Das
elektrische Bauteil ist beispielsweise ein piezoelektrischer Aktor
(Piezoaktor). Der piezoelektrische Aktor besteht beispielsweise
aus einer Vielzahl von übereinander
gestapelten Piezoelementen. Ein Piezoelement besteht aus mindestens
zwei übereinander
angeordneten Elektrodenschichten und mindestens einer zwischen den
Elektrodenschichten angeordneten piezoelektrischen Schicht.
Die
piezoelektrische Schicht und die Elektrodenschichten des Piezoelements
sind derart miteinander verbunden, dass durch eine elektrische Ansteuerung
der Elektrodenschichten ein elektrisches Feld in die piezoelektrische
Schicht eingekoppelt wird. Aufgrund des eingekoppelten elektrischen
Feldes kommt es zur Auslenkung der piezoelektrischen Schicht und
damit zur Auslenkung des Piezoelementes.
Ein
derartiger piezoelektrischer Aktor ist beispielsweise aus der
DE 100 26 635 A1 bekannt.
Bei dem piezoelektrischen Aktor sind die Piezoelemente in einer
Stapelrichtung übereinander
zu einem monolithischen Aktorkörper
angeordnet. Dabei sind eine Vielzahl von Elektrodenschichten, die
als Innenelektroden bezeichnet werden, und eine Vielzahl von piezoelektrischen
Schichten aus einer Piezokeramik (Piezokeramikschichten) abwechselnd übereinander gestapelt
und gemeinsam zu dem monolithischen Aktorkörper gesintert.
Zur
elektrischen Kontaktierung der Elektrodenschichten sind in Stapelrichtung
benachbarte Elektrodenschichten abwechselnd an zwei elektrisch voneinander
isolierte, seitliche Oberflächenabschnitte
des Aktorkörpers
geführt.
An diesen Oberflächenabschnitten
weist der Aktorkörper
jeweils eine streifenförmige
Metallisierung auf.
Im
Bereich der beschriebenen Oberflächenabschnitte
ist jedes der Piezoelemente piezoelektrisch inaktiv. Aufgrund der
abwechselnden Führung der
Elektrodenschichten an die Oberflächenabschnitte wird in einem
piezoelektrisch inaktiven Bereich der piezoelektrischen Schicht
ein elektrisches Feld eingekoppelt, das sich deutlich von dem elektrischen Feld
unterscheidet, das in einem piezoelektrisch aktiven Bereich der
Piezokeramikschicht eingekoppelt wird. Der piezoelektrisch aktive
Bereich der Piezokeramikschicht befindet sich direkt zwischen den
Elektrodenschichten des Piezoelements. Bei der elektrischen Ansteuerung
der Elektrodenschichten, also beim Polarisieren und/oder im Betrieb
des Piezoaktors, kommt es aufgrund der unterschiedlichen elektrischen
Felder zu unterschiedlichen Auslenkungen der Piezokeramikschicht
im piezoelektrisch aktiven Bereich und im piezoelektrisch inaktiven
Bereich. Als Folge davon treten mechanische Spannungen im Piezoelement
auf, die zu einem sogenannten Polungsriss quer zur Stapelrichtung
führen
können.
Dieser Polungsriss kann sich in die an dem Oberflächenabschnitt
des Aktorkörpers
angebrachte Metallisierung fortsetzen. Dies führt zu einer Unterbrechung
der elektrischen Kontaktierung zumindest eines Teils der Elektrodenschichten
des Aktorkörpers.
Damit
ein vorhandener Polungsriss im Aktorkörper nicht zu einem Ausfall
des Piezoaktors führt, ist
bei dem bekannten Piezoaktor an den Metallisierungen jeweils eine
flexible elektrische Außenkontaktierung
angebracht. Die Außenkontaktierung
besteht jeweils aus einem starren elektrischen Anschlussstift und
einer Vielzahl von elektrisch leitfähigen Drähten, die an einer Verbindungsfläche des Anschlussstiftes mit
dem Anschlussstift verlötet
sind. Entlang der Stapelrichtung des Aktorkörpers sind die Drähte an der jeweiligen
Metallisierung und dem jeweiligen Anschlussstift derart angelötet, dass
sich die Drähte zwischen
der jeweiligen Metallisierung und dem jeweiligen Anschlussstift
befinden und der Anschlussstift entlang der Stapelrichtung des Aktorkörpers ausgerichtet
ist. Der Anschlussstift sorgt für
die elektrische Kontaktierung der Drähte. Die Drähte sorgen für die elektrische
Kontaktierung der Elektrodenschichten des Aktorkörpers (mittelbar über die
jeweilige Metallisierung). Die Kontaktierung ist auch dann gewährleistet,
wenn es durch die Auslenkung des Aktorkörpers (Expansion und Kontraktion
entlang der Stapelrichtung) zu einem Polungsriss kommt.
Der
bekannte Piezoaktor wird beispielsweise zur Ansteuerung eines Einspritzventils
eines Motors eines Kraftfahrzeuges eingesetzt. Für diesen Einsatz wird von der
Automobilindustrie eine Zyklenzahl von über 109 gefordert.
Innerhalb eines Zyklusses kommt es durch die Ansteuerung der Elektrodenschichten zur
Expansion und Kontraktion des Aktorkörpers.
Als
problematisch erweist sich beim beschriebenen Einsatz des bekannten
Piezoaktors, dass im Betrieb des Piezoaktors, also bei der Auslenkung
des Aktorkörpers,
in einem Draht eine sehr hohe mechanische Spannung auftreten kann.
Die mechanische Spannung ist beispielsweise eine Zugspannung. Die
Zugspannung wird dadurch verursacht, dass der dynamische Aktorkörper mit
dem starren Anschlussstift verbunden ist. Eine besonders hohe Zugspannung
tritt in den Drähten
auf, die mit einem Bereich des Aktorkörpers verbunden sind, der sich
durch eine relativ große
Auslenkung auszeichnet. Dieser Bereich ist beispielsweise ein nicht
fixierter, also frei beweglicher Teil des Aktorkörpers. Eine besonders große Auslenkung
tritt auch im Bereich eines Polungsrisses auf. Aufgrund der hohen
mechanischen Spannung kann es zu einem Bruch des Drahts kommen.
Wenn viele Drähte
davon betroffen sind, kann dies zu einem Ausfall des piezoelektrischen
Aktors führen.
Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, ein elektrisches Bauteil anzugeben,
das mit Hilfe von Drähten
elektrisch kontaktiert ist und das im dynamischen Betrieb des Bauteils
eine hohe Zuverlässigkeit aufweist.
Zur
Lösung
der Aufgabe wird ein elektrisches Bauteil mit mindestens einem elektrischen
Bauelement und mindestens einem elektrisch leitfähigen Draht angegeben, wobei
der Draht und das Bauelement mit Hilfe eines Verbindungsmittels
kraftschlüssig
und elektrisch leitend miteinander verbunden sind. Das elektrische
Bauteil ist dadurch gekennzeichnet, dass der Draht derart ausgestaltet
ist, dass eine während
eines dynamischen Betriebs des Bauteils im Draht auftretende mechanische
Spannung homogen über
den Draht verteilt ist. In der mechanischen Spannung kommt eine
mechanische Belastung des Drahts zum Ausdruck, die durch ihre Größe und ihre
Wirkungsrichtung festgelegt ist. Die mechanische Belastung ist beispielsweise
eine Zug- oder Druckbelastung. Ebenso kann die Belastung eine Biege-,
Scher- oder Torsionsbelastung sein. Der Draht ist so ausgelegt,
dass es aufgrund der mechanischen Belastung nicht zu solchen Spannungsspitzen
im Draht kommt, die zu einem Bruch des Drahts führen können. Die Spannungsspitzen
werden durch die Ausgestaltung des Drahts effizient abgebaut. Die im
Draht über
die Länge
des Drahts auftretenden Spannungen werden einander angeglichen.
Das
Angleichen der im Draht auftretenden Spannungen erfolgt beispielsweise
dadurch, dass verschiedene Spannungen beziehungsweise Spannungsarten
ineinander überführt werden.
Durch die Form des Drahtes kann beispielsweise eine Zugspannung
in eine Scherspannung überführt werden. Dadurch
gelingt es, Spannungsspitzen bezüglich
der Zugspannung abzubauen. Im Ergebnis tritt eine homogenere, annähernd gleiche
Zugspannung entlang des Drahts auf. Denkbar ist auch das Abbauen
von Spannungsspitzen durch Maßnahmen,
die nicht zu einer Überführung der
Spannungsarten ineinander führen,
sondern zu einer Dämpfung
der Spannung. Die Spannung wird effizient abgebaut. So kann beispielsweise
der Draht an den Stellen, an denen die Belastung des Drahts im Betrieb
sehr hoch ist, anders ausgestaltet sein, als an solchen Stellen,
an denen die Belastung des Drahts niedriger ist. Es wird für einen
gewissen Ausgleich der im Draht auftretenden Spannungen gesorgt.
Im
Folgenden werden Maßnahmen
vorgestellt, die einzeln oder in Kombination miteinander zu einer
annähernd
homogenen Verteilung der mechanischen Spannung über die Länge des Drahts führen:
In
einer besonderen Ausgestaltung weist der Draht entlang einer Länge des
Drahts einen Gradienten mindestens einer Drahteigenschaft des Drahts
auf, so dass die während
des dynamischen Betriebs des Bauteils im Draht auftretende mechanische
Spannung homogen über
den Draht verteilt ist. Die Drahteigenschaft betrifft insbesondere
eine Drahtform und/oder ein Drahtmaterial des Drahts. Drahtform und
Drahtmaterial beeinflussen eine Elastizität des Drahts. Es resultiert
ein Gradient der Elastizität
des Drahts. Der Gradient der Elastizität führt zu einer homogenen Verteilung
der mechanischen Spannung über
die Länge
des Drahts.
Um
zu einer homogen verteilten Spannung zu kommen, kann beispielsweise
ein Drahtquerschnitt des Drahts an die mechanische Belastung des
Drahts angepasst werden. Die Anpassung betrifft insbesondere eine
Form und/oder eine Größe des Querschnitts.
Beides spiegelt sich im Durchmesser des Drahts wider (quer zur Längsrichtung
des Drahts). Die Anpassung des Querschnitts kann gezielt an bestimmten
Stellen des Drahts erfolgen. Die Anpassung kann aber auch gradiert
erfolgen. In einer besonderen Ausgestaltung ist daher die Drahteigenschaft
des Drahts, die den Gradienten aufweist, ein Durchmesser des Drahts.
Der Drahtquerschnitt wird entlang der Länge des Drahts mit einem Gradienten verändert.
Eine
homogen verteilte Spannung kann auch durch eine Anpassung eines
Drahtmaterials des Drahts beziehungsweise einer Materialzusammensetzung
des Drahts an die mechanische Belastung des Drahts erreicht werden.
Das Drahtmaterial betrifft den Draht selbst oder ein Beschichtungsmaterial
einer Beschichtung des Drahts beziehungsweise ein Umhüllungsmaterial
einer Umhüllung
des Drahts. Das Drahtmaterial kann punktuell an bestimmten Stellen
unterschiedlich sein. Beispielsweise wird der Draht an den Stellen,
an denen die Belastung des Drahts relativ hoch ist, mit einem Drahtmaterial
ausgestaltet, das über
eine relativ hohe Elastizität
verfügt.
An den Stellen, an denen die Belastung des Drahts niedriger ist,
wird der Draht mit einem Drahtmaterial ausgestaltet, das weniger
elastisch ist. Es resultiert ein Draht, der an verschiedenen Stellen
unterschiedlich mechanisch belastbar ist. Aufgrund der unterschiedlichen
Belastbarkeit kommt es bezüglich der
Spannungen im Draht zu Ausgleichsvorgängen. Es resultiert eine im
Wesentlichen homogen verteilte Spannung im Draht. Insbesondere kann
auch das Drahtmaterial gradiert verändert werden. In einer besonderen
Ausgestaltung ist daher die Drahteigenschaft des Drahts, die den
Gradienten aufweist, ein Drahtmaterial des Drahts.
Das
Anpassen der mechanischen Spannungen kann auch über eine Beschichtung des Drahts erfolgen.
Das Beschichtungsmaterial der Beschichtung kann dabei elektrisch
leitfähig
oder elektrisch isolierend sein. Die Beschichtung des Drahts wird beispielsweise
derart ausgestaltet, dass der Draht an den Stellen hoher Belastung
verstärkt
wird. Dazu weist die Beschichtung beispielsweise unterschiedliche
Schichtdicken auf. Unterschiedliche Beschichtungsmaterialien an
verschiedenen Stellen des Drahts sind ebenfalls denkbar. Genauso
können mehrschichtige
Beschichtung aus mehreren Beschichtungen eingesetzt werden. Auch
die Beschichtung kann gradiert vorliegen. In einer besonderen Ausgestaltung
ist daher die Drahteigenschaft des Drahts, die den Gradienten aufweist,
mindestens eine Beschichtung des Drahts.
Gemäß einer
besonderen Ausgestaltung weist der Draht eine Verformung auf. Mit
Hilfe einer Verformung lassen sich Spannungsspitzen abbauen. Eine
derartige Verformung kann irreversibel sein. Die irreversible Verformung
ist eine plastische Verformung, die nach Wegfall einer verformenden
Kraft bleibt. Denkbar ist insbesondere auch eine reversible Verformung.
Die reversible Verformung ist eine elastische Verformung, die nach
Wegfall der verformenden Kraft zurückgebildet wird. Es wird wieder
die ursprüngliche
Drahtgeometrie erhalten.
Die
Verformung führt
dazu, dass verschiedene Spannungsarten im Draht ineinander überführt werden.
So kann beispielsweise eine Zugspannung in eine Scherspannung oder
teilweise in die Scherspannung überführt werden.
Die Verformung des Drahts führt
zu einer Umverteilung der Spannung. Infolge davon treten kleinere
Spannungsspitzen auf. Die Verformung des Drahts ist beispielsweise
ein Knick oder eine Umbiegung des Drahts. Ebenso kann der Draht
zu einer Spirale geformt sein. Die Verformung ist besonderes für den Fall
vorteilhaft, dass für
das Bauteil mit elektrischen Bauelement und Draht nur ein geringer
Platz zur Verfügung
steht. Mit der Verformung des Drahts können Spannungsspitzen über eine
relativ kleine Drahtlänge
effizient abgebaut werden.
In
einer weiteren Ausgestaltung weist der Draht eine mechanische Vorspannung
auf. Die Vorspannung ist beispielsweise eine Zugspannung. Die Zugspannung
wird beispielsweise dadurch erreicht, dass der Draht mit einer Zugbelastung
beaufschlagt wird. Der Draht wird mit einer mechanischen Belastung
beaufschlagt, die der im Betrieb des elektrischen Bauteils auftretenden
mechanischen Spannung entgegenwirkt. In Folge davon treten kleinere Spannungsspitzen
auf. Es kommt zu einer Homogenisierung der im Draht auftretenden
mechanischen Spannung.
In
einer besonderen Ausgestaltung ist eine Vielzahl von Drähten vorhanden
und jeder der Drähte ist
derart ausgestaltet, dass die während
des dynamischen Betriebs des Bauteils im Draht auftretende mechanische
Spannung homogen über
den Draht verteilt ist. Im Beispiel des oben beschriebenen piezoelektrischen
Aktors bedeutet dies, dass zur elektrischen Kontaktierung der Innenelektroden
des Aktorkörpers
eine Vielzahl von Drähten
verwenden werden. Jeder der Drähte
ist dabei so ausgestaltet, dass innerhalb der Drähte mechanische Spitzenspannungen
abgebaut werden. Die mechanischen Spannungen werden jeweils möglichst
homogen entlang der Länge
des jeweiligen Drahts verteilt.
Wie
eingangs beschrieben, können
die mechanischen Spannungen sehr verschieden sein, die in den einzelnen
Drähten
im Betrieb des elektrischen Bauteils, beispielsweise des Aktors,
auftreten. In einem Draht, der mit einem Bereich des Aktorkörpers verbunden
ist, der im Betrieb des Aktors nahezu ruht oder kaum ausgelenkt
wird, treten relativ kleine mechanische Spannungen auf. Ein derartiger
Bereich ist beispielsweise ein mit einer Bodenplatte fixierter Bereich
des Aktorkörpers.
Dagegen sind in einem Draht, der mit einem Bereich des Aktorkörpers verbunden
ist, der im Betrieb des Aktors große Auslenkungen erfährt, relativ
große
mechanische Spannungen zu erwarten.
Sowohl
für den
Fall großer
mechanischer Spannung als auch für
den Fall kleiner mechanischer Spannung wird dafür gesorgt, dass die Spannungen jeweils
möglichst
homogen über
den jeweiligen Draht verteilt sind. Neben den oben beschriebenen
Maßnahmen
kann es für
den Fall hoher mechanischer Spannungen vorteilhaft sein, zusätzlich die
Länge des
Drahts zu erhöhen.
Dies
führt zu
einer Homogenisierung der im Draht auftretenden mechanischen Spannungen.
Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung weisen daher einzelne Drähte der Vielzahl von Drähten unterschiedliche
Drahtlängen
auf. Im Bereich großer
Auslenkung können
nun die Drähte
eine relativ große
Länge aufweisen.
In den Bereichen kleiner Auslenkung genügt es, Drähte mit kleinerer Länge zu verwenden.
Die
Vielzahl von Drähten
kann zueinander parallel ausgerichtet sein. Denkbar ist aber insbesondere,
dass die Vielzahl von Drähten
divergent angeordnet ist. Die Vielzahl von Drähten ist nicht parallel, also
vielmehr auseinanderstrebend beziehungsweise fächerförmig angeordnet. Denkbar ist
auch, dass die Drähte
einander kreuzen. Mit dieser Maßnahme ist
es beispielsweise möglich,
trotz unterschiedlicher mechanischer Belastungen aufgrund unterschiedlicher
Auslenkungen des Aktorkörpers
in den einzelnen Drähten
annähernd
gleiche mechanische Spannungen zu erzielen. Weitere Maßnahmen,
die zur homogenen Verteilung der Spannungen in den einzelnen Drähten führen, können dann
für alle
Drähte gleich
sein.
In
einer besonderen Ausgestaltung ist der Draht und ein starres elektrisches
Anschlusselement zur elektrischen Kontaktierung des Drahts elektrisch leitend
miteinander verbunden. Das starre elektrische Anschlusselement ist
beispielsweise ein elektrisch leitendes Blech. Insbesondere ist
dieses Anschlusselement ein Anschlussstift. Das starre elektrische
Anschlusselement kann dabei mit dem Draht lose verbunden sein. Beispielsweise
ist der Draht um einen Anschlussstift gewickelt. Es resultiert ein
loser elektrischer Kontakt. Zudem weist der Draht eine Verformung
auf, die zur Homogenisierung der Spannungen im Draht beiträgt.
In
einer weiteren Ausgestaltung sind der Draht und das starre elektrische
Anschlusselement mit Hilfe eines weiteren Verbindungsmittels kraftschlüssig miteinander
verbunden. Der Draht und das starre Anschlusselement sind fest miteinander
verbunden. Dieses weitere Verbindungsmittel und das Verbindungsmittel,
mit dessen Hilfe der Draht und das elektrische Bauelement des elektrischen
Bauteils kraftschlüssig
und elektrisch leitend verbunden sind, können jeweils eine Klemme sein.
Vorzugsweise ist das Verbindungsmittel und/oder das weitere Verbindungsmittel
zumindest ein aus der Gruppe Leitklebstoff und/oder Lot ausgewähltes elektrisch leitfähiges Verbindungsmittel.
Der Draht und das Anschlusselement oder der Draht und das elektrische Bauelement
können
miteinander verlötet
oder verklebt sein. Das Lot ist beispielsweise ein Weichlot mit einer
Arbeitstemperatur von unter 450° C.
Ein Hartlot mit einer Arbeitstemperatur von über 450° C ist aber auch denkbar. Zum
Verlöten
eignen sich Drähte
aus einem Metall (Metalldrähte).
Ein Drahtdurchmesser der Drähte
beträgt
beispielsweise weniger als 500 μm.
Das Metall ist beispielsweise aus der Gruppe Aluminium, Beryllium,
Kobalt, Eisen, Kupfer, Nickel, Titan oder Zinn ausgewählt. Eine
Legierung der genannten Metalle, beispielsweise Messing oder eine Kupfer-Bronze,
ist ebenfalls denkbar. Drähte
aus nichtmetallischen Werkstoffen, beispielsweise Drähte aus
Kohlenstofffasern, eigenen sich zur Kontaktierung mit Hilfe eines
Leitklebstoffs. Der Leitklebstoff weist neben einem Klebstoff ein
elektrisch leitendes Material auf. Das elektrisch leitende Material
liegt beispielsweise in Form von Kügelchen vor. Größe und Dichte
der Kügelchen
sind so gewählt,
dass eine elektrische Kontaktierung mit einer notwendigen Stromtragfähigkeit
gewährleistet
ist.
Als
elektrische Bauteil ist insbesondere ein piezoelektrisches Bauteil
denkbar. Das piezoelektrische Bauteil ist beispielsweise ein piezoelektrischer Biegewandler
oder ein piezoelektrischer Aktor. In einem derartigen Bauteil kann
es im Betrieb aufgrund dynamischer Prozesse zu einer besonderen
mechanischen Beanspruchung der Drähte kommen.
Aufgrund
des effizienten Abbaus von Spannungsspitzen sind die Drähte gemäß vorliegender Erfindung
zur elektrischen Kontaktierung eines piezoelektrischen Bauteils
geeignet. In einer besonderen Ausgestaltung wird daher ein elektrisches
Bauteil angegeben, mit mindestens einem Piezoelement mit mindestens
zwei übereinander
angeordneten Elektrodenschichten mit mindestens einer zwischen den Elektrodenschichten
angeordneten piezoelektrischen Schicht, wobei mindestens eine der
Elektrodenschichten des Piezoelements das elektrische Bauelement
des Bauteils aufweist, diese Elektrodenschicht an einem seitlichen
Oberflächenabschnitt
des Piezoelements geführt
ist und dort mit dem Draht mit Hilfe des Verbindungsmittels verbunden
ist.
Vorzugsweise
ist eine Vielzahl von Piezoelementen zu einem stapelförmigen Aktorkörper mit
einer Stapelrichtung angeordnet. Der Aktorkörper kann aus miteinander verklebten
Piezoelementen bestehen. Dabei bestehen die piezoelektrischen Schichten der
Piezoelemente beispielsweise aus einem piezoelektrischen Kunststoff.
Vorzugsweise ist der Aktorkörper
in monolithischer Vielschichtbauweise hergestellt. Dabei bestehen
die piezoelektrischen Schichten aus einer Piezokeramik. Die Piezokeramik
ist beispielsweise ein Bleizirkonattitanat (PZT). Ein Elektrodenmaterial
der Elektrodenschichten ist beispielsweise eine Silber-Palladium-Legierung. Zum Herstellen dieses
Aktorkörpers
werden keramische Grünfolien mit
der Piezokeramik und Elektrodenschichten aus dem elektrisch leitenden
Material abwechselnd übereinander
gestapelt und gemeinsam gesintert. Denkbar ist auch das Stapeln
von mit Elektrodenmaterial flächig
bedruckten keramischen Grünfolien
und anschließendes
gemeinsames Sintern.
In
einer besonderen Ausgestaltung sind die Piezoelemente derart zu
dem stapelförmigen
Aktorkörper
angeordnet, dass benachbarte Piezoelemente eine gemeinsame Elektrodenschicht
aufweisen, die Elektrodenschichten der Piezoelemente in Stapelrichtung
des Aktorkörpers
abwechselnd an mindestens zwei voneinander elektrisch isolierte,
seitliche Oberflächenabschnitte
des Aktorkörpers
geführt sind
und mindestens eine der Oberflächenabschnitte des
Aktorkörpers
und der Draht mit Hilfe des Verbindungsmittels verbunden sind.
Das
elektrische Bauteil in Form des piezoelektrischen Aktors kann überall dort
eingesetzt werden, wo eine relativ große Auslenkung bei einer gleichzeitig
großen übertragbaren
Kraft notwendig ist. Vorzugsweise wird der piezoelektrische Aktor zum
Ansteuern eines Einspritzventils einer Brennkraftmaschine eingesetzt.
Die Brennkraftmaschine ist insbesondere ein Motors eines Kraftfahrzeugs.
Zusammenfassend
ergibt sich mit der Erfindung folgender wesentlicher Vorteil:
- – Durch
geeignete strukturelle und materielle Maßnahmen gelingt es, mechanische
Spannungsspitzen in einem Draht, die durch den dynamischen Betrieb
eines elektrischen Bauteils hervorgerufen werden können, effizient
umzuverteilen und homogen entlang des Drahts zu verteilen.
- – Aufgrund
der homogenen Verteilung der mechanischen Spannungen resultiert
eine geringe Wahrscheinlichkeit für einen Bruch des Drahts. Es liegt
eine zuverlässige
elektrische Kontaktierung des Bauelements des elektrischen Bauteils
vor.
- – Der
effiziente Abbau von Spannungsspitzen ist auch bei geringem, für den Draht
als Kontaktierung des elektrischen Bauelements des Bauteils zur
Verfügung
stehenden Platz möglich.
Es resultiert ein elektrisches Bauteil mit einem relativ geringem
Platzbedarf.