DE102004036167A1 - Gehäusedeckel und Vorrichtung zum Schreddern verschiedenster Materialien - Google Patents
Gehäusedeckel und Vorrichtung zum Schreddern verschiedenster Materialien Download PDFInfo
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Abstract
Um
eine Ablufteinrichtung an einem Gehäusedeckel einer Vorrichtung
zum Schreddern bzw. an einem Gehäuse
einer derartigen Vorrichtung weiterzuentwickeln, schlägt die Erfindung
einen Gehäusedeckel
einer Vorrichtung zum Schreddern verschiedenster Materialien vor,
wobei der Gehäusedeckel
eine Ablufteinrichtung mit einer Abluftführung aufweist, mittels welcher Abluft
aus der Vorrichtung abgeführt
wird, und die Ablufteinrichtung eine von einer gerade ausgebildeten
Abluftführung
abweichende Abluftführung
aufweist.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Gehäusedeckel einer Vorrichtung zum Schreddern verschiedenster Materialien, wobei der Gehäusedeckel eine Ablufteinrichtung mit einer Abluftführung aufweist, mittels welcher Abluft aus der Vorrichtung abgeführt wird. Darüber hinaus betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Schreddern verschiedenster Materialien.
- Gehäusedeckel für Schredder, die eine Ablufteinrichtung mit einer Abluftführung aufweisen, sind aus dem Stand der Technik bekannt. Mittels der Abluftführung wird ein beim Schreddern von Bauteilen oder Materialien entstehender Staub aus dem Schredder abgeführt, insbesondere mittels eines Gebläses abgesaugt. Ebenso sind Schredder bekannt, die keinen separaten Gehäusedeckel mit einer derartigen Ablufteinrichtung aufweisen, sondern bei denen das jeweilige Gehäuse des Schredders an sich eine Ablufteinrichtung aufweist.
- Unabhängig davon, ob die Ablufteinrichtung in einem Gehäusedeckel oder direkt an einem Gehäuse eines Schredders vorgesehen ist, ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung derartige Ablufteinrichtungen weiterzuentwickeln.
- Die Aufgabe der Erfindung wird von einem Gehäusedeckel einer Vorrichtung zum Schreddern verschiedenster Materialien gelöst, wobei der Gehäu sedeckel eine Ablufteinrichtung mit einer Abluftführung aufweist, mittels welcher Abluft aus der Vorrichtung abgeführt wird. Erfindungsgemäß hat die Ablufteinrichtung eine von einer gerade ausgebildeten Abluftführung abweichende Abluftführung.
- Im Sinne der Erfindung versteht man unter dem Begriff „gerade Abluftführung" eine Führungsstrecke für Abluft, die weder geknickt noch gebogen oder sonst wie gekrümmt ausgebildet ist und über welche die Abluft geführt ist. Ist beispielsweise eine „gerade" Ablufteinrichtung derart ausgerichtet, dass, wenn sie hinsichtlich ihrer Hauptführungsrichtung senkrecht angeordnet ist, es möglich ist, durch die „gerade" Ablufteinrichtung einen Gegenstand fallen zu lassen, ohne dass dieser Gegenstand eine Seitenwand der „geraden" Abluftführung berührt, handelt es sich vorliegend um eine „gerade" Abluftführung. Im Sinne der Erfindung ist ein solcher freier Fall bei vorliegender „gekrümmter" Ablufteinrichtung nicht möglich.
- Durch die vorliegende von einer geraden abweichenden „gekrümmten" Abluftführung, ist demnach vorteilhafter Weise die Gefahr wesentlich verringert, dass nicht schwebfähiges Material durch die Ablufteinrichtung hindurch, also aus der Schreddervorrichtung hinaus, unkontrolliert in die Umgebung der Schreddervorrichtung gelangt. Die vorliegende „gekrümmte" Abluftführung dient im Sinne der Erfindung nicht dazu, es zu ermöglichen, geschredderte Gegenstände oder sonstige Gebilde aus der Vorrichtung zu befördern.
- Unter dem Begriff „nicht schwebfähiges Material" versteht man vorliegend im Wesentlichen größere Gebilde, die sich auf Grund einer hohen kinetischen Energie in der Luft zwar bewegen, aber in der Luft nicht über einen längeren Zeitraum schweben können. Somit unterscheidet sich das „nicht schwebfähige Material" von kleinen Gebilden, wie etwa Staubpartikeln, die auf Grund ihrer geringen Masse in der Lage sind, über einen längeren Zeitraum in der Luft zu schweben, bevor sie zu Boden sinken.
- Besonders vorteilhaft ist die „gekrümmte" Abluftführung, wenn die Ablufteinrichtung mit einer Saugeinrichtung verbunden ist, bei welcher die Gefahr besteht, dass nicht schwebfähiges Material von der Saugeinrichtung angesaugt wird und die Saugeinrichtung beschädigt. Durch die „gekrümmte" Abluftführung wird darüber hinaus auch die Arbeitssicherheit einer Schreddervorrichtung erhöht, da vorliegend die Gefahr, dass schwerere Teile, die aus der Ablufteinrichtung der Schreddervorrichtung auf Grund dynamisch bewegter Bauteile geschleudert werden könnten, wesentlich verringert ist.
- In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn die Ablufteinrichtung Mittel zum Umlenken der Abluftführung aufweist. Durch die Umlenkmittel ist die Abluftführung derart gestaltet, dass sie nicht gerade ausgebildet ist und größere Gebilde nicht durch die Ablufteinrichtung unbeabsichtigt in die Umgebung der Schreddervorrichtung gelangen.
- Eine baulich besonders einfache Ausführungsvariante sieht vor, dass die Umlenkmittel einen Knick und/oder einen Bogen aufweisen. Mittels des Knickes oder des Bogens wird die Abluftführung der Ablufteinrichtung der art umgelenkt, dass schwerere Gebilde, also nicht schwebfähiges Material, nicht wie üblich ungehindert aus der Schreddervorrichtung gelangen können. Vielmehr stoßen die in die Abluftführung gelangten Gebilde gegen die Seitenwände dieser Abluftführung und verlieren hierbei derart kinetische Energie, dass sie letztendlich zurück in den Arbeitsbereich der Schreddervorrichtung fallen.
- Um nicht schwebfähiges Material daran zu hindern, aus der Ablufteinrichtung zu gelangen, ist es ebenfalls vorteilhaft, wenn die Umlenkmittel Leitbleche aufweisen. Die Leitbleche verhindern einen ungehinderten Durchgang beschleunigter, schwerer Gebilde durch die Ablufteinrichtung. Mittels der Leitbleche wird eine Abluftführung innerhalb der Ablufteinrichtung realisiert, die vorteilhafter Weise wenigstens in einem Bereich der Ablufteinrichtung einen gekrümmten Verlauf aufweist.
- Eine bevorzugte Ausführungsvariante sieht vor, dass die Abluftführung einen Abluftkanal aufweist, der in einen ersten Kanalabschnitt und in einen zweiten Kanalabschnitt unterteilt ist und der erste Kanalabschnitt in einem Winkel gegenüber dem zweiten Kanalabschnitt angeordnet ist. Durch die winkelig zueinander angeordneten Kanalabschnitte ist die Gefahr reduziert, dass nicht schwebfähiges Material unbeabsichtigt aus dem Inneren der Schreddervorrichtung gelangt und unter Umständen einen erheblichen Schaden außerhalb der Schreddervorrichtung anrichtet.
- Um eine große Menge an Luftvolumen aus der Schreddervorrichtung entnehmen zu können, ist es vorteilhaft, wenn an der Abluftführung eine Saugeinrichtung angeordnet ist.
- Durch geknickte oder gekrümmte bzw. mit Leitblechen versehende Abluftführungen gelangt auch weiterhin problemlos eine mit Staub versetzte Abluft aus der Schreddervorrichtung, wobei gleichzeitig größere Gebilde durch die vorstehend beschriebenen Umlenkmittel vorteilhaft zurückgehalten werden. Somit ist verhindert, dass große Gebilde ungewollt aus einer dafür nicht vorgesehenen Öffnung der Schreddervorrichtung gelangen.
- Darüber hinaus wird die Aufgabe der Erfindung von einer Vorrichtung zum Schreddern verschiedenster Materialien gelöst, wobei die Vorrichtung einen Gehäusedeckel mit wenigstens einem der vorstehend beschriebenen Merkmale aufweist. Vorteilhafter Weise können bereits existierende Schreddervorrichtungen mittels des modifizierten Gehäusedeckels problemlos nachgerüstet werden. Hierdurch werden hohe Investitionskosten vermieden, da bereits vorhandene Schreddervorrichtungen baulich besonders einfach modifiziert werden können.
- Ebenfalls wird die Aufgabe der Erfindung von einer Vorrichtung zum Schreddern verschiedenster Materialien gelöst, wobei die Vorrichtung ein Gehäuse aufweist, welches eine Ablufteinrichtung mit einer Abluftführung aufweist, mittels der Abluft aus der Vorrichtung abgeführt wird, wobei die Ablufteinrichtung eine von einer gerade ausgebildeten Abluftführung abweichende Abluftführung aufweist. Insbesondere bei Schreddervorrichtungen, die keinen separaten Gehäusedeckel aufweisen, ist es vorteilhaft, wenn das Gehäuse an sich die erfindungsgemäße Ablufteinrichtung aufweist.
- Es versteht sich, dass die unmittelbar an dem Gehäuse angeordnete Ablufteinrichtung ebenfalls durch die vorstehend bereits im Zusammenhang mit dem Gehäusedeckel beschriebenen zusätzlichen Merkmale vorteilhaft weitergebildet sein kann.
- Weitere Vorteile, Ziele und Eigenschaften vorliegender Erfindung werden anhand nachfolgender Erläuterungen anliegender Zeichnung beschrieben, in welcher beispielhaft ein Gehäuse eines Schredders sowie Ausführungsbeispiele von Gehäusedeckeln dargestellt sind.
- Es zeigt
-
1 schematisch eine geschnittene Ansicht eines Schredders mit einem Gehäuse, welches eine mehrfach geknickte Ablufteinrichtung aufweist, -
2 und3 schematisch Ansichten eines ersten Gehäusedeckels mit einer in ihrem unteren Bereich geknickten Ablufteinrichtung, -
4 und5 schematisch Ansichten eines weiteren Gehäusedeckels mit einer in ihrem oberen Bereich geknickten Ablufteinrichtung und -
6 und7 schematisch Ansichten eines dritten Gehäusedeckels mit einer in ihrem mittleren Bereich geknickten Ablufteinrichtung. - Der in der
1 gezeigte Schredder1 ist zum Zerkleinern von Altautokarossen vorgesehen und weist hierzu innerhalb eines Gehäuses2 einen Hammerbrecher3 auf, mit welchem Altautokarossen geschreddert werden. Das zu schreddernde Material gelangt über einen Einlass4 in Pfeilrichtung5 innerhalb des Gehäuses2 zu dem dort angeordneten Hammerbrecher3 . Die durch den Schredder1 hergestellten Endprodukte (hier nicht dargestellt) werden seitlich aus dem Schredder1 geführt. - Die beim Schreddern entstehenden Staubpartikel
6 werden über eine Ablufteinrichtung7 aus dem Schredder1 abgesaugt, sodass eine unbeabsichtigte störende Staubentwicklung außerhalb des Schredders1 weitestgehend vermieden ist. Die Ablufteinrichtung7 stellt eine gekrümmte Abluftführung7A zum Absaugen von Staubpartikeln6 bereit. Die Staubpartikel6 werden mittels der Abluft in einer Hauptströmrichtung8 aus dem Bereich des Hammerbrechers3 herausgesaugt. Durch die hier gewählte Gestalt der Ablufteinrichtung7 mit der gekrümmten Abluftführung7A wird die Hauptabluftströmrichtung8 in eine erste Nebenabluftströmrichtung9 und anschließend in eine weitere Nebenabluftströmrichtung10 umgelenkt. Hierzu weist die Ablufteinrichtung7 eine erste Knickstelle11 und eine zweite Knickstelle12 auf. Somit ist die vorliegende Ablufteinrichtung7 in einen ersten Kanalabschnitt13 , in einen zweiten Kanalabschnitt14 und in einen dritten Kanalabschnitt15 unterteilt. Der erste Kanalabschnitt13 weist gegenüber dem zweiten Kanalabschnitt14 im Bereich der ersten Knickstelle13 einen Winkel16 auf. Der zweite Kanalabschnitt14 und der dritte Kanalabschnitt15 weisen an der Knickstelle12 einen Winkel17 auf. - Durch die hier beschriebene von einer geraden Abluftführung (hier nicht dargestellt) abweichenden Ablufteinrichtung
7 wird verhindert, dass ein großes Gebilde18 durch die Ablufteinrichtung7 aus dem Schredder1 geschleudert werden kann und das große Gebilde18 ungewollt in die Umgebung des Schredders1 gelangt. Vielmehr stößt vorliegend das große Gebilde18 gegen eine Innenwand19 des zweiten Kanalabschnittes14 , verliert hierbei zumindest einen Teil seiner kinetischen Energie und fällt in den Bereich des Hammerbrechers3 zurück. - Der in den
2 und3 gezeigte Gehäusedeckel100 weist an seinem Abluftauslass130 eine im unteren Bereich abgeknickte Ablufteinrichtung107 auf. Die Ablufteinrichtung107 hat in diesem Ausführungsbeispiel lediglich eine Knickstelle111 , durch welche die Ablufteinrichtung107 in einen ersten Kanalabschnitt113 und in einen zweiten Kanalabschnitt114 unterteilt ist. Die Knickstelle111 liegt hierbei im unteren Drittel der Ablufteinrichtung107 , sodass der erste Kanalabschnitt113 wesentlich kürzer ausgebildet ist als der zweite Kanalabschnitt114 . Vorteilhafter Weise wird hierdurch die Strecke, welche ein großes Gebilde innerhalb der Ablufteinrichtung107 ungehindert zurücklegen kann, verkürzt. - Der in den
4 und5 illustrierte Gehäusedeckel200 hat eine an einem Abluftauslass230 angeordnete Ablufteinrichtung207 , die in ihrem oberen Drittel eine Knickstelle211 aufweist. Die Ablufteinrichtung207 hat einen ersten Kanalabschnitt213 und einen zweiten Kanalabschnitt214 . Vorteilhaft ist es, dass ein großes Gebilde eine relativ lange Strecke innerhalb des ersten Kanalabschnittes213 nach oben steigt und hierbei vorteilhafter Weise kinetische Energie verliert, bevor das große Gebilde gegen eine Innenseite219 des zweiten Kanalabschnittes214 prallt und anschließend zurückfällt. - Der in der
6 und7 gezeigte Gehäusedeckel300 weist eine Ablufteinrichtung307 auf, die an einem Abluftauslass330 angeordnet ist. Die Ablufteinrichtung307 ist mittels einer Knickstelle311 in einen ersten Kanalabschnitt313 und in einen zweiten Kanalabschnitt314 unterteilt. Beide Kanalabschnitte313 und314 sind im Wesentlichen gleich lang ausgebildet, da die Knickstelle311 in der Mitte der Ablufteinrichtung307 angeordnet ist.
Claims (8)
- Gehäusedeckel einer Vorrichtung zum Schreddern verschiedenster Materialien, wobei der Gehäusedeckel eine Ablufteinrichtung mit einer Abluftführung aufweist, mittels welcher Abluft aus der Vorrichtung abgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablufteinrichtung eine von einer gerade ausgebildeten Abluftführung abweichende Abluftführung aufweist.
- Gehäusedeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablufteinrichtung (
7 ) Mittel zum Umlenken der Abluftführung (7A ) aufweist. - Gehäusedeckel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkmittel einen Knick (
11 ,12 ) und/oder einen Bogen aufweisen. - Gehäusedeckel nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkmittel Leitbleche aufweisen.
- Gehäusedeckel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abluftführung (
7A ) einen Abluftkanal aufweist, der in einen ersten Kanalabschnitt (13 ) und in einen zweiten Kanalabschnitt (14 ) unterteilt ist, wobei der erste Kanalabschnitt (13 ) in einem Winkel (16 ) gegenüber dem zweiten Kanalabschnitt (14 ) angeordnet ist. - Gehäusedeckel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Abluftführung (
7A ) eine Saugeinrichtung angeordnet ist. - Vorrichtung zum Schreddern verschiedenster Materialien, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Gehäusedeckel nach einem der Ansprüche 1 bis 6 aufweist.
- Vorrichtung zum Schreddern verschiedenster Materialien, wobei die Vorrichtung ein Gehäuse aufweist, welches eine Ablufteinrichtung mit einer Abluftführung aufweist, mittels der Abluft aus der Vorrichtung abgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablufteinrichtung eine von einer geraden ausgebildeten Abluftführung abweichende Abluftführung aufweist.
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