DE102004057842A1 - Einrichtung zum Beeinflussen von Bogen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Beeinflussen von Bogen, die von einem Bändertisch auf einem Anlegtisch und zum Ausrichten nach der Vorderkante mit dieser gegen Vordermarken geführt, anschließend von einer Bogenbeschleunigungseinrichtung erfasst und zu einer mindestens ein zum Ausrichten nach der Seitenkante in axialer Richtung verschiebbar gelagertes Greifersystem enthaltenden Trommel transportiert sowie von dieser an einen nachgeordneten Zylinder übergeben werden, wobei das Ausrichten der Bogen nach der Seitenkante während des Transports zum nachgeordneten Zylinder erfolgt. DOLLAR A Aufgabe der Erfindung ist es, die bekannte Einrichtung zum Beeinflussen der Lage der Bogen auf dem Anlegtisch derart zu verändern, dass diese problemlos bei einer gattungsgemäßen Bogenanlage einsetzbar ist. DOLLAR A Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass den auf den Anlegtisch (1) und mit der Vorderkante gegen Vordermarken (2) geförderten Bogen (10) diese gegen den Anlegtisch (1) führende Endrollen (16) zugeordnet sind, die in einem Abstand (a) zu einer durch die Vordermarken (2) gebildeten Anleglinie (18) angeordnet sind, wobei der Abstand (a) kleiner ist als eine Bogenlänge (l) der Bogen (10).
Description
- Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Beeinflussen von Bogen, die von einem Bändertisch auf einem Anlegtisch und zum Ausrichten nach der Vorderkante mit dieser gegen Vordermarken geführt, anschließend von einer Bogenbeschleunigungseinrichtung erfasst und zu einer mindestens ein zum Ausrichten nach der Seitenkante in axialer Richtung verschiebbar gelagerten Greifersystem enthaltende Trommel transportiert sowie von dieser an einen nachgeordneten Zylinder übergeben werden, wobei das Ausrichten der Bogen nach der Seitenkante während des Transports zum nachgeordneten Zylinder erfolgt.
- Aus der
DE 102 08 570 A1 ist eine derartige Bogenanlage bekannt, bei der nach dem Anlegen der Bogen mit der Vorderkante an Vordermarken die Ist-Lage der Seitenkante erfasst und in einer Auswerteinheit mit einer vorgebbaren Soll-Lage verglichen wird. Weicht die Ist-Lage von der Soll-Lage ab, wird in der Auswerteinheit ein Stellsignal generiert. Das Stellsignal wird einer dem Greifersystem der Trommel zugeordneten Stelleinheit zugeführt und das Greifersystem so in axialer Richtung verschoben, dass die Soll-Lage der Bogen realisiert wird. - Wenn die Bogen von einem Bändertisch, wobei dieser auch als Saugbändertisch ausgebildet sein kann, staffelförmig auf den Anlegtisch und der jeweils vorderste Bogen mit der Vorderkante gegen die Vordermarken transportiert wird, besteht die Gefahr, dass die Bogen zurückprallen bzw. nicht exakt zur Anlage gelangen, wodurch die Produktivität der Anlage nachteilig beeinflusst wird. Es ist deshalb in Bogendruckmaschinen üblich, um den jeweils vordersten Bogen sicher an den Vordermarken anlegen zu können, Bürsten- oder Kunststoffrollen an der Hinterkante vorzusehen (
DE 26 38 784 ). Der Abstand zwischen den Vordermarken und der Aufsatzlinie der Rollen entspricht der Bogenlänge der zur Verarbeitung gelangenden Bogen. Nachteilig ist die diffizile Einstellung der Rollen auf die Hinterkante der Bogen, wobei sich die Toleranzen in den Bogenlängen besonders nachteilig auswirken. Außerdem ist es von Nachteil, dass das freie Ende des abziehenden Bogens nicht geführt wird. - Aufgabe der Erfindung ist es, die bekannte Einrichtung zum Beeinflussen der Lage der Bogen auf dem Anlegtisch derart zu verändern, dass diese problemlos bei einer gattungsgemäßen Bogenanlage einsetzbar ist.
- Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Einrichtung nach den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
- Durch die erfindungsgemäße Lösung ist es möglich, in unkomplizierter Weise die Endrollen den mit der Vorderkante zu den Vordermarken geführten Bogen zuzuordnen und so zu sichern, dass eine exakte Anlage der Bogen mit der Vorderkante an den Vordermarken erfolgt. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass die nach der Seitenkante auszurichtenden Bogen an ihrem freien Ende während des Transports zur die Seitenausrichtung realisierenden Trommel geführt werden.
- In einem Ausführungsbeispiel wird die Erfindung näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen
-
1 Bogenanlage in der Seitenansicht -
2 Draufsicht eines Anlegtisches - Von der Bogenanlage ist in
1 ein Anlegtisch1 mit Vordermarken2 , einer Bogenbeschleunigungseinrichtung3 , die als Schwinganlage4 ausgebildet ist sowie ein Bogenhaltesystem5 aufweist, und einer Trommel6 , in der mindestens ein Greifersystem7 axial verschiebbar angeordnet ist, gezeigt. Der Trommel6 ist ein Zylinder8 nachgeordnet. Auf dem Anlegtisch1 ist ein von dem Greifersystem7 erfasster und nach der Seitenkante auszurichtender Bogen9 und ein Bogen10 , der nach der Vorderkante auszurichten ist, dargestellt. - Dem Anlegtisch
1 ist eine Messeinrichtung11 zugeordnet. Die Messeinrichtung11 ist so ausgebildet, dass durch diese innerhalb eines für jede Maschine charakteristischen Formatbereichs die Lage der einlaufenden Bogen10 erfasst werden kann. Im Ausführungsbeispiel ist die Messeinrichtung11 als optoelektronische Messeinrichtung ausgebildet. Die Messeinrichtung11 ist in einem quer zur Bogentransportrichtung12 im Anlegtisch1 vorgesehenen Kanal angeordnet. Der Kanal ist mit einem durchsichtigen Abdeckstreifen13 verschlossen, so dass die Oberfläche des Anlegtischs1 und die des Abdeckstreifens13 eine gemeinsame Ebene bilden. Der Messeinrichtung11 kann ein Bogenniederhalter20 zugeordnet sein, der in einem Abstand zur Oberfläche des Anlegtischs1 angeordnet ist, welcher etwa der 2 bis 3-fachen Materialdicke des jeweiligen Verarbeitungsgutes entspricht. Damit werden Messfehler beim Erfassen der Seitenkante durch die Messeinrichtung11 vermieden. - Die Messeinrichtung
11 ist mit einer Auswerteinheit14 verbunden, in die Soll-Werte eingegeben und dort gespeichert werden können. Die Auswerteinheit14 ist mit einem Stellelement15 verbunden, das seinerseits in Wirkverbindung mit dem Greifersystem7 der Trommel6 steht. Das Greifersystem7 kann als funktionelle Einheit durch das Stellelement15 in axialer Richtung verschoben werden. - In Bogentransportrichtung
12 vor den Vordermarken2 sind Endrollen16 angeordnet, die sich federnd gegen den Anlegtisch1 abstützen. Dazu sind die Endrollen16 an biegeelastisch ausgebildeten Hebeln19 gelagert, die an einer nicht dargestellten Traverse angeordnet sind. Die Traverse kann in oder entgegen der Bogentransportrichtung12 verschoben und damit die Endrollen16 auf die zur Verarbeitung gelangenden Bogenformate eingestellt werden. Die Endrollen16 bilden bei der Auflage auf die Bogen10 eine Berührungslinie17 . Die Berührungslinie17 und damit die Endrollen16 sind in einem Abstand a zu einer durch die Vordermarken2 gebildeten Anleglinie18 angeordnet. Dabei ist der Abstand a kleiner als eine Bogenlänge I der zur Verarbeitung gelangenden Bogen9 ,10 (2 ). - Die von einem nicht dargestellten Bändertisch staffelförmig in Bogentransportrichtung
12 auf dem Anlegtisch1 und mit der Vorderkante gegen die in einer Arbeitsposition am Anlegtisch1 befindlichen Vordermarken2 geförderten Bogen10 werden nach der Vorderkante ausgerichtet. Nachfolgend wird durch die Messeinrichtung11 die Ist-Lage einer Seitenkante erfasst und ein diese charakterisierendes Messsignal der Auswerteinheit14 zugeführt. Stimmt die Ist-Lage nicht mit einer vorgegebenen Soll-Lage überein, wird durch die Auswerteinheit14 ein Stellsignal erzeugt und dem Stellelement15 zugeführt. Nach dem Erfassen der Ist-Lage der Seitenkante wird der nach der Seitenkante auszurichtende Bogen9 von dem Bogenhaltesystem5 der Bogenbeschleunigungsvorrichtung3 erfasst, die Vordermarken2 werden aus ihrer Arbeitsposition in eine unter dem Anlegtisch1 befindlichen Rastposition verbracht und der auszurichtende Bogen9 von der Bogenbeschleunigungsvorrichtung3 abgezogen. Dabei wird das freie Ende des auszurichtenden Bogens9 durch die Endrollen16 geführt und so ein Rückspringen verhindert. Während des Abziehens des auszurichtenden Bogens9 wird der Bogen10 mit der Vorderkante gegen die in ihrer Arbeitsposition befindlichen Vordermarken2 gefördert, dabei gleichzeitig durch die Endrollen16 geführt und so eine exakte Anlage der Vorderkante an den Vordermarken2 realisiert. - Der von dem Bogenhaltesystem
5 der Bogenbeschleunigungsvorrichtung3 geführte auszurichtende Bogen9 wird in einem Übernahmepunkt A von dem Greifersystem7 der Trommel6 übernommen und zum Zylinder8 transportiert. In einem Übergabepunkt B wird der auszurichtende Bogen9 von dem Greifersystem7 der Trommel6 an nicht dargestellte Greifer des Zylinders8 übergeben. Während des Transports des Bogens9 vom Übernahmepunkt A zum Übergabepunkt B wird von dem Stellelement15 , wenn durch die Auswerteinheit14 ein Stellsignal generiert wurde, das Greifersystem7 in axialer Richtung so verschoben, dass die seitliche Soll-Lage des auszurichtenden Bogens9 realisiert wird. Damit ist es möglich, einen minimalen Abstand b der Endrollen16 zur Anleglinie18 in Abhängigkeit von der Bogenlänge I zu realisieren, wobei der minimale Abstand b gerade eine solche Größe aufweisen kann, dass bei der Übernahme der auszurichtende Bogen9 durch das Greifersystem7 im Übernahmepunkt A die Lage der Berührungslinie17 gerade mit der Lage der Hinterkante des auszurichtenden Bogens9 übereinstimmt. -
- 1
- Anlegtisch
- 2
- Vordermarke
- 3
- Bogenbeschleunigungsvorrichtung
- 4
- Schwinganlage
- 5
- Bogenhaltesystem
- 6
- Trommel
- 7
- Greifersystem
- 8
- Zylinder
- 9
- Auszurichtender Bogen
- 10
- Bogen
- 11
- Messeinrichtung
- 12
- Bogentransportrichtung
- 13
- Abdeckstreifen
- 14
- Auswerteinheit
- 15
- Stellelement
- 16
- Endrolle
- 17
- Berührungslinie
- 18
- Anleglinie
- 19
- Hebel
- 20
- Niederhalter
- a
- Abstand
- b
- Minimaler Abstand
- I
- Bogenlänge
- A
- Übernahmepunkt
- B
- Übergabepunkt
Claims (3)
- Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Beeinflussen von Bogen, die von einem Bändertisch auf einem Anlegtisch und zum Ausrichten nach der Vorderkante mit dieser gegen Vordermarken geführt, anschließend von einer Bogenbeschleunigungseinrichtung erfasst und zu einer mindestens ein zum Ausrichten nach der Seitenkante in axialer Richtung verschiebbar gelagertes Greifersystem enthaltenden Trommel transportiert sowie von dieser an einen nachgeordneten Zylinder übergeben werden, wobei das Ausrichten der Bogen nach der Seitenkante während des Transports zum nachgeordneten Zylinder erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass den auf den Anlegtisch (
1 ) und mit der Vorderkante gegen Vordermarken (2 ) geförderten Bogen (10 ) diese gegen den Anlegtisch (1 ) führende Endrollen (16 ) zugeordnet sind, die in einem Abstand (a) zu einer durch die Vordermarken (2 ) gebildeten Anleglinie (18 ) angeordnet sind, wobei der Abstand (a) kleiner ist als eine Bogenlänge (I) der Bogen (10 ). - Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Endrollen (
16 ) in einem minimalen Abstand (b) zur Anleglinie (18 ) anordbar sind, wobei der minimale Abstand (b) bestimmt ist durch die Lage der Hinterkante eines nach der Seitenkante auszurichtenden Bogens (9 ) auf dem Anlegtisch (1 ) bei der Übernahme durch das Greifersystem (7 ) der Trommel (6 ). - Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Endrollen (
16 ) in oder entgegen einer Bogentransportrichtung (12 ) verbringbar angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200410057842 DE102004057842A1 (de) | 2004-12-01 | 2004-12-01 | Einrichtung zum Beeinflussen von Bogen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200410057842 DE102004057842A1 (de) | 2004-12-01 | 2004-12-01 | Einrichtung zum Beeinflussen von Bogen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102004057842A1 true DE102004057842A1 (de) | 2006-06-08 |
Family
ID=36441595
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE200410057842 Withdrawn DE102004057842A1 (de) | 2004-12-01 | 2004-12-01 | Einrichtung zum Beeinflussen von Bogen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102004057842A1 (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2104113A1 (de) * | 1970-02-13 | 1971-08-19 | Polygraph Leipzig | Verfahren und Vorrichtung zur passer genauen Anlage von Bogen an einer Bogen druckmaschine |
| DE2638784A1 (de) * | 1976-08-27 | 1978-03-02 | Spiess Gmbh G | Anlegetisch fuer einen bogenanleger |
| EP0303053A2 (de) * | 1987-08-12 | 1989-02-15 | M.A.N.-ROLAND Druckmaschinen Aktiengesellschaft | Vorrichtung zur Übergabe von Bogen |
| DE4213017A1 (de) * | 1992-04-21 | 1993-10-28 | Heidelberger Druckmasch Ag | Bogenanleger an Druckmaschinen |
| DE10208570A1 (de) * | 2002-02-27 | 2003-09-04 | Koenig & Bauer Ag | Vorrichtung zum Ausrichten von Bogen nach einer Seitenkante |
-
2004
- 2004-12-01 DE DE200410057842 patent/DE102004057842A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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