a eines
Walzstangen-Paares sind so ausgebildet, daß ihre Wirkseiten 90, 92 (3)
parallel ausgerichtet sind. An ihren Wirkseiten 90, 92 weisen
die Walstangen eines Walzstangen-Paares eine Profilierung auf, welche
sich mit gleichbleibendem Profil im wesentlichen über die
gesamte Wirkfläche
einer Wirkseite 90, 92 erstreckt. Eine Profiltiefe
ist entlang der Wirkfläche im
wesentlichen gleich ausgebildet. Insbesondere sind an der Wirkfläche eine
Mehrzahl von im wesentlichen gleich ausgebildeten Zähnen angeordnet.
Die Einhüllfläche dieser
Zähne ist
eine ebene Fläche,
wobei die Einhüllflächen der
Walzstangen eines Walzstangen-Paares parallel sind und parallel
zur Führungsrichtung
x sind.
-
Ferner
ist die Verstellungsrichtung y im wesentlichen senkrecht zu diesen
Einhüllflächen.
-
Die
erfindungsgemäße Lösung funktioniert wie
folgt:
Es werden eine Mehrzahl von Werkstücken 76 in der Werkstückhalteeinrichtung 62 eingespannt.
Die Werkstücke 76 sind
dabei im wesentlichen gleich ausgebildet.
-
Die
Werkstücke 76 sind
dann in der Werkstückhalteeinrichtung 62 in
einer Reihe parallel ausgerichtet positioniert.
-
Durch
Walzstangen eines Walzstangen-Paars (beispielsweise die Walzstangen 26a und 28b)
erfolgt dann ein Werkzeug-Wirkeingriff an den Werkstücken 76.
Die Walzstangen werden in der Führungsrichtung
x gegenläufig
und in Wirkeingriff mit den Werkstücken 76 stehend bewegt,
um an den Werkstücken 76 selber
eine Profilierung einzubringen. Die Wirkseiten 90, 92 der
Walzstangen sind parallel ausgerichtet.
-
Während des
Walzvorgangs erfolgt eine Verstellung der Walzstangen 26a, 28b in
der Verstellungsrichtung y. Die Parallelität der Wirkseiten 90, 92 bleibt
dabei erhalten.
-
Mit
den Walzstangen 26a, 28b eines Walzstangen-Paars
läßt sich
eine Mehrzahl von Werkstücken 76 gleichzeitig
bearbeiten. Die Walzstangenlänge
sowie der Walzstangenhub in der Führungsrichtung x ist entsprechend
angepaßt.
-
Da
bei der erfindungsgemäßen Kaltwalzmaschine
eine Bewegung der Walzstangen 26a, 28b in der
Verstellungsrichtung y auch während
eines Kaltwalzvorgangs möglich
ist, können
die Walzstangen 26a, 28b mit über die Wirkfläche gleichbleibende Profilierung
ausgebildet werden und bezüglich
ihrer Wirkseiten 90, 92 parallel geführt werden.
Dies ermöglicht
die Bearbeitung einer Mehrzahl von Werkstücken in gleichen Walzstangenhüben.