DE102004011704B4 - Elastische Aufhängung, insbesondere zur Befestigung einer Abgasanlage am Fahrzeugboden eines Kraftfahrzeugs - Google Patents
Elastische Aufhängung, insbesondere zur Befestigung einer Abgasanlage am Fahrzeugboden eines Kraftfahrzeugs Download PDFInfo
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Abstract
Elastische
Aufhängung
(1), insbesondere zur Befestigung einer Abgasanlage am Fahrzeugboden
eines Kraftfahrzeugs, mit einer Federanordnung (4) aus Elastomerwerkstoff
(3), die ein Lager (8) für
ein abzustützendes
Bauteil gegenüber
einem Lager (9) für
ein abstützendes
Bauteil elastisch abstützt,
wobei eine resultierende elastische Kopplung zwischen dem Lager
(8) für
das abzustützende
Bauteil und dem Lager (9) für
das abstützende
Bauteil eine Kopplungseigenfrequenz (KEF) aufweist, die unter Verwendung
einer Zusatzmasse, an die die Federanordnung (4) derart angekoppelt
ist, dass der Kraftfluss zwischen den beiden Lagern (8, 9) über die
Zusatzmasse verläuft,
so abgestimmt ist, dass sie unterhalb eines Erregerfrequenzbereichs
(EFB) liegt, in dem eine Übertragung
von Schwingungen zwischen den beiden Lagern (8, 9) zu verhindern
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzmasse einen starren
Rahmen (2) ausbildet, der die beiden Lager (8, 9) als Verliersicherung
umschließt.
Description
- Die Erfindung betrifft eine elastische Aufhängung, insbesondere zur Befestigung einer Abgasanlage am Fahrzeugboden eines Kraftfahrzeugs, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.
- Derartige elastische Aufhängungen dienen zur Entkopplung des abzustützenden von dem abstützenden Bauteil, um eine Übertragung von Schwingungen zwischen diesen Bauteilen möglichst weitgehend zu verhindern.
- Im Falle der Aufhängung einer Abgasanlage an einem Fahrzeugboden besteht beispielsweise die Gefahr, dass vom Motor angeregte Schwingungen und andere Bewegungen der Abgasanlage zu einer Anregung des Fahrzeugbodens führen. Hier geht es also insbesondere um die Unterdrückung einer Schwingungsübertragung von dem abzustützenden Bauteil auf das abstützende Bauteil. In anderen Fällen kann auch die Unterdrückung der Schwingungsübertragung in der umgekehrten Richtung von Interesse sein.
- Eine elastische Aufhängung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 ist aus der
DE 44 39 631 A1 bekannt. Hier ist zur Verwirklichung eines Grundkonzepts, nach dem die Kopplungseigenfrequenz so tief abgestimmt wird, dass sie unterhalb des Erregerfrequenzbereichs liegt, innerhalb einer geschlossenen Außenkontur ein sich zwischen den beiden Lagern für das abstützende und das abzustützende Bauteil quer erstreckendes Verbindungsstück vorgesehen, in dem eine quaderförmige Zusatzmasse angeordnet ist. Bis auf die Zusatzmasse besteht die bekannte elastische Aufhängung aus Elastomerwerkstoff, der einen durch das Verbindungsstück in einen oberen Teil und einen unteren Teil unterteilten Ring ausbildet. Innerhalb des Rings sind aus dem Elastomerwerkstoff Lagerbuchsen für das abzustützende und das abstützende Bauteil ausgebildet, die in dem Verbindungsstück gegenüberliegenden Bereichen an den Innenumfang des Rings angesetzt sind. Die Zusatzmasse innerhalb des Verbindungsstücks steht senkrecht zu der Arbeitsrichtung der bekannten elastischen Aufhängung über den Ring und die Lagerbuchsen für das abzustützende und das abstützende Bauteil über. D.h., für die Zusatzmasse beansprucht das bekannte elastische Lager zusätzlichen Einbauraum. Weitere Nachteile der bekannten elastischen Aufhängung sind bezüglich seiner Verliergefahr gegeben. Bei Ausfall des Elastomerwerkstoffs der Federanordnung kann sowohl das abzustützende Bauteil herabfallen als auch die Zusatzmasse freigesetzt werden. Wenn dies bei einem mit hoher Geschwindigkeit fahrenden Kraftfahrzeug geschieht, ist hiermit ein hohes Gefährdungspotential verbunden. Zur genauen Abstimmung der Kopplungseigenfrequenz auf den Erregerfrequenzbereich ist in derDE 44 39 631 A1 angegeben, dass bei einem als besonders störend empfundenen Akustikbereich von etwa 600 bis 250 Hz eine Abstimmung der Kopplungseigenfrequenz auf etwa 60 Hz vorteilhaft ist. Ein Abstand der Kopplungseigenfrequenz zu dem Erregerfrequenzbereich wird nicht gefordert. - Aus der
DE 197 48 824 A1 ist eine weitere elastische Aufhängung, insbesondere zur Befestigung einer Abgasanlagen am Fahrzeugboden eines Kraftfahrzeugs, bekannt, bei der es sich um ein sogenanntes Pendellager mit einer Schwenklagerbuchse für das abzustützende und einer Schwenklagerbuchse für das abstützende Bauteil, um die das Pendellager jeweils als Ganzes verschwenkt werden kann, handelt. Zwischen den beiden Schwenklagerbuchsen, die in der Arbeitsebene des Lagers in einem Rahmen eingeschlossen sind, wirkt eine Federanordnung aus Elastomerwerkstoff. Die beiden Schwenklagerbuchsen sind zumindest teilweise aus dem Elastomerwerkstoff der Federanordnung ausgebildet und jeweils gegenüber dem Rahmen elastisch abgestützt, wobei zwischen der Schwenklagerbuchse für das abzustützende Bauteil und dem Rahmen eine Teilfederanordnung mit Federarmen vorgesehen ist und wobei die Schwenklagerbuchse für das abstützende Bauteil durch Auskleidung einer Ausnehmung des Rahmens mit Elastomerwerkstoff ausgebildet ist. Der Kraftfluss zwischen den beiden Schwenklagerbuchsen führt somit über den Rahmen. Der Rahmen selbst ist im Gegensatz zu der Federanordnung aus Elastomerwerkstoff starr und kann als Gussteil aus Metall ausgebildet sein. Vorzugsweise besteht er aber aus Gewichts- und Kostengründen aus hartem Kunststoff. In jedem Fall ist seine Masse aufgrund einer viel härteren Ankopplung des Rahmens an das abstützende Bauteil als an das abzustützende Bauteil dem abstützenden Bauteil zuzurechnen und nicht als separate Masse zu sehen. Die Federanordnung der bekannten elastischen Aughängung ist zwar relativ weich. Dennoch wird sie in der Praxis so auf den jeweiligen Erregerfrequenzbereich abgestimmt, dass die Kopplungseigenfrequenz der Aufhängung für die elastische Kopplung zwischen dem Lager für das abzustützende Bauteil und dem Lager für das abstützende Bauteil weit oberhalb des Erregerfrequenzbereichs liegt, damit die bei der Kopplungseigenfrequenz auftretende starke Kopplung der beiden Lager für das abzustützende und das abstützende Bauteil nicht die eigentlich angestrebte Entkopplung stört. Der Rahmen dieser bekannten Aufhängung steht senkrecht zu deren Arbeitsebene nicht über die Lager für das abstützende und das abzustützende Bauteil über. - Eine elastische Aufhängung, die der elastischen Aufhängung, die aus der
DE 197 48 824 A1 bekannt ist, weitgehend ähnelt, ist aus derDE 203 04 481 U1 bekannt. Hier ist der Rahmen aus einem Abschnitt eines Leichtmetallstrangprofils ausgebildet. Zur Ausbildung des Lagers für das abstützende Bauteil ist dabei eine Ausnehmung des Rahmens bis auf eine Lageröffnung mit dem Elastomerwerkstoff der Federanordnung ausgefüllt. - Aus der
DE 199 06 259 A1 ist eine elastische Aufhängung für schwingende Bauteile, insbesondere eine Halteschlaufe für eine Kraftfahrzeugabgasanlage, bekannt, bei der eine Schlaufe zwei innen liegende Halteösen aufweist, die jeweils über mehrere Elastomerstege mit einem umgebenden Ringabschnitt der Schlaufe verbunden sind. Dabei ist die Aufhängung als Zwei-Massen-Federsystem ausgebildet, und zur Tilgung von Störschwingungen wird der Ringabschnitt der Schlaufe als Tilgermasse herangezogen. Das heißt, die Eigenfrequenz der Tilgermasse ist auf die Erregerfrequenz abgestimmt, bei der eine Übertragung von Schwingungen zwischen den beiden Halteösen zu vermeiden ist. - AUFGABE DER ERFINDUNG
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein andere praktische Umsetzungsmöglichkeit des aus der
DE 44 39 631 A1 bekannten Schwingungsisolierungskonzepts aufzuzeigen, bei dem die eingesetzte Zusatzmasse besser in das Lager integriert ist und eine höhere Funktionalität aufweist. - LÖSUNG
- Die Aufgabe der Erfindung wird durch eine elastische Aufhängung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der neuen Aufhängung sind in den Patentansprüchen 2 bis 8 beschrieben.
- BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
- Bei der neuen elastischen Aufhängung bildet die Zusatzmasse einen starren Rahmen aus. Neben der Funktion der Abstimmung der Kopplungseigenfrequenz erfüllt dieser starre Rahmen auch die Funktion einer Verliersicherung und zwar sowohl für das abzustützende Bauteil als auch für die Zusatzmasse selbst. Zu diesem Zweck umschließt der starre Rahmen sowohl das Lager für das abstützende als auch das Lager für das abzustützende Bauteil. Der starre Rahmen weist eine gewisse Erstreckung in der Arbeitsebene der elastischen Aufhängung auf. Die Zusatzmasse kann daher problemlos verteilt werden, ohne dass für sie in der Verwendung des neuen elastischen Lagers zusätzlicher Einbauraum in Anspruch genommen werden müsste. Im unmittelbaren Vergleich mit dem Stand der Technik gemäß der
DE 44 39 631 A1 findet sich die Zusatzmasse bei der neuen elastischen Aufhängung nicht in einem quer zwischen den beiden Lagern verlaufenden Verbindungsstück sondern in einem beide Lager umschließenden Ring. - Bei der neuen elastischen Aufhängung liegt die Kopplungseigenfrequenz für die elastische Kopplung zwischen dem Lager für das abzustützende Bauteil und dem Lager für das abstützende Bauteil unterhalb des Erregerfrequenzbereichs. Mit anderen Worten ist die Kopplungseigenfrequenz der neuen Aufhängung extrem tief abgestimmt. Mit gewissem Abstand nach unten zur Kopplungseigenfrequenz ist die Entkopplung zwischen dem abzustützenden Bauteil und dem abstützenden Bauteil ausnahmslos gut. Nach oben ist der abdeckbare Erregerfrequenzbereich unbegrenzt. Nach unten steigt die Kopplung zwischen den beiden Bauteilen mit einer Annäherung der Erregerfrequenz an die Kopplungseigenfrequenz an. Deshalb sollte ein klarer Abstand zwischen dem Erregerfrequenzbereich und der Kopplungseigenfrequenz eingehalten werden. Ausreichend ist hierbei in der Regel ein Abstand von wenigen Hertz, beispielsweise mindestens 10 Hz und/oder mindestens 10% der Kopplungseigenfrequenz.
- Bei einer Aufhängung für eine Abgasanlage mit einem typischen Erregerfrequenzbereich, dessen untere Grenze oberhalb 70 Hz liegt und häufig noch deutlich größer ist, liegen geeignete Kopplungseigenfrequenz für die neue Aufhängung typischerweise in dem Bereich von 20 bis 150 Hz.
- Die Kopplungseigenfrequenz der neuen Aufhängung sollte aber gleichzeitig mit Abstand oberhalb einer Schwingungseigenfrequenz des mit der Aufhängung befestigten abzustützenden Bauteils liegen. Diese Schwingungseigenfrequenz, d.h. die Eigenfrequenz des über die Aufhängung elastisch an das abstützende Bauteil angekoppelte abzustützende Bauteils, liegt im Fall einer Abgasanlage bei typischerweise 20 Hz.
- Eine der Maßnahmen, mit denen neben der den Rahmen ausbildenden Zusatzmasse eine Absenkung der Kopplungseigenfrequenz erreichbar ist, um sie unter den Erregerfrequenzbereich zu bringen, besteht darin, die Shorehärte des Elastomerwerkstoffs der Federanordnung herabzusetzen. Es ist zwar bekannt, dass besonders weiche Federanordnungen bei gattungsgemäßen elastischen Aufhängungen zu einer besonders guten Entkopplung führen, doch reicht eine solche Weichheit der Federanordnung im üblichen Rahmen allein nicht aus, um die Kopplungseigenfrequenz der Aufhängung unter den Erregerfrequenzbereich zu bringen.
- Bei der neuen Aufhängung wird daher die Kopplungseigenfrequenz zumindest zu einem erheblichen Anteil durch eine große Masse des Rahmens nach unten abgestimmt ist. Mit der Masse des Rahmens, durch den der Kraftfluss zwischen den beiden Bauteilen hindurchläuft, kann die Kopplungseigenfrequenz der elastischen Aufhängung ganz erheblich herabgesetzt werden. Hierzu muss eine bewusste Abkehr von den Leichtbauanforderungen im Automobilbau gewagt werden. Ein schwerer Rahmen im Sinne der vorliegenden Erfindung kann nicht aus hartem Kunststoff oder dünnem Blech hergestellt werden. Vielmehr sind Massen in der Größenordnung von 100 g und mehr vorzusehen.
- Besonders günstig ist es, wenn die Federanordnung der neuen elastischen Aufhängung zwei Teilfederanordnungen aufweist, von denen die eine zwischen dem Lager für das abzustützende Bauteil und dem Rahmen und die andere zwischen dem Rahmen und dem Lager für das abstützende Bauteil vorgesehen ist. Wenn der Rahmen derart zwischen diese beiden Teilfederanordnungen geschaltet ist, erfolgt die Schwingungsübertragung zwischen den beiden Bauteilen zunächst immer von dem einen Bauteil auf den Rahmen und dann von dem Rahmen auf das andere Bauteil. Damit wird deutlich, wie stark die Einflussmöglichkeit auf die Kopplungseigenfrequenz der gesamten elastischen Aufhängung durch die Masse des Rahmens ist. Weiterhin wird klar, dass der günstige Effekt einer Erhöhung der Masse des Rahmen aufgezehrt werden kann, wenn der Rahmen über die jeweilige Teilfederanordnung zu hart oder gar starr an eines der beiden Bauteile angekoppelt ist, so dass im Extremfall der Rahmen als Teil dieses Bauteils angesehen werden muss. Beide Teilfederanordnungen müssen daher vergleichsweise weich sein.
- So können beide Teilfederanordnungen mindestens zwei Federarme aufweisen, die sich von dem Lager für das abzustützende bzw. abstützende Bauteil innen von der Erregungshauptrichtung abweisenden Richtung bis zu dem Rahmen erstrecken.
- Überraschenderweise erfüllt der Rahmen der neuen elastischen Aufhängung seine Funktion als die Kopplungseigenfrequenz nach unten abstimmenden Zusatzmasse aber auch dann, wenn bei einer der beiden Teilfederanordnungen eine Ausnehmung des Rahmens bis auf eine Lageröffnung mit dem Elastomerwerkstoff ausgefüllt ist. Hieraus können sogar Vorteile bezüglich des Platzbedarfs für die elastische Aufhängung resultieren. Es versteht sich aber, dass auch bei dieser Ausführungsform der neuen elastischen Aufhängung beide Teilfederanordnungen so weich sein müssen, dass die Masse des Rahmens nicht weit überwiegend allein dem abzustützenden oder dem abstützenden Bauteilen zuzurechnen ist, wodurch sie nicht als die Kopplungseigenfrequenz der Aufhängung nach unten abstimmende Zusatzmasse wirken kann.
- In der konkreten Ausbildung als Pendellager zur elastischen Befestigung einer Abgasanlage am Fahrzeugboden können für das abzustützende und abstützende Bauteil jeweils eine Schwenklagerbuchse für einen Befestigungsbolzen vorgesehen sein.
- Wie bereits angedeutet, wird die Zusatzmasse bei der neuen elastischen Aufhängung über die vergleichsweise große Erstreckung des Rahmens in der Arbeitsebene der elastischen Aufhängung so verteilt, dass kein zusätzlicher Einbauraumbedarf für die Zusatzmasse besteht. Insbesondere kann der Rahmen bei der neuen Aufhängung senkrecht zu der Arbeitsebene der Aufhängung maximal dieselbe Erstreckung aufweisen wie die Lager für das abzustützende und das abstützende Bauteil.
- KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
- Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels weiter erläutert und beschrieben, dabei zeigt
-
1 die elastische Aufhängung in einer Seitenansicht und -
2 die über der Frequenz F aufgetragene Kopplung K der elastischen Aufhängung gemäß1 , d.h. ihre Übertragungsfunktion. - FIGURENBESCHREIBUNG
- Die in
1 gezeigte elastische Aufhängung1 weist einen Rahmen2 auf, der aus einem Nichtleichtmetall ausgebildet ist. Die Umrisse des Rahmens2 sind hier mit gestrichelten Linien wiedergegeben, weil der Rahmen2 vollständig von einem Elastomerwerkstoff3 überzogen ist. Der Elastomerwerkstoff3 bildet dabei einen Korrosionsschutzüberzug11 für den Rahmen2 aus. Bedeutender ist aber, dass der Elastomerwerkstoff3 innerhalb des Rahmens2 eine Federanordnung4 ausbildet. Zu der Federanordnung4 gehören eine obere Teilfederanordnung12 und eine untere Teilfederanordnung5 . Die obere Teilfederanordnung12 ist in einer oberen allseitig von dem Rahmen2 umschlossenen Ausnehmung13 angeordnet. Sie stützt in der Ausnehmung13 eine Schwenklagerbuchse9 für einen hier nicht dargestellten Befestigungsbolzen als Teil eines abstützenden Bauteils ab. Die Schwenklagerbuchse9 ist aus dem Elastomerwerkstoff3 ausgebildet und definiert eine Schwenkachse10 . Unterhalb der Ausnehmung13 ist eine weitere allseitig von dem Rahmen2 umschlossene Ausnehmung14 vorgesehen, in der kein Teil der Federanordnung4 angeordnet ist. Die Ausnehmung14 stellt vielmehr im Wesentlichen eine Variable dar. So kann ihre Querschnittsfläche verkleinert werden, um die Masse des Rahmens2 zu erhöhen. Ihre obere Wandung kann nach unten gezogen werden, um die obere Ausnehmung13 zu vergrößern. Ebenso kann ihre untere Wandung verlagert werden, um eine darunter liegende, untere Ausnehmung15 zu verändern. In dieser Ausnehmung15 ist die zweite Teilfederanordnung5 angeordnet. die Teilfederanordnung5 umfasst zwei Federarme6 , die eine Schwenklagerbuchse8 gegenüber dem Rahmen3 elastisch abstützen. Die Schwenklagerbuchse8 ist auch hier wieder zumindest im Wesentlichen aus dem Elastomerwerkstoff3 ausgebildet. Sie dient zur Aufnahme eines hier ebenfalls nicht dargestellten Befestigungsbolzens eines abzustützenden Bauteils und definiert eine Schwenkachse7 , die parallel zu der Schwenkachse10 der Schwenklagerbuchse9 verläuft. Indem er die beiden Lager8 und9 umschließt, bildet der Rahmen2 eine Verliersichrung für das abzustützende Bauteil an dem abstützenden Bauteil und auch für sich selbst aus. Die Verliersicherung für den Rahmen selbst ist bei der neuen elastischen Aufhängung1 besonders sinnvoll, da der Rahmen2 hier aus nachstehend erläuterten Gründen eine vergleichsweise hohe Masse aufweist. Die elastische Abstützung der Schwenklagerbuchse8 durch die Federarme6 gegenüber dem Rahmen2 ist vorwiegend in der Richtung des Abstands16 zwischen den beiden Schwenkachsen7 und10 gegeben. Die Federarme6 verlaufen quer zu diesem Abstand, der die Erregungshauptrichtung markiert, in der Schwingungen des abzustützenden Bauteils auftreten. Diese Schwingungen werden durch die Aufhängung1 gedämmt, damit sie für einen möglichst geringen Anteil auf das abstützenden Bauteil übertragen werden. Bewegungen des abzustützenden Bauteils in horizontaler Richtung senkrecht zu der Schwenkachse7 und dem Abstand16 können durch eine Pendelbewegung der Aufhängung1 um die Schwenkachse10 und7 aufgefangen werden. - Eine Schwingung des abzustützenden Bauteils wird von seinem in den Schwenklagerbuchse
8 eingreifenden, hier nicht dargestellten Befestigungsbolzen auf die Schwenklagerbuchse8 übertragen. Von der Schwenklagerbuchse8 gelangen Schwingungsanregungen über die Federarme6 der Teilfederanordnung5 der Federanordnung4 zu dem Rahmen2 . Dabei wird das Maß der Anregung des Rahmens2 zu eigenen Schwingungen im Wesentlichen durch die Weichheit der Teilfederanordnung5 und seine eigene Masse bestimmt. Je weicher die Teilfederanordnung5 und je größer die Masse des Rahmens2 , desto geringer ist die Erregung des Rahmens2 zu eigenen Schwingungen. Gleichzeitig wird durch diese Maßnahmen die Eigenfrequenz der Feder-Masse-Anordnung aus der Teilfederanordnung5 und dem Rahmen2 reduziert. Die Schwingungen, zu denen der Rahmen2 angeregt wird, werden über die Teilfederanordnung12 zu einem Teil auf die Schwenklagerbuchse9 übertragen, die sie an den darin angeordneten Schwenkbolzen des abstützenden Bauteils weitergibt. Die effektive Erregung hängt wiederum von der Weichheit der Teilfederanordnung12 ab. Die Masse des Rahmens2 geht auch hierbei reduzierend in die Eigenfrequenz der Teilfederanordnung12 ein. Auch beim Nachvollziehen der Schwingungsübertragung wird deutlich, dass der Rahmen2 bei der elastischen Aufhängung1 mit den Teilfederanordnungen5 und12 in Reihe geschaltet ist. -
2 zeigt in einer vereinfachten, prinzipiellen Auftragung, wie bei der elastischen Aufhängung1 gemäß1 eine Kopplungseigenfrequenz KEF für die mit der elastischen Aufhängung1 gegebene Kopplung zwischen den abzustützenden Bauteilen und dem abstützenden Bauteil auf einen Erregerfrequenzbereich EFB abgestimmt ist, in dem die relevanten Schwingungen des abzustützenden Bauteils in Richtung des Abstands16 erfolgen. Aufgetragen ist die Kopplung K über der Frequenz F, wobei K das Verhältnis zwischen der Energie einer anregenden Schwingung zu der Energie der angeregten Schwingung sein kann. Auf der Frequenzachse ist die Kopplungseigenfrequenz mit KEF markiert. Zur KEF hin steigt der Wert der Kopplung K stark an. Mit Abstand unterhalb der KEF ist die Kopplung vergleichsweise klein. Dieser Bereich wird bei der neuen elastischen Aufhängung aber nicht genutzt, um die relevanten Schwingungen aus dem EFB zu entkoppeln. Hier liegt nur eine Schwingungseigenfrequenz SEF des mit der Aufhängung1 elastisch an das abstützende Bauteil angekoppelten abzustützenden Bauteils. Hingegen liegt der Erregerfrequenzbereich EFB mit deutlichem Abstand zu der Kopplungseigenfrequenz KEF im Bereich höherer Frequenzen. Da der Erregerfrequenzbereich bei einer konkreten Anwendung einer elastischen Aufhängung1 fest ist, kann er nur dadurch oberhalb der Kopplungseigenfrequenz angeordnet werden, dass die Kopplungseigenfrequenz KEF unter den Erregerfrequenzbereich EFB abgesenkt wird. Dies ist dadurch zu erreichen, dass die Teilfederanordnungen5 und12 gemäß1 relativ weich abgestimmt werden und gleichzeitig die Masse des Rahmens2 relativ groß gewählt wird. Wenn es die Platzverhältnisse zulassen, kann zu diesem Zweck auch die Teilfederanordnung12 Federarme6 aufweisen, wie sie in1 nur bei der unteren Teilfederanordnung5 vorgesehen sind. -
- 1
- Aufhängung
- 2
- Rahmen
- 3
- Elastomerwerkstoff
- 4
- Federanordnung
- 5
- Teilfederanordnung
- 6
- Federarm
- 7
- Schwenkachse
- 8
- Schwenklagerbuchse
- 9
- Schwenklagerbuchse
- 10
- Schwenkachse
- 11
- Korrosionsschutzüberzug
- 12
- Teilfederanordnung
- 13
- Ausnehmung
- 14
- Ausnehmung
- 15
- Ausnehmung
- 16
- Abstand
- KEF
- Kopplungseigenfrequenz
- EFB
- Erregerfrequenzbereich
- SEF
- Schwingungseigenfrequenz
Claims (8)
- Elastische Aufhängung (
1 ), insbesondere zur Befestigung einer Abgasanlage am Fahrzeugboden eines Kraftfahrzeugs, mit einer Federanordnung (4 ) aus Elastomerwerkstoff (3 ), die ein Lager (8 ) für ein abzustützendes Bauteil gegenüber einem Lager (9 ) für ein abstützendes Bauteil elastisch abstützt, wobei eine resultierende elastische Kopplung zwischen dem Lager (8 ) für das abzustützende Bauteil und dem Lager (9 ) für das abstützende Bauteil eine Kopplungseigenfrequenz (KEF) aufweist, die unter Verwendung einer Zusatzmasse, an die die Federanordnung (4 ) derart angekoppelt ist, dass der Kraftfluss zwischen den beiden Lagern (8 ,9 ) über die Zusatzmasse verläuft, so abgestimmt ist, dass sie unterhalb eines Erregerfrequenzbereichs (EFB) liegt, in dem eine Übertragung von Schwingungen zwischen den beiden Lagern (8 ,9 ) zu verhindern ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzmasse einen starren Rahmen (2 ) ausbildet, der die beiden Lager (8 ,9 ) als Verliersicherung umschließt. - Aufhängung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungseigenfrequenz (KEF) der Aufhängung (
1 ) mit einem Abstand von mindestens 10 Hz und/oder mindestens 10% der Kopplungseigenfrequenz unterhalb des Erregerfrequenzbereichs (EFB) liegt. - Aufhängung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungseigenfrequenz (KEF) oberhalb einer Schwingungseigenfrequenz (SEF) des mit der Aufhängung (
1 ) befestigten abzustützenden Bauteils liegt. - Aufhängung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse des Rahmens (
2 ) mindestens 100 g, vorzugsweise mindestens 150 g, beträgt. - Aufhängung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Federanordnung (
4 ) zwei Teilfederanordnungen (5 ,12 ) aufweist, von denen die eine zwischen dem Lager (8 ) für das abzustützende Bauteil und dem Rahmen (2 ) und die andere zwischen dem Rahmen (2 ) und dem Lager (9 ) für das abstützende Bauteil vorgesehen ist, wobei mindestens eine der beiden Teilfederanordnungen (5 ,12 ) mindestens zwei Federarme (6 ) aufweist, die sich von dem Lager (8 ) für das abzustützende oder abstützende Bauteil in von einer Erregungshauptrichtung abweichenden Richtungen bis zu dem Rahmen (2 ) erstrecken. - Aufhängung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei der anderen Teilfederanordnung (
12 ) eine Ausnehmung (13 ) des Rahmens (2 ) bis auf eine Lageröffnung (9 ) mit dem Elastomerwerkstoff (3 ) ausgefüllt ist. - Aufhängung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lager für das abzustützende und das abstützende Bauteil jeweils eine Schwenklagerbuchse (
8 ,9 ) für einen Befestigungsbolzen aufweisen. - Aufhängung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (
2 ) senkrecht zu einer Arbeitsebene der Aufhängung (1 ) maximal dieselbe Erstreckung aufweist wie die Lager (8 ,9 ).
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Citations (4)
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|---|---|---|---|---|
| DE4439631A1 (de) * | 1994-11-07 | 1996-05-09 | Wolf Woco & Co Franz J | Elastische Aufhängung für eine Leitung, insbesondere die Abgasleitung der Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges |
| DE19748824A1 (de) * | 1997-11-05 | 1999-05-27 | Draebing Kg Wegu | Elastisches Pendellager, insbesondere zur Aufhängung einer Abgasanlage an einem Fahrzeugboden |
| DE19906259A1 (de) * | 1999-02-15 | 2000-08-17 | Wolf Woco & Co Franz J | Elastische Aufhängung für schwingende Bauteile |
| DE20304481U1 (de) * | 2003-03-20 | 2003-07-24 | WEGU Gummi- und Kunststoffwerke GmbH & Co. KG, 34123 Kassel | Elastisches Lager mit einem starren Rahmen und einer an dem Rahmen gelagerten Federanordnung aus Elastomerwerkstoff |
-
2004
- 2004-03-08 DE DE200410011704 patent/DE102004011704B4/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4439631A1 (de) * | 1994-11-07 | 1996-05-09 | Wolf Woco & Co Franz J | Elastische Aufhängung für eine Leitung, insbesondere die Abgasleitung der Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges |
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
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