-
Die
Erfindung betrifft ein Rinnensystem, insbesondere Schlitzabdeckungs-Rinnensystem,
umfassend ein Rinnenunterteil, das vorzugsweise ein U-Profil aufweist
und eine Rinnenabdeckung, die vorzugsweise mit einem Verkehrsflächenbelag,
jeweils unter Freigabe zumindest eines Entwässerungsschlitzes überbaubar
ist.
-
Derartige
Rinnensysteme gehören
seit vielen Jahren zum Stand der Technik.
-
Schlitzabdeckungen
werden immer dann eingesetzt, wenn Veranlassung besteht, Rinnen
zur Entwässerung
einer Verkehrsfläche,
insbesondere eines Straßenbelages,
mehr oder minder unsichtbar in die Verkehrsfläche einzubringen. Hierzu sind
als Schlitzabdeckungen ausgeführte
Rinnensysteme derart aufgebaut, dass die Rinnenunterteile mit einer Rinnenabdeckung
versehen sind, die mit dem Straßenbelag
bzw. der Verkehrsfläche überbaut
werden kann, indem beispielsweise ein Pflaster- oder Plattenbelag
aufgebracht wird. Hierzu weisen die Rinnenabdeckungen definierte
Schlitze mit einer definierten Halshöhe auf, wobei die Halshöhe der Schlitzabdeckung
letztlich der Stärke
des aufzubringenden Straßenbelags
entspricht bzw. diese vorgibt. Die Rinnensysteme werden dann mit
der Verkehrsfläche
oder dem Straßenbelag überbaut,
wobei der Straßenbelag
an die Schlitzwandungen anschließt, die dann mehr oder minder
unsichtbar als Unterbrechung der Verkehrsfläche in die Verkehrsfläche integriert
sind.
-
Als
nachteilig hat es sich dabei erwiesen, dass bei den vorstehend genannten
Konstruktionen die Verkehrsfläche
den Vorgaben bei der Verlegung der Rinnen folgen muss. Das heißt, die
bereits montierte Schlitzabdeckung gibt die Stärke des Verkehrsbelages, die
relative Lage des Schlitzes sowie die Schlitzweite unveränderlich
vor.
-
Das
Bauprojekt muss im Übrigen
an die Rinnenverlegung angepasst werden, sobald die Schlitzrinnen
einmal montiert sind. Dabei sind speziell im Bereich der Fassadenentwässerung
oftmals Schlitzabdeckungen gefordert, die in einem möglichst
exakten Abstand einer möglicherweise
sogar wechselnden Fassadenkontur folgt. Die Einbindung entsprechender
Schlitzabdeckungen gestaltet sich demnach baustellenseitig vor Ort
oftmals einigermaßen schwierig.
-
Werksseitig
wird es darüber
hinaus als aufwändig
empfunden, die Halshöhe
der Schlitzabdeckung an unterschiedliche Verkehrsbelagshöhen anpassen
zu müssen
sowie je nach Verlegeort unterschiedliche Schlitzweiten fertigen
zu müssen,
da beispielsweise in einer Fußgängerzone
eine Schlitzweite von maximal 12 mm sinnvoll ist, um nicht etwa Fahrradreifen
eindringen zu lassen, während
im Zusammenhang mit einer Fassadenentwässerung eine Schlitzweite von
40 mm ohne weiteres verwendet werden könnte. Werksseitig besteht daher das
Problem eine große
Anzahl unterschiedlicher Schlitzabdeckungen mit unterschiedlichen
Halshöhen
fertigen und vorhalten zu müssen.
-
Ausgehend
von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein Rinnensystem zu schaffen, das sowohl werk- als auch bauseitig
besser an die unterschiedlichen Anforderungen vor Ort angepasst
werden kann und dessen Aufbau sich variabler darstellt.
-
Die
erfindungsgemäße Aufgabe
wird durch ein Rinnensystem nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Anwendungen
ergeben sich gemäß den abhängigen Ansprüchen.
-
Dadurch,
dass gemäß Anspruch
1 das vorbekannte Rinnensystem derart weitergebildet wird, dass
das Rinnenunterteil von einer mehrteiligen Rinnenabdeckung übergriffen
wird, die werk- und/oder bauseitig variabel zusammensetzbar ist
und diese nach der vorläufigen
Montage vor Ort weiterhin zunächst
noch quer- und/oder längsverschieblich
auf dem Rinnenunterteil aufsitzt, kann werk- oder bauseitig schon
bei der Montage des Rinnensystems den unterschiedlichsten Anforderungsprofilen
am Einbauort Rechnung getragen und zusätzlich mit der erwähnten Relativbeweglichkeit
der Rinnenabdeckung gegenüber
dem Rinnenunterteil auf die Anforderungen vor Ort im Wege der Feinjustage
weiter eingegangen werden. Erst danach wird die Rinnenabdeckung
gegenüber
dem Rinnenunterteil festgelegt.
-
Dies
gelingt unter anderem dadurch, dass das vorzugsweise U-förmige Rinnenprofil
im Bereich der Rinnenöffnung
von Stegelementen übergriffen wird,
auf die die Rinnenabdeckung zunächst
einfach längs-
oder querverschieblich aufgesetzt werden kann.
-
Dabei
wird mit Vorteil zwischen einer Ausführung für den Schwerlastbereich und
einer Ausführung
für geringere
Belastungen unterschieden. Dies äußert sich
dadurch, dass für
die leichteren Belastungen vorzugsweise aus Kunststoff gefertigte
Knebelbrücken
vorgesehen sind, die im Bereich der Zarge am Rinnenunterteil in
eingelassene Knebeltaschen eingreifen bzw. im Schwerlastbereich,
vorzugsweise aus Metall gefertigte, Brückenprofile eingesetzt werden,
die auf entsprechenden Rinnenzargen aufsitzen. Dabei ist den den
unterschiedlichen Belastungen optimal angepassten Stegelementen
gemein, dass sie jeweils mit der Rinnenoberkante zumindest im wesentlichen
plan abschließen,
so dass aufgrund des insoweit fehlenden Überstandes keinerlei Begrenzung
einer etwa auf den Knebelbrücken
oder den Brückenprofilen
aufsitzenden Rinnenabdeckung z.B. durch einen Anschlag gegeben ist.
-
Zusätzlich sind
sowohl die Brückenprofile
als auch die Knebelbrücken
relativ zum Rinnenunterteil längsverschieblich
gelagert.
-
In
vorteilhafter Weiterbildung sind die Knebelbrücken und/oder auch die Brückenprofile
in deren Längserstreckung,
also bei bestimmungsgemäßer Montage
quer zur Längserstreckung
der Rinne, mit einem vorzugsweise etwa mittig auf der Knebelbrücke bzw.
dem Brückenprofil
angeordneten Langloch zur Verbindung mit den die Rinnenabdeckung ausbildenden
Abdeckungselementen versehen. Mithilfe dieses Langlochs kann die
Rinnenabdeckung mit einer an sich herkömmlichen Schraubverbindung mit
den vorstehend beschriebenen Stegelementen verbunden werden, wobei
die Länge
des Langlochs die Querverschieblichkeit des Rinnenunterteils relativ zu
der Rinnenabdeckung definiert.
-
In
einfachster Ausgestaltung gibt das Langloch der jeweils als Hohlprofil
ausgestalteten Knebelbrücke
bzw. des Brückenprofils
eine Kunststoffeinlage frei, so dass die Rinnenabdeckung etwa mit
einer selbst schneidenden Schraube einfach vor Ort montierbar ist.
-
Die
Kunststoffeinlagen können
dabei in an sich herkömmlicher
Weise in die Knebelbrücken
oder Metallprofile durch Spritzen oder Gießen eingebracht werden.
-
Die
mehrteilige Rinnenabdeckung ist aus zumindest einem Abstandshalterelement
zur definierten Eröffnung
der Schlitzweite und wenigstens einem geschlossenen flächigen Winkelelement
ausgebildet, das die Offenseite der Rinnenabdeckung unter Auslassung
des erwähnten
Schlitzes abdeckt, um somit den Überbau
durch die Verkehrsfläche
zu gestatten.
-
In
konkreter Ausgestaltung weist die Rinnenabdeckung einen Abstandshalter
auf, der jeweils aus zwei, durch ein Distanzstück miteinander verbundenen
Anschlussplättchen
besteht, die bei bestimmungsgemäßer Montage
jeweils auf einer Knebelbrücke
oder einem derartigen Brückenprofil
mit einer je nach Ausführung
des Rinnensystems diese quer übergreifenden
Querspange aufsitzen. Der Abstandshalter – mithin die Rinnenabdeckung – ist somit
bis zur endgültigen
Montage querverschieblich auf dem Rinnenunterteil aufgelagert.
-
Der
vorstehend beschriebene Aufbau wird für Schlitzrinnen mit einem zumindest
annähernd
mittig angeordneten Mittenschlitz eingesetzt.
-
In
alternativer Ausgestaltung, insbesondere bei so genannten Seitenschlitzrinnen,
können
die Abstandshalter auch derart aufgebaut sein, dass die durch ein
Distanzstück
miteinander verbundenen Anschlussplättchen jeweils mit einem Bandelement
verbunden sind, die in ein gemeinsames Stufenelement münden, wobei
die Bandelemente zumindest auf eines der zum Aufbau der Rinnenelemente
eingesetzten flächigen
Winkelelemente einfach aufgesetzt bzw. aufgelegt sind.
-
Es
handelt sich dabei üblicherweise
um das untere, bereits auf das Rinnenunterteil lose aufgelegte Winkelelement,
wobei dieses untere Winkelelement mit einer Reihe von Durchbrechungen
versehen ist.
-
Die
Durchbrechungen lassen durch den Entwässerungsschlitz eintretendes
Wasser in das Rinnenunterteil abfließen. Die Rinnenabdeckungen
werden durch geeignete Verbindungsstücke, die einfach stirnseitig
auf die Winkelelemente aufgesteckt sind, miteinander zur Ausbildung
einer Stoßverbindung
in Längsrichtung
des Rinnensystems verbunden. Dabei wird die Rinnenabdeckung durch
dieses Verbindungsstück
im Längsstoß zusätzlich zentriert
und insgesamt stabilisiert.
-
Die
Breite der Bandelemente definiert jeweils den Abstand der übereinander
angeordneten Winkelelemente der Seitenschlitzabdeckung und eröffnet zwischen
den Winkelelementen einen Hohlraum, wobei das Stufenelement eine
formschlüssige
Verbindung für
das obere Winkelelement bietet. Ein der artiger Aufbau wird insbesondere
verwendet, um wie bereits erwähnt,
eine Seitenschlitzrinne zu montieren.
-
In
beiden Fällen,
also sowohl beim Aufbau einer Mittenschlitzrinne, wie auch beim
Aufbau einer Seitenschlitzrinne können die bei bestimmungsgemäßer Montage
vertikal angeordneten Wandelemente der flächigen Winkelelemente, die
im Wesentlichen die Schlitzwandungen des Seitenschlitzes ausbilden,
mittels einer entsprechenden Umkantung der vertikalen Wandfläche im Bereich
der Schlitzoberkante an den der Oberkante zugewandten Stirnseiten
des Anschlussplättchen
eingehängt
werden. Sobald die Winkelelemente durch diesen Einhängevorgang
mit den Abstandshaltern verbunden sind, ist die Rinnenabdeckung
vorläufig
zusammengesetzt und weiterhin sowohl längs- als auch querverschieblich auf
dem Rinnenunterteil aufgesetzt.
-
Anschließend kann
durch entsprechende Öffnungen
mit den selbstschneidenden Schrauben die zunächst nur vorläufig zusammengesetzte
Rinnenabdeckung endgültig
an den Knebelbrücken
oder Brückenprofilen
fixiert und relativ zum Rinnenunterteil festgelegt werden.
-
Die
vorstehend beschriebene Erfindung wird nachstehend anhand mehrerer
in der Zeichnung nur schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
-
Es
zeigen:
-
1:
ein Rinnenunterteil zur Ausbildung eines Rinnensystems für Leichtlastanwendungen
in einer perspektivischen Darstellung,
-
2:
das Rinnenunterteil gemäß 2 mit eingesetzter
Knebelbrücke
in perspektivischer Darstellung,
-
3:
das Rinnenunterteil gemäß 1 und 2 mit
Knebelbrücke
und aufsitzenden Abstandshaltern in perspektivischer Darstellung,
-
4:
das Rinnenunterteil aus den vorhergehenden Figuren mit einem flächigen Winkelelement
in perspektivischer Darstellung,
-
5:
das Rinnenunterteil aus den vorhergehenden Figuren mit vollständig aufgesetzter,
aber noch nicht festgelegter Rinnenabdeckung,
-
6:
das Rinnenunterteil gemäß 5 mit festverbundener
Rinnenabdeckung in perspektivischer Darstellung,
-
7:
ein Rinnenunterteil mit eingesetzten Brückenprofilen für den Schwerlastbereich
in perspektivischer Darstellung,
-
8:
das Rinnenunterteil aus 7 mit aufgesetztem unteren Winkelelement
in perspektivischer Darstellung,
-
9:
das Rinnenunterteil mit aufliegendem unteren Winkelelement gemäß 7 und 8 mit aufliegendem
Abstandshalter, in perspektivischer Darstellung,
-
10:
das Rinnenunterteil aus den 7 bis 9 mit
aufgesetzter Rinnenabdeckung vor der Endmontage in perspektivischer
Darstellung und
-
11:
das Rinnenunterteil gemäß 10 mit
montierter Rinnenabdeckung in perspektivischer Darstellung.
-
1 zeigt
ein an sich herkömmliches
Rinnenunterteil 1, wie es herkömmlich aus Kunststoff im Spritzgussverfahren
gefertigt wird. Das Rinnenunterteil weist ein U-förmiges Rinnenprofil
auf, das mit einer Außenverrippung 2 zur
Aussteifung des Rinnenunterteils 1 bzw. zur verstärkten Verbindung
mit einem die Rinne etwa umschließenden Betonmantel versehen
ist. Die Materialstärke
und -auswahl richten sich nach der zu erwartenden Belastung der
Rinne, also insbesondere nach dem Einsatzort, z.B. entweder im Fußgängerbereich
oder im Verkehrsbereich.
-
Darüber hinaus
weist das Rinnenunterteil 1 einige Anschlussstutzen 3, 3' zur Verbindung
mit weiteren Kanalisationselementen auf. Das Profil des Rinnenunterteils 1 ist
beidseits von Rinnenwandungen 4 begrenzt, die jeweils in
dem oberen, der Rinnenöffnung
zugewandten Zargenbereich mit einer als Knebeltasche 5 bezeichneten
Aussparung versehen sind. Aufgrund der aus Kostengründen zumeist geringen
Wandstärke
der Rinnenwandungen 4 können
die Knebeltaschen 5 auch eigens angespritzt sein, wie etwa
in dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel.
Darüber
hinaus ist das Rinnenunterteil 1 mit einer Rinnenzarge 6 oberseitig
abgeschlossen, die mit Schraublöchern 7 zur
Verbindung mit einer etwaigen Rinnenabdeckung versehen ist.
-
In
die vorstehend erläuterten
Knebeltaschen 5 können
entsprechende Knebelbrücken 8,
die im Falle der hier vorliegenden Ausführungen für den Leichtlastbereich aus
Kunststoff gefertigt sind, eingesetzt werden. Die Knebelbrücken 10 sind
dabei im Rahmen der Längserstreckung
der Knebeltaschen 5 gegenüber dem Rinnenunterteil 1 in
Richtung der Längserstreckung
des Rinnenunterteils 1 längsverschieblich gelagert.
Die Knebelbrücken 10 schließen dabei
im Wesentlichen plan mit der Rinnenzarge 6 ab.
-
Die
Knebelbrücken 10 können gemäß der Darstellung
in 2 jeweils durch selbstschneidende Schrauben 7 unter
Verwendung der Schraublöcher 7 in
ihrer Lage relativ zum Rinnenunterteil 1 festgelegt werden,
wobei in diesem Fall die Längsbeweglichkeit
der Knebelbrücke 10 relativ
zum Rinnenunterteil 1 beendet wäre.
-
Gemäß der Darstellung
in 3 wird im Rahmen der weiteren Montage auf die
Knebelbrücken 10 ein
Abstandshalter 11 aufgesetzt, der im Wesentlichen aus zwei
Anschlussplättchen 12 besteht, die
durch ein Distanzstück 13 miteinander
verbunden sind. Die Anschlussplättchen 12 sitzen
auf einer Querspange 14, die die Knebelbrücke 10 quer übergreift
und dabei den Abstandshalter 11 längsbeweglich auf der Knebelbrücke 10 hält. Bei
bestimmungsgemäßer Montage
sind somit die Abstandshalter 11 gegenüber dem Rinnenunterteil 1 bis
zur entgültigen Justierung
und Montage querverschieblich beweglich angeordnet.
-
Im
Rahmen der weiteren Montage kann dann gemäß 4 über den
Abstandshalter 11 ein Winkelelement 15 auf die
Knebelbrücke 10 derart
aufgesetzt werden, dass bei bestimmungsgemäßer Montage ein im Wesentlichen
senkrechtes Wandelement 16 des Winkelelements 15 mit
einer entsprechenden Umkantung 17 der der Knebelbrücke 10 abgewandten
Oberkante des Wandelementes 16 die jeweiligen Anschlussplättchen 12 stirnseitig übergreift.
Das Wandelement 16 ist hierdurch in einfacher Weise mit dem
Abstandshalter 11 verbunden. In dieser Stellung ist das
Winkelelement 15 auf der Knebelbrücke 10 mit dem Abstandshalter 11 weiter
noch relativ beweglich gegenüber
dem Rinnenunterteil 1 gelagert. Das Winkelelement 15 ist
sogar immer noch auch relativ zum Abstandshalter verschieblich gelagert.
-
Die
Wandelemente 16 weisen stirnseitig einen Steckschlitz 46 zur
kraft- und formschlüssigen Steckverbindung
mit einem Verbindungsstück 47 und zur
stabilen Ausbildung einer Stoßverbindung
der Rinnenabdeckungen 20 untereinander auf.
-
Ein
zweites Winkelelement 15' kann
zur weiteren Montage gemäß 5 in
analoger Weise mit dem Abstandshalter oder den Abstandshaltern 11 verbunden
werden.
-
Vorstehend
ist somit eine Rinnenabdeckung 20 mit einem mittig angeordneten
Mittenschlitz 21 beschrieben, die im Wesentlichen aus der
Knebelbrücke 10,
dem Abstandshalter 11 und den aufsitzenden Winkelelementen 15, 15' zusammengesetzt
ist. Die Rinnenabdeckung 20 ist in dieser Phase der Montage
sowohl längs-
als auch querverschieblich gegenüber dem
Rinnenunterteil 1 gelagert und kann somit im Rahmen der
Feinjustage werk- oder bauseitig noch bewegt und verändert werden.
Dabei wird die sogenannte Halshöhe,
also auch die Schlitztiefe der Rinne im Wesentlichen von der Länge der
Anschlussplättchen 12 bzw.
der vertikalen Wandelemente 16 bestimmt, wobei die Schlitzweite
jeweils durch die Länge
des Distanzstücks 13 des
Abstandshalters 11 definiert ist. Nach erfolgter Feinjustierung
kann dann gemäß 6 die
Rinnenabdeckung 20 mithilfe selbst schneidender Schrauben 22 mit
den Knebelbrücken 10 verbunden
werden.
-
7 zeigt
ein Rinnenunterteil 1, das im Schwerlastbereich oder im
Straßenbereich
eingesetzt wird. Dabei ist auf das Rinnenunterteil 1 im
vorliegenden Falle eine gesonderte Rinnenzarge 6 aufgesetzt,
wobei das Rinnenunterteil 1 im Übrigen gegenüber dem
in 1 gezeigten Rinnenunterteil 1 unverändert ausgeführt ist.
Dies wird beispielsweise aus den auch in 7 ebenfalls
dargestellten Knebeltaschen 5 deutlich, die jedoch in dieser
Ausführung
funktionslos sind. Stattdessen ist die Rinnenzarge 6 mit
dem Rinnenunterteil 1 mit Befestigungsschrauben 23 fest
verbunden. Auf dieser Rinnenzarge 6 sitzen mit einer entsprechenden
Halteschulter 24 aus Metall gefertigte Brückenprofile 25 auf,
deren Oberkante im Wesentlichen mit der Rinnenzarge 6 plan
abschließt.
Die Brückenprofile 25 weisen
entlang ihrer Längserstreckung
im Wesentlichen mittig angeordnete Langlöcher 26 zur Verbindung
mit weiteren, die Rinnenabdeckung 20 ausbildenden, Abdeckungselementen
auf. Das Langloch 26 legt hierbei einen Innenbereich des
Brückenprofils 25 frei,
der mit einer Kunststofffüllung
ausgegossen bzw. ausgespritzt ist, um auch hier eine einfache Verbindung über selbst
schneidende Schrauben zu ermöglichen.
-
Die
Brückenprofile 25 sind
im Übrigen
gegenüber
der Rinnenzarge 6 nicht weiter festgelegt und somit entlang
dem Rinnenunterteil 1 längsverschieblich
angeordnet.
-
Zur
Ausbildung einer Rinnenabdeckung 20 mit einem Seitenschlitz 50 im
Unterschied zu der vorstehend dargestellten Ausführung mit einem Mittenschlitz 21 wird
auf das Brückenprofil 25 ein
unteres flächiges
Winkelelement 30 aufgesetzt, das mit einer Reihe von Durchbrechungen 31 sowie
weiteren Langlöchern 32 zur
Verbindung mit der Rinnenabdeckung 20 im übrigen mit
den Brückenprofilen 25 vorgesehen
sind. Die weiteren Langlöcher 32 sind
dabei im Wesentlichen mittig auf dem bei bestimmungsgemäßer Montage
die Öffnung
des Rinnenunterteils 1 im Wesentlichen überdeckenden Deckelelement 33 des
unteren Winkelelements 30 angeordnet. Das untere Winkelelement 30 weist
darüber
hinaus ebenfalls ein bei bestimmungsgemäßer Montage im Wesentlichen
vertikal angeordnetes Wandelement 34 auf, dessen Oberkante
ebenfalls mit einer Umkantung 17 versehen ist. Zur definierten
Schlitzweiteneröffnung
sowie zur Erhöhung
der Stabilität
weist das Wandelement 34 im Wesentlichen horizontal angelenkte
Brückenstege 36 auf.
-
Gemäß der in 9 vorliegenden
Ausführung
sind die Abstandhalter 40 für ein Rinnensystem mit Seitenschlitz
50 im Vergleich zur Ausführung
mit Mittenschlitz 21 abweichend ausgebildet. Der Abstandshalter 40 wird
im Rahmen der weiteren Montage auf das untere Winkelelement 30 aufgesetzt,
wobei auch hier ein oder mehrere Anschlussplättchen 12 die Umkantung 17 des
anliegenden Wandelementes 34 des unteren Winkelelements 30 jeweils
untergreift bzw. untergreifen. Die Anschlussplättchen 41 bzw. 41' sind jedoch
jeweils mit einem auf dem Deckelelement 33 aufliegenden
Bandelement 42, 42' verbunden,
die in ein gemeinsames Stufenelement 43 münden.
-
Im
Rahmen der weiteren Montage wird dann gemäß 10 auf
das untere Winkelelement 30 ein oberes Winkelelement 44 aufgesetzt.
Dazu wird einfach das obere Winkelelement 44 mit seinem
im Wesentlichen vertikalen Wandelement 34 und der entsprechenden
Umkantung 17 bei dem entsprechenden Anschlussplättchen 41' des Abstandshalters 40 eingehängt, wobei
auch das obere Winkelelement 44 mit einem zusätzlichen
Langloch 45 versehen ist, das mit dem weiteren Langloch 32 des
unteren Winkelelementes 30 fluchtet. Durch diese Langlöcher 32, 45 kann
die Rinnenabdeckung 20 mit weniger Schrauben zusammengefasst
werden.
-
In
diesem Montagestadium bildet das untere Winkelelement 30 mit
dem oberen Winkelelement 44 im Wesentlichen eine gegenüber dem
Rinnenunterteil 1 weiterhin bewegliche Rinnenabdeckung 20 aus, die
jedoch im Unterschied zu der in den vorstehenden Figuren erläuterten
Rinnenabdeckung 20 nicht mit einem Mittenschlitz, sondern
vielmehr mit einem Seitenschlitz 50 versehen ist. Diese
Rinnenabdeckung 20 kann nun analog der Verbindung einer
Rinnenabdeckung mit einem Mittenschlitz durch die Langlöcher 32, 45 und
den entsprechenden Befestigungsschrauben 23 durch die Langlöcher 26 mit
den Brückenprofilen 25 verbunden
und damit in seiner Relativlage gegenüber dem Rinnenunterteil 1 festgelegt
werden.
-
Bei
richtigem Verständnis
der Erfindung kann sowohl die Ausführung für den Schwerlastbereich, wie
auch für
den Leichtlastbereich jeweils mit Seiten- oder Mittenschlitz 21 oder
50 analog den vorstehend beschriebenen Ausführungen montiert werden.
-
Vorstehend
ist somit ein Rinnensystem beschrieben, das sich dadurch auszeichnet,
bis zur Endmontage feinjustierbar zu sein, indem insbesondere die
Lage der Rinnenabdeckung 20 relativ zum Rinnenunterteil 1 erst
bei der endgültigen
Montage im letzten Montageschritt bauseitig festgelegt wird. Die
genaue Ausgestaltung der Rinne, bzw. die Anpassung an den jeweiligen
Einsatzort kann in einfacher Weise durch Varianz der Abstandshalter
werksseitig variiert werden. Durch die Länge der Anschlussplättchen 12, 41, 41' wird dabei
die Halshöhe der
Schlitzabdeckung und durch die Länge
des Distanzstücks 13 der
Abstandshalter 11, 40 die Schlitzweite der jeweiligen
Entwässerungsschlitze 20, 51 definiert.
-
- 1
- Rinnenunterteil
- 2
- Außenverrippung
- 3,
3'
- Anschlussstutzen
- 4
- Rinnenwandung
- 5
- Knebeltasche
- 6
- Rinnenzarge
- 7
- Schraublöcher
- 10
- Knebelbrücke
- 11
- Abstandshalter
- 12
- Anschlussplättchen
- 13
- Distanzstück
- 14
- Querspange
- 15,
15'
- Winkelelement
- 16
- Wandelement
- 17
- Umkantung
- 20
- Rinnenabdeckung
- 21
- Mittenschlitz
- 22
- Schrauben
- 23
- Befestigungs
-
- schrauben
- 24
- Halteschnalle
- 25
- Brückenprofile
- 26
- Langloch
- 30
- unteres
Winkel
-
- element
- 31
- Durchbrechung
- 32
- weiteres
Langloch
- 33
- Deckelelement
- 34
- Wandelement
- 35
- Umkantung
- 36
- Stegelement
- 40
- Abstandshalter
- 41,
41'
- Anschlussplättchen
- 42,
42'
- Bandelement
- 43
- Stufenelement
- 44
- oberes
Winkelelement
- 45
- zusätzliches
Langloch
- 46
- Steckschlitz
- 47
- Verbindungsstück
- 50
- Seitenschlitz