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Die
Erfindung betrifft ein System zum Behandeln von Luft, welche in
einem abgeschlossenen Raum eingeatmet werden soll.
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Hintergrund
der Erfindung
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Es
kann wünschenswert
sein, Luft zu behandeln, die eingeatmet werden soll, um Verunreinigungen
zu entfernen und außerdem
ein geeignetes Verhältnis
der einzelnen Bestandteile eines Luftgemischs (Sauerstoff, Kohlendioxid,
Stickstoff usw.) bereitzustellen. Verunreinigungen, die entfernt
werden sollen, könnten
fest (in Form von Feststoffteilchen), flüssig (in Form von Aerosolen)
oder gasförmig
sein. Der abgeschlossene Raum, in dem die behandelte Luft eingeatmet
werden soll, könnte
ein Gebäude oder
ein Fahrzeug sein. Ein Beispiel für eine Anwendung des Systems
der Erfindung könnte
beispielsweise in einem landwirtschaftlichen Fahrzeug sein, das
sich in einer Umgebung befinden kann, die Teilchen und flüssige oder
gasförmige
Materialien enthalten, denen der Fahrer des Fahrzeugs vorzugsweise
nicht ausgesetzt sein sollte. Die Erfindung betrifft jedoch auch
die Behandlung von Luft für
andere Anwendungen, zum Beispiel für die Zufuhr zu einem Gebäude.
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In
EP-A-1 101 641 ist ein System zum Behandeln von Luft beschrieben,
die einem abgeschlossenen Raum zugeführt wird, einschließlich der Regeneration
und Rückführung der
Luft.
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Es
ist bekannt, Verunreinigungen aus einem Gas unter Verwendung einer
regenerativen Adsorptionsvorrichtung zu entfernen. Eine derartige
Vorrichtung umfaßt
mindestens zwei Kammern, von denen jede eine Menge eines adsorbierenden
Materials enthält.
Das Gas wird so geleitet, daß es
durch eine der Kammern strömt,
damit es behandelt werden kann, während das adsorbierende Material
in der anderen Kammer regeneriert wird, indem der verunreinigende Stoff,
der zuvor adsorbiert wurde, daraus entfernt wird, während der
Druck in dieser Kammer vermindert wird. Der adsorbierte Bestandteil
kann mit Hilfe eines Reinigungsgasstroms verdrängt werden, der aus dem Strom
am Auslaß der
Kammer entnommen werden könnte,
in der die Adsorption stattfindet. Die Regeneration des adsorbierenden
Materials kann Veränderungen
des Drucks und/oder der Temperatur in der Kammer beinhalten, insbesondere
eine Druckminderung in der Kammer und einen Temperaturanstieg.
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Ein
Nachteil bekannter regenerativer Adsorptionsanordnungen besteht
darin, daß große Kammern
erforderlich sein können,
um ausreichend adsorbierendes Material bereitzustellen, damit genug Luft
entsprechend behandelt werden kann, damit sie eingeatmet werden
kann, insbesondere wenn sich die Verunreinigungen in der Luft nur
lose an das adsorbierende Material binden und insbesondere, wenn der
abgeschlossene Raum groß ist
(beispielsweise wie im Fall eines Gebäudes).
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
Erfindung schafft ein System zur Luftbehandlung, das eine Rezirkulationsleitung
aufweist, durch die Luft aus dem abgeschlossenen Raum rezirkuliert
werden kann und bei dem eine Verunreinigungsadsorptionsanordnung
in einer Hilfsversorgungsleitung angeordnet ist, damit Luft aus
der Atmosphäre
zugeführt
werden kann, die behandelt wurde, um Verunreinigungen zu entfernen,
damit sie mit Luft in dem abgeschlossenen Raum vermischt werden
kann oder mit der der abgeschlossene Raum versorgt werden soll.
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Folglich
stellt die Erfindung in einem Gesichtspunkt ein System zum Behandeln
von Luft bereit, die in einem abgeschlossenen Raum eingeatmet werden
soll, mit:
- a. einem Primäreinlaß, durch welchen Luft aus der
Atmosphäre
in das System eingelassen werden kann,
- b. einem Primäreinlaßventil,
mittels dessen der Luftstrom in das System durch den Primäreinlaß reguliert
werden kann,
- c. einem Auslaß,
durch welchen die Luft in dem abgeschlossenen Raum zur Atmosphäre hin entlüftet werden
kann,
- d. einer Rezirkulationsleitung, durch welche Luft aus dem abgeschlossenen
Raum rezirkuliert werden kann, um in den abgeschlossenen Raum wiedereingelassen
zu werden,
- e. einer Verunreinigungsadsorptionsanordnung, mittels welcher
Verunreinigungen in atmosphärischer
Luft adsorbiert werden können,
wobei die Anordnung in einer Hilfsversorgungsleitung angeordnet
ist, durch welche Luft aus der Atmosphäre (i) zur Behandlung mittels
der Adsorptionsanordnung, um Verunreinigungen zu adsorbieren, und (ii)
zur Vermischung mit Luft, welche in dem oder zur Versorgung des
abgeschlossenen Raumes vorgesehen ist, strömen kann,
- f. einem Hilfseinlaßventil,
mittels dessen der Luftstrom durch die Verunreinigungsadsorptionsanordnung
und die Hilfsversorgungsleitung reguliert werden kann,
- g. einer Betätigungsvorrichtung,
welche Signale erzeugen kann, um das Primäreinlaß- und das Hilfseinlaßventil zu steuern,
wobei
die Betätigungsvorrichtung
Signale erzeugen kann, welche bewirken, daß (a) sich das Primäreinlaßventil
zu seiner vollständig
geschlossenen Stellung hin bewegt und (b) sich das Hilfseinlaßventil
zu seiner vollständig
offenen Stellung hin bewegt.
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Das
System der Erfindung weist den Vorteil auf, daß die Belastung einer Verunreinigungsadsorptionsanordnung
verringert werden kann, indem Luft aus dem abgeschlossenen Raum
rezirkuliert wird. Folglich wird Luft aus dem abgeschlossenen Raum, die
durch die Rezirkulationsleitung rezirkuliert wird, wieder in den
abgeschlossenen Raum eingelassen, ohne daß sie die Verunreinigungsadsorptionsanordnung
passieren muß.
Dadurch kann eine kleinere Verunreinigungsadsorptionsanordnung eingesetzt werden,
als es der Fall wäre,
wenn die gesamte Luft, die im abgeschlossenen Raum eingeatmet werden soll,
die Anordnung passieren muß.
Wenn die atmosphärische
Luft nicht verunreinigt ist, kann Luft nach Bedarf uneingeschränkt in das
System eingelassen und dem abgeschlossenen Raum zugeführt werden, um
eingeatmet zu werden. Bei vielen Anwendungen wird es bevorzugt,
daß die
Luft konditioniert wird, bevor sie dem abgeschlossenen Raum zugeführt wird. Beispielweise
kann das System Komponenten zum Verändern der Temperatur der Luft
aufweisen, die in den abgeschlossenen Raum eingelassen wird, zum Beispiel
eine Heizvorrichtung oder eine Kühlvorrichtung.
Luft kann aus dem abgeschlossenen Raum direkt oder indirekt an die
Atmosphäre
abgegeben werden, zum Beispiel über
einen Auslaß,
der nach dem abgeschlossenen Raum angeordnet ist, zum Beispiel in
der Rezirkulationsleitung.
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Ist
die atmosphärische
Luft verunreinigt, kann Sauerstoff, der im abgeschlossenen Raum
aus der Luft entzogen wurde, unter Verwendung von Luft wieder nachgeliefert
werden, die durch die Hilfsversorgungsleitung in den abgeschlossenen
Raum eingelassen wird (direkt oder indirekt, zum Beispiel durch
die Hilfsversorgungsleitung).
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Die
Luft in der Rezirkulationsleitung wird wieder in den abgeschlossenen
Raum geführt,
ohne die Verunreinigungsadsorptionsanordnung zu passieren. Vorzugsweise
führt die
Rezirkulationsleitung Luft aus dem abgeschlossenen Raum in eine
Hauptversorgungsleitung zur Wiedereinführung in den abgeschlossenen
Raum. Diese Hauptversorgungsleitung kann atmosphärische Luft, die durch den
Haupteinlaß eingelassen
wird, in den abgeschlossenen Raum leiten.
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Vorzugsweise
weist das System ein Rezirkulierventil auf, mittel dessen der Luftstrom
durch die Rezirkulationsleitung gesteuert werden kann. Vorzugsweise
kann die Betätigungsvorrichtung
Signale erzeugen, um das Rezirkulierventil zu steuern, wobei bewirkt
wird, daß sich
gemeinsam mit der Bewegung des Hilfseinlaßventils zu seiner vollständig offenen Stellung
hin und der Bewegung des Primäreinlaßventils
zu seiner vollständig
geschlossenen Stellung hin das Rezirkulierventil zu seiner vollständig offenen Stellung
hin bewegt.
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Um
die Belastung der Vorrichtung zu vermindern, mit der die Luft erwärmt oder
gekühlt
wird, kann das System mit der Luft aus dem abgeschlossenen Raum
betrieben werden, die rezirkuliert wird. Unter diesen Umständen kann
das Hilfseinlaßventil
geschlossen sein, sodaß Luft
aus der Atmosphäre
nicht durch die Verunreinigungsadsorptionsanordnung strömt. Luft
aus der Atmosphäre
kann bei offenem Primäreinlaßventil
durch den Primäreinlaß in das System
gelangen. Wenn die atmosphärische
Luft verunreinigt ist, kann das Primäreinlaßventil geschlossen und kann
das Hilfseinlaßventil
geöffnet werden
(dies kann unter Verwendung eines einzigen Ventils erreicht werden,
das umgeschaltet wird, damit es den Primäreinlaß schließt und den Hilfseinlaß öffnet).
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Vorzugsweise
umfaßt
die Hauptversorgungsleitung Komponenten zur Konditionierung der Luft,
mit welcher der abgeschlossene Raum zu versorgen ist. Zum Beispiel
können
die Luftkonditionierungskomponenten dazu dienen, die Temperatur und/oder
die Feuchtigkeit der Luft zu verändern,
mit welcher der abgeschlossene Raum versorgt werden soll, zum Beispiel
der Luft, die aus der Atmosphäre eingelassen
wird, oder der Luft aus dem abgeschlossenen Raum, die rezirkuliert
wird. Insbesondere kann es bevorzugt sein, eine Kühlvorrichtung
in der Hauptversorgungsleitung vorzusehen, mit der die Luft gekühlt werden
kann, die dem abgeschlossenen Raum zugeführt wird. Es kann auch bevorzugt
sein, eine Vorrichtung vorzusehen, die die Feuchtigkeit der Luft verringert,
die dem abgeschlossenen Raum zugeführt wird. Dies kann bei einigen
Anwendungen von Bedeutung sein, um steigende Temperaturen der Luft zu
regulieren, die im abgeschlossenen Raum eingeatmet wird.
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Vorzugsweise
wird Luft aus der Rezirkulationsleitung und aus der Hilfsversorgungsleitung,
die in den abgeschlossenen Raum eingelassen wird, wenn die atmosphärische Luft
verunreinigt ist, durch eine Versorgungsleitung (die eine Hilfsversorgungsleitung
oder insbesondere die zuvor erwähnte
Hauptversorgungsleitung sein kann) in den abgeschlossenen Raum eingelassen,
die Luftkonditionierungskomponenten aufweist, die diese Luft passiert,
bevor sie in den abgeschlossenen Raum eingelassen wird.
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Vorzugsweise
weist das System einen Ventilator zum Zirkulieren von Luft durch
den abgeschlossenen Raum auf. Der Ventilator kann so angeordnet sein,
daß er
den Luftstrom in der Versorgungsleitung beeinflußt. Der Ventilator kann so
arbeiten, daß er Luft,
die nicht verunreinigt ist, aus dem Einlaß in den und durch den abgeschlossenen
Raum hindurch bewegt. Der Ventilator kann so arbeiten, daß er Luft
aus dem abgeschlossenen Raum durch die Rezirkulationsleitung bewegt,
sowie durch Luftkonditionierungskomponenten, wenn diese vorhanden
sind. Der Ventilator kann in der Hauptversorgungsleitung angeordnet
sein, sodaß er
Luft aus dem abgeschlossenen Raum beeinflussen kann, die rezirkuliert
wird, oder Luft aus der Atmosphäre,
die durch den Haupteinlaß eingelassen
wird.
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Vorzugsweise
wird Luft, die durch die Hilfsversorgungsleitung in das System eingelassen
wird, im Allgemeinen, nachdem sie in der Adsorptionsanordnung behandelt
wurde, hinter dem Ventilator mit Luft vermischt, die sich im System
befindet (zum Beispiel im abgeschlossenen Raum oder dahin strömend).
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Der
Luftstrom durch die Verunreinigungsadsorptionsanordnung wird vom
Hilfseinlaßventil
gesteuert, das die Strömungsgeschwindigkeit
der Luft durch die Hilfsversorgungsleitung verändern kann. Das System kann
nur einen Einlaß aufweisen,
durch den Luft aus der Atmosphäre
eingelassen wird, und das Primäreinlaßventil
und das können
den Luftstrom zwischen dem Einlaß und dem abgeschlossenen Raum
steuern. Beispielsweise kann Luft, wenn sie nicht verunreinigt ist,
direkt vom Primäreinlaß durch
das Primäreinlaßventil
zum abgeschlossenen Raum strömen
und kann das Hilfseinlaßventil
kann geschlossen sein. Ist die Luft verunreinigt, wird das Einlaßventil
geschlossen, um zu verhindern, daß die Luft direkt zum abgeschlossenen
Raum strömt,
und das Hilfseinlaßventil
wird geöffnet,
damit die Luft vom Einlaß durch
die Hilfsversorgungsleitung und die Verunreinigungsadsorptionsanordnung
zum abgeschlossenen Raum strömen
kann. Als Primär-
und Hilfseinlaßventil
kann ein einziges Ventil dienen, beispielsweise mit einem Einlaß und zwei
Auslässen, wobei
der Einlaß für die atmosphärische Luft
ist und die beiden Auslässe
den Primäreinlaß beziehungsweise
den Hilfseinlaß darstellen,
damit die Luft in die nachgeordneten Bestandteile des Systems strömen kann.
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Es
ist ebenso vorgesehen, daß das
System getrennte Einlässe
aufweisen kann, einen für
Luft, die nicht verunreinigt ist und die aus der Atmosphäre durch
den Einlaß eingelassen
wird, und den anderen für
Luft, die verunreinigt ist und die unabhängig vom Einlaß für nicht
verunreinigte Luft aus der Atmosphäre eingelassen wird. Dies kann
eine vorzuziehende Anordnung sein, mit der Luft, die direkt aus
der Atmosphäre
eingelassen wird, dem System vor einem Ventilator zugeführt werden
kann und mit der Luft, die nach der Behandlung in der Adsorptionsanordnung in
das System eingelassen wird, dem System hinter dem Ventilator zugeführt werden
kann.
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Vorzugsweise
ist das Hilfseinlaßventil
einstellbar, damit das Volumen der Luft, die der Adsorptionsvorrichtung
zugeführt
wird, auf ein geeignetes Niveau eingestellt werden kann. Es wird
häufig
vorzuziehen sein, daß das
Luftvolumen minimal gehalten wird, um die Belastung der Adsorptionsvorrichtung
auf ein Mindestmaß zu
senken. Es sollte jedoch ausreichend Luft durch das Einlaßventil
in das System eingelassen werden, damit der Sauerstoff ersetzt werden
kann, der von den Personen im abgeschlossenen Raum durch Atmung
verbraucht wurde. Verfahren zur Bestimmung einer Sauerstoffnachlieferung,
die dem Bedarf angemessen ist, sind bekannt.
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Das
System weist einen Auslaß auf,
durch welchen Luft aus dem abgeschlossenen Raum zur Atmosphäre hin entlüftet werden
kann. Wenn die atmosphärische
Luft nicht verunreinigt ist und Luft durch den Einlaß in das
System eingelassen wird, ist es bei vielen Anwendungen bevorzugt,
daß der Druck
im Raum gleich oder nahe Atmosphärendruck ist;
unter diesen Umständen
muß der
Auslaß keine Druckdifferenz
zwischen dem abgeschlossenen Raum und der Atmosphäre aufrechterhalten.
Ist die atmosphärische
Luft verunreinigt, ist es im Allgemeinen bevorzugt, daß der Luftdruck
im abgeschlossenen Raum etwas über
Atmosphärendruck
gehalten wird. Unter diesen Umständen
sollte der Auslaß diese
Druckdifferenz aufrechterhalten. Dies kann erreicht werden, indem
der Auslaß verändert wird
(indem er beispielsweise im Gegensatz zu dem Zustand, wenn die atmosphärische Luft
nicht verunreinigt ist, teilweise geschlossen wird). Wahlweise kann das
System zwei (oder mehr) Auslässe
aufweisen, wobei ein Auslaß verwendet
wird, wenn die atmosphäri sche
Luft nicht verunreinigt ist, und ein weiterer Auslaß zwischen
dem abgeschlossenen Raum und der Atmosphäre eine Druckdifferenz aufrechterhält.
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Vorzugsweise
umfaßt
die Verunreinigungsadsorptionsanordnung zumindest zwei Kammern, welche
ein adsorbierendes Material umfassen und so angeordnet sind, daß zur Versorgung
des abgeschlossenen Raumes in die Anordnung strömende Luft vor dem Versorgen
des abgeschlossenen Raumes zur Adsorption von Verunreinigungen eine
der Kammern passieren kann, während
das adsorbierende Material in einer anderen der Kammern regeneriert
wird, indem adsorbierte Verunreinigungen entfernt werden. Vorzugsweise
ist die Verunreinigungsadsorptionsanordnung so angeordnet, daß sie zwischen
der Phase, in der die Kammer Kontakt mit der Luft hat, die behandelt
werden soll, und der Phase, in der sich das adsorbierende Material
in der Kammer regeneriert, in jeder Kammer für eine Veränderung des Drucks und/oder
der Temperatur sorgt. Vorzugsweise ist die Anordnung so angeordnet,
daß der Druckunterschied
in jeder Kammer zwischen der Adsorptions- und der Regenerationsphase
mindestens etwa 150 mbar Überdruck
beträgt,
bevorzugter mindestens etwa 400 mbar Überdruck, insbesondere wenn
das adsorbierende Material regeneriert wird, indem es Temperaturänderungen
ausgesetzt wird. Wird das adsorbierende Material regeneriert, indem es
Temperatur- und Druckänderungen
ausgesetzt wird, kann es bevorzugt sein, daß der Druckunterschied in jeder
Kammer zwischen der Adsorptions- und der Regenerationsphase mindestens
etwa 750 mbar Überdruck
beträgt,
bevorzugter mindestens etwa 1000 mbar Überdruck, insbesondere mindestens
etwa 1500 mbar Überdruck.
Der Druck in der Kammer, in der das adsorbierende Material regeneriert
wird, kann geringer als Atmosphärendruck
sein oder kann höher
als Atmosphärendruck
sein. Der Unterschied zwischen dem Druck in dieser Kammer und Atmosphärendruck
kann mindestens etwa 100 mbar Überdruck
betragen, vorzugsweise mindestens etwa 150 mbar Überdruck, zum Beispiel mindestens
etwa 350 mbar Überdruck.
Ist der Unterschied zwischen dem Druck in einer Kammer in der Adsorptionsphase und
Atmosphärendruck
geringer als der Unterschied zwischen dem Druck in der Kammer in
der Adsorptions- und Regenerationsphase, kann die Anordnung eine
Pumpe aufweisen, die den Druck in einer Kammer der Verunreinigungsadsorptionsanordnung
während
der Regeneration dieses Materials so verändert, daß er unter Atmosphärendruck
liegt. Eine derartige Pumpe könnte
den Druck in der Kammer auf mindestens etwa 400 mbar unter Atmosphärendruck
senken, vorzugsweise mindestens etwa 600 mbar. Die Pumpe kann weitere
Funktionen aufweisen: sie kann zum Beispiel dafür verwendet werden, atmosphärische Luft
in das System zu ziehen.
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Die
Verunreinigungsadsorptionsanordnung umfaßt mindestens zwei Kammern.
Für viele
Anwendungen sind zwei Kammern ausreichend. Bei einigen Anwendungen
könnte
es jedoch bevorzugt sein, daß eine
Adsorptionsanordnung verwendet wird, die mehr als zwei Kammern aufweist.
Dies bringt den Vorteil mit sich, daß die Strömungsgeschwindigkeit der Luft
durch die Kammern herabgesetzt werden kann, wodurch der Luftströmungswiderstand
sinkt.
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Vorzugsweise
weist das System eine Spülleitung
auf, durch die einer Kammer der Verunreinigungsadsorptionsanordnung,
in der das adsorbierende Material regeneriert werden soll, Luft
zugeführt wird,
wobei die Spülleitung
Luft vom Auslaß der
Kammer zuführt,
durch die Luft geströmt
ist, damit Verunreinigungen adsorbiert werden. Der Anteil an Luft
aus der Kammer, die in der Spülleitung
strömt,
beträgt vorzugsweise
nicht mehr als etwa 25 %, insbesondere nicht mehr als etwa 5 %,
des Stroms am Einlaß.
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Vorzugsweise
weist die Anordnung Mittel zum Erwärmen des adsorbierenden Materials
in einer Kammer der Verunreinigungsadsorptionsanordnung während der
Regeneration dieses Materials auf. Die Wärme kann von einer oder mehreren
elektrischen Heizeinrichtungen bereitgestellt werden, die sich in
der Kammer befindet bzw. befinden. Die Temperatur, auf die das adsorbierende
Material erwärmt wird,
wird unter Berücksichtigung
von Faktoren ausgewählt,
zu denen die Art des adsorbierenden Materials, die Stärke der
Wechselwirkungen zwischen dem adsorbierenden Material und den adsorbierten Verunreinigungen,
die Menge des verunreinigenden Stoffs, die adsorbiert wurde und
die erforderliche Energie zur Erwärmung des adsorbierten Materials
gehört.
Es kann eine verhältnismäßig hohe
Temperatur bevorzugt werden, um das Herausspülen des adsorbierten Materials
zu optimieren.
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Die
Verunreinigungsadsorptionsanordnung kann Komponenten zur Konditionierung
der Luft umfassen, die aus der Atmosphäre eingelassen wird. Beispielsweise
kann das System ein Mittel zum Erwärmen oder Kühlen der Luft aufweisen, die
aus der Atmosphäre
eingelassen wird, insbesondere ein Mittel, das sich von dem Mittel
zum Konditionieren der Luft unterscheidet, das zur Behandlung von
nicht verunreinigter Luft vorgesehen ist, die aus der Atmosphäre eingelassen
wird, oder von rezirkulierender Luft. Die Einbindung getrennter
Komponenten zur Kühlung
(oder anderen Konditionierung) von Luft kann den Vorteil aufweisen,
daß der
Vorgang der Adsorption von Verunreinigungen in der Luft leistungsfä higer gestaltet
werden kann. Das System kann Mittel zum Auffangen von Flüssigkeitströpfchen und
Feststoffteilchen aufweisen, die die Luft mit sich führt, die aus
der Atmosphäre
in das System gelangt. Sie können
in Form eines Fliehkraftabscheiders vorliegen, in dem die Luft mit
Schaufeln in eine spiralförmige
Strömung
versetzt wird, wodurch Flüssigkeitströpfchen, die
die Luft mit sich führt,
zum Zusammenfließen
gebracht werden; derartige Abscheider sind bekannt. Das System kann
einen Filter zum Entfernen von partikelförmigen Verunreinigungen aus
der Luft aufweisen, die in das System gelangt. Geeignete Filtermedien
weisen Mikrofasern aus Borsilikatglas auf.
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Vorzugsweise
weist die Hilfsversorgungsleitung, in der die Adsorptionsanordnung
angeordnet ist, einen Ventilator auf, der Luft durch die Adsorptionsanordnung
bewegt (der hinter der Adsorptionsanordnung angeordnet ist, damit
Luft hindurchgesaugt wird, oder davor angeordnet ist, damit die
Luft hindurchgedrückt
wird) und der für
einen Überdruck sorgt,
damit gewährleistet
ist, daß Luft
in das System eingelassen wird, damit sie mit Luft vermischt werden kann,
die sich bereits im abgeschlossenen Raum befindet oder zur Versorgung
des abgeschlossenen Raums rezirkuliert wird.
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Die
Verunreinigungsadsorptionsanordnung kann verwendet werden, um Stoffe
in Form von Gasen, Flüssigkeiten
und Teilchen aus Luft zu entfernen, die eingeatmet werden soll.
Die Art des adsorbierenden Materials wird entsprechend der Art der Verunreinigungen
in der Luft ausgewählt.
Zu Beispielen für
geeignete adsorbierende Materialien gehören Aktivkohlen und Molekularsiebe.
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Vorzugsweise
weist das System eine Anordnung zum Adsorbieren von Kohlendioxid
aus der Luft in dem abgeschlossenen Raum auf. Die Kohlendioxid-Adsorptionsanordnung
kann eine Extraktionsleitung umfassen, mittels welcher Luft aus
dem abgeschlossenen Raum zum Adsorbieren von Kohlendioxid extrahiert
wird, und eine Injektionsleitung, durch welche die Luft, aus der
in der Anordnung Kohlendioxid adsorbiert wurde, zum Atmen in den
abgeschlossenen Raum wiedereingeführt wird. Die Luft, die in
der Kohlendioxid-Adsorptionsanordnung behandelt wird, kann aus dem
abgeschlossenen Raum oder aus der Rezirkulationsleitung oder aus
der Hauptversorgungsleitung eingelassen werden. Über die Injektionsleitung zum
Einführen
von Luft, aus der Kohlendioxid adsorbiert wurde, kann die Luft in
den abgeschlossenen Raum oder in die Rezirkulationsleitung oder
in die Hauptversorgungsleitung eingeleitet werden.
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Die
Anordnung zum Adsorbieren von Kohlendioxid kann dieselbe Anordnung
sein, die Verunreinigungen in der Luft adsorbiert, die aus der Atmosphäre eingelassen
wird. Zum Beispiel kann, wenn die Verunreinigungsadsorptionsanordnung
einen Kompressor aufweist, Luft aus dem abgeschlossenen Raum (mit
einem hohen Kohlendioxidgehalt) in den Einlaß des Kompressors eingeleitet
werden.
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Vorzugsweise
weist das System einen Sensor für
Verunreinigungen in der atmosphärischen
Luft auf. Die Art des Sensors hängt
von der Art der Verunreinigungen ab, die erfaßt werden sollen. Vorzugsweise
werden die Signale, welche bewirken, daß (a) das Einlaßventil
zu seiner vollständig
geschlossenen Stellung hin bewegt wird und (b) sowohl das Rezirkulier-
als auch das Hilfseinlaßventil
zu seiner vollständig
offenen Stellung bewegt wird, als Reaktion auf das Erfassen von
Verunreinigungen in der atmosphärischen
Luft durch den Sensor erzeugt. Die Signale können jedoch auch als Reaktion
auf eine manuelle Aktivierung der Betätigungsvorrichtung erzeugt
werden. Beispielsweise können
sie durch die Betätigung eines
Schalters erzeugt werden.
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Das
System kann zusätzliche
Bestandteile zur Behandlung der Luft aufweisen, die in das System
eingelassen wird, um in der Adsorptionsanordnung behandelt zu werden.
Zum Beispiel kann das System einen oder mehrere Filter für die Luft
in der Hilfsversorgungsleitung aufweisen.
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Vorzugsweise
umfaßt
die Hilfsversorgungsleitung einen Kompressor, um Luft aus der Adsorptionsanordnung
in den abgeschlossenen Raum zu lassen. Der Kompressor kann so arbeiten,
daß er
Luft durch den abgeschlossenen Raum hindurch bewegt. Der Kompressor
kann so arbeiten, daß er
Luft aus dem abgeschlossenen Raum durch die Rezirkulationsleitung
und durch Behandlungskomponenten bewegt, wenn diese vorhanden sind.
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Beschreibung
von bevorzugten Ausführunsgbeispielen
der Erfindung
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Die
Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf Figuren einer Zeichnung näher
erläutert.
Hierbei zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung, in der die Bestandteile eines Luftbehandlungssystems
gemäß der Erfindung
dargestellt sind; und
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2 eine
vergrößerte Darstellung
der regenerativen Adsorptionsanordnung, die in das System eingebunden
ist, das in 1 dargestellt ist.
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Mit
Bezug auf die Zeichnungen zeigt 1 ein System
zum Behandeln von Luft, die in einem abgeschlossenen Raum 2 eingeatmet
werden soll. Der Raum kann ein Fahrzeug wie ein landwirtschaftliches Fahrzeug
sein oder ein Fahrzeug in einer Betriebsanlage, in der unangenehmer
oder gefährlicher
Rauch oder unangenehme oder gefährliche
Dämpfe
vorhanden sind. Der Raum kann ein Zimmer in einem Gebäude oder
ein ganzes Gebäude
sein.
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Aus
der Atmosphäre
wird saubere Luft durch einen Einlaß 10 in das System
eingelassen. Die Luft gelangt durch einen Filter 12, insbesondere
einen HEPA-Filter, und eine Luftkonditionierungseinheit 14 in
den abgeschlossenen Raum. Die Luft wird mit einem Ventilator 18 über eine
Hauptversorgungsleitung 16 durch den Filter und die Luftkonditionierungseinheit
in den abgeschlossenen Raum geleitet. Der Luftstrom in das System
durch den Einlaß 10 wird
mit Hilfe eines Einlaßventils 20 gesteuert.
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Die
Luftkonditionierungseinheit 14 dient der Steuerung der
Temperatur und der Feuchtigkeit der Luft, die in den abgeschlossenen
Raum eingelassen wird. Wenn die Luft, die durch den Einlaß in das
System eingelassen wird, kalt ist, kann die Luftkonditionierungseinheit
die Temperatur der Luft so erhöhen, daß die Behaglichkeit
der Personen im abgeschlossenen Raum nicht beeinträchtigt wird.
Wenn die Luft, die in das System eingelassen wird, warm ist, kann die
Luftkonditionierungseinheit die Temperatur der Luft absenken.
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Das
System weist einen Auslaß 22 des
abgeschlossenen Raums auf, durch den Luft aus dem Raum herausströmen kann,
damit im abgeschlossenen Raum unter Berücksichtigung der einströmenden Luft
durch die Hauptversorgungsleitung eine ausgeglichene Stoffbilanz
aufrechterhalten bleibt. Ist die Luft aus der Atmosphäre, die
in das System eingelassen wird, frei von Verunreinigungen, sodaß Luft durch
den Einlaß 10 zugeführt wird,
wird der Druck im abgeschlossenen Raum bei oder nahe Atmosphärendruck
gehalten.
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Das
System weist eine Rezirkulationsleitung 24 auf, durch die
Luft aus dem abgeschlossenen Raum vor dem Ventilator 18 und
der Luftkonditionierungseinheit 14 in die Versorgungsleitung 16 strömen kann.
Der Luftstrom durch die Rezirkulationsleitung kann mit Hilfe eines
Rezirkulierventils 26 gesteuert werden. Luft, die durch
die Rezirkulationsleitung 24 strömt, passiert einen HEPA-Filter 28.
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Das
System weist einen Hilfseinlaß 30 auf, durch
den Luft aus der Atmosphäre
in das System eingelassen werden kann. Luft, die über den
Hilfseinlaß in
das System eingelassen wird, gelangt in einer Hilfsversorgungsleitung 31 durch
einen Kompressor 32 und einen Filter 34, mit dem
Teilchen und Tröpfchen
aus der Luft entfernt werden können.
Das System weist auch eine Adsorptionsanordnung 36 mit zwei
Kammern zum Entfernen von Verunreinigungen aus der Luft auf, die
im Folgenden anhand von 2 ausführlicher beschrieben wird.
Der Luftstrom durch den Hilfseinlaß 30 in das System
wird von einem Hilfseinlaßventil 38 gesteuert.
Aus der Hilfsversorgungsleitung 31 wird Luft in die Hauptversorgungsleitung 16 abgegeben,
in der sie durch die Luftkonditionierungseinheit 14 in
den abgeschlossenen Raum 2 strömt.
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Das
System weist eine Kohlendioxid-Adsorptionsanordnung 40 auf,
die eine Extraktionsleitung 42 aufweist, in der Luft aus
dem abgeschlossenen Raum 2 mit einem Kompressor 44 als
Antrieb extrahiert wird. Die Luft, die aus dem abgeschlossenen Raum
extrahiert wird, strömt
durch eine Adsorptionsanordnung 46 mit zwei Kammern zum
Entfernen von Kohlendioxid. Die Bestandteile, Anordnung und Arbeitsweise
der Kohlendioxid-Adsorptionsanordnung sind
weitgehend dieselben wie bei der Adsorptionsanordnung in der Hilfsversorgungsleitung,
mit möglichen
geeigneten Abweichungen entsprechend dem erforderlichen Volumen
des Adsorptionsmittels und der Art des Adsorptionsmittels unter
Berücksichtigung
des Materials, das adsorbiert werden soll. Die Luft, die in der
Kohlendioxid-Adsorptionsanordnung behandelt wurde, wird durch eine
Injektionsleitung 48 in den abgeschlossenen Raum 2 zurückgeführt.
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Statt
in einer getrennten Kohlendioxid-Adsorptionsanordnung kann Luft
aus dem abgeschlossenen Raum in die Hilfsversorgungsleitung 31 (beispielsweise
in den Kompressor 32) eingeleitet werden, damit Kohlendioxid
in der Adsorptionsanordnung 36 adsorbiert wird.
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Das
System weist einen Sensor 49 zum Erfassen von verunreinigenden
Stoffen in der atmosphärischen
Luft außerhalb
des Systems auf. Der Sensor ist so eingerichtet, daß er Stoffe
erfaßt,
die von dem abgeschlossenen Raum ferngehalten werden sollen, zum
Beispiel weil sie den Personen unangenehm sind, die in dem abgeschlossenen
Raum Luft einatmen, oder weil sie gefährlich sind. Aus diesen Gründen findet
die Erfindung Anwendung in der näheren
Umgebung von Chemieanlagen usw., wo die Gefahr des Entweichens gefährlicher
Stoffe bestehen könnte.
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In
dem Fall, daß der
Sensor einen verunreinigenden Stoff erfaßt, erzeugt er Signale, mit
denen das Einlaßventil 20,
das Rezirkulierventil 26, das Hilfseinlaßventil 38 und,
wenn es einstellbar ist, ein Ventil am Auslaß 22 des abgeschlossenen
Raums gesteuert werden kann.
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Wenn
die atmosphärische
Luft sauber ist, ist das Einlaßventil 20 offen,
sodaß Luft
durch den Einlaß in
das System gelangen kann. Das Rezirkulierventil 26 und
das Hilfseinlaßventil 38 sind
geschlossen und die Luft kann ungehindert durch den Auslaß 22 des
abgeschlossenen Raums aus dem abgeschlossenen Raum herausströmen. Durch
den Ventilator 18 wird ein Luftstrom aus dem Einlaß 10 durch die
Luftkonditionierungseinheit 14 und durch den abgeschlossenen
Raum gewährleistet.
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Erfaßt der Sensor
einen verunreinigenden Stoff, werden Signale erzeugt, durch die
(a) sich das Einlaßventil 20 in
seine geschlossene Stellung bewegt, (b) sich das Rezirkulierventil 26 in
seine offene Stellung bewegt, (c) sich das Hilfseinlaßventil 38 in seine
offene Stellung bewegt und (d) sichergestellt wird, daß der Auslaß 22 des
abgeschlossenen Raums derart ist, daß zwischen dem abgeschlossenen
Raum und der Atmosphäre
eine Druckdifferenz erhalten bleibt. Zusätzlich werden bei Vorhandensein eines
verunreinigenden Stoffs die Kompressoren 32, 44,
die mit der Verunreinigungsadsorptionsanordnung und der Kohlendioxid-Adsorptionsanordnung
in Zusammenhang stehen, angeschaltet, damit Gas durch diese Anordnungen
strömt.
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Folglich
wird, wenn ein verunreinigender Stoff erfaßt wird, Luft im abgeschlossenen
Raum durch die Rezirkulationsleitung 24 und ihren zugehörigen HEPA-Filter 28 und
durch die Luftkonditionierungseinheit 14 rezirkuliert.
In der Luftkonditionierungseinheit werden Temperatur und Feuchtigkeit der
Luft nach Bedarf vermindert, bevor sie wieder in den abgeschlossenen
Raum eingeführt
wird.
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Es
ist eine Folge der Rezirkulation von Luft, nachdem sie im abgeschlossenen
Raum eingeatmet wurde, daß der
Sauerstoffgehalt in der Luft abnimmt und der Kohlendioxidgehalt
zunimmt. Die Verringerung des Sauerstoffgehalts wird durch die Luftzufuhr in
das System über
die Hilfsversorgungsleitung 31 ausgeglichen. Der Anstieg
des Kohlendioxidgehalts wird durch die Behandlung von Luft aus dem
abgeschlossenen Raum in der Kohlendioxid-Adsorptionsanordnung ausgeglichen. Die
Stoffbilanz im System wird gegebenenfalls durch Abgabe von Luft
aus dem abgeschlossenen Raum (oder an anderer Stelle im System)
durch den Auslaß 22 aufrechterhalten.
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Der
Luftstrom durch die Rezirkulationsleitung 24 wird durch
den Ventilator 18 und den Kompressor 32 in der
Hilfsversorgungsleitung bewegt. Wird jedoch Luft aus dem abgeschlossenen
Raum rezirkuliert, kann der Luftstrom vom Kompressor ohne den Ventilator
bewegt werden.
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2 zeigt
eine Adsorptionsanordnung mit zwei Kammern der allgemeinen Ausführung, die
zur Entfernung von Verunreinigungen aus der Luft verwendet werden
kann, die dem abgeschlossenen Raum zugeführt wird (direkt über die
Hilfsversorgungsleitung oder indirekt, wie in 1 dargestellt ist),
und zur Entfernung von Kohlendioxid aus der Luft, nachdem sie im
abgeschlossenen Raum eingeatmet wurde. Abweichungen bei der Ausgestaltung der
Anordnungen könnten
zum Beispiel die Art der verunreinigenden Stoffe betreffen, das
Volumen der Kammern, die Temperatur- und/oder Druckbedingungen,
die in den Kammern herrschen, während
das Adsorptionsmaterial vom adsorbierten Gas befreit wird und so
weiter. Die Auswahl von Ausgestaltungsparametern dieser Ausführungen
ist gut eingeführt.
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Die
Anordnung, die in 2 dargestellt ist, umfaßt die zwei
Kammern 90, 92. Jede Kammer enthält ein Material 94,
das gasförmige
Verunreinigungen in der Luft adsorbiert. Durch einen Einlaß 102 in der
Anordnung wird der Anordnung Luft zugeführt. Der Einlaß teilt
sich in die linke und rechte Abzweigung 104, 106 zur
Zufuhr von Luft zu den Kammern 90, 92. Jede Abzweigung
des Einlasses weist darin ein Ventil 108, 110 zum
Steuern der Luftzufuhr zu den Kammern auf.
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An
denselben Enden wie die Abzweigungen 104, 106 des
Einlasses stehen mit jeder der Kammern 90, 92 die
Ablaßabzweigungen 112, 114 in
Verbindung. Der Luftstrom durch jede der Ablaßabzweigungen wird mit Hilfe
der Ventile 116, 118 der Ablaßabzweigungen gesteuert.
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Luft,
die behandelt werden soll, strömt
durch die Kammern über
das adsorbierende Material. Durch die Auslässe 124, 126 tritt
die Luft aus den Kammern aus. Der Luftstrom durch die Auslässe wird mit
Hilfe der Auslaßsteuerventile 128, 130 gesteuert. Zwischen
den Auslässen 124, 126 verläuft eine
Spülleitung 132,
damit zwischen den Kammern eine geringe Menge Gas strömen kann,
wenn zwischen ihnen eine Druckdifferenz vorliegt.
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Bei
einer ersten Kammer 90 ist das Ventil 108 der
Abzweigung des Einlasses offen und ist das Ventil 116 der
Ablaßabzweigung
geschlossen. Bei der anderen Kammer 92 ist das Ventil 110 der
Abzweigung des Einlasses geschlossen und ist das Ventil 118 der
Ablaßabzweigung
offen. Daher passiert Luft, die durch den Einlaß 102 in die Anordnung gelangt,
die erste Kammer 90, in der sie über das adsorbierende Material 94 darin
strömt,
sodaß Verunreinigungen
in der Luft adsorbiert werden. Das Auslaßsteuerventil 128 für diese
Kammer ist offen, sodaß Luft,
die aus der ersten Kammer 90 ausströmt, zur Versorgungsleitung 134 strömen kann.
Das Auslaßsteuerventil 130 für die andere
Kammer ist geschlossen, sodaß im
Wesentlichen keine Luft in die zweite Kammer 94 hinein
oder aus ihr heraus strömt.
Es ist jedoch ein geringer Reinigungsluftstrom durch die Spülleitung 132 aus
der ersten Kammer in die zweite Kammer vorhanden. Dieser geringe
Luftstrom kann in einer Richtung durch die zweite Kammer strömen, die
der Richtung entgegengesetzt ist, in der die Luft strömt, wenn
sie behandelt wird. Aufgrund der Einstellungen des Ventils 110 der
Abzweigung des Einlasses und des Ventils 118 der Ablaßabzweigung
gelangt der Reinigungsstrom in die Ablaßabzweigung 114. Das
Abfließen
kann durch eine Vakuumpumpe 136 unterstützt werden. Während der
Reinigungsphase der zweiten Kammer werden elektrische Heizeinrichtungen
(nicht dargestellt) in der Kammer mit Strom versorgt, mit denen
die Temperatur des adsorbierenden Materials erhöht wird, damit es leichter vom
adsorbierten Material befreit werden kann.
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Nach
einem vorher festgelegten Zeitraum des Kontakts mit verunreinigter
Luft oder wenn der Gehalt an erfaßten adsorbierten Verunreinigungen
in der ersten Kammer einen vorher festgelegten Wert übersteigt,
werden die Stellungen der Ventile in den Einlaß- und Ablaßabzweigungen und die der Auslaßsteuerventile
so verändert,
daß die
erste Kammer von adsorbierten Verunreinigungen gereinigt wird, während die
zweite Kammer mit der Luft in Berührung kommt, die behandelt
werden muß.