Beschreibung
Piezoelektrisches Bauteil mit elektrischen Änschlusselementen und Verwendung des Bauteils
Die Erfindung betrifft ein piezoelektrisches Bauteil mit mindestens einem Piezoelement, das mindestens zwei übereinander angeordnete Elektrodenschichten und mindestens eine zwischen den Elektrodenschichten angeordnete piezoelektrische Schicht aufweist, und mit mindestens zwei elektrischen Anschlusselementen zur elektrischen Ansteuerung der Elektrodenschichten des Piezoelements, wobei mindestens eines der Anschlusselemente Kohlenstoff-Fasern aufweist. Die piezoelektrische Schicht und die Elektrodenschichten des Piezoelements sind derart miteinander verbunden, dass durch eine elektrische Ansteuerung der Elektrodenschichten ein elektrisches Feld in die piezoelektrische Schicht eingekoppelt wird. Aufgrund des eingekoppelten elektrischen Feldes kommt es zur Auslenkung der piezoelektrischen Schicht und damit zur Auslenkung des Piezoelements. Neben dem Bauteil wird eine Verwendung des Bauteils angegeben.
Das piezoelektrische Bauteil ist beispielsweise ein piezoelektrischer Aktor. Der piezoelektrische Aktor besteht beispielsweise aus einer Vielzahl von übereinander gestapelten Piezoelementen. Ein Piezoaktor mit einem Aktorkörper in monolithischer Vielschichtbauweise geht beispielsweise aus der US 6 236 146 Bl hervor. Bei dem Piezoaktor ist eine Vielzahl von Elektrodenschichten, die als Innenelektroden bezeichnet werden, und piezoelektrischen Schichten aus einer Piezokeramik abwechselnd übereinander gestapelt und gemeinsam zu dem monolithischen Aktorkörper gesintert. Zur elektrischen Kontaktierung der Elektrodenschichten sind benachbarte Elektrodenschichten abwechselnd an zwei elektrisch voneinander isolierte, seitliche Oberflächenabschnitte des Aktorkörpers geführt. An
diesen Oberflächenabschnitten weist der Aktorkörper jeweils eine streifenförmige Metallisierung auf.
Im Bereich der beschriebenen Oberflächenabschnitte ist jedes der Piezoelemente piezoelektrisch inaktiv. Aufgrund der abwechselnden Führung der Elektrodenschichten an die Oberflächenabschnitte wird in einen piezoelektrisch inaktiven Bereich der Piezokeramikschicht ein elektrisches Feld eingekoppelt, das sich deutlich von dem elektrischen Feld unterscheidet, das in einen piezoelektrisch aktiven Bereich der Piezokeramikschicht eingekoppelt wird. Der piezoelektrisch aktive Bereich der Piezokeramikschicht befindet sich zwischen den Elektrodenschichten des Piezoelements. Bei der elektrischen Ansteuerung der Elektrodenschichten, also beim Polarisieren und/oder im Betrieb des Piezoaktors, kommt es aufgrund der unterschiedlichen elektrischen Felder zu unterschiedlichen Auslenkungen der Piezokeramikschicht im piezoelektrisch aktiven Bereich und im piezoelektrisch inaktiven Bereich. Als Folge davon treten mechanische Spannungen im Piezoelement auf, die zu einem sogenannten Polungsriss quer zur Stapelrichtung führen können. Dieser Polungsriss kann sich in die an dem Oberflächenabschnitt des Aktorkörpers angebrachte Metallisierung fortsetzen. Dies führt zu einem Unterbrechen der elektrischen Kontaktierung zumindest eines Teils der Elektrodenschichten des Aktorkörpers.
Damit ein vorhandener Polungsriss im Aktorkörper nicht zu einem Ausfall des Piezoaktors führt, ist bei dem bekannten Piezoaktor an jeder der Metallisierungen ein Anschlusselement in Form einer flexiblen, elektrischen Kontaktfahne angebracht. Die Kontaktfahne ist beispielsweise eine Metallfolie aus Kupfer. Die Kontaktfahne ist über eine ihrer Kanten entlang einer Höhe des Aktors derart an eine Metallisierung des Aktorkörpers angebracht, dass ein vom
Aktorkörper abstehender Bereich der Kontaktfahne verbleibt. Die Kontaktfahne ist so angebracht, dass sich ein in die
Metallisierung erstreckender Polungsriss in die Kontaktfahne ausbreiten kann. Die Kontaktfahne ist aber derart ausgestaltet, dass die Rissbildung in der Kontaktfahne zum Stillstand kommt. Durch die Kontaktfahne kann daher ein Polungsriss elektrisch überbrückt werden. Somit ist gewährleistet, dass die Elektrodenschichten des Aktorkörpers trotz Auftreten eines Polungsrisses elektrisch kontaktiert bleiben. Der bekannte Piezoaktor wird beispielsweise zur Ansteuerung eines Einspritzventils eines Motors eines Kraftfahrzeugs eingesetzt. Für diesen Einsatz wird von der Automobilindustrie eine Zyklenzahl von über 100, gefordert. Innerhalb eines Zykluses kommt es durch die Ansteuerung der Elektrodenschichten zur Expansion und Kontraktion des Aktorkörpers. Es hat sich aber gezeigt, dass trotz der elektrischen Überbrückung mit Hilfe der flexiblen Kontaktfahne eine Zyklenzahl von über 10^ nicht zuverlässig erreicht werden kann.
Zur Erhöhung der Zyklenzahl des beschriebenen Piezoaktors geht aus der US 6 307 306 ein elektrisches Anschlusselement mit einem Drahtgeflecht hervor. Das Drahtgeflecht besteht beispielsweise aus Stahl-Drähten, die über eine hohe Elastizität bzw. Belastbarkeit verfügen. Alternativ dazu kann das Drahtgeflecht aus Kohlenstoff-Fasern bestehen. Diese Kohlenstoff-Fasern zeichnen sich durch eine gute elektrische Leitfähigkeit bei einer geringen Materialermüdung im Dauerbetrieb aus .
In der Veröffentlichung Carbon Nanotubes, Topics Appl . Phys . 80 (2001), Seiten 391 - 425 werden Kohlenstoff-Fasern in Form von Kohlenstoff-Nanoröhren (Carbon Nanotubes) vorgestellt. Derartige Kohlenstoff-Fasern haben einen Röhrendurchmesser im Nanometerbereich . Die Kohlenstoff-Nanoröhren zeichnen sich durch eine hohe elektrische Leitfähigkeit, eine hohe
thermische Leitfähigkeit und eine hohe Elastizität und damit Flexibilität aus.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Piezoaktor bereitzustellen, der über ein im Vergleich zum bekannten Stand der Technik zuverlässigeres Anschlusselement zur elektrischen Kontaktierung der Elektrodenschichten des Aktorkorpers verfugt . Zur Losung der Aufgabe wird ein piezoelektrisches Bauteil mit mindestens einem Piezoelement, das mindestens zwei übereinander angeordnete Elektrodenschichten und mindestens eine zwischen den Elektrodenschichten angeordnete piezoelektrische Schicht aufweist, und mit mindestens zwei elektrischen Anschlusselementen zur elektrischen Ansteuerung der Elektrodenschichten des Piezoelements angegeben, wobei mindestens eines der Anschlusselemente Kohlenstoff-Fasern aufweist. Das piezoelektrische Bauteil ist dadurch gekennzeichnet, dass die Kohlenstoff-Fasern Kohlenstoff- Nanorohren aufweisen.
Die Kohlenstoff-Nanoröhren weisen einen Rohrendurchmesser auf, der von wenigen n bis hin zu 100 nm reicht. Eine Rohrenlange der Kohlenstoff-Nanoröhren kann bis hin zu mehreren mm betragen. Die Kohlenstoff-Nanoröhren liegen als einwandige Nanorohren (Single Walled Nanotubes, SWNTs) oder mehrwandige Nanorohren (Multi Walled Nanaotubes, MWNTs) vor.
Die Kohlenstoff-Nanoröhren weisen eine elektrische Leitfähigkeit auf, die mit der von Metallen vergleichbar ist. Darüber hinaus zeichnen sie sich durch eine sehr hohe Elastizität aus. Dadurch ist mit Hilfe der Kohlenstoff- Nanoröhren ein flexibles elektrisches Anschlusselement mit einer hohen Ξtromtragfahigkeit zuganglich. Trotz Auslenkung des Piezoelements und der damit hervorgerufenen mechanischen Beanspruchung des Anschlusselements ist mit Hilfe der
Kohlenstoff-Nanoröhren für eine zuverlässige Kontaktierung der Elektrodenschichten des Piezoelements gesorgt.
Mit einem derart flexiblen Anschlusselement gelingt es insbesondere, die eingangs angesprochenen Polungsrisse in einem Aktorkorper zuverlässig elektrisch zu überbrücken. Die Wahrscheinlichkeit für einen Ausfall des Piezoaktors aufgrund vorhandener Polungsrisse ist deutlich reduziert. Die Kohlenstoff-Nanoröhren können vereinzelt vorliegen. Denkbar ist auch, dass die Kohlenstoff-Nanoröhren zu mindestens einem Faserbundel miteinander verbunden sind. Das Faserbundel besteht aus mehreren, einzelnen Kohlenstoff- Nanoröhren. Die Kohlenstoff-Nanoröhren sind dabei im Wesentlichen entlang einer gemeinsamen Vorzugsrichtung ausgerichtet und mit Hilfe eines Verbindungsmittels miteinander verbunden. Das Verbindungsmittel ist beispielsweise eine Umwicklung oder eine Umhüllung der Kohlenstoff-Nanoröhren .
In einer weiteren Ausgestaltung sind die Kohlenstoff- Nanoröhren zu einem Fasergewebe miteinander verbunden . Die Kohlenstoff-Nanoröhren bzw. Faserbundel aus den Kohlenstoff- Nanoröhren sind miteinander verwoben oder verflechtet . Beispielsweise ist das Fasergewebe ein Vlies aus Kohlenstoff- Nanoröhren. Das Fasergewebe zeichnet sich, wie die Kohlenstoff-Nanoröhren selbst, durch eine hohe Elasitzitat bzw. Flexibilität aus. Da sich die Kohlenstoff-Nanoröhren in dem Fasergewebe gegenseitig berühren, ist die elektrische Kontaktierung über das Fasergewebe hinweg gewahrleistet.
In einer weiteren Ausgestaltung weist das Anschlusselement ein Verbundmaterial auf, das zusammen mit den Kohlenstoff- Nanoröhren einen Verbundwerkstoff bildet. Das Verbundmaterial fungiert als Matrix, in die die Kohlenstoff-Nanoröhren eingebettet sind. Dabei kann das Verbundmaterial auch in den Hohlräumen der Kohlenstoff-Nanoröhren eingelagert sein. Auf
diese Weise lassen sich die elektrischen und mechanischen Eigenschaften der Kohlenstoff-Nanoröhren und damit die elektrischen und mechanischen Eigenschaften des Verbundwerkstoff beeinflussen. Die Kohlenstoff-Nanoröhren eignen sich besonders zur Anwendung in einem
Verbundwerkstoff, da sie relativ einfach modifiziert werden können. An den Außenwänden der Kohlenstoff-Nanoröhren können funktionelle Gruppen, beispielsweise hydrophile oder hydrophobe Gruppen, gebunden werden. Dadurch kann eine Mischbarkeit und/oder eine Stärke des Verbundes aus
Kohlenstoff-Nanoröhren und Verbundmaterial beeinflusst werden .
Das Verbundmaterial kann ein elektrisch leitendes oder ein elektrisch nicht leitendes Material sein. Beispielsweise sind die Kohlenstoff-Nanoröhren in eine flexible, elektrisch leitende Folie aus einem Metall eingebettet. Der Verbundwerkstoff besteht aus dem Metall und den Kohlenstoff- Nanoröhren. Das Metall bildet eine Matrix für die Kohlenstoff-Nanoröhren. Durch die Einlagerung der
Kohlensto f-Nanoröhren in die Metallfolie wird eine Flexibilität der Metallfolie erhöht. Gleichzeitig bleibt aber die elektrische Leitfähigkeit der Metallfolie weitgehend erhalten. Beispielsweise ist die Metallfolie eine Kupferfolie. Eine derartige Folie kann ausgehend von einem Fasergewebe aus Kohlenstoff-Nanoröhren durch elektrochemisches Abscheiden von Kupfer an den Kohlenstoff- Nanoröhren erzeugt werden. Alternativ dazu können Kohlenstoff-Nanoröhren oder ein Fasergewebe aus den Kohlenstoff-Nanoröhren auf eine Trägerfolie aus Kunststoff gelegt werden. Auf den Kohlenstoff-Nanoröhren wird danach in einem Dampfabscheideverfahren, beispielsweise CVD (Chemical Vapour Deposition) oder PVD (Physical Vapour Deposition) das Metall abgeschieden. Dabei bildet sich die Matrix aus dem Metall.
Das Verbundmaterial kann auch ein Dielektrikum sein. Das Dielektrikum ist beispielsweise ein elektrisch isolierender Kunststoff. Dieser Kunststoff bildet eine polymere Matrix, in die die Kohlenstoff-Nanoröhren eingebettet sind. Der Verbundwerksto f besteht aus dem Kunststoff und den
Kohlensto f-Nanoröhren. Um eine elektrische Leitfähigkeit des Verbundwerkstoffs zu gewahrleisten, ist ein entsprechend hoher Fullgrad der Kohlenstoff-Nanoröhren im Kunststoff notig. Der Fullgrad der Kohlenstoff-Nanoröhren ist so hoch gewählt, dass eine sogenannte Perkolationsgrenze erreicht oder überschritten ist. Bei der Perkolationsgrenze berühren sich die Kohlenstoff-Nanoröhren gegenseitig. Dadurch ist die elektrische Leitfähigkeit von Kohlenstoff-Nanorohre zu Kohlenstoff-Nanorohre und damit über den gesamten Verbundwerkstoff hinweg gewahrleistet.
Der Kunststoff kann ein beliebiger thermoplastischer oder duroplastischer Kunststoff sein. Im Hinblick auf die Verwendung des Verbundwerkstoffs in einen Anschlusselement eines piezoelektrischen Bauteils ist der Kunststoff vorzugsweise ein elastomerer Kunststoff. Der elastomere Kunststoff, beispielsweise ein Silikon-Elastomer, zeichnet sich durch eine hohe Elastizität bzw. Flexibilität aus. Durch das Einbetten der Kohlenstoff-Nanoröhren in einen elastomeren Kunststoff bleibt die Flexibilität des Kunststoffs im
Wesentlichen erhalten. Gleichzeitig wird aber eine für die Ansteuerung der Elektrodenschichten des Piezoelements notwendige elektrische Leitf higkeit erzielt. In einer besonderen Ausgestaltung erstreckt sich mindestens eine der Elektrodenschichten des Piezoelements an einen seitlichen Oberflachenabschnitt des Piezoelements und ist dort mit dem elektrischen Anschlusselement mit Kohlenstoff- Nanoröhren elektrisch leitend verbunden. Das Piezoelement weist beispielsweise eine quadratische oder rechteckige
Grundflache auf. Der seitliche Oberflachenabschnitt kann sich an einer Ecke des Piezoelements befinden. Dieser
Oberflächenabschnitt kann sich auch entlang einer gesamten seitlichen Ausdehnung des Piezoelements erstrecken. Denkbar ist auch, dass der Oberflächenabschnitt von nahezu einer gesamten Seite des Piezoelements gebildet ist.
Zur elektrischen Kontaktierung des Anschlusselements und der Elektrodenschicht ist das elektrische Anschlusselement mit einem elektrischen leitenden Verbindungsmittel am Oberflächenabschnitt des Piezoelements befestigt. Dieses elektrisch leitende Verbindungsmittel ist beispielsweise ein Leitklebstoff. Das Anschlusselement ist mit Hilfe des Leitklebstoffs am Oberflächenabschnitt angeklebt. Der Leitklebstoff weist neben einem Klebstoff ein elektrisch leitendes Material auf. Das elektrisch leitende Material liegt beispielsweise in Form von Kügelchen vor. Größe und Dichte der Kügelchen ist so gewählt, dass eine elektrische Kontaktierung mit einer notwendigen Stromtragfähigkeit gewährleistet ist. Der Leitklebstoff eignet sich zur Befestigung eines Anschlusselements mit einem Fasergewebe aus den Kohlenstoff-Nanoröhren oder mit einem Verbundwerkstoff aus einem Kunststoff und den Kohlenstoff-Nanoröhren.
Bei einem Anschlusselement mit einem Verbundwerkstoff aus einem Metall und den Kohlenstoff-Nanoröhren bietet sich an, als elektrisch leitendes Verbindungsmittel ein Lot zu verwenden. Das Anschlusselement ist an den Oberflächenabschnitt des Aktorkörpers angelötet.
Das piezoelektrische Bauteil ist beispielsweise ein piezoelektrischer Biegewandler. Der Biegewandler ist beispielsweise ein sogenannter Bimorph-Biegewandler . Der Biegewandler kann dabei aus mehreren Piezoelementen aufgebaut sein. Die piezoelektrischen Schichten können aus piezoelektrischem Kunststoff, beispielsweise Polyvinylidenfluorid (PVDF) , oder piezoelektrischer Keramik, beispielsweise Bleizirkonattitanat (Pb (Ti, Zr) 03, PZT) , bestehen.
In einer besonderen Ausgestaltung ist das piezoelektrische Bauteil ein Vielschichtaktor, bei dem eine Vielzahl von Piezoelementen zu einem stapeiförmigen Aktorkörper mit einer Stapelrichtung angeordnet sind. Der Aktorkörper kann aus miteinander verklebten Piezoelementen bestehen. Dabei bestehen die piezoelektrischen Schichten der Piezoelemente beispielsweise aus einem piezoelektrischen Kunststoff. Vorzugsweise ist der Aktorkörper in monolithischer Vielschichtbauweise hergestellt. Dabei bestehen die piezoelektrischen Schichten aus einer Piezokeramik. Die Piezokeramik ist beispielsweise ein Bleizirkonattitanat. Ein Elektrodenmaterial der Elektrodenschichten ist beispielsweise eine Silber-Palladium-Legierung. Zum Herstellen dieses Aktorkörpers werden keramische Grünfolien mit der
Piezokeramik und Elektrodenschichten aus dem elektrisch leitenden Material abwechselnd übereinander gestapelt und gemeinsam gesintert. Denkbar ist auch das Stapeln von mit Elektrodenmaterial flächig bedruckten keramischen Grünfolien.
In einer weiteren Ausgestaltung sind die Piezoelemente derart zu dem stapeiförmigen Aktor angeordnet, dass benachbarte Piezoelemente eine gemeinsame Elektrodenschicht aufweisen, die Elektrodenschichten der Piezoelemente in Stapelrichtung des Aktorkörpers abwechselnd an mindestens zwei voneinander elektrisch isolierte, seitliche Oberflächenabschnitte des Aktorkörpers geführt sind und mindestens einer der Oberflächenabschnitte des Aktorkörpers mit einem elektrischen Anschlusselement mit Kohlenstoff-Fasern elektrisch leitend verbunden ist. Wie eingangs beschrieben, kann es in einem solchen Aktorkörper zu Polungsrissen kommen. Durch die elektrische Ansteuerung der Elektrodenschichten kommt es an den Polungsrissen zu besonders großen Auslenkungen. In Folge davon wird das elektrische Anschlusselement mechanisch stark belastet. Daher ist es besonders vorteilhaft, zur Ansteuerung der Elektrodenschichten des Aktorkörpers das elektrische Anschlusselement mit den flexiblen Kohlenstoff-Nanoröhren zu
verwenden. Besonders vorteilhaft ist hier die Verwendung eines Fasergewebes aus den Kohlenstoff-Nanoröhren. Das Fasergewebe trägt zu einer erhöhten Flexibilität des Anschlusselements bei.
Eine besonders hohe Flexibilität des Anschlusselement bei gleichzeitig effizienter elektrischer Kontaktierung wird dadurch erreicht, dass zumindest ein Teil der Kohlenstoff- Nanoröhren des Anschlusselements im Wesentlichen quer zur Stapelrichtung des Aktorkörpers ausgerichtet ist. Im
Wesentlichen bedeutet dabei, dass Abweichungen von der Querausrichtung um bis zu 45° möglich und zulässig sind. Eine elektrische Kontaktierung der quer zur Stapelrichtung ausgerichteten Kohlenstoff-Nanoröhren erfolgt beispielsweise durch einen parallel zur Stapelrichtung ausgerichteten und mit den Kohlenstoff-Nanoröhren verbundenen Metallstift. Zum Herstellen eines Anschlusselements mit den ausgerichteten Kohlenstoff-Nanoröhren werden beispielsweise die Kohlenstoff- Nanoröhren in einem noch nicht oder nur teilweise vernetzten Kunststoff mit entsprechend niedriger Viskosität ausgerichtet. Das Ausrichten der Kohlenstoff-Nanoröhren in dem noch nicht vernetzten Kunststoff erfolgt beispielsweise mechanisch mit Hilfe eines Kamms. Nach dem Ausrichten wird der Kunststoff vernetzt. Es bildet sich eine Matrix aus dem Kunststoff, in die die Kohlenstoff-Nanoröhren im Wesentlichen parallel zueinander entlang einer gemeinsamen Vorzugsrichtung ausgerichtet sind. Im Wesentlichen bedeutet dabei, dass bezüglich der Ausrichtung eine Verteilung um die gemeinsame Vorzugsrichtung vorliegt.
In einer besonderen Ausgestaltung weist der Oberflächenabschnitt, der mit dem elektrischen Anschlusselement mit den Kohlenstoff-Nanoröhren elektrisch leitend verbunden ist, eine auf dem Aktorkörper aufgebrachte Metallisierung auf. Die Metallisierung, die aus mehreren
Schichten mit unterschiedlichem Material bestehen kann, ist an der Seite des Aktorkörpers mindestens über eine Höhe der
zu kontaktierenden Elektrodenschichten aufgetragen. Die Metallisierung sorgt dafür, dass die an dem Oberflächenabschnitt geführten Elektrodenschichten parallel geschaltet sind. Das elektrische Anschlusselement ist an der Metallisierung elektrisch leitend befestigt. Bei einem Aktorkorper, bei dem der zu kontaktierende Ober lächenabschnitt nur an einer Kante des Aktorkorpers vorliegt, wie bei dem eingangs beschriebenen Piezoaktor, liegt die Metallisierung in Form eines relativ schmalen Metallisierungsstreifens vor.
Der zu kontaktierende seitliche Oberflächenabschnitt des Aktorkorpers kann sich aber auch ber nahezu die gesamte seitliche Oberflache des Aktorkorpers erstrecken. In diesem Fall ist die Metallisierung großflächig an der Seite des Aktorkorpers angebracht. Dabei bietet sich an, das elektrische Anschlusselement großflächig mit der Metallisierung elektrisch und mechanisch zu verbinden. Dazu wird beispielswexse ein Fasergewebe aus den Kohlenstoff- Nanorohren großflächig auf die Metallisierung aufgeklebt.
Eine großflächige, elektrische Kontaktierung über die Kohlenstoff-Nanoröhren fuhrt zu einem weiteren Vorteil : Aufgrund der hohen thermischen Leitfähigkeit der Kohlenstoff- Nanorohren kann das elektrische Anschlusselement auch als
Temperierkorper (K hlkörper) fungieren. Durch die Ansteuerung der Elektrodenschichten kommt es zur Auslenkung der piezoelektrischen Schicht. Die dabei eingespeiste elektrische Energie geht teilweise in Form von Warme (Verlustwarme) verloren. Der bei einem Einspritzventil verwendete Piezoaktor mit monolithischem Aktorkorper wird mit einer hohen Repititionsrate angesteuert. Aufgrund der daraus resultierenden relativ hohen Verlustwarme kann sich der Piezoaktor unerwünscht erwarmen. Durch das elektrische Anschlusselement mit den Kohlenstoff-Nanoröhren kann aber die Verlustwarme effizient abgeleitet werden. Dazu ist das Anschlusselement mit einer beliebigen Warmesenke thermisch
leitend verbunden. Die Wahrscheinlichkeit für die unerwünschte Erwärmung des piezoelektrischen Bauteils, beispielsweise eine Erwärmung über die Curie-Temperatur des piezoelektrischen Materials der piezoelektrischen Schicht, ist deutlich reduziert.
In einer besonderen Ausgestaltung ist das elektrische Anschlusselement mit den Kohlenstoff-Nanoröhren eine elektrische Kontaktfahne, die derart mit dem Oberflächenabschnitt des Aktorkörpers verbunden ist, dass ein vom Aktorkörper abstehender Bereich der Kontaktfahne verbleibt. Eine derartige Kontaktfahne ist beispielsweise über einer ihrer Kanten mittels der oben beschriebenen, relativ schmalen Metallisierungsbahn mit den Elektrodenschichten des Aktorkörpers elektrisch leitend verbunden .
Die Kontaktfahne kann dabei nur aus Kohlenstoff-Nanoröhren oder einem Fasergewebe aus den Kohlenstoff-Nanoröhren bestehen. Denkbar ist auch eine Kontaktfahne mit einer Metallfolie. Die Metallfolie ist beispielsweise eine Kupferfolie. Eine Foliendicke beträgt vorteilhaft 50 um und weniger. Beispielsweise beträgt die Foliendicke 25 μm. Auf diese Metallfolie können die Kohlenstoff-Nanoröhren aufgebracht sein. Die Metallfolie kann auch aus einem Verbundwerkstoff aus einem Metall und den Kohlenstoff- Nanoröhren bestehen.
Vorzugsweise ist die Kontaktfahne mehrschichtig. Die Kontaktfahne besteht aus mehreren Schichten. Mindestens eine der Schichten ist elektrisch leitend. Diese elektrisch leitende Schicht wird von den Kohlenstoff-Nanoröhren, einem Fasergewebe mit den Kohlenstoff-Nanoröhren oder einer Metallfolie mit den Kohlenstoff-Nanoröhren gebildet. Denkbar ist auch eine elektrisch leitende Schicht mit einem elektrisch leitenden Verbundwerkstoff aus einem Kunststoff und den Kohlenstoff-Nanoröhren. Die elektrisch leitende
Schicht der mehrschichtigen Kontaktfahne ist auf einer elektrisch nicht leitenden Schicht, beispielsweise einer Schicht aus einem elektrisch isolierenden Kunststoff, aufgebracht. Die elektrisch isolierende Schicht kann als Trägerschicht für die elektrisch leitende Schicht fungieren. Zur elektrischen Isolierung kann die Schicht mit den Kohlenstoff-Nanoröhren auch zwischen zwei Schichten aus einem elektrisch isolierenden Kunststoff eingebettet sein. Zur Weiterkontaktierung des elektrischen Anschlusselements kann ein beliebiger elektrischer Anschluss, beispielsweise ein Bonddraht, vorgesehen sein. Bezüglich des Anschlusselements in Form einer Kontaktfahne ist in einer besonderen Ausgestaltung der abstehende Bereich der Kontaktfahne mit einem starren elektrischen Anschluss zur elektrischen Kontaktierung des Anschlusselements verbunden. Der starre elektrische Anschluss ist beispielsweise ein Metallstift. Über den starren elektrischen Anschluss wird der Piezoaktor mit elektrischer Spannung versorgt. Gerade zwischen dem starren Anschluss und dem Aktorkörper kann es aufgrund der Auslenkung des Aktorkörpers zu mechanischen Spannungen kommen. Die flexiblen Kohlenstoff-Nanoröhren sorgen dafür, dass diese mechanischen Spannungen im elektrischen Anschlusselement weitgehend abgebaut werden.
Das piezoelektrische Bauteil, insbesondere das piezoelektrische Bauteil in Form des Piezoaktors mit monolithischem Aktorkörper wird zur Betätigung eines Ventils, insbesondere eines Einspritzventil einer Brennkraftmaschine verwendet. Die Brennkraftmaschine ist beispielsweise ein Motor eines Personenkraftwagens.
Zusammenfassend ergeben sich mit der Erfindung vorliegende wesentlichen Vorteile:
- Die Kohlenstoff-Nanoröhren führen zu einem flexiblen, dehnbaren elektrischen Anschlusselement eines piezoelektrischen Bauteils. - Aufgrund der Flexibilität des Anschlusselements können mechanische Spannungen, deren Ursache in der Auslenkung des Piezoelements oder der Piezoelemente des piezoelektrischen Bauteils zu finden sind, effizient abgebaut werden. Dies trifft insbesondere auf piezoelektrische Bauteile mit einem Aktorkörper in monolithischer Vielschichtbauweise zu.
Das piezoelektrische Bauteil zeichnet sich durch eine hohe Zuverlässigkeit aus. So kann bei einem Piezoaktor mit Aktorkörper in monolithischer Vielschichtbauweise die
Zyklenzahl von 100, zuverlässig erreicht bzw. überschritten werden .
Durch die sehr gute thermische Leitfähigkeit der Kohlenstoff-Nanoröhren eignet sich das elektrische Anschlusselement zur effizienten Kühlung des piezoelektrischen Bauteils.
Anhand mehrerer Ausführungsbeispiele und der dazugehörigen Figuren wird die Erfindung im Folgenden näher vorgestellt. Die Figuren sind schematisch und stellen keine maßstabsgetreuen Abbildungen dar.
Figur 1 zeigt ein piezoelektrisches Bauteil in Form eines Piezoaktors mit einem Aktorkörper in monolithischer
Vielschichtbauweise von der Seite.
Figur 2 zeigt ein weiteres piezoelektrisches Bauteil in Form eines Piezoaktors mit einem weiteren Aktorkörper in monolithischer Vielschichtbauweise von der Seite.
Figur 3 zeigt ein Piezoelement eines piezoelektrischen Bauteils im seitlichen Querschnitt.
Figuren 4A und 4B zeigen jeweils eine mit Elektrodenmaterial bedruckte Grünfolie mit Piezokeramik von oben, die zur Herstellung der Aktorkörper gemäß Figur 1 und 2 verwendet werden.
Figuren 5A bis 5C zeigen verschiedene Ausführungsformen des Anschlusselements in Form einer elektrischen
Kontaktfahne.
Figur 6 zeigt einen Ausschnitt einer Kohlenstoff-Nanoröhre von der Seite .
Figur 7 zeigt ein Fasergewebe aus Kohlenstoff-Nanoröhren.
Das piezoelektrische Bauteil 1 ist ein Piezoaktor mit einem Aktorkörper 20 in monolithischer Vielschichtbauweise mit einer quadratischen Grundfläche (Figuren 1 und 2) . Bei diesem Aktorkörper 20 ist eine Vielzahl von Piezoelementen 10 entlang der Stapelrichtung 21 übereinander gestapelt und fest verbunden. Ein Piezoelement 10 besteht aus einer piezoelektrischen Schicht 13 aus einer Piezokeramik (Figur 3) . Die Piezokeramik ist ein Bleizirkonattitanat. Die piezoelektrische Schicht 13 befindet sich zwischen einer Elektrodenschicht 11 und einer weiteren Elektrodenschicht 12 des Piezoelements 10. Das Elektrodenmaterial der Elektrodenschichten 11 und 12 ist eine Silber-Palladium- Legierung. Die Elektrodenschichten 11 und 12 sind derart an den Hauptflächen der piezoelektrischen Schicht 13 angeordnet, dass durch die elektrische Ansteuerung der
Elektrodenschichten 11 und 12 ein elektrisches Feld in der piezoelektrischen Schicht 13 erzeugt wird, so dass es zur Auslenkung der piezoelektrischen Schicht 13 und damit zur Auslenkung des Piezoelements 10 kommt.
Zur elektrischen Kontaktierung sind die Elektrodenschichten 11 und 12 an zwei, elektrisch voneinander isolierte Oberflachenabschnitte 14 und 15 gefuhrt. An diesen Stellen sind die beiden Elektrodenschichten 11 und 12 jeweils mit einem (in Figur 3) nicht dargestellten elektrischen
Anschlusselement verbunden. Durch die Fuhrung der Elektroden 11 und 12 an unterschiedliche Oberflachenabschnitte 14 und 15 verfugt jedes Piezoelement 10 über einen piezoelektrisch aktiven Bereich 16 und mindestens zwei piezoelektrisch inaktive Bereiche 17.
Dadurch, dass bei dem Aktorkorper 20 in monolithischer Vielschichtbauweise eine Vielzahl von Piezoelementen 10 übereinander gestapelt sind, kann ein relativ hoher, absoluter Hub entlang der Stapelrichtung 21 des Aktorkorpers 20 bei einer relativ niedrigen Ansteuerspannung erzielt werden .
Benachbarte Piezoelemente 10 weisen jeweils eine gemeinsame Elektrodenschicht auf, so dass im Aktorkorper 20
Elektrodenschichten 22, 23 und piezoelektrische Schichten 24 abwechselnd übereinander angeordnet sind. Zum Herstellen des Aktorkorpers 20 werden keramische Grunfolien 50, die mit Elektrodenmaterial 51 bedruckt sind (Figuren 4A und 4B) , übereinander gestapelt und gemeinsam gesintert. Dabei entsteht der Aktorkorper 20 in monolithischer Vielschichtbauweise .
Die Elektrodenschichten 22 und 23 des Aktorkorpers 20 sind an zwei elektrisch voneinander isolierte, seitliche
Oberflachenabschnitte 25 und 26 gefuhrt. Gemäß einer ersten Ausfuhrungsform befinden sich die Oberflachenabschnitte 25 und 26 an den Ecken des Aktorkorpers 20 (Figur 1) . Zum Herstellen eines solchen Aktorkorpers 20 werden keramische Grunfolien mit quadratischen Grundflachen verwendet, die an jeweils einer Ecke 52 frei von Elektrodenmaterial 51 sind (Figur 4A) . Gemäß einer zweiten Ausfuhrungsform erstrecken
sich die Oberflächenabschnitte 25 und 26 über zwei Seiten des Aktorkörpers 20 (Figur 2) . Zum Herstellen dieses Aktorkörpers 20 werden keramische Grünfolien 50 verwendet, die entlang einer ihrer Kanten 53 frei von Elektrodenmaterial 51 sind.
An den beiden Oberflächenabschnitten 25 und 26 ist jeweils eine Metallisierung 27 und 28 angebracht, so dass die Elektrodenschichten 23 und 24 abwechselnd elektrisch kontaktiert sind. Gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel befindet sich jeweils eine streifenförmige Metallisierung an den Oberflächenabschnitten 25 und 26 zweier Ecken des Aktorkörpers 20. Gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel ist die Metallisierung auf nahezu den gesamten Seiten des Aktorkörpers 20, die die zu kontaktierenden Oberflächenabschnitte 25 und 26 bilden, großflächig aufgetragen.
An den Metallisierungen ist jeweils ein elektrisches Anschlusselement 30 bzw. 31 mit Kohlenstoff-Nanoröhren 33 elektrisch und mechanisch kontaktiert. Der durchschnittliche Röhrendurchmesser 34 der Kohlenstoff-Nanoröhren 33 beträgt wenige nm. Eine Röhrenlänge der Kohlenstoff-Nanoröhren beträgt wenige mm. Beispiel 1:
Der Piezoaktor 1 verfügt über einem Aktorkörper 20 gemäß der ersten Ausführungsform (Figur 1) . Das elektrische Anschlusselement 30 und das weitere elektrische Anschlusselement 31 ist jeweils eine elektrische Kontaktfahne 35. Diese Kontaktfahnen sind zwischen starren elektrischen Anschlüssen in Form von Metallstiften 41 und 42 und der jeweiligen Metallisierung 27 und 28 angeordnet. Jede der Kontaktfahnen 35 ist über eine ihrer Kanten derart mit der entsprechenden Metallisierung 27 und 28 verbunden, dass ein vom Aktorkörper 20 abstehender Bereich 36 vorhanden ist.
Jede der Kontaktfahnen 35 besteht aus einem Fasergewebe 37 aus Kohlenstoff-Nanoröhren 33. Das Fasergewebe 37 ist sowohl an der am jeweiligen Oberflächeabschnitt 25 bzw. 26 aufgetragenen Metallisierung 27 bzw. 28 als auch am jeweiligen starren Metallstift 41 bzw. 42 mit Hilfe eines Leitklebstoffs 29 geklebt.
Beispiel 2 : Im Gegensatz zum vorangegangenen Beispiel besteht jede der Kontaktfahnen 35 des elektrischen Anschlusselements 30 bzw. 31 aus einer Kupferfolie 351 (Figur 5A) mit einer Foliendicke von etwa 25 μm. Auf dieser Kupferfolie 351 sind (in Figur 5A nicht dargestellte) Kohlenstoff-Nanoröhren 33 derart angeordnet, dass die Kohlenstoff-Nanoröhren 33 nach der Befestigung der Kontaktfahne 35 am Aktorkörper 20 im Wesentlichen quer zur Stapelrichtung 21 des Aktorkörpers 20 ausgerichtet sind. Die Kupferfolie 351 ist mit Hilfe von Lot 29 sowohl mit dem jeweiligen Oberflächenabschnitt 25 bzw. 26 als auch mit dem starren Metallstift 41 bzw. 42 elektrisch und mechanisch leitend verbunden.
Beispiel 3: Die Kontaktfahnen 35 der Anschlusselemente 30 und 31 sind jeweils Kupferfolien, in die Kohlenstoff-Nanoröhren 33 eingebettet sind. Die Kupferfolie besteht aus einem Verbundwerkstoff aus Kupfer und den Kohlenstoff-Nanoröhren. Dieser Verbundwerkstoff wird ausgehend von einem Fasergewebe 37 aus Kohlenstoff-Nanoröhren 33 durch elektrochemisches Abscheiden von Kupfer erzeugt.
Beispiel 4 :
Die Anschlusselemente 30 und 31 weisen jeweils ene mehrschichtige Kontaktfahne 35 auf. Auf einer als Trägerschicht fungierenden, elektrisch isolierenden
Kunststofffolie 352 ist eine elektrisch leitende Schicht 353 mit Kohlenstoff-Nanoröhren 33 aufgetragen (Figur 5B) . In einer Alternative dazu befindet sich die elektrisch leitende Schicht 353 zwischen zwei Kunststofffolien 352 (Figur 5C) . Diese Kontaktfahnen 35 sind mit Hilfe eines Leitklebstoffs 29 an die Metallisierung 27 und 28 geklebt.
Beispiel 5 Der Piezoaktor 1 verfügt über einem Aktorkörper 20 gemäß der zweiten Ausfuhrungsform (Figur 2) . Die zu kontaktierenden Oberflächenabschnitte 25 und 26 erstrecken sich entlang zweier Seiten des Aktorkörpers 20. Auf den großflächigen Metallisierungen 27 und 28 der Oberflächenabschnitte 25 und 26 sind die Anschlusselemente 30 und 31 angebracht. Die
Anschlusselemente 30 und 31 weisen jeweils ein Fasergewebe 37 aus Kohlenstoff-Nanoröhren 33 auf. Die Anschlusselemente 30 und 31 sind an die Metallisierung 27 und 28 mit Hilfe eines Leitklebers 29 geklebt.
Beispiels 6:
Im Gegensatz zum vorangegangenen Beispiel besteht jedes der Anschlusselement 30 und 31 aus einem Verbundwerkstoff, der aus einem Kunststoff und Kohlenstof -Nanoröhren 33 gebildet ist. Der Kunststoff des Verbundwerkstoffs ist ein Silikon- Elastomer Kunststoff. Der Verbundwerkstoff ist großflächig an jeweilige die Metallisierung mit Hilfe eines Leitklebstoffs 29 geklebt.