DE102004056774B4 - Kalibriereinrichtung - Google Patents
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Abstract
Kalibriereinrichtung,
vorzugsweise für Waagen
1 mit monolithisch ausgebildeten Übersetzungsblöcken 2,
a mit einem Antrieb A, einem Stellelment S und einem auf das Stellelement S auflegbaren Kalibriergewicht G,
b wobei der Antrieb A eine Stellkraft in einer ersten Richtung X so auf das Stellelement S ausübt, dass sich dieses in einer Stellbewegung BX in Richtung X bewegt,
c wobei das Stellelement S entlang von Führungsmitteln F so geführt wird, dass es im Verlauf der Stellbewegung BX eine Bewegung BZ in einer zur ersten Richtung X senkrechten zweiten Richtung Z vollführt, und
d wobei das Kalibriergewicht G während der Bewegung BZ d1 von einem Kalibrierelement K der Waage vollständig abgehoben, oder d2 unter Entkopplung vom Stellelement S auf das Kalibrierelement K aufgelegt wird.
a mit einem Antrieb A, einem Stellelment S und einem auf das Stellelement S auflegbaren Kalibriergewicht G,
b wobei der Antrieb A eine Stellkraft in einer ersten Richtung X so auf das Stellelement S ausübt, dass sich dieses in einer Stellbewegung BX in Richtung X bewegt,
c wobei das Stellelement S entlang von Führungsmitteln F so geführt wird, dass es im Verlauf der Stellbewegung BX eine Bewegung BZ in einer zur ersten Richtung X senkrechten zweiten Richtung Z vollführt, und
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kalibriereinrichtung zum Auflegen und Abheben eines Kalibriergewichts und ein entsprechendes Verfahren.
- Aus der Wägetechnik ist bekannt, zur Vorbereitung von Waagen auf ihre Wiegefunktion einen Abgleich vorzunehmen, der durch Verwendung einer Kalibrierkraft üblicherweise durch ein Kalibriergewicht realisiert wird. Das genau bekannte Kalibriergewicht wird dabei auf ein Kalibrierelement der Waage aufgelegt, wodurch sich ein Referenzwert ergibt, anhand dessen weitere Wägeparameter der Waage angeglichen werden können. Insbesondere kann beispielsweise in Abhängigkeit vom Wägegewicht ein in einer Spule aufzubringender Strom ermittelt werden, der erforderlich ist, um die durch das Kalibriergewicht verursachte Auslenkung des Kalibrierelements auszugleichen.
- Nach erfolgter Kalibrierung wird das Kalibriergewicht vom Kalibrierelement der Waage wieder abgenommen und diese wieder ihrer eigentlichen Wiegefunktion zugeführt. Aus dem Stand der Technik ist bekannt, das Aufbringen bzw. die Entnahme der Kalibrierkraft des Kalibriergewichts nicht manuell, sondern durch geeignete Mechaniken vorzunehmen. Aus der
EP 0 789 232 B1 ist eine Kalibriervorrichtung für eine Waage bekannt, bei der ein Halter durch Verschwenken oder Verschieben ein Kalibriergewicht auf einem geeigneten Kalibrierelement der Waage ablegen bzw. von diesem abheben kann. Durch ein Zusammenwirken von Rastelementen zentriert sich dabei das Kalibriergewicht relativ zu zwei Aufnehmern, die als Kalibrierelement zu verstehen sind. - In der Praxis stellt es sich als schwierig dar, ein Kalibriergewicht unter geringem mechanischen Aufwand und ohne unerwünschte Kräfte auf die Kalibriereinheit der Waage aufzubringen. Ungenaue Messungen bzw. hoher technischer Aufwand sind die Folge.
- Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Kalibriereinrichtung und ein Verfahren anzubieten, welches mit geringem mechanischen Aufwand das Auflegen bzw. Abheben eines Kalibriergewichts von einer Kalibriereinheit einer Waage ermöglicht. Weiterhin soll die Lage des Kalibriergewichts auf der Kalibriereinheit genau festlegbar sein.
- Die Aufgabe wird gelöst durch eine Kalibriereinrichtung nach Anspruch 1 bzw. ein Verfahren nach Anspruch 7.
- Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass durch Verschieben eines Stellelements in eine erste Richtung X unter Verwendung geeigneter Führungsmittel dieses Stellelement zu einer Bewegung in eine zur Richtung X senkrecht verlaufenden Richtung Y angeregt werden kann. Wird die Richtung Z beispielsweise senkrecht nach oben gewählt, so kann ein auf dem Stellelement aufliegendes Kalibriergewicht durch die Bewegung des Stellelements in Richtung X gleichzeitig auch in Z-Richtung bewegt werden, um dabei auf ein Kalibrierelement abgelegt oder von diesem abgehoben zu werden.
- Je nach Ausbildung der Führungselemente kann sich dabei schon bei geringer Bewegung in X-Richtung ein entsprechend großer Hub in Z-Richtung ergeben. Die somit nur im geringen Maße erforderliche Verschiebung in X-Richtung erlaubt damit auch geringere Anforderungen an die von einem Antrieb zu erbringende Stellbewegung.
- Weiterhin erlaubt die Umwandlung der Bewegung in X-Richtung in eine wenigstens teilweise Bewegung auch in Z-Richtung konstruktive Vereinfachungen dadurch, dass der Antrieb die erforderliche Stellkraft senkrecht zur eigentlichen Gewichtskraft des Kalibriergewichts in das Stellelement einbringen kann; der Antrieb kann also insbesondere seitlich zum Kalibrierelement bzw. Kalibriergewicht angeordnet sein, wie dies aus den Figuren anschaulich zu sehen ist.
- Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das Kalibriergewicht auf das Stellelement so auflegbar ist, dass es in X-Richtung relativ zum Stellelement frei verschieblich ist. Dadurch wird vorteilhaft vermieden, dass über das Stellelement nennenswerte Kräfte in X-Richtung auf das Kalibriergewicht aufgebracht werden. Auf diese Weise wird eine unnötige Belastung des Kalibrierelements, auf dem das Kalibriergewicht wenigstens teilweise aufliegt, vermieden, so dass im Wesentlichen nur die tatsächlich gewünschten vertikalen Gewichtskräfte des Kalibriergewichts auf das Kalibrierelement einwirken. Insbesondere kann sich das Stellelement relativ zum Kalibriergewicht in X-Richtung bewegen, wenn das Kalibriergewicht der Bewegung des Stellelements in dieser Richtung nicht folgen kann.
- In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Bewegung des Kalibriergewichts in X-Richtung durch wenigstens einen Anschlag begrenzt wird. Auf diese Weise kann sehr einfach und vorteilhaft sichergestellt werden, dass das Kalibriergewicht in einer genau definierten X-Position gehalten wird, wenn es sich gegen diesen Anschlag bewegt. Insbesondere kann der Anschlag mit dem Kalibrierelement zusammenwirken, so dass die Auflage des Kalibriergewichts relativ zum Kalibrierelement exakt definierbar ist. Ein ungleichmäßiges Auflegen des Gewichts und eventuell daraus resultierende ungleichmäßige Belastungen des Kalibrierelements können so vorteilhaft vermieden werden.
- Die Positionierung des Kalibriergewichts erfolgt denkbar einfach, beispielsweise folgendermaßen: Durch Beaufschlagung des Stellelements mit einer Stellkraft in X-Richtung bewegt sich dieses Stellelement in die entsprechende Richtung. Je nach Ausbildung der Führungselemente erfolgt – wie zuvor beschrieben – zumindest teilweise auch eine Bewegung in Z-Richtung. Blickt man seitlich auf die von X und Z aufgespannte Ebene, so erfolgt die Bewegung des Stellelements also beispielsweise entlang einer schräg abfallenden Linie. Auf dem Stellelement ruht zu diesem Zeitpunkt noch das Kalibriergewicht, welches nicht mit dem Kalibrierelement der Waage in Berührung steht.
- Während sich das Stellelement mit dem Kalibriergewicht entlang der schräg abfallenden Linie bewegt, erfolgt zum einen eine Bewegung des Kalibriergewichts in Richtung auf das Kalibrierelement, und zwar in Z-Richtung nach unten. Weiterhin erfolgt die Bewegung des Gewichts in X-Richtung, wobei sich das Gewicht mit seinem Anschlag dem Kalibrierelement in X-Richtung nähert, bis es schließlich seitlich an diesem anschlägt. Damit ist die Position des Kalibriergewichts in X-Richtung relativ zum Kalibrierelement genau bestimmt, wobei die Gewichtskraft des Gewichts nach wie vor vom Stellelement aufgenommen wird, so dass das Kalibrierelement in Z-Richtung noch nicht durch das Gewicht belastet wird.
- Bewegt sich das Stellelement weiter schräg nach unten, so kann das Gewicht, da es durch den Anschlag gehalten wird, der Bewegung des Stellelements in X-Richtung nicht weiter folgen, so dass das Gewicht auf dem Stellelement in X-Richtung im Sinne einer Relativbewegung zu gleiten beginnt. Währenddessen erfolgt weiterhin die Bewegung des Stellelements mit dem darauf aufliegenden Gewicht in Z-Richtung nach unten. Das Stellelement bewegt sich also weiterhin in beide Richtungen X und Z, während das darauf aufliegende Kalibriergewicht lediglich der Bewegung in Z-Richtung weiterhin folgt, bis das Gewicht auf der Kalibriereinheit aufliegt. In diesem Moment ist das Gewicht einerseits durch den Anschlag in X-Richtung und andererseits durch die Auflage auf dem Kalibrierelement auch in Z-Richtung an einer weiteren Bewegung gehindert, so dass sich das weiterbewegte Stellelement gänzlich von dem Kalibriergewicht entlang der durch die Führungselemente vorgegebenen Bahn löst.
- Das Kalibriergewicht liegt dann frei und genau definiert auf dem Kalibrierelement auf, ohne mit dem Stellelement in Berührung zu stehen. In diesem Zustand kann die eigentliche Kalibrierung vorgenommen werden.
- Um das Kalibriergewicht wieder von der Kalibriereinheit abzuheben erfolgt die Bewegung des Stellelements sinngemäß in umgekehrter Reihenfolge. Dabei bewegt sich das Stellelement also wieder in einer kombinierten X- und Z-Bewegung beispielsweise schräg zurück in Richtung auf die ursprünglich Ausgangslage. Dabei untergreift es das Kalibriergewicht, und hebt es vom Kalibrierelement ab. Wirkt der Anschlag des Kalibriergewichts nur in die vorbeschriebene Richtung, so folgt das Kalibriergewicht jetzt beim umgekehrten Bewegungsablauf unmittelbar den Bewegungen des Stellelements in X-, und in Z-Richtung. Das Kalibrierelement wird also vom Kalibriergewicht entlastet, so dass die eigentliche Wägefunktion wieder ausgeübt werden kann.
- Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass ein weiterer Anschlag vorgesehen ist, der auch während der Rückwärtsbewegung des Stellelements eine Bewegung des Kalibriergewichts in X-Richtung zumindest teilweise verhindert. Dies dient vorteilhafterweise dem Zweck, den bei der Absenkbewegung entstandenen relativen Versatz zwischen Kalibriergewicht und Stellelement in X-Richtung bei der Aufwärtsbewegung wieder auszugleichen. Der Anschlag wirkt dann vorteilhafterweise mit dem "Festland", also mit einer im Wesentlichen unbewegten Komponente der Waage zusammen. In diesem Fall wird auch bei der Aufwärtsbewegung des Kalibriergewichts die Bewegung in diesmal umgekehrter X-Richtung dann unterbunden, wenn der vorgenannte Anschlag des Gewichts mit dem Festland der Waage zusammenwirkt. Zu diesem Zeitpunkt soll eine Bewegung in Z-Richtung weiterhin möglich bleiben, und zwar so lange, bis das Stellelement seine von den Führungselementen vorgegebene maximale Auslenkung in Z-Richtung erreicht hat. In dieser Lage wird das Kalibriergewicht "vorrätig" gehalten, bis es für einen erneuten Kalibriervorgang benötigt wird.
- Durch die geeignete Anordnung der Anschläge relativ zum Kalibrierelement bzw. Festland der Waage wird damit vorteilhaft sichergestellt, dass der im Rahmen der Stellbewegung zurückgelegte Weg des Kalibriergewichts in X-Richtung jeweils geringer ist als derjenige des Stellelements. Dadurch wiederum ist gewährleistet, dass das Kalibriergewicht insbesondere beim Absenken auf das Kalibrierelement stets wieder mit seinem Anschlag in X-Richtung definiert angehalten wird, wodurch die gewünschte exakte Positionierung des Gewichts auf dem Kalibrierelement sichergestellt wird.
- Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Führungsmittel eine translatorische Bewegung des Stellelements bewirken. Auf diese Weise wird besonders vorteilhaft und einfach sichergestellt, dass das Kalibriergewicht, während es auf dem Stellelement aufliegt, seine Ausrichtung im Raum nicht ändert. Eine Dreh- oder Kippbewegung des Stellelements und damit des Kalibriergewichts, die ein ungleichmäßiges Auflegen des Gewichts auf das Kalibrierelement zur Folge hätten, wird so auf einfache Weise vermieden. Die translatorische Bewegung kann dabei in einfachster Weise entlang einer Geraden verlaufen, die eine X- und eine Z-Komponente aufweist. Ebenso ist es jedoch möglich die Führungselemente so auszubilden, dass insbesondere kurz vor der Beaufschlagung der in X-Richtung wirkenden Anschläge die Bewegung des Stellelements und damit des Kalibriergewichts im Wesentlichen in X-Richtung erfolgt, während nach dem Kontakt der Anschläge eine schwerpunktmäßig in Z-Richtung verlaufende Bewegung realisierbar ist. Grundsätzlich ist aber jede beliebige, auch nichtlineare Führung des Stellelements durch geeignete Wahl der Führungselemente möglich.
- Denkbar ist insbesondere auch eine dreidimensionale Führung, die durch geeignete Wahl der Führungselemente aus der ursprünglich nur in X-Richtung erfolgenden Stellkraft resultiert. Eine dann zusätzlich einzuführende Y-Komponente und geeignet vorzusehende Anschläge erweitern die Vielfalt der möglichen Relativbewegungen zwischen dem Kalibriergewicht einerseits und dem Stellelement bzw. dem Kalibrierelement andererseits.
- Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass an dem Kalibriergewicht zwei jeweils in X-Richtung wirkende Anschläge vorgesehen sind, wobei der eine Anschlag beim Absenken auf das Kalibrierelement mit diesem zusammenwirkt, während der andere Anschlag beim Abheben des Gewichts vom Kalibrierelement mit dem Festland der Waage zusammenwirkt. Auf diese Weise können beide Anschläge im Wesentlichen an einem Element auf dem Kalibriergewicht vorgesehen werden, was mechanisch einfacher und kostengünstiger ist.
- Die erfindungsgemäße Umsetzung des Verfahrens verfolgt im Wesentlichen das Prinzip der kombinierten X-/Z-Bewegung als Ergebnis einer ausschließlich in X-Richtung aufgebrachten Stellkraft. Das Verfahren zum Auflegen und Abheben des Kalibriergewichts auf bzw. von einem Kalibrierelement einer Waage erfolgt im Wesentlichen nach folgenden Schritten:
- a Bewegung eines Stellelements in einer ersten Richtung X, wobei Führungselemente eine Bewegung des Stellelements in eine zur Richtung senkrechte zweite Richtung Z bewirken;
- b Fortführung der Bewegung gemäß a, bis das auf dem Stellelement aufliegende Kalibriergewicht sich aufgrund der Bewegung in Richtung Z auf das Kalibrierelement absenkt und das Stellelement das Kalibriergewicht schließlich berührungslos freigibt;
- c Umkehr der Bewegung nach a, so dass das Stellelement das auf dem Kalibrierelement aufliegende Kalibriergewicht aufgrund der Bewegung entgegengesetzt zur Richtung Z untergreift und vom Kalibrierelement abhebt, bis das Kalibriergewicht vom Kalibrierelement vollkommen entkoppelt ist.
- Die Durchführung dieses Verfahrens erlaubt vorteilhaft geringsten mechanischen Aufwand, einen kleinen Stellweg in X-Richtung und eine kompakte Bauweise.
- Eine weitere Ausführungsform des Verfahrens sieht hier wieder eine translatorische Bewegung des Stellelements vor, die besonders vorteilhaft durch einfache geometrische Formen der Führungselemente zu realisieren ist. Die so vermiedene Kipp- bzw. Schwenkbewegung sichert ein gleichmäßiges und paralleles Auflegen bzw. Abheben des Gewichts vom Kalibrierelement.
- Eine vorteilhafte Ausführungsform des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Kalibriergewichts in Richtung X durch wenigstens einen Anschlag so begrenzt ist, dass wenigstens teilweise während der Bewegung des Stellelements in X-Richtung eine Relativbewegung zwischen dem Kalibriergewicht und dem Stellelement in X-Richtung erfolgt. Durch die Verwendung des genannten Anschlags wird die Positionierung des Kalibriergewichts relativ zum Kalibrierelement sichergestellt, und die weitere Bewegung des Stellelements in X-Richtung wird durch eine entsprechende Gleitbewegung zwischen Kalibriergewicht und Stellelement ausgeglichen.
- Insbesondere erfordert die Relativbewegung, also die Weiterbewegung des Stellelements in X-Richtung bei gleichzeitig in X-Richtung fixiertem Kalibriergewicht vorteilhafterweise bereits dann, wenn das Kalibriergewicht noch nicht auf dem Kalibrierelement aufliegt. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass in jedem Fall die gewünschte X-Position des Gewichts relativ zum Kalibrierelement eingenommen wird, und nicht eine solche Positionierung dadurch ausgeschlossen wird, dass das Gewicht bereits auf dem Kalibrierelement aufliegt, so dass von dem Stellelement, welches dann das Kalibriergewicht freigibt, keine Kräfte mehr übertragen werden könnten.
- Weitere Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen.
- Eine beispielhafte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung soll nachstehend anhand der
1 und2 erläutert werden. Von den Figuren zeigt -
1 eine perspektivische und schematische Schrägansicht einer offengelegten Waage, und -
2 eine schematische Schnittdarstellung einer Seitenansicht der Waage. - Wie
1 zu erkennen ist, ist die Grundplatte einer Waage1 gegeben, auf der ein monolitisch ausgebildeter Übersetzungsblock2 angeordnet ist. innerhalb des Uberset zungsblocks2 wird eine nicht näher dargestellte Gewichtskraft über ein geeignetes Hebewerk so übersetzt, dass eine resultierende Kraft unter anderem auch an einem Kalibrierelement K abgenommen werden kann. - Das Kalibrierelement K ist im Wesentlichen hebelförmig ausgebildet, wobei sich zwei freie und parallel zueinander ausgebildete Enden des Kalibrierelements K nach außerhalb des Übersetzungsblocks
2 erstrecken. Die freien Enden des Kalibrierelements K sind zur Auflage eines Kalibriergewichts G ausgebildet. - Das Kalibriergewicht G kann in einer vertikalen Richtung Z auf das Kalibrierelement K aufgelegt oder von diesem abgehoben werden.
- Dazu wird es von einem Stellelement S gestützt, welches das Kalibriergewicht G im Wesentlichen zentrisch zwischen den beiden Armen des Kalibrierelements K untergreift. Das Stellelement S ist in Z-Richtung, aber auch in einer weiteren Richtung X verschieblich gelagert. Während die Richtung Z im Wesentlichen lotrecht zur Grundplatte der Waage
1 verläuft, erstreckt sich die Richtung X senkrecht dazu in der Ebene der Platte, also vorzugsweise horizontal. - Das Stellelement S wird von einem Antrieb A mit einer nicht näher dargestellten Stellkraft in X-Richtung beaufschlagt. Das Stellelement S wird dabei gegen eine an seinem dem Antrieb gegenüberliegenden Ende angeordnete Feder R gedrückt.
- Wie
2 zu erkennen ist, sind Führungselemente F vorgesehen, die bei einer Bewegung des Stellelements S in X-Richtung in das Stellelement eingreifen und es in einer Zwangsbewegung führen. Die Führungselemente sind mit ihren Wirkflächen dabei so unter einem Winkel zur X-Richtung angeordnet, dass das Stellelement bei einer Bewegung in X-Richtung zugleich eine translatorische Ablenkung in Z-Richtung erfährt. - Bewegt sich gemäß
2 das Stellelement in der Darstellung nach rechts, so bewirken die oberen Führungselemente eine Ablenkung des Stellelments in Z-Richtung nach unten zum unteren Bildrand hin. Bewegt sich das Stellelment dagegen in die entgegengesetzte X-Richtung, also zum linken Bildrand hin, so bewirken die unteren Komponenten der Führungselemente F eine translatorische Aufwärtsbewegung des Stellelements in Z-Richtung zum oberen Bildrand hin. - In
1 und in2 ist zu erkennen, dass das Stellelement, welches einen sich nach oben erstreckenden Stützblock aufweist, ein Kalibriergewicht G untergreift. Das Kalibriergewicht G ruht im Wesentlichen zentrisch auf dem Stellelement und weist insbesondere einen gewissen Abstand in Z-Richtung zu den Auflagepunkten auf den Armen des Kalibrierelements K auf. - Das Kalibriergewicht G ruht in X-Richtung verschieblich gelagert auf dem Stellelement S. An einem ersten Ende des Kalibriergewichts G sind zwei Anschläge L1 und L2 angeordnet, die eine Verschiebung des Gewichts G in X-Richtung teilweise blockieren. Der Anschlag L1 ist dabei so ausgebildet, dass er mit einer Außenseite des Kalibrierelements K zusammenwirkt, wenn das Kalibriergewicht G gemäß
2 in Richtung zum rechten Bildrand hinbewegt wird. Der Anschlag L2 dagegen bewirkt eine Fixierung des Kalibriergewichts G in der umgekehrten X-Richtung, wenn sich also das Kalibriergewicht G gemäß2 in Richtung zum linken Bildrand hinbewegt. In diesem Fall schlägt das Kalibriergewicht G mit seinem Anschlag an einem Absatz T der Waage bzw. des Übersetzungsblocks an. Der Absatz T gehört zum Festland der Waage, und ist als solcher unbeweglich. - Der Bewegungsablauf des Stellelements S und damit die Bewegung des Kalibriergewichts G erfolgt dann folgendermaßen:
Ausgehend von den in2 dargestellten Lage des Stellelements S wird dieses durch den Antrieb A mit einer Kraft beaufschlagt, die in X-Richtung und zwar zum rechten Bildrand hin gerichtet ist. Das Stellelement S folgt der aufgebrachten Stellkraft in die genannte Richtung. Dabei wird es gegen die Führungselemente F gedrückt, die das Stellelement S bei seiner Bewegung in X-Richtung zugleich in Z-Richtung, und zwar zum unteren Bildrand hin bewegen. Insgesamt ergibt sich eine durch den Pfeil B dargestellte Bewegung. - Das auf dem Stellelement S aufliegende Kalibriergewicht G folgt dieser Bewegung solange, bis der Anschlag L1 an der Außenseite des Kalibrierelementes K anschlägt. Zu diesem Zeitpunkt besteht noch ein vertikaler Abstand in Z-Richtung zwischen dem Kalibriergewicht G und dem Kalibrierelement K, so dass also die Gewichtskraft noch nicht auf das Kalibrierelement einwirkt.
- In der weiteren Bewegung des Stellelements S in Richtung B wird das Kalibriergewicht G in X-Richtung durch den Anschlag L1 gehalten, während es die Bewegung des Stellelements S in Z-Richtung nach unten weiterhin mitmacht, bis das Gewicht auf dem Kalibrierelement K aufliegt. In diesem Moment wird es vom Stellelement S dann auch in Richtung Z entkoppelt.
- Die Bewegung des Stellelements S erfolgt also soweit, dass zwischen ihm und dem Kalibriergewicht G keine kräftemäßige Wechselwirkung mehr besteht, wohingegen das Kalibriergewicht G nun voll auf dem Kalibrierelement K aufliegt. Durch die Verwendung des Anschlags L1 ist darüber hinaus die Ausrichtung des Kalibriergewichts G relativ zum Kalibrierelement K in X-Richtung exakt und wiederholbar definiert und damit eine vorgegebene Belastung der beiden Arme des Kalibrierelements K gegeben.
- Erfolgt die Bewegung des Stellelements S in die entgegengesetzte X-Richtung, so bewirken die weiteren Komponenten der Führungselemente F eine Gesamtbewegung des Stellelements S entgegengesetzt der vorherigen Bewegung B. Sobald das Stellelement S das Kalibriergewicht G dabei untergreift, wird dieses von dem Kalibrierelement K ab gehoben und folgt dabei unmittelbar der Bewegung des Stellelements S in dessen X-und Z-Richtung.
- Dies geschieht solange, bis der Anschlag L2 in X-Richtung mit dem Absatz T so zusammenwirkt, dass eine Weiterbewegung des Kalibriergewichts G in Richtung zum linken Bildrand unterbunden wird. Das Kalibriergewicht G kann nunmehr nur noch der Bewegung des Stellelements S in Z-Richtung folgen. Zwischen Kalibriergewicht G und Stellelement S erfolgt dann wieder eine Relativbewegung, die umgekehrt zur vorherigen Relativbewegung bei der Abwärtsbewegung des Stellelements S in Richtung B erfolgte. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das Kalibriergewicht G bei der nächsten Abwärtsbewegung wieder mit seinem Anschlag L1 gegen das Kalibrierelement K wirkt, um so die definierte Lage des Gewichts wieder zu erreichen.
Claims (10)
- Kalibriereinrichtung, vorzugsweise für Waagen
1 mit monolithisch ausgebildeten Übersetzungsblöcken2 , a mit einem Antrieb A, einem Stellelment S und einem auf das Stellelement S auflegbaren Kalibriergewicht G, b wobei der Antrieb A eine Stellkraft in einer ersten Richtung X so auf das Stellelement S ausübt, dass sich dieses in einer Stellbewegung BX in Richtung X bewegt, c wobei das Stellelement S entlang von Führungsmitteln F so geführt wird, dass es im Verlauf der Stellbewegung BX eine Bewegung BZ in einer zur ersten Richtung X senkrechten zweiten Richtung Z vollführt, und d wobei das Kalibriergewicht G während der Bewegung BZ d1 von einem Kalibrierelement K der Waage vollständig abgehoben, oder d2 unter Entkopplung vom Stellelement S auf das Kalibrierelement K aufgelegt wird. - Kalibriereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kalibriergewicht G auf das Stellelement S so auflegbar ist, dass es in Richtung X relativ zum Stellelement S frei verschieblich ist.
- Kalibriereinrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Kalibriergewichts G in der ersten Richtung X durch wenigstens einen Anschlag L1, L2 begrenzt wird.
- Kalibriereinrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der im Rahmen der Stellbewegung BX zurückgelegte Weg des Kalibriergewichts G in Richtung X geringer ist als der des Stellelements S.
- Kalibriereinrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsmittel F zur Bewirkung einer translatorischen Bewegung des Stellelements S ausgebildet sind.
- Kalibriereinrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kalibriergewicht G einen derart ausgebildeten Anschlag L1 aufweist, dass er beim Absenken des Gewichts G in Richtung Z auf das Kalibrierelement K mit diesem in Richtung X zusammenwirkt, bevor das Gewicht G auf dem Kalibrierelement K aufliegt.
- Verfahren zum Auflegen und Abheben eines Kalibriergewichts G auf bzw. von einem Kalibrierelement K einer Waage
1 nach einem der vorigen Ansprüche, gekennzeichnet durch folgende Schritte: a Bewegung BX eines Stellelements S in einer ersten Richtung X, wobei Führungselemente F eine Bewegung BZ des Stellelements S in eine zur Richtung X senkrechte zweite Richtung Z bewirken; b Fortführung der Bewegung gemäß a, bis das auf dem Stellelment S aufliegende Kalibriergewicht G sich aufgrund der Bewegung in Richtung Z auf das Kalibrierelement K absenkt und das Stellelment S das Kalibriergewicht G schließlich berührungslos freigibt; c Umkehr der Bewegung nach a, so dass das Stellelement S das auf dem Kalibrierelement K aufliegende Kalibriergewicht G aufgrund der Bewegung entgegengesetzt zur Richtung Z untergreift und vom Kalibrierelement K abhebt, bis das Kalibriergewicht G vom Kalibrierelement K vollkommen entkoppelt ist. - Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Stellelements S translatorisch erfolgt.
- Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Kalibriergewichts G in Richtung X durch wenigstens einen Anschlag L1, L2 so begrenzt wird, dass wenigstens teilweise während der Bewegung BX des Stellelements S eine Relativbewegung zwischen Kalibriergewicht G und Stellelment S in Richtung X erfolgt.
- Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Relativbewegung während des Verfahrensschrittes b eintritt, bevor sich dass Kalibriergewicht G auf das Kalibrierelement K absetzt.
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2004
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Patent Citations (1)
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| EP0789232B1 (de) * | 1996-02-12 | 2002-04-17 | Mettler-Toledo GmbH | Kalibriervorrichtung für eine Waage |
Also Published As
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