DE102004049146A1 - Wasservernadelungsvorrichtung - Google Patents
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Abstract
In
einer vorbekannten hydrodynamischen Vernadelungsvorrichtung soll
die zu verfestigende oder zu veredelnde Warenbahn insgesamt oder
nur teilweise durch eine Wahrenbahneinzugs-Hilfsvorrichtung selbsttätig, also
automatisch eingefahren werden. Die Hilfsvorrichtung kann mit einem
am Anfang der Warenbahn befestigten Vorläufer arbeiten, der in die Gesamtmaschine
eingezogen wird, oder es wird nur ein Teil der ggf. unzugänglichen
Walzen von einer Hilfsvorrichtung umfahren und damit die Warenbahn
in die vorgesehene Warenbahnführung eingefädelt.
Description
- Eine hydrodynamische Vernadelungsvorrichtung ist allgemein bekannt. Sie ist im Oberbegriff des ersten Anspruchs wiedergegeben. Übliche dort angeordnete Endlosbänder oder die eigentliche Vernadelungstrommel sind selbsteinfädelnd für die neu zulaufende Warenbahn, die Warenbahn ist nur an die jeweilige Walze anzulegen, dann sollte der Weitertransport der Warenbahn automatisch fortfahren. Es gibt aber auch Vorrichtungen dieser Art, die nicht nur sehr groß in ihren Höhenmaßen sind, so dass eine Bedienungsperson die einzelnen Warenbahnförderelemente nicht mehr erreicht, und/oder die Warenbahn kann eine Breite aufweisen, die nur schlecht manipulierbar ist. Mehrere Personen müssen beim Einfädeln der Warenbahn behilflich sein, auch müssen sie über ein Gerüst die notwendige Einführhöhe ersteigen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu entwickeln mit der eine Warenbahn automatisch, im wesentlichen ohne Hilfe einer Bedienungsperson über einzelne oder alle Umlenkwalzen gelegt werden kann.
- Ausgehend von der Vorrichtung gemäß Oberbegriff wird die gestellte Aufgabe dadurch gelöst, dass für den Start der Vorrichtung, zum Einzug der Warenbahn über die einzelnen Walzen der Gesamt- oder nur einzelner Teile der Vorrichtung eine Warenbahneinzugs-Hilfsvorrichtung vorgesehen ist. Die Einfädelvorrichtung kann eine eigene unabhängig von den Elementen der Vernadelungsvorrichtung vorgesehene Konstruktion haben oder sie kann an den sowieso vorgesehenen Walzen für die Führung der Warenbahn gelagert sein. Zweckmäßigerweise dient zur Einfädelung lediglich ein eindimensionaler Förderer, der mit einer Befestigungsvorrichtung für die Warenbahn zum Einfädeln angetrieben vorläuft und dann für einen neuen Einsatz reversibel wieder zurück zum Einlauf gezogen wird.
- Eine Vorrichtung der erfindungsgemäßen Art ist in der Zeichnung beispielhaft dargestellt. Die Figur zeigt eine Wasservernadelungsvorrichtung mit zwei Vernadelungsstationen und in diesem Fall dann zwei Einfädelvorrichtungen.
- In einem Gehäuse
1 sind gemäß Beispiel die beiden Vernadelungsstationen A und B angeordnet. Sie bestehen jeweils aus einer Siebtrommel2 ,3 , die gegen Uhrzeigersinn angetrieben umlaufen. Den Siebtrommeln2 ,3 sind oberhalb mehrere Düsenbalken4 radial zugeordnet und in dem Gehäuse1 ortsfest gelagert. Innerhalb der Siebtrommeln sind in Höhe der aus den Düsenbalken austretenden Düsenstrahlen Absaugvorrichtungen vorgesehen, die hier aber nicht dargestellt sind. - Die Warenbahn läuft in die Vernadelungsvorrichtung in Richtung des Pfeils
6 in der grundsätzlichen Warentransportrichtung ein, und zwar auf dem Endlosband7 liegend, dessen oberes Trum tangential an der Unterseite der Siebtrommel2 anliegt. Anschließend umschlingt die Warenbahn5 die Siebtrommel2 um mehr als 180° und wird in Höhe des Einlaufs mittels einer Umlenkwalze8 nach oben umgelenkt. Dort sind drei weitere Umlenkwalzen9 im Gehäuse1 oberhalb der Siebtrommel2 drehbar gelagert, die die Warenbahn5 wieder zurück in Richtung der grundsätzlichen Warentransportrichtung umlenken und tragen. Es folgt eine gleiche Vernadelungsstation B mit der Siebtrommel3 , die bei diesem Ausführungsbeispiel wiederum gegen Uhrzeigersinn umläuft und auf der wiederum die bereits vernadelte Seite der Warenbahn5 von den Düsenstrahlen beaufschlagt wird. In Folge sind auch dort ähnlich angeordnete Umlenkwalzen8' und oberhalb der Siebtrommel3 die Walzen9' drehbar gelagert, um die vernadelte Warenbahn5' in Transportrichtung6 aus der Vorrichtung entfernen zu können. - Im Ausführungsbeispiel sind die Siebtrommeln
2 ,3 in Arbeitshöhe der Bedienungsperson angeordnet. Deshalb ist dort das Einfädeln der Warenbahn5 leicht zu tätigen. Anders ist die Rückführung der Warenbahn von der Umlenkwalze8 über die Walzen9 hin zu der Ablaufwalze10 jetzt wieder in Höhe der Siebtrommel3 , an der die Warenbahn wieder von der Bedienungsperson ergriffen werden kann. Die Walzen9 sind im Gehäuse1 schwer zugänglich und je nach Größe der Gesamtvorrichtung weit oberhalb der Reichweite der Bedienungsperson angeordnet. Aus diesem Grund ist in diesem Ausführungsbeispiel eine Einfädelvorrichtung nur für die oberen Umlenkwalzen9 dargestellt. - Eine ähnliche oder anders aufgebaute Einfädelvorrichtung kann auch für die Einfädelung der Warenbahn in die ganze Vernadelungsvorrichtung mit den Stationen A und B eingebaut sein. Diese könnte automatisch oder halbautomatisch tätig werden. Eine vollautomatische Einfädelvorrichtung könnte aus einem Vorläufer bestehen, der vor der Vernadelungsvorrichtung mit einem zusätzlichen Wasservernadelungsbalken an der Warenbahn vollflächig befestigt wird und der dann mittels Seile, mittels scherenförmig den Vorläufer ergreifender und führender Seile die Warenbahn um alle Walzen, Umlenkwalzen, entlang von Bändern od. dgl. genau wie bei der zur Vernadelung vorgesehenen Warenbahnführung führt und sogar die Warenbahn in den meist folgenden Trockner einfädeln kann.
- Zum Einzug der Warenbahn kann ein Überführungsband, eine Kette oder ein Seil zum Einsatz kommen. Für den Antrieb dieser Elemente für den Einzug der Warenbahn ist wichtig, die Warenbahn mit konstantem Drehmoment, mit konstanter Zugkraft einzufädeln. Dies kann manuell, mit einem Elektro- oder Pneumatikmotor, mit einem Drehmagnet oder mit Torsionsfedern erfolgen.
- In vorliegendem Fall ist für die Einfädelung der Warenbahn
5 ein reversibler linienförmiger Förderer11 vorgesehen mit in Höhe der Umlenkwalzen9 im Gehäuse1 angeordnetem, reversibel antreibbarem Winder12 , von dem der Förderer11 wie z. B. ein Seil nach unten um eine in Höhe der Siebtrommel2 angeordnete Umlenkwalze13 geführt ist. Dort ist in dem aufwärts laufenden Trum des Förderers11 eine für die einzuziehende Warenbahn5 lösbare Befestigungsvorrichtung14 angeordnet, die hier als eine Seilschlaufe dargestellt ist. Jede andere Befestigung wie eine vorher erfolgte Verbindung der Warenbahn mit ggf. einem Vorläufer, ein Klettverschluss, ein einfacher Haken, Ösen oder ähnliche Elemente können hier zum Einsatz kommen. Jedenfalls wird hier die einzuziehende Warenbahn5 an dem Förderer befestigt und durch den Zug des Förderers von einem reversiblen Winder15 unterhalb der Ablaufwalze10 über die Umlenkwalzen9 gezogen. - Nach Lösen der Warenbahn von dem Förderer
11 in Höhe der Ablaufwalze10 wird die Warenbahn5 von der Bedienungsperson wieder erfasst und um die Siebtrommel3 der nachfolgenden Vernadelungsstation B geführt. Für diese folgende Vernadelungsstation ist die gleiche Einfädelvorrichtung mit der gleichen Arbeitsweise vorgesehen, weswegen in der Zeichnung gleiche Bezugszeichen angegeben sind. - Die Warenbahn kann eine schmale, aber auch eine große Breite von mehr als 5 m aufweisen. Bei großen Breiten ist es vorteilhaft, den Anfang der Warenbahn in der Breite zu verkleinern. Der hier vorgesehene Linienförderer
11 ist an der einen Seite der Walzen2 ,3 ,8 ,9 10 angeordnet und dort in einer kleinen Verbreiterung der Walzen an deren Außenumfang geführt.
Claims (18)
- Wasservernadelungsvorrichtung zur Strahlverfestigung oder -veredelung der Fasern von Warenbahnen, die kontinuierlich durch eine Vorrichtung mit die Warenbahn transportierenden, in einem Gehäuse gelagerten Walzen und ggf. Endlosbändern geführt wird, wobei diesen auf der der Auflageflächen gegenüberliegenden Seite zumindest ein Düsenbalken quer über die Arbeitsbreite zugeordnet ist, der besteht aus a) einem Oberteil mit über seine Länge angeordneter Druckkammer, der die unter Druck stehende Flüssigkeit z. B. stirnseitig zugeführt ist, und b) parallel dazu mit Zwischenwandung eine Druckverteilkammer, die mit der Druckkammer über in der Zwischenwandung angeordneten Flüssigkeitsdurchflussbohrungen verbunden ist, und c) einem an dem Unterteil flüssigkeitsdicht gelagerten Düsenblech mit den Öffnungen für die Düsen, wobei d) die Druckverteilkammer an dem den Flüssigkeitsdurchflussbohrungen gegenüberliegenden Bereich in einen Schlitz ausläuft, der auf die Düsenöffnungen des Düsenblechs ausmündet, aus denen die Düsenstrahlen gegen die Warenbahn und auf die Transportunterlage mit Wasserabsaugeinrichtung gerichtet sind, und ggf. in dieser Vorrichtung die Warenbahn entgegen der grundsätzlichen Transportrichtung führenden weiteren Umlenkwalzen, die unterhalb oder oberhalb der eigentlichen Wasservernadelung angeordnet sind und über die die Warenbahn um die Wasservernadelung herum geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass für den Start der Vorrichtung, zum Einzug der Warenbahn (
5 ) über die einzelnen Walzen (9 ,9' ) der Gesamt- oder nur einzelner Teile der Vorrichtung eine Warenbahneinzugs-Hilfsvorrichtung (11 ,12 ,14 ,15 ) vorgesehen ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Warenbahneinzugs-Hilfsvorrichtung nur für einen Teil des Weges der Wahrenbahn in der Vernadelungsvorrichtung vorgesehen ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Warenbahneinzugs-Hilfsvorrichtung für den ganzen Weg der Wahrenbahn in der Vernadelungsvorrichtung vorgesehen ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Warenbahneinzugs-Hilfsvorrichtung teil- oder vollautomatisch wirksam ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 – 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Warenbahneinzugs-Hilfsvorrichtung (
11 ,12 ,14 ,15 ) am Gehäuse (1 ) der Gesamtvorrichtung angeordnet ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 – 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Warenbahneinzugs-Hilfsvorrichtung mit Elementen versehen ist, die während des Einzugs der Warenbahn endlos umlaufen.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 – 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Warenbahneinzugs-Hilfsvorrichtung (
11 ,12 ,14 ,15 ) mit Elementen (12 ,15 ) versehen ist, die reversibel aktiv sind. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Warenbahneinzugs-Hilfsvorrichtung mit nur für diese vorgesehenen Umlenkwalzen umläuft.
- Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Warenbahneinzugs-Hilfsvorrichtung (
11 ,12 ,14 ,15 ) von den für den Transport der Warenbahn (5 ) in der Vernadelungsvorrichtung vorgesehenen Umlenkwalzen (9 ,9' ) getragen ist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die z. B. unverfestigte Warenbahn über zumindest eine Teilbreite an einem Vorläufer befestigt ist, der von der Warenbahneinzugs-Hilfsvorrichtung durch die Vernadelungsvorrichtung geführt ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorläufer mit der Warenbahn durch Wasservernadelung verbunden ist.
- Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Warenbahneinzugs-Hilfsvorrichtung (
11 ,12 ,14 ,15 ) aus einem linienförmigen Förderer (11 ) besteht, der am Außenumfang der Walzen (9 ,9' ) und an deren Stirnseite, wie Bedienseite gelagert ist. - Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderer (
11 ) an den Walzen seitlich unverschiebbar geführt ist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Gehäuse (
1 ) zwei durch den Förderer (11 ) miteinander verbundene hin und zurück angetrieben umlaufende Aufwickelvorrichtungen (12 ,15 ) angeordnet sind. - Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die reversiblen Aufwickelvorrichtungen (
12 ,15 ) einmal in Höhe des in Transportrichtung (6 ) der Warenbahn gesehenen notwendigen Einlaufs der Warenbahn (5 ) und zum anderen im Bereich seines Auslaufs bezogen auf eine Vernadelungseinheit (A, B) angeordnet sind. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Förderer (
11 ) eine für die einzuziehende Warenbahn (5 ) lösbare Befestigungseinrichtung (14 ) für die oder einen Teil der Warenbahn (5 ) vorgesehen ist. - Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung als Schlaufe (
14 ) in oder an dem linienförmigen Förderer (11 ) vorgesehen ist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die reversible Zugvorrichtung (
15 ) im Bereich des Auslaufs der Vernadelungsvorrichtung (A, B) bei Erreichen der Befestigungsvorrichtung (14 ) in Höhe des Auslaufs automatisch stoppt und auf Befehl hin die Befestigungsvorrichtung (14 ) durch Aufwicklung der Einlaufwickelvorrichtung (12 ) wieder zurück transportiert ist.
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