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HINTERGRUND
ZU DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ganz allgemein diagnostische Bildgebungssysteme,
und insbesondere einen kombinierten Magnetresonanz-(MR)- und Röntgen-Scanner
mit einer drehbaren Anode.
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Es
wurde eine Reihe von diagnostischen Bildgebungssystemen entwickelt,
um Ärzte,
Röntgenologen,
sonstige Dienstleister auf dem Gebiet der Gesundheitsfürsorge und
Forscher in einer nicht invasiven oder minimalinvasiven Erkundung
bzw. Behandlung anatomischer Anomalien und Pathologien zu unterstützen. Zu
diesen Bildgebungssystemen zählen
Röntgenographie,
Computertomographie (CT), Einzelprotonemission-Computertomographie (SPECT), Positronenemissionstomographie
(PET), Ultraschall, Magnetresonanz-Tomographie (MRT), und von diesen
abgeleitete Systeme. Jedes dieser diagnostischen Bildgebungssysteme
sowie andere nicht ausdrücklich
aufgeführte
werden verwendet, um basierend auf der Detektion und der Verarbeitung von
Energie, die durch ein Objekt gelangt ist, medizinische oder andere
klinisch verwertbare Bilder hervorzubringen. Röntgenographie war die erste
entwickelte medizinische Bildgebungstechnologie und basiert auf
der Projektion von Röntgenstrahlen,
die von einer Röntgenröhre in Richtung
eines Objekt abgestrahlt werden. In das Objekt tritt dann ei ne homogene
Verteilung von Röntgenstrahlen
ein und wird in dem Maße
verändert,
wie die Röntgenstrahlen
durch Streuung und Absorption innerhalb des Gewebes in dem Objekt
aus dem Strahl entfernt werden. Da die Röntgenschwächungseigenschaften von Gewebe, Knochen,
Weichteilgewebe und Luft innerhalb des Patienten unterschiedlich
sind, tritt aus dem Objekt eine entsprechende heterogene Verteilung
von Röntgenstrahlen
aus. Diese heterogene Verteilung von Röntgenstrahlen wird durch einen
in der Regel flachen Röntgendetektor
auf der anderen Seite des Objekts erfasst und verwendet, um eine
radiographisches Bild der heterogenen Verteilung zu erzeugen. Das
radiographische Bild ist eine Abbildung dieser durch das Objekt
gelangten heterogenen Röntgenstrahlverteilung.
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MRT
stellt eine weitere diagnostische Bildgebungstechnik oder Modalität dar, die
Magnetfelder verwendet, die etwa 10.000 bis 60.000-mal stärker als
das Erdmagnetfeld sind. Wenn eine Substanz wie menschliches Gewebe
diesem außerordentlich
starken und homogenen Magnetfeld ausgesetzt wird, versuchen die
einzelnen magnetischen Momente der Spins in dem Gewebe sich mit
diesem Polarisationsfeld auszurichten, präzedieren jedoch um dieses in zufälliger Verteilung
bei ihrer charakteristischen Larmorfrequenz. Falls die Substanz
oder das Gewebe einem Magnetfeld ausgesetzt wird (Anregungsfeld B1), das sich in der xy-Ebene befindet und
nahe der Larmorfrequenz ist, kann das netto ausgerichtete Moment,
oder die "Längsmagnetisierung" in z-Richtung in
der xy-Ebene gedreht oder "gekippt" werden, um ein Nettotransversalmagnetmoment
Mt zu erzeugen. Nachdem das Anregungssignal
B1 beendet ist, wird durch die angeregten
Spins ein Signal emittiert, und das Sig nal kann empfangen und verarbeitet
werden, um ein Bild aufzubauen.
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Wenn
die Signale verwendet werden, um MR-Bilder zu produzieren, werden
Magnetfeldgradienten (Gx, Gy und
Gz) verwendet. Typischerweise wird die abzubildende
Region mittels einer Folge von Messzyklen gescannt, in denen diese
Gradienten in Abhängigkeit
von dem verwendeten speziellen Ortungsverfahren variieren. Der sich
ergebende Satz von empfangenen NMR-Signalen wird digitalisiert und verarbeitet,
um mittels eines oder mehrerer hinlänglich bekannter Rekonstruktionstechniken
ein MR-Bild zu rekonstruieren.
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MRT
erzeugt einen Satz von tomographischen durch das Objekt hindurch
genommenen Schichtbildern, wobei jeder Punkt in dem Bild abhängig von
den mikromagnetischen Eigenschaften des entsprechenden Gewebes an
dem Punkt bewertet wird. Da unterschiedliche Arten von Gewebe, beispielsweise
Fett, weiße
und graue Gehirnsubstanz, Zerebrospinalflüssigkeit und Krebsgewebe, sämtliche
unterschiedliche örtliche
magnetische Eigenschaften haben, zeigen mittels MRT erzeugte Bilder eine
hohe Empfindlichkeit gegenüber
anatomischen Unregelmäßigkeiten
und weisen daher gewöhnlich großen Kontrast
auf. Aufgrund dieser verhältnismäßig hohen
Empfindlichkeit gegenüber
anatomischen Unregelmäßigkeiten
wird MRT häufig
in neurologischer Bildgebung, musculoskeletalen Anwendungen sowie
in der Blutstrombildgebung verwendet.
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Wie
mit Blick auf MRT festgestellt, kann abhängig von Eigenheiten eines
Patienten sowie dem Ziel des diagnostischen Bildgebungsvorgangs
eine jeweilige diagnostische Betriebsart zu bevorzugen sein. Beispielsweise
wird eine radiographische oder Röntgenbildgebung
gewöhnlich
für das
Aufdecken von skeletalen Pathologien, beispielsweise Knochenbrüchen verwendet
werden. Da Ultraschall für
einen wachsenden Fötus
weniger schädlich
ist als ionisierende Strahlung, wird bei geburtshilflich behandelten Patienten
gewöhnlich
Ultraschallbildgebung bevorzugt. CT wird häufig für die Detektion von Krebserkrankungen,
Bandscheibenvorfällen,
subdurale Hämatomen,
Aneurismen sowie einer großen
Anzahl weiterer Pathologien verwendet. Wegen dieser relativen Unabhängigkeit
zwischen jeder der Bildgebungstechniken, bezogen neuere Entwicklungen
von Konstruktionen diagnostischer Bildgebungssysteme die Kombination
mehrerer Bildgebungstechniken in einem einzigen Scanner mit ein.
Beispielsweise wurde ein hybrider MRT- und eine Digitalsubtraktionsangiographiescanner
vorgeschlagen, bei dem jedes Bildgebungssystem in gesonderten Räumen betrieben wird,
während
eine einzige Liege zum Befördern
des Patienten zwischen den Bildgebungseinheiten verwendet wird.
Bei diesem kombinierten oder hybriden System können standardisierte klinische
Bildgebung sowie interventionelle Verfahren durchgeführt werden,
wobei nur ein minimales erneutes Positionieren des Patienten erforderlich
ist. Ein Nachteil dieses vorgeschlagenen hybriden Systems besteht
jedoch darin, dass zwei gesonderte und unabhängige Scanner untergebracht
und betrieben werden müssen.
D. h. die Unabhängigkeit
jedes Scanners bleibt erhalten, wobei eine minimale gegenseitige
Abhängigkeit
in Form einer gemeinsamen Liege vorhanden ist, die dazu dient, den
Patienten von dem MR-Scanner zu dem angiographischen System vice
versa zu befördern.
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Eine
weiteres vorgeschlagenes hybrides System kombiniert MR- und Röntgentechnik
in einem einzigen Scanner. Ein derartiger Scanner ermöglicht sowohl
eine Röntgendurchleuchtung
als auch eine MRT in einer einzigen Untersuchung, ohne den Patienten
erneut positionieren zu müssen,
wie es typischerweise bei Kombinations- oder Hybridsystemen erforderlich
ist. Im Falle dieses vorgeschlagenen Scanners ist unterhalb der
Patientenliege ein Flachpaneelröntgendetektor
angeordnet und eine Röntgenröhre mit
feststehender Anode ist über
Kopf positioniert, wobei die Anoden-Kathoden-Achse fluchtend mit
dem Hauptmagnetfeld und einem Hochfrequenzröntgengenerator ausgerichtet
ist. Da ein MR-System ein sehr stabiles, gleichförmiges hochenergetisches Magnetflussfeld
aufrecht erhalten muss, um dem System ein Akquirieren von präzisen Signalen
für eine
Bildrekonstruktion zu ermöglichen, verwendet
dieses oben erwähnte
hybride MR/Röntgen-System
eine feststehende oder stationäre
Anode. Typischerweise verwendet ein eigenständiger Röntgen-Scanner eine rotierende
Anode. Die Anode wird gewöhnlich
mittels eines Induktionsmotors drehend angetrieben. Eine Induktionsmotor
erzeugt allerdings einen magnetischen Fluss, der auf das weitgehend
homogene Magnetfeld, das für
eine effektive Akquisition von MR-Daten erforderlich ist, durchschlägt und daher
in der Regel Artefakte in dem rekonstruierten Bild hervorruft. Eine
stationäre
oder feststehende Anode reduziert jedoch die für die radiographische Datenakquisition
verfügbare
Röntgendosis
erheblich.
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Wie
im Allgemeinen hinlänglich
bekannt, ist die Anode eine Zielelektrode aus Metall, an der eine gegenüber einer Kathode
positive Potentialdifferenz aufrecht erhalten wird. Die auf der
Anode auftreffenden Elektronen geben den größten Teil ihrer Energie in
Form von Wärme
ab, während
nur ein geringer Bruchteil der Energie in Form von Röntgenstrahlung emittiert
wird. Folglich ist die Erzeugung von Röntgenstrahlen in ausreichender
Quantität
für eine
angemessene Bildqualität
mit der Erzeugung einer großen
Wärmemenge
in der Anode verbunden. In Konfigurationen mit stationären oder
feststehenden Anoden ist ein Wolframeinsatzelement in einem Kupferblock
eingebettet. Der Kupferblock erfüllt
eine Doppelfunktion, insofern er das Wolframziel trägt und für die Abfuhr
der Wärme
von dem Wolframziel sorgt. Allerdings begrenzt die geringe Größe der Zielfläche die
Wärmeabfuhr
und folglich den maximalen Röhrenstrom,
und damit auch den Röntgenfluss.
Im Gegensatz dazu weisen rotierende Anoden eine hervorragende Wärmebelastungscharakteristik
auf und ermöglichen
daher höhere
Röntgenausgangsleistungen
als Konfigurationen mit einer stationären oder feststehenden Anode.
Elektronen geben ihre Energie an ein ständig rotierendes Zielobjekt
ab, wobei sich die thermische Energie über eine große Fläche und Masse
der Anodenscheibe verteilt. Im Allgemeinen wird ein Induktionsmotor
verwendet, um die Anode während
einer Datenakquisition zu drehen. Diese Rotation fächert nicht
nur den Röntgenstrahl
auf, sondern führt über die
Fläche
und Masse der Anodenscheibe auch Wärme von dem Wolframziel ab. Wegen
dieser verbesserten Wärmeabfuhrcharakteristik
können
im Falle von Konfigurationen mit einer rotierenden Anode erheblich
höhere
Röhrenstromstärken eingesetzt
werden als es typischerweise in stationäre Anoden verwendenden Konfigurationen möglich ist.
Die Röntgendosis
ist direkt proportional zu dem Röhrenstrom
und ein höherer
Röhrenstrom ermöglicht daher
eine Steigerung der für
eine Datenakquisition verfügbaren
Röntgendosis.
Allerdings verwenden typische rotierende Anodenanordnungen, wie
oben erwähnt,
einen Induktionsmotor, um die Rotation herbeizuführen. Der Induktionsmotor erzeugt
jedoch einen magnetischen Fluss, der in der Regel auf das homogene
Magnetfeld durchschlägt, das
für eine
Akquisition von MR-Daten im Falle der Verwendung eines herkömmlichen
MR-Scanners erforderlich ist. In dieser Hinsicht hat sich eine rotierende
Anodenkonfiguration für
einen hybriden oder kombinierten MR/Röntgen-Scanner als untauglich erwiesen.
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Es
wäre daher
erwünscht,
einen hybriden MR/Röntgen-Scanner mit einer
drehbaren Anode zu konstruieren, die sich während einer Datenakquisition
fortwährend
drehen lässt,
ohne das weitgehend homogene Magnetfeld zu stören, das für eine Akquisition von MR-Daten
erforderlich ist. Es wäre
ferner erwünscht, über einen
hybriden Scanner zu verfügen,
der kein erneutes Positionieren eines Patienten erfordert, um die
entsprechenden Typen von diagnostischen Daten zu akquirieren.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen MR/Röntgen-Scanner, der eine drehbare Anode aufweist,
die die oben erwähnten
Nachteile beseitigt.
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Ein
hybrider MR/Röntgen-Scanner
ist offenbart, der die Akquisition von Röntgen- sowie MR-Daten im Rahmen
einer ein zigen Untersuchung ermöglicht,
ohne den Patienten erneut positionieren zu müssen. Als ein MR-Scanner ermöglicht das
hybride System ein Erzeugen von Bildern mit weichteilgewebekontrast,
eine ausgezeichnete dreidimensionale Visualisierung, die Fähigkeit
Abbildungen in mehreren Scanebenen herzustellen sowie die Option
physiologische Daten zu liefern. Zu den Fähigkeiten der Röntgentechnik
des hybriden Einzelscanners zählt das
Erzielen einer hohen Auflösung
und das Erzeugen von 2D-Projektionen in Echtzeit mit ausgezeichnetem
Kontrast, um Katheter, Stents, Platinspulen und andere Instrumente
aus Metall zu Führen
und an Ort und Stelle zu bringen. Eine Reihe von interventionellen
Verfahren können
sowohl in der Röntgenbildgebung
als auch in der MR-Bildgebung durch ein Verwenden des offenbarten
Scanners Vorteile nutzen. Beispielsweise ist ein transjugularer
intrahepatischer portosystemischer Shunt ein bekanntes klinisches Verfahren,
das verwendet wird, um aufgrund von Pfortaderhypertonie entstandene
blutende ösophageale
Varizen zu behandeln. Die Chemoembolisierung hepatischer Tumore
kann ebenfalls Nutzen aus dem offenbarten hybriden Scanner ziehen.
Für eine Reihe
anderer Anwendungen kann das offenbarte hybride MR/Röntgen-System
ebenfalls von Vorteil sein. Zu jenen Verfahren zählen vaskuläre Anwendungen, biliäre Drainagen,
Abszessdrainagen, Gallensteinentfernung, perkutane Nephrostomie
und Nierensteinentfernung. Andere interventionelle Verfahren sowie
minimalinvasive Verfahren können ebenfalls
Vorteile aus der vorliegenden Erfindung ziehen.
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Das
offenbarte MR/Röntgen-System
weist eine drehbare Anode auf, die durch einen Antrieb geeignet
angetrieben wird, so dass das weitgehend homogene Magnetfeld, das
für eine
Ak quisition von MR-Daten erforderlich ist, während der Akquisition radiographischer
Daten nicht gestört
wird. Die rotierende Anode ermöglicht
eine größerer Wärmebelastung
und infolgedessen höhere
Röntgenausgangsleistungen
im Vergleich zu einer feststehenden oder stationären Anode.
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Dementsprechend
ist gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung ein Bildgebungssystem offenbart,
das eine MR-Bildgebungsvorrichtung zum Akquirieren von MR-Daten
eines Objekts sowie eine Röntgenbildgebungsvorrichtung
enthält,
die eine drehbare Anode aufweist, die in der MR-Bildgebungsvorrichtung
integriert angeordnet ist, um radiographische Daten des Objekts
zu akquirieren.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine MR-Vorrichtung
offenbart, die ein MR-Bildgebungssystem enthält, das eine Vielzahl von Gradientenspulen,
die um eine Bohrung eines Magneten positioniert sind, um ein polarisierendes
Magnetfeld zu errichten, und ein HF-Transceiversystem sowie einen
HF-Schalter aufweist, der durch ein Pulsmodul gesteuert wird, um
HF-Signale an eine HF-Spulenanordnung zu senden, um MR-Bilder zu akquirieren.
Die MR-Vorrichtung
enthält
ferner eine Antriebsvorrichtung, die konfiguriert ist, um die Rotation
einer in der Bohrung des Magneten angeordneten drehbaren Anode zu
steuern.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung, gehören zu einem Verfahren zur diagnostischen
Bildgebung die Schritte, ein weitgehend homogenes Magnetfeld um
ein Objekt zu errichten und hochfrequente elektromagnetische Energie
auf das Objekt zu projizieren. Das Verfahren beinhaltet ferner die
Schritte, eine Anode einer elektromagnetische Energie hoher Frequenz
verwendenden Röhrenanordnung
in dem Magnetfeld während des
Projizierens drehend anzutreiben und MR- und radiographische Daten
von dem Objekt zu akquirieren.
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Vielfältige andere
Ausstattungsmerkmale, Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
nach dem Lesen der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit
den Zeichnungen offensichtlich.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die
Zeichnungen veranschaulichen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel,
das gegenwärtig
für eine
Verwirklichung der Erfindung in Betracht gezogen wird.
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1 zeigt
ein Blockschaltbild eines kombinierten MR- und Röntgen-Bildgebungssystems für einen
Einsatz in der vorliegenden Erfindung.
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2 zeigt
eine Schnittansicht einer Röntgenröhrenvorrichtung.
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3 zeigt
eine geschnittene Teilansicht der in 2 veranschaulichten
Anodenanordnung.
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4 zeigt
eine perspektivische Ansicht eines piezokeramischen Antriebs für den Einsatz
in der vorliegenden Erfindung.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
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Es
ist ein hybrider MR/Röntgen-Scanner
offenbart. Der Scanner weist eine drehbare Anode auf, die durch
einen Antrieb geeignet angetrieben wird, so dass während einer
Datenakquisition kein magnetischer Fluss in ein weitgehend homogenes
Magnetfeld B0 eingebracht wird. Der offenbarte
Scanner ermöglicht
es, im Rahmen einer einzigen Untersuchung sowohl Röntgen- und
als auch MR-Daten zu akquirieren, ohne dass ein erneutes Positionieren des
Patienten erforderlich ist.
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Unter
Bezugnahme auf 1 sind die Hauptkomponenten
eines hybriden Magnetresonanz-Tomographie-(MRT)- und Röntgen-Systems 10 gezeigt,
das die vorliegende Erfindung verwendet. Der Betrieb des MRT-Systems
wird von einer Bedienungskonsole 12 aus gesteuert, die
eine Tastatur oder ein sonstiges Eingabegerät 13, ein Bedienpult 14 und
einen Displaybildschirm 16 aufweist. Die Konsole 12 kommuniziert über ein
Verbindungselement 18 mit einem gesonderten Rechnersystem 20,
das es einem Bediener ermöglicht,
das Erzeugen und Wiedergeben von Bildern auf dem Displaybildschirm 16 zu
steuern. Das Rechnersystem 20 enthält eine Anzahl von Modulen,
die über
eine Rückwandplatine 20a Daten
miteinander austauschen. Zu diesen Modulen gehören ein Bildprozessormodul 22,
ein CPU-Modul 24 und ein aus dem Stand der Technik als
Framepuffer bekanntes Memorymodul 26, das zum Speichern
von Bilddatenfeldern dient. Das Rechnersystem 20 ist an
ein Plattenspeichermedium 28 und ein Bandlaufwerk 30 angeschlossen,
um Bilddaten und Programme zu speichern, und tauscht über ein
serielles Hochgeschwindigkeitsverbindungselement 34 mit
einer gesonderten Systemsteuerung 32 Daten aus. Das Eingabegerät 13 kann
eine Maus, einen Joystick, eine Tastatur, einen Trackball, einen
Touch-Screen, einen Lichtstift, eine Sprachsteuerung oder beliebige ähnliche
oder äquivalente Eingabegeräte beinhalten
und kann für
ein interaktives Vorgeben der Geometrie verwendet werden.
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Die
Systemsteuerung 32 enthält
einen Satz von Modulen, die über
eine Rückwandplatine 32a miteinander
verbunden sind. Zu diesen gehören
ein CPU-Modul 36 und ein Pulsgeneratormodul 38,
das über
ein serielles Verbindungselement 40 mit der Bedienungskonsole 12 verbunden
ist. Über
das Verbindungselement 40 empfängt die Systemsteuerung 32 von
dem Bediener Steuerbefehle, um die auszuführende Scansequenz anzugeben.
Das Pulsgeneratormodul 38 veranlasst die Systemkomponenten
dazu, die gewünschte
Scansequenz auszuführen,
und erzeugt Daten, die die Zeitsteuerung, Intensität und Form
des erzeugten HF-Pulses
sowie die Zeitsteuerung und Länge
des Datenakquisitionsfensters anzeigen. Das Pulsgeneratormodul 38 ist
mit einem Satz von Gradientenverstärkern 42 verbunden,
um die Zeitsteuerung und Gestalt der Gradientenpulse anzugeben,
die während
des Scannens erzeugt werden. Das Pulsgeneratormodul 38 kann
ferner Patientendaten von einem physiologischen Akquirierungscontroller 44 empfangen,
der von mehreren unterschiedlichen, mit dem Patienten verbundenen
Sensoren Signale entge gennimmt, z.B. EKG-Signale von an den Patienten
angelegten Elektroden. Und schließlich ist das Pulsgeneratormodul 38 mit
einem Scanraum-Interfaceschaltkreis 46 verbunden, der Signale
von vielfältigen
Sensoren empfängt,
die den Zustand des Patienten und Bedingungen des Magnetsystems
kennzeichnen. Es ist ebenfalls der Scanraum-Interfaceschaltkreis 46, über den
ein Patientenpositionierungssystem 48 Steuerbefehle entgegennimmt,
um den Patienten zu der gewünschten
Position für
das Scannen zu bewegen.
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Die
durch das Pulsgeneratormodul 38 erzeugten Gradientenwellenformen
werden an das Gradientenverstärkersystem 42 angelegt,
das Gx-, Gy- und
Gz-Verstärker
aufweist. Jeder Gradientenverstärker
regt eine entsprechende physikalische Gradientenspule in einer allgemein
mit 50 bezeichneten Gradientenspulenanordnung an, um die
Magnetfeldgradienten zu erzeugen, die einem geometrischen Codieren
von akquirierten Signalen dienen. Die Gradientenspulenanordnung 50 bildet
einen Teil einer Magnetanordnung 52, die einen Polarisierungsmagneten 54 und
eine Ganzkörper-HF-Spule 56 aufweist.
Ein Transceivermodul 58 in der Systemsteuerung 32 erzeugt
Pulse, die durch einen HF-Verstärker 60 amplifiziert
und durch einen Sende/Empfangsschalter 62 an die HF-Spule 56 gekoppelt
werden. Die sich ergebenden Signale, die durch die im Inneren des
Patienten angeregten Kerne emittiert werden, können durch dieselbe HF-Spule 56 erfasst
und durch den Sende/Empfangsschalter 62 an einen Vorverstärker 64 gekoppelt
werden. Die amplifizierten MR-Signale werden in dem Empfängerabschnitt
des Transceivers 58 demoduliert, gefiltert und digitalisiert.
Der Sende/Empfangsschalter 62 wird durch ein Signal des
Puls generatormoduls 38 gesteuert, um während des Sendemodus den HF-Verstärker 60 elektrisch
an die Spule 56 anzukoppeln und während des Empfangsmodus den
Vorverstärker 64 mit
der Spule 56 zu verbinden. Der Sende/Empfangsschalter 62 kann
ferner eine gesonderte HF-Spule (beispielsweise eine Flächenspule)
in die Lage versetzen, entweder in dem Sende- oder in dem Empfangsmodus verwendet
zu werden.
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Die
durch die HF-Spule 56 aufgefangenen MR-Signale werden durch
das Transceivermodul 58 digitalisiert und an ein Memorymodul 66 in
der Systemsteuerung 32 übermittelt.
Ein Scandurchlauf ist vollständig,
wenn ein Array von unverarbeitetem k-Raum-Daten in dem Memorymodul 66 akquiriert ist.
Diese unverarbeiteten k-Raum-Daten werden für jedes zu rekonstruierende
Bild in gesonderte k-Raum-Datenfelder umgruppiert, und jedes dieser Bilder
wird an einen Array-Prozessor 68 ausgegeben, der dazu dient,
die Daten mittels einer Fourier-Transformation in ein Feld von Bilddaten
zu transformieren. Diese Bilddaten werden über das serielle Verbindungselement 34 an
das Rechnersystem 20 übermittelt,
wo sie in einem Speicher gespeichert werden, beispielsweise auf
einem Plattenspeichermedium 28. In Antwort auf von der
Bedienungskonsole 12 her entgegengenommene Steuerbefehle
können
diese Bilddaten in einem Langzeitspeicher archiviert werden, z.B.
auf dem Bandlaufwerk 30, oder können durch den Bildprozessor 22 weiter
verarbeitet und zu der Bedienungskonsole 12 übermittelt
und auf dem Display 16 wiedergegeben werden.
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Der
Scanner 10 enthält
ferner für
eine radiographische Datenakquisition eine Röntgenröhrenvorrichtung 70 und
eine Detektoranordnung 72. Die Röntgenröhrenvorrichtung 70 ist
innerhalb der Bohrung der Magnetanordnung 52 positioniert
und enthält
eine drehbare Anode, die während
der Datenakquisition in einer Weise angetrieben und gesteuert wird,
so dass Störungen
des homogenen Magnetfelds vermieden sind. Ein Verwenden einer rotierenden
Anode ermöglicht
eine Steigerung der verfügbaren
Röntgendosis
im Vergleich zu einer stationären oder
feststehenden Anode. Ein Flachpaneeldetektor 72 ist funktional
mit einem Röntgendatenakquisitionssystem 76 verbunden,
das durch eine Systemsteuerung 32 oder eine sonstige zentrale
Steuerung gesteuert wird. Die Systemsteuerung enthält einen Röntgencontroller 74,
der konstruiert ist, um den Betrieb der Röntgen-Komponenten des hybriden
Scanners zu steuern.
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Anhand
von 2 werden nun Komponenten der Röntgenröhrenvorrichtung 70 veranschaulicht.
Das Röntgen-System 70 enthält eine
Anode 78 und eine Kathode 80, die zusammen eine
Röntgenquellenvorrichtung
oder Röntgenröhre 82 bilden. Eine
Fluidkammer 84 ist vorgesehen und innerhalb eines mit Blei
ausgekleideten Gehäuses 86 untergebracht.
Die Fluidkammer 84 ist gewöhnlich mit Kühlfluid 88 gefüllt, das
dazu dient, innerhalb der Röntgenquellenvorrichtung 82 auftretende
Wärme abzuführen. Das
Kühlfluid 88 ist
gewöhnlich
ein dielektrisches Öl,
es können
jedoch auch andere Kühlfluide, beispielsweise
Luft verwendet werden. Eine (nicht gezeigte) Ölpumpe sorgt für ein Zirkulieren
des Kühlfluids
durch das Röntgen-System 70,
um die Röntgenstrahlen
erzeugenden Komponenten 82 zu kühlen und das Gehäuse 86 gegen
innerhalb der Vakuumkammer 90 vorzufindende starke elektrische
Ladungen zu isolieren. Um das Kühlfluid
auf angemessene Temperaturen abzukühlen, ist ein (nicht gezeigter)
Kühler
vorgesehen. Ferner kann ein (nicht gezeigtes) Gebläse in der
Nähe des
Kühlers
angebracht sein, um einen Kühlluftstrom über den
Kühler strömen zu lassen,
während
das dielektrische Öl durch
diesen hindurch zirkuliert. Elektrische Anschlüsse sind in einer Anodenfassung 92 und
einer Kathodenfassung 94 vorgesehen, die einen Fluss von
Elektronen 96 durch das Röntgen-System 70 ermöglichen.
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Das
Gehäuse 86 ist
gewöhnlich
aus einem auf Aluminium basierenden Material gefertigt und mit Blei
ausgelegt, um Streuröntgenemissionen
zu unterbinden. Weiter ist benachbarte zu der Vakuumkammer 90 und
innerhalb des Gehäuses 86 eine
Antriebsvorrichtung 98 vorgesehen. In einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel
ist die Antriebsvorrichtung ein auf radialen Magnetfluss basierender
Antrieb. Ein Fenster 100 ist vorgesehen, das es innerhalb
des Systems 70 erzeugten Röntgenemissionen erlaubt, das
System zu verlassen und in Richtung auf ein Objekt, beispielsweise
einen Patienten, für
eine diagnostische Bildgebung projiziert zu werden. Typischerweise
ist das Fenster 100 in dem Gehäuse 86 ausgebildet.
Das Gehäuse 86 ist
so konstruiert, dass dem Großteil
der erzeugten Röntgenstrahlen 102 mit Ausnahme
durch das Fenster 100 eine Emission verwehrt ist.
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Die
Anode 78 weist eine rotierende, scheibenförmige Anodenscheibe 104 auf.
Auf eine Anregung eines mit der Kathode 78 und der Anode 80 verbundenen
elektrischen Stromkreises hin, treffen gegen die Anode 78 gelenkte
und zu dieser hin beschleunigte Elektronen 96 auf die Fläche der
Anodenscheibe 104 auf und erzeugen dabei hochfrequente
elektromagnetische Wellen 102 im Röntgenspektrum. Die Röntgenstrahlen
werden anschließend
durch das durchlässige
Fenster 100 aus dem Röntgen-System 70 heraus
in Richtung auf das Objekt gelenkt. Die Rotation der Anodenscheibe 104 verbessert
die Wärmebelastungscharakteristik
der Anode und ermöglicht
dadurch höhere
Röhrenströme. Höhere Röhrenströme ermöglichen
die Verfügbarkeit
größerer Strahlendosen
für eine
Datenakquisition.
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Mit
Bezugnahme auf 3 gehören zu der Anode 78 die
an einem Rotor 108 angebrachte Anodenscheibe 104 und
Lagerungen 109 der Antriebsvorrichtung 98 über die
Spindel 106. Es ist bevorzugt, dass für die Befestigung der Anodenscheibe
an der Rotor/Lageranordnung ein Material mit geringer Wärmeleitfähigkeit
verwendet wird. Gewöhnlich
wird in Konfigurationen mit rotierenden Anoden Molybden wegen dessen
geringer Wärmeleitfähigkeit
verwendet, um eine Übertragung
der Wärme
von der Anodenscheibe auf das Lager zu reduzieren. Der über Lager
befestigte Rotor 108 trägt
die Anodenscheibe 104 innerhalb der evakuierten Röntgenröhre. In
dem veranschaulichten Ausführungsbeispiel
ist um den Rotor 108 eine Statoranordnung 110 angeordnet,
die eine Rotation der Anodenscheibe 104 induziert. Die Anodenscheibe 104 kann
zu einer Rotation mit Drehzahlen von 10.000 Umdrehungen pro Minute
veranlasst werden.
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Noch
immer Bezug nehmend auf 3 enthält die Anode 78 ferner
in einem Ausführungsbeispiel
eine Energiespeichervorrichtung, beispielsweise eine Feder 112,
die funktional mit dem Rotor 108 verbunden und innerhalb
des Lagereinsatzes 109 untergebracht ist. Feder 112 ist
an dem Rotor angebracht und geeignet konfiguriert, so dass in der
Feder Energie gespeichert wird, wenn die Anodenscheibe 104 in
Gegenrichtung gedreht wird. In dieser Hinsicht kann dem Stator 110 Wechselstrom
zugeführt
werden, um eine Rotation des Rotors 108 in Gegenrichtung
zu induzieren. Diese in Gegenrichtung durchgeführte Rotation spannt die Feder 112 wirkungsvoll
vor bzw. speichert Energie in dieser.
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Vor
einer Datenakquisition wird der Rotor veranlasst sich in Gegenrichtung
zu drehen, so dass in der Feder 112 Energie gespeichert
wird. Sobald eine ausreichende Menge von Energie in der Feder gespeichert
ist, wird die in Gegenrichtung der Rotation auf den Rotor ausgeübte Vorspannung
entfernt. Als Folge hiervon wird der in der Feder 112 gespeicherten
Energie ermöglicht
sich zu entfalten, wobei diese eine Rotation des Rotors 108 hervorruft.
Da der Antrieb abgeschaltet ist und die Anodenscheibe lediglich
durch die Feder 112 zur Rotation veranlasst wird, werden
keine Magnetfeldstörungen
hervorgerufen. Dementsprechend lässt
sich die Akquisition von MR- und Röntgen-Daten mit einem höheren Röntgendosierungspegel
und einem weitgehend homogenen Magnetfeld durchführen. Da die meisten MR-Scans
innerhalb von 60 Minuten beendet sind, ist es bevorzugt, dass die
Feder 112 geeignet konstruiert ist, um eine 60 Minuten
währende
Rotation der Anodenscheibe 104 aufrecht zu erhalten, so
dass höhere
Dosispegel über
die gesamte Zeitspanne der Akquisition von MR-Daten hinweg verwendet werden können.
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In
noch einem Ausführungsbeispiel
ist die Anode 78 ohne die Feder 112 konstruiert.
In diesem Ausführungsbeispiel
wird die Rotation des Rotors 108 mit einer ausreichenden
Frequenz oder Drehzahl pro Minute veranlasst, so dass ein in dem
Rotor 108 erzeugter Trägheitsimpuls
in der Lage ist, eine Rotation der Anodenscheibe nach einem Entfernen der
Rotationsvorspannung über
die gesamte Bildgebungsuntersuchung hinweg zu unterstützen. Beispielsweise
kann die Anodenscheibe 104 dazu veranlasst werden, mit
einer Frequenz von 200 Hz zu rotieren. Wenn eine Frequenz von 200
Hz oder höher erreicht
ist und aufrecht erhalten ist, wird der Antrieb 98 abgeschaltet
und trägt
daher nicht mehr zu der Rotation der Scheibe 104 bei. Allerdings
bewirken Trägheitskräfte eine
Fortsetzung der Rotation der Anodenscheibe 104 trotz des
Entfernens der durch den Antrieb 98 darauf ausgeübten Vorspannkraft.
Vorzugsweise sind der Rotor und die Lageranordnungen geeignet konstruiert,
so dass die Zeit für
das Auslaufen der Anodenscheibe 104 etwa sechzig Minuten oder
der Dauer eines herkömmlichen
MR-Scandurchgangs entspricht.
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Mit
Bezugnahme auf 4 ist ein piezokeramischer Antrieb
veranschaulicht, der sich im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung
verwenden lässt.
Ein piezokeramischer Antrieb 114 versetzt die Anodenscheibe
in Drehung, ohne das weitgehend homogene Magnetfeld B0 zu
stören,
das für
eine Akquisition von MR-Daten erforderlich ist. Der piezokeramische
Antrieb 114 umfasst eine Gleitkomponente 116 und
eine piezokeramische Schwingkomponente 118. Eine elastische
Schwingkomponente 120 ist zwischen dem Gleitelement 116 und
dem piezokeramischen Vibrator 118 eingebettet. Wie allgemein
hinlänglich
bekannt wandeln piezokeramische Antriebe Spannung und Ladung in
Kraft und Bewegung um. Dementsprechend wird eine Wechselspannung
angelegt, die aufgrund von piezoelektrischen Eigenschaften die Gleitkomponente 116 veranlasst
sich zu bewegen. Die Gleitkomponente 116 ist funktional
mit der Anodenspindel verbunden, so dass bei einem Anlegen einer
ausreichend hohen Spannung bzw. der Zufuhr eines ausreichend großen Stroms
eine Rotation der Anodenspindel hervorgerufen wird. D. h. während eines
Leistungshubtaktes, nimmt das Gleitelement die Anodenspindel aus
dem Eingriff und, in einem Schubtakt, nimmt das Gleitelement die
Spindel in Eingriff und übt
auf diese eine Kraft aus. Falls der Schubenergiezyklus mit einer
ausreichenden Frequenz wiederholt wird, kann eine Rotation der Spindel
hervorgerufen werden. Dem Fachmann ist es offenkundig, dass die
Spannungs- und Stromstärkenpegel
gesteuert werden können,
um in die eine Richtung mehr Bewegung und Kraft zu induzieren als in
die entgegengesetzte. Im Ergebnis kann eine Rotation der Anodenscheibe
in eine gewünschte
Richtung wirkungsvoll erreicht werden. Darüber hinaus wird ein Fachmann
ohne weiteres erkennen, dass andere piezoelektrische oder Ultraschallantriebe gleichermaßen im Zusammenhang
mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden können.
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ist daher ein Bildgebungssystem offenbart,
das eine MR-Bildgebungsvorrichtung
zum Akquirieren von MR-Daten eines Objekts sowie eine Röntgenbildgebungsvorrichtung
enthält,
die eine drehbare Anode aufweist, die in der MR-Bildgebungsvorrichtung
integriert angeordnet ist, um radiographische Daten des Objekts
zu akquirieren.
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Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung ist eine MR-Vorrichtung offenbart, die ein
MR-Bildgebungssystem
enthält, das
eine Vielzahl von Gradientenspulen, die um eine Bohrung eines Magneten
positioniert sind, um ein polarisierendes Magnetfeld zu errichten,
und ein HF-Transceiversystem
sowie einen HF-Schalter aufweist, der durch ein Pulsmodul geschaltet
wird, um HF-Signale an eine HF-Spulenanordnung
zu senden, um MR-Bilder zu akquirieren. Die MR-Vorrichtung weist
ferner eine Antriebsvorrichtung auf, die dazu eingerichtet ist,
um eine Rotation einer drehbaren Anode zu steuern, die in der Bohrung
des Magneten angeordnet ist.
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Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung, gehören
zu einem Verfahren zur diagnostischen Bildgebung die Schritte, ein
weitgehend homogenes Magnetfeld um ein Objekt zu errichten und hochfrequente
elektromagnetische Energie auf das Objekt zu projizieren. Das Verfahren
beinhaltet ferner die Schritte, während des Projizierens eine
Anode einer elektromagnetische Energie hoher Frequenz verwendenden
Röhrenanordnung
in dem Magnetfeld drehend anzutreiben, und MR- und radiographische
Daten von dem Objekt zu akquirieren.
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Ein
hybrider MR/Röntgen-Scanner
ist offenbart, der die Akquisition von Röntgen- sowie MR-Daten in einer
einzigen Untersuchung ermöglicht,
ohne einen Patienten erneut positionieren zu müssen. Wie ein MR-Scanner, ermöglicht das
hybride System ein Erzeugen von Bildern mit Weichteilgewebekontrast, eine
ausgezeichnete dreidimensionale Visualisierung, die Fähigkeit
in mehreren Scanebenen abzubilden, sowie die Möglich keit, physiologische Daten
zu liefern. Zu den Röntgen-Komponenten
des hybriden Scanners gehört
eine drehbare Anode (104), die sich während einer Datenakquisition
dreht, und deren Rotation veranlasst wird, ohne dass ein unerwünschter magnetischer
Flusses in das MR-Magnetfeld eingebracht wird.
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Die
vorliegende Erfindung wurde anhand des bevorzugten Ausführungsbeispiels
beschrieben, und es ist klar, dass äquivalente, alternative und
modifizierte Formen neben den ausdrücklich genannten möglich sind
und im Schutzumfang der beigefügten Ansprüche liegen.
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- 10
- (MR)-Bildgebungssystem
- 12
- Bedienungskonsole
- 13
- Eingabegerät
- 14
- Bedienpult
- 16
- Bildschirm
- 18
- Verbindungselement
- 20
- Computersystem
- 20a
- Rückwandplatine
- 22
- Bildprozessormodul
- 24
- CPU-Modul
- 26
- Memorymodul
- 28
- Plattenspeichermedium
- 30
- Bandlaufwerk
- 32
- Systemsteuerung
- 32a
- Rückwandplatine
- 34
- serielles
Verbindungselement
- 36
- CPU-Modul
- 38
- Generatormodul
- 40
- serielles
Verbindungselement
- 42
- Gradientenverstärker
- 44
- physiol.
Akquirierungscontroller
- 46
- Interfaceschaltkreis
- 48
- Patientenpositionierungssystem
- 50
- Gradientenspulenanordnung
- 52
- Magnetanordnung
- 54
- Polarisierungsmagnet
- 56
- HF-Spule
- 58
- Transceivermodul
- 60
- HF-Verstärker
- 62
- Sende/Empfangsschalter
- 64
- Vorverstärker
- 66
- Memorymodul
- 68
- Arrayprozessor
- 70
- Röntgensystem
- 72
- Detektoranordnung
- 74
- Röntgencontroller
- 76
- Röntgendatenakquisitionssystem
- 78
- Anode
- 80
- Anode
- 82
- Röntgenquellenvorrichtung
- 84
- Fluidkammer
- 86
- Gehäuse
- 88
- Kühlfluid
- 90
- Vakuumkammer
- 92
- Anodenfassung
- 94
- Kathodenfassung
- 96
- Elektronen
- 98
- Antriebsvorrichtung