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Verfahren
zur Herstellung einer vergrabenen n-dotierten Halbleiterzone in
einem Halbleiterkörper und
Halbleiterbauelement Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren
zur Herstellung einer vergrabenen n-dotierten Halbleiterzone in
einem Halbleiterkörper.
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Vergrabene
n-dotierte Halbleiterzonen werden beispielsweise in vertikalen Leistungsbauelementen,
wie Leistungs-IGBT, Leistungsdioden, Leistungsthyristoren oder Leistungs-MOSFET
als sogenannte Pufferzonen oder Feldstoppzonen benötigt. Bauelemente
mit vergrabenen, also beabstandet zu einer Oberfläche eines
Halbleiterkörpers
angeordneten n-dotierten (Feldstopp-)Zonen sind beispielsweise in
der
DE 100 53 445
C2 , der
DE
102 43 758 A1 , der
EP
0 594 049 A1 oder
DE
102 07 522 A1 beschrieben. Die Funktion und die Vorteile
von Feldstoppzonen in Leistungsbauelementen sind beispielsweise
in Niedernostheide, F.-J. et al.: "13kV Rectifiers: Studies on Diodes and
Asymmetric Thyristors",
Proceedings ISPSD 2003 (Cambridge, UK), Seiten 122-125, oder in
der
DE 198 29 614
A1 beschrieben.
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Vergrabene
Feldstoppzonen lassen sich beispielsweise mittels hinlänglich bekannter
Epitaxieverfahren herstellen, indem auf einem Halbleitersubstrat
aufeinanderfolgend dotierte Halbleiterschichten abgeschieden werden,
deren Dotierung so gewählt ist,
dass in dem resultierenden Halbleiterkörper der gewünschte Dotierungsverlauf
erreicht wird.
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Eine
weitere Möglichkeit
zur Herstellung einer vergrabenen n-dotierten Halbleiterzone besteht darin,
die Halbleiterzone als oberflächennahe
dotierte Zone eines ersten Halbleiterkörpers zu erzeugen, was beispielsweise
mittels eines Diffusionsverfahrens, bei dem Dotierstoffatome in
den Halbleiterkörper
eindiffundiert werden, erfolgen kann. Der dotierte Halbleiterkörper wird
anschließend
mit einem zweiten Halbleiter körper
an der dotierten Seite verbunden, woraus ein Halbleiterkörper mit
einer vergrabenen dotiertem Halbleiterzone resultiert. Zur Verbindung
der Halbleiterkörper
eignen sich sogenannte Waferbond-Verfahren.
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Sowohl
Epitaxieverfahren als auch Waferbond-Verfahren besitzen den Nachteil,
aufwendig und daher teuer zu sein. Das Waferbondverfahren besitzt
darüber
hinaus den Nachteil, dass die Ladungsträgerlebensdauer in dem verbundenen
Halbleiterkörper
im Bereich der Grenzfläche
zwischen den beiden ursprünglichen
Halbleiterkörpern
deutlich reduziert ist, was sich nachteilig auf die Funktion, insbesondere
das Abschaltverhalten, eines Bauelements mit einer auf diese Weise
erzeugten vergrabenen Zone auswirken kann.
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In
der oben genannten
DE
102 43 758 A1 ist beschrieben, eine vergrabene Feldstoppzone
durch Protonenbestrahlung und einen nachfolgenden Ausheilschritt
bei Temperaturen zwischen 250°C
und 500°C
herzustellen. Durch die Protonenbestrahlung werden zum Einen Defekte
in dem Halbleiterkörper erzeugt
und zum Anderen wird dadurch Wasserstoff in den Halbleiterkörper eingebracht,
wobei aus den Defekten und dem Wasserstoff während des Ausheilschrittes
wasserstoffinduzierte Donatoren bzw. wasserstoffkorrelierte Donatoren
entstehen. Die durch ein solches Verfahren erzeugten Dotierungsprofile folgen
im Wesentlichen der Verteilung der durch die Bestrahlung hervorgerufenen
Primärdefekte.
Diese Verteilung verläuft
in Bestrahlungsrichtung gaußförmig, wobei
die Halbwertsbreite bei Protonenbestrahlung vergleichsweise schmal
ist, woraus bei Verwendung nur einer Bestrahlungsenergie eine schmale dotierte
Zone resultiert.
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Ziel
der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung
einer vergrabenen n-dotierten Halbleiterzone zur Verfügung zu
stellen, welches insbesondere die Herstellung breiterer dotierter Zonen
ermöglicht.
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Dieses
Ziel wird durch ein Verfahren nach Anspruch 1 erreicht. Vorteilhafte
Ausgestaltungen des Verfahrens sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
zur Herstellung einer vergrabenen n-dotierten Halbleiterzone in
einem Halbleiterkörper
umfasst das Erzeugen einer Sauerstoffkonzentration wenigstens in
dem zu dotierenden Bereich in dem Halbleiterkörper, das Bestrahlen des Halbleiterkörpers über eine
Seite mit nicht-dotierenden
Teilchen zur Erzeugung von Defekten in dem zu dotierenden Bereich
und das Durchführen
eines Temperaturschrittes bei Temperaturen zwischen 380°C und 500°C.
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Die
für die
Bestrahlung des Halbleiterkörpers verwendeten
Teilchen sind vorzugsweise Ionen mehr als einwertiger Elemente,
wie beispielsweise Heliumionen oder Kohlenstoffionen. Des Weiteren
sind Halbleiterionen, wie beispielsweise Siliziumionen bei Verwendung
eines Silizium-Halbleiterkörpers,
geeignet.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren, werden
die durch die Bestrahlung erzeugten Defekte durch den nachfolgenden
Temperaturprozess umgewandelt, wobei sogenannte thermische Doppeldonatoren
(TDDen) entstehen, die im Wesentlichen einen Defektkern und an den
Defektkern angelagerte Sauerstoffatome umfassen. Das sich ausbildende
Donatorprofil wird durch das Primärdefektprofil, also das Profil
der sich durch die Bestrahlung einstellenden Primärdefekte,
beeinflusst. Das Verteilungsprofil der Donatoren in dem Halbleiterkörper entspricht
einem gegenüber
dem Verteilungsprofil der Primärdefekte verbreiterten
Profil, sofern die Sauerstoffkonzentration in dem Bereich der Primärdefekte
wenigstens annähernd
als gleichverteilt angenommen werden kann, d.h. in dem Bereich der
Primärdefekte
räumlich nicht
zu stark schwankt. Der Ort des Maximums der Defektverteilung ausgehend
von der Bestrahlungsseite bzw. der Abstand des Ortes dieses Maximums von
der Bestrah lungsseite ist abhängig
von der Bestrahlungsenergie und der Art der verwendeten nicht-dotierenden
Teilchen.
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Die
physikalische Beschaffenheit von TDDen ist in C.A.J. Ammerlean,
EMIS Datareview Series No. 20 (1999), S. 663-668, beschrieben.
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Die
zur Bildung der thermischen Doppeldonatoren erforderliche Sauerstoffkonzentration
in dem Halbleiterkörper
wird vor der Bestrahlung mit nicht-dotierenden Teilchen beispielsweise
durch einen Oxidationsschritt eingestellt, bei dem der Halbleiterkörper in
einer Sauerstoffatmosphäre
aufgeheizt wird. Bei der Herstellung von Leistungsbauelementen,
wie beispielsweise Leistungsdioden, Leistungs-IGBTs oder Leistungsthyristoren,
ist einer der ersten Prozessschritte des Herstellungsverfahrens üblicherweise
ein solcher Oxidationsschritt, so dass die zur Herstellung von Leistungsbauelementen
verwendeten Halbleiterkörper
ohnehin eine ausreichende Sauerstoffkonzentration besitzen, die
im Bereich von einigen 1016 cm–3 liegt.
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Im
Vergleich zu dem bekannten Verfahren, bei dem eine vergrabene n-dotierte
Halbleiterzone durch eine Protonenimplantation und einen nachfolgenden
Ausheilschritt hergestellt wird, kann durch die Implantation mehr
als einwertiger Ionen die Breite des Bereiches mit hoher Defekthäufigkeit
und damit die Breite des daraus resultierenden Bereiches hoher n-Dotierung
deutlich vergrößert werden.
Darüber
hinaus verkleinert sich der Gradient, mit dem die Dotierungskonzentration
des durch das Verfahren erzeugten n-dotierten Bereiches in Richtung
solcher Bereiche, die durch das Verfahren nicht dotiert werden,
abfällt.
Simulationen zeigen, dass das Abschaltverhalten von Leistungsbauelementen,
beispielsweise von Leistungsdioden, deutlich verbessert werden kann, wenn
die Bauelemente eine Feldstoppzone mit einem Dotierungsverlauf in
vertikaler Richtung zur Oberfläche
mit einem solchen kleinen Gradienten in Richtung des Bauelementinnern
besitzen. Bei dem erfin dungsgemäßen Verfahren
kann die Bestrahlung des Halbleiterkörpers über die eine Seite ganzflächig erfolgen,
woraus eine n-dotierte Halbleiterzone resultiert, die in einer vertikalen
Richtung des Halbleiterkörpers
beabstandet zu der einen Seite angeordnet ist und die sich in einer
lateralen Richtung vollständig durch
den Halbleiterkörper
erstreckt.
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Die
Bestrahlung des Halbleiterkörpers
mit den nicht-dotierenden
Bereichen kann außerdem auch
maskiert unter Verwendung einer Maske durchgeführt werden, woraus vergrabene
n-dotierte Abschnitte
resultieren, deren Abmessungen in lateraler Richtung im Wesentlichen
durch die bei der Bestrahlung verwendete Maske bestimmt sind.
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Darüber hinaus
besteht die Möglichkeit, durch
die Bestrahlung und den anschließenden Temperaturschritt ein
verbreitertes Dotierungsprofil der TDDen zu erhalten, indem auf
die Bestrahlungsseite eine durchgehende Metallisierungsschicht,
beispielsweise aus Aluminium aufgebracht wird, durch welche die
Bestrahlung erfolgt. Die Bestrahlungsenergie muss gegenüber der
Bestrahlung ohne solche Schicht dabei erhöht werden, um den Ort des Maximums
an einer vorgegebenen Position zu erhalten.
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Bei
dem bisher erläuterten
Verfahren wird davon ausgegangen, dass die Sauerstoffkonzentration
in dem Bereich, in dem Primärdefekte
erzeugt werden, wenigstens annähernd
konstant ist. Eine solche gleiche Verteilung des Sauerstoffs kann
durch entsprechend lange Oxidationsschritte erreicht werden, und
ist insbesondere im oberflächennahen
Bereich, also dem Bereich, in dem üblicherweise Feldstoppzonen
in Leistungsbauelementen erzeugt werden, vorhanden. Das nicht konstante
Dotierungsprofil der Doppeldonatoren wird bei diesem Verfahren durch
die Erzeugung nicht gleichverteilter Primärdefekte erhalten.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
ist vorgesehen, das Dotierungsprofil der erzeugten Doppeldonatoren
durch ein nicht konstantes Sauerstoffkonzentrationsprofil vorzugeben.
Ein solches Sauerstoffprofil kann durch geeignete Steuerung eines
Oxidationsprozesses, durch den eine Eindiffusion von Sauerstoff
in den Halbleiterkörper
erfolgt, eingestellt werden, wobei die während des Diffusionsvorgangs
gewählte
Diffusionstemperatur und die Diffusionsdauer das Konzentrationsprofil
der eindiffundierenden Sauerstoffatome bestimmen. Primärdefekte
werden bei diesem Verfahren beispielsweise durch eine Elektronenbestrahlung
erzeugt. Eine solche Elektronenbestrahlung führt in einem durch die Bestrahlungsenergie
vorgegebenen Defektbereich zu einer im Wesentlichen homogenen Defektverteilung
in vertikaler Richtung zur Scheibenoberfläche, wenn die Beschleunigungsenergie
der Elektronen hinreichend groß gewählt ist.
An die Bestrahlung schließt
sich ein Temperaturschritt bei Temperaturen zwischen 380 °C und 500 °C an, durch
den Doppeldonatoren aus den Defekten und dem Sauerstoff gebildet
werden, wobei die Donatorkonzentration im Wesentlichen der Sauerstoffkonzentration
folgt. Mittels eines solchen Verfahrens können n-dotierte Bereiche mit
einem sehr flachen Gradienten des Dotierungsverlaufs erzeugt werden.
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Vorteilhafterweise
wird ein solches Verfahren zur Erzeugung eines Dotierungsverlaufs
mit flachem Gradienten mit einer Bestrahlung mit nicht-dotierenden
mehr als einwertigen Teilchen kombiniert. Die Elektronenbestrahlung
führt zu
einem breiteren Defektbereich mit einer niedrigeren maximalen Defektverteilung,
woraus in der Summe nach dem Ausheilschritt eine n-dotierte Zone mit
einem Abschnitt hoher Dotierungskonzentration und einer langsamen
Abnahme der Dotierungskonzentration in Richtung nicht durch das
Verfahren dotierter Bereiche entsteht.
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Die
vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Figuren
näher erläutert.
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1 veranschaulicht
ein erstes Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur
Herstellung einer vergrabenen n-dotierten Halbleiterzone während einzelner
Verfahrensschritte.
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2 zeigt
ein zweites Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Verfahrens
während
einzelner Verfahrensschritte.
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3 zeigt
in Seitenansicht im Querschnitt einen Leistungs-IGBT mit einer durch
das erfindungsgemäße Verfahren
hergestellten n-dotierten Halbleiterzone, die die Funktion einer
Feldstoppzone erfüllt.
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4 veranschaulicht
den Dotierungsverlauf in einer erfindungsgemäß hergestellten n-dotierten
Zone im Vergleich zu einer mittels Protonenbestrahlung hergestellten
Zone. Aufgetragen ist die Dotierungskonzentration über der
Tiefe des Halbleiterkörpers
ausgehend von der bestrahlten Seite.
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5 veranschaulicht
den Dotierungsverlauf für
eine Abwandlung des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei der neben
einer Bestrahlung mit nicht-dotierenden Teilchen eine Elektronenbestrahlung
erfolgt.
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In
den Figuren bezeichnen, sofern nicht anders angegeben, gleiche Bezugszeichen
gleiche Teile mit gleicher Bedeutung.
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1a zeigt in Seitenansicht im Querschnitt einen
Halbleiterkörper 100 während eines
ersten Verfahrensschrittes des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem eine
Seite 101 des Halbleiterkörpers 100 mit nicht-dotierenden
Teilchen bestrahlt wird, um diese nicht-dotierenden Teilchen in
den Halbleiterkörper 100 zu
implantieren. Die Bestrahlungsseite 101 ist dabei je nach
Verwendungszeck der durch das Verfahren hergestellten dotierten
Zone die Vorder- oder Rückseite
des Halbleiterkörpers
bzw. Halbleiterchips 100.
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Die
in den Halbleiterkörper 100 implantierten Teilchen
rufen Primärdefekte
in dem Halbleiterkörper 100 hervor,
wobei die Verteilung der Primärdefekte
in Bestrahlungsrichtung, die in den Figuren als x-Richtung bezeichnet
ist, annähernd
einer Gauß-Verteilung
folgt. Die Lage des Maximums der Primärdefektverteilung bzw. der
Abstand dieses Maximums von der Bestrahlungsseite 101 ist
dabei abhängig
von der Bestrahlungs- bzw.
Implantationsenergie und der Art der implantierten Teilchen. Die
implantierten Teilchen sind vorzugsweise mehr als einwertige Teilchen,
wie beispielsweise Heliumionen, Kohlenstoffionen oder Siliziumionen.
Die Implantationsenergie ist abhängig von
der gewünschten
Implantationstiefe gewählt,
die bei höhersperrenden
Bauelementen bis zu einigen hundert μm betragen kann. Die Implantationsenergien
für Helium
liegen hierfür
beispielsweise im Bereich zwischen 0,15 MeV und 20 MeV.
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Ein
zu der Bestrahlungsseite 101 beabstandet angeordneter Halbleiterbereich,
in dem das Maximum der Primärdefekte
liegt, ist in 1a mit 20 bezeichnet.
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An
den Bestrahlungs- bzw. Implantationsschritt schließt sich
bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
ein Ausheilschritt an, bei dem der Halbleiterkörper für eine vorgegebene Dauer auf
Temperaturen zwischen 380 °C
und 500 °C,
vorzugsweise zwischen 420°C
und 460°C
aufgeheizt wird. Die Dauer des Ausheilschrittes liegt zwischen 20
Minuten und 10 Stunden, vorzugsweise zwischen 20 Minuten und 2 Stunden.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
setzt voraus, dass in dem bestrahlten Halbleiterkörper 100 eine
vorgegebene Sauerstoffkonzentration vorhanden ist, die etwa im Bereich
von 1016 cm–3 und
darüber
liegt und die beispielsweise durch einen Oxidationsschritt vor Bestrahlung
des Halbleiterkörpers 100 einge stellt
wird. Während
des Ausheilschrittes bilden sich in dem Halbleiterkörper 100 thermische
Doppeldonatoren aus, die aus den aus der Bestrahlung resultierenden
Defekten und den vorhandenen Sauerstoffatomen bestehen und die n-dotierend
wirken. Die Verteilung dieser thermischen Doppeldonatoren in dem
Halbleiterkörper,
und damit der Verlauf der Dotierungskonzentration, folgt dabei im
Wesentlichen der aus der Bestrahlung resultierenden Primärdefektverteilung.
Der nach dem Ausheilschritt in dem Halbleiterkörper 100 beabstandet
zu der Bestrahlungsseite 101 vorhandene n-dotierte Bereich
ist in 1 mit dem Bezugszeichen 21 bezeichnet.
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Bei
dem Ausführungsbeispiel
gemäß 1 erfolgt
die Bestrahlung des Halbleiterkörpers 100 ganzflächig über die
Bestrahlungsseite 101, woraus nach dem Ausheilschritt eine
beabstandet zu der Bestrahlungsseite 101 angeordnete, sich
in lateraler Richtung über
den gesamten Halbleiterkörper 100 erstreckende
n-dotierte Halbleiterzone 21 resultiert.
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2 veranschaulicht
ein weiteres Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei
dem die Bestrahlung der Bestrahlungsseite 101 maskiert
unter Verwendung einer Aussparungen 201 aufweisenden Maske 200 erfolgt.
Die Maske 200 schützt
vorgegebene Abschnitte des Halbleiterkörpers 100 vor Bestrahlung
woraus in dem Halbleiterkörper 100 Defektbereiche 20' nur unterhalb
der Aussparungen 201 der Maske 200 entstehen.
Nach dem Ausheilschritt sind in dem Halbleiterkörper 100 mehrere in
lateraler Richtung beabstandet zueinander angeordnete n-dotierte
Abschnitte 21' vorhanden, deren
Abstand zu der Bestrahlungsseite 101 in der bereits erläuterten
Weise von der Bestrahlungsenergie und der Art der verwendeten Teilchen
abhängig ist
und deren Abstand in lateraler Richtung des Halbleiterkörpers 100 von
der für
die Bestrahlung verwendeten Maske 200 abhängig ist.
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Die
für die
Bestrahlung verwendete Maske 200 ist beispielsweise eine
Metallmaske, die entweder beabstandet zu der Ober fläche des
Halbleiterkörpers 100 in
den Strahlengang zwischen die Bestrahlungsquelle (nicht dargestellt)
und den Halbleiterkörper 100 eingebracht
ist, wie dies in 2a dargestellt ist,
die jedoch auch unmittelbar auf die Oberfläche des Halbleiterkörpers abgeschieden
werden kann, um nach dem Bestrahlungsschritt wieder entfernt zu werden.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
eignet sich insbesondere zur Herstellung n-dotierter Feldstoppzonen
in Leistungsbauelementen, wie beispielsweise Leistungsdioden, Leistungs-IGBTs
oder Leistungsthyristoren.
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3 zeigt
in Seitenansicht im Querschnitt einen Leistungs-IGBT mit einer solchen
n-dotierten Feldstoppzone. Die Ausgangsbasis für diesen Leistungs-IGBT bildet
ein schwach n-dotierter Halbleiterkörper 100, in dem als
Feldstoppzone mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens eine vergrabene
n-dotierte Halbleiterzone erzeugt wird. Diese Feldstoppzone 21 schließt sich
in dem Bauelement an dessen p-Emitter 31 an,
der im Bereich einer Rückseite
des Halbleiterkörpers 100 ausgebildet
ist. Die Bestrahlung des Halbleiterkörpers mit n-dotierenden Teilchen
zur Herstellung der Feldstoppzone 21 erfolgt für das dargestellte
Bauelement vorzugsweise über
die Seite des Halbleiterkörpers,
die die spätere
Rückseite 101 des
Bauelements bildet. Die Herstellung des p-Emitters 31 im
Rückseitenbereich
erfolgt beispielsweise mittels eines Implantationsverfahrens über die Rückseite 101 und
einen anschließenden
Ausheilschritt. Erfolgt die Herstellung des p-Emitters bei Temperaturen
größer als
500 °C,
so erfolgt die Herstellung des p-Emitters vor dem Verfahren zur
Herstellung der vergrabenen Zone 21, da hierfür geringere
Temperaturen erforderlich sind. Allgemein gilt, dass die Prozessschritte
zur Herstellung dieser Halbleiterzone 21 so in den Gesamtprozess
zur Herstellung des Bauelements einzufügen sind, dass Prozesse mit
höheren
Temperaturen als zur Herstellung der Halbleiterzone 21 erforderlich
vorher durchgeführt werden
und dass Prozesse mit niedrigeren Temperaturen als zur Herstellung
der Halbleiterzone 21 erforderlich nachher durchgeführt werden.
Der zur Herstellung der thermischen Doppeldonatoren (TDDen) erforderliche
Ausheilschritt kann auch mit anderen Verfahrensschritten, beispielsweise
der Temperung von Kontaktschichten kombiniert werden.
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Im
Bereich der Vorderseite 102 des Halbleiterkörpers ist
in hinlänglich
bekannter Weise ein Zellenfeld mit p-dotierten Body-Zonen bzw. p-Basis-Zonen 41,
n-dotierten n-Emitter-Zonen 42 und einer Gate-Elektrode 43 vorhanden.
Die Gate-Elektrode 43 ist dabei isoliert gegenüber dem
Halbleiterkörper 100 angeordnet
und erstreckt sich benachbart zu in den Body-Zonen 41 angeordneten
Kanalzonen zwischen den n-Emitter-Zonen 42 und solchen
Abschnitten 45 des Halbleiterkörpers 100, die die
Grunddotierung aufweisen. Der zwischen der Feldstoppzone 21 und den
Body-Zonen 41 vorhandene, die Grunddotierung aufweisende
Abschnitt 45 des Halbleiterkörpers bildet die Driftzone
bzw. die n-Basis des IGBT.
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4 zeigt
in einer ersten Kurve I das Dotierungsprofil einer mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens
hergestellten n-dotierten Halbleiterzone in einem Silizium-Halbleiterkörper. In 4 ist
die Dotierungskonzentration dieser Halbleiterzone über der Bestrahlungsrichtung
(x-Richtung) aufgetragen, wobei die an der x-Achse angegebenen Zahlenwerte den
Abstand zu der Oberfläche
des Halbleiterkörpers an
der Bestrahlungsseite bezeichnen. Die Dotierungskonzentration wurde
für die
Kurve in 4 mittels CV-Messungen (CV=Capacitance-Voltage)
ermittelt.
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Die
Herstellung der n-dotierten Halbleiterzone in dem der Messung zugrunde
liegenden Halbleiterkörper
erfolgte durch Implantation von Heliumionen mit einer Energie von
5,4 MeV und einer Dosis von 7·1010 cm–2 und einem anschließenden Ausheilschritt
bei 430 °C
und einer Dauer von 60 Minuten. Die Sauerstoffkonzentration in dem
Halbleiterkörper betrug
etwa 1016 cm–3.
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Das
Dotierungsmaximum liegt in dem Beispiel bei etwa 2,5·1014 cm–3, die Halbwertsbreite
der Dotierungsverteilung beträgt
etwa 5,3 μm.
Die Halbwertsbreite ist in bekannter Weise der Abstand zwischen
den beiden Orten, an denen die Dotierungskonzentration noch 50%
der maximalen Konzentration beträgt.
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Zum
Vergleich ist in 4 als Kurve II der Dotierungsverlauf
für eine
durch Protonenbestrahlung und anschließende Ausheilung hergestellte n-dotierte
Halbleiterzone dargestellt. Die Bestrahlungsparameter für die Protonenbestrahlung
wurden so gewählt,
dass sich eine entsprechende maximale Dotierungskonzentration (Peakkonzentration)
von etwa 2,5·1014 cm–3 ergab. Die Bestrahlungsenergie für die Protonen
betrug dabei 1,5 MeV bei einer Bestrahlungsdosis von 1013 cm–2,
die Ausheilung erfolgte bei einer Temperatur von 420 °C und einer
Dauer von 30 Minuten.
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Wie
dem Dotierungsverlauf in Kurve II zu entnehmen ist, weist der aus
der Protonenimplantation resultierende dotierte Bereich eine wesentlich
geringere Halbwertsbreite von nur etwa 3,6 μm auf. Darüber hinaus ist bei der durch
das erfindungsgemäße Verfahren
hergestellten n-dotierten Halbleiterzone der Gradient, mit welcher
die Dotierungskonzentration ausgehend von der Peakkonzentration
abfällt
deutlich geringer als bei der durch Protonenimplantation hergestellten
n-dotierten Halbleiterzone. Ein kleiner Gradient des Verlaufs der
Dotierungskonzentration, d.h. eine schwächer abnehmende Dotierung ausgehend
von dem Ort der Peakkonzentration in Richtung der der Bestrahlungsseite
abgewandten Seite des Halbleiterkörpers bzw. ausgehend von dem Ort
der Peakkonzentration weiter in den Halbleiterkörper hinein, ist insbesondere
bei Verwendung der erfindungsgemäß hergestellten
n-dotierten Halbleiterzone als Feldstoppzone in Leistungsbauelementen
vorteilhaft, da sich ein kleiner Gradient in diesem Bereich des
Dotierungsverlaufes positiv auf das Abschaltverhalten der Bauelemente
auswirkt.
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Die
Halbwertsbreite bei der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten
Halbleiterzone 21, 21' mit thermischen Doppeldonatoren
wächst mit
der über
die Energie gesteuerten Reichweite bzw. der Eindringtiefe der Bestrahlung.
Das Dotierungsprofil kann näher
zur Oberfläche
hin verschoben werden, indem die Bestrahlung durch eine Metallschicht oder
Metallfolie hindurch vorgenommen wird. Beispielsweise bei einer
Bestrahlung eines Silizium-Halbleiterkörpers mit Heliumkernen einer
Energie von 5,4 MeV liegt das Maximum der Dotierung bei einer Eindringtiefe
von 27 μm
vor, die Halbwertsbreite beträgt
zwischen 4 μm
und 7 μm.
Beispielsweise bei einer Bestrahlung durch eine Aluminiumschicht
der Dicke 7 μm
liegt der Scheitelwert der Dotierungskonzentration bei 20 μm. Bei Bestrahlung
durch eine noch dickere Schicht kann der Scheitelwert näher an der
Oberfläche
platziert werden, ohne dass sich die Halbwertsbreite und der damit
verbundene flache Gradient ändern.
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Ebenso
ist es möglich,
auf diese Weise bei festgehaltener Tiefe des Dotierungsmaximums
die Halbwertsbreite zu erhöhen,
da mit zunehmender Dicke der zusätzlich
durchstrahlten Schicht die Implantationsenergie erhöht werden
muss, um dieselbe Eindringtiefe zu erzielen, wodurch sich die Halbwertsbreite
erhöht.
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Der
Verlauf der Dotierungskonzentration ausgehend von der Peakkonzentration
kann noch weiter abgeflacht werden. Hierzu wird zunächst ein flaches
Sauerstoffprofil in dem Halbleiterkörper erzeugt, d.h. die Sauerstoffkonzentration
wird so eingestellt, dass sie ausgehend von der Oberfläche mit
einem kleinen Gradienten abnimmt. Ein solcher Bereich kann beispielsweise
durch Eindiffusion von Sauerstoff in den Halbleiterkörper erzeugt
werden. Anschließend
erfolgt eine Bestrahlung des Halbleiterkörpers mit Elektronen, wodurch
Defekte entstehen, die im Wesentlichen homogen verteilt sind. Zusätzlich zu
der Elektronenbestrahlung erfolgt die Bestrahlung mit den nicht-dotierenden,
mehr als einwertigen Teilchen. An diese Bestrahlungsschritte kann sich
ein gemeinsamer Ausheilschritt bei Temperaturen zwischen 380°C und 500°C anschließen, wodurch
Rekombinationszentren im Wesentlichen beseitigt werden und in den
Bereichen, in denen Sauerstoff vorhanden ist, thermische Doppeldonatoren
gebildet werden. Das Dotierungsprofil, das sich bei Anwendung eines
solchen Verfahrens ausbildet, ist in 5 dargestellt.
Dieses Dotierungsprofil folgt im flachen Bereich der Konzentration
des Sauerstoffeinbaus in den Halbleiterkörper, wobei die Dotierungskonzentration
geringer als die Sauerstoffkonzentration ist.
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Die
höhere
Donatorkonzentration in dem durch die nichtdotierenden Teilchen
bestrahlten Bereich ergibt sich aus der dort vorliegenden höheren Defektdichte.
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- 100
- Halbleiterkörper
- 101
- Bestrahlungsseite,
Rückseite
- 102
- Vorderseite
- 200
- Maske
- 201
- Aussparung
der Maske
- 20,
20'
- Defektbereich
- 21,
21'
- n-dotierter
Bereich
- 31
- p-Emitter
- 41
- p-Basis,
Body-Zone
- 42
- n-Emitter
- 43
- Gate-Elektrode
- 44
- Isolationsschicht
- 45
- Driftzone,
n-Basis
- 51
- Emitter-Elektrode
- C
- Kollektor-Anschluss
- E
- Emitter-Anschluss