DE102004004826A1 - Einrichtung zur Kühlung von Wrasen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Kühlung von Wrasen mit einem in einem Kühlbereich angeordneten Wärmetauscher, dem der Wrasen zugeführt und von dem der gekühlte Wrasen abgeführt wird. Dadurch, dass eine Umleitung um den Kühlbereich vorhanden ist, durch die wahlweise wenigstens ein Teil des Wrasens geführt wird, kann die Einrichtung bei gegebener maximaler Kühlleistung des Wärmetauschers auch bei sehr großen Wrasenmengen zuverlässig und mit optimalem Wirkungsgrad betrieben werden.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Kühlung von Wrasen mit einem in einem Kühlbereich angeordneten Wärmetauscher, dem der Wrasen zugeführt und von dem der gekühlte Wrasen abgeführt wird.
- Unter Wrasen wird im Weiteren der beim Kochen entstehende Kochdunst verstanden. Über einer Kochstelle werden neben dem Wrasen in der Regel auch Fettdünste und Gerüche frei, die üblicher Weise mit einer Dunstabzugshaube, auch Wrasenabzug genannt, abgesaugt werden. Fettige Anteile werden meist durch einen Fettfilter und Geruchsstoffe durch einen Aktivkohlefilter aus der abgesaugten wrasenhaltigen Luft abgetrennt. Die so gereinigte Luft wird dann entweder über ein Kanalsystem nach außen oder als Umluft in den Kochraum zurückgeleitet. Im ersten Fall spricht man von einem Abluftbetrieb, im zweiten Fall von einem Umluftbetrieb.
- Darüber hinaus ist es bekannt, den Wrasen über die Oberfläche eines Wärmetauschers zu leiten, um zumindest einen Teil der Feuchtigkeit der wrasenhaltigen Luft durch Abkühlen und Auskondensieren an der Wärmetauscheroberfläche zu entfernen. Eine Verringerung der Feuchtigkeit kann im Abluftbetrieb erwünscht sein, um einer Versottung des Kanalsystems entgegen zu wirken. Andererseits ist es auch für den Umluftbetrieb wünschenswert, die über der Kochstelle abgesaugte wrasenhaltige Luft vor ihrer erneuten Einleitung in der Kochraum zu entfeuchten.
- Zur Entfeuchtung der über einer Kochstelle angesaugten wrasenhaltigen Luft lehrt die
DE 10020205 C2 eine Dunstabzugshaube mit einem Verdampfer als Kondensatabscheider. Damit kann die wrasenhaltige Luft zufriedenstellend entfeuchtet und im Umluftbetrieb an die Kochstelle zurückgeleitet werden. Nachteilig an der Einrichtung ist aber, dass beim Betrieb der Dunstabzugshaube, das heißt bei eingeschaltetem Sauggebläse, der gesamte Wrasen über die Verdampferoberfläche geleitet werden muss. Ist die Wrasenmenge aber so groß, dass die maximale Kühlleistung des Verdampfers überschritten wird, findet nur noch eine unzureichende Kühlung der Wrasen statt, wodurch sich der Wirkungsgrad des Verdampfers verringert. Mit der aus derDE 10020205 C2 bekannten Einrichtung ist es demzufolge nicht möglich, die optimalen Betriebsbedingungen und den optimalen Wirkungsgrad des Verdampfers bei sehr großen anfallenden Wrasenmengen aufrecht zu erhalten. Dadurch wird zum einen unnötig Energie verbraucht und zum anderen der zuverlässige Betrieb der Einrichtung verhindert. - Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zu Grunde, eine Einrichtung zur Kühlung von Wrasen der eingangs genannten Art anzugeben, welche bei gegebener maximaler Kühlleistung des Wärmetauschers auch bei sehr großen Wrasenmengen zuverlässig und mit optimalem Wirkungsgrad betrieben werden kann.
- Diese Aufgabe wird für die eingangs beschriebene Einrichtung zur Kühlung von Wrasen dadurch gelöst, dass eine Umleitung um den Kühlbereich vorhanden ist, durch die wahlweise wenigstens ein Teil des Wrasens geführt wird.
- Auf diese Weise ist es möglich, die Einrichtung selbst dann zuverlässig und mit optimalem Wirkungsgrad zu betreiben, wenn ihr sehr große Wrasenmengen zugeführt werden. Dazu wird erfindungsgemäß derjenige Teil des Wrasens durch die Umleitung um den Kühlbereich geführt, der aufgrund der beschränkten Kühlleistung des Wärmetauschers nicht mehr gekühlt werden kann. Hingegen wird derjenige Teil, für den die Kühlleistung des Wärmetauschers ausreicht, bei optimalem Wirkungsgrad des Wärmetauschers gekühlt. Die Einrichtung ist dem zufolge stets zuverlässig im Betrieb und behält auch bei sehr großen zugeführten Wrasenmengen den optimalen Wirkungsgrad bei, wodurch Energie nicht unnötig verbraucht wird.
- In einer ersten bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass Mittel zur Regelung vorhanden sind, die die Zufuhr des Wrasens zum Kühlbereich und zur Umleitung regeln. Unter Mitteln zur Regelung sollen hier all diejenigen Komponenten verstanden werden, die üblicherweise zum Betrieb eines Regelkreises notwendig sind. Dies sind insbesondere Sensoren zur Bestimmung eines Ist-Wertes, ein Regler zur Ausgabe einer Stellgröße, die sich nach einer bestimmten Charakteristik aus der aus einem Ist- und Sollwert ermittelten Regelabweichung ergibt, und ein Stellglied zur Beeinflussung des Ist-Wertes. Die Verwendung von Mitteln zur Regelung hat gegenüber einem manuellen Betrieb der Einrichtung den Vorteil, dass die Zufuhr des Wrasens zum Kühlbereich und zur Umleitung genauer erfolgen kann. Dadurch können die optimalen Betriebsparameter und der maximale Wirkungsgrad des Wärmetauschers mit den Mitteln zur Regelung noch präziser als bei manuellem Betrieb eingehalten werden. Weiterhin muss bei Verwendung der Mittel zur Regelung vorteilhafter Weise kein Bedienpersonal zugegen sein, weshalb die Einrichtung auch im Dauerbetrieb, insbesondere für unbeaufsichtigte Kochstellen, einsetzbar ist.
- Besonders zweckmäßig ist es weiterhin, wenn die Einrichtung wenigstens einen Sensor zur Messung der Temperatur des Wärmetauschers umfasst. Die Temperatur des Wärmetauschers ist ein bedeutsamer Betriebsparameter im Hinblick auf dessen Wirkungsgrad. Mit dem wenigstens einen Sensor zur Messung der Temperatur des Wärmetauschers kann die Maximierung des Wirkungsgrades besonders gut erreicht werden. Der Sensor kann grundsätzlich an einer beliebigen Stelle des Wärmetauschers angeordnet sein. Besonders zweckmäßig ist die Anordnung am Wärmetauscher allerdings im Bereich des Wrasenzustromes. Auch kann es vorteilhaft sein, mehrere Temperatursensoren am Wärmetauscher anzuordnen, um dessen Temperatur noch detaillierter zu erfassen.
- Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht für die Einrichtung einen Mengenregler vor, mit dem die dem Kühlbereich und der Umleitung zugeführte Wrasenmenge geregelt wird. Der Mengenregler kann dazu auch mehrere Regelorgane umfassen, von denen jeweils mindestens eines dem Kühlbereich und der Umleitung zur Regelung der ihnen zugeführten Wrasenmenge zugeordnet ist. Zweckmäßigerweise kann der Mengenregler im Eingangsbereich des Kühlbereiches und der Umleitung angeordnet werden, obwohl auch andere Anordnungen denkbar sind.
- Weiterhin ist vorteilhaft vorgesehen, dass der Mengenregler wenigstens ein mechanisch wirkendes Absperrorgan umfasst. Grundsätzlich kommen als Absperrorgane alle Vorrichtungen in Betracht, die mechanisch wirken und mit denen die Menge des dem Kühlbereich und/oder der Umleitung zugeführten Wrasens geregelt werden kann. Besonders vorteilhaft können dazu beispielsweise Klappen, Ventile und Lamellen eingesetzt werden.
- Besonders bevorzugt ist als mechanisch wirkendes Absperrorgan ein Verteilungsorgan, mit der die Wrasenmenge auf den Kühlbereich und die Umleitung verteilt wird. Dies kann beispielsweise durch eine einzelne Klappe erfolgen, die so angeordnet ist, dass die Wrasenmenge dem Kühlbereich und der Umleitung in einem bestimmten Verhältnis zugeführt wird. Mit einem solchen Verteilungsorgan kann mit geringem technischen Aufwand die zuverlässige Funktionsweise der Einrichtung zur Kühlung sichergestellt werden.
- In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Mengenregler wenigstens eine Vorrichtung zur Förderung des Wrasens umfasst. Hierbei sind grundsätzlich alle Vorrichtungen geeignet, die den Wrasen aktiv zum Kühlbereich und/oder der Umleitung transportieren können. Insbesondere können dazu Ansaugvorrichtungen und Ventilatoren eingesetzt werden. Eine Vorrichtung zur Förderung des Wrasens ermöglicht einerseits die zuverlässige Zufuhr des Wrasens zum Kühlbereich und zur Umleitung und erhöht andererseits den Wrasendurchsatz durch die erfindungsgemäße Einrichtung. Gegebenenfalls kann eine solche Vorrichtung auch ein Ansauggebläse ersetzen, dass üblicherweise zum Ansaugen der über einer Kochstelle entstehenden Wrasen benötigt wird.
- Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Wärmetauscher wenigstens ein Peltier-Element umfasst. Peltierelemente sind als kompakte Geräte erhältlich und haben gegenüber Wärmetauschern mit einem geschlossenen Kühlkreislauf den Vorteil, dass sie ohne eine konstruktiv aufwändige, nach dem Verdichterprinzip arbeitende, Kältemaschine auskommen. Demzufolge kann eine erfindungsgemäße Einrichtung mit wenigstens einem im Kühlbereich angeordnetem Peltierelement kompakt gebaut werden und ist darüber hinaus besonders gut zur Nachrüstung von bestehenden Wrasenabzügen geeignet.
- Um eine kompakte Bauweise der erfindungsgemäßen Einrichtung zu ermöglichen, ist es auch sinnvoll, wenn der Wärmetauscher den Kühlbereich im Wesentlichen ganz ausfüllt. Dadurch wird gleichzeitig ein möglichst energiesparender Betrieb des Wärmetauscher erreicht.
- In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Umleitung mehrere Eingangsbereiche aufweist. Dadurch kann der nicht vom Kühlbereich beanspruchte Raum besonders gut ausgenutzt werden. Ein weiterer Vorteil besteht bei Vorhandensein mehrerer den Eingangsbereichen der Umleitung zugeordneter Regelorgane darin, dass selbst bei Versagen eines der Regelorgane die nicht durch den Wärmetauscher kühlbare Wrasenmenge zuverlässig den anderen Eingangsbereichen der Umleitung zugeführt werden kann. Der optimale Wirkungsgrad des Wärmetauschers wird also auch dann erreicht, wenn ein Eingangsbereich der Umleitung nicht zur Verfügung steht.
- Besonders vorteilhaft kann es darüber hinaus sein, wenn der Eingangsbereich der Umleitung den Eingangsbereich des Kühlbereiches umgibt. Dadurch kann der Teil des Wrasens, der nicht dem Kühlbereich zugeführt werden soll, besonders gut ohne Verluste der Umleitung zugeführt werden.
- Grundsätzlich können die Querschnitte von Umleitung und Kühlbereich beliebig sein, strömungstechnisch haben sich zur Minimierung des Strömungswiderstandes aber runde oder elliptische Querschnitte als besonders vorteilhaft erwiesen. Dadurch kann auch die Geräuschentwicklung der erfindungsgemäßen Einrichtung so klein als möglich gehalten werden. Weiterhin sollten zur Verringerung des Strömungswiderstandes und der Geräuschentwicklung insbesondere die Innenwände der Umleitung und des Kühlbereiches möglichst glatt sein.
- Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht darüber hinaus vor, dass die Mittel zur Regelung eine manuelle Steuereinrichtung umfassen. Dadurch wird sichergestellt, dass die automatische Regelung jederzeit durch die manuelle Steuereinrichtung abgelöst oder überlagert werden kann. Insbesondere bei Versagen oder einer notwendig gewordenen Überholung der Mittel zur Regelung kann der Betrieb der erfindungsgemäßen Einrichtung dennoch fortgesetzt werden.
- Auch sieht eine bevorzugte Weiterbildung vor, dass die Einrichtung ausgebildet ist, um den Wrasen diskontinuierlich der Umleitung und/oder dem Kühlbereich zuzuführen. Eine solche diskontinuierliche Zufuhr kann sinnvoll sein, wenn die anfallende Wrasenmenge extrem schwankt oder bei manueller Steuerung der Einrichtung.
- Schließlich kann es zweckmäßig sein, dass die Einrichtung ausgebildet ist, um den Wrasen zeitlich begrenzt der Umleitung und/oder dem Kühlbereich zuzuführen. Die zeitliche Begrenzung kann beispielsweise durch eine Zeitschaltuhr erfolgen, die in Wirkverbindung mit den Mitteln zur Regelung die Zufuhr des Wrasens zur Umleitung und/oder dem Kühlbereich für eine bestimmte Zeit ermöglicht.
- Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer Zeichnung weiter erläutert. Es zeigen schematisch:
-
1 Eine Schnittdarstellung eines ersten bevorzugten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Einrichtung zur Kühlung von Wrasen, -
2 Eine Schnittdarstellung eines zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Einrichtung zur Kühlung von Wrasen, -
3 Eine Schnittdarstellung eines dritten bevorzugten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Einrichtung zur Kühlung von Wrasen, -
4 Ein Querschnit entlang der Linie A-A in1 , -
5 Ein Querschnitt entsprechend4 durch ein viertes bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Einrichtung zur Kühlung von Wrasen; -
1 veranschaulicht eine Einrichtung1 zur Kühlung von Wrasen. In der Einrichtung1 ist in einem Kühlbereich2 ein Wärmetauscher3 angeordnet. Zu kühlende Wrasen8 werden der Oberfläche des Wärmetauscher3 zugeführt und nach Abkühlung und gegebenenfalls Kondensation der Feuchtigkeit als gekühlte Wrasen9 abgeführt. Auskondensierte Wrasen werden dem Stand der Technik entsprechend gesammelt und mittels eines Kondensatabflusses10 aus dem Kühlbereich2 entfernt. - Weiterhin ist in der Einrichtung
1 eine Umleitung4 angeordnet, durch die wahlweise wenigstens ein Teil des Wrasens geführt werden kann. Die Umleitung4 weist einen Eingangsbereich40 und einen Ausgangsbereich41 , der Kühlbereich2 einen Eingangsbereich20 und einen Ausgangsbereich21 auf. Die Querschnitte von Kühlbereich2 und Umleitung4 sind in4 dargestellt. Daraus kann entnommen werden, dass die Querschnitte von Kühlbereich2 und Umleitung4 zur Minimierung des Strömungswiderstandes rund ausgebildet sind. Aus4 ist darüber hinaus auch zu erkennen, dass der Wärmetauscher3 den Kühlbereich2 fast vollständig ausfüllt. - Aus
1 ist weiterhin ersichtlich, dass vor dem Eingangsbereich20 des Kühlbereiches2 ein mechanisch wirkendes Absperrorgan in Form einer Klappe6 angeordnet ist. Vor dem Eingangsbereich40 der Umleitung4 ist hingegen ein Schieber7 als mechanisch wirkendes Absperrorgan angeordnet. Außer der Klappe6 und dem Schieber7 , die zur Regelung der dem Kühlbereich2 und der Umleitung4 zugeführten Wrasenmengen dienen, umfasst die Einrichtung1 noch weitere Mittel zur Regelung, die nicht in den1 bis5 dargestellt sind. So ist ein Sensor zur Messung der Ist-Temperatur des Wärmetauschers an diesem angeordnet und mit einem Regler verbunden, der aus der Regelabweichung von Ist-Temperatur und vorgegebener Soll-Temperatur über Klappe6 sowie Schieber7 die dem Kühlbereich2 bzw. der Umleitung4 zugeführten Wrasenmengen regelt. Die Regelung erfolgt dabei so, dass die Ist-Temperatur möglichst der Soll-Temperatur entspricht, um den zur Soll-Temperatur korrespondierenden optimalen Wirkungsgrad des Wärmetauschers beizubehalten. Auf weitere Einzelheiten der Regelung wird hier nicht weiter eingegangen, da diese als solche aus dem Stand der Technik bekannt sind. - Gemäß
1 läßt die Klappe6 die gesamte der Einrichtung1 zugeführte Wrasenmenge5 als Wrasenmenge8 in den Kühlbereich2 eintreten. Dies ist sinnvoll, da die Kühlleistung des Wärmetauschers3 für diese Wrasenmenge ausreicht, um die Einhaltung der Soll-Temperatur und des optimalen Wirkungsgrades des Wärmetauschers3 zu gewährleisten. An der Oberfläche des Wärmetauschers3 wird der in den Kühlbereich2 gelangte Wrasen8 abgekühlt und teilweise kondensiert. Die gekühlte, aber nicht auskondensierte Wrasenmenge9 verläßt den Kühlbereich2 durch den Ausgangsbereich21 , während der kondensierte Wrasen mittels des Kondensatablusses10 aus dem Kühlbereich2 entfernt wird. Aufgrund der ausreichenden Kühlleistung des Wärmetauschers3 ist eine Zufuhr des Wrasens zu der Umleitung4 nicht notwendig. Der Schieber7 hält deshalb den Eingangsbereich40 der Umleitung4 verschlossen. - Ist die der Einrichtung
1 zugeführte Wrasenmenge jedoch so groß, dass die Kühlleistung des Wärmetauschers3 zur Kühlung der gesamten Wrasenmenge nicht ausreicht und sich der Wirkungsgrad des Wärmetauschers3 entsprechend verschlechtert, kann erfindungsgemäß ein Teil des Wrasens durch die Umleitung4 geführt werden. Dieser Fall ist in2 dargestellt. In den2 und3 sind die Bezugszeichen einiger, gegenüber1 gleicher Teile, der Übersichtlichkeit halber weggelassen. Aus2 ist ersichtlich, dass im Unterschied zu dem in1 dargestellten Ausführungsbeispiel zur Regelung der dem Kühlbereich2 und der Umleitung4 zugeführten Wrasenmengen nur ein mechanisch wirkendes Absperrorgan in Form einer Klappe13 verwendet wird. Die Klappe13 ist so angeordnet, dass sie wahlweise den Eingangsbereich20 des Kühlbereiches2 oder den Ein gangsbereich40 der Umleitung4 versperren kann oder aber, wie in2 dargestellt, eine der Einrichtung1 zugeführte Wrasenmenge50 auf den Kühlbereich2 und die Umleitung4 verteilt. Die Wrasenmenge50 ist erheblich größer als die Wrasenmenge5 aus1 . Von der gesamten Wrasenmenge50 wird derjenige Teil der Umleitung4 zugeführt, der vom Wärmetauscher3 nicht unter Beibehaltung der Soll-Temperatur und des optimalen Wirkungsgrades gekühlt werden kann. Die Regelung erfolgt mit den oben erwähnten Mitteln zur Regelung und der Klappe13 als Regelorgan. Da in der Umleitung4 keine Kühlung der Wrasen stattfindet, entspricht die zugeführte Wrasenmenge11 im Wesentlichen der abgeführten Wrasenmenge12 . - In
3 ist ein drittes bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Der Unterschied zu den in den1 und2 abgebildeten Ausführungsbeispielen besteht darin, dass die Zufuhr des Wrasens zum Kühlbereich2 und zur Umleitung4 mit einer Vorrichtung zur Förderung des Wrasens erfolgt. Dies geschieht durch die Ventilatoren16 und17 , die im Eingangsbereich20 des Kühlbereiches2 bzw. im Eingangsbereich41 der Umleitung4 angeordnet sind. Die Wrasenmengen8 und14 , die dem Kühlbereich2 und der Umleitung4 zugeführt werden, sind durch die Umdrehungszahl und damit die Förderleistung der Ventilatoren bestimmt. - Dadurch, dass die Ventilatoren
16 und17 den der Einrichtung1 zugeführten Wrasen aktiv fördern, können auch besonders große Mengen des Wrasens unter Umgehung des Kühlbereiches2 durch die Umleitung4 hindurchgeführt werden. Dies ist in3 durch die Pfeile51 ,14 und15 symbolisiert, die größer als die entsprechenden Pfeile50 ,11 und12 in2 sind. Durch die Verwendung der Ventilatoren16 und17 ist der optimale Wirkungsgrad des Wärmetauschers3 und der zuverlässige Betrieb der Einrichtung1 folglich auch bei extrem großen Wrasenmengen51 gewährleistet. -
5 zeigt einen Querschnitt durch eine viertes, als solches nicht weiter dargestelltes, bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung. Im Unterschied zu der in4 abgebildeten Anordnung, sind der Kühlbereich2 und die Umleitung4 nicht nebeneinander, sondern so angeordnet, dass die Umleitung4 den Kühlbereich2 umgibt. Der Teil des Wrasens, der nicht dem Kühlbereich2 zugeführt wird, kann so besonders gut und ohne Verluste in die Umleitung4 geleitet werden. Zur Verringerung des Strömungswiderstandes haben sowohl der Kühlbereich2 als auch die Umleitung4 einen runden Querschnitt. Diesem Zweck dient auch die konzentrische Anordnung von Kühlbereich2 und Umleitung4 , weil dem durch die Umleitung4 geführten Wrasen so ein gleichmäßiger Strömungsquerschnitt zur Verfügung steht.
Claims (16)
- Einrichtung zur Kühlung von Wrasen mit einem in einem Kühlbereich angeordneten Wärmetauscher, dem der Wrasen zugeführt und von dem der gekühlte Wrasen abgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine Umleitung (
4 ) um den Kühlbereich (2 ) vorhanden ist, durch die wahlweise wenigstens ein Teil des Wrasens geführt wird. - Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Regelung vorhanden sind, die die Zufuhr des Wrasens zum Kühlbereich (
2 ) und zur Umleitung (4 ) regeln. - Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens einen Sensor zur Messung der Temperatur des Wärmetauschers (
3 ) umfasst. - Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Mengenregler umfasst, mit dem die dem Kühlbereich (
2 ) und der Umleitung (4 ) zugeführte Wrasenmenge geregelt wird. - Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Mengenregler wenigstens ein mechanisch wirkendes Absperrorgan umfasst.
- Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mechanisch wirkende Absperrorgan ein Verteilungsorgan ist, mit dem die Wrasenmenge auf den Kühlbereich (
2 ) und die Umleitung (4 ) verteilt wird. - Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Mengenregler wenigstens eine Vorrichtung zur Förderung des Wrasens umfasst.
- Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher (
3 ) wenigstens ein Peltierelement umfasst. - Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher (
3 ) den Kühlbereich (2 ) im Wesentlichen ganz ausfüllt. - Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Umleitung (
4 ) mehrere Eingangsbereiche (40 ) aufweist. - Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingangsbereich (
40 ) der Umleitung (4 ) den Eingangsbereich (20 ) des Kühlbereiches (2 ) umgibt. - Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Umleitung (
4 ) rund oder elliptisch ist. - Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Kühlbereiches (
2 ) rund oder elliptisch ist. - Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Regelung eine manuelle Steuereinrichtung umfassen.
- Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass sie ausgebildet ist, um den Wrasen diskontinuierlich der Umleitung (
4 ) und/oder dem Kühlbereich (2 ) zuzuführen. - Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass sie ausgebildet ist, um den Wrasen zeitlich begrenzt der Umleitung (
4 ) und/oder dem Kühlbereich (2 ) zuzuführen.
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|---|---|---|---|
| DE200410004826 DE102004004826A1 (de) | 2004-01-30 | 2004-01-30 | Einrichtung zur Kühlung von Wrasen |
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| DE102004004826A1 true DE102004004826A1 (de) | 2005-08-18 |
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|---|---|
| DE (1) | DE102004004826A1 (de) |
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| DE102015111630A1 (de) | 2015-07-17 | 2017-01-19 | Debag Deutsche Backofenbau Gmbh | Verfahren zum Betrieb eines Gerätes zur Wärmebehandlung von Lebensmitteln und Abdampfkondensator |
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- 2004-01-30 DE DE200410004826 patent/DE102004004826A1/de not_active Ceased
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