DE815516C - Verfahren und Vorrichtung zum Zerkleinern von Seife - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Zerkleinern von SeifeInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Zerkleinern von Seife Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Zerkleinern von Seife in Pulver-, Flocken- oder Spanform. Es ist bekannt, wasserhaltige, wasserarme oder wasserfreie Seife zu Pulver zu zerkleinern oder mittels Walzwerken in Flocken auszuwalzen. Diese Art der Zerkleinerung erfordert einen verhältnismäßig großen Kraftaufwand. Dabei wird auch meistens Staub und Wärme entwickelt. Staubentwirklung bedeutet aber Verlust an wertvollem Material. Eine Wärmeentwicklung beeinträchtigt die Eigenschaften der zu zerkleinernden Seife in verschiedener Richtung, z. B. verlieren parfümierte Seifen einen Teil des wertvollen Geruchsstoffes, und Seifen mit chemischen Zusätzen, z. B. mit Antiseptika, verlieren ihre spezifische Wirkung.
- Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren und eine Vorrichtung, die es gestatten, die Seife erst kurz vor dem Verbrauch und ohne die ihre Eigenschaften beeinträchtigenden Wirkungen zu zerkleinern. Das Verfahren besteht erfindungsgemäß darin, daß wasserarme Stückseife mittels eines Walzenfräsers zerkleinert wird.
- Die zur Durchführung des Verfahrens dienende Vorrichtung gemäß der Erfindung besteht aus einer rohrartigen Führung, an deren einem Ende ein Walzenfräser angeordnet ist, und einer in der Führung angeordneten Druckvorrichtung, die die Seife gegen den Walzenfräser drückt.
- Das Verfahren und die Vorrichtung können sowohl im großen als auch im kleinen angewendet werden. Im letzteren Falle, beispielsweise an Stelle der bekannten Seifenspender, die flüssige Seife enthalten. Diese Seifenspender mit flüssiger Seife haben sich als nicht zweckmäßig erwiesen, weil, wenn sie an öffentlichen Orten dem Publikum zugänglich sind, oft Unfug damit getrieben wird, beispielsweise der Behälter Mutwillig entleert wird.
- In der Zeichnung sind das Verfahren und die Vorrichtung schematisch und die Vorrichtung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
- Es zeigt: Fig. i eine schematische Darstellung des Verfahrens und der Vorrichtung, Fig. 2 bis 5 eine besondere Ausführungsform der Vorrichtung, nämlich Fig. 2 eine Ansicht, Fig. 3 und 4 um 9o° versetzte senkrechte Schnitte durch die Vorrichtung, Fig. 5 einen waagerechten Schnitt durch die Vorrichtung.
- Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird wasserarme Stückseife i, die in der Fig. i als ein Stück dargestellt ist, aber bei Anwendung des Verfahrens im großen auch in mehreren oder vielen Stücken zugeführt werden kann, in einer Führung 2 geführt und mittels einer Druckvorrichtung 3, die hier schematisch als Kolben dargestellt ist, gegen den an dem einen Ende der Führung 2 angeordneten Walzenfräser 4 gedrückt, der von der wasserarmen und daher harten Stückseife i je nach seiner Zahnform Pulver, Flocken oder Späne abnimmt. Die rohrartige Führung 2 kann zylindrisch oder prismatisch sein.
- Die in den Fig. 2 bis 5 dargestellte Ausführungsform dient zur Anwendung des Verfahrens im kleinen und stellt eine Vorrichtung dar, die beispielsweise an Stelle eines Seifenspenders für flüssige Seife treten kann. Es handelt sich also um eine kleine Vorrichtung, wie sie in Hotels, Restaurants, Krankenhäusern od. dgl. verwendet werden kann. In diesem Falle besteht die Führung 2 aus einem Rohr, das mit Befestigungsmitteln versehen ist, die seine Anordnung an einer senkrechten Wand in senkrechter Richtung gestatten. In dem gezeichneten Beispiel bestehen die Befestigungsmittel aus einem aus zwei Blechen 5 gebildeten Halter. Die Bleche liegen mit ihrem mittleren Teil aneinander. Mit dem einen Ende ist der Halter an dem Rohr 2 befestigt, die anderen Enden der Bleche 5 sind zu einer Platte 6 auseinandergebogen, die an der Wand befestigt werden kann. Am unteren Ende des Rohres 2 ist ein Gehäuse 7 angeordnet, in dem ein Walzenfräser 8 gelagert ist, der mittels einer kleinen Kurbel g gedreht werden kann.
- In das Rohr 2 wird ein passendes Stück i wasserarmer und daher harter Seife gesteckt, 'an dem der Walzenfräser 8 von unten angreift. Damit das Seifenstück i gegen den Fräser gedrückt wird, ist eine Druckvorrichtung vorgesehen. Diese kann aus einem in dem als Führung dienenden Rohr 2 verschiebbaren Teil, z. B. einer Platte oder einem Kolben io, bestehen, auf den eine in dem Rohr 2 angeordnete Feder 12 wirkt, die sich einerseits gegen den verschiebbaren Teil io, andererseits gegen den Deckel 13 des als Führung dienenden Rohres abstützt.
- Die Druckvorrichtung kann aber auch nur aus einem Gewicht bestehen, als das beispielsweise der Kolben io ausgebildet sein kann. In diesem Falle kann die Feder 12 wegfallen. Der gegebenenfalls als Gewicht ausgebildete Kolben io ist mit dem Deckel 13 durch ein hinsichtlich des Abstandes des Kolbens io von dem Deckel 13 in seiner Länge veränderliches :Mittel, z. B. einen Draht 14, verbunden. Die Länge dieses Drahtes 14 ist so bemessen, daß der Kolben io den Fräser 8 nicht berühren kann, wenn das Seifenstück i verarbeitet ist.
- Die Achse des Rohres 2 ist gegenüber der Achse 15 des Walzenfräsers im Sinne der Drehrichtung desselben versetzt, und zwar in der Weise, daß sich diese Achsen in mathematischem Sinne nicht schneiden, sondern kreuzen. Durch diese einseitige Anordnung des Walzenfräsers gegenüber dem Rohr 2 wird erreicht, daß das Seifenstück i unsymmetrisch abgefräst wird und daß die beim Fräsen stehenbleibende längere Spitze 16 von dem Fräser gezogen wird.
- Eine solche Vorrichtung hat den Vorteil, daß die Seife erst kurz vor ihrer Verwendung zerkleinert zu werden braucht, so daß spezifische Wirkungen der Seife nicht verlorengehen, die bei Aufbewahrung der Seife in Flocken- oder Pulverform verlorengehen würden. Der Seifenverbrauch ist äußerst sparsam, da die Seife mit Feuchtigkeit nicht in Berührung kommt, die überdies ebenfalls nachteilige Wirkungen auf die spezifischen Eigenschaften der Seife haben kann. Adch der Angriff der Luft, der sich nachteilig auf die Seife auswirken kann, wenn sie in kleinen Partikeln aufbewahrt wird, kann sich bei Benutzung der Vorrichtung nicht auswirken, weil die Zerkleinerung immer erst kurz vor dem Gebrauch stattfindet. Ferner ist die Verwendung der Vorrichtung hygienisch, weil die Seife von dem Verbraucher nicht angefaßt wird.
- Zweckmäßig wird der Deckel 13 der Vorrichtung mit dem als Führung dienenden Rohr 2 durch eine Schraube 17 lösbar verbunden, die nur mit einem besonderen Schlüssel gelöst werden kann, so daß ein Entwenden der Seife ausgeschlossen ist.
Claims (9)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Zerkleinern von Seife in Pulver-, Flocken- oder Spanform, dadurch gekennzei'chnet, daß wasserarme Stückseife mittels eines Walzenfräsers zerkleinert wird.
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine rohrartige Führung (2), an deren einem Ende ein Walzenfräser (8) angeordnet ist und eine in der Führung (2) angeordnete Druckvorrichtung, die die Seife (i) gegen den Walzenfräser (8) drückt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die rohrartige Führung (2) zylindrisch ausgebildet ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die rohrartige Führung (2) prismatisch ausgebildef ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (2) mit Befestigungsmitteln (5, 6) versehen ist, die ihre Anordnung an einer senkrechten Wand in senkrechter Richtung gestatten.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse der Führung (2) gegenüber der Achse (15) des Walzenfräsers (8) im Sinne der Drehrichtung desselben versetzt ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dieDruckvorrichtungdurch einen in der Führung verschiebbaren Teil (io) und eine Feder (12) gebildet wird, die sich einerseits gegen den verschiebbaren Teil (io), andererseits gegen einen Deckel (13) der Führung (2) abstützt. B.
- Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daB die Druckvorrichtung aus einem als kolbenförmiges Gewicht ausgebildeten verschiebbaren Teil (io) besteht.
- 9. Vorrichtung nach Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daB der verschiebbare Teil (io) durch ein hinsichtlich seines Abstandes vom Deckel (13) in seiner Länge veränderliches Mittel, z. B. einen Draht (14), mit dem Deckel verbunden ist. io. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (13) mit der rohrartigen Führung (2) durch ein lösbares Befestigungsmittel, z. B. eine Schraube (17), verbunden ist, das nur mit einem besonderen Schlüssel betätigt werden kann.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG1161A DE815516C (de) | 1950-03-01 | 1950-03-01 | Verfahren und Vorrichtung zum Zerkleinern von Seife |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE815516C true DE815516C (de) | 1952-03-20 |
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| DEG1161A Expired DE815516C (de) | 1950-03-01 | 1950-03-01 | Verfahren und Vorrichtung zum Zerkleinern von Seife |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE815516C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US12232665B2 (en) | 2018-02-02 | 2025-02-25 | Mmid Products B.V. | Pocket soap dispenser |
-
1950
- 1950-03-01 DE DEG1161A patent/DE815516C/de not_active Expired
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