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Technisches
Gebiet
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Ausführungsformen
dieser Erfindung betreffen das Gebiet der Herstellung insbesondere
der Herstellung von Aufzeichnungsplatten mit diskreten Spuren mit
Hilfe von Nano-Präge-Lithograpietechniken.
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Hintergrund
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Es
besteht ein Trend beim Design von Plattenlaufwerken zu zunehmender
Aufzeichnungsdichte des Laufwerksystems. Ein Verfahren zum Erhöhen der
Aufzeichnungsdichte besteht darin, die Oberfläche der Platte zu strukturieren,
um diskrete Datenspuren zu bilden, was als Aufzeichnen einer diskreten
Spur (DTR Discrete Track Recording) bezeichnet wird. DTR-Platten weisen üblicherweise
eine Reihe von konzentrischen Erhebungszonen (auch als Hügel, Erhebungen
usw. bekannt) auf, die Daten speichern, und Senkungszonen (auch
bekannt als Mulden, Täler,
Gräben
usw.), die eine Isolation zwischen den Spuren schaffen, um das Rauschen
zu reduzieren. Solche Senkungszonen können auch eine Servoinformation
speichern. Die Senkungszonen trennen die Erhebungszonen, um das
unbeabsichtigte Speichern von Daten in den Senkungszonen zu verbieten
oder zu verhindern.
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Eine
Technik zum Erzeugen von DTR-Platten besteht in der Benutzung von
Nano-Präge-Lithographietechniken
(NIL). NIL umfasst den Gebrauch eines vorgeprägten festen Prägewerkzeugs
(auch als Prägestempel,
Prägeelement
usw. bekannt) mit einem inversen Abbild (negative Replik) einer DTR-Struktur.
Der Prägestempel
wird auf eine dünne Polymerschicht
auf der Platte gedrückt.
Der Prägestempel
und die Platte werden in gekoppeltem Zustand oft erhitzt, und dann
wird der Prägestempel entfernt,
so dass ein Abdruck des DTR-Musters auf der Polymerschicht zurückbleibt.
Eine solche Technik kann kosteneffektiv und relativ einfach zum
Erzeugen von extrem kleinen Strukturen z.B. 10 Mikron oder weniger
eingesetzt werden. Jedoch muss eine solche Technik, um kosteneffektiv
zu sein, von dem Prägestempel
identische Nanostrukturen in großen Stückzahlen reproduzieren können.
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Ein
Problem bei aktuellen NIL-Techniken besteht darin, dass das Polymer-Material
von der Polymerschicht auf der Platte auf den Prägestempel übertragen werden kann, wenn
der Prägestempel
von der Platte getrennt wird. Das übertragene Polymer-Material
bleibt als Unebenheit auf dem Prägestempel
und kann schließlich
auf die Polymerschicht einer nachfolgenden geprägten Platte als Defekte (z.B.
Gräben und
Hügel)
während
des Prägens übertragen
werden. Eine Unebenheit in Form eines Grabens, kann, wenn sie ausreichend
groß ist,
sich in unerwünschtem
Maße auf
die Erzeugung einer gewünschten Spurstruktur
auswirken, und eine Unebenheit in Form eines Hügels kann beim Betrieb der
Platte stören,
indem keine ausreichende Gleithöhe
des Kopfes über
der Plattenoberfläche
erreicht wird. Um die extrem feinen Strukturen herzustellen, die
benötigt
werden, um eine hohe Empfindlichkeit zu erreichen, und um identische
Nanostrukturen von einem Vorlageprägestempel in der Massenproduktion
zu reproduzieren, ist eine minimale Übertragung (idealerweise keine Übertragung)
von Unebenheiten durch Polymer-Material von der Polymerschicht der
Platte auf den Prägestempel
gefordert.
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Eine
Lösung
gemäß dem Stand
der Technik besteht darin, die Oberfläche des Prägestempels mit einer Prägestempel-Ablösebeschichtung
zu beschichten, um die Trennung des Prägestempels von der Polymerschicht
nach dem Prägen
zu erleichtern. Das Material der Ablösebeschichtung wird auf die Oberflächenmoleküle des Materials
des Prägestempels
aufgebracht. Typischerweise zeigen die aufgebrachten Beschichtungen
eine begrenzte Lebensdauer, wobei sich die Prägeeigenschaften erheblich nach
einer Zahl von Prägezyklen
verschlechtern. Dies führt
zur progressiv zunehmenden Übertragung von
Polymermaterial auf die Oberfläche
des Prägestempels
und zur Abnahme der Prägequalität, wodurch
ein häufiger
Austausch des Prägestempels notwendig
wird.
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Eine
weitere Lösung
besteht darin, ein Prägeformablösemittel
in der Masse des zu prägenden Polymerschichtmaterials
vorzusehen. Jedoch kann dies die Originaleigenschaften des Polymerschichtmaterials
verändern
und das nachfolgende Prozessieren negativ beeinflussen. Zusätzlich können die Prägeformablösemittel,
die der Masse des Polymermaterials zugesetzt sind, das Anhaften
der Polymerschicht auf eine darunterliegende Schicht wie beispielsweise
einem Substrat verhindern.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Die
vorliegende Erfindung ist beispielhaft und nicht einschränkend in
den Figuren der beigefügten
Zeichnungen dargestellt, in denen:
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1 eine Ausführungsform
einer prägbaren
Materialschicht darstellt, die mit einer Ablöseschicht beschichtet ist.
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2 die chemische Struktur
eines nichtfunktionalen Perfluorpolyäther-Molekül darstellt;
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2b die chemische Struktur
für Z-Dol
darstellt;
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2c die chemische Struktur
für AM3001 darstellt;
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2d die chemische Struktur
für Z-Tetraol darstellt;
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2e die chemische Struktur
für Moresco darstellt;
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3 eine Ausführungsform
eines Verfahrens zum Beschichten und zum Prägen einer prägbaren Materialschicht
mit einer Ablöseschicht
darstellt; und
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4 eine Ausführungsform
des Prägens
einer prägbaren
Materialschicht mit einer Ablöseschicht
darstellt.
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Ausführliche
Beschreibung
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In
der nachfolgenden Beschreibung sind zahlreiche spezifische Details
ausgeführt,
wie Beispiele von spezifischen Materialien oder Elementen, um ein
gründliches
Verständnis
der vorliegenden Erfindung zu schaffen. Es ist jedoch für einen
Fachmann offensichtlich, dass diese spezifischen Details nicht ausgeführt werden
müssen,
um die Erfindung auszuüben.
In anderen Beispielen wurden wohlbekannte Elemente und Verfahren
nicht im Detail beschrieben, um ein unnötiges Verwässern der vorliegenden Erfindung
zu vermeiden.
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Die
Begriffe „über" und „auf", wie sie hierin benutzt
werden, beziehen sich auf eine relative Anordnung einer Schicht
in Bezug auf andere Schichten. So kann eine Schicht, die über oder
auf einer weiteren Schicht angeordnet ist, direkt in Kontakt mit der
anderen Schicht sein, oder es können
eine oder mehrere Zwischenschichten vorgesehen sein.
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Es
sei angemerkt, dass die Vorrichtung und die Verfahren, die hierin
beschrieben werden, mit vielen Typen von Platten benutzt werden
können.
Bei einer Ausführungsform
können
z.B. die Vorrichtung und die Verfahren, die hierin beschrieben werden,
bei einer magnetischen Aufzeichnungsplatte verwendet werden. Alternativ
können
die hierin beschriebenen Vorrichtung und Verfahren mit anderen Typen
von digitalen Aufzeichnungsplatten, z.B. optischen Aufzeichnungsplatten,
wie eine Compactdisk(CD) und eine Digital-Versatile-Disk (DVD) benutzt
werden.
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Ein
Verfahren und eine Vorrichtung wird nachfolgend beschrieben, um
eine Schicht aus einem prägbaren
Material vor dem Prägen
mit einer molekular dünnen
Ablöseschicht
zu beschichten. Bei einer Ausführungsform
kann die Ablöseschicht
aus Polymeren zusammengesetzt sein. Die Schicht aus prägbarem Material,
die mit der Ablöseschicht
beschichtet ist, wird dann mit einem Prägestempel, der z.B. verwendet
werden kann, um eine diskrete Spurstruktur (DTR) zu bilden, oder
mit einer negativen Replik einer DTR-Struktur (z.B. im Nanobereich) in das prägbare Material
geprägt.
Die Ablöseschicht
dient als eine Ablösebeschichtung,
um die Trennung des Prägestempels
nach dem Prägen
zu erleichtern. Das mit der Ablöseschicht
(z.B. Polymer) beschichtete prägbare
Material kann eine geringe Reibung und eine Niedrigenergieoberfläche aufweisen,
so dass die Trennung zwischen der Oberfläche und der Schicht aus prägbarem Material
(z.B. selbst ein Polymer) ohne nennenswerte Übertragung von prägbarem Material
(z.B.
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Polymer-Material)
auf den Prägestempel
erleichtert wird. Nach dem Prägen
kann die Ablöseschicht
von der Schicht aus prägbarem
Material entfernt werden.
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Bei
einer Ausführungsform
kann die Ablöseschicht
aus fluorierten Polymeren zusammengesetzt sein. Die Fluorverbindung
kann aus nichtfunktionalen Perfluorpolyäther-Molekülen oder funktionalen Perfluorpolyäther-Molekülen, die
durch polare Gruppen wie Hydroxyl, Carboxyl oder Amin abgeschlossen sind,
zusammengesetzt sein. Difunktionale Perfluorpolyäther-Verbindungen mit polaren Gruppen an
beiden Enden des Moleküls
können
auch verwendet werden. Bei alternativen Ausführungsformen können andere
Polymere oder Monomere für
die Ablöseschicht
verwendet werden, z.B. solche, die auf Hydrocarbon basieren.
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1 zeigt eine Ausführungsform
einer Schicht aus prägbarem
Material, die mit einer Ablöseschicht
beschichtet ist. Bei einer Ausführungsform kann
z.B. die Vorrichtung 100 als eine Basis für eine magnetische
Aufzeichnungsplatte dienen. Bei einer solchen Ausführungsform
kann die Basisstruktur 15 aus einem Substrat 10 und
einer Unterschicht 20 mit z.B. galvanisiertem NiP zusammengesetzt
sein. Das Substrat 10 kann z.B. aus einem Glas oder Metall/Metallegierungsmaterial
hergestellt sein. Glassubstrate, die verwendet werden können, sind
z.B. ein Silika enthaltendes Glas wie z.B. ein Borosilikat-Glas
oder Aluminosilikatglas. Substrate aus einer Metalllegierung, die
verwendet werden können,
sind z.B. Aluminium-Magnesium(AlMg)-Substrate.
Bei einer alternativen Ausführungsform
können
andere Substratmaterialien einschließlich Polymere und Keramiken
verwendet werden.
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Wenn
die Unterschicht 20 eine NiP-Schicht ist, kann eine solche
Schicht durch Galvanisieren, autokatalytisches Abscheiden oder durch
andere, aus dem Stand der Technik bekannte Verfahren gebildet werden.
Das Beschichten des Substrats 10 der Platte mit einem festen
oder metallischen Material, wie z.B. NiP, kann das Plattensubstrat 10 mechanisch
unterstützen
für z.B.
ein nachfolgendes Polieren und/oder nachfolgende Prägeprozesse.
Eine NiP-Schicht kann poliert, planarisiert und/oder strukturiert
werden. Eine NiP-Schicht kann z.B. durch ein gleichförmiges Ätzen oder
andere Poliertechniken gemäß dem Stand
der Technik poliert werden. Eine NiP-Schicht kann auch mit einer
Struktur durch zahlreiche Verfahren, wie mechanisches Strukturieren mit
Hilfe von festen oder freien Schleifpartikeln (z.B. Diamant) strukturiert
werden. Alternativ können
andere Arten von Strukturierungsmethoden, wie z.B. Laserstrukturieren,
verwendet werden. Das Beschichten des Substrats 10 kann
nicht notwendig sein, wenn das Substrat 10 aus einem ausreichend festen
oder harten Material, wie z.B. Glas, gebildet ist. Demgemäß kann das
Substrat 10 selbst poliert, planarisiert und/oder mit den
oben beschriebenen Verfahren strukturiert werden.
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Bei
einer alternativen Ausführungsform
kann die Basisstruktur 15 aus einem Substrat 10 mit
anderen Typen von darauf aufgebrachten Unterschichten, z.B. einer
weichmagnetischen Schicht, zusammengesetzt sein. Bei einer Ausführungsform
kann die Unterschicht 20 einer weichmagnetische Schicht
oder einer weichmagnetische Schicht, die auf einer NiP-Schicht aufgebracht
ist, darstellen. Eine weichmagnetische Schicht kann verwendet werden,
um für ein
quermagnetisches Aufzeichnen notwendige, ordnungsgemäße magnetische
Eigenschaften zu erreichen. Die weichmagnetische Schicht kann eine Schicht
aus Eisen-Kobalt-Nickel(FeCoNi)-Material sein.
Anderer Materialien, die für
die weichmagnetische Schicht verwendet werden können, umfassen Kobalt-Eisen
(CoFe), Nickel-Eisen (NiFe) und Legierungen daraus. Weichmagnetische
Schichten und Materialien, die zum Herstellen einer weichmagnetischen
Schicht verwendet werden können,
sind in dem Gebiet der magnetischen Aufzeichnungsplatten wohlbekannt,
demgemäß ist eine
ausführliche
Beschreibung nicht vorgesehen. Die weichmagnetische Schicht kann
poliert und/oder strukturiert werden. Die weichmagnetische Schicht
kann mit einer Struktur mit Hilfe von zahlreichen Verfahren, wie
beispielsweise mechanisches Strukturieren mit Hilfe von festen oder
freien Schleifpartikeln (z.B. Diamant) strukturiert werden. Alternativ
können
andere Arten von Strukturierungsverfahren wie z.B. Laserstrukturieren,
verwendet werden, um die weichmagnetische Schicht zu strukturieren.
Bei einer weiteren Ausführungsform kann
eine dünne
NiP-Schicht auf der weichmagnetischen Schicht aufgebracht sein und
poliert und/oder strukturiert werden.
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Eine
Schicht 30 aus prägbarem
Material ist auf der Basisstruktur 15 aufgebracht. Wie
zuvor erwähnt,
ist die Schicht 30 aus prägbarem Material auf der Basisstruktur 15 aufgebracht,
um eine prägbare Schicht
zu bilden. Das prägbare
Material 30 kann ein Fotolack, ein Elektronen empfindlicher
Resist oder andere prägbare
Materialien sein. Bei einer besonderen Ausführungsform ist die Schicht 30 aus prägbarem Material
aus einer zweilagigen Fotolackschicht zusammengesetzt, z.B. aus
einer Poly(Methyl Metacrylat)(PMMA)-Schicht und einer Co-Polymer-Poly(Methyl
Metacrylat-Metacrylsäure-Copolymer)(P(MMA-MAA)-Schicht.
Andere prägbare
Materialien, die verwendet werden können, sind z.B. thermoplastische
Polymere (z.B. thermoplastische (z.B. amorphe, semikristalline,
kristalline), aushärtende Polymere
(z.B. Epoxide, Phenole, Polysiloxane, Ormosile, Solgele) und strahlungsausheilbare
Polymere (z.B. UV-ausheilbare,
mit Elektronenstrahl ausheilbare).
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Auf
der Beschichtung 30 aus prägbarem Material ist eine Ablöseschicht 50 aufgebracht.
Bei einer Ausführungsform
enthält
die Ablöseschicht 50 lineares
Fluorcarbon, wie in 2A dargestellt
ist. Die Ablöseschicht 50 kann
monofunktionale Perfluorpolyäther-Moleküle enthalten,
die durch eine einzelne polare Gruppe, z.B. Hydroxyl, Carboxyl oder
Amin, abgeschlossen ist. Bei einer alternativen Ausführungsform
kann die Ablöseschicht 50 difunktionale
Perfluorpolyäther-Verbindungen
mit polaren Gruppen an beiden Enden der Moleküle enthalten. Die chemische
Struktur für
ein difunktionales Perfluorpolyäther-Molekül mit Hydroxyl
als polaren Gruppen ist in 2B dargestellt.
Die polaren Gruppen reagieren mit der Oberfläche der Schicht 30 aus
prägbarem Material
und die fluorierten Polymerketten orientieren sich in Richtung der
Luft-Polymergrenze. Bei einer Ausführungsform kann kommerzielles
Perfluorpolyäther
mit dem Handelsnahmen Z-DOL(M. Wt. 2000) mit Hydroxyl-Endgruppen verwendet
werden. Die chemische Struktur für
Z-DOL ist in 2B dargestellt. Z-DOL ist
von Ausimont aus Italien verfügbar. Alternativ
können
andere Perfluorpolyäther
verwendet werden, z.B. AM3001, Z-Tetraol und Moresco-Verbindungen.
Die chemischen Strukturen von AM3001, Z-Tetraol und Moresco sind
in den 2C, 2D bzw. 2E gezeigt.
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Die
Ablöseschicht 50 ist
nicht nur auf funktionale und difunktionale Fluorcarbon basierte
Verbindungen beschränkt.
Nichtfunktionale Fluorcarbon basierte Verbindungen können auch
verwendet werden. Weiterhin ist die Ablöseschicht 50 nicht
bloß auf Polymerschichten
begrenzt. In einer alternativen Ausführungsform kann die Ablöseschicht 50 ein Fluorcarbon
basiertes Monomer (nichtfunktional, funktional oder difunktional)
sein, wobei z.B. „n" in der chemischen
Struktur, die in 2A dargestellt
ist, 1 entspricht. In anderen Ausführungsformen können abgesehen
von Fluorcarbon basierten Verbindungen Polymer und Monomerverbindungen
verwendet werden, z.B. Hydrocarbon basierte Verbindungen.
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Mit
Bezug auf die 1 kann
die Dicke 121 der Ablöseschicht 50 bei
einer Ausführungsform
im Bereich von ungefähr
5 bis 25 Angstrom liegen. Bei alternativen Ausführungsformen kann die Ablöseschicht 50 andere
Verbindungen aufweisen und deren Dicke kann z.B. von der Art abhängen, wie
die die Ablöseschicht 50 auf
der Schicht 30 aus prägbarem Material
aufgebracht ist, die nachfolgend mit Bezug auf 3 beschrieben wird.
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3 zeigt eine Ausführungsform
eines Verfahrens zum Beschichten und Prägen einer Schicht aus prägbarem Material
mit einer Ablöseschicht.
In Schritt 310 wird eine Schicht 30 aus prägbarem Material
auf der Basisstruktur 15 aufgebracht, um eine prägbare Schicht
zu bilden. Vielfältige
Beschichtungsverfahren können
verwendet werden, um das prägbare
Material 30 auf der Basisstruktur 15 aufzubringen,
z.B. Tauchbeschichten, Rotationsbeschichten, Tauch-Rotationsbeschichten
und Sprühbeschichten.
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Als
nächstes
wird in Schritt 320 die Ablöseschicht 50 (z.B.
Perfluorpolyäther)
auf der Schicht 30 aus prägbarem Material aufgebracht.
Die Verbindung der Ablöseschicht
kann z.B. in flüssiger
Form verwendet werden, indem wenige Tropfen der flüssigen Verbindung
an einer oder mehreren Stellen auf der Oberfläche des prägbaren Materials 30 aufgebracht werden
und dann die Flüssigkeit
gleichmäßig über der
gesamten Oberfläche
(z.B. durch Rotationsbeschichten) verteilt wird. Alternativ kann
die Schicht 30 aus prägbarem
Material mit Hilfe anderer Techniken beschichtet werden, z.B. Tauchbeschichten, Tauch-Rotationsbeschichten,
Sputtern und chemische Gasphasenabscheidung (CVD). Die Beschichtungsparameter
und die Verbindungskonzentrationen können in geeigneter Weise ausgewählt werden, um
eine Bedeckung mit einer Monolage sicherzustellen. Bei einer besonderen
Ausführungsform,
bei der Tauchbeschichten eines Polymers verwendet wird, kann die
Polymerkonzentration z.B. 1 Gramm/Liter sein und die Herausziehgeschwindigkeit
der Tauchbeschichtungsmaschine ungefähr 1 bis 5 mm/sec. sein, was
zu einer Dicke von ungefähr
10 bis 25 Angstrom führt.
Selbstverständlich
können
andere Parameter und Konzentrationen verwendet werden.
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In
Schritt 330 wird die Schicht 30 aus prägbarem Material,
die mit der Ablöseschicht 50 beschichtet
ist, über
die Übergangstemperatur
(Tg) des prägbaren
Materials 30 gemäß Schritt 330 erhitzt,
bei der sie viskoelastisch wird. Bei einer Ausführungsform kann das prägbare Material/die Ablöseschicht
z.B. auf eine Temperatur ungefähr
im Bereich von 15 bis 250°C
erhitzt werden. Wenn PMMA oder ein Ultem-Polymer (erhältlich von General Electric
Corporation aus Waterfort, N.Y.) für das prägbare Material 30 verwendet
wird, empfiehlt der Hersteller Prägetemperaturen im Bereich von
180 bis 200°C.
Bei einer besonderen Ausführungsform,
bei der ein Ultem-Polymer (Tg bei 215°C) für das prägbare Material 30 verwendet
wird, kann die Temperatur z.B. auf ungefähr 217°C eingestellt sein. Bei alternativen Ausführungsformen
können
andere Temperaturen und Temperaturbereiche verwendet werden.
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Die
Ablöseschicht 50 und
die Schicht 30 aus prägbarem
Material werden dann mit dem Prägestempel 90 in
Schritt 340 geprägt,
wie in 4 dargestellt
ist. Der Prägestempel 90 kann
eine strukturierte Oberfläche
aufweisen, die invers zu einer diskreten Spurstruktur ist, die auf
der Schicht 30 aus prägbarem
Material geprägt
werden soll. Das Herstellen eines strukturierten Prägestempels
ist aus dem Stand der Technik bekannt; daher wird eine ausführliche
Beschreibung nicht vorgesehen.
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Mit
Bezug auf 3 wird bei
einer Ausführungsform
die Kombination aus Prägestempel 90 und Vorrichtung 100 in
Schritt 355 abgekühlt,
um eine geprägte
Struktur von Grabenbereichen (auch als Senkungsbereiche, Gräben, Täler, usw.
bezeichnet) und Plateaus (auch als Erhebungsbereiche bezeichnet) in
der Ablöseschicht 50/dem
prägbaren
Material 30 (wie in 4 dargestellt
ist) zu bilden, und dann wird der Prägestempel 90 von der
Ablöseschicht 50/der Schicht 30 aus
prägbarem
Material in Schritt 350 getrennt. Alternativ kann der Prägestempel 90 von
der Ablöseschicht 50/der Schicht 30 aus
prägbarem
Material in Schritt 350 getrennt werden und dann in Schritt 355 nach
der Trennung abgekühlt
werden. Das Trennen des Prägestempels 90 von
der Ablöseschicht 50/der
Schicht 30 aus prägbarem
Material vor dem Abkühlen
kann teilweise auf dem relativen thermischen Ausdehnungskoeffizienten
der für
den Prägestempel 90 und
die Ablöseschicht 50 verwendeten Materialien
abhängen.
Die Ablöseschicht 50 kann eine
geringe Reibung und eine niedrigenergetische Oberfläche aufweisen,
die die Trennung der Oberflächen
zwischen dem Prägestempel 90 und
der Vorrichtung 100 ohne eine wesentliche Übertragung
von Material von der Ablöseschicht 50 auf
den Prägestempel 90 erleichtert.
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Dann
kann in Schritt 360 die geprägte Ablöseschicht 50 z.B.
durch Aussetzen zu einem geeigneten Lösungsmittel, Trockenätzen, RIE
oder gasförmige
Plasmen entfernt werden.
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Nachfolgend
zum Entfernen der Ablöseschicht 50 können eine
oder mehrere Schichten auf der geprägten Schicht 30 aufgebracht
werden, um z.B. eine magnetische Aufzeichnungsplatte herzustellen.
In der Ausführungsform,
in der die Schicht 30 aus prägbarem Material eine zweilagige
Resistschicht ist, kann eine Abhebetechnik verwendet werden, um
eine Aufzeichnungsstruktur mit einer diskreten Spur auf dem Substrat 10 zu
bilden. Die Abhebetechnik umfasst das Abscheiden eines Stapels aus Metallschichten
und das nachfolgende Abheben der zweilagigen Schicht und des darauf
aufgebrachten Schichtenstapels. Der magnetische Schichtenstapel, der
auf der zweilagigen Schicht aufgebracht ist, kann nachfolgend durch
selektives Ätzen
einer oder beider der Resistschichten von der zweilagigen Schicht abgehoben
werden, was zu einem mit der DTR-Struktur strukturierten Magnetschichtenstapel
auf der Basisstruktur 15 führt.
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In
dem Metallschichtenstapel werden eine oder mehrere Metallschichten
auf dem unterschnittenen geprägten
Material 30 aufgebracht. Bei einer Ausführungsform kann der Magnetschichtenstapel eine
oder mehrere Keimbildungsschichten enthalten, um ein bestimmtes
Kristallwachstum in den Magnetschichten zu erleichtern. Diese Schichten
können aus
Materialien sein, die eine ausreichend gute Gitterübereinstimmung
mit dem Material aufweisen, das für die Magnetschichten verwendet
wird. Die Herstellung und Zusammensetzung der Magnetschichten und
der Keimbildungsschichten sind im Stand der Technik bekannt, demgemäß wird auf
eine ausführliche
Beschreibung verzichtet.
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Der
Magnetschichtstapel kann auch eine oder mehrere Schutzschichten
umfassen, die auf den Magnetschichten aufgebracht werden. Z.B. kann eine
zweilagige Schutzschicht auf den Magnetschichten aufgebracht werden,
um den Reibungsanforderungen in ausreichendem Maße zu genügen, wie z.B. Kontakt-Start-Stopp
(CSS) und Korrosionsschutz. Vorherrschende Materialien für die Schutzschicht
sind Carbon basierte Materialien wie hydrogeniertes oder nitrogeniertes
Carbon.
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Das
Abheben hinterlässt
den Schichtenstapel in diskreten Bereichen auf der Basisstruktur 15, so
dass eine mit einer DTR-Struktur strukturierte magnetische Aufzeichnungsplatte
mit einer nicht durchgängigen
Schutzschicht erzeugt wird. Bei einer alternativen Ausführungsform
können
eine oder mehrere Schutzschichten nicht in dem Schichtenstapel enthalten
sein, können
jedoch nach dem Abheben des Schichtenstapels aufgebracht werden.
Eine Gleitschicht kann auf der gesamten Oberfläche der Platte aufgebracht
werden, um die Reibeigenschaften weiter zu verbessern. Die Gleitschicht
kann z.B, aus einem Perfluorpolyäther
oder einem Phosphozen-Gleitmittel zusammengesetzt sein.
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Es
sollte beachtet werden, dass vielfältige Reinigungs- und/oder Poliergänge zwischen
den oben beschriebenen Verfahrensstufen durchgeführt werden können, z.B.
um Unebenheiten von der Oberfläche
von einer oder mehreren der Schichten zu entfernen.
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In
der vorangehenden Beschreibung wurde die Erfindung mit Bezug auf
spezifische beispielhafte Ausführungsformen
beschrieben. Es ist jedoch offensichtlich, dass vielfältige Modifikationen
und Veränderungen
vorgenommen werden können,
ohne von dem breiteren Bereich der Erfindung, wie er in den beigefügten Ansprüchen angegeben
ist, abzuweichen. Die Beschreibung und Figuren sind demgemäß eher darstellend
als einschränkend
anzusehen.