DE102004031798A1 - Türkantenschutz einer Schwenktür eines Kraftfahrzeuges - Google Patents
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Abstract
Ein Türkantenschutz (1) einer Schwenktür eines Kraftfahrzeuges, der zwischen einer Wirk- und einer Ablagefunktion durch Schwenken um eine parallel zu der zu schützenden Türkante verlaufende Schwenkachse zwangsgekoppelt zu der Schwenkbewegung der Tür verlagerbar ist, zeichnet sich durch folgende Merkmale seines Verlagerungsantriebes aus: DOLLAR A - Eine Wippe (5) lenkt eine Zugkraft in eine Druckkraft um, DOLLAR A - die Wippe (5) befindet sich in einem Kraftpfad zwischen dem verlagerbaren Türkantenschutz und einem karosseriefesten Ort im Bereich eines Schwenklagers der Tür innerhalb der Tür, wobei der Zugkraftbereich zwischen karosseriefestem Ort und Wippe (5) und der Druckkraftbereich zwischen Wippe (5) und Türkantenschutz (1) liegt, DOLLAR A - bei einem Schwenken der Tür wirken die Zug- und Druckkräfte zwangsweise auf die Enden der Wippe (5) ein, wobei die Zugkraft über eine Zugfeder (9) und die Druckkraft über eine Druckstange gegen die Kraft einer Druckfeder (10) übertragen werden, DOLLAR A - in der Ablageposition des Türkantenschutzes (1) übersteigt die von der Druckfeder (10) ausgehende Kraft diejenige der Zugfeder (9), während das Kräfteverhältnis bei ausgefahrenem Türkantenschutz umgekehrt ist.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Türkantenschutz einer Schwenktür eines Kraftfahrzeuges nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Ein solcher Türkantenschutz ist aus
DE 1 988 490 U1 bekannt. Die zwangsweise Verlagerung des Türkantenschutzes durch ein Schwenken der Tür wird dort durch eine Kombination von einer Kupplungsstange und einem von dieser über eine Kupplung aktivierbaren Seilzugmechanismus bewirkt. Bei dem Seilzugmechanismus werden durch eine Seiltrommel zwei Seilzüge um eine in der Schwenkachse des Türkantenschutzes installierte zweite Seiltrommel derart bewegt, dass die mit dem Türkantenschutz verbundene Seiltrommel das Schwenken des Türkantenschutzes bewirken kann. Die Kupplung ist derart aufgebaut, dass eine Zwangskopplung zwischen den Schwenkbewegungen der Tür und des Türkantenschutzes durch Handbedienung aufgehoben werden kann. - Die Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, eine gattungsgemäße Türkantenschutz-Einrichtung mit einem andersartigen, einfach aufgebauten und sicher funktionierenden Antrieb zum Verlagern des Türkantenschutzes auszurüsten.
- Gelöst wird dieses Problem durch die Ausbildung einer gattungsgemäßen Türkantenschutz-Einrichtung nach den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1.
- Vorteilhafte und zweckmäßige Ausgestaltungen dieser Lösung sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, einen Antrieb mit einem Antriebsstrang einzusetzen, in dem durch Kraftumleitung zwischen durch die Schwenkbewegung der Tür ausgelöster Antriebskraft und Abtriebskraft zum Verlagern des Türkantenschutzes eine Wippe als Kupplung eingesetzt wird. Zur Lagestabilisierung der Wippe und damit einer jeweils stabilen Ablage und Wirklage des Türkantenschutzes steht die Wippe unter Federkraftbeaufschlagung, und zwar in beiden vorgenannten Positionen bei einem jeweils von einer der beiden Federn gegenüber der anderen ausgehenden Kraftüberschuss. Hierdurch sind in beiden Endpositionen des Türkantenschutzes die beiden Federn jeweils definiert auf Druck bzw. Zug belastet. Auf diese Weise kann in dem Antriebsstrang kein Spiel entstehen.
- Von der Wippe erfolgt die direkte Kraftübertragung auf den zu verschwenkenden Türkantenschutz durch eine Druckstange, wobei bei einem Ausschwenken des Türkantenschutzes die Druckfeder zwischen Wippe und der Stirnwand der verschwenkbaren Tür gespannt wird.
- Die Kraftübertragung von dem karosserieseitigen Ort im Bereich der Türschwenkachse zu der Wippe erfolgt über ein Zugseil, dessen Anlenkung an die Wippe über eine Zugfeder erfolgt.
- Ein vorteilhaftes, nachstehend noch näher erläutertes Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung dargestellt.
- In dieser zeigen
-
1 eine schematische Darstellung des Türkantenschutzes in dessen beiden Endpositionen bei einem Horizontalschnitt durch den Türkantenbereich, -
2 eine Ansicht auf einen Ausschnitt aus einer Stirnseite einer Kraftfahrzeug-Schwenktür mit Türkantenschutz, -
3 eine Ansicht auf eine Wippe als Kupplung im Antriebsstrang des Türkanten-Verlagerungsmechanismus, -
4 eine Anlenkung des Türkantenschutz-Verlagerungsantriebsstranges an einen karosseriefesten Ort, -
5 die Ansicht nach3 mit einer Lage der Wippe bei ausgefahrenem Türkantenschutz, -
6 eine Ansicht auf eine Türkante entsprechend1 mit voll ausgefahrenem Türkantenschutz. - Der erfindungsgemäße Türkantenschutz
1 befindet sich an der Stirnseite einer um eine Fahrzeughochachse schwenkbaren Tür an deren Außenkante. - Konkret besteht der Türkantenschutz
1 aus einer Gummileiste mit einem diese von innen versteifenden Blechprofil2 . In der Stirnfläche der Fahrzeugtür ist die als Türkantenschutz1 dienende Gummileiste in Scharnieren3 schwenkbar gelagert. - Aktiviert wird der Türkantenschutz
1 beim Öffnen der Tür über einen Mechanismus, der sich im Inneren der Tür befindet, wozu insbesondere auf2 verwiesen wird. Dieser Mechanismus umfasst eine Grundplatte4 mit einer an dieser gelagerten Wippe5 und einer als Rückstellfeder wirkenden Druckfeder10 . Die Kraftübertragung von der Wippe5 zu dem Türkantenschutz1 erfolgt über eine Druckstange6 , die über ein Gelenk6' die Schwenkarmbewegung des Türkantenschutzes ausüben kann. - Bei einem Öffnen der Tür wird über ein Fangband
7 einer Türbremse – wie in3 dargestellt – ein Zugseil8 gespannt, wodurch eine als Ausgleichsfeder dienende Zugfeder9 gedehnt wird. Erreicht die Zugkraft der Zugfeder9 die Vorspannkraft der Druckfeder10 , so wird die Wippe5 geschwenkt. Hierdurch wird über die Druckstange6 der Türkantenschutz1 in seine Wirkposition geschwenkt. Bei dieser Bewegung wird die Druckfeder10 durch ein Zusammendrücken gespannt. -
5 zeigt eine Position der Wippe5 mit einer gespannten Druckfeder10 , die der Wirkposition des Türkantenschutzes1 entspricht. - In dieser Wirkfunktion umgreift die als U-förmiges Profil ausgebildete Gummileiste des Türkantenschutzes
1 die zu schützende Türkante. - Beim Schließen der Tür sorgt die gespannte, als Rückstellfeder wirkende Druckfeder
10 dafür, dass der Türkantenschutz1 seine Ablageposition in der Stirnfläche der Tür einnimmt, das heißt in dem Türfalz verschwindet. Dies geschieht kurz bevor die Tür vollständig geschlossen ist. Der genaue Zeitpunkt des Einklappens des Türkantenschutzes1 lässt sich über die Federraten der als Rückstellfeder dienenden Druckfeder10 und der als Ausgleichsfeder dienenden Zugfeder9 einstellen. - Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Türkantenschutz-Einrichtung besteht darin, dass bei der Betätigung des Türkantenschutzes lediglich eine Drehbewegung in einem Scharniergelenk ausreicht, um den Türkantenschutz in die ausgeklappte Wirkposition zu bringen. Dies bedeutet, dass keine weiteren Hubbewegungen notwendig sind. Bei der Darstellung in
1 stellt sich daher die Innenseite A des Kantenschutzes als Teil eines Kreises B um die Achse C des Scharniers3 dar. - Alle in der Beschreibung und in den nachfolgenden Ansprüchen dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Form miteinander erfindungswesentlich sein.
Claims (4)
- Türkantenschutz einer Schwenk-Tür eines Kraftfahrzeuges, der zwischen einer Wirk- und einer Ablageposition durch Schwenken um eine parallel zu der zu schützenden Türkante verlaufende Schwenkachse verlagerbar ist, wobei die Schwenkbewegungen von Tür und Türkantenschutz zwangsgekoppelt sind, gekennzeichnet durch einen Verlagerungsantrieb des Türkantenschutzes mit den Merkmalen – eine Wippe (
5 ) lenkt eine Zugkraft in eine Druckkraft um, – die Wippe (5 ) befindet sich in einem Kraftpfad zwischen dem verlagerbaren Türkantenschutz (1 ) und einem karosseriefesten Ort im Bereich eines Schwenklagers der Tür innerhalb der Tür, wobei der Zugkraftbereich zwischen karosseriefestem Ort und Wippe (5 ) und der Druckkraftbereich zwischen Wippe (5 ) und Türkantenschutz (1 ) liegt, – bei einem Schwenken der Tür wirken die Zug- und Druckkräfte zwangsweise auf die Enden der Wippe (5 ) ein, wobei die Zugkraft über eine Zugfeder (9 ) und die Druckkraft über eine Druckstange gegen die Kraft einer Druckfeder (10 ) übertragen werden, – in der Ablageposition des Türkantenschutzes (1 ) übersteigt die von der Druckfeder (10 ) ausgehende Kraft diejenige der Zugfeder (9 ), während das Kräfteverhält nis bei ausgefahrenem Türkantenschutz (1 ) umgekehrt ist. - Türkantenschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugfeder (
9 ) direkt an die Wippe (5 ) angelenkt ist und sich an diese ein an den Befestigungsort an der Karosserie führendes Zugseil (8 ) anschließt. - Türkantenschutz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfeder (
10 ) zwischen Wippe (5 ) und Türstirnwand eingespannt ist. - Türkantenschutz nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckstange (
6 ) schwenkbar an dem Türkantenschutz (1 ) angelenkt ist.
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Publications (1)
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| DE102004031798A1 true DE102004031798A1 (de) | 2006-01-19 |
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Family Applications (1)
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