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Die
Erfindung betrifft einen Vorstellbalkon mit wenigstens einem den
Balkonboden wenigstens teilweise umgebenden Trägerrahmen-Profilformteil mit daran
unterhalb des Balkonbodens gehaltener Regenrinne.
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Vorstellbalkone
an sich sind bekannt und werden herkömmlicherweise nachträglich an
Häuser angebaut,
im Wesentlichen ohne die Statik des Hauses zu beeinträchtigen.
Eine sehr einfachste Variante ist der Vorstellbalkon, bei welchem
der Balkonbodender lediglich auf vier Stützen frei vor dem Haus steht. Wie
beispielsweise bei 3 zu sehen, wird häufig der
Balkonboden 10 eines Vorstellbalkons jedoch über ein
den Balkonboden umgebenes Trägerrahmenprofil 11 gehalten,
welches wiederum an Trägerstützen und/oder
an der Hauswand befestigt ist. Die verwendeten Materialien sind üblicherweise
Stahl oder Aluminium, wobei der Balkonboden selber aus unterschiedlichsten
Materialien hergestellt sein kann bzw. umfassen kann. Insbesondere,
wenn der Balkonboden 10 mehrteilig aufgebaut ist wird er
oftmals zusätzlich über Traversen 12 gestützt. Zur
Entwässerung
des Balkons werden häufig
Regenrinnen 13 verwendet, die vom Balkonboden ablaufendes
Wasser zu Abwasserrohren oder anderer gewünschter Stelle leiten. Bei
Vorstellbalkonen, bei denen die Regenrinne 13 auf der Innenseite
des den Balkonboden wenigstens teilweise umrahmenden Trägerrahmenprofils 11 angeordnet
ist, besteht bisher ein wesentlicher Nachteil darin, dass im montierten
Zustand des Vorstellbalkons eine Verschmutzung und/oder ein Schaden
der Regenrinne nur unter erhöhtem
Zeit- und Arbeitsaufwand, oftmals überhaupt nicht behoben werden
kann, wenn die Regenrinne mit dem Trägerrahmenprofil fest verbunden
ist.
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Eine
Aufgabe der Erfindung besteht somit darin, eine konstruktive Lösung für einen
Vorstellbalkon aufzuzeigen, mit welcher vorstehend aufgezeigten
Problemen auch bei montiertem Vorstellbalkon auf einfache Weise
begegnet werden kann.
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Die
erfindungsgemäße Lösung ist
auf höchst überraschende
Weise bereits durch einen Gegenstand mit den Merkmalen eines anhängenden
unabhängigen
Anspruchs gegeben.
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Vorteilhafte
und/oder bevorzugte Ausführungsformen
und Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
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Die
Erfindung schlägt
somit einen Vorstellbalkon vor, bei welchem wenigstens an einem
Trägerrahmen-Profilformteil,
das wenigstens teilweise entlang eines Randes des Balkonbodens verläuft, wenigstens
eine Regenrinne unterhalb des Balkonbodenrandes über einstellbare Befestigungsmittel lösbar und/oder
ausrichtbar befestigt ist.
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Ein
wesentlicher Vorteil ist somit, dass auch im montierten Zustand
des Vorstellbalkon im Wesentlichen jederzeit ein Säubern und/oder
eine Reparatur der Regenrinne auf einfache Weise ermöglicht wird. Auch
sind ein gewünschtes
oder notwendiges Gefälle
und/oder ein im Wesentlichen horizontaler Verschwenkwinkel der Regenrinne
zur individuellen Anpassung an vorhandene oder auch nachträglich bedingte
Umgebungsanforderungen im Wesentlichen jederzeit einstellbar bzw.
anpassbar.
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Selbst
wenn ein ungehinderter Zugang zur Regenrinne von oben z.B. aufgrund
eines nur sehr geringen Abstandes des Trägerrahmenprofils vom Balkonboden
weitgehend versperrt ist, ist eine De- und/oder Ummontage der Regenrinne
mittels der einstellbaren Befestigungsmittel durch Zugang von unten,
also beispielsweise über
die dem jeweiligen Balkon nächst
tiefer gelegene Ebene, im Wesentlichen stets gewährleistet.
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Ferner
ist applikationsspezifisch von Vorteil, wenn die Regenrinne zumindest
teilweise aus einem flexiblen oder biegsamen Material besteht, welches insbesondere
bei mehrteilig aufgebauten Regenrinnen beispielsweise durch entsprechend
ausgebildete Zwischen- oder Übergangsverbindungsstücke individuell,
modulartig und kostengünstig
bereitstellbar ist.
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Um
das Trägerrahmen-Profilformteil,
an welchem die Regenrinne gehalten ist, vor im Wesentlichen jeder
Beschädigung
infolge einer wiederholten Montage, einschließlich De- oder Ummontage zu schützen, erfolgt
die Befestigung der Regenrinne zweckmäßigerweise über eine von dem Trägerrahmen-Profilformteil beabstandet
gehaltene Halterungseinrichtung, insbesondere in Art eines Blechs oder
Blechstreifens, an welchem z.B. durch das im Wesentlichen beliebige
Einbringen einer Anzahl von Öffnungen
die Regenrinne bereits über
einfache Schraubverbindungen individuell fixierbar ist.
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In
besonders bevorzugter Weiterbildung ist ferner vorgesehen, dass
der Balkonboden in Richtung wenigstens einer Regenrinne ein Gefälle aufweist.
Hierdurch lässt
sich zum einen das Wasser gezielt in die Regenrinne leiten, wobei
zum anderen durch definiertes Neigen des einteiligen Balkonbodens,
bei mehrteiligen Balkonböden
gegebenenfalls auch mehrerer Balkonbodenelemente, die jeweils an dem
Trägerrahmenprofil
zu haltende Regenrinne individuell, also insbesondere material-,
kosten- und/oder zugangsspezifisch variierbar ist.
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In
besonders zweckmäßiger Fortführung der Erfindung
ist ferner vorgeschlagen, dass an dem Trägerrahmen-Profilformteil ein Winkel-Profilformteil modulartig
montierbar ist, auf welchem ein Randabschnitt des Balkonbodens auf
einem im Wesentlichen horizontal ausgerichteten Schenkel aufliegt.
Zur modulartigen Befestigung ist insbesondere vorgesehen, das Trägerrahmen-Profilformteil
von der dem Balkonboden zugewandten Seite her mit Öffnungen,
insbesondere durch entsprechendes Biegen, Formen oder Falzen des
Trägerrahmen-Profilformteils,
zu versehen, die nach innen mit Ausbuchtungen oder Hinterkragungen
ausgebildet sind. Die Winkel-Profilformteile weisen als komplementäre Befestigungsmittel
zweckmäßigerweise
an dem jeweils anderen Schenkel der Winkel-Profilformteile angehängte, unter
Vorspannung stehende Rast- oder Spannmittel auf, die bei im Wesentlichen
horizontaler Kraftbeaufschlagung ein einfaches und sicheres Einstecken
in ein aber auch Lösen
der Winkel-Profilformteile
von einem Trägerrahmen-Profilformteil
gewährleisten.
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform,
liegt der Balkonboden auf zwei, an gegenüberliegend angeordneten Trägerrahmen-Profilformteilen montierten
Winkel-Profilformteilen
auf.
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Zum
weiteren Justieren des Balkonbodens sieht die Erfindung in einer
ersten Ausführungsform vor,
dass das Trägerrahmen-Profilformteil, bezogen auf
den Querschnitt an unterschiedlichen Positionen mit Öffnungen
ausgebildet ist und ergänzend
oder alternativ in weiterer Ausführung,
dass die Winkel-Profilformteile zumindest in Bezug auf den am Trägerrahmen-Profilformteil
anliegenden Schenkel eine unterschiedliche Länge aufweisen.
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Eine
weitere Möglichkeit
besteht darin, zwischen dem im Wesentlichen horizontal ausgerichteten
Schenkel eines Winkel- Profilformteils
und einem darüber
abgestützten
Randabschnitt des Balkonbodens, einen jeweils entsprechend dimensionierten Abstandshalter
geeigneten Materials anzuordnen.
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Unabhängig von
dem Vorteil der Niveaueinstellung ist zwischen dem im Wesentlichen
horizontal angeordneten Schenkel eines Winkel-Profilformteils und
einem darauf aufliegenden Randabschnitt des Balkonbodens bevorzugt
eine Wasserleiteinrichtung zwischengeordnet, beispielsweise ein
gewelltes Blech oder eine durch Stützen bewirkte Öffnung,
um das gezielte Leiten von Wasser in, die unter dem Randabschnitt
gehaltene Regenrinne sicher zu stellen.
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In
weiterer zweckmäßiger Ausgestaltung
der Erfindung ist darüber
hinaus insbesondere vorgesehen, die beabstandet von dem Trägerrahmen-Profilformteil
gehaltene Halterungseinrichtung für die Regenrinne in Art eines
an dem im Wesentlich horizontal ausgerichteten Schenkel des Winkel-Profilformteils angehängten Fortsatzes
auszubilden.
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Weitere
Vorteile und Merkmale der Erfindung sind aus der nachfolgenden beispielhaften
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme
auf die beigefügten
Zeichnungen ersichtlich.
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In
den Zeichnungen zeigen:
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1 einen
stark schematisierten Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Vorstellbalkon,
mit für
die Erfindung wesentlichen Merkmalen,
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2 eine
Detailansicht eines Trägerrahmen-Profilformteils und
daran befestigbarer Winkel-Profilformteile
im Querschnitt, und
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3 einen
Querschnitt durch einen Ausschnitt eines Vorstellbalkons mit einer
fest mit dem Trägerrahmenprofil
verbundenen Regenrinne nach dem Stand der Technik.
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Nachfolgend
wird zunächst
auf 1 Bezug genommen, welche einen stark vereinfachten
Querschnitt eines Vorstellbalkons gemäß der Erfindung darstellt.
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Ein
im Wesentlichen rechtwinkliger Balkonboden 10 ist über zwei
gegenüber
angeordnete Trägerrahmen-Profilformteile 100 mit
leichtem Gefälle gehalten.
Die Trägerrahmen-Profilformteile 100 sind z.B.
aus Aluminium geformt. Das bei 1 links
dargestellte Trägerrahmen-Profilformteil 100 ist
beispielsweise über
nicht dargestellte Befestigungsmittel an einer Hauswand befestigt,
wohingegen das bei 1 rechts dargestellte Trägerrahmen-Profilformteil 100 beispielsweise
zwischen zwei Trägerstützen angeordnet
ist. Ferner können
weitere Trägerrahmen-Profilformteile
den Balkonboden 10 an den verbleibenden zwei Seiten um
den Balkonboden 10 zur Umrahmung und/oder Abstützung angeordnet
sein.
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Beim
dargestellten Ausführungsbeispiel
ist an beiden Trägerrahmen-Profilformteilen 100 jeweils ein
Winkel-Profilformteil 200 modulartig
montiert. Ferner ist an dem bei 1 links
dargestellten Trägerrahmen-Profilformteil 100 über das
Winkel-Profilformteil 211 eine Regenrinne 500 unterhalb
des entsprechenden Randabschnitts 11 des Balkonbodens 10 befestigt.
Auf jeweiligen im Wesentlichen horizontal ausgerichteten Schenkeln 211 der
Winkel-Profilformteile 200 liegen
jeweilige Randabschnitte 11 des Balkonbodens 10 auf.
Beide dargestellte Trägerrahmen-Profilformteile 100 weisen
bezogen auf den dargestellten Querschnitt in gleicher Höhe durch
entsprechende Formgebung ausgebildete Aufnahmeöffnungen 150 zur Montage
der Winkel-Profilformteile 200 auf.
Ein jeweils am Trägerrahmenprofil
im Wesentlichen anliegender Schenkel 212 der Winkel-Profilformteile 200 weist
einen im rechten Winkel daran angehängten Befestigungsfortsatz 250,
der, wie nachfolgend näher
beschrieben, zur Fixierung in die Aufnahmeöffnungen 150 lösbar einspannbar
ist.
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Zur
Einstellung des, wie bei 1 dargestellten Gefälles des
Balkonbodens 10 weisen die Schenkel 212 der Winkel-Profilformteile 100 eine
unterschiedliche Länge
auf. Zwischen den jeweils aufliegenden Randabschnitten 11 und
den jeweiligen horizontal ausgerichteten Schenkeln 211 sind
Zwischenschichteinrichtungen 400 angeordnet, welche je
nach Material, Form und/oder Dimensionierung unterschiedliche Funktionen übernehmen.
Einerseits kann auch hierüber
eine zusätzliche
Einstellung des Gefälles
bzw. der Neigung des Balkonbodens erfolgen. Andererseits hat es
sich als zweckmäßig erwiesen, die
Zwischenschichteinrichtung 400 Rinnenartig oder mit einem
Flüssigkeitsleitsystem
auszubilden, im einfachsten Fall gebildet durch entsprechende Öffnungen
oder durch eine wellenförmige
Oberflächengestaltung,
um von oben auftreffendes Wasser gezielt abzuführen, also gemäß 1 über das
vom Trägerrahmenprofil
entfernte Ende des Schenkels 211 der Winkel-Profilformteile 110 und
in Bezug auf das bei 1 linke Winkel-Profilformteil 211 in
die unter dem Randabschnitt 50 des Balkonsbodens 10 angeordnete
Regenrinne 500. Zur weiter verbesserten Abführung von
Regenwasser ist gemäß 1 ferner
ein zusätzliches
Winkelblech 410 auf der Unterseite des Balkonbodens unmittelbar
oberhalb der Regenrinne 500 angeordnet, so dass an der
Unterseite des Balkonbodens entlangkriechende Flüssigkeit über das Winkelblech 410 nach
unten in die Regenrinne 500 abtropft.
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Die
Regenrinne 500 ist auf der in Richtung des Balkonbodens 10 gerichteten
Seite des Trägerrahmen-Profilformteils 100 über eine
im Wesentlichen herkömmliche
Schraubverbindung 550 beabstandet zum Trägerrahmen-Profilformteil 100 an
einer Halteleiste 260 befestigt. Die Halteleiste 260 ist gemäß der dargestellten
Ausführungsform
in Form eines am vom Trägerrahmenprofil
entfernten Ende des horizontal ausgerichtetes Schenkels 211 des Winkel-Profilformteils 200 rechtwinklig
angeordneten Fortsatzes bereit gestellt. Zum Montieren der Regenrinne 500 an
der Halteleiste 260 bzw. zum Ummontieren oder Ausrichten
können
in der Halteleiste 260 vorkonfektionierte Öffnungen,
insbesondere Langlöcher,
vorgesehen sein, in welchen Schraubverbindungsmittel entsprechend
der gewünschten
Ausrichtung anordenbar sind, oder aber Befestigungsdurchgänge unmittelbar
bei Montage oder Ummontage der Regenrinne in die Halteleiste 350 zur
anschließenden
Schraubbefestigung eingebracht werden. Der Zugang zu der Schraubverbindung
ist z.B. über
die nächst
tiefergelegene Ebene bzw. den nächst
tiefergelegenen Balkon dauerhaft gewährleistet. Auch eine Neuausrichtung,
beispielsweise wenn die am Trägerrahmenprofil
angeordnete Regenrinne 500 mit vor Ort herrschenden Umgebungsbedingungen
nicht mehr in Einklang zu bringen ist, ist folglich auf einfache
Weise sichergestellt. Insbesondere durch modulartig einsetzbare
gebogene oder flexible Regenrinnen-Zwischenverbindungsstücke ist
eine im Wesentlichen beliebig anpassbare Wasserführung individuell einstellbar.
Die bei 1 dargestellte Schraubverbindung 550 weist
ferner eine Abstandsmuffe 555 auf, um einen zum Aufnehmen
des Regenwassers ausreichenden offenen Bereich bzw. Abstand zur
Halteleiste 260 bzw. zum Schenkel 211 des Winkel-Profilformteils 200 zu
definieren.
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Bezugnehmend
auf 2 ist ein besonders bevorzugter, im Wesentlichen
jederzeit lösbarer
Befestigungsmechanismus für
die Winkel-Profilformteile 200 dargestellt. Die Trägerrahmen-Profilformteile 100 weisen
hierzu auf der zum Balkonboden 10 gewandten Seite Öffnungen 150 oder
durch entsprechende Formgebung in Längsrichtung verlaufende Nuten
auf, die nach innen gerichtet einen auskragenden Bereich 155 besitzen.
Die an den Winkel-Profilformteilen 200 angehängten Befestigungsfortsätze 250 weisen
zwei unter Vorspannung stehende gabelartig angeordnete freitragende
Spannarme 255 auf, die beim Einführen in die Öffnung 150 zunächst gegeneinander
gedrückt
werden und bei Erreichen des Auskragungsbereichs 155 aufgrund
der Vorspannung in die ursprüngliche
Ausgangsform zurückdrängen und
folglich je nach eine Art des Auskragungsbereichs eine Verrastung
oder Verspannung bewirken. Je nach Formgebung der unter Vorspannung
stehenden Arme 255 ist durch entsprechende Kraftbeaufschlagung
der Winkel-Profilformteile 100 in zur Einführrichtung
der Befestigungsfortsätze 250 entgegengesetzter
Richtung das Lösen
der Winkel-Profilformteile 200 von den Trägerrahmen-Profilformteilen 100 gewährleistet.
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Die
dargestellten Profilformteile 100 und 200 sind
bevorzugt aus gestanzten und geformten Blechen oder auch aus extrudiertem
Material hergestellt, beispielsweise einem aluminium- oder stahlumfassenden
Material. Selbstverständlich
sind jedoch auch andere Materialien, insbesondere Holz, für die Umsetzung
der Erfindung applikationsspezifisch entsprechend einsetzbar.