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DE202007006076U1 - Sprungschuh für das Skispringen oder Skifliegen - Google Patents

Sprungschuh für das Skispringen oder Skifliegen Download PDF

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DE202007006076U1
DE202007006076U1 DE200720006076 DE202007006076U DE202007006076U1 DE 202007006076 U1 DE202007006076 U1 DE 202007006076U1 DE 200720006076 DE200720006076 DE 200720006076 DE 202007006076 U DE202007006076 U DE 202007006076U DE 202007006076 U1 DE202007006076 U1 DE 202007006076U1
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Germany
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ski
jumping
jumper
shoe
spring
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DE200720006076
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Technische Universitaet Chemnitz
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Technische Universitaet Chemnitz
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B5/00Footwear for sporting purposes
    • A43B5/04Ski or like boots
    • A43B5/0427Ski or like boots characterised by type or construction details
    • A43B5/0452Adjustment of the forward inclination of the boot leg
    • A43B5/0454Adjustment of the forward inclination of the boot leg including flex control; Dampening means
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B5/00Footwear for sporting purposes
    • A43B5/04Ski or like boots
    • A43B5/0498For ski jumping

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Physical Education & Sports Medicine (AREA)
  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Abstract

Sprungschuh für das Skispringen oder Skifliegen, dadurch gekennzeichnet, dass ein blattfederartiges Element (2) mit seinem unteren Ende im Bereich der Zehenkappe (4) des Sprungschuhs (1) direkt oder indirekt befestigt ist, in Richtung der Kontur des Sprungschuhs (1) bis in Höhe Schienenbein des Springers aufstrebt und mit seinem oberen Ende direkt oder indirekt an den Unterschenkel des Springers fesselbar ist, wobei das blattfederartige Element (2) in einem an den Unterschenkel gefesselten Zustand derart vorgespannt ist, dass es auf die Schuhspitze ein Drehmoment in Richtung Unterschenkel ausübt.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Sprungschuh für das Skispringen oder Skifliegen. Der Sprungschuh stellt die Verbindung zwischen dem Skispringer und dem Ski her. Die Schuhspitze wird im vorderen Teil der Skibindung fixiert. An der Ferse ist der Sprungschuh frei beweglich, wobei ein Band den Fersenabstand Sprungschuh-Ski begrenzt und damit den Abstand zwischen dem Ski und dem Schuh des Springers fixiert. Damit der Springer eine optimale Anlaufhocke einnehmen kann, sind der Ski und/oder die Sohle des Sprungschuhs im Fersenbereich erhöht.
  • Der Sprungschuh besitzt einerseits eine gewisse Festigkeit, ist andererseits aber dennoch flexibel genug, um dem Skispringer für einen maximalen Auftrieb und damit für große Weiten die Vorlage während des Sprungs und die Skiführung in der Luft zu ermöglichen.
  • Heutige Sprungschuhe besitzen einen bis zur Wade des Skispringers reichenden steifen Hinterschaft, Wadenspoiler genannt. Beim Absprung schlägt die Wade gegen den Wadenspoiler, was dem Ski einen Drehimpuls versetzt, der dafür sorgt, dass die Skispitze früher angehoben werden kann im Vergleich zu Schuhen ohne Wadenspoiler. So ist aus DE 200 13 296 U1 ein verstellbarer Wadenspoiler bekannt, der Dank einer individuellen Einstellung für unterschiedliche Sprungbedingungen und unterschiedliche Absprungwinkel im Fußgelenk und im Wadenbereich des Springers es diesem ermöglicht, relativ schnell und exakt in eine aerodynamische Flughaltung nach dem Absprung übergehen zu können.
  • Aus der DE 32 47 206 A1 ist ein Skischuh für das Skifahren bekannt, der auf seiner Vorderseite eine elastische Ver steifungseinrichtung aufweist, die entsprechend dem Profil des Skischuhs gebogen und mit wenigstens einem Streifen damit verbunden ist. Die Versteifungseinrichtung ist mit einer in Vorwärtsrichtung elastisch biegbaren mit dem Skischuh verbundenen Versteifungsleiste und einen austauschbaren Einsatzsteg ausgestattet, der die Steifigkeit wahlweise vorgibt. Die Versteifungseinrichtung kann mit dem unteren Teil des Skischuhs fest verbunden sein und obenseitig einen hakenförmigen Vorsprung tragen, der in einen entsprechenden Einschnitt am oberen Ende des Skischuhs selbst oder in seiner Zunge einfassen kann. Die elastische Versteifungsvorrichtung hat die Aufgabe, den Skischuh im Beinteil beweglicher zu machen. Während des Vorwärtsbiegen des Beins beim Skifahren tritt eine Widerlagerwirkung auf und bei dem nachfolgenden Ausweitungsstadium eine schnelle elastische Rückführung in die Ausgangsstellung der Versteifungseinrichtung. Für Skispringen ist dieser Skischuh ungeeignet.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Skischuh für das Skispringen bzw. Skifliegen in der Richtung weiter zu verbessern, so dass der Skispringer den Ski nach dem Absprung noch schneller gegenüber der Horizontalen anstellen kann, als es der derzeitige Stand der Technik ermöglicht.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen geben die Unteransprüche an.
  • Gemäß der Erfindung ist ein blattfederartiges Element mit seinem unteren Ende im Bereich der Zehenkappe des Sprungschuhs befestigt und im Übrigen in einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung in die Zunge des Sprungschuhs integriert. Je nach den biomechanischen Gegebenheiten des Skispringers ist das blattfederartige Element mehr oder weniger stark vorgebogen und in seinen Elastizitätseigenschaften an den Springer angepasst. Das obere Ende des Federelements bzw. der Zunge wird vor dem Sprung mit dem Unterschenkel des Skispringers fest verbunden.
  • Durch die auf diese Weise hergestellte elastische Verbindung zwischen der Schuhspitze des Sprungschuhs und dem Unterschenkel des Springers wirkt beim Absprung, nämlich dann, wenn der Winkel zwischen dem Unterschenkel und dem Fuß im Vergleich zur Anlauf-Hockstellung vergrößert wird, ein Drehmoment auf die Schuhspitze, welches die Schuhspitze in Richtung zum Unterschenkel zieht. Der Skispringer wird dadurch wirkungsvoll in seinem Absprung unterstützt und muss dieses Drehmoment nicht allein durch das Hochziehen von Fuß und Zehen aufbringen. Der Ski wird noch früher angestellt als bisher. Die Integration des blattfederartigen Elements in den Sprungschuh sichert die Regelkonformität im Skisprung bzw. Skifliegen.
  • Anhand eines Ausführungsbeispiels soll die Erfindung näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigt:
  • 1 Sprungschuh und Unterschenkel eines Skispringers in Hockstellung des Springers und
  • 2 Sprungschuh und Unterschenkel eines Skispringers beim Absprung.
  • Eine Luftwiderstand reduzierende Hockstellung nach 1 nimmt der Skispringer während des Anlaufs auf der Schanze ein. Der Oberkörper des Springers liegt nahezu parallel zu den Skiern auf den Oberschenkeln. Das Schienenbein bildet mit dem Schuhspann einen spitzen Winkel. An der Zehenkappe 4 des Sprungschuhs 1 ist ein blattfederartiges Element 2 mit seinem unteren Ende geeignet befestigt, beispielsweise kraftschlüssig mittels einer Niet- oder Klebverbindung. Es ist aber auch eine formschlüssige Verbindung möglich. Das Federelement 2 folgt der Kontur Schuhspann-Vorderschaft-Schienenbein. Außerdem folgt es, wie auch die Zunge, der Rundung von Sprungschuh und Unterschenkel. Vor dem Sprung wird das obere Ende des Federelements 2 am Unterschenkel fixiert. Dies kann beispielsweise mit Hilfe eines Klettbandes 3, eines Schnürbandes, eines Riemens oder einer Klammer erfolgen. im Übergang vom Schuhspann zum Schaft ist das blattfederartige Element 2 bzw. die Zunge mit einem integrierten blattfederförmigen Element 2 von einem Riemen 5 fixiert. Der Riemen 5 kann aber auch unterhalb des blattfederartigen Elements 2 geführt sein.
  • Das Federelement 2 ist so vorgespannt, dass entgegen der Federkraft sein unterer Federschenkel von der Zehenkappe 4 und sein oberer Federschenkel vom Unterschenkelbefestigungsmittel 3 gehalten werden. Der Skispringer bringt die nötige Gegenkraft entgegen der Vorspannkraft des Federelements 2 in der Anlaufphase allein durch sein Gewicht im Zusammenspiel mit der Hebelwirkung in gehockter Haltung auf, so dass er seine Muskelkraftressourcen für den Absprung schonen kann. Die Kräftepfeile zeigen, dass das Schienenbein des Springers entgegen der Federkraft auf das Federelement 2 wirkt, welches seinerseits eine Kraft auf die Fußspitze ausübt. Die Federkraft und Federlänge des Federelements 2 lassen sich sehr gut an die individuellen biomechanischen und sonstigen Gegebenheiten des Skispringens anpassen. Die Reaktionskraft der Feder auf den Unterschenkel unterstützt die Kontrolle der Balance des Sportlers während des Anlaufs.
  • In 2 ist die Springschuh-Unterschenkel-Situation in der Absprungphase schematisch dargestellt. Während es beim Anlauf auf eine möglichst hohe Endgeschwindigkeit ankommt, ist beim Absprung ein exaktes Timing entscheidend, um eine möglichst weite Flugbahn einzuleiten. Der Absprung ist somit nicht nur der schwierigste, sonder auch der entscheidende Teil eines Sprungs. Ein Ziel ist es, möglichst schnell eine aerodynamische Ski- und Körperhaltung einzunehmen. Hierbei spielt ein optimaler Anstellwinkel des Skis eine große Rolle, der einerseits einen geringen Luftwiderstand schaffen soll und andererseits im weiteren Verlauf des Sprungs die tragende Wirkung des Luftwiderstandes optimal nutzen soll.
  • Beim Übergang von der Hockhaltung in die Vorlagehaltung wird das System Skispringer-Springschuh 1 -Ski-Bakken und damit die Schwerkraftwirkung auf das federelastische Element 2 aufgehoben. Das blattfederartige Element 2 zieht jetzt die Schuhspitze des Sprungschuhs 1 an der Schuhkappe 4 hoch und damit die Skispitze, soweit es das hintere Begrenzungsband erlaubt und unterstützt damit den Springer beim Anstellen des Skis. Das Federelement 2 entspannt sich dabei entsprechend. Der Springer muss nicht mehr versuchen, allein durch das Hochziehen von Fuß und Zehen einen schnellen Anstellwinkel herzustellen, sondern er kann sich auf eine je nach fortgeschrittener Flugphase optimale Flughaltung konzentrieren, wozu auch die Korrektur des Anstellwinkels und seiner Vorlage zählt. Die Kräftepfeile veranschaulichen, wie sich das Federelement 2 entspannt und, da das Schienenbein ein Festlager bildet, die freie Schuhspitze hochzieht und damit den Sprungschuh 1 nach vorn anstellt.
  • In der Landephase wirkt wiederum die Landehaltung des Springers vereint mit der Schwerkraft auf das Federelement 2.
  • Beim Zurücklaufen zur Schanze und beim Aufstieg wird das Befestigungsmittel 3 am Unterschenkel gelöst. Das Federelement 2 stellt sich vom Unterschenkel ab und wirkt in keiner Weise behindernd.
  • Das Federelement 2 ist, wie bereits ausgeführt, mit seinem unteren Ende im Bereich der Zehenkappe 4 befestigt. Die Befestigung kann separat erfolgen, zusammen mit der Befestigung der Zunge an der Zehenkappe oder auch durch alleinige Befestigung der Zunge, in welche dann das Federelement 2 integriert ist. Für eine große Hebellänge und damit eine optimale Wirkung sollte das Federelement 2 möglichst weit vorn an der Zehenkappe befestigt sein. Obwohl nicht Voraussetzung für die Erfindung, wird vorzugsweise unabhängig von der Befestigungsweise des unteren Endes des Federelements 2 dieses in die Zunge des Sprungschuhs integriert. Die Zunge polstert auf diese Weise das Federelement 2 ab. In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung reicht die Zunge bis zum freien Schienenbein des Springers. Es ist aber ebenso möglich, dass das Federelement 2 mit seinem Oberteil über die Zungenlänge ragt. Die obere Verbindung des Federelements 2 bzw. der Zunge mit dem Springer erfolgt z. B. mit einem Klettband entweder direkt am Unterschenkel oder indirekt am Hinterschaft (Wadenspoiler) des Sprungschuhs. Auch ist es möglich, dass ein Befestigungsmittel 3 integraler Bestandteil des Federelements 2 oder der Zunge ist.
  • Als Material für das Federelement 2 eignet sich insbesondere ein glasfaserverstärkter Kunststoff, aber selbstverständlich sind auch weitere Federmaterialien einsetzbar, beispielsweise eine Stahlblattfeder. Das Federelement 2 kann sowohl in den Elastizitätseigenschaften als auch in seiner Vorspannung an den Springer gut angepasst werden.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 20013296 U1 [0003]
    • - DE 3247206 A1 [0004]

Claims (7)

  1. Sprungschuh für das Skispringen oder Skifliegen, dadurch gekennzeichnet, dass ein blattfederartiges Element (2) mit seinem unteren Ende im Bereich der Zehenkappe (4) des Sprungschuhs (1) direkt oder indirekt befestigt ist, in Richtung der Kontur des Sprungschuhs (1) bis in Höhe Schienenbein des Springers aufstrebt und mit seinem oberen Ende direkt oder indirekt an den Unterschenkel des Springers fesselbar ist, wobei das blattfederartige Element (2) in einem an den Unterschenkel gefesselten Zustand derart vorgespannt ist, dass es auf die Schuhspitze ein Drehmoment in Richtung Unterschenkel ausübt.
  2. Sprungschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das blattfederartige Element (2) mindestens partiell in die Zunge des Sprungschuhs (1) integriert ist.
  3. Sprungschuh nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das blattfederartige Element (2) aus einem glasfaserverstärkten Kunststoff besteht.
  4. Sprungschuh nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Ende des blattfederartigen Elements (2) separat, gemeinsam mit der Zunge oder indirekt über die Zunge an der Zehenkappe (4) befestigt ist.
  5. Sprungschuh nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Ende des blattfederartigen Elements (2) oder der Zunge mit einem integrierten blattfederartigen Element (2) mit Hilfe eines Schnürbands, eines Klettbands, einer Klammer oder dergleichen Befestigungselement (3) am Unterschenkel des Springers oder am Hinterschaft des Sprungschuhs (1) befestigbar ist.
  6. Sprungschuh nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das blattfederartige Element (2) oder die Zunge mit einem integrierten blattfederartigen Element (2) im Übergang vom Schuhspann zum Vorderschaft von einem Riemen (5) fixierbar ist.
  7. Sprungschuh nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das blattfederartige Element (2) in seinen Maßen, seinen Elastizitätseigenschaften und/oder seiner Vorspannung an einen Springer anpassbar ist.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE202011005708U1 (de) 2011-04-29 2011-09-08 Tom Rass Skisprungstiefel
EP2548464A2 (de) 2012-10-26 2013-01-23 Andreas Kofler Skisprungstiefel

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3247206A1 (de) 1981-12-24 1983-07-21 Dolomite S.p.A., Montebelluna Skischuh
DE20013296U1 (de) 2000-08-02 2001-03-01 Raß, Volkmar, 08304 Schönheide Skisprungstiefel mit verstellbarem Wadenspoiler

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