-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Verriegelungseinheit
für Klappen
beispielsweise von aufklappbaren Tageslichtelementen, sowie auf ein
Klappensystem, wie beispielsweise ein Lichtband- oder Lichtkuppel-Klappensystem.
-
Bekannte
Lichtband- und Lichtkuppel-Klappensysteme weisen einzelne Klappen
bzw. Dachfenster auf, um beispielsweise in Industriegebäuden Tageslicht
von oben zu erhalten. Dabei sind die Klappen der Lichtbänder bzw.
Lichtkuppeln im Regelfall aufklappbar ausgeführt, um eine Lüftung des
Gebäudes
oder einen Rauchabzug zu gewährleisten.
Hierzu verfügen
diese Klappen über
zwei getrennte Antriebseinheiten zum Öffnen der Klappe. Die erste
Antriebseinheit dient dem Lüften
des Gebäudes,
wozu die Klappe nur einen kleinen Spalt geöffnet wird. Die zweite Antriebseinheit
dient dem vollständigen Öffnen der
Klappe, um beispielsweise im Falle eines Brands den Rauch abziehen
zu lassen oder bei hohen Temperaturen große Mengen an warmer Luft aus dem
Gebäude
abzuführen.
-
Wie
in 10 gezeigt, ist das
Verriegelungssystem mit einem axial verschiebbaren Verriegelungsbolzen 50 versehen,
der am Klappenrahmen oder am Gebäude
angeordnet ist und in einen an der Klappe angeordneten Verriegelungsblock 60 eingreift.
Dabei ist der Verriegelungsbolzen 50 über eine Verriegelungsnut 51 und
einen (nicht gezeigten) federbelasteten Verriegelungsstift in dem
Verriegelungsblock 60 gesichert. Durch axiales Verschieben des
Verriegelungsbolzens 50 über die erste Antriebseinheit 70 kann
nun die Klappe um einen kleinen Spalt geöffnet werden.
-
Des
weiteren ist die Klappe mit einer zweiten Antriebseinheit 72 versehen,
die schräg
an dem Verriegelungsblock 60 angreift. Wenn nun die Klappe vollständig geöffnet werden
soll, wird der Verriegelungsbolzen 50 zunächst entriegelt,
indem die zweite Antriebseinheit 72 über ihr Betätigungsglied 71 den federbelasteten
Verriegelungsstift des Verriegelungsblocks 60 gegen die
Federkraft aus der Verriegelungsnut 51 des Verriegelungsbolzens 50 herausbewegt.
Danach kann die Klappe durch weiteres Bewegen des Betätigungsglieds 71 weiter
und vollständig geöffnet werden.
-
Beim
Schließen
der Klappe über
die zweite Antriebseinheit 72 wird das Betätigungsglied 71 in
die entgegengesetzte Richtung bewegt, wodurch die Klappe in Schließrichtung
bewegt wird. Zum Verriegeln verschiebt eine konisch ausgebildete
Spitze 52 des Verriegelungsbolzens 50 den federbelasteten Verriegelungsstift
des Verriegelungsblocks 60 so weit, dass der Verriegelungsbolzen 50 in
den Verriegelungsblock eingeführt
werden kann. Danach tritt der Verriegelungsstift durch die Federkraft
wieder in Eingriff mit der Verriegelungsnut 51 des Verriegelungsbolzens 50.
-
Aufgrund
thermischer Dehnungen der Materialien oder aufgrund von Herstellungstoleranzen fluchtet
der Verriegelungsbolzen 50 jedoch nicht immer genau mit
der Öffnung
in dem Verriegelungsblock 60. Dies kann dazu führen, dass
sich die Klappe nicht mehr ordnungsgemäß schließen lässt oder dass der Verriegelungsbolzen 50 beim
Versuch, die Klappe trotzdem zu schließen, verbogen wird.
-
Zu
Wartungszwecken muß die
Klappe im halbjährlichen
Rhythmus manuell über
ein Zugseil 73 (11)
zum Entsperren des Verriegelungsstifts entriegelt, danach geöffnet und
wieder geschlossen werden. Beim Schließen wirkt jedoch eventuell
eine Restkraft der zweiten Antriebseinheit 72 dem Schließvorgang
entgegen, wenn beispielsweise die zweite Antriebseinheit 72 einen
Pneumatikzylinder aufweist, in welchem noch ein Restdruck vorhanden ist.
Die Gegenkraft des Pneumatikzylinders führt dann dazu, dass der Verriegelungsstift
des Verriegelungsblocks 60 über das Betätigungsglied 71 der zweiten
Antriebseinheit 72 betätigt
wird. Ein sicheres Einrasten des Verriegelungsstifts in die Verriegelungsnut 51 des
Verriegelungsbolzens 50 kann unter diesen Umständen nicht
gewährleistet
werden.
-
Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Schaffung einer
verbesserten Verriegelungseinheit und eines verbesserten Klappensystems,
die die Nachteile des Stands der Technik vermeiden. Insbesondere
soll das Tageslichtelement auch bei Temperaturschwankungen und eventuell vorhandenen
Herstellungstoleranzen sicher geöffnet/geschlossen
und verriegelt/entriegelt werden können, ohne zu klemmen. Außerdem soll
eine sichere Verriegelung auch bei manuellem Schließen gewährleistet
sein.
-
Die
Aufgabe wird durch eine Verriegelungseinheit nach Anspruch 1 und
ein Klappensystem nach Anspruch 6 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der
Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angeführt.
-
Die
erfindungsgemäße Verriegelungseinheit wird
vorzugsweise für
aufklappbare Tageslichtelemente verwendet und hat folgende Bauteile:
einen Grundkörper,
der einen Schlitz für
die Aufnahme eines Verriegelungsbügels sowie ein zu dem Schlitz schräg angeordnetes
Langloch aufweist; eine Klauenscheibe, die schwenkbar an dem Grundkörper angeordnet
ist und eine Klaue aufweist, die in den Schlitz des Grundkörpers hinein
drehbar ist, um den Verriegelungsbügel in dem Schlitz des Grundkörpers zu
fangen bzw. fixieren; ein in dem Langloch verschiebbar angeordnetes
Betätigungselement,
beispielsweise in Form eines Bolzens, wobei die Klauenscheibe durch
Federkraft in der geschlossenen Position gehalten wird und durch
Verschieben des Betätigungselements
in dem Langloch und Auflaufen desselben an einer Auflauffläche der
Klauenscheibe oder eines mit der Klauenscheibe in Wirkverbindung stehenden
Elements in eine Öffnungsposition
verschwenkt wird, in der der Verriegelungsbügel freigegeben wird.
-
Der
Verriegelungsbügel
hat sowohl in dem Schlitz des Grundkörpers als auch in der Klaue
der Klauenscheibe ein großes
Spiel. Dadurch können Relativverschiebungen
der Bauteile aufgrund thermisch bedingter Änderungen in den Abmessungen der
Bauteile oder aufgrund von Herstellungstoleranzen ausgeglichen werden.
-
Vorzugsweise
umfasst die Verriegelungseinheit des weiteren eine Verbindungsstange
zum Verbinden des verschiebbaren Betätigungselements mit einer Antriebseinheit.
Das Ende dieser Verbindungsstange kann entweder als Gabelkopf oder
als Augenschraube ausgebildet sein.
-
Vorzugsweise
umfasst die Verriegelungseinheit des weiteren einen Wartungsschieber
zum Blockieren des Betätigungselements
in einer von der Klauenscheibe beabstandeten Position. Selbst wenn die
Antriebseinheit beim manuellen Schließen der Klappe beispielsweise
aufgrund eines in einem Pneumatikzylinder verbleibenden Restdrucks
eine Gegenkraft erzeugt, verhindert dieser Wartungsschieber, dass
sich das Betätigungselement
in die proximate Richtung des Langlochs bewegt, wodurch ein sicheres
Einrasten der Verriegelungseinheit verhindert werden würde. Der
Wartungsschieber kann vor dem manuellen Schließen der Klappe in die Bahn des
Betätigungselements
verschoben werden und gewährleistet
ein sicheres Einrasten der Klaue in den Verriegelungsbügel, da
eine eventuelle Gegenkraft der Antriebseinheit über den Wartungsschieber aufgenommen
wird. Darüber
hinaus kann dieser Wartungsschieber so ausgebildet sein, dass er
eine Anstoßfläche aufweist,
an die der Verriegelungsbügel anstößt und beim
Verriegeln der Verriegelungseinheit den Wartungsschieber in seine
Ruheposition zurückschiebt.
-
Der
Wartungsschieber ist dabei vorzugsweise drehbar an dem Grundkörper gelagert,
er kann jedoch auch verschiebbar gelagert sein.
-
Zum
sicheren Einrasten des Verriegelungsbügels in die Klaue der Klauenscheibe
ist entweder die Klauenscheibe selbst mit einer Feder versehen, die
diese in die Schließrichtung
dreht, oder es ist ein schwenkbarer federbelasteter Riegel zum in
Eingriff bringen mit der Klauenscheibe in deren geschlossener Position
angeordnet. Im zweiten Fall dreht sich die Klauenscheibe entweder
durch die Schwerkraft in die geöffnete
Position oder ist zusätzlich
noch mit einer Öffnungsfeder
versehen.
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich außerdem auf ein Klappensystem
mit der gerade beschriebenen Verriegelungseinheit.
-
Vorzugsweise
umfasst ein solches Klappensystem eine erste Antriebseinheit, die
die Klappe durch Verschieben des Verriegelungsbügels ohne Entriegeln der Verriegelungseinheit öffnet.
-
Die
erste Antriebseinheit weist vorzugsweise einen Elektrohubspindelmotor
auf, der beispielsweise mit 220 V betrieben werden und die Öffnung der Klappe
stufenlos regulieren kann.
-
Des
weiteren weist das Klappensystem vorzugsweise eine zweite Antriebseinheit
auf, welche die Klappe durch Verschieben des Betätigungselements entriegelt
und durch weiteres Verschieben die Öffnung der Klappe bewirkt.
-
Die
zweite Antriebseinheit umfasst vorzugsweise einen Pneumatikzylinder,
der mit CO2-Gas oder einem anderen Inertgas
betrieben werden kann. Hierdurch kann die Klappe im Notfall schnell
vollständig
geöffnet
werden.
-
Nachfolgend
wird die Erfindung anhand verschiedener Zeichnungen näher erläutert.
-
1 zeigt
eine Explosionsansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der vorliegenden
Erfindung;
-
2 zeigt
den Vorgang des Öffnens
der Verriegelungseinheit des ersten Ausführungsbeispiels;
-
3 zeigt
den Vorgang des Schließens
der Verriegelungseinheit des ersten Ausführungsbeispiels bei der Betätigung der
zweiten Antriebseinheit;
-
4 zeigt
den Vorgang des manuellen Schließens der Verriegelungseinheit
des ersten Ausführungsbeispiels;
-
5 zeigt
die Verriegelungseinheit des ersten Ausführungsbeispiels im zusammengebauten Zustand;
-
6 zeigt
eine Explosionsansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels der vorliegenden
Erfindung;
-
7 zeigt
den Vorgang des Öffnens
der Verriegelungseinheit des zweiten Ausführungsbeispiels;
-
8 zeigt
den Vorgang des manuellen Schließens der Verriegelungseinheit
des zweiten Ausführungsbeispiels
mit Hilfe des Wartungsschiebers;
-
9 zeigt
die Verriegelungseinheit des zweiten Ausführungsbeispiels im zusammengebauten
Zustand;
-
10 zeigt
eine Verriegelungseinheit nach dem Stand der Technik; und
-
11 zeigt
den Verriegelungsblock der Verriegelungseinheit aus 10 in
der Draufsicht.
-
Bei
einer ersten bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung, die in den 1 bis 5 gezeigt
ist, weist der Grundkörper 1 der
Verriegelungseinheit ein zweiteiliges Gehäuse auf, in dem eine Klauenscheibe 4 drehbar
gelagert ist. Eine Klaue 5 der Klauenscheibe 4 kann
durch Drehen der Klauenscheibe 4 in einem Schlitz 2 des
Grundkörpers 1 verschwenkt
werden, wodurch ein Verriegelungsbügel 11 gefaßt oder
freigegeben werden kann. Der Verriegelungsbügel 11 ist vorzugsweise
aus Rundstahl hergestellt mit einem Durchmesser im Bereich von 6
bis 15 mm, am vorteilhaftesten mit einem Durchmesser von 8 mm.
-
Der
Schlitz 2 des Grundkörpers 1 kann
sich, wie in 1 gezeigt, zu seinem geschlossenen
Ende hin verengen, kann jedoch auch eine gleichbleibende Breite
haben. Die Breite des Schlitzes 2 des Grundkörpers 1 sowie
der Klaue 5 der Klauenscheibe 4 ist jeweils so
bemessen, dass der Verriegelungsbügel 11 ein großes Spiel
hat. Hierdurch wird gewährleistet, dass
der Verriegelungsbügel 11 auch
bei Verzug der Komponenten durch Temperaturschwankungen sicher in
dem Schlitz 2 und der Klaue 5 aufgenommen wird.
-
Durch
Verschwenken der Klauenscheibe 4 wird der Verriegelungsbügel 11 in
dem Schlitz 2 des Grundkörpers 1 fixiert, wodurch
die Verriegelungseinheit verriegelbar ist. Dabei wird die Klauenscheibe 4 durch
einen federbelasteten schwenkbaren Riegel 10 in der Verriegelungsposition
gesichert, der in dem Gehäuse
des Grundkörpers 1 drehbar
gelagert ist und mit einer Hakennase 10a in eine Klinke 4a der Klauenscheibe 4 eingreift.
-
Der
Riegel 10 ist vorzugsweise als Gußteil hergestellt, kann jedoch
auch gefräst
oder geschmiedet sein. Der Riegel 10 kann dabei auch als
ein sogenannter Doppelriegel ausgeführt sein, bei dem zwei Hakennasen 10a vorgesehen
sind, die in zwei Klinken 4a der Klauenscheibe 4 eingreifen.
Dieser Doppelriegel kann an Stelle der einstückigen Bauweise auch aus zwei
separaten Riegeln 10b, 10c aufgebaut sein.
-
Des
weiteren verfügt
der Riegel 10 über
eine schräge
Auflauffläche 10d an
seinem zweiten Schenkel, auf der ein in einem Langloch 3 des
Grundkörpers 1 geführtes Betätigungsglied
in Form eines Bolzens 6 auflaufen kann, wenn dieses in
dem Langloch 3 des Grundkörpers 1 in eine proximale
Richtung bewegt wird. Durch das Auflaufen des Bolzens 6 auf
die schräge
Auflauffläche 10d des
Riegels 10 wird dieser zu einer Schwenkbewegung (in 2 entgegen
dem Uhrzeigersinn) veranlasst, wodurch der Eingriff zwischen der
Hakennase 10a des Riegels 10 und der Klinke 4a der
Klauenscheibe 4 gelöst
wird, wie aus 2b ersichtlich ist.
-
Nachfolgend
wird die Funktion der Verriegelungseinheit anhand der 2 bis 4 genauer
erläutert.
-
2 zeigt
den Öffnungsvorgang
der Verriegelungseinheit mittels der zweiten Antriebseinheit. In 2a ist die geschlossene Stellung der Verriegelungseinheit
dargestellt, bei der der Verriegelungsbügel 11 in dem Schlitz 2 des
Grundkörpers 1 aufgenommen
und durch die Klauenscheibe 4 in dem Schlitz 2 fixiert
ist. Die Klauenscheibe 4 ist dabei wiederum durch den Riegel 10 über den
Eingriff der Hakennase 10a mit der Klinke 4a gegen
Verdrehen in der Öffnungsrichtung
gesichert. Der Riegel 10 wird durch eine (nicht gezeigte)
Feder in dieser Stellung gehalten.
-
Wenn
nun, wie in 2b gezeigt, der Bolzen 6 über die
Verbindungsstange 7 von der zweiten Antriebseinheit entlang
des Langlochs 3 zu dem proximalen Ende des Grundkörpers 1 hin
bewegt wird (Pfeil 1), läuft der Bolzen 6 auf
der schrägen
Auflauffläche 10d des
Riegels 10 auf. Dadurch wird der Riegel 10 um
seinen Drehpunkt 10e herum entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht,
wie durch den Pfeil 2 dargestellt ist, wodurch der Eingriff
zwischen der Hakennase 10a des Riegels 10 und
der Klinke 4a der Klauenscheibe 4 gelöst wird.
Nun kann die Klauenscheibe 4 frei drehen, wie durch den
Pfeil 3 in 2c gezeigt ist.
-
Wenn
die zweite Antriebseinheit die Verbindungsstange 7 weiter
in Richtung zu der Verriegelungseinheit bewegt, kann der nun freigegebene
Verriegelungsbügel
aus dem Schlitz 2 des Grundkörpers 1 heraustreten,
wie durch den Pfeil 4 gezeigt ist.
-
Die
Klappe kann nun vollständig
geöffnet werden,
da der Eingriff zwischen der an der Klappe angebrachten Verriegelungseinheit
und dem am Klappenrahmen angebrachten Verriegelungsbügel 11 gelöst ist,
wie dies 2d zeigt.
-
3 zeigt
den Schließvorgang
der Klappe mittels der zweiten Antriebseinheit. Wie in 3a dargestellt, zieht die Antriebseinheit
die Verbindungsstange 7 zurück (Pfeil 1), wodurch
zunächst
der Bolzen 6 in dem Langloch 3 zu dem distalen
Ende des Langlochs 3 wandert. Hierdurch wird der Eingriff
des Bolzens 6 mit der schrägen Auflauffläche 10d des Riegels 10 gelöst, der
nun durch die (nicht gezeigte) Feder im Uhrzeigersinn dreht und
in seine Ruhestellung zurückkehrt.
Dabei befindet sich die Klauenscheibe 4 jedoch noch in
der Offenstellung entweder durch ihre eigene Schwerkraft oder durch
Anlage eines Klauenschenkels 4b an der Hakennase 10a des Riegels 10 oder
ebenfalls durch eine Feder.
-
Wenn
dann der Verriegelungsbügel 11,
wie in 3b gezeigt, durch die Schließbewegung
der Klappe in den Schlitz 2 der Verriegelungseinheit 1 eintritt,
stößt der Verriegelungsbügel 11 gegen
den Klauenschenkel 4b der Klauenscheibe 4 und
dreht diese dadurch in die Schließposition. Sobald die Klauenscheibe 4 die
Schließposition
erreicht, schwenkt der federbelastete Riegel 10 im Uhrzeigersinn
und tritt mit seiner Hakennase 10a in Eingriff mit der
Klinke 4a der Klauenscheibe 4, wie in 3c gezeigt ist.
-
4 zeigt
den manuellen Schließvorgang der
Verriegelungseinheit 1. Dabei wird zunächst der Bolzen 6 entweder über ein
(nicht gezeigtes) Zugseil oder durch eine kurze manuelle Öffnungsbewegung der
Klappe in seine distale Lage gebracht, wie in 4a gezeigt.
Wenn, wie in 4b und 4c gezeigt, der
Verriegelungsbügel 11 in
den Schlitz 2 der Verriegelungseinheit 1 eintritt,
stößt der Verriegelungsbügel 11 wiederum
an dem Klauenschenkel 4a der Klauenscheibe 4 an
und dreht diese dadurch in die Schließposition. Sobald die Klauenscheibe 4 die Schließposition
erreicht, schwenkt der federbelastete Riegel 10 im Uhrzeigersinn
und tritt mit seiner Hakennase 10a in Eingriff mit der
Klinke 4a der Klauenscheibe.
-
Nachfolgend
wird nun eine zweite Ausführungsform
der Erfindung unter Bezugnahme auf 6 bis 9 erläutert.
-
Bei
dieser Ausführungsform
besteht der Grundkörper 21 aus
einer Platte, wobei zwei Klauenscheiben 4 vorgesehen sind,
die sich auf den entgegengesetzten Seiten der Platte 21 befinden
und entweder einstückig
oder aus zwei Teilen hergestellt sind. Die Platte 21 hat
genauso wie der Grundkörper 1 des
ersten Ausführungsbeispiels
einen Schlitz 2 und ein Langloch 3 für die Aufnahme
eines Betätigungselements
in Form eines Bolzens 6. Jedoch ist hier kein Riegel vorgesehen
und statt dessen ist die Klauenscheibe 4 selbst federbelastet
und verfügt auch
selbst über
die Auflauffläche 4c für die Öffnungsbetätigung der
Verriegelungseinheit über
den Bolzen 6.
-
Darüber hinaus
weist der Schlitz 2 der Verriegelungseinheit zwei Führungsschenkel 2a auf,
die das sichere Einführen
des Verriegelungsbügels 11 in den
Schlitz 2 gewährleisten.
Zusätzlich
ist diese Verriegelungseinheit mit einem Wartungsschieber 8 versehen,
der entweder drehbar oder verschiebbar an dem Grundkörper 21 vorgesehen
ist und manuell in die Bahn des Bolzens 6 geschoben werden
kann, um diesen in der distalen Position zu sichern. Hierdurch kann
ein sicheres Einrasten der Verriegelungseinheit gewährleistet
werden. Des weiteren verfügt
der Wartungsschieber 8 über
eine Anstoßfläche 8a,
die beim Schließen
an den Verriegelungsbügel 11 anstößt und dadurch
den Wartungsschieber 8 in seine Ruheposition verschiebt.
-
Die
Funktion der Verriegelungseinheit des zweiten Ausführungsbeispiels
wird nachfolgend anhand der 7 und 8 näher erläutert.
-
Beim Öffnen verschiebt
die zweite Antriebseinheit den Bolzen 6 in seinem Langloch 3 zu
dem proximalen Ende hin. Dabei stößt der Bolzen 6 gegen die
Auflauffläche 4a der
Klauenscheibe 4 und dreht diese gegen die Federkraft der
(nicht gezeigten) Feder entgegen dem Uhrzeigersinn, wie in 7b gezeigt ist. Der Verriegelungsbügel 11 wird
somit von der Klaue 5 der Klauenscheibe 4 freigegeben
und kann nun bei einer weiteren Relativbewegung zwischen Verriegelungseinheit
und Verriegelungsbügel 11 aus
dem Schlitz 2 heraustreten, wie in 7c gezeigt.
-
8 zeigt
den manuellen Schließvorgang der
Klappe unter Zuhilfenahme des Wartungsschiebers 8. Hierzu
wird zunächst
der Bolzen 6 entweder über
ein (nicht gezeigtes) Zugseil oder durch eine kurze manuelle Öffnungsbewegung
der Klappe in die distale Position verschoben (Pfeil 1).
Danach wird der Wartungsschieber 8 in die Bahn des Bolzens 6 geschoben
(Pfeil 2), um diesen in der distalen Position zu sichern.
Anschließend
wird die Klappe in Schließrichtung
bewegt, wodurch der Verriegelungsbügel 11 in den Schlitz 2 eintritt
(Pfeil 3). Dabei läuft
der Verriegelungsbügel 11 an
einer schrägen
Auflauffläche 4d der
Klauenscheibe auf und dreht diese dadurch entgegen dem Uhrzeigersinn
(Pfeil 4).
-
Im
Folgenden stößt der Verriegelungsbügel 11 gegen
die Anstoßfläche 8a des
Wartungsschiebers 8 und verschiebt diesen dadurch in seine
Ruheposition (Pfeil 5). Bei einer weiteren Relativbewegung
des Verriegelungsbügels 11 gegenüber der Verriegelungseinheit
tritt dieser in die Klaue 5 der Klauenscheibe 4 ein
und die Klauenscheibe 4 kann dann durch die Federkraft
im Uhrzeigersinn drehen (Pfeil 6) und sicher in den Verriegelungsbügel 11 einrasten.
-
Beim
Schließen
mit der zweiten Antriebseinheit befindet sich der Bolzen 6 selbsttätig in der
distalen Position innerhalb des Langlochs 3 aufgrund der
Zugkraft der Antriebseinheit. Der Einrastvorgang erfolgt genauso
wie beim manuellen Schließen
und wird hier nicht nochmals beschrieben.
-
Die
Verriegelungseinheit gemäß zweitem Ausführungsbeispiel
ist insbesondere bei staubiger bzw. schmutziger Umgebung vorteilhaft,
da sie kein geschlossenes Gehäuse
aufweist, in das Schmutz eindringen kann, um die sichere Funktion
der Verriegelungseinheit zu beeinträchtigen.
-
Die
Verriegelungseinheiten der beiden Ausführungsbeispiele können jedoch
beliebig miteinander kombiniert werden. Insbesondere kann auch das erste
Ausführungsbeispiel
mit dem Wartungsschieber 8 ausgestattet sein. Außerdem kann
die jeweils unterschiedliche Form des Schlitzes 2 auch
auf das jeweils andere Ausführungsbeispiel
angewandt werden.
-
Obwohl
die Verriegelungseinheit für
Tageslichtelemente verwendet wird, kann sie auch bei anderen Klappensystemen
angewandt werden, wie beispielsweise bei Fenstern, Türen etc.
-
- 1
- Grundkörper
- 2
- Schlitz
- 2a
- Führungsschenkel
- 3
- Langloch
- 4
- Klauenscheibe
- 4a
- Klinke
- 4b
- Klauenschenkel
- 4c
- Auflauffläche
- 4d
- schräge Auflauffläche
- 5
- Klaue
- 6
- Betätigungselement
- 7
- Verbindungsstange
- 8
- Wartungsschieber
- 8a
- Anstoßfläche
- 9
- Feder
- 10
- Riegel
- 10a
- Hakennase
- 10d
- schräge Auflauffläche
- 10e
- Drehpunkt
des Riegels
- 11
- Verriegelungsbügel
- 50
- Verriegelungsbolzen
- 51
- Verriegelungsnut
- 52
- konische
Spitze
- 60
- Verriegelungsblock
- 61
- Verriegelungsstift
- 70
- erste
Antriebseinheit
- 71
- Betätigungsglied
- 72
- zweite
Antriebseinheit
- 73
- Zugseil